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Nachschlagewerk

Forstmarktplatz Lexikon

Wald · Baum · Garten · Holzbrennstoffe · Ausbildung

896 Fachbegriffe von A bis Z
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Vorwort

Ein Wald verbindet.

Robert Ebner — Forstwirtschaftsmeister und Sicherheitscoach — und Dirk Greineisen — Betriebswirt (IHK) — teilen eine tief verwurzelte Leidenschaft: für den Wald, für das ehrliche Handwerk zwischen Motorsäge und Rückegasse und für die Menschen, die tagtäglich in und mit der Natur arbeiten. Der eine denkt in Beständen, Sicherheit und Verantwortung, der andere in Zahlen, Strukturen und dem, was einen Betrieb trägt. Wo diese beiden Welten zusammenkommen, entsteht etwas Rundes.

Aus dieser gemeinsamen Begeisterung ist dieses Nachschlagewerk gewachsen: ein verlässlicher Begleiter, der Fachwissen aus Forstwirtschaft, Baumpflege, Garten, Holzbrennstoffen und Ausbildung verständlich an einem Ort bündelt — vom Festmeter über die Güteklasse bis zum Aufbaupfad der Lehrgänge. Für Profis, die schnell nachschlagen wollen, und für alle, die den Wald ein Stück besser verstehen möchten.

Möge dieses Werk Sie in der Praxis begleiten — auf dem Polterplatz, im Büro und überall dort, wo Holz zur Sprache kommt.

Robert Ebner & Dirk Greineisen

Hinweis: Dieses Nachschlagewerk wurde mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz zusammengestellt und redaktionell begleitet.

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C
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Eibe
Erle
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FSC
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G100
G30
G50
Glut
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Harz
HDF
Holz
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MDF
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Ofen
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P16
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PEFC
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Ster
T
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Ulme
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W
Wald
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Zopf
Anhang
A · Umrechnung Holzprodukte
B · Stammholz: Maße & Güteklassen
C · Schüttgüter & Verkaufs-Kennwerte
D · Ausbildungsplan
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A

Abfuhr allgemein
Die Abfuhr ist der Transport von geerntetem Holz vom Waldweg zum Lagerplatz, Sägewerk oder Kunden. Nach dem Einschlag wird das Holz zunächst an den Waldweg gerückt und dort zu Poltern aufgeschichtet. Die Abfuhr übernimmt anschließend der Transport mit Lkw, Rückewagen oder Traktor.

Eigenschaften: Transport ab Waldweg, Per Lkw, Traktor oder Rückewagen, Nach dem Rücken, Zeitkritisch bei Frischholz.

Verwendung: Holzernte, Brennholzlieferung, Rundholzlogistik.

Maßeinheiten: Menge je Fuhre: je nach Fahrzeug · Handel: Festmeter oder Raummeter

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm – wichtig für die Abrechnung der Fuhre

Abgelagertes Holz brennholz
Abgelagertes Holz ist Brennholz, das über einen längeren Zeitraum fachgerecht gelagert wurde, damit sich der Wassergehalt deutlich reduziert. Es brennt sauberer, entwickelt mehr Wärme und verursacht weniger Rauch als frisch geschlagenes Holz. Nach dem Einschlag besitzt Holz je nach Baumart einen Wassergehalt von etwa 40 bis über 60 Prozent. In diesem Zustand eignet es sich nicht zum Heizen. Erst durch eine natürliche Trocknung an einem luftigen und regengeschützten Lagerplatz sinkt die Holzfeuchte auf unter 20 Prozent. Dann spricht man von abgelagertem oder lufttrockenem Brennholz. Je nach Holzart dauert die Trocknung zwischen einem und drei Jahren. Harthölzer wie Buche oder Eiche benötigen meist mehr Zeit als Fichte oder Kiefer.

Eigenschaften: Restfeuchte unter 20 %, Hoher Heizwert, Geringe Rauch- und Rußentwicklung, Trocknungsdauer je nach Holzart 1–3 Jahre.

Verwendung: Kaminofen, Holzofen, Kachelofen, Holzvergaser, Zentralheizung.

Maßeinheiten: Empfohlene Restfeuchte: unter 20 % · Wassergehalt frisch: 40–60 % · Trocknungsdauer: 1–3 Jahre

Umrechnung: 1 Raummeter (Rm) geschichtet = ca. 0,7 Festmeter (Fm) reines Holz · 1 Festmeter (Fm) Stammholz = ca. 1,4 Rm geschichtetes Scheitholz · 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Abgrenzung garten
Abgrenzung ist die Gestaltung von Beeten und Flächen durch Kanten oder Einfassungen. Mit Rasenkanten, Steinen, Metall- oder Holzeinfassungen werden Beete, Wege und Rasenflächen klar voneinander getrennt. Das erleichtert die Pflege, verhindert das Einwachsen von Rasen ins Beet und gibt dem Garten Struktur.

Eigenschaften: Trennung von Beeten und Flächen, Kanten und Einfassungen, Funktional und dekorativ, Erleichtert die Pflege.

Verwendung: Gartengestaltung, Beet- und Wegeanlage, Rasenkanten.

Maßeinheiten: Kantenlänge in Metern · Höhe der Einfassung in cm

Ablängen allgemein
Ablängen ist das Zusägen von Stämmen oder Meterholz auf eine bestimmte Länge. Beim Ablängen wird ein Stamm in Abschnitte definierter Länge zerteilt – etwa auf Sägewerksmaß, Meterstücke oder ofengerechte Scheitlängen. Es ist ein zentraler Schritt der Holzaufarbeitung.

Eigenschaften: Zusägen auf Länge, Mit Motor- oder Kappsäge, Bestimmt die Scheitlänge, Teil der Aufarbeitung.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Rundholzsortierung, Sägewerk.

Maßeinheiten: Gängige Scheitlängen: 25 / 33 / 50 cm · Rund 5 cm kürzer als die Brennkammer

Abmaß stammholz
Das Abmaß ist der Abzug, der bei der Holzvermessung für Rinde, Übermaß oder Fehler vorgenommen wird. Beim Vermessen und Abrechnen von Rundholz werden Abmaße berücksichtigt: der Rindenabzug (Umrechnung von Maß mit Rinde auf Maß ohne Rinde), das zugegebene Übermaß in Länge und Stärke (Sicherheitszugabe fürs Einschneiden) sowie Abzüge für Fäule, Krümmung oder andere Fehler. Das Abmaß beeinflusst direkt das abgerechnete Volumen und damit den Preis.

Eigenschaften: Abzug bei der Holzvermessung, Rinde, Übermaß, Fehler, Beeinflusst Volumen und Preis, In Handelsgebräuchen geregelt.

Verwendung: Holzvermessung, Abrechnung, Handel.

Maßeinheiten: Rindenabzug/Übermaß in cm/% · Bezug: Handelsklasse

Umrechnung: Volumen ohne Rinde = Volumen mit Rinde − Rindenabmaß.

Abrieb pellets
Der Abrieb (mechanische Festigkeit) gibt an, wie widerstandsfähig Pellets gegen Zerfall bei Handhabung sind. Der Abrieb beschreibt, wie viel Feinanteil beim Bewegen der Pellets entsteht. Er wird als mechanische Festigkeit (Durability) gemessen: Je höher die Festigkeit, desto weniger Staub bildet sich. ENplus A1 verlangt eine mechanische Festigkeit von mindestens 98 Prozent.

Eigenschaften: Widerstand gegen Zerfall, Als mechanische Festigkeit gemessen, Hohe Festigkeit = wenig Staub, ENplus A1: min. 98 %.

Verwendung: Qualitätsbewertung, Transport und Förderung, Normprüfung.

Maßeinheiten: Mechanische Festigkeit in Prozent (%) · ENplus A1: min. 98 %

Absägen allgemein
Absägen ist das Durchtrennen von Holz mit einer Säge, etwa beim Fällen, Entasten oder Zuschneiden. Der Begriff umfasst alle Sägearbeiten, bei denen Holz getrennt wird – vom Fällschnitt am Stamm über das Entasten bis zum Zuschnitt von Brennholz.

Eigenschaften: Durchtrennen mit der Säge, Beim Fällen, Entasten, Zuschneiden, Verschiedene Sägetypen, Sicherheitsrelevant.

Verwendung: Baumfällung, Brennholzaufbereitung, Entastung.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Arbeitsvorgang · Werkzeug: Hand-, Kapp- oder Motorsäge

Absterbeerscheinungen wald
Absterbeerscheinungen sind sichtbare Anzeichen eines geschwächten oder sterbenden Baumes. Zu den Absterbeerscheinungen zählen Dürräste, lichte Kronen, Blattverlust, absterbende Rinde und Pilzbefall. Sie deuten auf eine gestörte Vitalität hin, etwa durch Trockenheit, Krankheiten, Schädlinge oder Wurzelschäden.

Eigenschaften: Dürräste und lichte Krone, Blattverlust und Rindenschäden, Zeichen gestörter Vitalität, Hinweis für die Baumkontrolle.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherheit, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beurteilung durch Fachleute

Abstocken stammholz
Abstocken bezeichnet das Fällen von Bäumen bzw. das Absägen dicht über dem Wurzelstock. Abstocken meint im forstlichen Sprachgebrauch das Fällen von Bäumen, oft mit Betonung auf dem Trennen des Stammes vom Stock (Wurzelstock) knapp über dem Boden. Der Begriff wird auch für das Abernten von Nieder- und Kurzumtriebsbeständen verwendet, bei denen die Bäume „auf den Stock gesetzt" werden, damit sie wieder ausschlagen.

Eigenschaften: Fällen / Absägen über dem Stock, Auch: Abernten von Niederwald, Bodennaher Trennschnitt, Fördert Stockausschlag.

Verwendung: Holzernte, Niederwald-/Kurzumtriebsnutzung, Flächenräumung.

Maßeinheiten: Stockhöhe in Zentimeter · Menge in Festmeter/Raummeter

Ackerholz brennholz
Ackerholz ist Holz von Bäumen und Hecken an Feldrändern, Feldwegen und aus der Landschaftspflege. Bei der Pflege von Feldrainen, Windschutzhecken und Feldgehölzen fällt Ackerholz an. Es besteht oft aus gemischten Laubhölzern und eignet sich gut als Brennholz.

Eigenschaften: Aus Feldrändern und Hecken, Meist gemischtes Laubholz, Ästig und unregelmäßig, Regionaler Anfall.

Verwendung: Brennholz, Hackschnitzel, Landschaftspflege.

Maßeinheiten: Handel: Raummeter oder Schüttraummeter · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm gemischtes Laubholz (trocken) ≈ 180–200 l Heizöl

Ahorn brennholz
Ahorn ist ein heimischer Laubbaum, dessen helles Hartholz gutes Brennholz und geschätztes Möbelholz liefert. Ahorn wächst in mehreren Arten in Mitteleuropa. Sein helles, feines Holz ist mittelschwer bis hart und lässt sich gut bearbeiten. Als Brennholz liefert es einen guten Heizwert und brennt ruhig.

Eigenschaften: Heimisches Laubholz, Helles, feines Holz, Mittelschwer bis hart, Guter Heizwert.

Verwendung: Brennholz, Möbel und Innenausbau, Instrumentenbau.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1900 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Ahorn (trocken) ≈ 190 l Heizöl (Richtwert)

Akazie brennholz
Als Akazie wird im Brennholzhandel meist die Robinie bezeichnet – ein sehr hartes, witterungsbeständiges Holz mit hohem Heizwert. Die echte Akazie stammt aus wärmeren Regionen; in Mitteleuropa meint „Akazie" fast immer die Robinie (Scheinakazie). Ihr Holz ist außerordentlich hart, dauerhaft und liefert einen sehr hohen Heizwert.

Eigenschaften: Meist Robinie gemeint, Sehr hartes Holz, Hoher Heizwert, Witterungsbeständig.

Verwendung: Brennholz, Zaun- und Terrassenholz, Außenbereich.

Maßeinheiten: Heizwert: sehr hoch (über Buche) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Robinie (trocken) ≈ 210 l Heizöl (Richtwert)

Altbaum wald
Ein Altbaum ist ein besonders alter, oft mächtiger Baum mit hohem ökologischem Wert. Altbäume sind Bäume der Reife- und Zerfallsphase mit starkem Durchmesser, grober Borke, Höhlen und Totholzanteilen. Sie bieten Lebensraum für Höhlenbrüter, Fledermäuse, Insekten und Pilze und sind für die Artenvielfalt im Wald besonders wertvoll.

Eigenschaften: Sehr alter, starker Baum, Höhlen und Totholzanteile, Hoher ökologischer Wert, Als Habitatbaum erhalten.

Verwendung: Naturschutz im Wald, Habitat- und Biotopbäume, Artenvielfalt.

Maßeinheiten: Alter in Jahren · Durchmesser (BHD) in Zentimeter

Altbestand wald
Ein Altbestand ist ein Waldbestand mit älteren, ausgewachsenen Bäumen kurz vor oder in der Nutzungsphase. Altbestände bestehen aus reifen Bäumen, die ihre Zielstärke weitgehend erreicht haben. Sie liefern wertvolles Stammholz und sind zugleich ökologisch bedeutsam, etwa durch Habitatbäume und Totholz.

Eigenschaften: Ältere, ausgewachsene Bäume, Nahe der Zielstärke, Wertvolles Stammholz, Ökologisch bedeutsam.

Verwendung: Holznutzung, Naturverjüngung, Habitatschutz.

Maßeinheiten: Alter in Jahren · Vorrat in Vfm je Hektar

Altersklasse wald
Eine Altersklasse fasst Waldbestände eines bestimmten Altersbereichs zu einer Gruppe zusammen. In der Forsteinrichtung werden Bestände nach ihrem Alter in Altersklassen eingeteilt, üblicherweise in 20-Jahres-Schritten (z. B. 1–20, 21–40 Jahre). Diese Gliederung zeigt die Altersstruktur eines Forstbetriebs und ist Grundlage für die Nutzungs- und Nachhaltsplanung.

Eigenschaften: Gruppe gleichaltriger Bestände, Meist in 20-Jahres-Stufen, Zeigt die Altersstruktur, Basis der Nachhaltsplanung.

Verwendung: Forsteinrichtung, Nutzungsplanung, Nachhaltskontrolle.

Maßeinheiten: Altersklassen in 20-Jahres-Stufen · Fläche je Klasse in Hektar

Altholz allgemein
Altholz ist gebrauchtes Holz aus Abbruch, Möbeln oder Verpackungen, das nach Belastungsgrad in Kategorien eingeteilt wird. Altholz fällt beim Rückbau, bei Renovierungen und in der Industrie an. Je nach Behandlung wird es in Altholzkategorien (A I bis A IV) eingeteilt, die über die zulässige Verwertung entscheiden.

Eigenschaften: Gebrauchtes Holz, Kategorien A I–A IV, Verwertung je nach Belastung, Nicht alles ist Brennholz.

Verwendung: Energetische Verwertung (Anlagen), Spanplattenindustrie, Nur A I privat verbrennbar.

Maßeinheiten: Kategorien: A I bis A IV · A I = naturbelassen

Altholzinsel wald
Eine Altholzinsel ist eine kleine, aus der Nutzung genommene Gruppe alter Bäume, die dauerhaft im Wald belassen wird. Altholzinseln (auch Waldrefugien oder Habitatbauminseln) sind bewusst ausgewiesene Bereiche alter Bäume, die bis zu ihrem natürlichen Zerfall stehen bleiben und viel Alt- und Totholz liefern. Sie dienen als Trittsteine und Refugien für Arten, die auf alte Bäume, Höhlen und Totholz angewiesen sind – Käfer, Pilze, Fledermäuse, Höhlenbrüter.

Eigenschaften: Aus der Nutzung genommene Altbaumgruppe, Dauerhaft belassen (Refugium), Viel Alt- und Totholz, Trittstein für Arten.

Verwendung: Waldnaturschutz, Biotopvernetzung, Wirtschaftswald.

Maßeinheiten: Fläche in Ar/Hektar · Altholz-/Totholzvorrat

Anfeuerholz brennholz
Anfeuerholz besteht aus dünnen, trockenen Holzstücken, die zum schnellen Entzünden eines Kamin- oder Ofenfeuers verwendet werden. Anfeuerholz wird aus besonders trockenem Weichholz oder fein gespaltenem Hartholz hergestellt. Durch die große Oberfläche im Verhältnis zum Volumen entzündet es sich schnell und sorgt dafür, dass größere Holzscheite zuverlässig Feuer fangen. Besonders geeignet sind harzreiche und leichte Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Kiefer, weil sie schnell aufflammen. In Kombination mit einem geeigneten Anzünder gelingt so ein sauberer, raucharmer Anzündvorgang – idealerweise von oben (Anzünden über dem Brenngut).

Eigenschaften: Dünn gespalten, große Oberfläche, Sehr trocken (Restfeuchte deutlich unter 20 %), Entzündet sich schnell, Meist aus Nadelholz.

Verwendung: Kamin, Holzofen, Kachelofen, Grill, Feuerstelle.

Maßeinheiten: Scheitlänge: ca. 15–25 cm · Kantenlänge: ca. 2–4 cm · Restfeuchte: unter 15 % ideal

Umrechnung: 1 Schüttraummeter (Srm) lose = ca. 0,5 Festmeter (Fm) reines Holz · Verkauf meist im Sack oder Schüttraummeter (Srm)

Anheizen brennholz
Anheizen ist das Entfachen und In-Gang-Bringen eines Ofen- oder Kaminfeuers. Beim Anheizen wird mit Anzündhilfe und dünnem Anfeuerholz eine Startflamme erzeugt, an der die größeren Scheite Feuer fangen. Empfehlenswert ist das Anzünden von oben: Anzünder und Kleinholz kommen oben auf den Scheitstapel, das Feuer brennt sich nach unten durch.

Eigenschaften: Entfachen des Feuers, Mit Anzünder und Kleinholz, Am besten von oben, Viel Luft in der Startphase.

Verwendung: Kaminofen und Kachelofen, Offener Kamin, Grill und Feuerstelle.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Arbeitsvorgang · Optimale Holzfeuchte unter 20 %

Anmachholz brennholz
Anmachholz sind dünne, trockene Holzstücke zum Entzünden des Feuers – gleichbedeutend mit Anfeuerholz. Anmachholz besteht aus fein gespaltenem, sehr trockenem Holz, meist Nadelholz. Es entzündet sich schnell und bringt größere Scheite zuverlässig zum Brennen.

Eigenschaften: Dünn gespalten, Sehr trocken, Meist Nadelholz, Zum Entzünden.

Verwendung: Kamin, Ofen, Grill, Feuerstelle.

Maßeinheiten: Kantenmaß: ca. 2–4 cm · Restfeuchte: sehr niedrig

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,5 Fm reines Holz (bei loser Abgabe)

Anpflanzung garten
Anpflanzung ist das Einsetzen von Pflanzen, Sträuchern oder Bäumen in den Boden oder in Gefäße. Bei der Anpflanzung werden Jungpflanzen, Gehölze oder Stauden standortgerecht gesetzt. Wichtig sind das passende Pflanzloch, gute Bodenvorbereitung, richtige Pflanztiefe und ausreichendes Angießen.

Eigenschaften: Einsetzen von Pflanzen, Standortgerecht, Richtige Pflanztiefe, Angießen wichtig.

Verwendung: Gartengestaltung, Beet- und Gehölzpflanzung, Begrünung.

Maßeinheiten: Pflanzabstand in cm/m · Pflanzlochgröße je Wurzelballen

Anwachserfolg wald
Der Anwachserfolg gibt an, welcher Anteil der gepflanzten Bäume anwächst und dauerhaft überlebt. Nach einer Pflanzung überleben nicht alle Jungpflanzen. Der Anwachserfolg (die Anwuchsrate) beschreibt den Anteil der erfolgreich angewachsenen Pflanzen und ist ein Maß für die Qualität von Pflanzgut, Pflanzung und Standortwahl. Ausfälle entstehen durch Trockenheit, Wurzelschäden, falsche Pflanzung, Verbiss oder Konkurrenzvegetation.

Eigenschaften: Anteil angewachsener Pflanzen, Maß für Pflanzqualität/Standort, Ausfälle durch Trockenheit/Verbiss, Hoch = weniger Nachbesserung.

Verwendung: Aufforstung und Waldumbau, Pflanzungskontrolle, Garten- und Landschaftsbau.

Maßeinheiten: Anwuchsrate in Prozent (%) · Bezug: gepflanzte Stückzahl

Anzündhilfe brennholz
Eine Anzündhilfe ist ein Hilfsmittel, das das sichere und saubere Anheizen eines Ofens oder Kamins erleichtert. Anzündhilfen sorgen für eine stabile Anfangsflamme, bis das Anfeuerholz und die Scheite selbst brennen. Verbreitet sind Anzünder aus Holzwolle mit Wachs, feste Anzündwürfel oder ökologische Varianten auf Pflanzenbasis. Empfehlenswert ist das Anzünden von oben: Anzünder und dünnes Anfeuerholz kommen dabei nach oben auf den Scheitstapel. Das verbrennt sauberer und erzeugt weniger Rauch als das klassische Anzünden von unten.

Eigenschaften: Meist Holzwolle mit Wachs oder Pflanzenwachs, Geruchsarm und rußarm, Lange, stabile Flamme, Als ökologische Varianten erhältlich.

Verwendung: Kaminofen, Holzofen, Kachelofen, Grill.

Maßeinheiten: Brenndauer je Anzünder: ca. 8–12 Minuten · Verbrauch: 1–2 Anzünder pro Anzündvorgang

Arbeitsschutzgesetz ausbildung
Das Arbeitsschutzgesetz ist die zentrale gesetzliche Grundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten. Kernpflichten sind die Gefährdungsbeurteilung, geeignete Schutzmaßnahmen, Unterweisung der Beschäftigten und die arbeitsmedizinische Vorsorge.

Eigenschaften: Zentrales Arbeitsschutzgesetz, Pflichten des Arbeitgebers, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Rahmen für Verordnungen.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Alle Branchen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Bundesgesetz · Ausgefüllt durch Verordnungen/DGUV

Arborist ausbildung
Ein Arborist ist ein Fachmann für die Pflege, Untersuchung und Erhaltung von Bäumen (Baumpfleger). Arborist ist die internationale Bezeichnung für Baumpflege-Fachleute. Sie kümmern sich um Pflanzung, Schnitt, Sanierung, Untersuchung und Sicherung von Bäumen – häufig in Seilklettertechnik. Ziel ist der langfristige Erhalt gesunder, verkehrssicherer Bäume.

Eigenschaften: Fachmann für Baumpflege, Schnitt, Sanierung, Sicherung, Oft in Seilklettertechnik, International gebräuchlich.

Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Baumerhalt und -sicherung.

Maßeinheiten: Qualifikationen: ETW / Fachagrarwirt / ETT · Synonym: Baumpfleger

Artenschutzprüfung wald
Die Artenschutzprüfung klärt vor Fäll- und Eingriffsmaßnahmen, ob geschützte Arten betroffen sind. Vor Baumfällungen, Rodungen oder größeren Eingriffen ist zu prüfen, ob besonders oder streng geschützte Arten (z. B. Fledermäuse, Höhlenbrüter, Käfer) betroffen sind. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, ihre Lebensstätten zu zerstören oder Tiere zu töten.

Eigenschaften: Prüfung geschützter Arten vor Eingriff, Nach Bundesnaturschutzgesetz, Vermeidungs-/Ausgleichsmaßnahmen, Fällzeiten beachten.

Verwendung: Fäll- und Rodungsvorhaben, Bau- und Pflegemaßnahmen, Genehmigungsverfahren.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Prüfverfahren · Schonzeit: 1. März–30. September

AS Baum I ausbildung
AS Baum I ist das Spezialmodul für die Arbeitssicherheit bei Baumarbeiten vom Boden und aus der Hubarbeitsbühne. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil I" (AS Baum I) qualifiziert für den Motorsägeneinsatz bei Baumpflege- und Fällarbeiten, die vom Boden oder aus der Hubarbeitsbühne ausgeführt werden. Inhalte sind Schnitttechniken in der Krone, Zugtechnik, Beurteilung von Gefahren und Rückschnitt.

Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil I, Vom Boden / aus der Bühne, Schnitt- und Zugtechnik, Basis für AS Baum II.

Verwendung: Baumpflege vom Boden, Arbeiten aus der Hubarbeitsbühne, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Grund- + Fällmodul · Abschluss: AS Baum I-Nachweis

AS Baum II ausbildung
AS Baum II ist das Spezialmodul für Motorsägenarbeiten in der Baumkrone mit Seilklettertechnik. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil II" (AS Baum II) qualifiziert für den Einsatz der Motorsäge im kletternden Einsatz in der Baumkrone. Inhalte sind das sichere Sägen im Seil, Ablauf- und Abtragetechniken, Positionierung und die Kombination von Klettertechnik und Motorsägeneinsatz.

Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil II, Motorsäge in der Krone (kletternd), Sägen im Seil, Höchste Motorsägen-Baumstufe.

Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kroneneinkürzung und -sicherung, Anspruchsvolle Baumarbeiten.

Maßeinheiten: Voraussetzung: AS Baum I + SKT · Abschluss: AS Baum II-Nachweis

Aschegehalt allgemein
Der Aschegehalt beschreibt die Menge an Rückständen, die nach der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs übrig bleibt. Je geringer der Aschegehalt, desto hochwertiger ist in der Regel der Brennstoff. Naturbelassenes Brennholz hinterlässt nur sehr wenig Asche. Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 besitzen einen besonders niedrigen Ascheanteil und sorgen dadurch für weniger Reinigungsaufwand. Ein geringer Aschegehalt bedeutet weniger Reinigung, eine sauberere Verbrennung, höheren Komfort und geringeren Verschleiß der Heizungsanlage.

Eigenschaften: Angabe in Massenprozent (%), Brennholz: ca. 0,5–1,5 %, Holzpellets ENplus A1: unter 0,7 %, Niedriger Wert = hochwertiger Brennstoff.

Verwendung: Brennholz, Holzpellets, Hackschnitzel, Feststoffheizungen.

Maßeinheiten: Brennholz: ca. 0,5–1,5 % · Holzpellets ENplus A1: unter 0,7 % · Einheit: Massenprozent (Gewichts-%)

Aschekasten brennholz
Der Aschekasten ist der herausnehmbare Behälter im Ofen, in dem sich die Verbrennungsasche sammelt. Der Aschekasten (Aschelade) sitzt unter dem Feuerraum bzw. dem Rost und nimmt die durchfallende Asche auf. Er lässt sich zum Entleeren herausziehen. Über den Aschekastenbereich und die darunter liegende Luftklappe wird bei vielen Öfen zugleich die Primärluft (Unterluft) für die Verbrennung geregelt.

Eigenschaften: Herausnehmbarer Aschebehälter, Unter Feuerraum/Rost, Oft mit Primärluftregelung, Regelmäßig leeren.

Verwendung: Ofenreinigung, Ascheentsorgung, Primärluftregelung.

Maßeinheiten: Fassungsvolumen in Liter · Ascheanfall je Abbrand

Ascheverschmelzung hackschnitzel
Ascheverschmelzung (Verschlackung) ist das Zusammenschmelzen der Asche zu harten Schlackeklumpen bei zu hoher Temperatur. Bei der Verbrennung von Biomasse kann die Asche ab einer bestimmten Temperatur (Ascheerweichungspunkt) erweichen und zu festen Schlackeklumpen verschmelzen. Begünstigt wird dies durch bestimmte Aschebestandteile (z. B. hoher Kalium- und Chlorgehalt bei Halm- und Landschaftspflegegut) und zu hohe Feuerraumtemperaturen.

Eigenschaften: Verschmelzen der Asche zu Schlacke, Ab dem Ascheerweichungspunkt, Bei bestimmten Brennstoffen/Temperaturen, Stört automatische Feuerungen.

Verwendung: Hackgut- und Pelletfeuerungen, Brennstoffauswahl, Anlagenbetrieb.

Maßeinheiten: Ascheerweichungspunkt in °C · Aschegehalt in Prozent

Astdurchmesser allgemein
Der Astdurchmesser ist die Dicke eines Astes und beeinflusst Spaltbarkeit, Trocknung und Verwertung. Der Astdurchmesser bestimmt, ob Astholz ohne Spalten getrocknet werden kann oder aufgearbeitet werden muss. Dünne Äste eignen sich für Hackschnitzel, dickere als Brennholz.

Eigenschaften: Dicke eines Astes, Beeinflusst Spaltbarkeit, Bestimmt die Verwertung, Wichtig bei der Baumpflege.

Verwendung: Brennholzsortierung, Hackschnitzelproduktion, Baumpflege.

Maßeinheiten: Messung in Zentimetern (cm) · Dünnäste: unter ca. 7 cm

Astholz hackschnitzel
Astholz stammt aus Ästen oder Kronenteilen eines Baumes und fällt bei der Holzernte oder Baumpflege an. Astholz besitzt häufig einen höheren Astanteil sowie einen unregelmäßigen Faserverlauf. Dadurch lässt es sich teilweise schwerer spalten als Stammholz. Es eignet sich dennoch hervorragend als Brennholz oder zur Herstellung von Hackschnitzeln. In der Forstwirtschaft wird Astholz häufig energetisch genutzt und ermöglicht so eine vollständige Verwertung des Baumes.

Eigenschaften: Viele Äste, Oft höhere Dichte, Teilweise schwer spaltbar, Unregelmäßige Form.

Verwendung: Brennholz, Hackschnitzel, Biomasse, Heizwerke.

Maßeinheiten: Astdurchmesser: meist unter 20 cm · Verkauf: Raummeter (Rm) oder Schüttraummeter (Srm)

Umrechnung: 1 Festmeter (Fm) Stammholz → ca. 2,5 Schüttraummeter (Srm) Hackschnitzel · 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Festmeter (Fm) festes Holz · 1 Srm Hackschnitzel (trocken) ≈ 70–80 l Heizöl

Astkrone hackschnitzel
Die Astkrone ist der obere, verzweigte Teil des Baumes mit Ästen und Zweigen, der bei der Ernte als Kronenholz anfällt. Nach dem Fällen bleibt neben dem Stamm die Astkrone übrig. Dieses Kronenholz besteht aus Ästen unterschiedlicher Stärke und wird als Brennholz oder zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Eigenschaften: Verzweigter oberer Baumteil, Fällt als Kronenholz an, Äste verschiedener Stärke, Energetisch nutzbar.

