Absterbeerscheinungen wald
Absterbeerscheinungen sind sichtbare Anzeichen eines geschwächten oder sterbenden Baumes. Zu den Absterbeerscheinungen zählen Dürräste, lichte Kronen, Blattverlust, absterbende Rinde und Pilzbefall. Sie deuten auf eine gestörte Vitalität hin, etwa durch Trockenheit, Krankheiten, Schädlinge oder Wurzelschäden.
Eigenschaften: Dürräste und lichte Krone, Blattverlust und Rindenschäden, Zeichen gestörter Vitalität, Hinweis für die Baumkontrolle.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherheit, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beurteilung durch Fachleute
Altbaum wald
Ein Altbaum ist ein besonders alter, oft mächtiger Baum mit hohem ökologischem Wert. Altbäume sind Bäume der Reife- und Zerfallsphase mit starkem Durchmesser, grober Borke, Höhlen und Totholzanteilen. Sie bieten Lebensraum für Höhlenbrüter, Fledermäuse, Insekten und Pilze und sind für die Artenvielfalt im Wald besonders wertvoll.
Eigenschaften: Sehr alter, starker Baum, Höhlen und Totholzanteile, Hoher ökologischer Wert, Als Habitatbaum erhalten.
Verwendung: Naturschutz im Wald, Habitat- und Biotopbäume, Artenvielfalt.
Maßeinheiten: Alter in Jahren · Durchmesser (BHD) in Zentimeter
Altbestand wald
Ein Altbestand ist ein Waldbestand mit älteren, ausgewachsenen Bäumen kurz vor oder in der Nutzungsphase. Altbestände bestehen aus reifen Bäumen, die ihre Zielstärke weitgehend erreicht haben. Sie liefern wertvolles Stammholz und sind zugleich ökologisch bedeutsam, etwa durch Habitatbäume und Totholz.
Eigenschaften: Ältere, ausgewachsene Bäume, Nahe der Zielstärke, Wertvolles Stammholz, Ökologisch bedeutsam.
Verwendung: Holznutzung, Naturverjüngung, Habitatschutz.
Maßeinheiten: Alter in Jahren · Vorrat in Vfm je Hektar
Arborist ausbildung
Ein Arborist ist ein Fachmann für die Pflege, Untersuchung und Erhaltung von Bäumen (Baumpfleger). Arborist ist die internationale Bezeichnung für Baumpflege-Fachleute. Sie kümmern sich um Pflanzung, Schnitt, Sanierung, Untersuchung und Sicherung von Bäumen – häufig in Seilklettertechnik. Ziel ist der langfristige Erhalt gesunder, verkehrssicherer Bäume.
Eigenschaften: Fachmann für Baumpflege, Schnitt, Sanierung, Sicherung, Oft in Seilklettertechnik, International gebräuchlich.
Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Baumerhalt und -sicherung.
Maßeinheiten: Qualifikationen: ETW / Fachagrarwirt / ETT · Synonym: Baumpfleger
Artenschutzprüfung wald
Die Artenschutzprüfung klärt vor Fäll- und Eingriffsmaßnahmen, ob geschützte Arten betroffen sind. Vor Baumfällungen, Rodungen oder größeren Eingriffen ist zu prüfen, ob besonders oder streng geschützte Arten (z. B. Fledermäuse, Höhlenbrüter, Käfer) betroffen sind. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, ihre Lebensstätten zu zerstören oder Tiere zu töten.
Eigenschaften: Prüfung geschützter Arten vor Eingriff, Nach Bundesnaturschutzgesetz, Vermeidungs-/Ausgleichsmaßnahmen, Fällzeiten beachten.
Verwendung: Fäll- und Rodungsvorhaben, Bau- und Pflegemaßnahmen, Genehmigungsverfahren.
Maßeinheiten: Kein Messmaß – Prüfverfahren · Schonzeit: 1. März–30. September
AS Baum I ausbildung
AS Baum I ist das Spezialmodul für die Arbeitssicherheit bei Baumarbeiten vom Boden und aus der Hubarbeitsbühne. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil I" (AS Baum I) qualifiziert für den Motorsägeneinsatz bei Baumpflege- und Fällarbeiten, die vom Boden oder aus der Hubarbeitsbühne ausgeführt werden. Inhalte sind Schnitttechniken in der Krone, Zugtechnik, Beurteilung von Gefahren und Rückschnitt.
Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil I, Vom Boden / aus der Bühne, Schnitt- und Zugtechnik, Basis für AS Baum II.
Verwendung: Baumpflege vom Boden, Arbeiten aus der Hubarbeitsbühne, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Voraussetzung: Grund- + Fällmodul · Abschluss: AS Baum I-Nachweis
AS Baum II ausbildung
AS Baum II ist das Spezialmodul für Motorsägenarbeiten in der Baumkrone mit Seilklettertechnik. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil II" (AS Baum II) qualifiziert für den Einsatz der Motorsäge im kletternden Einsatz in der Baumkrone. Inhalte sind das sichere Sägen im Seil, Ablauf- und Abtragetechniken, Positionierung und die Kombination von Klettertechnik und Motorsägeneinsatz.
Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil II, Motorsäge in der Krone (kletternd), Sägen im Seil, Höchste Motorsägen-Baumstufe.
Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kroneneinkürzung und -sicherung, Anspruchsvolle Baumarbeiten.
Maßeinheiten: Voraussetzung: AS Baum I + SKT · Abschluss: AS Baum II-Nachweis
Astung stammholz
Die Astung ist das gezielte Entfernen von Ästen am stehenden Baum zur Verbesserung der Holzqualität. Durch die Astung werden untere Äste entfernt, damit der Stamm astfreies, wertvolles Holz bildet. Sie ist eine wichtige waldbauliche Pflegemaßnahme bei Wertholzbäumen.
Eigenschaften: Entfernen von Ästen am Baum, Waldbauliche Pflegemaßnahme, Fördert astfreies Holz, Für Wertholz relevant.
Verwendung: Wertholzproduktion, Waldpflege, Furnier- und Bauholz.
Maßeinheiten: Astungshöhe: oft bis ca. 6 m · Kein Handelsmaß
Aufforstung stammholz
Die Aufforstung ist die Neuanlage von Wald durch Pflanzung oder Aussaat auf bisher unbewaldeten oder geräumten Flächen. Aufforstung schafft neuen Wald – etwa nach Kahlschlägen, Sturmwurf oder auf ehemaligen Freiflächen. Durch die Wahl standortgerechter, oft gemischter Baumarten wird der Wald von morgen begründet.
Eigenschaften: Neuanlage von Wald, Durch Pflanzung oder Saat, Standortgerechte Baumarten, Basis nachhaltiger Nutzung.
Verwendung: Forstwirtschaft, Klimaschutz, Wiederbewaldung.
Maßeinheiten: Pflanzenzahl: je nach Verband je ha · Kein Brennholzmaß
Bast stammholz
Der Bast ist die innere, lebende Rindenschicht, die Nährstoffe im Baum transportiert. Der Bast (Phloem) liegt zwischen dem Kambium und der äußeren Borke. In ihm werden die in den Blättern gebildeten Zuckerstoffe (Assimilate) von der Krone zu Wurzeln und Wachstumszonen transportiert. Der Bast ist damit die „Nährstoffleitung" des Baumes, während das Holz (Xylem) Wasser nach oben leitet.
Eigenschaften: Innere, lebende Rindenschicht (Phloem), Transportiert Nährstoffe abwärts, Zwischen Kambium und Borke, Verletzung unterbricht den Baststrom.
Verwendung: Baumkunde und -physiologie, Verständnis von Schälschäden, Rindennutzung (historisch).
Maßeinheiten: Lage: zwischen Kambium und Borke · Funktion: Nährstofftransport
Baumdiagnose wald
Die Baumdiagnose ist die fachliche Untersuchung eines Baumes zur Beurteilung von Vitalität, Schäden und Verkehrssicherheit. Bei der Baumdiagnose wird der Zustand eines Baumes systematisch erfasst: von der visuellen Beurteilung (Vitalität, Kronenzustand, Pilzfruchtkörper, Risse, Fäulezeichen) bis zu eingehenden Untersuchungen mit Messgeräten (Bohrwiderstand, Schalltomografie, Zugversuch). Ziel ist es, Standsicherheit, Bruchsicherheit und Handlungsbedarf zu bestimmen.
Eigenschaften: Fachliche Untersuchung des Baumzustands, Visuell + eingehende Verfahren, Beurteilt Stand-/Bruchsicherheit, Grundlage von Gutachten.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Pflegeentscheidungen.
Maßeinheiten: Kein Messmaß – Untersuchungsverfahren · Ergebnis: Zustands-/Sicherheitsbewertung
Baumgutachter ausbildung
Ein Baumgutachter erstellt fachliche Gutachten zum Zustand, zur Sicherheit und zum Wert von Bäumen. Der Baumgutachter beurteilt Bäume vertieft: Er untersucht Vitalität, Standsicherheit und Bruchsicherheit, oft mit eingehenden Verfahren (z. B. Zugversuch, Bohrwiderstandsmessung, Schalltomografie), und erstellt schriftliche Gutachten. Diese dienen als Entscheidungsgrundlage für Erhalt, Pflege oder Fällung sowie bei Streitfragen.
Eigenschaften: Erstellt Baumgutachten, Vitalität, Stand- und Bruchsicherheit, Eingehende Untersuchungsverfahren, Entscheidungsgrundlage.
Verwendung: Baumbeurteilung und -bewertung, Streit- und Schadensfälle, Erhalt oder Fällung.
Maßeinheiten: Voraussetzung: baumfachliche Qualifikation · Ergebnis: schriftliches Gutachten
Baumharz stammholz
Baumharz ist die zähflüssige, klebrige Substanz, die vor allem Nadelbäume zum Schutz vor Verletzungen und Schädlingen absondern. Harz wird in Harzkanälen und -zellen gebildet und tritt bei Verletzungen aus, um die Wunde zu verschließen, Krankheitserreger und Insekten abzuwehren und einzuschließen. Besonders Kiefer, Fichte, Lärche und Douglasie sind harzreich; fossiles Harz wird als Bernstein bekannt.
Eigenschaften: Zähflüssiges Baumsekret, Vor allem bei Nadelbäumen, Schützt vor Wunden/Schädlingen, Rohstoff (Terpentin, Kolophonium).
Verwendung: Baumschutz (natürlich), Holzverarbeitung, Harzgewinnung.
Maßeinheiten: Harzgehalt artabhängig · Bezug: Nadelholz
Baumhöhenmessung wald
Die Baumhöhenmessung bestimmt die Höhe eines Baumes, meist mit einem Höhenmesser nach dem trigonometrischen Prinzip. Die Baumhöhe wird mit Höhenmessern (z. B. Vertex, Blume-Leiss) oder Neigungsmessern über Winkel und Distanz trigonometrisch ermittelt. Zusammen mit dem Brusthöhendurchmesser ist sie Grundlage für Volumen- und Vorratsberechnungen.
Eigenschaften: Bestimmung der Baumhöhe, Trigonometrisch (Winkel+Distanz), Mit Höhenmesser, Basis für Volumen und Bonität.
Verwendung: Vorrats- und Volumenermittlung, Bonitierung, Fäll- und Sicherungsplanung.
Maßeinheiten: Höhe in Meter (m) · Verfahren: trigonometrisch
Umrechnung: Höhe h ≈ Distanz × (tan α_oben + tan α_unten).
Baumhöhlen wald
Baumhöhlen sind Hohlräume in Stämmen und Ästen, die wertvollen Lebensraum für viele Tierarten bieten. Baumhöhlen entstehen durch Specht-Zimmerung, Astabbrüche mit Fäule oder Verletzungen, die sich zu Hohlräumen entwickeln. Sie sind Brut-, Schlaf- und Überwinterungsplatz für Höhlenbrüter, Fledermäuse, Insekten und Kleinsäuger.
Eigenschaften: Hohlräume in Stamm/Ästen, Durch Specht/Fäule/Wunden, Lebensraum vieler Arten, Schützenswerte Habitatstrukturen.
Verwendung: Naturschutz und Artenschutz, Habitat- und Biotopbäume, Baumkontrolle.
Maßeinheiten: Höhlenanzahl/-typ je Baum · Bewertung in der Baumkontrolle
Baumkataster wald
Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis zur Dokumentation von Bäumen, ihrem Zustand und den durchgeführten Kontrollen. Im Baumkataster werden Standort, Art, Maße, Zustand und Kontrolltermine jedes Baumes erfasst, häufig digital und kartengestützt. Es unterstützt die systematische Baumkontrolle und die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht.
Eigenschaften: Verzeichnis der Bäume, Standort, Art, Zustand, Kontrollen, Oft digital und kartengestützt, Grundlage der Dokumentation.
Verwendung: Kommunale Baumverwaltung, Verkehrssicherung, Pflegeplanung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Datenbestand · Kontrolltermine je Baum
Baumkontrolle wald
Die Baumkontrolle ist die regelmäßige Überprüfung von Bäumen auf Schäden und Verkehrssicherheit. Bei der Baumkontrolle beurteilen Fachleute den Zustand von Bäumen anhand sichtbarer Merkmale wie Kronenbild, Rinde, Pilzfruchtkörper und Stammfuß. Ziel ist es, Gefahren durch Bruch oder Umsturz rechtzeitig zu erkennen.
Eigenschaften: Regelmäßige Überprüfung, Beurteilung sichtbarer Merkmale, Erkennt Bruch- und Umsturzgefahr, Wird dokumentiert.
Verwendung: Verkehrssicherung, Baumpflege, Baumkataster.
Maßeinheiten: Kontrollintervalle in Monaten/Jahren · Sichtkontrolle, ggf. eingehend
Baumkontrolleur ausbildung
Ein Baumkontrolleur prüft Bäume regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit. Der Baumkontrolleur führt die visuelle Regelkontrolle von Bäumen durch: Er erkennt Schäden, Pilzbefall, Faulstellen und Bruchgefahren und dokumentiert den Zustand sowie nötige Maßnahmen. Grundlage ist die FLL-Baumkontrollrichtlinie.
Eigenschaften: Prüft Baum-Verkehrssicherheit, Visuelle Regelkontrolle, Nach FLL-Richtlinie, Dokumentiert Maßnahmen.
Verwendung: Kommunale Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Baumkataster.
Maßeinheiten: Voraussetzung: anerkannte Qualifikation (FLL o. ä.) · Grundlage: FLL-Baumkontrollrichtlinie
Baumpflege wald
Baumpflege umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung gesunder, sicherer und vitaler Bäume. Zur Baumpflege gehören fachgerechter Kronen- und Pflegeschnitt, Kronensicherungen, das Entfernen von Totholz sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Standortbedingungen. Ziel sind Gesundheit, Vitalität und Verkehrssicherheit des Baumes.
Eigenschaften: Erhaltung gesunder Bäume, Schnitt, Sicherung, Totholzentfernung, Fördert Vitalität und Sicherheit, Durch Fachleute.