Verwendung: Brennholz, Hackschnitzel, Totholz im Wald.

Maßeinheiten: Astdurchmesser meist unter 20 cm · Handel: Srm oder Rm

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Kronenholz

Astrein stammholz
Astrein (astfrei) bezeichnet Holz oder einen Stammabschnitt ohne Äste und Astansätze. Astreines Holz ist frei von Ästen, Astlöchern und Astansätzen und liefert eine gleichmäßige, ruhige und hochwertige Oberfläche. Es ist die Voraussetzung für wertvolles Furnier- und Möbelholz. Der astfreie, untere Stammabschnitt (Erdstamm) ist der wertvollste Teil eines Baumes.

Eigenschaften: Ohne Äste/Astansätze (astfrei), Ruhige, hochwertige Oberfläche, Voraussetzung für Furnierholz, Durch Astreinigung/Ästung.

Verwendung: Wertholzerziehung, Furnier- und Möbelholz, Qualitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Astfreie Schaftlänge in Meter · Bezug: Wertholz

Astschnitt allgemein
Der Astschnitt ist das fachgerechte Entfernen einzelner Äste an Bäumen und Sträuchern. Beim Astschnitt werden Äste zur Pflege, aus Sicherheitsgründen oder zur Qualitätsverbesserung entfernt. Wichtig ist ein sauberer Schnitt am Astring, ohne den Astkragen zu verletzen, damit die Wunde gut überwallt.

Eigenschaften: Entfernen einzelner Äste, Sauberer Schnitt am Astring, Zur Pflege oder Sicherheit, Schnittgut verwertbar.

Verwendung: Baumpflege, Obstbaumschnitt, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Astdurchmesser in cm · Kein Handelsmaß

Astung stammholz
Die Astung ist das gezielte Entfernen von Ästen am stehenden Baum zur Verbesserung der Holzqualität. Durch die Astung werden untere Äste entfernt, damit der Stamm astfreies, wertvolles Holz bildet. Sie ist eine wichtige waldbauliche Pflegemaßnahme bei Wertholzbäumen.

Eigenschaften: Entfernen von Ästen am Baum, Waldbauliche Pflegemaßnahme, Fördert astfreies Holz, Für Wertholz relevant.

Verwendung: Wertholzproduktion, Waldpflege, Furnier- und Bauholz.

Maßeinheiten: Astungshöhe: oft bis ca. 6 m · Kein Handelsmaß

Atro stammholz
Atro (absolut trocken / Darrgewicht) bezeichnet Holz ohne jeglichen Wassergehalt als Bezugsgröße. Atro steht für „absolut trocken" (auch Darrgewicht): den Zustand von Holz mit 0 % Wassergehalt, wie er durch Darren (Trocknen bei etwa 103 °C bis zur Gewichtskonstanz) erreicht wird. Das Atro-Gewicht dient als eindeutige Bezugsgröße, etwa beim Handel mit Hackschnitzeln oder zur Bestimmung von Wassergehalt und Rohdichte.

Eigenschaften: Absolut trocken (0 % Wasser), = Darrgewicht (bei ~103 °C), Eindeutige Bezugsgröße, Rechen- und Vergleichswert.

Verwendung: Hackgut- und Holzhandel, Wassergehaltsbestimmung, Rohdichtebestimmung.

Maßeinheiten: Wassergehalt 0 % (atro) · Masse als Darrgewicht (kg atro)

Umrechnung: Wassergehalt (%) = (Nassmasse − Atromasse) / Nassmasse × 100.

Aufarbeitung brennholz
Aufarbeitung ist das Zerlegen von geerntetem Holz in verwertbare Sortimente wie Scheite, Meterholz oder Hackschnitzel. Zur Aufarbeitung gehören Entasten, Ablängen, Spalten und Sortieren. Aus dem gefällten Baum entstehen so ofenfertiges Brennholz, Stammholz oder Hackgut.

Eigenschaften: Zerlegen in Sortimente, Entasten, Ablängen, Spalten, Nach dem Einschlag, Grundlage der Verwertung.

Verwendung: Brennholzproduktion, Rundholzsortierung, Hackschnitzel.

Maßeinheiten: Handel je Sortiment: Fm, Rm, Srm · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Fm Stammholz = ca. 1,4 Rm nach der Aufarbeitung

Aufforstung stammholz
Die Aufforstung ist die Neuanlage von Wald durch Pflanzung oder Aussaat auf bisher unbewaldeten oder geräumten Flächen. Aufforstung schafft neuen Wald – etwa nach Kahlschlägen, Sturmwurf oder auf ehemaligen Freiflächen. Durch die Wahl standortgerechter, oft gemischter Baumarten wird der Wald von morgen begründet.

Eigenschaften: Neuanlage von Wald, Durch Pflanzung oder Saat, Standortgerechte Baumarten, Basis nachhaltiger Nutzung.

Verwendung: Forstwirtschaft, Klimaschutz, Wiederbewaldung.

Maßeinheiten: Pflanzenzahl: je nach Verband je ha · Kein Brennholzmaß

Auflockerung garten
Auflockerung ist die Verbesserung der Bodenstruktur durch Bearbeitung, damit Luft, Wasser und Wurzeln besser eindringen. Verdichteter Boden behindert das Wurzelwachstum und den Wasserabzug. Durch Hacken, Grubbern oder Umgraben wird der Boden gelockert, belüftet und aufnahmefähiger für Wasser und Nährstoffe.

Eigenschaften: Verbessert die Bodenstruktur, Durch Hacken, Grubbern, Graben, Mehr Luft und Wasser im Boden, Vor Aussaat und Pflanzung.

Verwendung: Bodenvorbereitung, Beetpflege, Gartenbau.

Maßeinheiten: Bearbeitungstiefe in cm · Kein Handelsmaß

Aufmaß allgemein
Das Aufmaß ist die Ermittlung der Holzmenge eines Stapels, Polters oder einer Lieferung. Beim Aufmaß wird das Volumen über Länge, Breite und Höhe eines Holzstapels bestimmt und in Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter angegeben. Es ist die Grundlage für Abrechnung und Preisvergleich.

Eigenschaften: Mengenermittlung, Über Länge × Breite × Höhe, In Fm, Rm oder Srm, Grundlage der Abrechnung.

Verwendung: Holzhandel, Polterverkauf, Lieferkontrolle.

Maßeinheiten: Poltermaß: Länge × Höhe × Breite · Einheit: Fm, Rm oder Srm

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Aushaltung stammholz
Die Aushaltung ist das Einteilen und Ablängen des Stammes in Sortimente nach Qualität und Verwendung. Bei der Aushaltung entscheidet der Waldarbeiter oder der Harvester-Bordcomputer, in welche Abschnitte (Sortimente) ein Stamm zerlegt wird: wertvolles Stammholz, Industrieholz, Palettenholz oder Brennholz – je nach Stärke, Qualität, Krümmung und Marktpreis.

Eigenschaften: Einteilen des Stammes in Sortimente, Nach Qualität und Preis, Wertoptimierung, Von Hand oder per Bordcomputer.

Verwendung: Holzernte und Sortierung, Wertoptimierung, Vermarktung.

Maßeinheiten: Sortimentslängen in Meter · Stärke in Zentimeter (Zopf)

Auslesebaum wald
Ein Auslesebaum (Z-Baum) ist ein ausgewählter Zukunftsbaum, der bei der Pflege gezielt gefördert wird. Auslesebäume – auch Z-Bäume (Zukunftsbäume) genannt – sind die vitalsten, qualitativ besten und gut verteilten Bäume eines Bestandes. Sie werden markiert und bei der Auslesedurchforstung durch Entnahme ihrer Bedränger gefördert, damit sie Standraum, Licht und Kraft für wertvolles Stammholz erhalten.

Eigenschaften: Ausgewählter Zukunftsbaum (Z-Baum), Vital und qualitativ hochwertig, Gut im Bestand verteilt, Gezielt gefördert.

Verwendung: Bestandespflege, Auslesedurchforstung, Wertholzproduktion.

Maßeinheiten: Z-Bäume je Hektar · Entnahme der Bedränger in Efm/ha

Auslesedurchforstung wald
Die Auslesedurchforstung fördert gezielt ausgewählte Zukunftsbäume durch Entnahme ihrer Bedränger. Bei der Auslesedurchforstung werden die besten, vitalsten Bäume (Z-Bäume/Auslesebäume) bestimmt und ihre unmittelbaren Konkurrenten entnommen. So erhalten die Zukunftsbäume mehr Standraum, Licht und Wuchskraft für wertvolles, dickes Stammholz.

Eigenschaften: Fördert Zukunftsbäume (Z-Bäume), Entnahme der Bedränger, Wertorientiert, Mehr Standraum fürs Wertholz.

Verwendung: Pflege von Jung- und Baumhölzern, Wertholzproduktion, Bestandserziehung.

Maßeinheiten: Z-Bäume je Hektar · Entnahme in Erntefestmeter/ha

Auslieferung brennholz
Die Auslieferung ist die Zustellung von Brennholz oder anderen Holzprodukten an den Kunden. Bei der Auslieferung wird das Holz vom Händler zum Kunden transportiert und dort abgeladen – lose geschüttet, in Gitterboxen oder auf Paletten. Absprachen zu Menge, Termin und Abladeort sind wichtig.

Eigenschaften: Zustellung zum Kunden, Lose, in Box oder auf Palette, Nach Terminabsprache, Abladeort erforderlich.

Verwendung: Brennholzhandel, Pelletlieferung, Rundholzlogistik.

Maßeinheiten: Menge in Rm, Srm oder t · Termin nach Absprache

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,7 Rm – für die Mengenkontrolle bei Anlieferung

Aussaat garten
Aussaat ist das Ausbringen von Samen zur Anzucht von Pflanzen. Bei der Aussaat werden Samen je nach Art in Saatschalen, Töpfe oder direkt ins Beet gebracht. Wichtig sind die richtige Saattiefe, gleichmäßige Feuchtigkeit und die passende Temperatur für die Keimung.

Eigenschaften: Ausbringen von Samen, In Schalen oder ins Beet, Richtige Saattiefe und Feuchte, Direkt- oder Vorsaat.

Verwendung: Pflanzenanzucht, Gemüse- und Blumengarten, Rasenneuanlage.

Maßeinheiten: Saattiefe in cm/mm · Saatmenge in g je m²

B

Bachelor Forstwirtschaft ausbildung
Der Bachelor Forstwirtschaft ist der grundständige Hochschulabschluss für forstliche Berufe. Das Bachelorstudium Forstwirtschaft vermittelt in meist sechs bis sieben Semestern die Grundlagen von Waldbau, Forstökologie, Holzernte, Betriebswirtschaft, Forsteinrichtung und Naturschutz. Es qualifiziert für Fach- und Führungsaufgaben in Forstbetrieben, Verwaltung, Verbänden und Industrie.

Eigenschaften: Grundständiges Forststudium, Meist 6–7 Semester, Waldbau, Ökologie, Betrieb, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Forstbetriebe und Verwaltung, Verbände und Industrie, Basis für Master.

Maßeinheiten: Dauer: 6–7 Semester · Abschluss: Bachelor of Science Forstwirtschaft

Balken schnittholz
Ein Balken ist ein starkes, kantiges Bauholz mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt für tragende Konstruktionen. Balken werden aus Stammholz gesägt und tragen Lasten im Holzbau, etwa in Dachstühlen, Decken und Fachwerk. Ihr Querschnitt richtet sich nach der statischen Anforderung.

Eigenschaften: Kantiges Bauholz, Quadratischer oder rechteckiger Querschnitt, Für tragende Konstruktionen, Aus Stammholz gesägt.

Verwendung: Dachstuhl, Decken und Fachwerk, Konstruktiver Holzbau.

Maßeinheiten: Querschnitt in cm × cm · Länge in Metern

Bannwald wald
Ein Bannwald ist ein rechtlich besonders geschützter Wald mit vorrangiger Schutz- oder Erholungsfunktion. Der Begriff Bannwald hat je nach Region zwei Bedeutungen: In manchen Bundesländern (z. B. Baden-Württemberg) ist er ein aus der Nutzung genommenes Waldreservat, das sich natürlich entwickeln darf. In anderen (z. B. Bayern) bezeichnet er einen unersetzlichen Wald mit besonderer Schutzfunktion für das Klima oder Ballungsräume, der nicht gerodet werden darf.

Eigenschaften: Rechtlich geschützter Wald, Reservat oder Schutzbannwald, Regional unterschiedliche Definition, Roden verboten.

Verwendung: Waldschutz, Naturschutzreservate, Klima- und Immissionsschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Schutzstatus nach Landeswaldgesetz

Bast stammholz
Der Bast ist die innere, lebende Rindenschicht, die Nährstoffe im Baum transportiert. Der Bast (Phloem) liegt zwischen dem Kambium und der äußeren Borke. In ihm werden die in den Blättern gebildeten Zuckerstoffe (Assimilate) von der Krone zu Wurzeln und Wachstumszonen transportiert. Der Bast ist damit die „Nährstoffleitung" des Baumes, während das Holz (Xylem) Wasser nach oben leitet.

Eigenschaften: Innere, lebende Rindenschicht (Phloem), Transportiert Nährstoffe abwärts, Zwischen Kambium und Borke, Verletzung unterbricht den Baststrom.

Verwendung: Baumkunde und -physiologie, Verständnis von Schälschäden, Rindennutzung (historisch).

Maßeinheiten: Lage: zwischen Kambium und Borke · Funktion: Nährstofftransport

Bauholz schnittholz
Bauholz ist Holz, das für tragende und konstruktive Zwecke im Bauwesen verwendet wird. Zum Bauholz zählen Balken, Kanthölzer, Bohlen und Latten, meist aus Nadelholz wie Fichte, Kiefer oder Douglasie. Es muss ausreichend trocken, tragfähig und maßhaltig sein.

Eigenschaften: Holz für den Bau, Balken, Kanthölzer, Bohlen, Meist Nadelholz, Tragfähig und maßhaltig.

Verwendung: Dachstuhl und Fachwerk, Konstruktiver Holzbau, Schalungen.

Maßeinheiten: Querschnitt in cm × cm · Sortierklassen für Tragfähigkeit

Baum stammholz
Ein Baum ist eine verholzte Pflanze mit Stamm, Krone und Wurzeln und der Ursprung allen Holzes. Bäume bilden über viele Jahre Holz, das als Bau-, Möbel- und Brennstoff genutzt wird. Aufbau aus Wurzeln, Stamm und Krone bestimmt, welche Sortimente bei der Ernte anfallen.

Eigenschaften: Verholzte Pflanze, Aus Wurzel, Stamm, Krone, Ursprung des Holzes, Ökologisch bedeutsam.

Verwendung: Holzproduktion, Klima- und Umweltschutz, Lebensraum.

Maßeinheiten: Stammdurchmesser in cm · Höhe in Metern

Baumart stammholz
Die Baumart bestimmt die Eigenschaften des Holzes wie Dichte, Heizwert und Verwendbarkeit. Ob Buche, Eiche, Fichte oder Birke – die Baumart entscheidet über Härte, Dichte, Heizwert und Bearbeitbarkeit des Holzes. Man unterscheidet grob Laubbäume (meist Hartholz) und Nadelbäume (meist Weichholz).

Eigenschaften: Bestimmt die Holzeigenschaften, Laub- oder Nadelbaum, Beeinflusst Heizwert und Dichte, Wichtig für die Verwendung.

Verwendung: Brennholzauswahl, Bau- und Möbelholz, Waldbau.

Maßeinheiten: Heizwert Hartholz: höher je Rm · Rohdichte je Art verschieden

Umrechnung: 1 Rm Buche ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte ≈ 135 l Heizöl

Baumdiagnose wald
Die Baumdiagnose ist die fachliche Untersuchung eines Baumes zur Beurteilung von Vitalität, Schäden und Verkehrssicherheit. Bei der Baumdiagnose wird der Zustand eines Baumes systematisch erfasst: von der visuellen Beurteilung (Vitalität, Kronenzustand, Pilzfruchtkörper, Risse, Fäulezeichen) bis zu eingehenden Untersuchungen mit Messgeräten (Bohrwiderstand, Schalltomografie, Zugversuch). Ziel ist es, Standsicherheit, Bruchsicherheit und Handlungsbedarf zu bestimmen.

Eigenschaften: Fachliche Untersuchung des Baumzustands, Visuell + eingehende Verfahren, Beurteilt Stand-/Bruchsicherheit, Grundlage von Gutachten.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Pflegeentscheidungen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Untersuchungsverfahren · Ergebnis: Zustands-/Sicherheitsbewertung

Baumfällung allgemein
Die Baumfällung ist das gezielte Umlegen eines Baumes zur Holzgewinnung oder aus Sicherheitsgründen. Bei der Fällung wird der Baum mit Fällkerbe und Fällschnitt kontrolliert in eine geplante Richtung gebracht. Sie erfordert Fachkenntnis, geeignetes Werkzeug und Schutzausrüstung.

Eigenschaften: Kontrolliertes Umlegen, Mit Fällkerbe und Fällschnitt, Sicherheitsrelevant, Oft genehmigungspflichtig.

Verwendung: Holzernte, Verkehrssicherung, Waldpflege.

Maßeinheiten: Fällrichtung planen · Rückweiche freihalten

Baumgutachter ausbildung
Ein Baumgutachter erstellt fachliche Gutachten zum Zustand, zur Sicherheit und zum Wert von Bäumen. Der Baumgutachter beurteilt Bäume vertieft: Er untersucht Vitalität, Standsicherheit und Bruchsicherheit, oft mit eingehenden Verfahren (z. B. Zugversuch, Bohrwiderstandsmessung, Schalltomografie), und erstellt schriftliche Gutachten. Diese dienen als Entscheidungsgrundlage für Erhalt, Pflege oder Fällung sowie bei Streitfragen.

Eigenschaften: Erstellt Baumgutachten, Vitalität, Stand- und Bruchsicherheit, Eingehende Untersuchungsverfahren, Entscheidungsgrundlage.

Verwendung: Baumbeurteilung und -bewertung, Streit- und Schadensfälle, Erhalt oder Fällung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: baumfachliche Qualifikation · Ergebnis: schriftliches Gutachten

Baumharz stammholz
Baumharz ist die zähflüssige, klebrige Substanz, die vor allem Nadelbäume zum Schutz vor Verletzungen und Schädlingen absondern. Harz wird in Harzkanälen und -zellen gebildet und tritt bei Verletzungen aus, um die Wunde zu verschließen, Krankheitserreger und Insekten abzuwehren und einzuschließen. Besonders Kiefer, Fichte, Lärche und Douglasie sind harzreich; fossiles Harz wird als Bernstein bekannt.

Eigenschaften: Zähflüssiges Baumsekret, Vor allem bei Nadelbäumen, Schützt vor Wunden/Schädlingen, Rohstoff (Terpentin, Kolophonium).

Verwendung: Baumschutz (natürlich), Holzverarbeitung, Harzgewinnung.

Maßeinheiten: Harzgehalt artabhängig · Bezug: Nadelholz

Baumhöhenmessung wald
Die Baumhöhenmessung bestimmt die Höhe eines Baumes, meist mit einem Höhenmesser nach dem trigonometrischen Prinzip. Die Baumhöhe wird mit Höhenmessern (z. B. Vertex, Blume-Leiss) oder Neigungsmessern über Winkel und Distanz trigonometrisch ermittelt. Zusammen mit dem Brusthöhendurchmesser ist sie Grundlage für Volumen- und Vorratsberechnungen.

Eigenschaften: Bestimmung der Baumhöhe, Trigonometrisch (Winkel+Distanz), Mit Höhenmesser, Basis für Volumen und Bonität.

Verwendung: Vorrats- und Volumenermittlung, Bonitierung, Fäll- und Sicherungsplanung.

Maßeinheiten: Höhe in Meter (m) · Verfahren: trigonometrisch

Umrechnung: Höhe h ≈ Distanz × (tan α_oben + tan α_unten).

Baumhöhlen wald
Baumhöhlen sind Hohlräume in Stämmen und Ästen, die wertvollen Lebensraum für viele Tierarten bieten. Baumhöhlen entstehen durch Specht-Zimmerung, Astabbrüche mit Fäule oder Verletzungen, die sich zu Hohlräumen entwickeln. Sie sind Brut-, Schlaf- und Überwinterungsplatz für Höhlenbrüter, Fledermäuse, Insekten und Kleinsäuger.

Eigenschaften: Hohlräume in Stamm/Ästen, Durch Specht/Fäule/Wunden, Lebensraum vieler Arten, Schützenswerte Habitatstrukturen.

Verwendung: Naturschutz und Artenschutz, Habitat- und Biotopbäume, Baumkontrolle.

Maßeinheiten: Höhlenanzahl/-typ je Baum · Bewertung in der Baumkontrolle

Baumkataster wald
Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis zur Dokumentation von Bäumen, ihrem Zustand und den durchgeführten Kontrollen. Im Baumkataster werden Standort, Art, Maße, Zustand und Kontrolltermine jedes Baumes erfasst, häufig digital und kartengestützt. Es unterstützt die systematische Baumkontrolle und die Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht.

Eigenschaften: Verzeichnis der Bäume, Standort, Art, Zustand, Kontrollen, Oft digital und kartengestützt, Grundlage der Dokumentation.

Verwendung: Kommunale Baumverwaltung, Verkehrssicherung, Pflegeplanung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Datenbestand · Kontrolltermine je Baum

Baumkontrolle wald
Die Baumkontrolle ist die regelmäßige Überprüfung von Bäumen auf Schäden und Verkehrssicherheit. Bei der Baumkontrolle beurteilen Fachleute den Zustand von Bäumen anhand sichtbarer Merkmale wie Kronenbild, Rinde, Pilzfruchtkörper und Stammfuß. Ziel ist es, Gefahren durch Bruch oder Umsturz rechtzeitig zu erkennen.

Eigenschaften: Regelmäßige Überprüfung, Beurteilung sichtbarer Merkmale, Erkennt Bruch- und Umsturzgefahr, Wird dokumentiert.

Verwendung: Verkehrssicherung, Baumpflege, Baumkataster.

Maßeinheiten: Kontrollintervalle in Monaten/Jahren · Sichtkontrolle, ggf. eingehend

Baumkontrolleur ausbildung
Ein Baumkontrolleur prüft Bäume regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit. Der Baumkontrolleur führt die visuelle Regelkontrolle von Bäumen durch: Er erkennt Schäden, Pilzbefall, Faulstellen und Bruchgefahren und dokumentiert den Zustand sowie nötige Maßnahmen. Grundlage ist die FLL-Baumkontrollrichtlinie.

Eigenschaften: Prüft Baum-Verkehrssicherheit, Visuelle Regelkontrolle, Nach FLL-Richtlinie, Dokumentiert Maßnahmen.

Verwendung: Kommunale Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Baumkataster.

Maßeinheiten: Voraussetzung: anerkannte Qualifikation (FLL o. ä.) · Grundlage: FLL-Baumkontrollrichtlinie

Baumkrone hackschnitzel
Die Baumkrone ist der obere, beblätterte oder benadelte Teil des Baumes mit Ästen und Zweigen. In der Krone findet die Photosynthese statt; sie prägt Wuchs und Vitalität des Baumes. Bei der Ernte fällt die Krone als Kronenholz an und wird als Brennholz oder Hackschnitzel genutzt.

Eigenschaften: Oberer, verzweigter Baumteil, Ort der Photosynthese, Liefert Kronenholz, Pflegerelevant.

Verwendung: Kronenholz als Brennstoff, Baumpflege, Hackschnitzel.

Maßeinheiten: Astdurchmesser meist unter 20 cm · Handel: Srm oder Rm

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Kronenholz

Baumpflege wald
Baumpflege umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung gesunder, sicherer und vitaler Bäume. Zur Baumpflege gehören fachgerechter Kronen- und Pflegeschnitt, Kronensicherungen, das Entfernen von Totholz sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Standortbedingungen. Ziel sind Gesundheit, Vitalität und Verkehrssicherheit des Baumes.

Eigenschaften: Erhaltung gesunder Bäume, Schnitt, Sicherung, Totholzentfernung, Fördert Vitalität und Sicherheit, Durch Fachleute.

Verwendung: Straßen- und Gartenbäume, Verkehrssicherung, Parkpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Baumrinde allgemein
Die Baumrinde ist die äußere Schutzschicht des Stammes, die den Baum vor Witterung, Austrocknung und Schädlingen schützt. Die Rinde besteht aus lebendem Bast und der äußeren, abgestorbenen Borke. Sie schützt das darunterliegende Holz und leitet im Bast Nährstoffe.

Eigenschaften: Äußere Schutzschicht, Aus Bast und Borke, Schützt den Stamm, Erhöht den Aschegehalt am Brennholz.

Verwendung: Natürlicher Baumschutz, Rindenmulch, Gerbstoffgewinnung.

Maßeinheiten: Rindenanteil: ca. 5–15 % · Einheit: Massenanteil in %

Baumsachverständiger ausbildung
Ein Baumsachverständiger ist ein besonders qualifizierter, oft öffentlich bestellter Experte für Baumfragen. Der Baumsachverständige erstellt neutrale, fachlich fundierte Gutachten und Stellungnahmen zu Bäumen – etwa zu Verkehrssicherheit, Baumschäden, Wertermittlung oder bei Gericht. Er verfügt über eine umfassende baumfachliche Qualifikation und Berufserfahrung; viele sind von einer Kammer öffentlich bestellt und vereidigt (ö. b. u. v.).

Eigenschaften: Hoch qualifizierter Baumexperte, Oft öffentlich bestellt (ö.b.u.v.), Neutrale Gutachten, Auch vor Gericht.

Verwendung: Gerichts- und Streitfälle, Wertermittlung und Schäden, Anspruchsvolle Baumfragen.

Maßeinheiten: Voraussetzung: hohe Qualifikation + Erfahrung · Status: oft öffentlich bestellt und vereidigt

Baumschere wald
Eine Baumschere ist ein Schneidwerkzeug zum Schneiden von Ästen und Zweigen bei der Baum- und Gehölzpflege. Baumscheren gibt es in verschiedenen Bauformen: Handscheren (Bypass- oder Amboss-Schere) für dünne Triebe, Astscheren mit langen Griffen für stärkere Äste, Teleskop- und Hochentaster für hohe Äste sowie hydraulische oder motorisierte Baumscheren an Trägerfahrzeugen für den professionellen Einsatz.

Eigenschaften: Schneidwerkzeug für Äste/Zweige, Hand-, Ast-, Teleskop-, Hydraulikschere, Für Form- und Pflegeschnitt, Sauberer Schnitt am Astring.

Verwendung: Baum- und Gehölzpflege, Obst- und Zierbaumschnitt, Heckenpflege.

Maßeinheiten: Schneiddurchmesser in mm · Als Werkzeug ohne Volumenmaß

Baumschutzsatzung wald
Eine Baumschutzsatzung ist eine kommunale Verordnung, die den Bestand von Bäumen im Gemeindegebiet schützt. Viele Städte und Gemeinden erlassen Baumschutzsatzungen, die das Fällen, starke Beschneiden oder Schädigen bestimmter Bäume (meist ab einem festgelegten Stammumfang) genehmigungspflichtig machen. Für eine erlaubte Fällung werden häufig Ersatzpflanzungen oder Ausgleichszahlungen verlangt.

Eigenschaften: Kommunale Baumschutz-Verordnung, Fällung genehmigungspflichtig, Meist ab bestimmtem Umfang, Ersatzpflanzung möglich.

Verwendung: Baumschutz in Städten/Gemeinden, Fällantrag und Genehmigung, Ersatzpflanzungen.

Maßeinheiten: Schutz meist ab Stammumfang (z. B. 60–100 cm) · Regelung je Kommune

Baumstamm stammholz
Der Baumstamm ist der zentrale, verholzte Hauptteil des Baumes zwischen Wurzel und Krone – die Hauptquelle für Stamm- und Brennholz. Im Stamm bildet der Baum den Großteil seiner Holzmasse. Nach dem Fällen und Entasten entsteht daraus Rundholz, das je nach Qualität zu Säge-, Furnier- oder Brennholz verarbeitet wird.

Eigenschaften: Zentraler Hauptteil des Baumes, Zwischen Wurzel und Krone, Hauptquelle für Holz, Zeigt Jahresringe.

Verwendung: Stammholz und Rundholz, Bau- und Möbelholz, Brennholz.

Maßeinheiten: Durchmesser in cm · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Stammholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Baumstatik wald
Die Baumstatik befasst sich mit der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen unter Last. Die Baumstatik untersucht, wie ein Baum Wind-, Eigen- und Zusatzlasten aufnimmt und ob Stamm, Wurzeln und Äste ausreichend tragfähig sind. Bäume optimieren ihren Aufbau selbst nach dem Prinzip konstanter Spannung, doch Fäule, Risse oder Vorschäden können die Sicherheit mindern.

Eigenschaften: Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen, Last- und Tragfähigkeitsanalyse, Messverfahren (z. B. Zugversuch), Basis für Gutachten.

Verwendung: Baumgutachten, Verkehrssicherung, Erhalt strittiger Bäume.

Maßeinheiten: Sicherheit als Faktor (Grenzlast/Last) · Restwandstärke in Zentimeter

Baumumfeldsanierung wald
Baumumfeldsanierung umfasst Maßnahmen zur Verbesserung des Wurzelraums und der Standortbedingungen geschädigter Bäume. Bei der Baumumfeldsanierung wird der oft verdichtete, versiegelte oder nährstoffarme Wurzelraum von Bäumen – besonders im städtischen Umfeld – wiederhergestellt. Maßnahmen sind das Auflockern und Belüften des Bodens, der Einbau von Substrat, Belüftungs- und Bewässerungssystemen, das Entfernen von Versiegelung sowie die Vergrößerung offener Baumscheiben.

Eigenschaften: Verbesserung des Wurzelraums, Bodenlockerung, Substrat, Belüftung, Vor allem im Stadtbereich, Sichert Vitalität/Standsicherheit.

Verwendung: Baumpflege im urbanen Raum, Erhalt von Altbäumen, Bauumfeld von Bäumen.

Maßeinheiten: Wurzelraumvolumen in m³ · Baumscheibengröße in m²

Baumwurzel stammholz
Die Baumwurzel verankert den Baum im Boden und versorgt ihn mit Wasser und Nährstoffen. Das Wurzelsystem gibt dem Baum Halt und nimmt Wasser und Nährsalze auf. Nach der Fällung bleibt der Wurzelstock im Boden; gerodetes Wurzelholz ist zäh und schwer zu bearbeiten.

Eigenschaften: Verankert den Baum, Nimmt Wasser und Nährstoffe auf, Bleibt als Wurzelstock, Zähes Holz.

Verwendung: Bodenstabilität, Brennholz (bedingt), Rodung.

Maßeinheiten: Kein klassisches Handelsmaß · Als Brennholz nach Rm

Bearbeitung schnittholz
Bearbeitung ist das Formen und Veredeln von Holz durch Sägen, Hobeln, Fräsen, Schleifen oder Bohren. Bei der Bearbeitung wird Rohholz zu fertigen Produkten wie Brettern, Möbelteilen oder Bauelementen verarbeitet. Dazu dienen Handwerkzeuge und Maschinen wie Säge, Hobel und Fräse.

Eigenschaften: Formen und Veredeln von Holz, Sägen, Hobeln, Fräsen, Schleifen, Von Hand oder maschinell, Abhängig von Holzart.

Verwendung: Möbel- und Innenausbau, Bauholzfertigung, Brennholzaufbereitung.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Arbeitsprozess · Maße je Werkstück

Beetpflege garten
Beetpflege umfasst alle Arbeiten zur Pflege von Blumen-, Stauden- und Gemüsebeeten. Zur Beetpflege gehören Unkrautentfernung, Hacken und Auflockern, Gießen, Düngen, Mulchen sowie Rück- und Formschnitt. Regelmäßige Pflege hält Beete gesund, ansehnlich und ertragreich.

Eigenschaften: Pflege von Beeten, Unkraut, Hacken, Gießen, Düngen, Mulchen und Schnitt, Ganzjährig.

Verwendung: Blumen- und Staudenbeete, Gemüsegarten, Ziergarten.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Beil allgemein
Ein Beil ist ein kurzstieliges Hackwerkzeug zum Spalten kleiner Holzstücke und für leichte Holzarbeiten. Das Beil ist kleiner und leichter als die Axt und wird einhändig geführt. Es eignet sich zum Spalten von Anfeuerholz, zum Zuspitzen und für feine Hackarbeiten.

Eigenschaften: Kurzer Stiel, einhändig, Leichter als die Axt, Für Anfeuerholz und feine Arbeit, Vielseitiges Handwerkzeug.

Verwendung: Anfeuerholz spalten, Zuspitzen, Camping und Garten.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Werkzeug · Kopfgewicht meist unter 1 kg

Bestand wald
Ein Bestand ist eine zusammenhängende Waldfläche mit ähnlichen Merkmalen wie Baumart, Alter und Struktur. Der Bestand ist die grundlegende Bewirtschaftungseinheit im Wald. Bestände werden nach Baumartenzusammensetzung, Alter, Struktur und Standort unterschieden und getrennt geplant, gepflegt und genutzt.

Eigenschaften: Zusammenhängende Waldfläche, Ähnliche Baumart, Alter, Struktur, Grundlegende Planungseinheit, Rein- oder Mischbestand.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Pflege- und Ernteplanung, Forsteinrichtung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Vorrat in Vfm je Hektar

Bestandesbegründung wald
Die Bestandesbegründung ist die Anlage eines neuen Waldbestandes durch Saat, Pflanzung oder Naturverjüngung. Mit der Bestandesbegründung startet ein neuer Bestand: entweder natürlich über Naturverjüngung aus dem Samen der Altbäume oder künstlich durch Pflanzung und Saat. Wichtig sind die standortgerechte Baumartenwahl, geeignetes Pflanz- oder Saatgut und ausreichender Schutz vor Verbiss und Konkurrenzvegetation.

Eigenschaften: Anlage eines neuen Bestandes, Naturverjüngung oder Pflanzung/Saat, Standortgerechte Baumartenwahl, Grundlage für Jahrzehnte.

Verwendung: Aufforstung und Wiederbewaldung, Waldumbau, Mischwaldbegründung.

Maßeinheiten: Pflanzenzahl je Hektar · Fläche in Hektar

Bestandespflege wald
Bestandespflege umfasst alle Maßnahmen, die einen Waldbestand von der Jugend bis zur Reife stabil, gesund und wertvoll erhalten. Zur Bestandespflege gehören die Jungwuchs- und Dickungspflege (Läuterung), die Durchforstungen (Erst-, Jung- und Auslesedurchforstung), die Mischungsregulierung, die Wertästung sowie die Förderung von Stabilität, Mischung und Struktur. Ziel ist ein vitaler, standfester Bestand mit hochwertigen Zukunftsbäumen.

Eigenschaften: Pflege von Jugend bis Reife, Läuterung, Durchforstung, Ästung, Fördert Stabilität/Mischung/Wert, Daueraufgabe über die Umtriebszeit.

Verwendung: Waldbau, Wertholzerziehung, Stabilisierung.

Maßeinheiten: Eingriffe in Efm/ha · Über die Umtriebszeit

Betriebssicherheitsverordnung ausbildung
Die Betriebssicherheitsverordnung regelt die sichere Bereitstellung und Nutzung von Arbeitsmitteln. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) konkretisiert das Arbeitsschutzgesetz für Arbeitsmittel – also Maschinen, Geräte und Anlagen. Sie verlangt eine Gefährdungsbeurteilung für deren Verwendung, sichere Bereitstellung, Prüfungen durch befähigte Personen sowie Unterweisung der Nutzer.

Eigenschaften: Verordnung für Arbeitsmittel, Konkretisiert das ArbSchG, Prüfung und sichere Nutzung, Für Maschinen und Geräte.

Verwendung: Maschinen und Geräte im Betrieb, Forst-, Holz- und GaLaBau-Technik, Prüf- und Unterweisungspflicht.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Verordnung · Prüffristen je Arbeitsmittel

Bewässerung garten
Bewässerung ist die gezielte Versorgung von Pflanzen mit Wasser. Bewässerung reicht von der Handbrause über Tropfschläuche bis zu automatischen Systemen mit Zeitschaltuhr. Wichtig sind die richtige Menge, der Zeitpunkt (morgens oder abends) und das Gießen im Wurzelbereich statt über die Blätter.

Eigenschaften: Gezielte Wasserversorgung, Hand, Tropfschlauch, Automatik, Menge und Zeitpunkt wichtig, Im Wurzelbereich gießen.

Verwendung: Beet- und Rasenbewässerung, Kübel- und Topfpflanzen, Gemüsegarten.

Maßeinheiten: Wassermenge in Liter je m² · Bewässerungszeit in Minuten

Umrechnung: 1 mm Niederschlag = 1 Liter Wasser je m²

Biegefestigkeit schnittholz
Die Biegefestigkeit ist die maximale Biegespannung, die ein Holzbauteil bis zum Bruch aufnehmen kann. Die Biegefestigkeit (Bruchfestigkeit bei Biegung) gibt an, welche Biegebeanspruchung Holz bis zum Versagen erträgt. Sie hängt von Holzart, Rohdichte, Feuchte, Faserverlauf und Fehlern (Äste, Risse) ab und wird in Newton je Quadratmillimeter angegeben. Im Gegensatz zur Biegesteifigkeit (Widerstand gegen Verformung) beschreibt die Biegefestigkeit die Bruchgrenze.

Eigenschaften: Max. Biegespannung bis zum Bruch, Von Art/Dichte/Feuchte/Fehlern abhängig, In N/mm², ≠ Biegesteifigkeit (Verformung).

Verwendung: Holzbau-Bemessung, Festigkeitssortierung, Tragwerksplanung.

Maßeinheiten: Biegefestigkeit in N/mm² · z. B. C24 = 24 N/mm²

Umrechnung: Festigkeitsklasse C24: charakteristische Biegefestigkeit 24 N/mm².

Biegesteifigkeit schnittholz
Die Biegesteifigkeit gibt an, wie stark sich ein Holzbauteil unter Last durchbiegt. Die Biegesteifigkeit beschreibt den Widerstand eines Bauteils gegen Durchbiegung. Sie ergibt sich aus dem Elastizitätsmodul des Holzes (Materialsteifigkeit) und dem Querschnitt (Flächenträgheitsmoment): Höhere Querschnitte, besonders die Bauteilhöhe, erhöhen die Steifigkeit überproportional. Ein steifer Balken biegt sich unter Last nur wenig durch.

Eigenschaften: Widerstand gegen Durchbiegung, Aus E-Modul und Querschnitt, Bauteilhöhe zählt stark, ≠ Biegefestigkeit.

Verwendung: Holzbau-Bemessung, Balken, Träger, Decken, Durchbiegungsbegrenzung.

Maßeinheiten: E-Modul in N/mm² · Steifigkeit = E × Flächenträgheitsmoment

Biomasse hackschnitzel
Biomasse ist organisches Material wie Holz, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Holzbiomasse umfasst Scheitholz, Hackschnitzel, Pellets, Rinde und Waldrestholz. Sie ist ein nachwachsender Energieträger und ein zentraler Baustein erneuerbarer Wärme.

Eigenschaften: Organisches Energiematerial, Holz in vielen Formen, Nachwachsend, Erneuerbarer Energieträger.

Verwendung: Heizwerke und Heizkraftwerke, Private Holzheizungen, Nahwärme.

Maßeinheiten: Abrechnung: Srm, t oder MWh · Energiegehalt feuchteabhängig

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel (trocken) ≈ 70–80 l Heizöl

Biomasseheizwerk allgemein
Ein Biomasseheizwerk erzeugt Wärme durch die Verbrennung biogener Brennstoffe wie Hackschnitzel, Pellets oder Landschaftspflegeholz. Im Biomasseheizwerk wird feste Biomasse – meist Holzhackschnitzel – in einem großen Kessel verbrannt und die Wärme über ein Nahwärmenetz an Gebäude verteilt. Kombiniert mit einem Generator (Kraft-Wärme-Kopplung) kann zusätzlich Strom erzeugt werden (dann Biomasse-Heizkraftwerk).

Eigenschaften: Wärme aus fester Biomasse, Meist Hackschnitzel, Speist Nahwärmenetz, Optional mit Stromerzeugung.

Verwendung: Nahwärmeversorgung, Kommunale Heizzentralen, Kraft-Wärme-Kopplung.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt/Megawatt (kW/MW) · Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ 0,4 Fm ≈ ca. 700–800 kWh (abhängig von Feuchte).

Birke stammholz
Die Birke ist ein heimischer Laubbaum mit heller Rinde, dessen Holz als sauberes Brennholz und für Möbel genutzt wird. Birken sind anspruchslose Pionierbäume mit charakteristischer weißer Rinde. Ihr mittelschweres Holz brennt sauber und mit heller Flamme und wird gern als Kaminholz genutzt.

Eigenschaften: Heimischer Pionierbaum, Helle, weiße Rinde, Mittelschweres Holz, Sauberes Brennholz.

Verwendung: Brennholz und Kaminholz, Möbel und Sperrholz, Drechselarbeiten.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1900 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Birke (trocken) ≈ 180–190 l Heizöl

Birkenholz brennholz
Birkenholz ist ein sauber brennendes Brennholz mit heller Flamme und dekorativer Rinde – beliebt besonders für Kaminöfen mit Sichtfenster. Birke zählt zu den mittelschweren Laubhölzern. Es entzündet sich dank ätherischer Öle in der Rinde leicht und brennt mit einer schönen, ruhigen Flamme. Der Heizwert liegt etwas unter dem von Buche, aber deutlich über dem der meisten Nadelhölzer. Birkenholz verströmt beim Verbrennen einen angenehmen Duft und rußt wenig. Die weiße Rinde macht es auch als Anfeuer- und Dekoholz beliebt.

Eigenschaften: Mittelschweres Laubholz, Leicht entzündlich, Helle, ruhige Flamme, Angenehmer Geruch.

Verwendung: Kaminofen mit Sichtfenster, Kachelofen, Offener Kamin, Anfeuerholz.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1900 kWh je Raummeter (trocken) · Restfeuchte: unter 20 % · Trocknungsdauer: 1,5–2 Jahre

Umrechnung: 1 Rm Birke (trocken) ≈ 180–190 l Heizöl (Richtwert) · 1 Fm Birke = ca. 1,4 Rm geschichtet

Blochholz stammholz
Blochholz ist langes, hochwertiges Stammholz, das zu Brettern, Bohlen und Kantholz eingeschnitten wird. Als Blochholz (auch Langholz) bezeichnet man gerade, astarme Stammabschnitte hoher Qualität, die im Sägewerk zu Schnittholz verarbeitet werden. Die Länge übersteigt meist mehrere Meter.

Eigenschaften: Langes, hochwertiges Stammholz, Gerade und astarm, Für Schnittholz bestimmt, Mehrere Meter lang.

Verwendung: Sägewerk, Bau- und Möbelholz, Furnierproduktion.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Länge oft über 4 m

Umrechnung: 1 Fm Blochholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Blockbandsäge schnittholz
Eine Blockbandsäge ist ein Sägewerk mit endlosem Bandsägeblatt, das Stämme in Bretter und Bohlen auftrennt. Die Blockbandsäge trennt Rundholz (den „Block") mit einem umlaufenden, endlosen Bandsägeblatt auf. Der Stamm wird auf einem Sägewagen am Blatt vorbeigeführt; nach jedem Schnitt wird zugestellt. Dank der dünnen Schnittfuge des Bandsägeblatts ist der Sägeverlust (Verschnitt) gering, die Ausbeute hoch.

Eigenschaften: Sägewerk mit Bandsägeblatt, Trennt Stämme in Bretter/Bohlen, Dünne Schnittfuge, hohe Ausbeute, Stationär oder mobil.

Verwendung: Sägewerk und Lohnschnitt, Individueller Zuschnitt, Starkholzverarbeitung.

Maßeinheiten: Schnittfuge in Millimeter (dünn) · Blocklänge/-durchmesser

Blockholz stammholz
Blockholz ist starkes, gerades Stammholz (der „Block"), das im Sägewerk zu Brettern und Bohlen aufgetrennt wird. Als Blockholz (Sägeblöcke, Bloch) bezeichnet man die stärkeren, geraden Stammabschnitte in Sägequalität, die zum Einschnitt bestimmt sind. Es ist das wertvolle Rundholzsortiment für die Schnittholzproduktion, im Unterschied zu Industrieholz (für Platten/Zellstoff) und Energieholz.

Eigenschaften: Starkes, gerades Sägestammholz, Für Bretter und Bohlen, Wertvolles Rundholzsortiment, Gegensatz: Industrie-/Energieholz.

Verwendung: Sägewerk und Schnittholzproduktion, Holzhandel, Bauholzgewinnung.

Maßeinheiten: Stärke in Zentimeter (Zopf) · Länge in Meter

Umrechnung: 1 Fm Blockholz = 1 m³ feste Holzmasse.

Blöße wald
Eine Blöße ist eine unbestockte, aber zur Bestockung vorgesehene Fläche innerhalb des Waldes. Als Blöße bezeichnet man eine vorübergehend kahle Waldfläche, die eigentlich Wald ist bzw. wieder werden soll – etwa nach Kahlhieb, Windwurf, Kalamität oder Brand, solange sie noch nicht wieder bestockt ist. Sie zählt weiter zur Waldfläche und ist wiederzubewalden.

Eigenschaften: Unbestockte Waldfläche, Nach Kahlhieb/Windwurf/Brand, Zählt zur Waldfläche, Wiederzubewalden.

Verwendung: Wiederbewaldung, Waldumbau, Flächenmanagement.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar/Ar · Bezug: Waldfläche

Bockkäfer wald
Bockkäfer sind eine Käferfamilie, deren holzbohrende Larven Holz und geschwächte Bäume schädigen können. Bockkäfer (Bockkäfer, Familie Cerambycidae) haben oft sehr lange Fühler. Ihre Larven (Holzwürmer im weiteren Sinn) entwickeln sich im Holz und fressen Gänge in absterbende Bäume, Totholz oder lagerndes Holz. Viele Arten sind wichtige Zersetzer und ökologisch wertvoll; einige, wie der Hausbockkäfer, schädigen verbautes Nadelholz, andere befallen geschwächte Waldbäume oder mindern die Qualität von Lagerholz.

Eigenschaften: Käferfamilie mit langen Fühlern, Holzbohrende Larven, Meist Sekundärschädlinge, Hausbock schädigt Bauholz.

Verwendung: Waldschutz und Holzschutz, Lager- und Bauholz, Totholzökologie.

Maßeinheiten: Befall/Ausfluglöcher am Holz · Larvenentwicklung im Holz

Bodenanalyse garten
Eine Bodenanalyse ist die Untersuchung der Bodenbeschaffenheit, etwa von Nährstoffgehalt und pH-Wert. Bei der Bodenanalyse werden Bodenproben im Labor auf pH-Wert, Nährstoffgehalt (Stickstoff, Phosphor, Kalium) und Humusgehalt untersucht. Das Ergebnis zeigt, welche Düngung und Bodenverbesserung sinnvoll ist.

Eigenschaften: Untersuchung des Bodens, pH-Wert und Nährstoffe, Humusgehalt, Grundlage der Düngung.

Verwendung: Garten- und Gemüsebau, Rasenpflege, Bodenverbesserung.

Maßeinheiten: pH-Wert (Skala 0–14) · Nährstoffe in mg je 100 g Boden

Bodenverbesserung garten
Bodenverbesserung ist die Optimierung des Bodens durch Zugabe von Dünger, Humus oder Zuschlagstoffen. Je nach Bodenart wird schwerer, lehmiger Boden durch Sand und Kompost lockerer, leichter Sandboden durch Humus und Kompost speicherfähiger gemacht. Auch Kalk, Gründüngung und organisches Material verbessern die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit.

Eigenschaften: Optimierung des Bodens, Mit Humus, Kompost, Sand, Kalk, Bessere Struktur und Fruchtbarkeit, Langfristige Aufgabe.

Verwendung: Garten- und Gemüsebau, Beetvorbereitung, Rasenpflege.

Maßeinheiten: Kompostgabe in Liter je m² · Humusgehalt in Prozent

Umrechnung: 1 m³ Kompost ≈ 500–800 kg (siehe Umrechnungstabellen)

Bodenverdichtung wald
Bodenverdichtung ist das Zusammenpressen des Waldbodens, das seine Poren und damit Wasser- und Lufthaushalt schädigt. Durch das Befahren mit schweren Maschinen – besonders bei nassem Boden – werden die Bodenporen zusammengedrückt. Die Bodenverdichtung verschlechtert die Durchlüftung, den Wasserhaushalt und das Wurzelwachstum, fördert Staunässe und Erosion und kann über Jahrzehnte bestehen bleiben. Sie ist einer der gravierendsten und langlebigsten Schäden der mechanisierten Holzernte.

Eigenschaften: Zusammenpressen des Bodens, Durch schwere Maschinen (Nässe), Schädigt Poren/Wasser-/Lufthaushalt, Sehr langlebig.

Verwendung: Bodenschutz bei der Holzernte, Rückeplanung, Nachhaltige Bewirtschaftung.

Maßeinheiten: Verdichtung als Bodenkennwert · Spurtiefe in Zentimeter

Bohle schnittholz
Eine Bohle ist ein dickes, breites Schnittholzbrett, das für tragende und beanspruchte Bauteile verwendet wird. Bohlen sind stärker als normale Bretter und werden aus Stammholz gesägt. Sie kommen dort zum Einsatz, wo hohe Belastbarkeit gefragt ist, etwa bei Treppen, Terrassen, Gerüsten und Böden.

Eigenschaften: Dickes, breites Brett, Stärker als ein Brett, Aus Stammholz gesägt, Für beanspruchte Bauteile.

Verwendung: Treppen und Böden, Terrassen und Gerüste, Konstruktiver Holzbau.

Maßeinheiten: Dicke ab ca. 40 mm · Maße: Länge × Breite × Dicke

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Bohlenware schnittholz
Bohlenware ist dickes Schnittholz ab etwa 40 mm Stärke für tragende und stark beanspruchte Bauteile. Bohlen sind dicker als Bretter und werden für Treppen, Terrassen, Gerüste, Böden und im konstruktiven Holzbau eingesetzt. Bohlenware bietet hohe Tragfähigkeit und Stabilität.

Eigenschaften: Dickes Schnittholz ab ca. 40 mm, Für beanspruchte Bauteile, Hohe Tragfähigkeit, Nach Güte sortiert.

Verwendung: Treppen und Terrassen, Gerüste und Böden, Konstruktiver Holzbau.

Maßeinheiten: Dicke ab ca. 40 mm · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Borke allgemein
Die Borke ist die äußere, abgestorbene Rindenschicht eines Baumes, die ihn vor Witterung, Verletzungen und Schädlingen schützt. Die Borke bildet sich aus abgestorbenem Rindengewebe und wächst je nach Baumart zu unterschiedlichen Mustern heran – von der glatten Fläche der Buche bis zur tief gefurchten Borke alter Eichen und Kiefern. Am Brennholz erhöht ein hoher Borkenanteil den Aschegehalt und kann Ruß begünstigen, weshalb sehr rindenreiches Material weniger hochwertig ist. In Garten und Landschaft wird zerkleinerte Rinde als Rindenmulch genutzt.

Eigenschaften: Äußere, abgestorbene Rindenschicht, Schützt vor Witterung und Schädlingen, Baumartspezifisches Muster, Erhöht den Aschegehalt am Brennholz.

Verwendung: Natürlicher Baumschutz, Rindenmulch im Garten, Lebensraum für Insekten.

Maßeinheiten: Rindenanteil am Stamm: je nach Art ca. 5–15 % · Einheit: Massenanteil in %

Borkenkäfer wald
Borkenkäfer sind rindenbrütende Käfer, die vor allem Fichten befallen und großen Schaden anrichten können. Borkenkäfer – in Mitteleuropa vor allem Buchdrucker und Kupferstecher – bohren sich in die Rinde und legen Brutgänge im Bast an. Dadurch unterbrechen sie den Saftstrom, und befallene Bäume sterben ab. Bei Trockenheit und Wärme vermehren sie sich massenhaft (mehrere Generationen pro Jahr).

Eigenschaften: Rindenbrütende Käfer, Vor allem an Fichte, Massenvermehrung bei Trockenheit, Töten befallene Bäume.

Verwendung: Waldschutz und Monitoring, Sanitärhieb, Kalamitätsmanagement.

Maßeinheiten: Befall in Festmeter Schadholz · Generationen pro Jahr: 2–3

Brandschutzhelfer ausbildung
Ein Brandschutzhelfer ist eine ausgebildete Person für vorbeugenden Brandschutz und die Brandbekämpfung im Entstehungsbrand. Betriebe müssen Brandschutzhelfer benennen und ausbilden. In einem kurzen Lehrgang mit Theorie und praktischer Löschübung lernen sie Brandklassen, Umgang mit Feuerlöschern, Verhalten im Brandfall, Evakuierung und vorbeugenden Brandschutz.

Eigenschaften: Ausgebildeter Brandschutz-Helfer, Kurz-Lehrgang mit Löschübung, Feuerlöscher und Evakuierung, Pflicht im Betrieb.

Verwendung: Betrieblicher Brandschutz, Holzlager und Werkstätten, Trockenperioden im Forst.

Maßeinheiten: Umfang: kurzer Lehrgang + Löschübung · Auffrischung: alle 3–5 Jahre empfohlen

Brenndauer brennholz
Die Brenndauer gibt an, wie lange eine Holzauflage im Ofen brennt und Wärme abgibt. Die Brenndauer hängt von Holzart (Dichte), Scheitgröße, Restfeuchte und Luftzufuhr ab. Dichtes, trockenes Hartholz wie Buche oder Eiche brennt deutlich länger als leichtes Nadelholz und bildet ein ausdauerndes Glutbett.

Eigenschaften: Dauer des Abbrands, Abhängig von Art und Größe, Hartholz brennt länger, Über Luftzufuhr steuerbar.

Verwendung: Ofen- und Kaminbetrieb, Nachtbetrieb, Wärmeplanung.

Maßeinheiten: Kein festes Maß – Verbrennungsgröße · Optimale Feuchte unter 20 %

Brennholz brennholz
Brennholz ist naturbelassenes Holz, das als Heizmaterial für Kamine, Öfen und Holzheizungen verwendet wird. Brennholz wird aus Laub- und Nadelbäumen gewonnen, gesägt, gespalten und getrocknet. Entscheidend für die Qualität ist die Restfeuchte: Erst unter 20 Prozent brennt Holz sauber und mit vollem Heizwert. Harthölzer wie Buche und Eiche liefern eine lange, gleichmäßige Glut, Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer brennen schneller und eignen sich gut zum Anheizen. Der Handel erfolgt in Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter.

Eigenschaften: Restfeuchte unter 20 % ideal, Hart- oder Weichholz, Ofenfertig gesägt und gespalten, Heizwert je nach Holzart.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Holzvergaser, Zentralheizung mit Holz, Offener Kamin.

Maßeinheiten: Empfohlene Restfeuchte: unter 20 % · Verkaufseinheiten: Rm, Srm, Fm · Scheitlänge gängig: 25 / 33 / 50 cm

Umrechnung: 1 Festmeter (Fm) = ca. 1,4 Raummeter (Rm) geschichtet · 1 Raummeter (Rm) = ca. 0,7 Fm reines Holz · 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Brennholz-Selbstwerberkurs ausbildung
Der Brennholz-Selbstwerberkurs schult Privatpersonen für die sichere Brennholzaufarbeitung im Wald. Viele Waldbesitzer und Forstämter verlangen von Selbstwerbern (Personen, die ihr Brennholz selbst aufarbeiten) den Nachweis eines Motorsägenkurses. Der Brennholz-Selbstwerberkurs vermittelt kompakt die sichere Handhabung der Motorsäge, PSA, Schnitttechnik am liegenden Holz und – je nach Kurs – Grundlagen der Fällung schwacher Bäume.

Eigenschaften: Kurs für Brennholz-Selbstwerber, Sichere Motorsägenarbeit, PSA und Schnitttechnik, Oft Pflicht für Holzscheine.

Verwendung: Brennholz-Selbstwerbung, Private Holzaufarbeitung, Zugang zu Selbstwerber-Losen.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundkurs (Modul A) · Abschluss: Teilnahmenachweis Selbstwerber

Brennholzkarre brennholz
Eine Brennholzkarre ist ein Transportwagen zum Bewegen und Stapeln von Brennholz. Die Brennholzkarre (Scheitholzkarre, Holzkarre) erleichtert den Transport von Scheitholz vom Lager zum Ofen oder beim Aufsetzen des Holzstapels. Verbreitet sind ein- oder zweirädrige Karren mit Metallrahmen und Wanne oder Gitter, teils mit hoher Zuladung und Bereifung für unebenes Gelände.

Eigenschaften: Transportwagen für Brennholz, Für Lager, Stapel und Ofen, Ein-/zweirädrig, mit Wanne/Gitter, Rückenschonend.

Verwendung: Brennholztransport, Stapeln und Nachlegen, Hof, Garten, Innenbereich.

Maßeinheiten: Zuladung in Kilogramm · Volumen in Liter/Scheiten

Brennholzlager brennholz
Ein Brennholzlager ist der Platz, an dem Brennholz trocken, luftig und regengeschützt aufbewahrt wird, damit es die richtige Restfeuchte erreicht. Ein gutes Brennholzlager steht sonnig und windoffen, mit Abstand zum Boden und einer Überdachung, die den Regen abhält, die Seiten aber offen lässt. So kann Luft durch den Stapel ziehen und die Feuchtigkeit entweichen. Das Holz wird locker geschichtet, idealerweise an der Wetterseite. Direkt an der Hauswand oder unter dicht schließender Folie staut sich dagegen Feuchtigkeit – das Holz trocknet schlecht und kann schimmeln.

Eigenschaften: Sonnig und luftig, Vom Boden abgehoben, Oben abgedeckt, Seiten offen, Locker geschichtet.

Verwendung: Garten, Carport, Holzunterstand, Hauswand (Wetterseite).

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Wandabstand: mind. 5–10 cm · Ziel-Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Raummeter (Rm) benötigt ca. 1 m² Stapelfläche bei 1 m Höhe · 1 Rm ≈ 1,4 Srm lose geschüttet

Brennstoff allgemein
Ein Brennstoff ist ein Material, das durch Verbrennung Wärme liefert – im Holzbereich etwa Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets. Holzbrennstoffe sind nachwachsend und werden in Scheitholz, Hackschnitzel, Pellets und Briketts unterschieden. Sie stehen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas.

Eigenschaften: Liefert Wärme durch Verbrennung, Holz: Scheit, Hackgut, Pellets, Nachwachsend, Alternative zu Öl und Gas.

Verwendung: Heizen, Warmwasser, Wärmeversorgung.

Maßeinheiten: Heizwert in kWh je kg/Rm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Buche ≈ 200 l Heizöl · 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl

Brennwert allgemein
Der Brennwert beschreibt die gesamte nutzbare Energie eines Brennstoffs einschließlich der Wärme, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Fachlich unterscheidet man Heizwert und Brennwert. Der Heizwert erfasst die freigesetzte Wärme ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs, der Brennwert schließt sie mit ein und ist daher etwas höher. Bei Scheitholzöfen wird meist der Heizwert betrachtet, weil die Abgase warm abziehen. In Brennwert-Technik (etwa bei modernen Pellet- oder Gasheizungen) wird die Kondensationswärme zusätzlich genutzt, was den Wirkungsgrad erhöht.

Eigenschaften: Umfasst auch die Kondensationswärme, Höher als der Heizwert, Angabe in kWh oder MJ, Wichtig für Brennwerttechnik.