Verwendung: Straßen- und Gartenbäume, Verkehrssicherung, Parkpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt
Baumsachverständiger ausbildung
Ein Baumsachverständiger ist ein besonders qualifizierter, oft öffentlich bestellter Experte für Baumfragen. Der Baumsachverständige erstellt neutrale, fachlich fundierte Gutachten und Stellungnahmen zu Bäumen – etwa zu Verkehrssicherheit, Baumschäden, Wertermittlung oder bei Gericht. Er verfügt über eine umfassende baumfachliche Qualifikation und Berufserfahrung; viele sind von einer Kammer öffentlich bestellt und vereidigt (ö. b. u. v.).
Eigenschaften: Hoch qualifizierter Baumexperte, Oft öffentlich bestellt (ö.b.u.v.), Neutrale Gutachten, Auch vor Gericht.
Verwendung: Gerichts- und Streitfälle, Wertermittlung und Schäden, Anspruchsvolle Baumfragen.
Maßeinheiten: Voraussetzung: hohe Qualifikation + Erfahrung · Status: oft öffentlich bestellt und vereidigt
Baumschere wald
Eine Baumschere ist ein Schneidwerkzeug zum Schneiden von Ästen und Zweigen bei der Baum- und Gehölzpflege. Baumscheren gibt es in verschiedenen Bauformen: Handscheren (Bypass- oder Amboss-Schere) für dünne Triebe, Astscheren mit langen Griffen für stärkere Äste, Teleskop- und Hochentaster für hohe Äste sowie hydraulische oder motorisierte Baumscheren an Trägerfahrzeugen für den professionellen Einsatz.
Eigenschaften: Schneidwerkzeug für Äste/Zweige, Hand-, Ast-, Teleskop-, Hydraulikschere, Für Form- und Pflegeschnitt, Sauberer Schnitt am Astring.
Verwendung: Baum- und Gehölzpflege, Obst- und Zierbaumschnitt, Heckenpflege.
Maßeinheiten: Schneiddurchmesser in mm · Als Werkzeug ohne Volumenmaß
Baumschutzsatzung wald
Eine Baumschutzsatzung ist eine kommunale Verordnung, die den Bestand von Bäumen im Gemeindegebiet schützt. Viele Städte und Gemeinden erlassen Baumschutzsatzungen, die das Fällen, starke Beschneiden oder Schädigen bestimmter Bäume (meist ab einem festgelegten Stammumfang) genehmigungspflichtig machen. Für eine erlaubte Fällung werden häufig Ersatzpflanzungen oder Ausgleichszahlungen verlangt.
Eigenschaften: Kommunale Baumschutz-Verordnung, Fällung genehmigungspflichtig, Meist ab bestimmtem Umfang, Ersatzpflanzung möglich.
Verwendung: Baumschutz in Städten/Gemeinden, Fällantrag und Genehmigung, Ersatzpflanzungen.
Maßeinheiten: Schutz meist ab Stammumfang (z. B. 60–100 cm) · Regelung je Kommune
Baumstatik wald
Die Baumstatik befasst sich mit der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen unter Last. Die Baumstatik untersucht, wie ein Baum Wind-, Eigen- und Zusatzlasten aufnimmt und ob Stamm, Wurzeln und Äste ausreichend tragfähig sind. Bäume optimieren ihren Aufbau selbst nach dem Prinzip konstanter Spannung, doch Fäule, Risse oder Vorschäden können die Sicherheit mindern.
Eigenschaften: Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen, Last- und Tragfähigkeitsanalyse, Messverfahren (z. B. Zugversuch), Basis für Gutachten.
Verwendung: Baumgutachten, Verkehrssicherung, Erhalt strittiger Bäume.
Maßeinheiten: Sicherheit als Faktor (Grenzlast/Last) · Restwandstärke in Zentimeter
Baumumfeldsanierung wald
Baumumfeldsanierung umfasst Maßnahmen zur Verbesserung des Wurzelraums und der Standortbedingungen geschädigter Bäume. Bei der Baumumfeldsanierung wird der oft verdichtete, versiegelte oder nährstoffarme Wurzelraum von Bäumen – besonders im städtischen Umfeld – wiederhergestellt. Maßnahmen sind das Auflockern und Belüften des Bodens, der Einbau von Substrat, Belüftungs- und Bewässerungssystemen, das Entfernen von Versiegelung sowie die Vergrößerung offener Baumscheiben.
Eigenschaften: Verbesserung des Wurzelraums, Bodenlockerung, Substrat, Belüftung, Vor allem im Stadtbereich, Sichert Vitalität/Standsicherheit.
Verwendung: Baumpflege im urbanen Raum, Erhalt von Altbäumen, Bauumfeld von Bäumen.
Maßeinheiten: Wurzelraumvolumen in m³ · Baumscheibengröße in m²
Bestand wald
Ein Bestand ist eine zusammenhängende Waldfläche mit ähnlichen Merkmalen wie Baumart, Alter und Struktur. Der Bestand ist die grundlegende Bewirtschaftungseinheit im Wald. Bestände werden nach Baumartenzusammensetzung, Alter, Struktur und Standort unterschieden und getrennt geplant, gepflegt und genutzt.
Eigenschaften: Zusammenhängende Waldfläche, Ähnliche Baumart, Alter, Struktur, Grundlegende Planungseinheit, Rein- oder Mischbestand.
Verwendung: Waldbewirtschaftung, Pflege- und Ernteplanung, Forsteinrichtung.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Vorrat in Vfm je Hektar
Brusthöhendurchmesser (BHD) wald
Der Brusthöhendurchmesser (BHD) ist der Stammdurchmesser in 1,30 m Höhe – das zentrale Maß der Baum- und Bestandserfassung. Der BHD wird in genormter Brusthöhe von 1,30 Metern über dem Boden gemessen, meist mit Kluppe oder Umfangmaßband. Er ist die wichtigste Kenngröße, um Baumstärke, Holzvorrat, Zuwachs und Sortiment zu bestimmen.
Eigenschaften: Stammdurchmesser in 1,30 m, Gemessen mit Kluppe/Maßband, Basis für Vorrat und Zuwachs, Forstliche Standardgröße.
Verwendung: Bestandsaufnahme, Vorrats- und Zuwachsermittlung, Auszeichnung und Sortierung.
Maßeinheiten: BHD in Zentimeter (cm) · Messhöhe: 1,30 m
Umrechnung: Umfang (U) ↔ Durchmesser: BHD = U / π (U in cm).
Chronische Baumschäden wald
Chronische Baumschäden sind langfristige Schädigungen durch Krankheiten, Schädlinge oder Umwelteinflüsse. Anders als akute Schäden entwickeln sich chronische Baumschäden über längere Zeit. Ursachen sind etwa wiederkehrende Trockenheit, Wurzelschäden, Pilz- oder Insektenbefall sowie Belastungen durch Streusalz oder Bodenverdichtung.
Eigenschaften: Langfristige Schädigung, Durch Krankheit, Schädlinge, Umwelt, Entwickeln sich schleichend, Mindern die Vitalität.
Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Standortverbesserung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beobachtung über Zeit
CO₂-Bindung wald
Die CO₂-Bindung ist die Speicherung von Kohlendioxid durch Bäume und Waldboden. Bäume nehmen bei der Photosynthese CO₂ aus der Luft auf und binden den Kohlenstoff in Holz, Blättern und Wurzeln. Auch der Waldboden speichert große Mengen Kohlenstoff im Humus.
Eigenschaften: Speicherung von CO₂, Durch Photosynthese, In Holz, Wurzeln und Boden, Wichtig für den Klimaschutz.
Verwendung: Klimaschutz, Waldbewirtschaftung, Holzverwendung.
Maßeinheiten: Speicherung in Tonnen CO₂ je Hektar · Bezug auf gebundenen Kohlenstoff
Umrechnung: Rund 1 m³ Holz bindet grob 0,9–1 t CO₂ (Faustzahl, artabhängig).
Dauerwald wald
Ein Dauerwald ist eine Waldform mit kontinuierlicher Naturverjüngung und dauerhaftem Kronendach, ohne Kahlschläge. Im Dauerwald wird einzelstamm- oder gruppenweise genutzt, während der Bestand über Naturverjüngung ständig nachwächst. So bleibt das Kronendach dauerhaft erhalten, was Boden, Kleinklima und Artenvielfalt schützt.
Eigenschaften: Dauerndes Kronendach, Kontinuierliche Naturverjüngung, Einzelstamm-/Gruppennutzung, Ohne Kahlschläge.
Verwendung: Naturnaher Waldbau, Klimaresiliente Wälder, Bodenschutz.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs
Dickung wald
Eine Dickung ist ein junger Wald mit dicht stehenden, sich berührenden Bäumen. Die Dickung ist eine Entwicklungsphase nach dem Jungwuchs: Die jungen Bäume schließen zum dichten Bestand zusammen, ihre Kronen berühren sich und beschatten den Boden. Dadurch beginnt die natürliche Astreinigung.
Eigenschaften: Junger, dichter Bestand, Kronen berühren sich, Beginn der Astreinigung, Starke Lichtkonkurrenz.
Verwendung: Waldbau, Jungbestandspflege, Läuterung.
Maßeinheiten: Entwicklungsphase (Alter/Höhe) · Kein Handelsmaß
Diplodia-Triebsterben wald
Das Diplodia-Triebsterben ist eine Pilzkrankheit der Kiefer, die Triebe und ganze Bäume absterben lässt. Das Diplodia-Triebsterben (Erreger Diplodia sapinea, früher Sphaeropsis sapinea) befällt vor allem Kiefern, gelegentlich andere Nadelbäume. Der Pilz lässt junge Triebe, Nadeln und Zapfen absterben; typisch sind braune, abgeknickte Triebspitzen und harzende Rindenpartien. Bei Trockenstress und nach Hagel oder Verletzungen tritt er verstärkt auf.
Eigenschaften: Pilzkrankheit der Kiefer, Erreger Diplodia sapinea, Triebe/Nadeln/Zapfen sterben ab, Durch Trockenstress begünstigt.
Verwendung: Waldschutz, Kiefernbestände, Klimaangepasster Waldbau.
Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Auftreten nach Trocken-/Hageljahren
Durchforstung stammholz
Die Durchforstung ist die Entnahme einzelner Bäume aus einem Bestand, um die verbleibenden zu fördern. Bei der Durchforstung werden konkurrierende oder schwache Bäume entnommen, damit die ausgewählten Zukunftsbäume mehr Licht, Wasser und Nährstoffe erhalten. Das anfallende Holz ist oft schwächeres Stamm- oder Brennholz.
Eigenschaften: Entnahme einzelner Bäume, Fördert die verbleibenden, Liefert Schwach- und Brennholz, Waldbauliche Pflege.
Verwendung: Waldpflege, Brennholzgewinnung, Wertholzförderung.
Maßeinheiten: Handel: Festmeter oder Raummeter · Meist schwächeres Holz
Umrechnung: 1 Fm Durchforstungsholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Dürrast wald
Ein Dürrast ist ein abgestorbener, dürrer Ast im Kronenbereich eines Baumes. Dürräste entstehen durch Lichtmangel, Krankheit oder allgemeine Schwächung des Baumes. Sie sind spröde und können jederzeit abbrechen, weshalb sie ein wichtiges Sicherheitsmerkmal bei der Baumkontrolle sind.
Eigenschaften: Abgestorbener Ast in der Krone, Spröde und bruchgefährdet, Sicherheitsmerkmal, Zeichen der Schwächung.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Totholz (im Wald).
Maßeinheiten: Astdurchmesser in cm · Sichtbefund bei der Kontrolle
Eibe allgemein
Die Eibe (Taxus baccata) ist ein heimischer, giftiger Nadelbaum mit sehr elastischem, hartem und wertvollem Holz. Die Eibe ist ein langsam wachsender, sehr alt werdender Nadelbaum mit rötlichem, extrem elastischem und dichtem Holz. Historisch war es das begehrteste Bogenholz Europas. Heute wird Eibenholz für Drechsel-, Furnier- und Kunsttischlerarbeiten geschätzt.
Eigenschaften: Heimischer Nadelbaum, Elastisches, hartes Holz, Stark giftig, Schnittverträgliches Heckengehölz.
Verwendung: Drechsel- und Kunsttischlerei, Historischer Bogenbau, Hecken und Formschnitt.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 670 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)
Umrechnung: 1 m³ Eibe = 1 Fm; als seltenes Wertholz nach m³ gehandelt.
Eichenprozessionsspinner wald
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen Eichen schädigen und für Menschen gesundheitsgefährdend sind. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) fressen an Eichenblättern und ziehen in charakteristischen „Prozessionen". Ab dem dritten Stadium bilden sie feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein, das bei Menschen Hautausschläge, Augenreizungen und Atembeschwerden auslösen kann.
Eigenschaften: Schmetterling an Eichen, Raupen mit Brennhaaren, Gesundheitsgefahr für Menschen, Profitiert von Wärme.
Verwendung: Waldschutz und Gesundheitsschutz, Siedlungsnahe Eichen, Nesterbekämpfung.
Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Brennhaare ab 3. Raupenstadium
Eichensterben wald
Eichensterben (Eichenkomplexerkrankung) ist ein schleichendes Absterben von Eichen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Das Eichensterben ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Komplexerkrankung: Mehrere Faktoren wirken zusammen – Trockenstress und Extremwitterung, Kahlfraß durch Schmetterlingsraupen (z. B. Eichenwickler, Frostspanner, Eichenprozessionsspinner), Befall durch Mehltau, den Zweipunktigen Eichenprachtkäfer sowie Pilze wie Hallimasch. Geschwächte Eichen zeigen Kronenverlichtung, Wasserreiser und sterben über Jahre ab.
Eigenschaften: Komplexerkrankung der Eiche, Zusammenwirken mehrerer Faktoren, Trockenstress, Fraß, Käfer, Pilze, Absterben über Jahre.
Verwendung: Waldschutz, Eichenbestände, Vitalitätsförderung.
Maßeinheiten: Kronenverlichtung in Prozent · Auftreten in Stressphasen
Einschlag stammholz
Der Einschlag ist das Fällen und Aufarbeiten von Bäumen zur Holzgewinnung. Beim Holzeinschlag werden Bäume gefällt, entastet und in Sortimente aufgearbeitet. Er erfolgt geplant im Rahmen der Waldbewirtschaftung, oft im Winterhalbjahr.
Eigenschaften: Fällen und Aufarbeiten, Zur Holzgewinnung, Meist im Winterhalbjahr, Geplante Maßnahme.
Verwendung: Holzernte, Waldbewirtschaftung, Brennholzgewinnung.
Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Einschlagsmenge je Bestand
Umrechnung: 1 Fm eingeschlagenes Holz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Einzelbaumbewertung wald
Die Einzelbaumbewertung ist die fachliche Beurteilung eines einzelnen Baumes nach Zustand, Wert oder Sicherheit. Bei der Einzelbaumbewertung wird ein Baum gezielt beurteilt – etwa hinsichtlich Vitalität und Standsicherheit bei der Baumkontrolle oder hinsichtlich seines Geldwerts bei Schäden. Für die Wertermittlung von Bäumen sind anerkannte Verfahren wie die Methode Koch gebräuchlich.
Eigenschaften: Beurteilung eines Einzelbaums, Zustand, Wert oder Sicherheit, Anerkannte Wertverfahren, Durch Sachverständige.