Verwendung: Vergleich von Brennstoffen, Heizungsauslegung, Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Maßeinheiten: Einheit: kWh oder MJ je kg bzw. je Raummeter · Brennwert liegt ca. 6–8 % über dem Heizwert

Brettsperrholz (BSP/CLT) schnittholz
Brettsperrholz (BSP, engl. CLT) ist ein massiver Holzwerkstoff aus kreuzweise verleimten Brettlagen für Wände und Decken. Beim Brettsperrholz werden mehrere Lagen Brettlamellen kreuzweise (um 90° gedreht) verleimt. Dadurch entsteht eine formstabile, tragfähige Massivholzplatte, die in beide Richtungen belastbar ist – ideal für Wände, Decken und Dächer im modernen Holzbau.

Eigenschaften: Kreuzweise verleimte Brettlagen, Massive, tragende Platten, In beide Richtungen belastbar, Vorgefertigt.

Verwendung: Wände, Decken, Dächer, Mehrgeschossiger Holzbau, Vorgefertigte Elemente.

Maßeinheiten: Plattendicke in mm/cm · Enthält Klebstoff

Brettware schnittholz
Brettware ist Schnittholz in Brettstärke, meist unter 40 mm dick, für vielfältige Bau- und Ausbauzwecke. Bretter werden aus Rundholz gesägt und sind dünner als Bohlen. Brettware dient für Verschalungen, Böden, Verkleidungen, Möbel und Verpackungen. Sie wird besäumt (rechtwinklig) oder unbesäumt (mit Waldkante) gehandelt.

Eigenschaften: Schnittholz in Brettstärke, Meist unter 40 mm, Besäumt oder unbesäumt, Vielseitig.

Verwendung: Verschalung und Böden, Möbel und Verkleidung, Verpackung.

Maßeinheiten: Dicke unter ca. 40 mm · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Brückenbildung pellets
Brückenbildung ist das Verklemmen von Pellets oder Hackgut über der Austragung, sodass kein Brennstoff nachrutscht. Im Lager oder Vorratsbehälter können sich Pellets oder Hackschnitzel zu einer stabilen „Brücke" über der Entnahmeöffnung verkeilen. Darunter entsteht ein Hohlraum, der Brennstoff rutscht nicht mehr nach, und die Feuerung fällt aus, obwohl das Lager noch gefüllt ist.

Eigenschaften: Verklemmen über der Austragung, Hohlraum, kein Nachrutschen, Feuerung fällt trotz Vorrat aus, Durch Technik/Brennstoff vermeidbar.

Verwendung: Pellet- und Hackgutlager, Austragungstechnik, Störungsbehebung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Lagerstörung · Begünstigt durch Feinanteil/Feuchte

Brusthöhendurchmesser (BHD) wald
Der Brusthöhendurchmesser (BHD) ist der Stammdurchmesser in 1,30 m Höhe – das zentrale Maß der Baum- und Bestandserfassung. Der BHD wird in genormter Brusthöhe von 1,30 Metern über dem Boden gemessen, meist mit Kluppe oder Umfangmaßband. Er ist die wichtigste Kenngröße, um Baumstärke, Holzvorrat, Zuwachs und Sortiment zu bestimmen.

Eigenschaften: Stammdurchmesser in 1,30 m, Gemessen mit Kluppe/Maßband, Basis für Vorrat und Zuwachs, Forstliche Standardgröße.

Verwendung: Bestandsaufnahme, Vorrats- und Zuwachsermittlung, Auszeichnung und Sortierung.

Maßeinheiten: BHD in Zentimeter (cm) · Messhöhe: 1,30 m

Umrechnung: Umfang (U) ↔ Durchmesser: BHD = U / π (U in cm).

BSH (Brettschichtholz) schnittholz
BSH (Brettschichtholz, Leimbinder) besteht aus mehreren faserparallel verleimten Brettlamellen und ermöglicht große, tragfähige Bauteile. Beim Brettschichtholz werden getrocknete Brettlamellen faserparallel übereinander verleimt. So entstehen sehr tragfähige, maßhaltige und weitgehend rissfreie Träger, die auch große Spannweiten und gebogene Formen erlauben.

Eigenschaften: Verleimte Brettlamellen, Faserparallel verleimt, Sehr tragfähig und maßhaltig, Große Spannweiten möglich.

Verwendung: Ingenieurholzbau, Hallen und Brücken, Weit gespannte Dächer.

Maßeinheiten: Querschnitt und Länge nach Statik · Enthält Klebstoff

Buchdrucker wald
Der Buchdrucker ist der wirtschaftlich bedeutendste Borkenkäfer an der Fichte. Der Buchdrucker (Ips typographus) ist ein rindenbrütender Borkenkäfer, der vor allem ältere Fichten befällt. Er bohrt sich in die Rinde und legt ein charakteristisches Brutbild mit Muttergängen und abzweigenden Larvengängen an, das an Buchdruck erinnert – daher der Name. Der unterbrochene Saftstrom lässt befallene Bäume absterben.

Eigenschaften: Wichtigster Fichten-Borkenkäfer, Ips typographus, Typisches Brutbild (Buchdruck), Mehrere Generationen bei Wärme.

Verwendung: Waldschutz und Monitoring, Sanitärhieb, Kalamitätsmanagement.

Maßeinheiten: Befall in Festmeter Schadholz · 2–3 Generationen pro Jahr

Buche stammholz
Die Buche ist ein heimischer Laubbaum und liefert mit ihrem dichten Holz einen der wichtigsten Rohstoffe für Brennholz und Möbel. Die Rotbuche ist in Deutschland die häufigste Laubbaumart. Sie wächst gerade und liefert ein schweres, hartes Holz mit feiner Maserung. Als Brennholz ist Buche wegen ihrer hohen Dichte besonders geschätzt. Neben der energetischen Nutzung findet Buchenholz Verwendung im Möbelbau, für Parkett, Treppen und Werkzeuge. Forstwirtschaftlich ist die Buche eine tragende Säule des naturnahen Waldbaus.

Eigenschaften: Heimisches Laubholz (Rotbuche), Schweres, hartes Holz, Feine Maserung, Gerader Wuchs.

Verwendung: Brennholz, Möbel- und Innenausbau, Parkett und Treppen, Werkzeugstiele.

Maßeinheiten: Rohdichte: ca. 680–720 kg/m³ (darrtrocken) · Als Brennholz: Heizwert ca. 2100 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Fm Buche = ca. 1,4 Rm geschichtetes Scheitholz · 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Buchenholz brennholz
Buchenholz gilt als das beliebteste Brennholz in Deutschland – es verbindet hohen Heizwert mit langer, ruhiger Glut. Als schweres Hartholz besitzt Buche eine hohe Dichte und damit einen hohen Energiegehalt pro Raummeter. Es brennt gleichmäßig, funkt kaum und hinterlässt ein ausdauerndes Glutbett. Buchenholz muss nach dem Einschlag rund zwei bis drei Jahre trocknen. Gut abgelagert ist es die erste Wahl für Kaminöfen und Kachelöfen und wird oft als Vergleichsmaßstab für den Heizwert anderer Holzarten genutzt.

Eigenschaften: Schweres Hartholz, hohe Dichte, Hoher Heizwert, Lange, ruhige Glut, Funkt kaum.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Zentralheizung mit Holz, Grill und Smoker.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 2100 kWh je Raummeter (trocken) · Restfeuchte: unter 20 % · Trocknungsdauer: 2–3 Jahre

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Fm Buche = ca. 1,4 Rm geschichtetes Scheitholz

Bündelholz brennholz
Bündelholz ist Brennholz, das in handlichen Bündeln verpackt und verkauft wird – praktisch für kleine Mengen. Bündelholz besteht aus einigen trockenen Scheiten, die in Netz oder Folie zusammengefasst sind. Es eignet sich für Gelegenheitsnutzer, Kamin- und Grillabende oder als Startpaket.

Eigenschaften: In Bündeln verpackt, Handliche Kleinmengen, Meist trocken und ofenfertig, Netz oder Folie.

Verwendung: Kamin, Grill, Gelegenheitsnutzer.

Maßeinheiten: Inhalt je Bündel: einige Scheite · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: Viele Bündel entsprechen erst zusammen einem Raummeter – für Vielheizer unwirtschaftlich.

Bundeswaldgesetz ausbildung
Das Bundeswaldgesetz ist das grundlegende deutsche Gesetz zur Erhaltung und Bewirtschaftung des Waldes. Das Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz, BWaldG) bildet den bundesweiten Rahmen: Es schützt den Wald in seiner Fläche, sichert seine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen, regelt Walderhaltung, Erstaufforstung, Umwandlung und das Betretensrecht.

Eigenschaften: Grundlegendes Waldgesetz (Bund), Erhaltung und Nutzung, Schutz-, Nutz-, Erholungsfunktion, Rahmen für Landesgesetze.

Verwendung: Forstrecht, Walderhaltung und -umwandlung, Betretensrecht.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Bundesgesetz · Konkretisierung durch Landeswaldgesetze

C

Carbonisierung allgemein
Die Carbonisierung ist die Umwandlung von Holz in Holzkohle durch Erhitzen unter Luftabschluss. Bei der Carbonisierung (Verkohlung) wird Holz unter Sauerstoffmangel stark erhitzt. Dabei entweichen flüchtige Bestandteile, und es bleibt kohlenstoffreiche Holzkohle zurück.

Eigenschaften: Verkohlung unter Luftabschluss, Erhitzen ohne Sauerstoff, Ergibt Holzkohle, Kohlenstoffreich.

Verwendung: Holzkohleherstellung, Grillkohle, Pflanzenkohle.

Maßeinheiten: Ausbeute: ca. 25–35 % Holzkohle · Bezug auf Trockenholz

CE-Kennzeichnung schnittholz
Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Bauprodukt die europäischen Anforderungen erfüllt und in Verkehr gebracht werden darf. Die CE-Kennzeichnung ist für viele Bauprodukte – darunter tragendes Bauholz, Brettschichtholz, Holzwerkstoffe und Konstruktionsvollholz – innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verpflichtend. Sie beruht auf harmonisierten Normen und einer Leistungserklärung des Herstellers, in der die wesentlichen Eigenschaften (z. B. Festigkeit) angegeben sind.

Eigenschaften: Konformitätskennzeichen für Bauprodukte, Pflicht für tragendes Bauholz u. a., Beruht auf Leistungserklärung, Kein Gütesiegel, sondern Konformität.

Verwendung: Bauholz und Holzwerkstoffe, Inverkehrbringen im EWR, Tragende Konstruktionen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Konformitätskennzeichen · Grundlage: harmonisierte Normen

Chipper hackschnitzel
Ein Chipper (Hacker) ist eine Maschine, die Holz zu Hackschnitzeln zerkleinert. Der Chipper zieht Äste und Stämme ein und zerhackt sie mit rotierenden Messern oder einer Trommel zu Hackschnitzeln definierter Größe. Es gibt ihn als Anbaugerät für Traktoren oder als selbstfahrende Maschine.

Eigenschaften: Zerkleinert Holz zu Hackschnitzeln, Mit Messern oder Trommel, Als Anbau- oder Selbstfahrer, Definierte Korngröße.

Verwendung: Hackgutproduktion, Forst und Landschaftspflege, Grünschnittverwertung.

Maßeinheiten: Korngrößen: G30 / G50 (Standard) · Durchsatz je Maschine

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel

Chipping hackschnitzel
Chipping ist das Zerkleinern von Holz zu Hackschnitzeln mit einem Hacker. Beim Chipping werden Äste, Kronen- und Restholz oder Stämme maschinell zu Hackschnitzeln verarbeitet. Ziel ist ein gleichmäßiges Hackgut passender Korngröße für automatische Feuerungen.

Eigenschaften: Zerkleinern zu Hackschnitzeln, Mit dem Hacker, Für automatische Feuerungen, Definierte Korngröße.

Verwendung: Hackgutproduktion, Waldrestholzverwertung, Landschaftspflege.

Maßeinheiten: Korngrößenklassen: G30 / G50 · Feuchte beeinflusst die Qualität

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel

Chronische Baumschäden wald
Chronische Baumschäden sind langfristige Schädigungen durch Krankheiten, Schädlinge oder Umwelteinflüsse. Anders als akute Schäden entwickeln sich chronische Baumschäden über längere Zeit. Ursachen sind etwa wiederkehrende Trockenheit, Wurzelschäden, Pilz- oder Insektenbefall sowie Belastungen durch Streusalz oder Bodenverdichtung.

Eigenschaften: Langfristige Schädigung, Durch Krankheit, Schädlinge, Umwelt, Entwickeln sich schleichend, Mindern die Vitalität.

Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Standortverbesserung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beobachtung über Zeit

CO₂-Bindung wald
Die CO₂-Bindung ist die Speicherung von Kohlendioxid durch Bäume und Waldboden. Bäume nehmen bei der Photosynthese CO₂ aus der Luft auf und binden den Kohlenstoff in Holz, Blättern und Wurzeln. Auch der Waldboden speichert große Mengen Kohlenstoff im Humus.

Eigenschaften: Speicherung von CO₂, Durch Photosynthese, In Holz, Wurzeln und Boden, Wichtig für den Klimaschutz.

Verwendung: Klimaschutz, Waldbewirtschaftung, Holzverwendung.

Maßeinheiten: Speicherung in Tonnen CO₂ je Hektar · Bezug auf gebundenen Kohlenstoff

Umrechnung: Rund 1 m³ Holz bindet grob 0,9–1 t CO₂ (Faustzahl, artabhängig).

CO₂-neutral allgemein
CO₂-neutral bedeutet, dass beim Verbrennen von Holz nur so viel Kohlendioxid frei wird, wie der Baum zuvor gebunden hat – bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist Brennholz daher nahezu klimaneutral. Während des Wachstums nimmt ein Baum CO₂ aus der Luft auf und speichert den Kohlenstoff im Holz. Bei der Verbrennung wird genau diese Menge wieder freigesetzt. Wächst im Wald ebenso viel Holz nach, wie genutzt wird, bleibt der Kreislauf ausgeglichen. Vollständig emissionsfrei ist Brennholz nicht: Ernte, Transport und Verarbeitung verbrauchen Energie. Kurze Wege, regionale Herkunft und trockenes Holz halten die tatsächliche CO₂-Bilanz jedoch niedrig.

Eigenschaften: Geschlossener Kohlenstoffkreislauf, Nur bei nachhaltiger Nutzung, Regionale Herkunft senkt die Bilanz, Trockenes Holz verbrennt sauberer.

Verwendung: Brennholz, Holzpellets, Hackschnitzel, Nachhaltige Wärmeversorgung.

Maßeinheiten: Bezugsgröße: CO₂ je kWh Wärme · Holz gilt als nahezu klimaneutral

CO₂-Speicherung allgemein
CO₂-Speicherung bezeichnet die Bindung von Kohlendioxid im Holz von Bäumen, Wäldern und Holzprodukten. Bäume entziehen der Luft beim Wachsen Kohlendioxid und binden den Kohlenstoff im Holz. Ein Kubikmeter Holz speichert rund eine Tonne CO₂. Solange das Holz besteht – im Wald oder als Bauholz und Möbel – bleibt der Kohlenstoff gebunden.

Eigenschaften: Bindung von CO₂ im Holz, ~1 t CO₂ je m³ Holz, Speicher im Wald und in Produkten, CO₂-neutraler Kreislauf.

Verwendung: Klimaschutz, Holzbau als CO₂-Speicher, Waldbewirtschaftung.

Maßeinheiten: ca. 1 t CO₂ je m³ Holz · Kohlenstoffgehalt ca. 50 % der Trockenmasse

Umrechnung: 1 m³ Holz speichert ca. 1 Tonne CO₂.

Container brennholz
Ein Container ist ein großer Transport- und Lagerbehälter, in dem Brennholz oder Hackschnitzel in großen Mengen bewegt werden. Container fassen große Holzmengen und werden per Lkw transportiert und abgekippt oder abgesetzt. Sie eignen sich für die Anlieferung an Betriebe, Heizwerke oder Haushalte mit hohem Bedarf.

Eigenschaften: Großer Transportbehälter, Für große Holzmengen, Per Lkw bewegt, Lose befüllt.

Verwendung: Großanlieferung, Heizwerke, Sammelbestellungen.

Maßeinheiten: Füllmenge in Schüttraummeter (Srm) · Je nach Containergröße

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,7 Rm = ca. 0,5 Fm

Containerlieferung brennholz
Bei einer Containerlieferung wird Brennholz in größeren Mengen lose oder gebündelt per Container oder Kippanhänger direkt zum Kunden gebracht. Die Containerlieferung eignet sich für Abnehmer mit hohem Bedarf, etwa Betriebe oder Haushalte mit Holzheizung. Das Holz wird meist in Schüttraummetern berechnet und lose abgekippt oder in Gitterboxen angeliefert. Wichtig ist die Absprache über Menge, Maßeinheit und Abladeort. Da loses Holz mehr Luft enthält, sollte die Menge in Schüttraummeter klar vereinbart und in Raummeter oder Festmeter umgerechnet werden, um den Preis vergleichbar zu machen.

Eigenschaften: Große Liefermengen, Lose geschüttet oder in Gitterboxen, Abrechnung meist in Schüttraummeter, Direkte Anlieferung.

Verwendung: Haushalte mit Holzheizung, Betriebe und Gewerbe, Sammelbestellungen.

Maßeinheiten: Übliche Einheit: Schüttraummeter (Srm) · Gitterbox: meist ca. 1–2 Srm

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,7 Rm geschichtet = ca. 0,5 Fm reines Holz · 1 Fm Stammholz = ca. 2,0 Srm loses Scheitholz

Containerpflanze garten
Eine Containerpflanze ist eine Pflanze, die im Topf oder Container herangezogen wurde und ganzjährig gepflanzt werden kann. Containerpflanzen werden in Töpfen kultiviert und haben einen durchwurzelten Erdballen. Dadurch lassen sie sich – anders als wurzelnackte Ware – nahezu ganzjährig pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.

Eigenschaften: Im Topf herangezogen, Durchwurzelter Ballen, Ganzjährig pflanzbar, Anwuchssicher.

Verwendung: Gehölz- und Staudenpflanzung, Gartengestaltung, Baumschulware.

Maßeinheiten: Topfgröße in Liter (C-Angabe) · Ballengröße je Pflanze

D

Darrprobe allgemein
Die Darrprobe ist ein Laborverfahren, mit dem der genaue Wassergehalt von Holz durch Trocknen und Wiegen bestimmt wird. Bei der Darrprobe wird eine Holzprobe gewogen, in einem Trockenschrank (Darre) bei rund 103 °C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet und erneut gewogen. Aus der Gewichtsdifferenz ergibt sich der Wasseranteil exakt. Sie gilt als Referenzverfahren und ist genauer als ein elektrisches Feuchtemessgerät, aber aufwendiger. Für die Praxis am Ofen genügt meist das Messgerät; die Darrprobe dient der exakten Kontrolle und der Kalibrierung.

Eigenschaften: Referenz-Laborverfahren, Sehr genau, Trocknung bei ca. 103 °C, Ergebnis über Gewichtsdifferenz.

Verwendung: Qualitätskontrolle, Kalibrierung von Messgeräten, Forschung und Handel.

Maßeinheiten: Trockentemperatur: ca. 103 °C · Ergebnis: Wassergehalt bzw. Holzfeuchte in %

Dauerbrandofen allgemein
Ein Dauerbrandofen ist ein Ofen, der für lange Brennzeiten ausgelegt ist und die Glut über viele Stunden hält. Dauerbrandöfen sind so konstruiert, dass sie mit einer Füllung besonders lange brennen. Über eine regelbare Luftzufuhr lässt sich der Abbrand drosseln, sodass die Glut über Nacht erhalten bleibt und morgens leicht wieder angefacht werden kann. Neben Scheitholz eignen sich viele Dauerbrandöfen auch für Braunkohlebriketts. Wichtig für lange Brennzeiten ist trockenes Hartholz wie Buche oder Eiche, das gleichmäßig und ausdauernd abbrennt.

Eigenschaften: Für lange Brennzeiten ausgelegt, Regelbare Luftzufuhr, Hält die Glut über Nacht, Oft auch für Briketts geeignet.

Verwendung: Wohnraumheizung, Dauerhaftes Heizen im Winter, Nachtbetrieb.

Maßeinheiten: Nennwärmeleistung: je nach Modell ca. 5–9 kW · Optimale Holzfeuchte: unter 20 %

Dauerwald wald
Ein Dauerwald ist eine Waldform mit kontinuierlicher Naturverjüngung und dauerhaftem Kronendach, ohne Kahlschläge. Im Dauerwald wird einzelstamm- oder gruppenweise genutzt, während der Bestand über Naturverjüngung ständig nachwächst. So bleibt das Kronendach dauerhaft erhalten, was Boden, Kleinklima und Artenvielfalt schützt.

Eigenschaften: Dauerndes Kronendach, Kontinuierliche Naturverjüngung, Einzelstamm-/Gruppennutzung, Ohne Kahlschläge.

Verwendung: Naturnaher Waldbau, Klimaresiliente Wälder, Bodenschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs

Dekorrinde garten
Dekorrinde ist Rindenmaterial zur dekorativen Abdeckung des Bodens in Beeten und Anlagen. Dekorrinde besteht aus zerkleinerter Baumrinde, meist von Nadelhölzern, und wird als Bodenabdeckung ausgebracht. Sie unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht, schützt vor Erosion und gibt Beeten ein gepflegtes Aussehen.

Eigenschaften: Rinde zur Bodenabdeckung, Dekorativ und funktional, Unterdrückt Unkraut, Hält Feuchtigkeit.

Verwendung: Beetabdeckung, Wege und Flächen, Gartengestaltung.

Maßeinheiten: Schichtdicke: ca. 5–7 cm · 1 m³ ≈ 250–400 kg

Umrechnung: 1 m³ Rindenmulch/Dekorrinde ≈ 250–400 kg (siehe Umrechnungstabellen)

Dendrochronologie stammholz
Die Dendrochronologie ist die Datierung und Auswertung von Holz anhand seiner Jahrringe. Die Dendrochronologie nutzt die Tatsache, dass Bäume jährlich einen Jahrring bilden, dessen Breite von der Witterung abhängt. Durch den Vergleich charakteristischer Ringmuster (Jahrringkurven) lassen sich Hölzer exakt aufs Jahr datieren, das Fälljahr bestimmen und vergangene Klima- und Umweltbedingungen rekonstruieren (Dendroklimatologie).

Eigenschaften: Datierung anhand von Jahrringen, Vergleich von Ringmustern, Bestimmt Fälljahr, rekonstruiert Klima, Archäologie/Klima/Ökologie.

Verwendung: Archäologie und Kunstgeschichte, Klimaforschung, Waldökologie.

Maßeinheiten: Datierung auf das Jahr genau · Jahrringbreite in mm

Derbholz stammholz
Derbholz ist Holz ab 7 Zentimeter Durchmesser mit Rinde – die forstliche Mindeststärke für nutzbares Holz. Als Derbholz bezeichnet man alle Baumteile (Stamm und Äste) mit mindestens 7 Zentimetern Durchmesser über Rinde. Es ist die Bezugsgröße vieler forstlicher Vorrats- und Zuwachsangaben (Derbholzvorrat, Derbholzzuwachs) und trennt das nutzbare, vermessbare Holz vom schwächeren Reisig und Nichtderbholz.

Eigenschaften: Holz ab 7 cm Durchmesser (mit Rinde), Forstliche Mindeststärke, Bezugsgröße für Vorrat/Zuwachs, Trennt nutzbares Holz vom Reisig.

Verwendung: Vorrats- und Zuwachsermittlung, Ertragsplanung, Holzsortierung.

Maßeinheiten: Grenze: 7 cm Durchmesser mit Rinde · Vorrat in Vfm/Efm Derbholz

Umrechnung: 1 Vfm Derbholz = 1 m³ Holz mit Rinde ab 7 cm Durchmesser.

Derbholzgrenze stammholz
Die Derbholzgrenze ist der Durchmesser von 7 Zentimetern mit Rinde, ab dem Holz als Derbholz zählt. Die Derbholzgrenze liegt bei 7 Zentimetern Durchmesser über Rinde. Alles Holz oberhalb dieser Grenze gilt als Derbholz (nutzbares, vermessbares Holz), darunter als Nichtderbholz oder Reisig. Die Grenze ist eine forstliche Konvention und Bezugspunkt für Vorrats-, Zuwachs- und Ertragsangaben.

Eigenschaften: Durchmessergrenze 7 cm mit Rinde, Trennt Derbholz von Reisig, Forstliche Konvention, Bezug für Vorrat/Zuwachs.

Verwendung: Vorrats- und Zuwachsermittlung, Holzsortierung, Ertragsvergleich.

Maßeinheiten: Grenze: 7 cm Durchmesser mit Rinde · Bezug: Derbholz

Umrechnung: Ab 7 cm Durchmesser (mit Rinde) zählt Holz als Derbholz.

DGUV Motorsägenlehrgang ausbildung
Der DGUV-Motorsägenlehrgang ist die nach DGUV-Grundsatz geregelte, anerkannte Motorsägenausbildung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt mit dem Grundsatz 2101-002 die Inhalte und den modularen Aufbau der Motorsägenausbildung vor. Ein DGUV-Motorsägenlehrgang folgt diesen anerkannten Standards und wird von Berufsgenossenschaften, Waldbesitzerverbänden und zertifizierten Anbietern durchgeführt.

Eigenschaften: Nach DGUV-Grundsatz 2101-002, Bundesweit anerkannt, Modularer Aufbau, Für berufliche Nutzung Pflicht.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Kommunen und Betriebe, Anerkannter Nachweis.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 2101-002 · Abschluss: anerkannter Teilnahmenachweis

DGUV-Vorschriften ausbildung
DGUV-Vorschriften sind die verbindlichen Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) erlässt über die Berufsgenossenschaften verbindliche Vorschriften, Regeln und Grundsätze zum Arbeitsschutz. Die DGUV Vorschrift 1 („Grundsätze der Prävention") bildet den Rahmen; branchen- und tätigkeitsbezogene Vorschriften, Regeln (DGUV Regel) und Grundsätze (z. B. Motorsägenausbildung) konkretisieren ihn.

Eigenschaften: Unfallverhütungsvorschriften der DGUV, Über Berufsgenossenschaften, Vorschriften, Regeln, Grundsätze, Für Betriebe verbindlich.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Holzbranche, Grundlage von Lehrgängen.

Maßeinheiten: Rahmen: DGUV Vorschrift 1 · Ergänzt durch DGUV Regeln/Grundsätze

Dichte allgemein
Die Dichte gibt an, wie viel Masse ein Holz pro Volumeneinheit besitzt – sie ist ein wichtiger Anhaltspunkt für den Heizwert je Raummeter. Die Rohdichte wird in Kilogramm pro Kubikmeter angegeben und hängt stark von der Holzart ab. Schwere Harthölzer wie Eiche und Buche haben eine hohe Dichte, leichte Nadelhölzer wie Fichte eine niedrige. Je höher die Dichte, desto mehr Holzmasse und damit Energie steckt in einem Raummeter. Deshalb liefern Harthölzer bei gleichem Volumen mehr Wärme als Nadelhölzer – der Heizwert je Kilogramm ist dagegen bei fast allen Holzarten ähnlich.

Eigenschaften: Angabe in kg/m³, Baumartspezifisch, Hartholz dicht, Weichholz leicht, Bestimmt den Heizwert je Raummeter.

Verwendung: Vergleich von Brennholzarten, Heizwertabschätzung, Materialauswahl im Holzbau.

Maßeinheiten: Rohdichte Buche: ca. 680–720 kg/m³ · Rohdichte Fichte: ca. 430–470 kg/m³ · Einheit: kg/m³ (darrtrocken)

Umrechnung: Höhere Dichte = mehr Energie je Raummeter. Der Heizwert je Kilogramm ist bei den meisten Hölzern dagegen nahezu gleich.

Dickung wald
Eine Dickung ist ein junger Wald mit dicht stehenden, sich berührenden Bäumen. Die Dickung ist eine Entwicklungsphase nach dem Jungwuchs: Die jungen Bäume schließen zum dichten Bestand zusammen, ihre Kronen berühren sich und beschatten den Boden. Dadurch beginnt die natürliche Astreinigung.

Eigenschaften: Junger, dichter Bestand, Kronen berühren sich, Beginn der Astreinigung, Starke Lichtkonkurrenz.

Verwendung: Waldbau, Jungbestandspflege, Läuterung.

Maßeinheiten: Entwicklungsphase (Alter/Höhe) · Kein Handelsmaß

DIN 4074 schnittholz
DIN 4074 ist die deutsche Norm für die Sortierung von Bauholz nach der Tragfähigkeit (Festigkeitssortierung). Die Norm DIN 4074 legt fest, wie Nadel- und Laubschnittholz nach seiner Tragfähigkeit sortiert wird – visuell nach Merkmalen (Äste, Faserneigung, Risse, Jahrringbreite u. a.) oder maschinell. Daraus ergeben sich Sortierklassen (z. B. S7, S10, S13 bei visueller Nadelholzsortierung), die den Festigkeitsklassen (z. B. C24) zugeordnet werden.

Eigenschaften: Norm zur Bauholz-Sortierung, Sortierung nach Tragfähigkeit, Visuell oder maschinell, Sortierklassen (z. B. S10 → C24).

Verwendung: Bauholz-Festigkeitssortierung, Tragende Konstruktionen, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Sortierklassen S7/S10/S13 · Zuordnung zu Festigkeitsklassen (C24 …)

DINplus pellets
DINplus ist ein Qualitätszertifikat für Holzpellets, das hohe Anforderungen an Heizwert, Abrieb und Aschegehalt sicherstellt. Das DINplus-Zertifikat prüft Holzpellets nach strengen Kriterien wie Heizwert, Feuchte, Aschegehalt und mechanischer Festigkeit. Zertifizierte Pellets verbrennen sauber und störungsarm.

Eigenschaften: Qualitätszertifikat für Pellets, Strenge Prüfkriterien, Hoher Heizwert, wenig Asche, Neben ENplus verbreitet.

Verwendung: Pelletkauf, Qualitätssicherung, Heizungsbetrieb.

Maßeinheiten: Prüft Heizwert, Feuchte, Asche, Abrieb · Durchmesser meist 6 mm

Diplodia-Triebsterben wald
Das Diplodia-Triebsterben ist eine Pilzkrankheit der Kiefer, die Triebe und ganze Bäume absterben lässt. Das Diplodia-Triebsterben (Erreger Diplodia sapinea, früher Sphaeropsis sapinea) befällt vor allem Kiefern, gelegentlich andere Nadelbäume. Der Pilz lässt junge Triebe, Nadeln und Zapfen absterben; typisch sind braune, abgeknickte Triebspitzen und harzende Rindenpartien. Bei Trockenstress und nach Hagel oder Verletzungen tritt er verstärkt auf.

Eigenschaften: Pilzkrankheit der Kiefer, Erreger Diplodia sapinea, Triebe/Nadeln/Zapfen sterben ab, Durch Trockenstress begünstigt.

Verwendung: Waldschutz, Kiefernbestände, Klimaangepasster Waldbau.

Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Auftreten nach Trocken-/Hageljahren

Direktvermarktung allgemein
Direktvermarktung ist der Verkauf von Holz direkt vom Waldbesitzer oder Forstbetrieb an den Endkunden ohne Zwischenhandel. Bei der Direktvermarktung geht Brennholz oder Rundholz ohne Zwischenhändler vom Erzeuger zum Verbraucher. Das kann Preise senken und schafft einen direkten, regionalen Bezug.

Eigenschaften: Verkauf ohne Zwischenhandel, Erzeuger an Endkunde, Regional und direkt, Oft günstigere Preise.

Verwendung: Brennholzverkauf, Regionale Vermarktung, Hofläden und Portale.

Maßeinheiten: Handel je Sortiment: Rm, Srm, Fm · Preis je Raummeter üblich

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm – für den Vergleich direkter Angebote

Douglasie stammholz
Die Douglasie ist ein schnellwüchsiges Nadelholz mit mittlerem Heizwert, das sowohl als Bau- als auch als Brennholz genutzt wird. Ursprünglich aus Nordamerika, ist die Douglasie heute in vielen deutschen Wäldern verbreitet. Ihr Holz ist relativ dicht für ein Nadelholz, witterungsbeständig und wird gern für Terrassen, Fassaden und im konstruktiven Holzbau eingesetzt. Als Brennholz liegt die Douglasie im Heizwert über Fichte, harzt aber und kann bei der Verbrennung leicht funken. Für offene Kamine ist sie deshalb weniger geeignet, für geschlossene Öfen aber gut brauchbar.

Eigenschaften: Schnellwüchsiges Nadelholz, Für Nadelholz relativ dicht, Witterungsbeständig, Harzreich.

Verwendung: Bau- und Konstruktionsholz, Terrassen und Fassaden, Brennholz für geschlossene Öfen.

Maßeinheiten: Rohdichte: ca. 470–520 kg/m³ (darrtrocken) · Heizwert: ca. 1700 kWh/Rm (trocken)

Umrechnung: 1 Fm Douglasie = ca. 1,4 Rm geschichtet · 1 Rm Nadelholz (trocken) ≈ 135–150 l Heizöl (Richtwert)

Drainage garten
Drainage ist die Ableitung überschüssigen Wassers aus dem Boden zur Vermeidung von Staunässe. Mit Drainagen aus Kies, Rohren oder Drainagevlies wird überschüssiges Wasser abgeleitet, damit sich keine Staunässe bildet. Diese schadet vielen Pflanzen, weil die Wurzeln faulen und keine Luft mehr erhalten.

Eigenschaften: Ableitung von Überschusswasser, Kies, Rohre, Drainagevlies, Verhindert Staunässe, Wichtig auf schweren Böden.

Verwendung: Pflanzgruben und Beete, Kübelpflanzen, Wege- und Terrassenbau.

Maßeinheiten: Kiesschicht in cm · Rohrgefälle in Prozent

Drehwuchs stammholz
Drehwuchs ist ein Wuchsfehler, bei dem die Holzfasern schraubig um die Stammachse verlaufen. Beim Drehwuchs (Drehwüchsigkeit) sind die Fasern nicht gerade längs, sondern spiralig um den Stamm gedreht. Ursachen sind erblich und standortbedingt (Wind, Hanglage). Erkennbar ist er an schraubig verlaufenden Rissen oder der Rindenstruktur.

Eigenschaften: Schraubiger Faserverlauf, Erblich/standortbedingt, Verdreht beim Trocknen, Schwer spaltbar.

Verwendung: Holzsortierung, Qualitätsbeurteilung, Brennholzaufarbeitung.

Maßeinheiten: Faserneigung in Grad (°) · Bewertung als Holzfehler

Dreipunktaufnahme allgemein
Die Dreipunktaufnahme ist die Anbauvorrichtung an Traktoren, mit der Forst- und Holzgeräte angekuppelt werden. Über die Dreipunktaufnahme (Dreipunkthydraulik) werden Anbaugeräte wie Holzspalter, Seilwinden oder Hacker am Traktor befestigt und ausgehoben. Sie besteht aus zwei Unterlenkern und einem Oberlenker.

Eigenschaften: Anbauvorrichtung am Traktor, Zwei Unterlenker, ein Oberlenker, Für Forst- und Holzgeräte, Hydraulisch aushebbar.

Verwendung: Holzspalter und Seilwinden, Hacker und Anbaugeräte, Forstarbeit mit dem Traktor.

Maßeinheiten: Kategorien nach Norm (z. B. Kat. I/II) · Kein Holzmaß

Druckholz stammholz
Druckholz ist das Reaktionsholz, das Nadelbäume auf der Druckseite geneigter Stämme und Äste bilden. Bei Schräglage oder einseitiger Last bilden Nadelbäume auf der Unterseite (Druckseite) von Stamm oder Ast dunkleres, rötliches Druckholz (auch Rotholz genannt), um die Last aufzunehmen und sich aufzurichten. Es hat rundliche, dickwandige Zellen mit hohem Ligningehalt.

Eigenschaften: Reaktionsholz der Nadelbäume, Auf der Druckseite (unten), Rötlich (Rotholz), ligninreich, Im Schnittholz ein Fehler.

Verwendung: Holzsortierung, Qualitätsbeurteilung, Statikbewertung.

Maßeinheiten: Anteil im Querschnitt · Gegenstück: Zugholz

Düngung garten
Düngung ist die Versorgung von Pflanzen mit Nährstoffen zur Förderung von Wachstum und Gesundheit. Pflanzen benötigen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Bei der Düngung werden diese über organische Dünger (Kompost, Mist, Hornspäne) oder mineralische Dünger ergänzt. Menge und Zeitpunkt richten sich nach Pflanze, Boden und Jahreszeit.

Eigenschaften: Nährstoffversorgung der Pflanzen, Organisch oder mineralisch, Menge nach Bedarf, Zeitpunktabhängig.

Verwendung: Beet- und Rasenpflege, Gemüse- und Ziergarten, Kübelpflanzen.

Maßeinheiten: Nährstoffe: N, P, K in % · Menge in g je m²

Durchforstung stammholz
Die Durchforstung ist die Entnahme einzelner Bäume aus einem Bestand, um die verbleibenden zu fördern. Bei der Durchforstung werden konkurrierende oder schwache Bäume entnommen, damit die ausgewählten Zukunftsbäume mehr Licht, Wasser und Nährstoffe erhalten. Das anfallende Holz ist oft schwächeres Stamm- oder Brennholz.

Eigenschaften: Entnahme einzelner Bäume, Fördert die verbleibenden, Liefert Schwach- und Brennholz, Waldbauliche Pflege.

Verwendung: Waldpflege, Brennholzgewinnung, Wertholzförderung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter oder Raummeter · Meist schwächeres Holz

Umrechnung: 1 Fm Durchforstungsholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Durchmesser allgemein
Der Durchmesser ist das Querschnittsmaß eines Stammes, Astes oder Scheits und wichtig für Sortierung und Verarbeitung. Der Stammdurchmesser entscheidet über die Verwendung: dicke Stämme liefern Säge- und Wertholz, dünne eignen sich für Industrie- oder Brennholz. Beim Rundholz wird der Durchmesser meist am schwächeren Ende (Zopf) gemessen.

Eigenschaften: Querschnittsmaß in cm, Bestimmt die Verwendung, Messung oft am Zopf, Wichtig fürs Spalten.

Verwendung: Rundholzsortierung, Brennholzaufbereitung, Sägewerk.

Maßeinheiten: Messung in Zentimetern (cm) · Zopf = schwächeres Ende

Dürrast wald
Ein Dürrast ist ein abgestorbener, dürrer Ast im Kronenbereich eines Baumes. Dürräste entstehen durch Lichtmangel, Krankheit oder allgemeine Schwächung des Baumes. Sie sind spröde und können jederzeit abbrechen, weshalb sie ein wichtiges Sicherheitsmerkmal bei der Baumkontrolle sind.

Eigenschaften: Abgestorbener Ast in der Krone, Spröde und bruchgefährdet, Sicherheitsmerkmal, Zeichen der Schwächung.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Totholz (im Wald).

Maßeinheiten: Astdurchmesser in cm · Sichtbefund bei der Kontrolle

Dürreschäden wald
Dürreschäden sind Trockenschäden an Waldbäumen durch anhaltenden Wassermangel und Hitze. Lange Trockenperioden und Hitzesommer setzen Waldbäumen stark zu: Sie werfen Blätter ab, ihre Kronen verlichten, Zuwachs und Abwehrkraft sinken. Geschwächte Bäume werden anfälliger für Borkenkäfer und Pilze, ganze Bestände können absterben.

Eigenschaften: Trockenschäden durch Wassermangel, Kronenverlichtung und Blattverlust, Geschwächte Abwehrkraft, Folge: Käfer und Pilze.

Verwendung: Klimaanpassung, Schadensbewertung, Waldumbau-Anlass.

Maßeinheiten: Kronenverlichtung in Prozent (%) · Betroffene Fläche in Hektar (ha)

E

Eibe allgemein
Die Eibe (Taxus baccata) ist ein heimischer, giftiger Nadelbaum mit sehr elastischem, hartem und wertvollem Holz. Die Eibe ist ein langsam wachsender, sehr alt werdender Nadelbaum mit rötlichem, extrem elastischem und dichtem Holz. Historisch war es das begehrteste Bogenholz Europas. Heute wird Eibenholz für Drechsel-, Furnier- und Kunsttischlerarbeiten geschätzt.

Eigenschaften: Heimischer Nadelbaum, Elastisches, hartes Holz, Stark giftig, Schnittverträgliches Heckengehölz.

Verwendung: Drechsel- und Kunsttischlerei, Historischer Bogenbau, Hecken und Formschnitt.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 670 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Eibe = 1 Fm; als seltenes Wertholz nach m³ gehandelt.

Eiche stammholz
Die Eiche ist ein langlebiger, heimischer Laubbaum, dessen sehr hartes Holz Top-Brennholz und wertvolles Bauholz liefert. Eichen werden mehrere hundert Jahre alt und bilden ein sehr dichtes, dauerhaftes Holz. Als Brennholz liefert Eiche eine besonders lange Glut und einen hohen Heizwert.

Eigenschaften: Sehr hartes, dauerhaftes Holz, Hoher Gerbsäuregehalt, Lange Lebensdauer des Baumes, Witterungsbeständig.

Verwendung: Brennholz, Fässer und Möbel, Parkett und Außenbau.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 2100 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Eiche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Eichenholz brennholz
Eichenholz ist ein sehr hartes, dichtes Brennholz mit langer Glutdauer und hohem Heizwert. Eiche gehört zu den schwersten heimischen Hölzern. Als Brennholz liefert es eine besonders lange, ruhige Glut und eignet sich hervorragend zum Halten der Wärme über die Nacht. Wegen des hohen Gerbsäuregehalts sollte Eichenholz besonders lange trocknen und idealerweise mit anderen Holzarten gemischt verbrannt werden. Gut abgelagert ist es eines der hochwertigsten Brennhölzer überhaupt.

Eigenschaften: Sehr hartes, dichtes Holz, Lange Glutdauer, Hoher Gerbsäuregehalt, Lange Trocknungszeit nötig.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Zentralheizung mit Holz, Grundlast über Nacht.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 2100 kWh je Raummeter (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Eiche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Fm Eiche = ca. 1,4 Rm geschichtet

Eichenprozessionsspinner wald
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen Eichen schädigen und für Menschen gesundheitsgefährdend sind. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) fressen an Eichenblättern und ziehen in charakteristischen „Prozessionen". Ab dem dritten Stadium bilden sie feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein, das bei Menschen Hautausschläge, Augenreizungen und Atembeschwerden auslösen kann.

Eigenschaften: Schmetterling an Eichen, Raupen mit Brennhaaren, Gesundheitsgefahr für Menschen, Profitiert von Wärme.

Verwendung: Waldschutz und Gesundheitsschutz, Siedlungsnahe Eichen, Nesterbekämpfung.

Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Brennhaare ab 3. Raupenstadium

Eichensterben wald
Eichensterben (Eichenkomplexerkrankung) ist ein schleichendes Absterben von Eichen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Das Eichensterben ist keine einzelne Krankheit, sondern eine Komplexerkrankung: Mehrere Faktoren wirken zusammen – Trockenstress und Extremwitterung, Kahlfraß durch Schmetterlingsraupen (z. B. Eichenwickler, Frostspanner, Eichenprozessionsspinner), Befall durch Mehltau, den Zweipunktigen Eichenprachtkäfer sowie Pilze wie Hallimasch. Geschwächte Eichen zeigen Kronenverlichtung, Wasserreiser und sterben über Jahre ab.

Eigenschaften: Komplexerkrankung der Eiche, Zusammenwirken mehrerer Faktoren, Trockenstress, Fraß, Käfer, Pilze, Absterben über Jahre.

Verwendung: Waldschutz, Eichenbestände, Vitalitätsförderung.

Maßeinheiten: Kronenverlichtung in Prozent · Auftreten in Stressphasen

Einfassung garten
Eine Einfassung ist die Begrenzung von Beeten, Wegen oder Rasenflächen durch Kanten oder Materialien. Einfassungen aus Stein, Metall, Holz, Beton oder Pflanzen trennen Beete und Wege klar von der Rasenfläche. Sie geben dem Garten Struktur, verhindern das Einwachsen von Rasen und erleichtern das Mähen und Pflegen.

Eigenschaften: Begrenzung von Flächen, Stein, Metall, Holz, Pflanzen, Verhindert Einwachsen, Erleichtert das Mähen.

Verwendung: Beet- und Wegeanlage, Rasenkanten, Gartengestaltung.

Maßeinheiten: Länge in Metern · Höhe/Tiefe in cm

Einschlag stammholz
Der Einschlag ist das Fällen und Aufarbeiten von Bäumen zur Holzgewinnung. Beim Holzeinschlag werden Bäume gefällt, entastet und in Sortimente aufgearbeitet. Er erfolgt geplant im Rahmen der Waldbewirtschaftung, oft im Winterhalbjahr.

Eigenschaften: Fällen und Aufarbeiten, Zur Holzgewinnung, Meist im Winterhalbjahr, Geplante Maßnahme.

Verwendung: Holzernte, Waldbewirtschaftung, Brennholzgewinnung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Einschlagsmenge je Bestand

Umrechnung: 1 Fm eingeschlagenes Holz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Einschlagsaison stammholz
Die Einschlagsaison ist der Zeitraum, in dem Holz bevorzugt geschlagen wird – meist das Winterhalbjahr. Der Einschlag erfolgt traditionell im Herbst und Winter, wenn die Bäume in der Saftruhe sind. Das Holz enthält dann etwas weniger Wasser, und der gefrorene Boden schont den Waldboden bei der Ernte.

Eigenschaften: Zeitraum des Holzeinschlags, Meist Herbst und Winter, Bäume in Saftruhe, Bodenschonende Ernte.

Verwendung: Holzernte, Waldbewirtschaftung, Brennholzbeschaffung.

Maßeinheiten: Zeitraum: ca. Oktober bis Februar · Kein Mengenmaß

Einzelbaumbewertung wald
Die Einzelbaumbewertung ist die fachliche Beurteilung eines einzelnen Baumes nach Zustand, Wert oder Sicherheit. Bei der Einzelbaumbewertung wird ein Baum gezielt beurteilt – etwa hinsichtlich Vitalität und Standsicherheit bei der Baumkontrolle oder hinsichtlich seines Geldwerts bei Schäden. Für die Wertermittlung von Bäumen sind anerkannte Verfahren wie die Methode Koch gebräuchlich.

Eigenschaften: Beurteilung eines Einzelbaums, Zustand, Wert oder Sicherheit, Anerkannte Wertverfahren, Durch Sachverständige.

Verwendung: Baumwertermittlung, Schadensfälle, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Wert in Euro (Gutachten) · Kein einheitliches Messmaß

Elsbeere allgemein
Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist ein seltener heimischer Laubbaum mit sehr hartem, wertvollem Holz. Die Elsbeere ist ein wärmeliebender, seltener Laubbaum und war Baum des Jahres 2011. Ihr feinporiges, sehr hartes und schweres Holz zählt zu den wertvollsten heimischen Hölzern und erzielt als Furnier- und Möbelholz hohe Preise.

Eigenschaften: Seltener heimischer Laubbaum, Sehr hartes, feinporiges Holz, Wertvolles Möbelholz, Wärmeliebend und klimarobust.

Verwendung: Furniere und Edelmöbel, Drechsel- und Intarsienarbeiten, Musikinstrumentenbau.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 720 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Elsbeere = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.

Emissionen allgemein
Emissionen sind die bei der Holzverbrennung freigesetzten Abgase und Feinstäube. Bei jeder Verbrennung entstehen Emissionen wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxide und Feinstaub. Bei der Holzfeuerung ist besonders der Feinstaub relevant. Trockenes Holz, richtige Luftführung und moderne, gut gewartete Feuerungen halten die Emissionen niedrig.

Eigenschaften: Abgase und Feinstaub, Bei jeder Verbrennung, Feinstaub besonders relevant, Gesetzlich begrenzt.

Verwendung: Umwelt- und Gesundheitsschutz, Feuerungskontrolle, Anlagenbewertung.

Maßeinheiten: Feinstaub in Milligramm/Kubikmeter (mg/m³) · CO in mg/m³ nach 1. BImSchV

Endnutzung wald
Die Endnutzung ist die Ernte des reifen Bestandes am Ende der Umtriebszeit. Als Endnutzung bezeichnet man die Holzernte im hiebsreifen Endbestand – im Gegensatz zur Vornutzung (Durchforstung) in jüngeren Beständen. Hier fällt das wertvolle Starkholz an, das über Jahrzehnte herangewachsen ist.

Eigenschaften: Ernte des reifen Bestandes, Ende der Umtriebszeit, Wertvolles Starkholz, Leitet Verjüngung ein.

Verwendung: Holzernte im Endbestand, Wertholzgewinnung, Bestandsverjüngung.

Maßeinheiten: Erntemenge in Erntefestmeter/ha · Alter = Umtriebszeit

Energiegehalt allgemein
Der Energiegehalt gibt an, wie viel Wärmeenergie in einer bestimmten Menge Holz gespeichert ist – meist angegeben in Kilowattstunden. Der Energiegehalt hängt vor allem von der Holzart (Dichte) und der Restfeuchte ab. Trockenes Hartholz besitzt je Raummeter deutlich mehr Energie als feuchtes Nadelholz. Je Kilogramm ist der Energiegehalt bei fast allen Holzarten ähnlich; die Unterschiede je Raummeter entstehen durch die unterschiedliche Dichte. Feuchtes Holz verliert Energie, weil ein Teil der Wärme zum Verdampfen des Wassers verbraucht wird.

Eigenschaften: Abhängig von Holzart und Feuchte, Angabe in kWh je Rm oder kg, Hartholz je Rm energiereicher, Sinkt mit steigender Feuchte.

Verwendung: Heizkostenvergleich, Brennstoffauswahl, Heizungsauslegung.

Maßeinheiten: Buche trocken: ca. 2100 kWh/Rm · Fichte trocken: ca. 1500 kWh/Rm · Einheit: kWh je Rm bzw. kg

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Energieholz hackschnitzel
Energieholz ist Holz, das gezielt zur Wärme- oder Stromerzeugung genutzt wird – etwa als Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets. Zum Energieholz zählt alles Holz, das energetisch verwertet wird: Waldrestholz, Kronen- und Astmaterial, schwaches Stammholz sowie Nebenprodukte der Holzindustrie. Es wird in Heizwerken, Heizkraftwerken und privaten Feuerungen eingesetzt. Als nachwachsender Rohstoff ist Energieholz ein wichtiger Baustein regionaler und CO₂-armer Wärmeversorgung.

Eigenschaften: Sammelbegriff für Brennstoff-Holz, Scheit, Hackschnitzel oder Pellets, Aus Wald- und Industrieresten, Nachwachsend.

Verwendung: Heizwerke, Heizkraftwerke, Private Holzheizungen, Nahwärmenetze.

Maßeinheiten: Abrechnung: Srm, t oder MWh · Wassergehalt bestimmt den Energieinhalt

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz · 1 Srm Hackschnitzel (trocken) ≈ 70–80 l Heizöl

ENplus pellets
ENplus ist ein internationales Qualitätssiegel für Holzpellets mit den Klassen A1, A2 und B. Das ENplus-Zertifikat sichert entlang der gesamten Kette – von Produktion bis Lieferung – gleichbleibende Pelletqualität. Geprüft werden Heizwert, Aschegehalt, Feuchte und mechanische Festigkeit.

Eigenschaften: Qualitätssiegel für Pellets, Klassen A1, A2, B, Prüft die gesamte Kette, A1 = höchste Qualität.

Verwendung: Pelletkauf, Private Pelletheizungen, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Aschegehalt A1: unter 0,7 % · Durchmesser meist 6 mm

Entastung stammholz
Entastung ist das Entfernen der Äste vom gefällten Baum bei der Aufarbeitung. Nach dem Fällen werden die Äste vom Stamm getrennt (Entasten), um ihn ablängen, rücken und vermessen zu können. Die Entastung erfolgt motormanuell mit der Motorsäge oder maschinell im Harvesteraggregat mit Entastungsmessern. Ein sauberer, stammnaher Schnitt ohne Aststummel ist wichtig für Vermessung, Sortierung und Rückung.

Eigenschaften: Entfernen der Äste am gefällten Baum, Motormanuell oder im Harvester, Stammnaher, sauberer Schnitt, Teil der Aufarbeitung.

Verwendung: Holzaufarbeitung, Sortierung und Rückung, Energieholzanfall.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Arbeitsvorgang · Bezug: Aufarbeitung

Entrindung stammholz
Die Entrindung ist das Entfernen der Rinde vom Stamm oder Scheit, um Trocknung, Haltbarkeit und Brennverhalten zu verbessern. Rinde nimmt Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer als das Holz darunter. Entrindetes Holz trocknet daher schneller und gleichmäßiger und ist weniger anfällig für Insekten und Pilze. Im Brennholzbereich senkt ein geringer Rindenanteil den Aschegehalt. Bei Bau- und Konstruktionsholz ist die Entrindung Voraussetzung für Weiterverarbeitung und Schutzbehandlung.

Eigenschaften: Entfernen der Rindenschicht, Beschleunigt die Trocknung, Senkt Insekten- und Pilzbefall, Reduziert den Aschegehalt.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Bau- und Konstruktionsholz, Rundholz vor der Lagerung.

Maßeinheiten: Rindenanteil je Baumart: ca. 5–15 % · Einheit: Massenanteil in %

Entwässerung garten
Entwässerung umfasst Maßnahmen gegen Staunässe und überschüssiges Wasser im Garten. Zur Entwässerung gehören Drainagen, Sickergruben, Gefälle und wasserdurchlässige Beläge, die überschüssiges Wasser ableiten oder versickern lassen. So werden Staunässe, Vernässung und Schäden an Pflanzen und Bauwerken vermieden.

Eigenschaften: Maßnahmen gegen Staunässe, Drainage, Gefälle, Versickerung, Schützt Pflanzen und Bauwerke, Wichtig auf schweren Böden.

Verwendung: Garten- und Wegebau, Beet- und Rasenflächen, Regenwassermanagement.

Maßeinheiten: Gefälle in Prozent · Versickerungsleistung je Boden

Erdbaumaschinenschein ausbildung
Der Erdbaumaschinenschein ist der Befähigungsnachweis zum Bedienen von Baggern, Radladern und ähnlichen Erdbaumaschinen. Der Erdbaumaschinenschein wird nach DGUV-Grundsatz 301-005 erworben und befähigt zum sicheren Führen von Baggern, Radladern, Baggerladern und ähnlichen Maschinen. Er umfasst Theorie, Praxis und Prüfung; hinzu kommt die schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Erdbaumaschinen, Nach DGUV 301-005, Bagger, Radlader u. a., Beauftragung nötig.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Wegebau und Rodung, Materialumschlag.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein + Beauftragung

Erle brennholz
Die Erle ist ein heimischer Laubbaum feuchter Standorte, dessen weiches Holz als schnell trocknendes Brennholz genutzt wird. Erlen wachsen bevorzugt an Bächen und in Auen. Ihr weiches, gleichmäßiges Holz trocknet zügig und brennt sauber, hat aber einen geringeren Heizwert als Buche oder Eiche.

Eigenschaften: Heimisches Laubholz, Von feuchten Standorten, Weich, trocknet schnell, Geringerer Heizwert.

Verwendung: Brennholz, Möbel und Sperrholz, Wasserbau (historisch).

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Erle (trocken) ≈ 140 l Heizöl (Richtwert)

Ernte stammholz
Die Holzernte ist die Gewinnung von Holz durch Fällen, Aufarbeiten und Rücken im Rahmen der Waldbewirtschaftung. Zur Holzernte gehören Fällung, Entastung, Ablängen, Rücken an den Weg und die Bereitstellung zur Abfuhr. Sie erfolgt heute oft hochmechanisiert mit Harvester und Forwarder, im Kleinprivatwald auch motormanuell.

Eigenschaften: Fällen, Aufarbeiten, Rücken, Motormanuell oder mechanisiert, Teil der Waldbewirtschaftung, Nachhaltig geplant.

Verwendung: Holzgewinnung, Forstbetrieb, Brennholzbereitstellung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Efm = Erntefestmeter

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Erntefestmeter stammholz
Der Erntefestmeter (Efm) ist das Volumen des verwertbaren Holzes nach dem Einschlag, meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste. Der Erntefestmeter berücksichtigt, dass beim Einschlag nicht das gesamte stehende Holz verwertet wird: Rinde und Ernteverluste wie Stockholz werden abgezogen. Er ist damit ein praxisnahes Maß für die tatsächlich genutzte Holzmenge.

Eigenschaften: Volumen des verwertbaren Holzes, Nach dem Einschlag, Meist ohne Rinde, Abzüglich Ernteverluste.

Verwendung: Forstwirtschaft, Holzabrechnung, Nutzungsplanung.

Maßeinheiten: Einheit: Efm (Erntefestmeter) · 1 Efm ≈ 0,8 Vfm (Faustzahl)

Umrechnung: 1 Efm ≈ 1 Fm verwertbares Holz ≈ ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Erntefestmeter ohne Rinde (Efm o. R.) allgemein
Der Erntefestmeter ohne Rinde (Efm o. R.) ist das Volumen des verwertbaren Holzes nach Abzug von Rinde und Ernteverlusten. Der Efm o. R. ist das in der Praxis meistverwendete Erntemaß. Er zieht vom stehenden Holzvolumen sowohl die Rinde als auch die üblichen Ernteverluste (etwa Stockholz und nicht verwertbares Restholz) ab.

Eigenschaften: Verwertbares Holz ohne Rinde, Nach Ernteverlusten, Praxis-Erntemaß, Grundlage der Abrechnung.

Verwendung: Holzernte und -verkauf, Nutzungsplanung, Forstwirtschaft.

Maßeinheiten: Einheit: Efm o. R. · 1 Efm o. R. ≈ 0,8 Vfm

Umrechnung: 1 Efm o. R. ≈ 1 Fm reines Holz ≈ ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Erosionsschutz wald
Erosionsschutz umfasst Maßnahmen gegen den Abtrag von Boden durch Wasser oder Wind. Wälder und Gehölze schützen den Boden wirksam vor Erosion: Kronen mildern den Aufprall des Regens, Wurzeln halten das Erdreich, und die Streuauflage bremst den Abfluss. Besonders an Hängen und Ufern ist diese Schutzfunktion wichtig.

Eigenschaften: Schutz vor Bodenabtrag, Durch Wurzeln und Kronen, Wichtig an Hängen und Ufern, Erhalt der Bodendeckung.

Verwendung: Hang- und Uferschutz, Landschaftsbau, Waldbau.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schutzfunktion · Bodenabtrag in t/ha (Fachwert)

Ersatzpflanzung garten
Eine Ersatzpflanzung ist die Neupflanzung ausgefallener oder entfernter Pflanzen. Fällt eine Pflanze aus – durch Krankheit, Trockenheit, Alter oder Rückschnitt – wird sie durch eine Ersatzpflanzung ersetzt, damit Beet, Hecke oder Anlage vollständig bleiben. Im öffentlichen Grün ist die Ersatzpflanzung oft rechtlich vorgeschrieben, etwa nach einer Baumfällung.

Eigenschaften: Neupflanzung für Ausfälle, Ersetzt ausgefallene Pflanzen, Erhält vollständige Anlagen, Oft vorgeschrieben (öffentliches Grün).

Verwendung: Beet- und Heckenpflege, Baumersatz, Gartengestaltung.

Maßeinheiten: Pflanzabstand in cm/m · Ballengröße je Pflanze

Erschließung wald
Die Erschließung ist das Netz aus Waldstraßen, Rückewegen und Rückegassen, das den Wald für Bewirtschaftung und Transport zugänglich macht. Die forstliche Erschließung umfasst befestigte Waldstraßen (für Lkw), Rückewege und die unbefestigten Rückegassen im Bestand (Feinerschließung). Sie ermöglicht Holzernte, -transport, Pflege, Waldbrandbekämpfung und Erholung und lenkt den Maschinenverkehr auf feste Trassen.

Eigenschaften: Netz aus Straßen/Wegen/Gassen, Waldstraße, Rückeweg, Rückegasse, Macht den Wald zugänglich, Lenkt Verkehr auf feste Trassen.