Verwendung: Baumwertermittlung, Schadensfälle, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Wert in Euro (Gutachten) · Kein einheitliches Messmaß
Elsbeere allgemein
Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist ein seltener heimischer Laubbaum mit sehr hartem, wertvollem Holz. Die Elsbeere ist ein wärmeliebender, seltener Laubbaum und war Baum des Jahres 2011. Ihr feinporiges, sehr hartes und schweres Holz zählt zu den wertvollsten heimischen Hölzern und erzielt als Furnier- und Möbelholz hohe Preise.
Eigenschaften: Seltener heimischer Laubbaum, Sehr hartes, feinporiges Holz, Wertvolles Möbelholz, Wärmeliebend und klimarobust.
Verwendung: Furniere und Edelmöbel, Drechsel- und Intarsienarbeiten, Musikinstrumentenbau.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 720 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)
Umrechnung: 1 m³ Elsbeere = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.
Erntefestmeter stammholz
Der Erntefestmeter (Efm) ist das Volumen des verwertbaren Holzes nach dem Einschlag, meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste. Der Erntefestmeter berücksichtigt, dass beim Einschlag nicht das gesamte stehende Holz verwertet wird: Rinde und Ernteverluste wie Stockholz werden abgezogen. Er ist damit ein praxisnahes Maß für die tatsächlich genutzte Holzmenge.
Eigenschaften: Volumen des verwertbaren Holzes, Nach dem Einschlag, Meist ohne Rinde, Abzüglich Ernteverluste.
Verwendung: Forstwirtschaft, Holzabrechnung, Nutzungsplanung.
Maßeinheiten: Einheit: Efm (Erntefestmeter) · 1 Efm ≈ 0,8 Vfm (Faustzahl)
Umrechnung: 1 Efm ≈ 1 Fm verwertbares Holz ≈ ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Erosionsschutz wald
Erosionsschutz umfasst Maßnahmen gegen den Abtrag von Boden durch Wasser oder Wind. Wälder und Gehölze schützen den Boden wirksam vor Erosion: Kronen mildern den Aufprall des Regens, Wurzeln halten das Erdreich, und die Streuauflage bremst den Abfluss. Besonders an Hängen und Ufern ist diese Schutzfunktion wichtig.
Eigenschaften: Schutz vor Bodenabtrag, Durch Wurzeln und Kronen, Wichtig an Hängen und Ufern, Erhalt der Bodendeckung.
Verwendung: Hang- und Uferschutz, Landschaftsbau, Waldbau.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Schutzfunktion · Bodenabtrag in t/ha (Fachwert)
Eschentriebsterben wald
Das Eschentriebsterben ist eine durch einen Pilz verursachte Krankheit, die Eschen absterben lässt. Das Eschentriebsterben wird durch den eingeschleppten Schlauchpilz Falsches Weißes Stängelbecherchen verursacht. Er befällt Blätter und Triebe, führt zu Welke, Trieb- und Kronensterben und oft über Folgeinfektionen (Stammfußnekrosen) zum Absterben ganzer Bäume.
Eigenschaften: Pilzkrankheit der Esche, Trieb- und Kronensterben, Europaweit dezimiert, Verkehrssicherungsrisiko.
Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung an Wegen, Resistenzzüchtung.
Maßeinheiten: Kronenverlichtung in Prozent · Befall europaweit verbreitet
European Tree Technician (ETT) ausbildung
Der European Tree Technician (ETT) ist die europaweit anerkannte Aufbauqualifikation für leitende und planende Baumpflege. Der European Tree Technician (deutsch: Europäischer Baumtechniker, ETT) ist die höhere EAC-Qualifikation über dem European Tree Worker. ETT planen und überwachen Baumpflegemaßnahmen, beurteilen die Verkehrssicherheit, erstellen Baumkontrollen und leiten Teams.
Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Aufbau über dem ETW, Planung und Leitung, Baumkontrolle und Beurteilung.
Verwendung: Leitung von Baumpflege, Baumkontrolle und Gutachten, Teamführung.
Maßeinheiten: Voraussetzung: ETW o. ä. + Praxis · Abschluss: ETT-Zertifikat (EAC)
European Tree Worker (ETW) ausbildung
Der European Tree Worker (ETW) ist eine europaweit anerkannte Zertifizierung für praktische Baumpflege. Der European Tree Worker (deutsch: Europäischer Baumpfleger, ETW) ist eine standardisierte Qualifikation der European Arboricultural Council (EAC) für Fachkräfte, die Bäume klettern, pflegen, schneiden und sichern. Prüfung und Titel sind europaweit einheitlich und anerkannt.
Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Praktische Baumpflege, Klettern, Schneiden, Sichern, Standardisierte Prüfung.
Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Praxis · Abschluss: ETW-Zertifikat (EAC)
Fachagrarwirt Baumpflege ausbildung
Der Fachagrarwirt Baumpflege ist eine anerkannte deutsche Fortbildung für qualifizierte Baumpflege und -kontrolle. Der geprüfte Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung ist eine öffentlich-rechtliche Fortbildung (Prüfung vor der Landwirtschaftskammer) für erfahrene Fachkräfte. Sie umfasst Baumbiologie, Schnitt, Sanierung, Baumstatik, Verkehrssicherheit und Baumkontrolle.
Eigenschaften: Anerkannte deutsche Fortbildung, Prüfung vor der LWK, Baumpflege und -sanierung, Basis für Kontrolle/Gutachten.
Verwendung: Qualifizierte Baumpflege, Baumkontrolle, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Voraussetzung: Ausbildung + Praxis · Abschluss: Geprüfter Fachagrarwirt Baumpflege
Fällung allgemein
Die Fällung ist das kontrollierte Zu-Fall-Bringen eines Baumes mit Fällkerbe und Fällschnitt. Bei der Fällung wird zuerst eine Fällkerbe in Fällrichtung gesägt, dann der Fällschnitt von der Gegenseite. Die stehen bleibende Bruchleiste führt den Baum sicher zu Boden.
Eigenschaften: Kontrolliertes Fällen, Fällkerbe plus Fällschnitt, Bruchleiste als Scharnier, Sicherheitsrelevant.
Verwendung: Holzernte, Verkehrssicherung, Waldpflege.
Maßeinheiten: Rückweiche im 45°-Winkel · Handel: Festmeter (Fm)
Umrechnung: 1 Fm gefälltes Holz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Flachwurzler wald
Ein Flachwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln überwiegend flach und weit ausladend nahe der Bodenoberfläche wachsen. Flachwurzler wie Fichte, Birke und viele Pappeln bilden ein tellerartiges, oberflächennahes Wurzelsystem. Das macht sie besonders anfällig für Windwurf (Sturm), da ihnen die tiefe Verankerung fehlt, und für Trockenheit, weil sie kein Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen.
Eigenschaften: Flaches, weites Wurzelsystem, z. B. Fichte, Birke, Pappel, Windwurf- und trockenheitsanfällig, Empfindlich gegen Verdichtung.
Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Stabilitätsbeurteilung, Klimaanpassung.
Maßeinheiten: Wurzeltiefe gering · Wurzeltyp: Flachwurzler
FLL-Baumkontrollrichtlinie ausbildung
Die FLL-Baumkontrollrichtlinie ist das anerkannte Regelwerk für die Kontrolle der Verkehrssicherheit von Bäumen. Die von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) herausgegebene Baumkontrollrichtlinie beschreibt, wie Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig visuell zu kontrollieren sind: Umfang, Intervalle, Dokumentation und Beurteilung von Schäden.
Eigenschaften: Regelwerk zur Baumkontrolle, Von der FLL herausgegeben, Umfang, Intervalle, Doku, Anerkannter Standard.
Verwendung: Verkehrssicherungspflicht, Kommunale Baumkontrolle, Baumkataster.
Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk/Richtlinie · Kontrollintervalle je Zustand
FLL-zertifizierter Baumkontrolleur ausbildung
Der FLL-zertifizierte Baumkontrolleur weist eine geprüfte Qualifikation zur Regel-Baumkontrolle nach. Die Zertifizierung „FLL-zertifizierter Baumkontrolleur" beruht auf der Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). Sie belegt, dass eine Fachkraft die visuelle Regelkontrolle von Bäumen nach anerkannten Regeln durchführen kann – zur Beurteilung der Verkehrssicherheit.
Eigenschaften: Geprüfte Baumkontroll-Qualifikation, Nach FLL-Baumkontrollrichtlinie, Visuelle Regelkontrolle, Rezertifizierung nötig.
Verwendung: Regel-Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Kommunen und Betriebe.
Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: FLL-Zertifikat Baumkontrolleur
Forstschutz wald
Forstschutz umfasst alle Maßnahmen, die den Wald vor Schäden durch Insekten, Pilze, Wild, Feuer und Witterung bewahren. Der Forstschutz beobachtet und bekämpft Gefahren für den Wald, etwa Borkenkäfer, Pilzkrankheiten, Wildverbiss und Waldbrand. Er umfasst Vorbeugung, Überwachung (Monitoring) und im Bedarfsfall gezielte Gegenmaßnahmen.
Eigenschaften: Schutz des Waldes, Gegen Insekten, Pilze, Wild, Feuer, Vorbeugung und Monitoring, Wichtig im Klimawandel.
Verwendung: Waldbewirtschaftung, Schädlingsmanagement, Waldbrandvorbeugung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Schutzmaßnahmen · Befallsflächen in Hektar
Forstwirtschaft wald
Forstwirtschaft ist die Bewirtschaftung von Wäldern zur nachhaltigen Nutzung von Holz und zur Pflege des Waldes. Die Forstwirtschaft plant und steuert Begründung, Pflege und Ernte von Waldbeständen über lange Zeiträume. Ziel ist ein stabiler, produktiver Wald, der Holz liefert und zugleich Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen erfüllt.
Eigenschaften: Bewirtschaftung von Wäldern, Nachhaltige Holznutzung, Begründung, Pflege, Ernte, Erhält alle Waldfunktionen.
Verwendung: Holzproduktion, Waldpflege, Naturschutz.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs
Freischneider wald
Ein Freischneider ist ein motorbetriebenes Gerät zur Pflege von Gras-, Gestrüpp- und Gehölzflächen. Der Freischneider (Motorsense) treibt ein rotierendes Schneidwerkzeug an – je nach Aufgabe einen Faden, ein Grasmesser oder ein Dickichtmesser. Er dient der Pflege von Wegrändern, Jungkulturen, Böschungen und verbuschten Flächen.
Eigenschaften: Motorbetriebenes Pflegegerät, Faden- oder Messeraufsatz, Für Gras, Gestrüpp, Gehölz, Für die Kulturpflege.
Verwendung: Kultur- und Wegrandpflege, Böschungspflege, Landschaftspflege.
Maßeinheiten: Motorleistung je Gerät · Kein Holzmaß
Gefahrenbaum wald
Ein Gefahrenbaum ist ein Baum mit erhöhter Bruch- oder Umsturzgefahr, der Personen oder Sachen gefährden kann. Ein Baum wird zum Gefahrenbaum, wenn Schäden wie Fäule, Pilzbefall, Risse, starke Neigung oder Wurzelschäden seine Stand- oder Bruchsicherheit beeinträchtigen und sich im Umfeld Wege, Straßen oder Gebäude befinden.
Eigenschaften: Erhöhte Bruch-/Umsturzgefahr, Durch Schäden geschwächt, Gefährdet Personen und Sachen, Erkannt bei der Baumkontrolle.
Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitsbeurteilung · Beurteilung der Stand-/Bruchsicherheit
Gehölzpflege wald
Gehölzpflege ist die fachgerechte Pflege von Bäumen, Sträuchern und Hecken. Zur Gehölzpflege gehören Pflege- und Erhaltungsschnitte, das Auslichten, das Entfernen von Totholz und die Verjüngung von Sträuchern und Hecken. Ziel sind Gesundheit, Form und Sicherheit der Gehölze.
Eigenschaften: Pflege von Bäumen, Sträuchern, Hecken, Schnitt, Auslichten, Totholz, Fördert Gesundheit und Form, Schonzeiten beachten.
Verwendung: Garten- und Landschaftspflege, Heckenpflege, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt
Gipfelbruch wald
Gipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels bzw. oberen Stammteils eines Baumes. Beim Gipfelbruch bricht der obere Stamm- oder Wipfelbereich ab – meist unter Schnee-, Eis- oder Windlast, oft begünstigt durch Vorschäden wie Fäule, Gipfeldürre oder frühere Verletzungen. Besonders schlanke, wenig standfeste Bäume und geschwächte Wipfel sind gefährdet.
Eigenschaften: Abbrechen von Wipfel/oberem Stamm, Durch Schnee-/Eis-/Windlast, Oft nach Vorschäden/Fäule, Entwertet den Baum.
Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung, Schadensbeurteilung.
Maßeinheiten: Bruchhöhe/-durchmesser · Bewertung in der Baumkontrolle
Gipfeldürre wald
Gipfeldürre ist das Absterben der oberen Kronen- und Wipfelbereiche eines Baumes bei noch lebendem Unterteil. Bei der Gipfeldürre (Wipfeldürre) sterben zuerst die obersten Äste und der Wipfel ab, während die untere Krone noch grün ist. Ursachen sind Wassermangel und Trockenstress, Wurzelschäden, Pilzbefall oder ein gestörter Wasser- und Nährstofftransport – die Versorgung reicht nicht mehr bis in die Spitze.
Eigenschaften: Absterben von Wipfel/Oberkrone, Unterkrone noch grün, Durch Trockenstress/Wurzelschäden, Vitalitäts- und Warnsignal.
Verwendung: Vitalitätsbeurteilung, Waldschutz, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Kronenzustand/Verlichtung in % · Betroffene Kronenanteile
Grünast stammholz
Ein Grünast ist ein lebender, belaubter Ast des Baumes. Grünäste sind die lebenden, mit Laub oder Nadeln besetzten Äste, die fest im Holz verankert und mit dem Baum verwachsen sind. Im Holz erzeugen sie feste, verwachsene Äste. Werden Grünäste entfernt (Grünastung), lässt sich astfreies Wertholz erziehen – der Eingriff muss aber maßvoll erfolgen, da Grünäste der Assimilation dienen.
Eigenschaften: Lebender, belaubter Ast, Fest mit dem Holz verwachsen, Ergibt feste Äste im Holz, Dient der Assimilation.
Verwendung: Wertastung, Holzqualität, Kronenpflege.
Maßeinheiten: Astdurchmesser in cm · Bezug: lebender Ast
Grünpflege wald
Grünpflege ist die Pflege öffentlicher und privater Grünanlagen wie Rasen, Beete, Sträucher und Bäume. Die Grünpflege hält Grünflächen gepflegt, gesund und sicher. Dazu gehören Mähen, Heckenschnitt, Beetpflege, Baumkontrolle und die Beseitigung von Laub und Grünschnitt.
Eigenschaften: Pflege von Grünanlagen, Rasen, Beete, Gehölze, Bäume, Mähen, Schneiden, Reinigen, Öffentlich und privat.
Verwendung: Kommunale Grünflächen, Park- und Gartenpflege, Landschaftsbau.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in m² oder Hektar
Gutachten wald
Ein Gutachten ist die sachverständige Bewertung eines Fachgebietes, etwa zu Zustand, Wert oder Sicherheit von Bäumen. Im Baum- und Forstbereich beurteilt ein Gutachten fachlich fundiert Fragen wie Verkehrssicherheit, Standsicherheit, Baumwert oder Schadensursachen. Es wird von Sachverständigen erstellt und schriftlich begründet.