Verwendung: Holzernte und -transport, Waldpflege und -schutz, Erholung.

Maßeinheiten: Erschließungsdichte in lfm/ha · Wege-/Gassenabstände in Meter

Erstdurchforstung wald
Die Erstdurchforstung ist der erste pflegende Eingriff in einen herangewachsenen Jungbestand. Mit der Erstdurchforstung beginnt die eigentliche Bestandespflege: Im dicht geschlossenen Jungbestand werden erstmals Bäume entnommen, um die verbleibenden zu stabilisieren, das Kronen- und Wurzelwachstum zu fördern und die besten Bäume herauszuarbeiten. Sie erfolgt, wenn sich die Kronen ausreichend geschlossen haben und Konkurrenz einsetzt.

Eigenschaften: Erster Pflegeeingriff im Jungbestand, Entnahme erster Bäume, Stabilisiert und fördert Zuwachs, Richtiger Zeitpunkt entscheidend.

Verwendung: Jungbestandspflege, Stabilisierung, Wertholzvorbereitung.

Maßeinheiten: Entnahme in Efm/ha · Bestandesalter je Baumart

Ersthelfer ausbildung
Ein Ersthelfer ist eine im Betrieb ausgebildete Person zur schnellen Ersten Hilfe bei Unfällen. Betriebe müssen eine bestimmte Zahl ausgebildeter betrieblicher Ersthelfer stellen. In einem Kurs (meist 9 Unterrichtseinheiten, Auffrischung alle zwei Jahre) lernen sie lebensrettende Sofortmaßnahmen: Notruf, Wundversorgung, stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung und Umgang mit dem Defibrillator.

Eigenschaften: Betrieblich ausgebildeter Helfer, Kurs ~9 UE, Auffrischung 2 J., Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Pflicht im Betrieb.

Verwendung: Betriebliche Erste Hilfe, Forst- und Baumarbeit, Baustellen und Werkstätten.

Maßeinheiten: Umfang: ca. 9 Unterrichtseinheiten · Auffrischung: alle 2 Jahre

Ertragsklasse wald
Die Ertragsklasse (Bonität) beschreibt die Leistungsfähigkeit eines Standortes für eine Baumart. Die Ertragsklasse – auch Bonität – gibt an, wie viel Zuwachs und Holzertrag eine Baumart auf einem bestimmten Standort erbringt. Sie wird meist über die Oberhöhe des Bestandes in einem bestimmten Alter aus Ertragstafeln abgeleitet; eine höhere Ertragsklasse bedeutet einen besseren, wüchsigeren Standort.

Eigenschaften: Leistungsfähigkeit des Standortes, = Bonität, Aus Oberhöhe/Ertragstafel, Grundlage der Ertragsprognose.

Verwendung: Forsteinrichtung und Planung, Zuwachsprognose, Bewertung.

Maßeinheiten: Ertragsklasse (z. B. I.–V.) · Oberhöhe in Meter je Alter

Esche brennholz
Die Esche ist ein heimischer Laubbaum, dessen zähes, hartes Holz sehr gutes Brennholz und geschätztes Werkholz liefert. Eschenholz ist hart, elastisch und liefert einen hohen Heizwert, vergleichbar mit Buche. Als Brennholz brennt es ruhig und mit langer Glut und lässt sich gut spalten.

Eigenschaften: Zähes, hartes Laubholz, Hoher Heizwert, Gut spaltbar, Elastisch.

Verwendung: Brennholz, Werkzeugstiele und Sportgeräte, Möbel.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 2000 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Esche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Eschentriebsterben wald
Das Eschentriebsterben ist eine durch einen Pilz verursachte Krankheit, die Eschen absterben lässt. Das Eschentriebsterben wird durch den eingeschleppten Schlauchpilz Falsches Weißes Stängelbecherchen verursacht. Er befällt Blätter und Triebe, führt zu Welke, Trieb- und Kronensterben und oft über Folgeinfektionen (Stammfußnekrosen) zum Absterben ganzer Bäume.

Eigenschaften: Pilzkrankheit der Esche, Trieb- und Kronensterben, Europaweit dezimiert, Verkehrssicherungsrisiko.

Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung an Wegen, Resistenzzüchtung.

Maßeinheiten: Kronenverlichtung in Prozent · Befall europaweit verbreitet

Europäische Lärche allgemein
Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist ein heimischer, sommergrüner Nadelbaum mit dauerhaftem, harzreichem Holz. Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft. Ihr rötlich-braunes Kernholz ist dicht, harzreich und von Natur aus sehr witterungsbeständig – deshalb geschätzt für Fassaden, Terrassen, Fenster, Wintergärten und den Außenbau.

Eigenschaften: Sommergrüner Nadelbaum, Wirft Nadeln ab, Dauerhaftes, harzreiches Kernholz, Witterungsbeständig.

Verwendung: Fassaden und Terrassen, Fenster und Außenbau, Brennholz (mit Funkenflug).

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,4 kWh/kg · Rohdichte ca. 550 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Lärche ≈ 0,7 Fm; höherer Heizwert als Fichte.

European Tree Technician (ETT) ausbildung
Der European Tree Technician (ETT) ist die europaweit anerkannte Aufbauqualifikation für leitende und planende Baumpflege. Der European Tree Technician (deutsch: Europäischer Baumtechniker, ETT) ist die höhere EAC-Qualifikation über dem European Tree Worker. ETT planen und überwachen Baumpflegemaßnahmen, beurteilen die Verkehrssicherheit, erstellen Baumkontrollen und leiten Teams.

Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Aufbau über dem ETW, Planung und Leitung, Baumkontrolle und Beurteilung.

Verwendung: Leitung von Baumpflege, Baumkontrolle und Gutachten, Teamführung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: ETW o. ä. + Praxis · Abschluss: ETT-Zertifikat (EAC)

European Tree Worker (ETW) ausbildung
Der European Tree Worker (ETW) ist eine europaweit anerkannte Zertifizierung für praktische Baumpflege. Der European Tree Worker (deutsch: Europäischer Baumpfleger, ETW) ist eine standardisierte Qualifikation der European Arboricultural Council (EAC) für Fachkräfte, die Bäume klettern, pflegen, schneiden und sichern. Prüfung und Titel sind europaweit einheitlich und anerkannt.

Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Praktische Baumpflege, Klettern, Schneiden, Sichern, Standardisierte Prüfung.

Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Praxis · Abschluss: ETW-Zertifikat (EAC)

F

Fachagrarwirt Baumpflege ausbildung
Der Fachagrarwirt Baumpflege ist eine anerkannte deutsche Fortbildung für qualifizierte Baumpflege und -kontrolle. Der geprüfte Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung ist eine öffentlich-rechtliche Fortbildung (Prüfung vor der Landwirtschaftskammer) für erfahrene Fachkräfte. Sie umfasst Baumbiologie, Schnitt, Sanierung, Baumstatik, Verkehrssicherheit und Baumkontrolle.

Eigenschaften: Anerkannte deutsche Fortbildung, Prüfung vor der LWK, Baumpflege und -sanierung, Basis für Kontrolle/Gutachten.

Verwendung: Qualifizierte Baumpflege, Baumkontrolle, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Ausbildung + Praxis · Abschluss: Geprüfter Fachagrarwirt Baumpflege

Fällheber allgemein
Ein Fällheber ist ein Hebelwerkzeug, mit dem schwächere Bäume beim Fällen sicher in die gewünschte Richtung gedrückt werden. Der Fällheber wird in den Fällschnitt angesetzt und hebelt den Baum um. Oft ist er mit einem Wendehaken kombiniert, um Stämme zu drehen und zu bewegen.

Eigenschaften: Hebelwerkzeug zum Fällen, Für schwächere Bäume, Oft mit Wendehaken, Erhöht die Kontrolle.

Verwendung: Baumfällung, Stämme wenden, Motormanuelle Ernte.

Maßeinheiten: Länge meist ca. 1,3 m · Kein Holzmaß

Fällkeil allgemein
Ein Fällkeil wird in den Fällschnitt getrieben, um den Baum in die geplante Richtung zu kippen und die Säge vor dem Einklemmen zu schützen. Fällkeile aus Kunststoff oder Aluminium werden mit dem Beil oder der Axt in den Fällschnitt geschlagen. Sie heben den Stamm an, sichern die Fällrichtung und verhindern, dass sich die Motorsäge festklemmt.

Eigenschaften: Keil für den Fällschnitt, Aus Kunststoff oder Alu, Sichert die Fällrichtung, Schützt vor Klemmen der Säge.

Verwendung: Baumfällung, Motormanuelle Ernte, Sicherheitstechnik.

Maßeinheiten: Länge: meist 20–30 cm · Kein Holzmaß

Fällrichtung allgemein
Die Fällrichtung ist die geplante Richtung, in die ein Baum kontrolliert zu Boden gebracht wird. Die Fällrichtung wird vor dem Schnitt festgelegt und mit Fällkerbe, Bruchleiste und Keilen gesteuert. Sie berücksichtigt Baumneigung, Kronenschwerpunkt, Wind und Hindernisse.

Eigenschaften: Geplante Fallrichtung des Baumes, Über Fällkerbe und Bruchleiste gesteuert, Beachtet Neigung und Wind, Sicherheitsentscheidend.

Verwendung: Baumfällung, Verkehrssicherung, Waldarbeit.

Maßeinheiten: Rückweiche im 45°-Winkel · Kein Mengenmaß

Fällschnitt allgemein
Der Fällschnitt ist der Sägeschnitt, der den Baum nach dem Anlegen der Fällkerbe zu Fall bringt. Nach der Fällkerbe wird der Fällschnitt von der Gegenseite etwas oberhalb der Kerbensohle geführt. Dabei bleibt eine Bruchleiste stehen, die den Baum wie ein Scharnier in die geplante Richtung führt.

Eigenschaften: Sägeschnitt zum Fällen, Nach der Fällkerbe, Lässt eine Bruchleiste stehen, Wirkt als Scharnier.

Verwendung: Baumfällung, Motormanuelle Ernte, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Höhe: leicht über Kerbensohle · Bruchleistenbreite je Stamm

Fällung allgemein
Die Fällung ist das kontrollierte Zu-Fall-Bringen eines Baumes mit Fällkerbe und Fällschnitt. Bei der Fällung wird zuerst eine Fällkerbe in Fällrichtung gesägt, dann der Fällschnitt von der Gegenseite. Die stehen bleibende Bruchleiste führt den Baum sicher zu Boden.

Eigenschaften: Kontrolliertes Fällen, Fällkerbe plus Fällschnitt, Bruchleiste als Scharnier, Sicherheitsrelevant.

Verwendung: Holzernte, Verkehrssicherung, Waldpflege.

Maßeinheiten: Rückweiche im 45°-Winkel · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm gefälltes Holz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Faserbruch stammholz
Faserbruch ist ein Bruch des Holzes quer zur Faser, bei dem die Fasern durchtrennt werden. Von Faserbruch spricht man, wenn Holz unter Biege- oder Zuglast quer zur Faserrichtung reißt und die Fasern durchbrochen werden – im Gegensatz zum leichteren Aufspalten entlang der Fasern. Ein zäher, splittriger Faserbruch zeigt gutes, festes Holz an; ein glatter, kurzer Bruch (Sprödbruch) weist auf mindere Qualität, Fäule oder Reaktionsholz hin.

Eigenschaften: Bruch quer zur Faser, Fasern werden durchtrennt, Splittrig = fest, glatt = spröde, Prüfmerkmal für Qualität.

Verwendung: Holzqualitätsbeurteilung, Bruchsicherheit (Baumstatik), Materialprüfung.

Maßeinheiten: Kein festes Maß – Bruchbild · Zäh (splittrig) vs. spröde (glatt)

Faserrichtung allgemein
Die Faserrichtung ist der Verlauf der Holzfasern im Stamm und bestimmt Spaltbarkeit und Festigkeit. Holzfasern verlaufen überwiegend längs zum Stamm. Entlang der Faser lässt sich Holz gut spalten, quer dazu ist es sehr fest. Ein gerader Faserverlauf erleichtert Spalten und Bearbeitung.

Eigenschaften: Verlauf der Holzfasern, Meist längs zum Stamm, Bestimmt Spaltbarkeit, Wichtig für die Festigkeit.

Verwendung: Brennholz spalten, Holzbearbeitung, Bau- und Konstruktionsholz.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Struktureigenschaft · Faser meist längs

Fasersättigung stammholz
Fasersättigung bezeichnet den Zustand, in dem die Zellwände des Holzes vollständig mit gebundenem Wasser gesättigt sind. Bei Fasersättigung sind die Zellwände maximal mit gebundenem Wasser gefüllt, während die Zellhohlräume kein freies Wasser mehr enthalten. Dieser Zustand entspricht dem Fasersättigungspunkt (etwa 28–30 % Holzfeuchte).

Eigenschaften: Zellwände voll gesättigt, Keine freien Wasseranteile, Entspricht ~28–30 % Feuchte, Grenze der Maßänderung.

Verwendung: Holztrocknung, Maßhaltigkeit, Holzphysik.

Maßeinheiten: Holzfeuchte an der Sättigung ~28–30 % · Nur gebundenes Wasser

Umrechnung: Fasersättigung ≈ Fasersättigungspunkt (~28–30 % Holzfeuchte).

Fasersättigungspunkt stammholz
Der Fasersättigungspunkt ist die Holzfeuchte, bei der die Zellwände gesättigt, die Zellhohlräume aber wasserfrei sind (etwa 30 %). Holz enthält Wasser in den Zellhohlräumen (freies Wasser) und in den Zellwänden (gebundenes Wasser). Beim Trocknen verdunstet zuerst das freie Wasser; der Punkt, an dem nur noch die Zellwände gesättigt sind, ist der Fasersättigungspunkt – artabhängig bei rund 28–30 % Holzfeuchte.

Eigenschaften: Holzfeuchte ~28–30 %, Zellwände gesättigt, Hohlräume leer, Grenze für Schwinden/Quellen, Wichtige Trocknungsmarke.

Verwendung: Holztrocknung, Maßhaltigkeit, Verarbeitungsplanung.

Maßeinheiten: Holzfeuchte in Prozent (~28–30 %) · Freies vs. gebundenes Wasser

Umrechnung: Fasersättigungspunkt ≈ 28–30 % Holzfeuchte (artabhängig).

Faserverlauf stammholz
Der Faserverlauf beschreibt die Richtung, in der die Holzfasern im Stamm oder Werkstück verlaufen. Die Holzfasern verlaufen idealerweise gerade und parallel zur Stammachse. Abweichungen wie Drehwuchs (schraubiger Verlauf), Wechseldrehwuchs oder Faserstörungen um Äste beeinflussen Festigkeit, Bearbeitbarkeit, Schwind- und Spaltverhalten sowie das Aussehen des Holzes.

Eigenschaften: Richtung der Holzfasern, Ideal gerade und parallel, Abweichung: Drehwuchs u. a., Beeinflusst Festigkeit/Spalten.

Verwendung: Holzsortierung und -bearbeitung, Festigkeitsbeurteilung, Spalten und Hobeln.

Maßeinheiten: Faserneigung in Grad/cm je m · Bewertung bei Sortierung

Feinanteil hackschnitzel
Der Feinanteil ist der Anteil sehr kleiner Partikel und Staub in Hackschnitzeln oder Pellets. Ein hoher Feinanteil entsteht durch Abrieb, feuchtes Material oder ungeeignete Zerkleinerung. Er kann Förderschnecken verstopfen, die Verbrennung verschlechtern und den Staubanteil erhöhen.

Eigenschaften: Anteil feiner Partikel und Staub, Durch Abrieb und Feuchte, Kann Anlagen stören, Durch Normen begrenzt.

Verwendung: Hackschnitzelqualität, Pelletqualität, Anlagenbetrieb.

Maßeinheiten: Angabe in Prozent (Masse) · Normwerte je Gütesiegel

Feinhackgut hackschnitzel
Feinhackgut sind besonders klein gehackte Holzschnitzel für kleine, automatische Feuerungen. Feinhackgut hat eine kleine Korngröße (etwa G30) und eignet sich für Anlagen mit automatischer Beschickung im kleineren Leistungsbereich. Gleichmäßige, trockene Schnitzel sorgen für einen störungsfreien Transport in der Förderschnecke.

Eigenschaften: Kleine Korngröße (ca. G30), Für kleine Automatikanlagen, Gleichmäßig und trocken, Empfindlich bei Feinanteil.

Verwendung: Kleine Hackschnitzelheizungen, Automatische Beschickung, Wohngebäude.

Maßeinheiten: Korngröße: ca. G30 · Wassergehalt möglichst niedrig

Umrechnung: 1 Srm Feinhackgut = ca. 0,4 Fm festes Holz

Femel wald
Eine Femel ist eine kleine, truppweise Öffnung im Bestand, in der Naturverjüngung heranwächst. Als Femel (Femelloch) bezeichnet man eine kleinflächige Lücke, die beim Femelschlag in den Altbestand gerissen und schrittweise erweitert wird. In dieser Öffnung erhält die Verjüngung mehr Licht und kann sich unter dem Schutz des umgebenden Bestandes etablieren.

Eigenschaften: Kleine, truppweise Bestandsöffnung, Femelloch für Verjüngung, Wird schrittweise erweitert, Grundelement des Femelschlags.

Verwendung: Naturnahe Verjüngung, Femelschlag/Femelwirtschaft, Mischwaldbegründung.

Maßeinheiten: Femellochgröße in Ar · Erweiterung über Jahre

Femelschlag wald
Der Femelschlag ist ein Verjüngungsverfahren, das den Bestand truppweise in kleinen Löchern öffnet. Beim Femelschlag wird der Altbestand an mehreren Stellen in kleinen Lücken (Femellöchern) geöffnet, die nach und nach erweitert werden. In diesen Löchern etabliert sich die Naturverjüngung, die mit fortschreitender Öffnung mehr Licht erhält.

Eigenschaften: Verjüngung in kleinen Löchern, Femellöcher werden erweitert, Stufiger Mischbestand, Naturnah.

Verwendung: Naturnahe Waldverjüngung, Mischwaldbegründung, Dauerwald-nahe Bewirtschaftung.

Maßeinheiten: Femellochgröße in Ar/Hektar · Verjüngung über Jahre

Femelwirtschaft wald
Die Femelwirtschaft ist eine Betriebsart, die den Wald dauerhaft über Femelschläge verjüngt. Die Femelwirtschaft (Femelschlagbetrieb) nutzt den Femelschlag als durchgängiges Prinzip: Der Bestand wird über viele Jahre truppweise in Löchern verjüngt, sodass ein ungleichaltriger, strukturreicher Wald entsteht. Sie steht zwischen Schlagwirtschaft und Plenterwald.

Eigenschaften: Betriebsart über Femelschläge, Ungleichaltriger Bestand, Strukturreich und naturnah, Zwischen Schlag- und Plenterwald.

Verwendung: Naturnahe Waldbewirtschaftung, Mischwaldbetrieb, Klimaangepasster Waldbau.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Altersklassen gestreut

Fernwärme allgemein
Fernwärme ist die leitungsgebundene Versorgung großer Gebiete mit Wärme aus zentralen Kraftwerken oder Heizwerken. Fernwärme transportiert Wärme über weit verzweigte, gut gedämmte Rohrnetze von großen Erzeugungsanlagen – etwa Heizkraftwerken, Müllverbrennungs- oder Biomasseanlagen – zu Städten und Ballungsräumen. Sie unterscheidet sich von der Nahwärme durch die große räumliche Ausdehnung.

Eigenschaften: Leitungsgebundene Wärme, Für große Gebiete/Städte, Aus Kraft- und Heizwerken, Weit verzweigtes Netz.

Verwendung: Städtische Wärmeversorgung, Ballungsräume, Anschluss großer Erzeuger.

Maßeinheiten: Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh) oder MWh · Leistung in Megawatt (MW)

Festholz allgemein
Festholz ist die reine Holzmasse ohne Luftzwischenräume – die Grundlage des Festmeters. Der Begriff Festholz beschreibt das kompakte Holzvolumen eines Stammes oder Scheits ohne Zwischenräume. Ein Kubikmeter Festholz entspricht einem Festmeter.

Eigenschaften: Reine Holzmasse ohne Luft, Basis des Festmeters, 1 m³ Festholz = 1 Fm, Grundlage der Umrechnung.

Verwendung: Rundholzhandel, Mengenberechnung, Preisvergleich.

Maßeinheiten: 1 m³ Festholz = 1 Festmeter (Fm) · Rm/Srm enthalten weniger Festholz

Umrechnung: 1 Rm ≈ 0,7 Fm Festholz · 1 Srm ≈ 0,5 Fm Festholz

Festkubikmeter allgemein
Ein Festkubikmeter ist ein Kubikmeter massives Holz ohne Luftzwischenräume – gleichbedeutend mit dem Festmeter. Der Festkubikmeter bezeichnet einen Kubikmeter reine Holzmasse und entspricht dem Festmeter (fm). Er wird vor allem im Rund- und Stammholzhandel verwendet.

Eigenschaften: Ein m³ massives Holz, Ohne Luftzwischenräume, Gleich dem Festmeter, Für Rund-/Stammholz.

Verwendung: Rundholzhandel, Mengenberechnung, Preisvergleich.

Maßeinheiten: 1 Festkubikmeter = 1 Festmeter (Fm) · = 1 m³ massives Holz

Umrechnung: 1 Festkubikmeter = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Festmeter (fm) allgemein
Ein Festmeter ist ein Kubikmeter massives Holz ohne Luftzwischenräume – die Maßeinheit für Rund- und Stammholz. Der Festmeter (fm) bezeichnet einen Kubikmeter reine Holzmasse. Er wird vor allem bei Stamm- und Rundholz verwendet, weil dort kaum Luft im Maß steckt. Da Brennholz meist geschichtet (Raummeter) oder lose (Schüttraummeter) gehandelt wird, ist die Umrechnung in Festmeter wichtig für einen fairen Preisvergleich. Ein Festmeter enthält deutlich mehr Holz als ein gleich großer Raummeter.

Eigenschaften: Ein m³ massives Holz, Ohne Luftzwischenräume, Maß für Stamm- und Rundholz, Basis vieler Umrechnungen.

Verwendung: Stammholzhandel, Forstwirtschaft, Preisvergleich Brennholz.

Maßeinheiten: Festmeter: 1 m³ massives Holz · Kürzel: fm

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Raummeter (Rm) geschichtet · 1 Fm = ca. 2,0 Schüttraummeter (Srm) lose · 1 Rm = ca. 0,7 Fm · 1 Srm = ca. 0,5 Fm

Feuchtemessgerät allgemein
Ein Feuchtemessgerät misst die Holzfeuchte und zeigt an, ob Brennholz trocken genug zum Heizen ist. Die gängigen Geräte arbeiten mit zwei Messspitzen, die in das Holz gedrückt werden und den elektrischen Widerstand messen. Daraus wird die Holzfeuchte in Prozent errechnet. Für ein aussagekräftiges Ergebnis misst man an einer frisch gespaltenen Fläche im Inneren des Scheits, nicht außen. Werte unter 20 Prozent zeigen heizfertiges Holz an.

Eigenschaften: Zwei Messspitzen (Widerstandsmessung), Anzeige in Prozent, Schnell und einfach, Für den Hausgebrauch geeignet.

Verwendung: Brennholzkontrolle, Ankauf und Verkauf, Lagerüberwachung.

Maßeinheiten: Zielwert: unter 20 % Holzfeuchte · Messstelle: frische Bruchfläche innen

Feuerholz brennholz
Feuerholz ist eine allgemeine Bezeichnung für Holz, das zum Verbrennen und Heizen bestimmt ist. Der Begriff Feuerholz wird meist gleichbedeutend mit Brennholz oder Kaminholz verwendet und umfasst gesägtes, gespaltenes und getrocknetes Holz für Öfen, Kamine und Feuerstellen. Wie bei jedem Brennholz gilt: nur naturbelassenes, trockenes Holz mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent verbrennt sauber und effizient.

Eigenschaften: Sammelbegriff für Brennholz, Gesägt und gespalten, Naturbelassen, Trocken zum Heizen.

Verwendung: Kamin, Ofen, Feuerstelle, Lagerfeuer.

Maßeinheiten: Verkauf: Rm, Srm oder Fm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm geschichtet = ca. 0,7 Fm reines Holz · 1 Fm = ca. 1,4 Rm

Feuerraum brennholz
Der Feuerraum (Brennraum) ist der Raum im Ofen, in dem das Holz verbrennt. Im Feuerraum wird das Holz aufgelegt und verbrannt. Er ist meist mit hitzebeständigen Materialien wie Schamotte oder Vermiculite ausgekleidet, die hohe Temperaturen speichern und für eine saubere, heiße Verbrennung sorgen. Die Größe des Feuerraums bestimmt die maximale Scheitlänge und die aufnehmbare Holzmenge.

Eigenschaften: Brennraum des Ofens, Mit Schamotte/Vermiculite ausgekleidet, Bestimmt Scheitlänge/Holzmenge, Braucht hohe Temperatur + Luft.

Verwendung: Ofen- und Kaminbetrieb, Verbrennung, Ofenauswahl.

Maßeinheiten: Feuerraumgröße in Liter/cm · Scheitlänge = Ofenlänge

Fichte stammholz
Die Fichte ist das häufigste Nadelholz Deutschlands und ein weit verbreitetes, günstiges Brennholz mit schneller Wärmeentwicklung. Als leichtes Nadelholz brennt Fichte schnell an und gibt rasch Wärme ab, hat aber wegen der geringeren Dichte einen niedrigeren Heizwert je Raummeter als Hartholz. Sie eignet sich gut zum Anheizen und für schnelle Wärme. Fichtenholz kann harzbedingt funken und ist deshalb für offene Kamine weniger geeignet. Als Bauholz ist die Fichte das wichtigste Nadelholz im Hausbau.

Eigenschaften: Leichtes Nadelholz, Häufigste Baumart Deutschlands, Schnelle Wärmeentwicklung, Kann funken.

Verwendung: Kaminofen (geschlossen), Anheizen, Bauholz, Zwischenwärme.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500 kWh je Raummeter (trocken) · Rohdichte: ca. 430–470 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl · 1 Fm Fichte = ca. 1,4 Rm geschichtet

Fichtenholz brennholz
Fichtenholz ist das am häufigsten genutzte Nadelholz – günstig, leicht und als Brenn- wie Bauholz verbreitet. Fichtenholz ist hell, leicht und gut zu bearbeiten. Als Brennholz zündet es schnell und gibt rasch Wärme ab, hat aber wegen der geringen Dichte einen niedrigeren Heizwert je Raummeter als Hartholz und kann harzbedingt funken.

Eigenschaften: Häufigstes Nadelholz, Hell und leicht, Schnelle Wärme, kann funken, Günstig.

Verwendung: Kaminofen (geschlossen), Anheizen, Bauholz.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500 kWh je Rm (trocken) · Rohdichte: ca. 430–470 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Fichtenholz (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Flächenlos brennholz
Ein Flächenlos ist ein zur Selbstwerbung freigegebenes, abgegrenztes Waldstück, dessen gesamtes anfallendes Holz aufgearbeitet wird. Bei der Brennholz-Selbstwerbung unterscheidet man Stammlose (einzelne markierte Stämme) und Flächenlose. Beim Flächenlos wird dem Selbstwerber eine abgegrenzte Fläche zugewiesen, auf der er das gesamte dort liegende oder markierte Holz (oft Kronen- und Restholz nach der Ernte) aufarbeiten und entnehmen darf.

Eigenschaften: Abgegrenzte Selbstwerber-Fläche, Gesamtes Holz wird aufgearbeitet, Oft Kronen-/Restholz, Alternative zum Stammlos.

Verwendung: Brennholz-Selbstwerbung, Restholznutzung, Flächenräumung.

Maßeinheiten: Fläche in Ar/Hektar · Menge in Raummeter

Flachwurzler wald
Ein Flachwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln überwiegend flach und weit ausladend nahe der Bodenoberfläche wachsen. Flachwurzler wie Fichte, Birke und viele Pappeln bilden ein tellerartiges, oberflächennahes Wurzelsystem. Das macht sie besonders anfällig für Windwurf (Sturm), da ihnen die tiefe Verankerung fehlt, und für Trockenheit, weil sie kein Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen.

Eigenschaften: Flaches, weites Wurzelsystem, z. B. Fichte, Birke, Pappel, Windwurf- und trockenheitsanfällig, Empfindlich gegen Verdichtung.

Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Stabilitätsbeurteilung, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Wurzeltiefe gering · Wurzeltyp: Flachwurzler

Fladerschnitt schnittholz
Der Fladerschnitt ist ein tangentialer Einschnitt, bei dem das Holz die typische, gefiederte Fladermaserung zeigt. Beim Fladerschnitt (Tangentialschnitt) werden die Bretter tangential – also seitlich an den Jahrringen vorbei – aus dem Stamm gesägt. Dadurch entsteht auf der Brettfläche die charakteristische, flammen- oder fiederartige Maserung (Fladern), weil die Jahrringe schräg angeschnitten werden.

Eigenschaften: Tangentialer Einschnitt, Zeigt Fladermaserung, Dekoratives, lebhaftes Holzbild, Ausbeutestark.

Verwendung: Möbel und Innenausbau, Dekorative Oberflächen, Sägewerkseinschnitt.

Maßeinheiten: Schnittrichtung: tangential · Gegensatz: Rift-/Spiegelschnitt

Fladerschnittholz schnittholz
Fladerschnittholz ist tangential eingeschnittenes Holz mit der charakteristischen Fladermaserung. Fladerschnittholz entsteht durch den Fladerschnitt (Tangentialschnitt) und zeigt auf der Brettfläche die typische flammen- oder fiederartige Maserung. Es ist wegen seines lebhaften, dekorativen Erscheinungsbildes im Möbel- und Innenausbau sehr beliebt und stellt den größten Teil des marktüblichen Schnittholzes.

Eigenschaften: Tangential geschnittenes Holz, Mit Fladermaserung, Dekorativ und marktüblich, Etwas weniger formstabil.

Verwendung: Möbel und Innenausbau, Dekorative Flächen, Handelsübliches Schnittholz.