Eigenschaften: Sachverständige Bewertung, Zustand, Wert, Sicherheit, Schriftlich begründet, Durch Sachverständige.
Verwendung: Verkehrssicherung, Schadens- und Wertfragen, Behörden und Gerichte.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachdokument · Bewertung je Fragestellung
Habitatbaum wald
Ein Habitatbaum ist ein Baum mit besonderer Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Habitatbäume bieten mit Höhlen, Rissen, Totholzanteilen, grobborkiger Rinde oder Pilzkonsolen Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Pilze und Flechten. Oft sind es alte, mächtige oder bereits geschädigte Bäume.
Eigenschaften: Baum als Lebensraum, Höhlen, Risse, Totholz, Für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Oft alt oder geschädigt.
Verwendung: Waldnaturschutz, Biotopbäume, Artenvielfalt.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Naturschutzwert · Auswahl je Bestand
Heckenpflege wald
Heckenpflege umfasst den Schnitt und die Erhaltung von Heckenanlagen. Zur Heckenpflege gehören Form- und Erhaltungsschnitte, das Auslichten und – bei alten Hecken – die abschnittsweise Verjüngung durch das Auf-den-Stock-Setzen. Ziel sind dichte, gesunde und funktionsfähige Hecken.
Eigenschaften: Schnitt und Erhalt von Hecken, Form- und Verjüngungsschnitt, Fördert dichte, gesunde Hecken, Schonzeiten beachten.
Verwendung: Garten- und Landschaftspflege, Sichtschutzhecken, Feldhecken.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Schnitthöhe/-breite je Hecke
Herzwurzler wald
Ein Herzwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln herzförmig sowohl in die Tiefe als auch in die Breite wachsen. Herzwurzler wie Buche, Hainbuche, Linde, Birke (teilweise) und Douglasie bilden ein Wurzelsystem, das mehrere kräftige Wurzeln schräg in die Tiefe und Breite treibt. Diese ausgewogene Verankerung macht sie meist standfester als Flachwurzler und relativ trockenheitstolerant.
Eigenschaften: Herzförmiges Wurzelsystem (Tiefe + Breite), z. B. Buche, Hainbuche, Linde, Standfest und relativ trockentolerant, Zwischen Flach- und Tiefwurzler.
Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Stabilitätsbeurteilung, Klimaanpassung.
Maßeinheiten: Wurzeltiefe mittel · Wurzeltyp: Herzwurzler
Hiebsreife wald
Die Hiebsreife ist der Zeitpunkt, zu dem ein Baum oder Bestand wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann. Ein Baum gilt als hiebsreif, wenn er seine Zielstärke erreicht hat und der weitere Zuwachs den Werterhalt nicht mehr rechtfertigt oder Risiken durch Alter und Schäden steigen. Die Hiebsreife hängt von Baumart, Standort und Betriebsziel ab.
Eigenschaften: Zeitpunkt der Nutzungsreife, Zielstärke erreicht, Art- und standortabhängig, Grundlage der Nutzungsplanung.
Verwendung: Nutzungsplanung, Zielstärkennutzung, Holzernte.
Maßeinheiten: Zielstärke (Durchmesser) je Art · Alter in Jahren
Hubarbeitsbühnen-Ausbildung ausbildung
Die Hubarbeitsbühnen-Ausbildung befähigt zum sicheren Bedienen von Hubarbeitsbühnen (Steigern). Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-008 vermittelt das sichere Führen von Hubarbeitsbühnen: Standsicherheit, Tragfähigkeit, Bedienung, Absturzsicherung und Verhalten bei Störungen. Sie ist Voraussetzung, um eine Hubarbeitsbühne beruflich zu bedienen – etwa in der Baumpflege für Kronenarbeiten ohne Klettern.
Eigenschaften: Bedienung von Hubarbeitsbühnen, Nach DGUV 308-008, Standsicherheit und Absturzschutz, Beauftragung nötig.
Verwendung: Baumpflege ohne Klettern, Kronenarbeiten aus dem Korb, Höhenarbeiten allgemein.
Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-008 · Abschluss: Bühnenführerschein + Beauftragung
Insektenbefall wald
Insektenbefall ist die Schädigung von Bäumen durch Insekten wie Borkenkäfer oder Fraßinsekten. Insekten wie der Borkenkäfer befallen vor allem geschwächte oder frisch geschlagene Bäume und können sich bei Trockenheit und Wärme massenhaft vermehren. Fraßgänge und Brutbilder schädigen Rinde und Holz und lassen Bäume absterben.
Eigenschaften: Schädigung durch Insekten, Vor allem Borkenkäfer, Bei Trockenheit verstärkt, Kann Bäume töten.
Verwendung: Forstschutz, Monitoring, Kalamitätsaufarbeitung.
Maßeinheiten: Befallsflächen in Hektar · Kein Handelsmaß
Inventur wald
Eine Inventur ist die Erfassung von Bäumen, Flächen oder Holzvorräten als Grundlage der Waldplanung. Bei der Waldinventur werden Baumarten, Stärke, Höhe, Vorrat und Zuwachs eines Bestandes erfasst, oft stichprobenartig über Probeflächen. Sie liefert die Datengrundlage für Nutzungs- und Pflegeplanung.
Eigenschaften: Erfassung von Bäumen und Vorräten, Baumart, Stärke, Höhe, Vorrat, Oft über Stichproben, Grundlage der Planung.
Verwendung: Forsteinrichtung, Nutzungsplanung, Bundeswaldinventur.
Maßeinheiten: Vorrat in Vfm je Hektar · Zuwachs in Vfm/ha und Jahr
Umrechnung: 1 Vfm ≈ Volumen inkl. Rinde des stehenden Baumes (siehe Vorratsfestmeter).
Jungbestand stammholz
Ein Jungbestand ist eine Waldfläche mit jungen Bäumen und damit die zukünftige Holz- und Brennstoffquelle. Jungbestände entstehen durch Pflanzung oder Naturverjüngung. In dieser Phase werden die Weichen für Stabilität, Mischung und Qualität des späteren Waldes gestellt.
Durch Pflegeeingriffe wie Läuterung und Durchforstung wird der Jungbestand gefördert. Das dabei anfallende schwache Holz wird oft energetisch als Brennholz oder Hackschnitzel genutzt.
Eigenschaften: Waldfläche mit jungen Bäumen, Aus Pflanzung oder Naturverjüngung, Grundlage künftiger Holzernte, Pflegeintensiv.
Verwendung: Forstwirtschaft, Zukünftige Holzproduktion, Anfall von Schwachholz.
Maßeinheiten: Kein direktes Handelsmaß · Schwachholz: Srm oder Fm
Umrechnung: 1 Fm Schwachholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel bei energetischer Nutzung
Jungwuchspflege wald
Jungwuchspflege umfasst Pflegemaßnahmen in jungen Waldbeständen bis zum Dickungsalter. In der Jungwuchspflege werden bedrängende Konkurrenz, Weichhölzer und schlecht geformte Bäume zurückgenommen, damit sich die erwünschten, gut veranlagten jungen Bäume entwickeln können. Auch der Schutz vor Wildverbiss gehört dazu.
Eigenschaften: Pflege junger Bestände, Zurücknahme von Konkurrenz, Fördert erwünschte Bäume, Schutz vor Wildverbiss.
Verwendung: Waldbau, Bestandsbegründung, Kulturpflege.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflege je Fläche
Kahlschlag stammholz
Ein Kahlschlag ist die vollständige Räumung eines Waldbestandes durch Fällen aller Bäume auf einer Fläche. Beim Kahlschlag wird eine Fläche komplett abgeholzt und anschließend neu aufgeforstet oder der Naturverjüngung überlassen. Er liefert viel Holz auf einmal, greift aber stark in das Waldökosystem ein.
Eigenschaften: Vollständige Flächenräumung, Alle Bäume gefällt, Anschließend Wiederbewaldung, Starker Eingriff.
Verwendung: Holzernte, Umbau von Beständen, Kalamitätsflächen.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Holz in Festmeter (Fm)
Kambium stammholz
Das Kambium ist die dünne Wachstumsschicht zwischen Holz und Rinde, die den Dickenzuwachs des Baumes bildet. Das Kambium ist eine nur wenige Zelllagen dünne, teilungsfähige Schicht zwischen dem Holz (Xylem) und dem Bast (Phloem). Es bildet nach innen neues Holz und nach außen neuen Bast und sorgt so für das Dickenwachstum des Stammes. Jede Wachstumsperiode entsteht dabei ein neuer Jahrring.
Eigenschaften: Wachstumsschicht Holz/Rinde, Bildet Holz innen, Bast außen, Sorgt für Dickenwachstum, Bildet die Jahrringe.
Verwendung: Baumphysiologie, Verständnis des Dickenwachstums, Schadensverständnis.
Maßeinheiten: Lage: zwischen Holz und Bast · Bildet je Saison einen Jahrring
Kappung wald
Die Kappung ist das fachlich abzulehnende Einkürzen der Baumkrone durch grobe Schnitte ohne Bezug zum natürlichen Astsystem. Bei der Kappung werden Krone oder starke Äste willkürlich auf Stummel eingekürzt, ohne an Astgabeln oder Astringe anzuschließen. Das widerspricht der fachgerechten Baumpflege: Der Baum reagiert mit dichten, schwach angebundenen Wassertrieben, offene Schnittstellen faulen, und die Bruch- und Krankheitsanfälligkeit steigt.
Eigenschaften: Grobes Einkürzen der Krone, Ohne Astanschluss (Stummel), Fachlich abzulehnen, Fördert Fäule und Wassertriebe.
Verwendung: Fehlerhafte Baumpflege (Negativbeispiel), Abgrenzung zur Kroneneinkürzung, Baumschutz.
Maßeinheiten: Kein Fachmaß – Negativbeispiel · Alternative: fachgerechte Einkürzung
Kronenausbruch wald
Ein Kronenausbruch ist das Ausbrechen eines Astes oder Kronenteils aus der Baumkrone. Beim Kronenausbruch bricht ein starker Ast oder ein ganzer Kronenteil aus – etwa an Zwieseln mit Rindeneinschluss, bei überlangen, schlecht angebundenen Ästen, durch Fäule, Vorschäden oder unter Wind-, Schnee- und Eislast. Kronenausbrüche geschehen oft plötzlich und stellen an Straßen-, Park- und Spielplatzbäumen eine erhebliche Gefahr dar.
Eigenschaften: Ausbrechen eines Astes/Kronenteils, Oft an Zwieseln/langen Ästen, Durch Fäule oder Wind-/Schneelast, Plötzliche Gefahr.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.
Maßeinheiten: Bewertung in der Baumkontrolle · Astdurchmesser/-länge
Kronenpflege wald
Kronenpflege ist das Entfernen schadhafter, toter oder störender Äste zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone. Bei der Kronenpflege werden Totholz, kranke und sich reibende Äste sowie störende Triebe fachgerecht entfernt. Ziel sind Gesundheit, Statik und Verkehrssicherheit der Krone, ohne den Baum durch zu starke Eingriffe zu schwächen.
Eigenschaften: Entfernen schadhafter Äste, Totholz und kranke Triebe, Erhält gesunde, sichere Krone, Schonende Eingriffe.
Verwendung: Baumpflege, Verkehrssicherung, Straßen- und Gartenbäume.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt
Kronenpflegearbeiten wald
Kronenpflegearbeiten sind fachgerechte Schnitt- und Sicherungsmaßnahmen zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone. Zu den Kronenpflegearbeiten zählen das Entfernen von Totholz (Totholzentnahme), das Auslichten und Einkürzen der Krone, das Entfernen von sich reibenden, kranken oder bruchgefährdeten Ästen sowie das Einbauen von Kronensicherungen. Ziel ist der Erhalt von Vitalität, Statik und Verkehrssicherheit des Baumes.
Eigenschaften: Schnitt-/Sicherungsmaßnahmen an der Krone, Totholz, Auslichten, Einkürzen, Nach den Regeln der Baumpflege, Erhält Vitalität und Sicherheit.
Verwendung: Baumpflege, Verkehrssicherung, Erhalt von Bäumen.
Maßeinheiten: Kein Messmaß – Pflegemaßnahme · Bezug: ZTV-Baumpflege
Kronensicherung wald
Eine Kronensicherung ist ein technisches System, das bruchgefährdete Baumkronen zusammenhält und Bruch vorbeugt. Bei der Kronensicherung werden Seilsysteme in die Krone eingebaut, die einzelne Kronenteile miteinander verbinden und im Belastungsfall auffangen. So lässt sich das Bruchrisiko an Zwieseln oder schwachen Astanbindungen mindern.
Eigenschaften: Seilsystem in der Krone, Verbindet gefährdete Kronenteile, Fängt im Belastungsfall auf, Meist dynamisch/dehnfähig.
Verwendung: Verkehrssicherung, Erhalt wertvoller Bäume, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – technische Sicherung · Bruchlast je System
Kronensicherungssystem wald
Ein Kronensicherungssystem ist ein in die Baumkrone eingebautes Halte- und Sicherungssystem gegen das Ausbrechen von Ästen. Kronensicherungen verbinden Kronenteile mit reißfesten Gurten oder Seilen, um bruchgefährdete Äste und Zwiesel zu stützen und im Versagensfall das Herabstürzen zu verhindern. Verbreitet sind dynamische, hohlgeflochtene Kunststoffgurte, die dem Baum Bewegung lassen (dynamische Kronensicherung), sowie statische Systeme zur festen Kopplung.
Eigenschaften: Halte-/Sicherungssystem in der Krone, Gurte oder Seile, Dynamisch oder statisch, Stützt bruchgefährdete Äste.
Verwendung: Erhalt bruchgefährdeter Bäume, Verkehrssicherung, Baumpflege.
Maßeinheiten: Bruchlast der Gurte in Kilonewton · Kontrollintervall in Jahren
Kulturpflege wald
Kulturpflege umfasst die Pflege neu angelegter Forstkulturen bis zum gesicherten Bestand. Nach Pflanzung oder Saat müssen junge Forstkulturen gepflegt werden: konkurrierendes Gras und Gestrüpp werden freigeschnitten, Ausfälle nachgebessert und die Pflanzen vor Wildverbiss geschützt. So können die jungen Bäume ungestört anwachsen.
Eigenschaften: Pflege junger Forstkulturen, Freischneiden von Konkurrenz, Nachbessern und schützen, Bis zum gesicherten Bestand.
Verwendung: Aufforstung, Waldbau, Kulturbegründung.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflanzenzahl je Hektar
Landschaftspflege wald
Landschaftspflege ist der Erhalt und die Entwicklung von Natur- und Kulturräumen durch gezielte Pflegemaßnahmen. Zur Landschaftspflege gehören das Mähen von Wiesen, die Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen, das Freihalten offener Flächen sowie die Gewässer- und Wegrandpflege. Ziel sind der Erhalt von Lebensräumen und der Charakter der Kulturlandschaft.
Eigenschaften: Erhalt von Natur- und Kulturräumen, Wiesen, Hecken, Feldgehölze, Freihalten offener Flächen, Naturschutz und Nutzung.