Maßeinheiten: Schnittart: tangential (Flader) · Gegensatz: Rift-/Spiegelholz

Flammenbild allgemein
Das Flammenbild beschreibt das Aussehen der Flamme beim Verbrennen von Holz und gibt Hinweise auf Holzqualität und Verbrennung. Ein ruhiges, helles und gleichmäßiges Flammenbild deutet auf trockenes Holz und eine saubere Verbrennung hin. Dunkle, träge oder stark rußende Flammen weisen dagegen häufig auf zu feuchtes Holz oder zu wenig Luft hin. Verschiedene Holzarten zeigen ein unterschiedliches Flammenbild: Nadelhölzer flammen lebhafter und funken eher, Harthölzer brennen ruhiger. Für Öfen mit Sichtscheibe ist ein schönes Flammenbild ein wichtiges Komfortkriterium.

Eigenschaften: Aussehen der Flamme, Zeigt Holzqualität und Luftzufuhr, Hell und ruhig = gute Verbrennung, Artabhängig.

Verwendung: Beurteilung der Verbrennung, Öfen mit Sichtfenster, Qualitätskontrolle beim Heizen.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – rein visuelle Beurteilung · Richtwert Holzfeuchte: unter 20 %

FLL-Baumkontrollrichtlinie ausbildung
Die FLL-Baumkontrollrichtlinie ist das anerkannte Regelwerk für die Kontrolle der Verkehrssicherheit von Bäumen. Die von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) herausgegebene Baumkontrollrichtlinie beschreibt, wie Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig visuell zu kontrollieren sind: Umfang, Intervalle, Dokumentation und Beurteilung von Schäden.

Eigenschaften: Regelwerk zur Baumkontrolle, Von der FLL herausgegeben, Umfang, Intervalle, Doku, Anerkannter Standard.

Verwendung: Verkehrssicherungspflicht, Kommunale Baumkontrolle, Baumkataster.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk/Richtlinie · Kontrollintervalle je Zustand

FLL-zertifizierter Baumkontrolleur ausbildung
Der FLL-zertifizierte Baumkontrolleur weist eine geprüfte Qualifikation zur Regel-Baumkontrolle nach. Die Zertifizierung „FLL-zertifizierter Baumkontrolleur" beruht auf der Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). Sie belegt, dass eine Fachkraft die visuelle Regelkontrolle von Bäumen nach anerkannten Regeln durchführen kann – zur Beurteilung der Verkehrssicherheit.

Eigenschaften: Geprüfte Baumkontroll-Qualifikation, Nach FLL-Baumkontrollrichtlinie, Visuelle Regelkontrolle, Rezertifizierung nötig.

Verwendung: Regel-Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: FLL-Zertifikat Baumkontrolleur

Formschnitt garten
Formschnitt ist die Gestaltung von Hecken und Gehölzen durch gezielten Schnitt in eine bestimmte Form. Beim Formschnitt werden Hecken, Buchsbäume oder Gehölze regelmäßig in klare geometrische oder freie Formen geschnitten. Dazu eignen sich schnittverträgliche Arten wie Buchs, Liguster, Eibe oder Hainbuche.

Eigenschaften: Gestaltung durch Schnitt, Geometrische oder freie Formen, Für schnittverträgliche Arten, Regelmäßiger Schnitt nötig.

Verwendung: Formhecken und Buchsformen, Ziergarten, Topiary.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Gestaltungsschnitt · Schnitthöhe/-breite je Form

Forst stammholz
Der Forst ist ein bewirtschafteter Wald, der planmäßig zur Holzproduktion und für weitere Waldfunktionen gepflegt wird. Im Unterschied zum ungenutzten Naturwald ist der Forst ein aktiv bewirtschafteter Wald. Er wird durch Aufforstung, Pflege, Durchforstung und Ernte planmäßig genutzt und erneuert.

Eigenschaften: Bewirtschafteter Wald, Planmäßige Nutzung, Aufforstung bis Ernte, Nachhaltig gepflegt.

Verwendung: Holzproduktion, Waldbewirtschaftung, Schutz und Erholung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Holz in Festmeter (Fm)

Forstamt allgemein
Ein Forstamt ist eine Behörde oder Verwaltungseinheit, die für die Bewirtschaftung und Beaufsichtigung von Wäldern zuständig ist. Forstämter verwalten staatliche Wälder, beraten private Waldbesitzer und überwachen die Einhaltung forstlicher Vorschriften. Sie organisieren Holzverkauf, Aufforstung und Waldschutz.

Eigenschaften: Forstliche Behörde, Verwaltet und berät, Überwacht Vorschriften, Anlaufstelle für Brennholz.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Selbstwerbung und Lose, Beratung.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Verwaltungseinheit · Handel in Fm/Rm

Forstassessor ausbildung
Der Forstassessor hat die Laufbahnprüfung des höheren Forstdienstes bestanden und ist für leitende forstliche Aufgaben qualifiziert. Nach dem Masterstudium absolvieren angehende Forstbeamte des höheren Dienstes ein Referendariat (Vorbereitungsdienst), das mit der großen forstlichen Staatsprüfung zum Forstassessor endet. Damit sind sie für Leitungsaufgaben in Forstverwaltung, Forstämtern, Ministerien und großen Betrieben qualifiziert.

Eigenschaften: Prüfung des höheren Forstdienstes, Nach Master + Referendariat, Leitende Forstaufgaben, Eingangsstufe höherer Dienst.

Verwendung: Forstverwaltung und Ministerien, Leitung von Forstämtern, Große Forstbetriebe.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Master + Referendariat · Abschluss: Forstassessor/-in (Staatsprüfung)

Forstbetrieb allgemein
Ein Forstbetrieb ist ein Unternehmen oder eine Organisation, die Wald bewirtschaftet und Holz erzeugt und vermarktet. Forstbetriebe pflegen den Wald, ernten Holz und verkaufen die Sortimente an Sägewerke, Industrie und Endkunden. Sie reichen vom kleinen Privatwald bis zum großen Staats- oder Kommunalbetrieb.

Eigenschaften: Bewirtschaftet Wald, Erzeugt und vermarktet Holz, Vom Privat- bis Staatsbetrieb, Direkter Bezugsweg.

Verwendung: Holzernte und -verkauf, Waldpflege, Brennholzvermarktung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter oder Raummeter · Preis je Sortiment

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm – bei der Abrechnung mit dem Forstbetrieb

Forstbetriebsgemeinschaft wald
Eine Forstbetriebsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Waldbesitzern zur gemeinsamen Bewirtschaftung und Vermarktung. In der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) schließen sich private (und teils kommunale) Waldbesitzer zusammen, um die Nachteile des Kleinprivatwaldes – Kleinflächigkeit, fehlende Technik, geringe Marktmacht – auszugleichen. Gemeinsam organisieren sie Holzernte, -vermarktung, Beratung, Maschineneinsatz und Wegebau und bündeln Holzmengen für bessere Preise.

Eigenschaften: Zusammenschluss von Waldbesitzern, Gemeinsame Ernte/Vermarktung, Bündelt Mengen und Technik, Nach Bundeswaldgesetz anerkannt.

Verwendung: Kleinprivatwald, Holzvermarktung, Gemeinschaftliche Bewirtschaftung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Organisationsform · Bezug: forstlicher Zusammenschluss

Forsteinrichtung wald
Die Forsteinrichtung ist die mittelfristige Planung und Inventur eines Forstbetriebs für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Die Forsteinrichtung erfasst periodisch (meist alle 10 Jahre) den Zustand des Waldes – Bestände, Flächen, Vorräte, Zuwachs, Altersstruktur – und legt darauf aufbauend die Bewirtschaftungsziele, den nachhaltigen Hiebssatz und die vorgesehenen Maßnahmen (Hiebs-, Pflege-, Verjüngungsplan) fest. Ergebnis sind Karten, Datenbanken und ein Betriebswerk.

Eigenschaften: Periodische Inventur + Planung, Vorrat, Zuwachs, Altersstruktur, Legt Hiebssatz und Maßnahmen fest, Zentrales Planungsinstrument.

Verwendung: Forstliche Betriebsplanung, Nachhaltskontrolle, Hiebs- und Pflegeplanung.

Maßeinheiten: Vorrat in Vfm/ha · Hiebssatz in Efm/Jahr

Forstingenieur ausbildung
Der Forstingenieur ist ein akademisch ausgebildeter Fachmann für Forstwirtschaft mit Hochschulabschluss. Forstingenieure haben Forstwirtschaft an einer Hochschule studiert (Bachelor/Master) und übernehmen planende, leitende und beratende Aufgaben: Betriebsleitung, Forsteinrichtung, Naturschutz, Holzvermarktung und Verwaltung.

Eigenschaften: Akademischer Forstberuf, Hochschulstudium (Bachelor/Master), Planung, Leitung, Beratung, Basis für höheren Forstdienst.

Verwendung: Betriebs- und Revierleitung, Forsteinrichtung und Planung, Naturschutz und Verwaltung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forststudium · Abschluss: Bachelor/Master Forstwirtschaft

Forstkran stammholz
Ein Forstkran ist ein hydraulischer Ladekran zum Greifen, Heben und Verladen von Holz. Der Forstkran ist ein knickbarer Hydraulikkran, der auf Rückewagen, Forwarder, Traktoren oder Lkw montiert wird. Mit Rückezange oder Holzgreifer am Kranarm werden Stämme aufgenommen, verladen und gestapelt.

Eigenschaften: Hydraulischer Ladekran, Mit Zange oder Greifer, Reichweite und Hubmoment, Auf Wagen, Traktor oder Lkw.

Verwendung: Rücken und Verladen, Poltern und Stapeln, Holztransport.

Maßeinheiten: Reichweite in Meter (m) · Hubmoment in Kilonewtonmeter (kNm)

Forstmaschinenführer ausbildung
Der Forstmaschinenführer bedient hochmechanisierte Forstmaschinen wie Harvester und Forwarder. Forstmaschinenführer steuern Vollernter (Harvester) und Rückezüge (Forwarder) und übernehmen damit die hochmechanisierte Holzernte. Sie fällen, entasten, längen ein und rücken Holz maschinell und sind für Wartung und Einsatzplanung ihrer Maschine mitverantwortlich.

Eigenschaften: Bediener von Forstmaschinen, Harvester und Forwarder, Hochmechanisierte Holzernte, Mit Wartungsverantwortung.

Verwendung: Vollmechanisierte Holzernte, Forstunternehmen, Durchforstung und Ernte.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis + Zusatzqualifikation · Abschluss: Zertifikat/Lehrgang

Forstmulcher allgemein
Ein Forstmulcher ist eine Maschine, die Gehölz, Stubben und Bewuchs zerkleinert und einarbeitet. Der Forstmulcher wird an Bagger oder Traktor angebaut und zerkleinert mit rotierenden Werkzeugen Sträucher, dünne Bäume und Wurzelstöcke. Er dient der Flächenräumung, der Wegepflege und der Rekultivierung.

Eigenschaften: Zerkleinert Gehölz und Stubben, Anbau an Bagger oder Traktor, Für Flächenräumung, Erzeugt Mulchmaterial.

Verwendung: Flächenräumung, Wege- und Trassenpflege, Rekultivierung.

Maßeinheiten: Arbeitsbreite je Gerät · Kein Holzmaß

Forstmulchgerät wald
Ein Forstmulchgerät zerkleinert Gehölze, Aufwuchs und Wurzelstöcke mit einer rotierenden Werkzeugwalze. Das Forstmulchgerät (Forstmulcher) hat eine schnell rotierende Walze mit Schlägeln oder Meißeln, die Sträucher, dünne Bäume, Aufwuchs, Äste und teils Baumstümpfe an Ort und Stelle zerkleinert und in den Boden einarbeitet. Es wird an Bagger, Traktor oder selbstfahrende Trägerfahrzeuge angebaut.

Eigenschaften: Zerkleinert Gehölze/Aufwuchs, Rotierende Schlägel-/Meißelwalze, An Bagger/Traktor/Trägerfahrzeug, Für Flächen- und Trassenpflege.

Verwendung: Flächenräumung, Trassen- und Wegepflege, Kulturvorbereitung.

Maßeinheiten: Arbeitsbreite in Meter · Leistung in Kilowatt

Forstpartie wald
Eine Forstpartie ist eine Arbeitsgruppe (Rotte) von Waldarbeitern, die gemeinsam Wald- und Holzerntearbeiten ausführt. Als Forstpartie (Waldarbeiterrotte, Holzhauerpartie) bezeichnet man ein eingespieltes Team von Forstwirten und Waldarbeitern, das Fäll-, Aufarbeitungs- und Pflegearbeiten arbeitsteilig und aufeinander abgestimmt erledigt. Die gemeinsame Arbeit erhöht Leistung und – bei richtiger Organisation – die Arbeitssicherheit, etwa durch gegenseitige Sicherung und Erste-Hilfe-Bereitschaft.

Eigenschaften: Arbeitsgruppe von Waldarbeitern, Arbeitsteilige Wald-/Holzarbeit, Erhöht Leistung und Sicherheit, Auch: Rotte, Holzhauerpartie.

Verwendung: Holzernte und Waldpflege, Forstbetriebe und Dienstleister, Teamorganisation.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Organisationsform · Bezug: Waldarbeit

Forstrevier wald
Ein Forstrevier ist ein abgegrenztes Waldgebiet, das von einem Revierförster bewirtschaftet und betreut wird. Das Forstrevier (Revier) ist die kleinste betriebliche Verwaltungseinheit der Forstwirtschaft. Es wird von einem Revierförster eigenverantwortlich geleitet, der Waldbau, Holzernte und -verkauf, Jagd, Naturschutz, Verkehrssicherung und die Beratung von Waldbesitzern übernimmt. Die Größe variiert je nach Waldstruktur und Besitzart.

Eigenschaften: Abgegrenztes Waldgebiet, Kleinste Verwaltungseinheit, Vom Revierförster geleitet, Umsetzung der Planung vor Ort.

Verwendung: Forstverwaltung, Revierbewirtschaftung, Waldbesitzerbetreuung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Bezug: Verwaltungseinheit

Forstschutz wald
Forstschutz umfasst alle Maßnahmen, die den Wald vor Schäden durch Insekten, Pilze, Wild, Feuer und Witterung bewahren. Der Forstschutz beobachtet und bekämpft Gefahren für den Wald, etwa Borkenkäfer, Pilzkrankheiten, Wildverbiss und Waldbrand. Er umfasst Vorbeugung, Überwachung (Monitoring) und im Bedarfsfall gezielte Gegenmaßnahmen.

Eigenschaften: Schutz des Waldes, Gegen Insekten, Pilze, Wild, Feuer, Vorbeugung und Monitoring, Wichtig im Klimawandel.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Schädlingsmanagement, Waldbrandvorbeugung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schutzmaßnahmen · Befallsflächen in Hektar

Forsttechniker ausbildung
Der Forsttechniker ist eine staatlich geprüfte Fachschul-Weiterbildung zwischen Facharbeiter und Hochschulabschluss. Der staatlich geprüfte Forsttechniker (Fachschule/Technikerschule) qualifiziert für gehobene Aufgaben in Revierleitung, Holzvermarktung, Betriebsorganisation und Verwaltung. Die Vollzeit-Weiterbildung dauert meist zwei Jahre und setzt eine forstliche Ausbildung mit Praxis voraus.

Eigenschaften: Staatlich geprüfter Techniker, Fachschul-Weiterbildung, Meist 2 Jahre Vollzeit, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Revierleitung, Holzvermarktung und Organisation, Forstverwaltung.

Maßeinheiten: Dauer: ca. 2 Jahre · Abschluss: Staatlich geprüfter Forsttechniker

Forstweg allgemein
Ein Forstweg ist ein befestigter Weg im Wald, der die Bewirtschaftung, Holzernte und Abfuhr ermöglicht. Forstwege erschließen den Wald für Maschinen und Fahrzeuge. An ihnen werden Polter aufgeschichtet und das Holz zur Abfuhr bereitgestellt. Sie dienen zugleich der Erholung und dem Brandschutz.

Eigenschaften: Befestigter Weg im Wald, Ermöglicht Ernte und Abfuhr, Standort für Polter, Auch für Erholung.

Verwendung: Holzernte und -abfuhr, Walderschließung, Erholung und Brandschutz.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Infrastruktur · Polter am Wegrand

Forstwirt ausbildung
Der Forstwirt ist der grundlegende Ausbildungsberuf für die praktische Arbeit im Wald. Forstwirtinnen und Forstwirte begründen, pflegen und ernten Waldbestände, fällen und rücken Holz, bauen Wege und schützen den Wald. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der zuständigen Stelle ab.

Eigenschaften: Forstlicher Ausbildungsberuf, Dauer 3 Jahre (dual), Holzernte, Waldpflege, Wegebau, Basis für Weiterbildungen.

Verwendung: Forstbetriebe und Forstämter, Waldpflege und Holzernte, Dienstleistungsunternehmen.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Forstwirt/-in (Gesellenprüfung)

Forstwirtschaft wald
Forstwirtschaft ist die Bewirtschaftung von Wäldern zur nachhaltigen Nutzung von Holz und zur Pflege des Waldes. Die Forstwirtschaft plant und steuert Begründung, Pflege und Ernte von Waldbeständen über lange Zeiträume. Ziel ist ein stabiler, produktiver Wald, der Holz liefert und zugleich Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen erfüllt.

Eigenschaften: Bewirtschaftung von Wäldern, Nachhaltige Holznutzung, Begründung, Pflege, Ernte, Erhält alle Waldfunktionen.

Verwendung: Holzproduktion, Waldpflege, Naturschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs

Forstwirtschaftsmeister ausbildung
Der Forstwirtschaftsmeister ist die Meister-Weiterbildung für erfahrene Forstwirte mit Führungs- und Ausbildungsaufgaben. Der Forstwirtschaftsmeister leitet Waldarbeitertrupps, plant und überwacht Arbeiten, bildet Forstwirte aus und übernimmt betriebliche Verantwortung. Die Weiterbildung setzt eine abgeschlossene Forstwirt-Ausbildung und Berufspraxis voraus und endet mit der Meisterprüfung.

Eigenschaften: Meister-Weiterbildung, Nach Forstwirt + Praxis, Führung und Ausbildung, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Trupp- und Betriebsleitung, Ausbildung von Forstwirten, Arbeitsplanung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forstwirt + Praxis · Abschluss: Forstwirtschaftsmeister/-in

Forwarder allgemein
Ein Forwarder ist eine Forstmaschine, die aufgearbeitetes Holz vom Hiebort zum Forstweg transportiert. Der Forwarder (Tragrückeschlepper) lädt die vom Harvester bereitgelegten Holzabschnitte mit einem Kran auf seine Ladebühne und fährt sie bodenschonend zum Weg. Dort werden sie zu Poltern gestapelt.

Eigenschaften: Tragrückeschlepper, Transportiert Holz zum Weg, Mit Kran und Ladebühne, Bodenschonend.

Verwendung: Mechanisierte Holzernte, Rücken zum Forstweg, Polterbildung.

Maßeinheiten: Ladevolumen je Maschine · Holz in Festmeter (Fm)

Forwarder-Ausbildung ausbildung
Die Forwarder-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Rückezugs für den schonenden Holztransport. Der Forwarder (Rückezug) transportiert das vom Harvester aufgearbeitete Holz aus dem Bestand zum Weg. Die Ausbildung vermittelt sicheres Fahren im Gelände, Beladen mit dem Kran, Sortentrennung, Bodenschutz auf Rückegassen und Maschinenwartung.

Eigenschaften: Bedienung des Rückezugs, Holztransport aus dem Bestand, Kranbeladung und Sortierung, Bodenschutz auf Rückegassen.

Verwendung: Rücken nach der Ernte, Forstunternehmen, Sortentrennung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis · Abschluss: Bediener-Nachweis Forwarder

Freischneider wald
Ein Freischneider ist ein motorbetriebenes Gerät zur Pflege von Gras-, Gestrüpp- und Gehölzflächen. Der Freischneider (Motorsense) treibt ein rotierendes Schneidwerkzeug an – je nach Aufgabe einen Faden, ein Grasmesser oder ein Dickichtmesser. Er dient der Pflege von Wegrändern, Jungkulturen, Böschungen und verbuschten Flächen.

Eigenschaften: Motorbetriebenes Pflegegerät, Faden- oder Messeraufsatz, Für Gras, Gestrüpp, Gehölz, Für die Kulturpflege.

Verwendung: Kultur- und Wegrandpflege, Böschungspflege, Landschaftspflege.

Maßeinheiten: Motorleistung je Gerät · Kein Holzmaß

Frischgewicht allgemein
Das Frischgewicht ist das Gewicht von frisch geschlagenem Holz mit hohem Wasseranteil. Unmittelbar nach dem Einschlag hat Holz einen Wassergehalt von etwa 50 Prozent und ist entsprechend schwer. Dieses hohe Frischgewicht sinkt beim Trocknen deutlich, da das Wasser entweicht.

Eigenschaften: Gewicht frischen Holzes, Wassergehalt ca. 50 %, Deutlich schwerer als trocken, Feuchteabhängig.

Verwendung: Transport und Logistik, Handel nach Gewicht, Erntekalkulation.

Maßeinheiten: Wassergehalt frisch: ca. 50 % · Trocken: ≤ 20 %

Umrechnung: Lufttrocken ist ca. 30–40 % leichter als frisch geschlagen.

Frühholz stammholz
Frühholz ist der im Frühjahr gebildete, hellere und weichere Teil eines Jahrrings. Zu Beginn der Wachstumsperiode bildet der Baum Frühholz mit weiten, dünnwandigen Zellen für den raschen Wassertransport. Es ist heller, weicher und weniger dicht als das später im Jahr gebildete Spätholz. Zusammen bilden Früh- und Spätholz einen Jahrring.

Eigenschaften: Heller, weicher Jahrring-Teil, Im Frühjahr gebildet, Weite, dünnwandige Zellen, Geringere Dichte.

Verwendung: Holzstrukturbestimmung, Qualitätsbeurteilung, Dendrologie.

Maßeinheiten: Anteil am Jahrring in Prozent · Dichte geringer als Spätholz

Frühjahrspflege garten
Frühjahrspflege umfasst alle Gartenarbeiten nach dem Winter, die den Garten für die neue Saison vorbereiten. Zur Frühjahrspflege gehören das Entfernen von Laub und Winterschutz, der Rückschnitt von Stauden und Gehölzen, das Vertikutieren und Düngen des Rasens, die Bodenlockerung sowie das Pflanzen und Aussäen.

Eigenschaften: Gartenarbeiten nach dem Winter, Rückschnitt, Vertikutieren, Düngen, Bodenvorbereitung und Pflanzung, Zeitpunkt witterungsabhängig.

Verwendung: Rasen- und Beetpflege, Gehölzschnitt, Saisonstart.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Saisonpflege · Terminfenster Spätwinter/Frühling

FSC wald
FSC ist ein internationales Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle, nachhaltige Waldwirtschaft. FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert Wälder und Holzprodukte nach strengen ökologischen, sozialen und ökonomischen Standards. Wie bei PEFC verfolgt eine Produktkettenzertifizierung das Holz bis zum Endprodukt.

Eigenschaften: Waldzertifizierung, Strenge Öko- und Sozialkriterien, Chain of Custody, Von Umweltverbänden getragen.

Verwendung: Zertifizierung von Wäldern, Holz- und Papierprodukte, Nachhaltigkeitsnachweis.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Zertifizierungsstandard · Gültigkeit über Auditzyklen

Fugenreinigung garten
Fugenreinigung ist das Entfernen von Unkraut, Moos und Schmutz aus den Fugen von Pflasterflächen. In den Fugen von Pflaster, Platten und Wegen siedeln sich mit der Zeit Unkraut, Moos und Algen an. Bei der Fugenreinigung werden diese mechanisch (Fugenkratzer, Bürste), thermisch (Heißwasser, Abflammen) oder mit Hochdruck entfernt.

Eigenschaften: Entfernen von Unkraut aus Fugen, Mechanisch, thermisch, Hochdruck, Auf Pflaster und Platten, Ohne Chemie auf befestigten Flächen.

Verwendung: Wege und Terrassen, Einfahrten und Höfe, Pflasterpflege.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Führerschein Klasse B ausbildung
Die Führerscheinklasse B berechtigt zum Führen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Die Klasse B gilt für Kraftfahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse mit bis zu acht Sitzplätzen (außer Fahrersitz). Ein Anhänger bis 750 kg ist erlaubt, schwerere Anhänger nur, wenn die Kombination 3.500 kg nicht übersteigt (sonst B96 oder BE).

Eigenschaften: Pkw bis 3,5 t, Bis 8 Sitzplätze, Anhänger bis 750 kg, Basis-Fahrerlaubnis.

Verwendung: Transporter und Pick-ups, Leichte Anhänger, Betrieblicher Alltag.

Maßeinheiten: zGM: bis 3.500 kg · Anhänger: bis 750 kg (sonst B96/BE)

Führerschein Klasse BE ausbildung
Die Führerscheinklasse BE berechtigt zum Führen von Pkw-Anhänger-Kombinationen mit schwererem Anhänger. Die Klasse BE erweitert die Klasse B: Sie erlaubt das Ziehen eines Anhängers über 750 kg bis 3.500 kg hinter einem Fahrzeug der Klasse B. Damit lassen sich schwere Anhänger, Maschinentransporter und Rückewagen bewegen, für die B oder B96 nicht ausreichen.

Eigenschaften: Pkw mit schwerem Anhänger, Anhänger über 750 bis 3.500 kg, Erweiterung der Klasse B, Für Maschinentransport.

Verwendung: Maschinen- und Holztransport, Rückewagen und Kipper, Garten- und Forstbetriebe.

Maßeinheiten: Anhänger: über 750 bis 3.500 kg · Basis: Klasse B

Führerschein Klasse C ausbildung
Die Führerscheinklasse C berechtigt zum Führen schwerer Lkw über 7,5 Tonnen. Die Klasse C gilt für Kraftfahrzeuge über 3.500 kg (praktisch über 7,5 t) mit Anhänger bis 750 kg; schwerere Anhänger erfordern die Klasse CE. Damit lassen sich schwere Lkw für Holztransport, Maschinen und Schüttgüter bewegen.

Eigenschaften: Schwere Lkw über 7,5 t, Anhänger bis 750 kg (sonst CE), Vorbesitz Klasse B, Gesundheitsprüfungen nötig.

Verwendung: Schwerer Holztransport, Schüttgüter und Maschinen, Gewerblicher Verkehr.

Maßeinheiten: zGM: über 3.500 kg (i. d. R. > 7,5 t) · Anhänger: bis 750 kg (sonst CE)

Führerschein Klasse C1 ausbildung
Die Führerscheinklasse C1 berechtigt zum Führen mittelschwerer Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen. Die Klasse C1 gilt für Kraftfahrzeuge über 3.500 kg bis 7.500 kg zulässiger Gesamtmasse (mit Anhänger bis 750 kg; darüber C1E). Damit lassen sich mittelschwere Lkw und Pritschenfahrzeuge bewegen, wie sie in Forst-, Garten- und Landschaftsbetrieben für Material- und Holztransport üblich sind.

Eigenschaften: Lkw 3,5 bis 7,5 t, Anhänger bis 750 kg (sonst C1E), Zwischen B und C, Ärztliches Gutachten nötig.

Verwendung: Mittelschwere Lkw, Material- und Holztransport, Betriebsfahrzeuge.

Maßeinheiten: zGM: über 3.500 bis 7.500 kg · Anhänger: bis 750 kg (sonst C1E)

Führerschein Klasse CE ausbildung
Die Führerscheinklasse CE berechtigt zum Führen schwerer Lkw mit schwerem Anhänger oder Sattelzug. Die Klasse CE erweitert die Klasse C um schwere Anhänger über 750 kg – also Lastzüge und Sattelzüge. Sie ist die umfassendste Lkw-Klasse und für den schweren Holztransport mit Anhänger (etwa Langholz-Lkw mit Nachläufer) sowie Maschinentransport unverzichtbar.

Eigenschaften: Schwerer Lkw mit schwerem Anhänger, Lastzüge und Sattelzüge, Vorbesitz Klasse C, Umfassendste Lkw-Klasse.

Verwendung: Langholztransport, Maschinen- und Schwertransport, Gewerblicher Güterverkehr.

Maßeinheiten: Basis: Klasse C · Anhänger: über 750 kg (Lastzug/Sattelzug)

Führerschein Klasse L ausbildung
Die Führerscheinklasse L berechtigt zum Führen langsamer land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen. Die Klasse L gilt für Zugmaschinen (Traktoren), die bauartbedingt nicht schneller als 40 km/h fahren (mit Anhänger 25 km/h), wenn sie für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, sowie für selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Gabelstapler bis 25 km/h. Die Klasse L ist in der Klasse B enthalten.

Eigenschaften: Langsame Zugmaschinen, Bis 40 km/h (Anhänger 25 km/h), Land-/forstwirtschaftlicher Zweck, In Klasse B enthalten.

Verwendung: Langsame Traktoren, Selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Forst- und Gartenbetrieb.

Maßeinheiten: Traktor: bis 40 km/h (mit Anhänger 25 km/h) · In Klasse B enthalten

Führerschein Klasse T ausbildung
Die Führerscheinklasse T berechtigt zum Führen schneller land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen bis 60 km/h. Die Klasse T gilt für Zugmaschinen (Traktoren) mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, auch mit Anhängern, sowie für selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler bis 40 km/h – jeweils bei Einsatz für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke.

Eigenschaften: Schnelle Zugmaschinen bis 60 km/h, Auch mit Anhängern, Land-/forstwirtschaftlicher Zweck, Umfassender als Klasse L.

Verwendung: Moderne, schnelle Traktoren, Forst-, Garten- und Landwirtschaft, Anhängerbetrieb.

Maßeinheiten: Traktor: bis 60 km/h (Arbeitsmaschinen bis 40 km/h) · Mindestalter: i. d. R. 16 Jahre

Führungsschiene stammholz
Die Führungsschiene (Schwert) ist der längliche Teil der Motorsäge, auf dem die Sägekette umläuft. Die Führungsschiene führt die Sägekette in einer umlaufenden Nut. Ihre Länge bestimmt den maximalen Schnittdurchmesser; an der Spitze läuft die Kette meist über einen Umlenkstern. Schiene, Kette und Antriebsritzel müssen in Teilung und Treibgliedstärke zusammenpassen.