Verwendung: Naturschutz, Kulturlandschaftspflege, Grün- und Wegepflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in Hektar
Laubholz brennholz
Laubholz ist Holz von Laubbäumen wie Buche, Eiche oder Birke und stellt einen Großteil des hochwertigen Brennholzes. Laubhölzer sind meist dichter als Nadelhölzer und liefern daher je Raummeter mehr Wärme und eine längere Glut. Zu den wichtigsten Brenn-Laubhölzern zählen Buche, Eiche, Esche und Birke.
Neben der energetischen Nutzung ist Laubholz ein wichtiger Rohstoff für Möbel, Parkett und den Innenausbau.
Eigenschaften: Holz von Laubbäumen, Meist hohe Dichte, Hoher Heizwert je Raummeter, Lange Glut.
Verwendung: Brennholz, Möbel und Innenausbau, Parkett.
Maßeinheiten: Heizwert Buche: ca. 2100 kWh/Rm · Restfeuchte: unter 20 %
Umrechnung: 1 Rm Laubholz (trocken) ≈ 180–200 l Heizöl (je nach Art)
Läuterung wald
Die Läuterung ist ein Pflegeeingriff in jungen Waldbeständen zur Steuerung von Mischung und Qualität. In der Läuterung werden bedrängende Weichhölzer, Protzen (vorwüchsige, grobe Bäume) und schlecht geformte Individuen zurückgenommen, um die erwünschten, gut veranlagten Bäume zu fördern. Sie erfolgt in der Dickungsphase, vor der ersten ertragreichen Durchforstung.
Eigenschaften: Pflegeeingriff im Jungbestand, Zurücknahme von Konkurrenz, Steuert Mischung und Qualität, In der Dickungsphase.
Verwendung: Waldbau, Jungbestandspflege, Bestandssteuerung.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Eingriff je Fläche
Lichtraumprofil wald
Das Lichtraumprofil ist der über Straßen, Wegen und Gleisen freizuhaltende Raum, in den keine Äste ragen dürfen. Über Verkehrsflächen muss ein festgelegter Freiraum eingehalten werden, damit Fahrzeuge, Fußgänger und Bahnen ungehindert und sicher passieren können. Typische Werte liegen bei rund 4,5 m über Fahrbahnen und etwa 2,5 m über Gehwegen.
Eigenschaften: Freizuhaltender Verkehrsraum, Über Straßen und Wegen, Keine Äste im Profil, Teil der Verkehrssicherung.
Verwendung: Straßen- und Wegepflege, Verkehrssicherung, Bahntrassen.
Maßeinheiten: Über Fahrbahn: ca. 4,5 m · Über Gehweg: ca. 2,5 m
Linde allgemein
Die Linde (Tilia) ist ein heimischer Laubbaum mit sehr weichem, gleichmäßigem Holz, das als klassisches Schnitzholz gilt. Sommer- und Winterlinde sind verbreitete heimische Laubbäume, oft als Dorf- und Alleebäume. Ihr helles, weiches und feinfaseriges Holz lässt sich in alle Richtungen gleich gut schnitzen und ist deshalb das traditionelle Holz für Bildhauer, Schnitzer und Modellbauer.
Eigenschaften: Heimischer Laubbaum, Sehr weiches, gleichmäßiges Holz, Klassisches Schnitzholz, Wichtige Bienenweide.
Verwendung: Schnitzerei und Bildhauerei, Modell- und Drechselarbeiten, Blüten als Heiltee.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 490 kg/m³ · Heizwert niedrig
Umrechnung: 1 Rm Linde ≈ 0,7 Fm; als Brennholz geringer Heizwert.
Mantelrinde stammholz
Die Mantelrinde ist die äußere Rindenschicht, die den Stamm wie ein schützender Mantel umgibt. Als Mantelrinde bezeichnet man die äußere, überwiegend abgestorbene Rindenschicht (Borke), die den Stamm nach außen abschließt. Sie schützt den empfindlichen Bast, das Kambium und das Holz vor Austrocknung, Temperaturextremen, mechanischer Verletzung, Feuer, Pilzen und Insekten.
Eigenschaften: Äußere, schützende Rindenschicht, Meist abgestorbene Borke, Schützt Bast, Kambium und Holz, Artspezifisch dick/strukturiert.
Verwendung: Baumkunde und -bestimmung, Schutzfunktion, Rindenmerkmale.
Maßeinheiten: Rindendicke artabhängig · Funktion: Schutzschicht
Mischwald wald
Ein Mischwald ist ein Wald aus mehreren Baumarten und gilt als besonders stabil und klimaresilient. Im Mischwald wachsen Laub- und Nadelbäume verschiedener Arten zusammen. Diese Vielfalt macht den Wald widerstandsfähiger gegen Sturm, Trockenheit, Schädlinge und Krankheiten, weil nicht alle Arten gleich betroffen sind.
Eigenschaften: Wald aus mehreren Baumarten, Laub- und Nadelbäume, Stabil und klimaresilient, Ökologisch wertvoll.
Verwendung: Klimastabiler Waldbau, Naturschutz, Risikostreuung.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Artenanteile in Prozent
Mistel wald
Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der auf Ästen von Bäumen wächst. Misteln wurzeln mit Senkern in die Leitungsbahnen ihres Wirtsbaums und entziehen ihm Wasser und Nährsalze; Photosynthese betreiben sie mit ihren grünen Blättern selbst (Halbschmarotzer). Man unterscheidet vor allem Laubholz-, Kiefern- und Tannenmisteln, je nach Wirt.
Eigenschaften: Immergrüner Halbschmarotzer, Wächst auf Ästen, Entzieht Wasser und Nährsalze, Schwächt bei Massenbefall.
Verwendung: Waldschutz, Baumvitalitätsbeurteilung, Ökologie.
Maßeinheiten: Befall in Anzahl je Baum/Krone · Wirtsbindung je Mistelart
Monitoring wald
Monitoring ist die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation von Wald, Bäumen oder Schädlingen. Beim Monitoring werden Zustand und Entwicklung systematisch erfasst – etwa der Gesundheitszustand von Bäumen, die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer oder die Wirkung von Pflegemaßnahmen. Grundlage sind wiederholte Erhebungen nach gleichem Muster.
Eigenschaften: Regelmäßige Beobachtung, Zustand und Entwicklung, Wiederholte Erhebungen, Basis der Früherkennung.
Verwendung: Forstschutz, Baumkontrolle, Waldplanung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Beobachtungsverfahren · Erhebungsintervalle
Motorsäge allgemein
Eine Motorsäge (Kettensäge) ist das wichtigste Werkzeug zum Fällen, Entasten und Ablängen von Holz. Die Motorsäge treibt eine umlaufende Sägekette an und trennt Holz schnell und kraftvoll. Es gibt Benzin- und Akkumodelle in verschiedenen Größen für Fäll-, Pflege- und Brennholzarbeiten.
Eigenschaften: Kettensäge zum Holztrennen, Benzin oder Akku, Für Fällen und Aufarbeiten, Sicherheitsrelevant.
Verwendung: Baumfällung, Entasten und Ablängen, Brennholzaufbereitung.
Maßeinheiten: Schwertlänge in cm · Leistung in kW/ccm
Mulchen wald
Mulchen ist das Zerkleinern von Vegetation auf Flächen, wobei das Material als Mulch liegen bleibt. Beim Mulchen werden Gras, Gestrüpp und dünnes Gehölz mit einem Mulchgerät zerkleinert und auf der Fläche belassen. Der Mulch schützt den Boden, hält Feuchtigkeit und unterdrückt unerwünschten Aufwuchs.
Eigenschaften: Zerkleinern von Vegetation, Material bleibt als Mulch, Schützt den Boden, Für die Flächenpflege.
Verwendung: Landschaftspflege, Wege- und Böschungspflege, Flächenräumung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeverfahren · Arbeitsbreite je Gerät
Nadelholz brennholz
Nadelholz ist Holz von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder Tanne – leicht, harzreich und gut zum Anheizen geeignet. Nadelhölzer haben eine geringere Dichte als Laubhölzer und damit einen niedrigeren Heizwert je Raummeter. Dafür zünden sie leicht und geben schnell Wärme ab.
Der Harzgehalt sorgt für lebhafte Flammen, kann aber Funken schlagen. Nadelholz eignet sich daher besonders für geschlossene Öfen und zum Anheizen, während Hartholz die Grundlast trägt.
Eigenschaften: Holz von Nadelbäumen, Geringe Dichte, leicht, Harzreich, zündet leicht, Kann funken.
Verwendung: Anheizen, Kaminofen (geschlossen), Bauholz.
Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500–1700 kWh/Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %
Umrechnung: 1 Rm Nadelholz (trocken) ≈ 135–150 l Heizöl · 1 Fm = ca. 1,4 Rm
Naturverjüngung stammholz
Naturverjüngung ist die natürliche Erneuerung des Waldes aus Samen der vorhandenen Bäume. Bei der Naturverjüngung keimen die Samen des Altbestandes am Boden und bilden von selbst den Jungwuchs. Sie spart Pflanzkosten, erhält die standortangepasste Genetik und fördert stufige, stabile Bestände.
Eigenschaften: Natürliche Walderneuerung, Aus Samen des Altbestandes, Spart Pflanzkosten, Standortangepasst.
Verwendung: Naturnaher Waldbau, Bestandserneuerung, Klimastabile Wälder.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Verjüngung je Fläche
Neophyten wald
Neophyten sind eingeschleppte, nicht heimische Pflanzenarten, die sich in der heimischen Natur ausbreiten. Neophyten wurden nach 1492 aus anderen Regionen eingeführt und haben sich etabliert. Manche sind harmlos, andere breiten sich invasiv aus und verdrängen heimische Arten, etwa das Drüsige Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich.
Eigenschaften: Nicht heimische Pflanzen, Nach 1492 eingeführt, Teils invasiv, Können heimische Arten verdrängen.
Verwendung: Naturschutz, Landschaftspflege, Artenschutz.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Artengruppe · Befallsflächen in Hektar
Obstbaumschnitt wald
Der Obstbaumschnitt ist der Pflegeschnitt an Obstbäumen zur Förderung von Gesundheit, Ertrag und Standfestigkeit. Beim Obstbaumschnitt werden Krone ausgelichtet, steile Konkurrenztriebe und Wasserschosse entfernt und der Baum in eine tragfähige Form gebracht. Man unterscheidet Erziehungs-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt.
Eigenschaften: Pflegeschnitt an Obstbäumen, Auslichten und Formen, Erziehung, Erhaltung, Verjüngung, Fördert Gesundheit und Ertrag.
Verwendung: Obst- und Gartenbau, Streuobstpflege, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeschnitt · Astdurchmesser beim Schnitt
Ökokonto wald
Ein Ökokonto ist ein System zur Erfassung und Bevorratung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft. Auf dem Ökokonto werden freiwillig durchgeführte Aufwertungsmaßnahmen – etwa Aufforstung, Renaturierung oder Biotopanlage – als Guthaben gutgeschrieben. Bei späteren Eingriffen kann dieses Guthaben als naturschutzrechtlicher Ausgleich verwendet werden.
Eigenschaften: System für Ausgleichsmaßnahmen, Aufwertung als Guthaben, Für spätere Eingriffe nutzbar, Zeitlich vorgezogen.
Verwendung: Naturschutzrecht, Eingriffsregelung, Kompensation.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Kompensationssystem · Guthaben in Ökopunkten/Fläche
Pfahlwurzel wald
Eine Pfahlwurzel ist ein tief in den Boden reichendes, senkrechtes Wurzelsystem vieler Baumarten. Bäume mit Pfahlwurzel wie Eiche, Tanne oder Kiefer bilden eine kräftige, tief reichende Hauptwurzel. Sie verankert den Baum besonders stabil und erschließt Wasser aus tieferen Bodenschichten, was in Trockenphasen vorteilhaft ist.
Eigenschaften: Tiefe, senkrechte Hauptwurzel, Bei Eiche, Tanne, Kiefer u. a., Sehr stabile Verankerung, Erschließt tiefes Wasser.
Verwendung: Standsicherheit, Trockenheitstoleranz, Waldbau und Artenwahl.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Wurzeltyp · Wurzeltiefe je Art/Standort
Pflanzung stammholz
Die Pflanzung ist das Einsetzen junger Bäume zur Begründung oder Ergänzung eines Waldbestandes. Bei der Pflanzung werden Forstpflanzen in geeignetem Verband in den Boden gesetzt, um einen neuen Bestand zu begründen oder Lücken zu schließen. Sie ermöglicht die gezielte Wahl standortgerechter, klimastabiler Baumarten.
Eigenschaften: Einsetzen junger Bäume, Zur Bestandsbegründung, Gezielte Baumartenwahl, Planbar, aber aufwendig.
Verwendung: Aufforstung, Waldumbau, Lückenschluss.
Maßeinheiten: Pflanzenzahl je Hektar · Kein Brennholzmaß
Pflanzverband wald
Der Pflanzverband ist der Abstand der Pflanzen zueinander bei einer Aufforstung oder Kultur. Der Pflanzverband legt fest, wie eng oder weit die jungen Bäume gesetzt werden, angegeben etwa als Reihen- und Pflanzabstand oder als Pflanzenzahl je Hektar. Er beeinflusst Konkurrenz, Astreinigung, Stabilität und Pflegeaufwand.
Eigenschaften: Pflanzabstand bei der Kultur, Reihen- und Pflanzabstand, Pflanzenzahl je Hektar, Beeinflusst Qualität und Kosten.
Verwendung: Aufforstung, Kulturbegründung, Waldbau.
Maßeinheiten: Pflanzenzahl je Hektar · Abstände in Metern
Pflegerückschnitt wald
Ein Pflegerückschnitt ist eine Schnittmaßnahme zur gesunden Entwicklung und Formung eines Baumes oder Strauchs. Der Pflegerückschnitt entfernt totes, krankes, sich reibendes oder störendes Astwerk und lenkt das Wachstum in eine stabile, gesunde Form. Bei jungen Bäumen dient er dem Aufbau einer tragfähigen Krone.
Eigenschaften: Schnitt zur Entwicklung/Form, Entfernt Totes und Störendes, Lenkt das Wachstum, Maßvoll und fachgerecht.
Verwendung: Baum- und Gehölzpflege, Jungbaumerziehung, Gartenpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeschnitt · Astdurchmesser beim Schnitt
Pilzbefall wald
Pilzbefall ist die Besiedlung eines Baumes durch holzzersetzende oder krankheitserregende Pilze. Pilze dringen über Wunden, Astabbrüche oder den Wurzelbereich in den Baum ein und zersetzen das Holz. Fäulen im Stamm oder Wurzelbereich mindern die Stand- und Bruchsicherheit, oft ohne dass äußere Fruchtkörper sofort sichtbar sind.
Eigenschaften: Besiedlung durch Pilze, Über Wunden und Wurzeln, Zersetzt das Holz, Mindert die Standsicherheit.
Verwendung: Baumkontrolle, Forstschutz, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beurteilung durch Fachleute
Qualitätsbaum wald
Ein Qualitätsbaum ist ein besonders wertvoller Baum, der zur hochwertigen Holzproduktion gefördert wird. Qualitätsbäume sind gerade, gesunde, astarme und gut veranlagte Bäume, die als Zukunfts- oder Z-Bäume ausgewählt und gezielt gefördert werden. Durch Freistellung und ggf. Astung entwickeln sie wertvolles Stamm- oder Wertholz.
Eigenschaften: Besonders wertvoller Baum, Gerade, gesund, astarm, Als Z-Baum gefördert, Für hochwertiges Holz.
Verwendung: Waldbau, Wertholzproduktion, Durchforstung.
Maßeinheiten: Zielstärke je Baumart · Kein Handelsmaß
Quellbereich wald
Ein Quellbereich ist das Ursprungsgebiet eines Gewässers und ein besonders schützenswerter Lebensraum im Wald. Im Quellbereich tritt Grundwasser an die Oberfläche und speist Bäche und Flüsse. Diese feuchten, kühlen Bereiche sind sensible Biotope mit spezialisierten Arten und für den Wasserhaushalt der Landschaft bedeutsam.
Eigenschaften: Ursprungsgebiet eines Gewässers, Grundwasser tritt aus, Sensibles, feuchtes Biotop, Wichtig für den Wasserhaushalt.
Verwendung: Gewässerschutz, Naturschutz, Waldbewirtschaftung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Lebensraum · Schutzabstände je Vorgabe
Restholz hackschnitzel
Restholz ist das bei Ernte und Verarbeitung anfallende, nicht als Nutzholz verwertbare Holz. Zum Restholz zählen Kronen- und Astmaterial aus dem Wald sowie Verschnitt, Späne und Schwarten aus dem Sägewerk. Es wird energetisch als Brennholz, Hackschnitzel oder Pelletrohstoff genutzt.
Eigenschaften: Nicht als Nutzholz verwertbar, Aus Wald und Sägewerk, Energetisch genutzt, Günstiger Rohstoff.
Verwendung: Brennholz und Hackschnitzel, Pelletproduktion, Heizwerke.
Maßeinheiten: Handel: Srm oder Tonnen · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %
Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Restholz
Rindennekrose wald
Eine Rindennekrose ist das örtliche Absterben von Rindengewebe, meist durch Pilze, Frost oder Verletzungen. Bei einer Rindennekrose stirbt ein Bereich der Rinde ab; es entstehen eingesunkene, verfärbte oder aufreißende Stellen. Ursachen sind Pilzinfektionen, Frostrisse, Sonnenbrand oder mechanische Verletzungen.
Eigenschaften: Absterben von Rindengewebe, Durch Pilze, Frost, Verletzung, Eingesunkene, verfärbte Stellen, Eintrittspforte für Fäule.
Verwendung: Baumkontrolle, Forstschutz, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Ausdehnung je Schaden
Rodung wald
Rodung ist das vollständige Entfernen von Bäumen einschließlich der Wurzeln, oft zur dauerhaften Umwandlung der Fläche. Anders als beim Einschlag, bei dem der Wald erhalten und verjüngt wird, werden bei der Rodung Bäume und Wurzelstöcke entfernt und die Fläche einer anderen Nutzung zugeführt. Waldrodungen sind in vielen Ländern genehmigungspflichtig und an Ausgleich gebunden.
Eigenschaften: Entfernen von Bäumen samt Wurzeln, Oft dauerhafte Flächenumwandlung, Meist genehmigungspflichtig, Wurzelentfernung.
Verwendung: Flächenumwandlung, Baustellenvorbereitung, Gehölzentfernung.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar/m² · Kein Holzhandelsmaß
Rotbuche allgemein
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die wichtigste heimische Laubbaumart und liefert schweres, hartes Holz mit hohem Brennwert. Die Rotbuche – meist einfach Buche genannt – ist die häufigste Laubbaumart Mitteleuropas und die natürliche Hauptbaumart weiter Gebiete. Ihr helles, schweres und hartes Holz ist vielseitig einsetzbar: Möbel, Treppen, Parkett, Spielzeug, Sperrholz und Zellstoff.
Eigenschaften: Wichtigste heimische Laubbaumart, Schweres, hartes Holz, Referenz-Brennholz, Rasch verstockend.
Verwendung: Möbel, Parkett, Treppen, Sperrholz und Zellstoff, Hochwertiges Brennholz.
Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 720 kg/m³
Umrechnung: 1 Rm Buche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm ≈ 200 l Heizöl.
Rückegasse allgemein
Eine Rückegasse ist eine feste Fahrspur im Wald, auf der Forstmaschinen fahren, um Holz zu rücken. Rückegassen werden in regelmäßigen Abständen angelegt und dauerhaft genutzt, damit die Befahrung des Waldes auf feste Linien beschränkt bleibt. So wird die übrige Bestandsfläche vor Bodenverdichtung geschützt.
Eigenschaften: Feste Fahrspur im Bestand, Dauerhaft genutzt, Bündelt die Befahrung, Schützt den Waldboden.
Verwendung: Holzernte, Rücken zum Weg, Bodenschutz.
Maßeinheiten: Gassenabstand: oft ca. 20–40 m · Kein Holzmaß
Rußrindenkrankheit wald
Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzkrankheit des Ahorns, die vor allem nach Trockenheit auftritt und gesundheitsrelevant ist. Die Rußrindenkrankheit wird durch den Pilz Cryptostroma corticale verursacht und befällt vor allem Berg- und Spitzahorn. Nach Hitze- und Trockenstress bildet der Pilz unter der Rinde schwarze, rußartige Sporenlager; die Rinde platzt ab und legt die dunkle Fläche frei. Befallene Bäume sterben oft ab.
Eigenschaften: Pilzkrankheit des Ahorns, Nach Hitze/Trockenheit, Schwarze, rußartige Sporenlager, Atemwegsgefahr durch Sporen.
Verwendung: Waldschutz und Gesundheitsschutz, Ahorn an Wegen und in Städten, Arbeitssicherheit.
Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Auftreten nach Trockenjahren
Sachverständiger wald
Ein Sachverständiger ist ein unabhängiger Fachmann, der Bäume, Wälder oder Schäden fachlich begutachtet und bewertet. Sachverständige für Bäume und Forst beurteilen Verkehrssicherheit, Standsicherheit, Baumwert oder Schadensursachen und erstellen fundierte, nachvollziehbare Gutachten. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige genießen dabei besonderes Vertrauen.
Eigenschaften: Unabhängiger Fachmann, Begutachtung von Bäumen/Wald, Erstellt fundierte Gutachten, Oft öffentlich bestellt.
Verwendung: Verkehrssicherung, Wert- und Schadensfragen, Behörden und Gerichte.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachperson · Bewertung je Fragestellung
Saftstrom stammholz
Der Saftstrom ist der Transport von Wasser und Nährstoffen im Baum. Der Saftstrom umfasst zwei Richtungen: Im Holz (Xylem) steigt Wasser mit gelösten Mineralsalzen von den Wurzeln in die Krone (Transpirationsstrom), im Bast (Phloem) werden die in den Blättern gebildeten Zucker abwärts zu Wurzeln und Wachstumszonen transportiert. Angetrieben wird der Wasserstrom vor allem durch die Verdunstung an den Blättern.
Eigenschaften: Wasser- und Nährstofftransport, Xylem aufwärts, Phloem abwärts, Von Verdunstung angetrieben, Im Frühjahr besonders kräftig.
Verwendung: Baumphysiologie, Vitalitätsverständnis, Schäl-/Erntezeitpunkt.
Maßeinheiten: Richtungen: Xylem/Phloem · Antrieb: Transpiration
Seilklettertechnik wald
Die Seilklettertechnik ist ein Baumpflegeverfahren, bei dem Fachleute mit Seil und Klettergurt in die Krone aufsteigen – ohne Hubarbeitsbühne. Mit der Seilklettertechnik (SKT) erreichen Baumpfleger auch schwer zugängliche Kronen, an die keine Hubarbeitsbühne herankommt. Über Seilsysteme, Klettergurt und Sicherungstechnik bewegen sie sich kontrolliert im Baum und führen Pflege-, Sicherungs- oder Fällarbeiten aus.
Eigenschaften: Klettern mit Seil und Gurt, Ohne Hubarbeitsbühne, Für schwer zugängliche Kronen, Erfordert Ausbildung.
Verwendung: Baumpflege, Kronensicherung, Zerlegung schwieriger Bäume.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Arbeitsverfahren · Ausbildung erforderlich
Seilklettertechnik A (SKT-A) ausbildung
Die Seilklettertechnik A (SKT-A) ist die Grundausbildung für sicheres Arbeiten mit dem Seil im Baum. Die SKT-A vermittelt die Grundlagen der baumpflegerischen Seilklettertechnik: sicheres Aufsteigen, Positionieren und Arbeiten im Baum mit doppelt gesichertem Seilsystem, Knotenkunde, Materialkunde und Notfallmaßnahmen. Sie ist die Voraussetzung, um in der kletternden Baumpflege eingesetzt zu werden.
Eigenschaften: Grundstufe Seilklettertechnik, Sicheres Arbeiten im Baum, Doppelte Absturzsicherung, Prüfung + Auffrischung.
Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kronenarbeiten, Zugang für Schnittarbeiten.
Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: SKT-A-Nachweis
Seilklettertechnik B (SKT-B) ausbildung
Die Seilklettertechnik B (SKT-B) ist die Aufbaustufe mit Schwerpunkt Rettung und anspruchsvolle Klettertechniken. Die SKT-B baut auf der SKT-A auf und vertieft schwierige Klettersituationen, den Einsatz von Hebezeug und vor allem die Rettung verunfallter Personen aus dem Baum. In jedem Kletter-Team muss mindestens eine Person die Kletterretter-Qualifikation besitzen.
Eigenschaften: Aufbaustufe über SKT-A, Schwerpunkt Rettung, Anspruchsvolle Techniken, Pflicht im Kletter-Team.
Verwendung: Kletterrettung, Anspruchsvolle Kronenarbeiten, Team-Sicherheit.
Maßeinheiten: Voraussetzung: SKT-A · Abschluss: SKT-B-Nachweis (Kletterretter)
Speierling allgemein
Der Speierling (Sorbus domestica) ist ein sehr seltener heimischer Laubbaum mit hartem, schwerem und wertvollem Holz. Der Speierling ist ein wärmeliebender, extrem seltener Verwandter der Elsbeere und war Baum des Jahres 1993. Sein hartes, schweres und dekoratives Holz gehört zu den teuersten heimischen Hölzern und wird für Furniere, Möbel und Musikinstrumente verwendet.
Eigenschaften: Sehr seltener Laubbaum, Hartes, schweres Holz, Wertvoll und dekorativ, Wärmeliebend.
Verwendung: Furniere und Edelmöbel, Musikinstrumentenbau, Früchte für Apfelwein.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 750 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)
Umrechnung: 1 m³ Speierling = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.
Stammumfang stammholz
Der Stammumfang ist der Umfang des Stammes, meist in Brusthöhe gemessen. Der Stammumfang wird mit einem Maßband rund um den Stamm gemessen, üblicherweise in 1,00 m oder 1,30 m Höhe. Er ist besonders in der Baumschule, im Garten- und Landschaftsbau (Baumqualität, Verkaufsmaß) und in Baumschutzsatzungen gebräuchlich, wo der Schutzstatus oft an einen Mindestumfang gekoppelt ist.
Eigenschaften: Umfang des Stammes, Meist in Brusthöhe, Maß in Baumschule/GaLaBau, Basis für Baumschutzsatzung.
Verwendung: Baumschule und GaLaBau, Baumschutzsatzung, Baumbewertung.
Maßeinheiten: Stammumfang in Zentimeter (cm) · Messhöhe 1,00 / 1,30 m
Umrechnung: Durchmesser = Stammumfang / π (Umfang in cm).
Standfestigkeit wald
Die Standfestigkeit ist der Widerstand eines Baumes gegen das Umstürzen. Die Standfestigkeit (Standsicherheit) hängt von Wurzelsystem, Stammfuß, Bodenverhältnissen und der Windangriffsfläche der Krone ab. Ein gut verankerter Baum mit gesundem Wurzelwerk widersteht Sturm deutlich besser.
Eigenschaften: Widerstand gegen Umsturz, Abhängig von Wurzel und Boden, Windangriffsfläche der Krone, Zentrales Kontrollkriterium.
Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Sturmvorsorge.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitskriterium · Beurteilung von Wurzel/Stammfuß
Stieleiche allgemein
Die Stieleiche (Quercus robur) ist eine heimische Eichenart mit gestielten Früchten und sehr dauerhaftem, wertvollem Holz. Die Stieleiche ist neben der Traubeneiche die wichtigste heimische Eiche. Kennzeichnend sind die lang gestielten Eicheln und die kurz gestielten Blätter. Sie wächst auch auf feuchten, schweren Böden und wird sehr alt.
Eigenschaften: Heimische Eichenart, Gestielte Eicheln, Sehr dauerhaftes Holz, Auch auf schweren, feuchten Böden.
Verwendung: Möbel und Furniere, Fass- und Wasserbau, Hochwertiges Brennholz.
Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 690 kg/m³
Umrechnung: 1 Rm Eiche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.
Sturmschaden wald
Ein Sturmschaden ist ein Schaden im Wald durch Windwurf oder Windbruch nach schweren Stürmen. Bei Sturmschäden werden Bäume entwurzelt (Windwurf) oder brechen im Stamm und in der Krone (Windbruch). Betroffen sind besonders Flachwurzler und Reinbestände. Große Sturmschäden führen zu Kalamitäten mit viel Schadholz.
Eigenschaften: Schaden durch Sturm, Windwurf und Windbruch, Viel Schadholz möglich, Flachwurzler stärker betroffen.
Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Forstschutz, Brennholz (günstig).
Maßeinheiten: Schadfläche in Hektar · Schadholz in Festmeter
Umrechnung: 1 Fm Sturmholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Terrainpflege wald
Terrainpflege ist die Pflege von Grün- und Freiflächen wie Böschungen, Wegrändern und Geländeflächen. Zur Terrainpflege gehören das Mähen und Mulchen von Böschungen und Wegrändern, das Freihalten von Sichtachsen und Flächen sowie die Pflege schwer zugänglicher Geländeabschnitte. Sie erhält die Nutzbarkeit, Sicherheit und das Erscheinungsbild von Flächen.
Eigenschaften: Pflege von Grün- und Freiflächen, Böschungen und Wegränder, Mähen und Mulchen, Auch schwieriges Gelände.
Verwendung: Wege- und Böschungspflege, Landschaftspflege, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in m² oder Hektar
Tiefwurzler wald
Ein Tiefwurzler ist ein Baum, der eine kräftige, tief reichende Pfahlwurzel ausbildet. Tiefwurzler (Pfahlwurzler) wie Eiche, Tanne, Kiefer und Ulme treiben eine oder mehrere Hauptwurzeln senkrecht tief in den Boden. Diese tiefe Verankerung macht sie besonders sturmstabil und trockenheitstolerant, da sie Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen können.
Eigenschaften: Tiefe Pfahlwurzel, z. B. Eiche, Tanne, Kiefer, Sturmstabil und trockentolerant, Braucht tiefgründigen Boden.
Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Klimaanpassung, Stabilitätsbeurteilung.
Maßeinheiten: Wurzeltiefe hoch · Wurzeltyp: Tiefwurzler/Pfahlwurzler
Totholz wald
Totholz ist abgestorbenes Holz an oder unter Bäumen und hat eine hohe ökologische Bedeutung. Totholz umfasst stehende abgestorbene Bäume, tote Äste und am Boden liegendes Holz. Es ist Lebensraum und Nahrungsgrundlage für zahlreiche Insekten, Pilze, Vögel und Kleinlebewesen und treibt den Nährstoffkreislauf an.
Eigenschaften: Abgestorbenes Holz, Stehend oder liegend, Wichtiger Lebensraum, Fördert die Artenvielfalt.
Verwendung: Waldnaturschutz, Biotopgestaltung, Nährstoffkreislauf.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Naturschutzwert · Totholzanteil je Hektar
Tragsicherheit wald
Die Tragsicherheit ist die Fähigkeit eines Baumes oder Astes, Lasten dauerhaft ohne Bruch zu tragen. Die Tragsicherheit (Bruchsicherheit) beschreibt, ob Stamm und Äste den Belastungen durch Eigengewicht, Wind, Schnee und Laub standhalten. Sie hängt von Holzqualität, Fäule, Rissen, Astanbindungen und der Kronenstatik ab.
Eigenschaften: Belastbarkeit ohne Bruch, Von Stamm und Ästen, Abhängig von Holzqualität und Statik, Teil der Verkehrssicherheit.
Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitskriterium · Beurteilung der Bruchsicherheit
Traubeneiche allgemein
Die Traubeneiche (Quercus petraea) ist eine heimische Eichenart mit traubig sitzenden Eicheln und sehr wertvollem, dauerhaftem Holz. Die Traubeneiche ist neben der Stieleiche die wichtigste heimische Eiche. Ihre Eicheln sitzen fast stiellos in Trauben, die Blätter sind lang gestielt. Sie bevorzugt gegenüber der Stieleiche eher trockenere, gut durchlüftete Böden und gilt als klimarobust.
Eigenschaften: Heimische Eichenart, Traubig sitzende Eicheln, Bevorzugt trockenere Böden, Klimarobust.
Verwendung: Möbel und Furniere, Fass- und Außenbau, Hochwertiges Brennholz.
Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 690 kg/m³
Umrechnung: 1 Rm Eiche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.
Überwallung stammholz
Überwallung ist das Überwachsen einer Wunde durch neues Holz- und Rindengewebe des Baumes. Bäume können Wunden nicht heilen, sondern nur abschotten und überwallen: Vom Wundrand her bildet das Kambium Wulst um Wulst neues Gewebe (Wundholz, Kallus), das die Wunde allmählich einwächst und verschließt. Eine rasche, vollständige Überwallung begrenzt das Eindringen von Fäulepilzen.
Eigenschaften: Überwachsen von Wunden mit neuem Gewebe, Vom Wundrand her (Wundholz/Kallus), Begrenzt Fäulebefall, Durch fachgerechten Schnitt gefördert.
Verwendung: Baumpflege, Wundversorgung, Schnittführung.
Maßeinheiten: Überwallungsrate je Jahr · Wundgröße in Zentimeter
Ulme allgemein
Die Ulme (Ulmus) ist ein heimischer Laubbaum mit dekorativem, zähem Holz, dessen Bestände durch das Ulmensterben stark zurückgingen. Ulmen (Feld-, Berg- und Flatterulme) waren früher verbreitete Laubbäume. Das durch einen Pilz verursachte Ulmensterben hat die Bestände stark dezimiert. Das Ulmenholz ist zäh, wechseldrehwüchsig und schwer spaltbar, mit dekorativer Maserung.
Eigenschaften: Heimischer Laubbaum, Zähes, dekoratives Holz, Durch Ulmensterben selten, Schwer spaltbar.
Verwendung: Möbel und Furniere, Drechsel- und Wagnerarbeiten, Brennholz (gut, schwer spaltbar).
Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,1 kWh/kg · Rohdichte ca. 640 kg/m³
Umrechnung: 1 Rm Ulme ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.
Umsturzgefahr wald
Umsturzgefahr ist die Gefahr, dass ein Baum durch mangelnde Standsicherheit umkippt. Umsturzgefahr entsteht, wenn die Verankerung im Boden nicht mehr ausreicht – etwa durch Wurzelschäden, Wurzelfäule, aufgeweichten Boden oder starke einseitige Neigung. Der Baum kippt dann samt Wurzelteller um.
Eigenschaften: Gefahr des Umkippens, Durch mangelnde Standsicherheit, Wurzelschäden und Neigung, Zentrales Kontrollkriterium.
Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Sturmvorsorge.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitsbeurteilung · Beurteilung von Wurzel/Neigung
Umweltgutachten wald
Ein Umweltgutachten ist die fachliche Bewertung von Umwelteinflüssen, etwa bei Bau- und Eingriffsvorhaben. Umweltgutachten untersuchen die Auswirkungen von Vorhaben auf Boden, Wasser, Luft, Klima, Arten und Lebensräume. Im Wald- und Landschaftsbereich betreffen sie etwa Rodungen, Bauprojekte oder Eingriffe in geschützte Biotope.
Eigenschaften: Bewertung von Umwelteinflüssen, Boden, Wasser, Arten, Klima, Bei Eingriffen und Bauvorhaben, Von Sachverständigen.
Verwendung: Genehmigungsverfahren, Eingriffsregelung, Naturschutz.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachdokument · Bewertung je Vorhaben
Unterwuchs stammholz
Unterwuchs ist die Vegetation unterhalb des Kronendachs eines Waldes – junge Bäume, Sträucher und Kräuter. Der Unterwuchs wächst im Schatten der großen Bäume und umfasst Naturverjüngung, Sträucher und krautige Pflanzen. Er ist wichtig für Struktur, Artenvielfalt und die künftige Bestandsentwicklung.
Eigenschaften: Vegetation unter dem Kronendach, Junge Bäume, Sträucher, Kräuter, Wichtig für Struktur und Vielfalt, Teils gefördert, teils gepflegt.
Verwendung: Naturverjüngung, Waldpflege, Artenschutz.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Bewuchsdichte je Fläche
Verjüngung wald
Verjüngung ist die Erneuerung eines Waldbestandes durch junge Bäume – natürlich oder durch Pflanzung. Bei der Verjüngung wächst unter oder nach dem Altbestand eine neue Baumgeneration heran. Sie erfolgt als Naturverjüngung aus Samen der vorhandenen Bäume oder als künstliche Verjüngung durch Pflanzung und Saat.
Eigenschaften: Erneuerung des Bestandes, Natürlich oder gepflanzt, Neue Baumgeneration, Sichert Waldkontinuität.
Verwendung: Waldbau, Bestandserneuerung, Klimastabile Wälder.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Verjüngung je Fläche
Verkehrssicherheit wald
Verkehrssicherheit bezeichnet den sicheren Zustand eines Baumes oder Geländes, von dem keine Gefahr für Personen oder Sachen ausgeht. Aus der Verkehrssicherungspflicht ergibt sich, dass Baumbesitzer für die Sicherheit ihrer Bäume sorgen müssen. Ein verkehrssicherer Baum weist keine akuten Stand- oder Bruchgefahren auf, die Menschen an Wegen, Straßen oder Plätzen gefährden könnten.
Eigenschaften: Sicherer Zustand ohne Gefahr, Ergibt sich aus der Sicherungspflicht, Beurteilt bei der Baumkontrolle, Grundlage für Maßnahmen.
Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Kommunale Bäume.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitszustand · Kontrollintervalle je Baum
Vitalität wald
Vitalität ist der Gesundheitszustand und die Wachstumskraft eines Baumes. Ein vitaler Baum hat eine dichte, gut belaubte Krone, gesunden Zuwachs und eine intakte Rinde. Die Vitalität hängt von Standort, Wasserversorgung, Alter sowie von Krankheiten und Schädlingen ab.
Eigenschaften: Gesundheit und Wachstumskraft, Dichte, belaubte Krone, Abhängig von Standort und Alter, Zentrales Beurteilungsmerkmal.
Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Waldbau.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Zustandsbeurteilung · Kronenzustand, Zuwachs
Voranbau wald
Voranbau ist die Pflanzung neuer Bäume unter einem bestehenden Altbestand zur Vorbereitung der Verjüngung. Beim Voranbau werden schattentolerante Baumarten wie Buche oder Tanne unter das lichte Kronendach eines Altbestandes gepflanzt. Die jungen Bäume wachsen im geschützten Bestandesklima heran, bevor der Altbestand allmählich entnommen wird.
Eigenschaften: Pflanzung unter Altbestand, Schattentolerante Arten, Geschütztes Bestandesklima, Bereitet die Verjüngung vor.
Verwendung: Waldumbau, Klimastabile Mischbestände, Naturnaher Waldbau.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflanzenzahl je Hektar
Waldbau wald
Waldbau ist die Planung, Begründung, Pflege und Entwicklung von Waldbeständen. Der Waldbau steuert den Wald von der Verjüngung über Pflege und Durchforstung bis zur Ernte. Ziel sind stabile, produktive und standortgerechte Bestände, die Holz liefern und zugleich Schutz- und Erholungsfunktionen erfüllen.
Eigenschaften: Planung und Entwicklung von Beständen, Verjüngung bis Ernte, Standortgerechte Bestände, Naturnah und klimastabil.
Verwendung: Waldbewirtschaftung, Waldumbau, Bestandspflege.
Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs
Walnuss allgemein
Die Walnuss (Juglans regia) ist ein Laubbaum mit dunklem, hochwertigem Edellaubholz und essbaren Früchten. Der Walnussbaum liefert eines der wertvollsten heimischen Möbelhölzer: Sein dunkelbraunes, oft lebhaft gemasertes Nussbaumholz ist bei Furnier-, Möbel- und Gewehrschaftherstellern hoch begehrt. Zugleich ist die Walnuss ein beliebter Garten- und Streuobstbaum mit essbaren Nüssen.
Eigenschaften: Edellaubbaum mit Nüssen, Dunkles, gemasertes Holz, Sehr wertvolles Möbelholz, Garten- und Streuobstbaum.
Verwendung: Möbel und Furniere, Gewehrschäfte und Drechselei, Nussernte.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 640 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)
Umrechnung: 1 m³ Nussbaum = 1 Fm; Wertstämme erzielen Spitzenpreise nach m³.
Wertastung wald
Wertastung ist die gezielte Astung hochwertiger Zukunftsbäume zur Erzeugung von astfreiem Wertholz. Bei der Wertastung werden an ausgewählten Qualitäts- bzw. Z-Bäumen die unteren Äste frühzeitig und fachgerecht entfernt. So bildet der Stamm im weiteren Wachstum astfreies, besonders wertvolles Holz, das sich zu Furnier und hochwertigem Schnittholz verarbeiten lässt.
Eigenschaften: Astung von Zukunftsbäumen, Frühzeitig und fachgerecht, Erzeugt astfreies Wertholz, Nur wenige Bäume je Fläche.
Verwendung: Wertholzproduktion, Waldbau, Z-Baum-Pflege.
Maßeinheiten: Astungshöhe: oft bis ca. 6 m · Kein Handelsmaß
Wertminderung stammholz
Wertminderung ist die Abnahme des Holz- oder Baumwertes durch Fehler, Schäden oder eingeschränkte Verwendbarkeit. Beim Holz mindern Fehler und Schäden wie Äste, Krümmung, Drehwuchs, Risse, Fäule, Bläue, Insektenbefall oder falsche Lagerung den erzielbaren Preis: Das Holz rutscht in eine geringere Güteklasse oder ist nur noch für minderwertige Verwendungen (Industrie-, Brennholz) geeignet. Auch bei Bäumen im Garten- und Landschaftsbereich wird eine Wertminderung ermittelt, etwa nach Beschädigung eines Baumes (Sachwertverfahren).
Eigenschaften: Abnahme des Holz-/Baumwertes, Durch Fehler, Schäden, Fäule, Geringere Güteklasse/Verwendung, Auch bei Baumbewertung.
Verwendung: Holzsortierung und -vermarktung, Schadensregulierung, Baumbewertung.
Maßeinheiten: Wertabschlag in Prozent/Euro · Bezug: Güteklasse/Sachwert
Wildkirsche allgemein
Die Wildkirsche (Vogelkirsche, Prunus avium) ist ein heimischer Laubbaum mit dekorativem, rötlichem Edellaubholz. Die Vogelkirsche ist die wilde Stammform der Süßkirsche und ein wertvoller heimischer Edellaubbaum. Ihr warm rötlich-braunes, fein gemasertes Holz dunkelt mit der Zeit nach und ist als Möbel-, Furnier- und Innenausbauholz sehr begehrt.
Eigenschaften: Heimischer Edellaubbaum, Rötlich-braunes Holz, Dunkelt nach, Rascher Wuchs.
Verwendung: Möbel und Furniere, Innenausbau, Drechselarbeiten.
Maßeinheiten: Rohdichte ca. 600 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)
Umrechnung: 1 m³ Kirsche = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.
Windwurf stammholz
Windwurf ist durch Sturm entwurzeltes Holz, bei dem Bäume mitsamt dem Wurzelteller umgeworfen werden. Beim Windwurf drückt der Sturm ganze Bäume samt Wurzelteller um. Die geworfenen Stämme stehen oft unter starker Spannung, und aufgestellte Wurzelteller können zurückschlagen – die Aufarbeitung ist hochgefährlich.
Eigenschaften: Sturmbedingter Wurf, Baum samt Wurzelteller um, Stämme unter starker Spannung, Zügig aufzuarbeiten.
Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Brennholz (günstig), Rundholzmarkt.
Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Preis oft unter Frischholz
Umrechnung: 1 Fm Windwurfholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten
Wipfel wald
Der Wipfel ist die oberste Spitze der Baumkrone. Als Wipfel (Gipfel, Baumspitze) bezeichnet man den obersten Trieb bzw. das obere Ende der Krone. Bei jungen und mittelalten Bäumen bildet der Wipfeltrieb (Leittrieb, Terminaltrieb) die Spitze und bestimmt das Höhenwachstum und die typische Wuchsform (z. B. die Kegelform junger Nadelbäume).
Eigenschaften: Oberste Spitze der Krone, Wipfel-/Leittrieb bestimmt Höhe, Prägt die Wuchsform, Exponiert gegenüber Witterung.
Verwendung: Baumkunde, Höhenmessung, Vitalitätsbeurteilung.
Maßeinheiten: Oberer Bezugspunkt der Baumhöhe · Zustand als Vitalitätsmerkmal
Wipfelbruch wald
Wipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels (der Baumspitze) und bezeichnet weitgehend dasselbe wie Gipfelbruch. Der Wipfelbruch betrifft die oberste Baumspitze (den Wipfel), die unter Schnee-, Eis- oder Windlast abbricht – häufig bei schlanken, instabilen Bäumen oder nach Vorschädigung durch Fäule oder Trockenheit. Der Begriff wird weitgehend gleichbedeutend mit Gipfelbruch verwendet.
Eigenschaften: Abbrechen der Baumspitze (Wipfel), Durch Schnee-/Eis-/Windlast, = weitgehend Gipfelbruch, Entwertet und öffnet für Fäule.
Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung, Schadensbeurteilung.
Maßeinheiten: Bruchhöhe/-durchmesser · Bewertung in der Baumkontrolle
Wurzelanlauf wald
Der Wurzelanlauf ist der verbreiterte Übergang zwischen Stamm und Wurzel am Stammfuß. Am Wurzelanlauf geht der Stamm in die Wurzeln über und bildet oft brettartige Verstärkungen. Diese verankern den Baum und verteilen die Kräfte aus Wind und Eigengewicht in den Boden – ein wichtiger Beitrag zur Standsicherheit.
Eigenschaften: Übergang Stamm zu Wurzel, Am Stammfuß, oft brettartig, Verankert und stabilisiert, Wichtig für die Standsicherheit.
Verwendung: Baumkontrolle, Standsicherheitsbeurteilung, Baumpflege.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Beurteilungsmerkmal · Symmetrie und Zustand
Wurzelfäule wald
Wurzelfäule ist die pilzbedingte Zersetzung des Wurzelsystems, die Stabilität und Vitalität des Baumes mindert. Bei der Wurzelfäule zersetzen holzabbauende Pilze – etwa Hallimasch, Wurzelschwamm oder verschiedene Porlinge – die Wurzeln und den Stammfuß. Die Verankerung im Boden lässt nach, die Wasser- und Nährstoffversorgung wird gestört, und der Baum kann absterben oder umstürzen.
Eigenschaften: Pilzfäule des Wurzelsystems, Durch Hallimasch, Wurzelschwamm u. a., Mindert Verankerung und Vitalität, Häufige Windwurfursache.
Verwendung: Baumkontrolle und Standsicherheit, Waldschutz, Verkehrssicherung.
Maßeinheiten: Befall an Wurzel/Stammfuß · Restverankerung beurteilen
Xylem allgemein
Das Xylem ist das Leitgewebe im Baum, das Wasser und Nährsalze von den Wurzeln in die Krone transportiert – und den Hauptteil des Holzes bildet. Das Xylem, auch Holzteil genannt, besteht aus verholzten Zellen, die dem Baum Festigkeit geben und Wasser leiten. Mit den Jahren bilden sich die sichtbaren Jahresringe.
Der überwiegende Teil dessen, was wir als Holz nutzen, ist Xylem. Sein Aufbau bestimmt Dichte, Festigkeit und damit auch die Brenneigenschaften des Holzes.
Eigenschaften: Wasserleitendes Gewebe, Bildet den Hauptteil des Holzes, Verholzte Zellen, Grundlage der Jahresringe.
Verwendung: Botanik und Holzkunde, Verständnis von Holzeigenschaften, Altersbestimmung.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Fachbegriff der Holzanatomie
Y-förmige Zwieselbildung wald
Die Y-förmige Zwieselbildung ist eine Gabelung des Stammes in zwei Triebe mit möglichem Bruchrisiko. Bei der Y-förmigen Zwieselbildung teilt sich der Stamm in zwei etwa gleich starke Stämmlinge, die ein „Y" bilden. In der Astgabel sammeln sich häufig Rinde (eingewachsene Rinde) und Wasser, was die Verbindung schwächt.
Eigenschaften: Stammgabelung in zwei Triebe, Y-förmige Zwiesel, Eingewachsene Rinde möglich, Bruchgefährdet.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Wuchsmerkmal · Beurteilung der Anbindung
Z-Baum wald
Ein Z-Baum (Zukunftsbaum) ist ein ausgewählter, besonders wertvoller Baum, der im Bestand gezielt gefördert wird. Z-Bäume sind gerade, gesunde, gut veranlagte Bäume, die als künftige Wertträger ausgewählt und dauerhaft markiert werden. Bei jeder Durchforstung werden ihre Bedränger entnommen, damit sie mehr Licht und Wuchsraum erhalten.
Eigenschaften: Ausgewählter Zukunftsbaum, Gerade, gesund, wertvoll, Dauerhaft markiert, Gezielt gefördert.
Verwendung: Waldbau, Durchforstung, Wertholzproduktion.
Maßeinheiten: Zahl je Hektar (z. B. 40–100) · Zielstärke je Baumart
Zertifizierung wald
Eine Zertifizierung ist der Nachweis nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch anerkannte Systeme wie PEFC oder FSC. Bei der Waldzertifizierung wird die Bewirtschaftung nach festgelegten ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards geprüft. Erfüllt ein Betrieb die Kriterien, darf das Holz mit dem entsprechenden Siegel (PEFC, FSC) gekennzeichnet werden.
Eigenschaften: Nachweis nachhaltiger Bewirtschaftung, Systeme PEFC und FSC, Geprüfte Standards, Herkunft rückverfolgbar.
Verwendung: Holzhandel, Nachhaltige Beschaffung, Waldbewirtschaftung.
Maßeinheiten: Kein Messwert – Zertifikat · Prüfung nach Standards
Zielstärkennutzung wald
Die Zielstärkennutzung ist die Ernte von Bäumen, sobald sie einen festgelegten Zieldurchmesser erreicht haben. Bei der Zielstärkennutzung wird jeder Baum einzeln geerntet, wenn er seine baumartspezifische Zielstärke (Zieldurchmesser) erreicht hat – unabhängig vom Alter des Gesamtbestandes. Der übrige Bestand wächst weiter und verjüngt sich natürlich.
Eigenschaften: Ernte bei erreichtem Zieldurchmesser, Einzelbaumweise, Unabhängig vom Bestandsalter, Typisch für den Dauerwald.
Verwendung: Naturnaher Waldbau, Dauerwald, Wertholzernte.
Maßeinheiten: Zielstärke (Durchmesser) je Baumart · Messung am Brusthöhendurchmesser
ZTV-Baumpflege ausbildung
Die ZTV-Baumpflege sind die anerkannten technischen Vertragsbedingungen für die fachgerechte Ausführung von Baumpflegearbeiten. Die „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege" (ZTV-Baumpflege) beschreiben, wie Baumpflegemaßnahmen fachgerecht auszuführen sind: Schnittarten, Kronenpflege, Sicherungen, Wundbehandlung und Anforderungen an ausführende Fachkräfte.
Eigenschaften: Technische Vertragsbedingungen Baumpflege, Fachgerechte Ausführung, Schnitt, Pflege, Sicherung, Anerkannter Standard.
Verwendung: Baumpflegeaufträge, Ausschreibungen, Qualitätssicherung.
Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk · Als Vertragsbestandteil vereinbar
Zuwachs wald
Zuwachs ist die jährliche Volumenzunahme eines Baumes oder Bestandes. Der Zuwachs beschreibt, wie viel Holzvolumen ein Baum oder Bestand pro Jahr bildet, angegeben etwa in Vorratsfestmeter je Hektar und Jahr. Er hängt von Baumart, Alter, Standort und Pflege ab.
Eigenschaften: Jährliche Volumenzunahme, Von Baum oder Bestand, In Vfm je Hektar und Jahr, Kern der Nachhaltigkeit.
Verwendung: Nutzungsplanung, Waldbau, Inventur.
Maßeinheiten: Zuwachs in Vfm/ha und Jahr · Bezug auf Vorratsfestmeter
Umrechnung: 1 Vfm ≈ Volumen inkl. Rinde des stehenden Baumes (siehe Vorratsfestmeter).
Zwiesel stammholz
Ein Zwiesel ist eine Gabelung des Stammes in zwei etwa gleich starke Triebe und gilt als Bruchstelle und Holzfehler. Beim Zwiesel teilt sich der Stamm in zwei konkurrierende Stämmlinge. An der Gabelung sammeln sich oft Rinde und Wasser, was die Verbindung schwächt – Zwiesel brechen bei Sturm oder Schneelast leichter auf.
Eigenschaften: Stammgabelung in zwei Triebe, Bruchgefährdete Stelle, Holzfehler für Wertholz, Schwer spaltbar.
Verwendung: Baumpflege und Verkehrssicherung, Brennholz (Gabelbereich), Bewertung von Wertholz.
Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Wuchsmerkmal · Bruchrisiko an der Gabel
Zwieselbruch wald
Ein Zwieselbruch ist das Aufreißen oder Ausbrechen eines Baumes an einer Zwiesel-Gabelung. Ein Zwiesel ist eine Zwei- oder Mehrfachgabelung des Stammes. Sind die Gabeläste mit eingewachsener Rinde verbunden (Druckzwiesel), fehlt die feste Verbindung – unter Wind-, Schnee- oder Eislast kann die Gabelung aufreißen und ein Stämmling ausbrechen: der Zwieselbruch.
Eigenschaften: Ausbruch an einer Zwiesel-Gabelung, Risiko bei Rindeneinschluss, Durch Wind/Schnee/Eislast, Wichtiges Bruchrisiko.
Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.
Maßeinheiten: Bewertung in der Baumkontrolle · Zwieseltyp (Zug-/Druckzwiesel)
Anhang A · Umrechnung Holzprodukte
Brennholz — Fest-, Raum- & Schüttraummeter
| Einheit | Entspricht | Hinweis |
| 1 Festmeter (Fm) | ≈ 1,43 RM | Reines Holzvolumen (1 m³ Massivholz). |
| 1 Raummeter (RM) | ≈ 0,70 Fm · ≈ 1,40 SRM | Gestapeltes Holz, 1-m-Scheite. |
| 1 Schüttraummeter (SRM) | ≈ 0,70 RM · ≈ 0,45–0,50 Fm | Bei Scheitlänge 33 cm. |
| 1 Ster | = 1 Raummeter (RM) | Süddeutschland, AT, CH. |
Praxis-Schnellumrechnung: 1 Fm → ≈ 1,43 RM → ≈ 2,0–2,2 SRM · 1 RM → ≈ 0,70 Fm → ≈ 1,40 SRM · 1 SRM → ≈ 0,70 RM → ≈ 0,45–0,50 Fm.
Stammholz & Schnittholz
| Einheit | Entspricht / Berechnung | Hinweis |
| 1 Festmeter (Fm) Stammholz | = 1 m³ reines Holz | Handelsüblicher Standard im Rundholzvertrieb. |
| 1 m³ Rundholz | ≈ 1 Fm | Exkl. Rindenabzug je nach Messmethode. |
| 1 m³ Schnittholz | Länge × Breite × Stärke | Alle Maße strikt in Metern. |
| 1 Brett / Kantholz | Individuelle Maße | Volumen je Bauteil einzeln bestimmen. |
Geometrische Schnittholz-Berechnung: Volumen (m³) = Länge (m) × Breite (m) × Stärke (m). Zentimeter- oder Millimetermaße vor der Multiplikation zwingend in Meter umrechnen. Beispiel: 4,00 m × 0,20 m (20 cm) × 0,05 m (5 cm) = 0,04 m³.
Hackschnitzel, Pellets & Briketts
| Einheit | Entspricht | Hinweis |
| 1 SRM Hackschnitzel | ≈ 250–350 kg | Je nach Holzart/Feuchte. |
| 1 t Hackschnitzel | ≈ 3–4 SRM | Richtwert Lager/Heizanlage. |
| 1 Sack Pellets | = 15 kg | Genormte Sackware. |
| 1 Palette Pellets | ≈ 65 Säcke (975 kg) | Typische Liefergröße. |
| 1 t Pellets | ≈ 66,7 Säcke · ≈ 1,5 m³ Lagerraum | Vergleichswert / Pelletbunker. |
| 1 Paket Holzbriketts | meist 10 kg | Herstellerabhängig (12er/24er-Einheiten). |
| 1 Palette Holzbriketts | ≈ 960–1000 kg | ca. 96–100 Pakete. |
Hinweis Hackschnitzel: 1 m³ feste (komprimierte) Hackschnitzelmasse ≈ 1,2–1,4 SRM; umgekehrt 1 SRM ≈ 0,7–0,8 m³ echtes Schüttvolumen.
Anhang B · Stammholz: Maße & Güteklassen
Forstwirtschaftliche Stammholz-Definitionen. Die gebräuchlichen Festmeter-Begriffe unterscheiden sich nach Rinde, Ernteverlusten und Messzeitpunkt.
| Einheit | Bedeutung |
| Festmeter (Fm) | 1 m³ massives Holz ohne Luftzwischenräume (rechnerisch über Stammlänge und Mittendurchmesser). |
| Kubikmeter (m³) | Beim unaufgearbeiteten Rundholz im Regelfall exakt = 1 Festmeter. |
| Erntefestmeter (Efm) | Verwertbares Holz nach dem Einschlag – meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste (z. B. Stockholz). |
| Vorratsfestmeter (Vfm) | Stehender Baum inklusive Rinde; dient der Waldinventur und Bestandsbewertung. |
Güteklassen (Qualitätsklassen). Die Güteklasse wird für Stammholz nach der Ernte vergeben. Je nach Holzart und Verwendungszweck gelten unterschiedliche Sortierregeln; im deutschsprachigen Forstbereich sind folgende Klassen gebräuchlich.
| Güteklasse | Beschreibung | Verwendung |
| A | Spitzenqualität, astarm, gerader Stamm, keine oder kaum Fehler | Furnier, hochwertige Möbel, Innenausbau |
| B | Gute Qualität, wenige kleine Fehler | Bauholz, Möbel, Schreinerholz |
| C | Mittlere Qualität, Äste, Krümmung oder andere Mängel | Bauholz, Verpackung, Paletten |
| D | Geringe Qualität, starke Fehler oder Fäule | Industrieholz, Zellstoff, Spanplatten |
| E (teilw.) | Ausschussholz | Brennholz / energetische Nutzung |
Anhang C · Schüttgüter & Verkaufs-Kennwerte
Schüttgüter im Garten- & Landschaftsbau. Deutlich dichter als Holz — separat kalkulieren.
| Material | Einheit | Gewicht (ca.) | Einflussfaktor |
| Rindenmulch | 1 m³ | 300–450 kg | Rindenart, Körnung, Vortrocknung. |
| Kompost | 1 m³ | 500–800 kg | Zersetzungsgrad und Nässe. |
| Mutterboden (gesiebt) | 1 m³ | 1.200–1.400 kg | Trocken; nass bis 1.600 kg/m³. |
| Sand (0/2 mm) | 1 m³ | 1.500–1.700 kg | Sehr sensibel gegenüber Eigenfeuchte. |
| Kies / Splitt | 1 m³ | 1.600–1.900 kg | Gesteinsart (Basalt schwerer als Granit). |
Zusatz-Kennwerte für Verkauf & Kundenberatung
Holzfeuchte vs. Wassergehalt: Brennholz-Gewichte beziehen sich auf waldfrisches Holz (≈ 50 % Wassergehalt) oder ofenfertig getrocknetes Holz (≤ 20 % Restfeuchte). Lufttrockenes, ofenfertiges Holz ist ca. 30–40 % leichter als frisch geschlagenes.
Heizwert-Äquivalent (Faustformel): 1 Raummeter (RM) trockenes Hartholz (z. B. Buche oder Eiche) ersetzt energetisch ca. 200 Liter Heizöl bzw. rund 400 kg hochwertige Holzpellets oder Holzbriketts.
Anhang D · Ausbildungsplan
So bauen die Lehrgänge und Zertifikate der Grünen Branche aufeinander auf.