Eigenschaften: Schwert der Motorsäge, Führt die Sägekette, Länge = max. Schnittdurchmesser, Muss zu Kette/Ritzel passen.

Verwendung: Motorsägenarbeit, Fäll- und Ablängschnitte, Wartung der Säge.

Maßeinheiten: Schienenlänge in Zentimeter/Zoll · Teilung und Nutbreite je Kette

Funkenflug brennholz
Funkenflug ist das Herausspringen glühender Partikel aus dem Feuer, vor allem bei harzreichem Nadelholz. Funkenflug entsteht, wenn eingeschlossenes Harz oder Feuchtigkeit im Holz schlagartig verdampft und Partikel wegschleudert. Besonders Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Lärche neigen dazu.

Eigenschaften: Herausspringende Glutpartikel, Vor allem bei Nadelholz, Durch Harz und Feuchte, Brandgefahr im Offenen.

Verwendung: Kaminöfen (unkritisch), Offener Kamin (Funkenschutz), Lagerfeuer und Grill.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Verbrennungseffekt · Bei Nadelholz stärker

Furnierholz stammholz
Furnierholz ist besonders hochwertiges Stammholz, aus dem dünne Furnierblätter für Möbel und Innenausbau gewonnen werden. Für Furnier eignen sich nur makellose, gleichmäßig gewachsene Stämme mit schöner Maserung. Sie werden geschält oder gemessert und liefern dünne Blätter, die auf Trägerplatten aufgeleimt werden.

Eigenschaften: Höchste Stammholzqualität, Makellos und schön gemasert, Für dünne Furnierblätter, Wertvollstes Sortiment.

Verwendung: Möbel und Innenausbau, Türen und Paneele, Hochwertige Oberflächen.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Qualitätsanforderungen hoch

Umrechnung: 1 Fm Furnierholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Furnierschichtholz schnittholz
Furnierschichtholz (LVL) ist ein Holzwerkstoff aus vielen parallel verleimten Furnierlagen mit hoher Festigkeit. Furnierschichtholz (englisch Laminated Veneer Lumber, LVL) entsteht durch Schälen von Nadelholz zu dünnen Furnieren, die faserparallel und verleimt zu Platten oder Trägern gepresst werden. Durch die vielen Lagen werden Äste und Fehlstellen „verteilt", sodass ein sehr gleichmäßiges, hochfestes und maßhaltiges Material entsteht.

Eigenschaften: Verleimte Furnierlagen (faserparallel), Sehr hochfest und maßhaltig, Fehlstellen verteilt, Für tragende Bauteile.

Verwendung: Ingenieurholzbau, Träger und Stützen, Hochlast-Konstruktionen.

Maßeinheiten: Festigkeit in N/mm² · Dicke/Länge nach Herstellerprogramm

Furnierstamm stammholz
Ein Furnierstamm ist ein makelloser, hochwertiger Stamm, aus dem dünne Furnierblätter gewonnen werden. Furnierstämme sind gerade, gleichmäßig gewachsene und fehlerfreie Stämme mit schöner Maserung. Sie werden geschält oder gemessert und liefern dünne Furniere für Möbel und Innenausbau.

Eigenschaften: Makelloser Wertholzstamm, Für dünne Furniere, Schöne Maserung, Höchster Holzwert.

Verwendung: Furnierproduktion, Möbel und Innenausbau, Wertholzsubmission.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Über Submissionen

Umrechnung: 1 Fm Furnierstamm = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

G

G100 hackschnitzel
G100 ist eine grobe Hackschnitzel-Korngröße für große Feuerungsanlagen mit robuster Fördertechnik. Bei G100 reicht die Kantenlänge der meisten Schnitzel bis etwa 100 Millimeter. Solches Grobhackgut wird in großen Heizwerken und Industrieanlagen genutzt, die grobe Stückgrößen sicher verarbeiten.

Eigenschaften: Grobe Korngröße bis ca. 100 mm, Für große Anlagen, Robuste Fördertechnik nötig, Nicht für Kleinanlagen.

Verwendung: Große Heizwerke, Industrieanlagen, Fernwärme.

Maßeinheiten: Korngröße: bis ca. 100 mm · Für große Feuerungen

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz

G30 hackschnitzel
G30 ist eine Korngrößenklasse für Hackschnitzel mit feiner Körnung, geeignet für kleine automatische Feuerungen. Die Klasse G30 bezeichnet Hackgut, bei dem der überwiegende Teil der Schnitzel eine Kantenlänge bis etwa 30 Millimeter hat. Diese feine Körnung eignet sich für kleine Anlagen mit empfindlicher Förderschnecke.

Eigenschaften: Feine Korngröße bis ca. 30 mm, Für kleine Anlagen, Gute Förderbarkeit, Empfindlich bei Feinanteil.

Verwendung: Kleine Hackschnitzelheizungen, Wohngebäude, Automatische Feuerungen.

Maßeinheiten: Korngröße: bis ca. 30 mm · Wassergehalt niedrig halten

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz

G50 hackschnitzel
G50 ist eine Korngrößenklasse für Hackschnitzel mit mittlerer Körnung, verbreitet für mittlere und größere Feuerungen. Bei G50 hat der überwiegende Teil der Hackschnitzel eine Kantenlänge bis etwa 50 Millimeter. Diese mittlere Körnung ist der gängige Standard für viele Hackschnitzelheizungen und Heizwerke.

Eigenschaften: Mittlere Korngröße bis ca. 50 mm, Gängiger Standard, Für mittlere/große Anlagen, Robust in der Förderung.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Heizwerke, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Korngröße: bis ca. 50 mm · Wassergehalt je Anlage

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz

Gartenholz brennholz
Gartenholz ist Holz, das bei der Pflege von Gärten und Grünanlagen anfällt – von Baumschnitt bis Heckenschnitt. Bei Baum-, Strauch- und Heckenschnitt im Garten fällt gemischtes Holz unterschiedlicher Stärke an. Kräftigere Stücke eignen sich als Brennholz, dünnes Material für Hackschnitzel oder den Kompost.

Eigenschaften: Aus Garten- und Grünpflege, Gemischt und ästig, Verschiedene Stärken, Regionaler Anfall.

Verwendung: Brennholz für den Eigenbedarf, Hackschnitzel, Kompost.

Maßeinheiten: Handel: meist Eigenbedarf · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm gemischtes Gartenholz (trocken) ≈ 160–190 l Heizöl

Gartenpflege garten
Gartenpflege umfasst alle Arbeiten zum Erhalt und zur Pflege von Gartenanlagen. Zur Gartenpflege gehören Rasenmähen, Beetpflege, Hecken- und Gehölzschnitt, Gießen, Düngen, Unkrautentfernung und die Reinigung von Wegen und Terrassen. Sie hält den Garten gesund, schön und nutzbar.

Eigenschaften: Erhalt von Gartenanlagen, Rasen, Beete, Gehölze, Wege, Gießen, Düngen, Schneiden, Regelmäßig.

Verwendung: Privatgärten, Grünanlagen, Ziergärten.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Gärtner GaLaBau ausbildung
Der Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) ist der Ausbildungsberuf für den Bau und die Pflege von Außenanlagen. Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner (Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) legen Gärten, Parks, Wege, Terrassen, Teiche und Grünflächen an und pflegen sie. Sie pflanzen, pflastern, mauern, bauen Zäune und bedienen Maschinen. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Eigenschaften: Ausbildungsberuf GaLaBau, Bau und Pflege von Außenanlagen, Dauer 3 Jahre (dual), Pflanzen, Pflastern, Bauen.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Grünflächenpflege, Wege-, Teich- und Zaunbau.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Gärtner/-in (GaLaBau)

Gefährdungsbeurteilung ausbildung
Die Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen am Arbeitsplatz. Jeder Arbeitgeber ist nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, für alle Tätigkeiten eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen: Gefährdungen ermitteln, Risiken bewerten, Schutzmaßnahmen festlegen, umsetzen und ihre Wirksamkeit überprüfen. Sie ist zu dokumentieren und bei Änderungen zu aktualisieren.

Eigenschaften: Systematische Gefahrenbewertung, Pflicht nach ArbSchG, Maßnahmen festlegen und prüfen, Zu dokumentieren.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Maschinen- und Höhenarbeit.

Maßeinheiten: Grundlage: Arbeitsschutzgesetz (§ 5) · Form: dokumentierte Beurteilung

Gefahrenbaum wald
Ein Gefahrenbaum ist ein Baum mit erhöhter Bruch- oder Umsturzgefahr, der Personen oder Sachen gefährden kann. Ein Baum wird zum Gefahrenbaum, wenn Schäden wie Fäule, Pilzbefall, Risse, starke Neigung oder Wurzelschäden seine Stand- oder Bruchsicherheit beeinträchtigen und sich im Umfeld Wege, Straßen oder Gebäude befinden.

Eigenschaften: Erhöhte Bruch-/Umsturzgefahr, Durch Schäden geschwächt, Gefährdet Personen und Sachen, Erkannt bei der Baumkontrolle.

Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitsbeurteilung · Beurteilung der Stand-/Bruchsicherheit

Gehölz stammholz
Ein Gehölz ist eine verholzte Pflanze wie Baum oder Strauch – oder eine kleine, mit solchen bewachsene Fläche. Der Begriff Gehölz umfasst alle verholzenden Pflanzen, von Bäumen über Sträucher bis zu Hecken. Als Fläche bezeichnet Gehölz auch ein kleines Wäldchen oder eine Feldgehölzgruppe.

Eigenschaften: Verholzte Pflanze oder Fläche, Bäume, Sträucher, Hecken, Liefert Pflegeholz, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Landschaftspflege, Brennholzgewinnung, Naturschutz.

Maßeinheiten: Kein festes Handelsmaß · Pflegeholz: Rm oder Srm

Gehölzpflege wald
Gehölzpflege ist die fachgerechte Pflege von Bäumen, Sträuchern und Hecken. Zur Gehölzpflege gehören Pflege- und Erhaltungsschnitte, das Auslichten, das Entfernen von Totholz und die Verjüngung von Sträuchern und Hecken. Ziel sind Gesundheit, Form und Sicherheit der Gehölze.

Eigenschaften: Pflege von Bäumen, Sträuchern, Hecken, Schnitt, Auslichten, Totholz, Fördert Gesundheit und Form, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Garten- und Landschaftspflege, Heckenpflege, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Gehölzschnitt garten
Gehölzschnitt sind Schnittmaßnahmen an Sträuchern und Gehölzen zur Pflege, Formung und Verjüngung. Beim Gehölzschnitt werden Sträucher ausgelichtet, in Form gebracht oder verjüngt. Je nach Ziel unterscheidet man Erhaltungs-, Form- und Verjüngungsschnitt. Blühsträucher werden je nach Blütezeitpunkt geschnitten, damit die Blüte erhalten bleibt.

Eigenschaften: Schnitt an Sträuchern und Gehölzen, Erhaltung, Form, Verjüngung, Blüteorientiert schneiden, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Zier- und Nutzgarten, Strauch- und Heckenpflege, Verjüngung alter Gehölze.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schnittmaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Geradschaftigkeit stammholz
Die Geradschaftigkeit beschreibt, wie gerade und geradlinig ein Stamm gewachsen ist. Ein geradschaftiger Stamm verläuft weitgehend gerade, ohne Krümmung, Drehwuchs oder Zwiesel. Die Geradschaftigkeit ist ein wichtiges Qualitäts- und Wertmerkmal: Gerade, walzenförmige Stämme liefern eine hohe Ausbeute an langem, fehlerarmem Schnitt- und Furnierholz, während krumme Stämme im Wert stark abfallen.

Eigenschaften: Grad der Geradheit des Stammes, Ohne Krümmung/Drehwuchs, Qualitäts- und Wertmerkmal, Durch Pflege beeinflussbar.

Verwendung: Holzsortierung und -bewertung, Wertholzerziehung, Qualitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Bewertung als Qualitätsmerkmal · Krümmung in cm/lfm

Gewichtstrocken brennholz
Gewichtstrocken bezeichnet Holz, das nahezu vollständig getrocknet ist und praktisch kein freies Wasser mehr enthält. Der Begriff meint Holz an der unteren Grenze der Restfeuchte, das über lange Zeit optimal gelagert wurde. Es hat sein Gewicht durch Wasserverlust deutlich reduziert und liefert den höchsten nutzbaren Heizwert. Im Handel ist gut abgelagertes Brennholz mit unter 20 Prozent Restfeuchte üblich; gewichtstrockenes Holz liegt teils noch darunter. Vollständig trocken im Laborsinn (darrtrocken) ist Holz erst nach der Darrprobe.

Eigenschaften: Sehr geringe Restfeuchte, Deutlich reduziertes Gewicht, Höchster nutzbarer Heizwert, Lange gelagert.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Restfeuchte: teils deutlich unter 20 % · Darrtrocken: 0 % (nur im Labor)

Gipfelbruch wald
Gipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels bzw. oberen Stammteils eines Baumes. Beim Gipfelbruch bricht der obere Stamm- oder Wipfelbereich ab – meist unter Schnee-, Eis- oder Windlast, oft begünstigt durch Vorschäden wie Fäule, Gipfeldürre oder frühere Verletzungen. Besonders schlanke, wenig standfeste Bäume und geschwächte Wipfel sind gefährdet.

Eigenschaften: Abbrechen von Wipfel/oberem Stamm, Durch Schnee-/Eis-/Windlast, Oft nach Vorschäden/Fäule, Entwertet den Baum.

Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung, Schadensbeurteilung.

Maßeinheiten: Bruchhöhe/-durchmesser · Bewertung in der Baumkontrolle

Gipfeldürre wald
Gipfeldürre ist das Absterben der oberen Kronen- und Wipfelbereiche eines Baumes bei noch lebendem Unterteil. Bei der Gipfeldürre (Wipfeldürre) sterben zuerst die obersten Äste und der Wipfel ab, während die untere Krone noch grün ist. Ursachen sind Wassermangel und Trockenstress, Wurzelschäden, Pilzbefall oder ein gestörter Wasser- und Nährstofftransport – die Versorgung reicht nicht mehr bis in die Spitze.

Eigenschaften: Absterben von Wipfel/Oberkrone, Unterkrone noch grün, Durch Trockenstress/Wurzelschäden, Vitalitäts- und Warnsignal.

Verwendung: Vitalitätsbeurteilung, Waldschutz, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Kronenzustand/Verlichtung in % · Betroffene Kronenanteile

Gipfelstück stammholz
Das Gipfelstück ist der obere, dünne Teil des Stammes im Übergang zur Krone. Nach dem Ablängen des wertvollen unteren Stammholzes bleibt das Gipfelstück – der schwächere obere Stammteil mit geringem Durchmesser. Es eignet sich als Industrie-, Energie- oder Brennholz.

Eigenschaften: Oberer, dünner Stammteil, Übergang zur Krone, Geringer Durchmesser, Industrie-/Brennholz.

Verwendung: Brennholz, Hackschnitzel, Industrieholz.

Maßeinheiten: Durchmesser gering (Richtung Zopf) · Handel: Srm oder Rm

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel (aus Gipfel-/Restholz)

Gitterbox brennholz
Eine Gitterbox ist ein stapelbarer Metallbehälter, in dem Brennholz gelagert, transportiert und verkauft wird. Gitterboxen fassen eine definierte Holzmenge, lassen Luft durch die Gitterwände zirkulieren und eignen sich dadurch gut zur Trocknung und Lagerung. Sie sind stapelbar und mit dem Stapler leicht zu bewegen. Beim Kauf ist die tatsächlich enthaltene Holzmenge wichtig: Eine Gitterbox enthält lose oder geschichtetes Holz mit unterschiedlich viel Luftanteil, was für den Preisvergleich in Schüttraummeter oder Raummeter umgerechnet werden sollte.

Eigenschaften: Stapelbarer Metallbehälter, Luftdurchlässige Gitterwände, Definierte Füllmenge, Gut für Trocknung und Transport.

Verwendung: Brennholzlagerung, Transport und Verkauf, Trocknung im Freien.

Maßeinheiten: Füllmenge: meist ca. 1–2 Srm je Box · Maße gängig: ca. 1,2 × 0,8 m

Umrechnung: 1 Gitterbox ≈ 1–2 Srm ≈ 0,5–1,4 Rm (je nach Schichtung) · 1 Srm = ca. 0,5 Fm

Glanzruß brennholz
Glanzruß ist eine harte, glänzende, teerartige Ablagerung im Schornstein, die bei unvollständiger Verbrennung entsteht. Glanzruß bildet sich, wenn feuchtes Holz oder eine gedrosselte Luftzufuhr zu niedrigen Verbrennungstemperaturen und viel unverbranntem Rauch führen. Die teerhaltigen Bestandteile kondensieren im Schornstein und verhärten zu einer schwarzen, glasartig glänzenden Schicht.

Eigenschaften: Harte, glänzende Teerablagerung, Bei feuchtem Holz/Luftmangel, Schwer zu entfernen, Brandgefahr (Rußbrand).

Verwendung: Fehlersuche am Ofen, Schornsteinbetrieb, Brandvermeidung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Ablagerungstyp · Vermeidung: Holzfeuchte unter 20 %

Glattkantbrett schnittholz
Ein Glattkantbrett ist ein allseitig gehobeltes Brett mit glatten Flächen und rechtwinkligen Kanten. Glattkantbretter (GKB) sind gehobelt und besäumt, haben also glatte Oberflächen und gerade, rechtwinklige Kanten ohne Profil. Sie werden mit sichtbarer Fuge verlegt und für Zäune, Fassaden, Verkleidungen und Terrassen genutzt.

Eigenschaften: Allseitig gehobeltes Brett, Glatte Flächen, gerade Kanten, Ohne Profil, Mit sichtbarer Fuge verlegt.

Verwendung: Zäune und Fassaden, Verkleidungen, Terrassen.

Maßeinheiten: Fertigmaße nach dem Hobeln · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Glut allgemein
Glut ist das glühende, flammenlose Verbrennen von Holzkohle nach dem Abbrand der Flammen. Nach dem Verbrennen der flüchtigen Bestandteile glüht die zurückbleibende Holzkohle und gibt gleichmäßige Strahlungswärme ab. Ein gutes Glutbett hält die Wärme lange und dient als Basis zum Nachlegen.

Eigenschaften: Glühendes, flammenloses Brennen, Nach dem Abbrand der Flammen, Gleichmäßige Strahlungswärme, Bei Hartholz besonders lang.

Verwendung: Wärmeerhalt, Grillen, Nachlegen im Ofen.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Verbrennungszustand · Optimales Holz: trockenes Hartholz

Glutbett allgemein
Das Glutbett ist die Schicht glühender Holzreste, die nach dem Abbrennen der Flammen im Ofen zurückbleibt und lange Wärme abgibt. Ein gutes Glutbett speichert viel Energie und sorgt für gleichmäßige, langanhaltende Wärme. Es ist außerdem die ideale Grundlage, um neue Scheite sauber und raucharm zu entzünden. Harthölzer wie Buche und Eiche bilden ein besonders ausdauerndes Glutbett, während Nadelhölzer schneller durchbrennen. Über die Luftzufuhr lässt sich die Glut steuern und für die Nacht konservieren.

Eigenschaften: Glühende Holzreste nach der Flamme, Speichert viel Wärme, Basis zum Nachlegen, Bei Hartholz besonders ausdauernd.

Verwendung: Wärmeerhalt im Ofen, Raucharmes Nachlegen, Nachtbetrieb.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Zustand der Verbrennung · Optimales Holz: trockenes Hartholz

Grabpflege garten
Grabpflege umfasst die Pflege und Bepflanzung von Grabstätten. Zur Grabpflege gehören die saisonale Bepflanzung, das Gießen, Unkrautentfernen, der Rückschnitt, die Reinigung des Grabsteins sowie die Grabgestaltung. Sie hält die Grabstätte gepflegt und würdevoll.

Eigenschaften: Pflege von Grabstätten, Bepflanzung und Gießen, Unkraut, Schnitt, Reinigung, Saisonale Gestaltung.

Verwendung: Friedhofsgärtnerei, Private Grabpflege, Dauergrabpflege.

Maßeinheiten: Fläche der Grabstätte in m² · Kein Handelsmaß

Greifersäge stammholz
Eine Greifersäge ist ein Kranwerkzeug, das Holz greift und zugleich mit einer integrierten Kettensäge ablängt. Die Greifersäge kombiniert einen Holzgreifer mit einer eingebauten Sägeeinheit. Damit kann der Kranführer Stämme greifen, halten und direkt auf Länge schneiden – etwa beim Aufarbeiten von Sturmholz, am Straßenrand oder im schwer zugänglichen Gelände.

Eigenschaften: Greifer mit integrierter Säge, Greifen und Ablängen in einem, Vom Kran bedient, Erhöht Arbeitssicherheit.

Verwendung: Sturmholzaufarbeitung, Straßenrand und Böschung, Schwer zugängliches Gelände.

Maßeinheiten: Schnittdurchmesser in Zentimeter (cm) · Greifweite in Zentimeter (cm)

Grünast stammholz
Ein Grünast ist ein lebender, belaubter Ast des Baumes. Grünäste sind die lebenden, mit Laub oder Nadeln besetzten Äste, die fest im Holz verankert und mit dem Baum verwachsen sind. Im Holz erzeugen sie feste, verwachsene Äste. Werden Grünäste entfernt (Grünastung), lässt sich astfreies Wertholz erziehen – der Eingriff muss aber maßvoll erfolgen, da Grünäste der Assimilation dienen.

Eigenschaften: Lebender, belaubter Ast, Fest mit dem Holz verwachsen, Ergibt feste Äste im Holz, Dient der Assimilation.

Verwendung: Wertastung, Holzqualität, Kronenpflege.

Maßeinheiten: Astdurchmesser in cm · Bezug: lebender Ast

Grünpflege wald
Grünpflege ist die Pflege öffentlicher und privater Grünanlagen wie Rasen, Beete, Sträucher und Bäume. Die Grünpflege hält Grünflächen gepflegt, gesund und sicher. Dazu gehören Mähen, Heckenschnitt, Beetpflege, Baumkontrolle und die Beseitigung von Laub und Grünschnitt.

Eigenschaften: Pflege von Grünanlagen, Rasen, Beete, Gehölze, Bäume, Mähen, Schneiden, Reinigen, Öffentlich und privat.

Verwendung: Kommunale Grünflächen, Park- und Gartenpflege, Landschaftsbau.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in m² oder Hektar

Grünschnitt hackschnitzel
Grünschnitt ist frisches Schnittgut aus der Garten- und Landschaftspflege, etwa Äste, Zweige und Sträucher. Grünschnitt fällt beim Rückschnitt von Bäumen, Hecken und Sträuchern an. Frisch ist er feucht und noch nicht als Brennholz geeignet; kräftige Äste können nach dem Trocknen verheizt, dünnes Material gehäckselt oder kompostiert werden.

Eigenschaften: Frisches Schnittgut, Äste, Zweige, Sträucher, Zunächst feucht, Häckseln oder kompostieren.

Verwendung: Kompostierung, Hackschnitzel, Brennholz (nach Trocknung).

Maßeinheiten: Handel: meist Volumen (Srm/m³) · Frisch: hoher Wassergehalt

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel (aus geeignetem Grünschnitt)

Gutachten wald
Ein Gutachten ist die sachverständige Bewertung eines Fachgebietes, etwa zu Zustand, Wert oder Sicherheit von Bäumen. Im Baum- und Forstbereich beurteilt ein Gutachten fachlich fundiert Fragen wie Verkehrssicherheit, Standsicherheit, Baumwert oder Schadensursachen. Es wird von Sachverständigen erstellt und schriftlich begründet.

Eigenschaften: Sachverständige Bewertung, Zustand, Wert, Sicherheit, Schriftlich begründet, Durch Sachverständige.

Verwendung: Verkehrssicherung, Schadens- und Wertfragen, Behörden und Gerichte.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachdokument · Bewertung je Fragestellung

Güteklasse allgemein
Die Güteklasse teilt Brennholz nach Qualität und Beschaffenheit ein und hilft, Ware und Preis besser einzuschätzen. Güteklassen berücksichtigen Kriterien wie Holzart, Restfeuchte, Scheitlänge, Spaltgrad und Rindenanteil. Hochwertiges Brennholz ist trocken, gleichmäßig gespalten und rindenarm. Einheitliche gesetzliche Güteklassen gibt es für Scheitholz nicht in gleicher Weise wie bei Pellets (ENplus). Seriöse Händler geben aber Holzart, Restfeuchte und Maß klar an, was den wichtigsten Qualitätsvergleich ermöglicht.

Eigenschaften: Einteilung nach Qualität, Kriterien: Feuchte, Art, Maß, Rinde, Höhere Klasse = trockener und sauberer, Kein einheitlicher Scheitholz-Standard.

Verwendung: Einkauf und Verkauf, Qualitätsvergleich, Preisfindung.

Maßeinheiten: Leitkriterium: Restfeuchte unter 20 % · Pellets: Klasse ENplus A1/A2

H

Habitatbaum wald
Ein Habitatbaum ist ein Baum mit besonderer Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Habitatbäume bieten mit Höhlen, Rissen, Totholzanteilen, grobborkiger Rinde oder Pilzkonsolen Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Pilze und Flechten. Oft sind es alte, mächtige oder bereits geschädigte Bäume.

Eigenschaften: Baum als Lebensraum, Höhlen, Risse, Totholz, Für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Oft alt oder geschädigt.

Verwendung: Waldnaturschutz, Biotopbäume, Artenvielfalt.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Naturschutzwert · Auswahl je Bestand

Habitatstruktur wald
Habitatstrukturen sind Lebensraum-Elemente im Wald, die zahlreichen Arten Nahrung, Unterschlupf und Fortpflanzungsstätten bieten. Zu den Habitatstrukturen zählen Baumhöhlen, Totholz (stehend und liegend), Altbäume, Kronentotholz, Rindentaschen, Mulmhöhlen, Horste, Sonderstandorte und mehr. Sie sind Schlüsselelemente der Waldbiodiversität, weil viele spezialisierte Arten – Käfer, Pilze, Fledermäuse, Vögel – auf sie angewiesen sind.

Eigenschaften: Lebensraum-Elemente im Wald, Höhlen, Totholz, Altbäume u. a., Schlüssel der Biodiversität, Gezielt erhaltbar.

Verwendung: Naturschutz und Biodiversität, Naturnaher Waldbau, Zustandsbewertung.

Maßeinheiten: Anzahl/Typ je Fläche · Bezug: Biodiversität

Hacken hackschnitzel
Hacken ist das maschinelle Zerkleinern von Holz zu Hackschnitzeln mit einem Hacker. Beim Hacken werden Äste, Kronen- und Stammholz von einem Hacker eingezogen und zu Hackschnitzeln definierter Größe zerkleinert. Ergebnis ist ein rieselfähiger Brennstoff für automatische Feuerungen.

Eigenschaften: Maschinelles Zerkleinern, Mit einem Hacker, Ergibt Hackschnitzel, Qualität feuchteabhängig.

Verwendung: Hackgutproduktion, Waldrestholzverwertung, Landschaftspflege.

Maßeinheiten: Korngrößen: G30 / G50 · Wassergehalt beeinflusst Qualität

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel

Hacker hackschnitzel
Ein Hacker ist eine Maschine, die Holz zu Hackschnitzeln zerkleinert – als Anbaugerät oder selbstfahrend. Der Hacker (auch Chipper) zieht Äste und Stämme ein und zerkleinert sie mit Messerscheibe oder Trommel zu Hackgut. Es gibt kleine Anbau-Hacker für Traktoren und große, selbstfahrende Maschinen für den Forsteinsatz.

Eigenschaften: Maschine zum Hacken, Messerscheibe oder Trommel, Als Anbau- oder Selbstfahrer, Verschiedene Größen.

Verwendung: Hackgutproduktion, Forst und Landschaftspflege, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Durchsatz je Maschine · Korngröße: G30 / G50

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel

Hackerleistung hackschnitzel
Die Hackerleistung gibt an, wie viel Hackgut eine Hackmaschine je Zeiteinheit produziert. Die Hackerleistung wird meist in Schüttraummetern pro Stunde (Srm/h) angegeben und hängt von Maschinengröße, Antriebsleistung, Holzart, Durchmesser und Beschickung ab.

Eigenschaften: Durchsatz je Zeiteinheit, Meist in Srm/h, Von Antrieb und Holz abhängig, Praxis unter Nennleistung.

Verwendung: Maschinenauswahl, Einsatzplanung, Kalkulation.

Maßeinheiten: Leistung in Schüttraummeter/Stunde (Srm/h) · Antrieb in Kilowatt (kW)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ 0,4 Fm Holz

Hackgut hackschnitzel
Hackgut ist ein anderes Wort für Hackschnitzel – zerkleinertes Holz als Brennstoff für automatische Feuerungen. Hackgut entsteht durch das Hacken von Ast-, Kronen- und Stammholz. Es wird nach Korngröße (etwa G30, G50) klassifiziert und in Schüttraummeter oder Tonnen gehandelt.

Eigenschaften: Zerkleinertes Holz, Nach Korngröße klassifiziert, Für Automatikfeuerungen, Qualität feuchteabhängig.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Heizwerke, Nahwärme.

Maßeinheiten: Korngröße: G30 / G50 / G100 · Handel: Srm oder Tonnen

Umrechnung: 1 Srm Hackgut = ca. 0,4 Fm festes Holz

Hackgutfeuchte hackschnitzel
Die Hackgutfeuchte ist der Wassergehalt von Hackschnitzeln und bestimmt Heizwert und Lagerfähigkeit. Frisch gehacktes Holz hat einen Wassergehalt von 40–55 Prozent. Für die Verfeuerung in Kleinanlagen ist getrocknetes Hackgut mit unter 20–30 Prozent Wassergehalt nötig, große Anlagen vertragen feuchteres Material.

Eigenschaften: Wassergehalt von Hackgut, Frisch 40–55 %, Kleinanlagen unter 20–30 %, Beeinflusst Heizwert und Lagerung.

Verwendung: Feuerungsbetrieb, Lagerung und Trocknung, Qualitätsbewertung.

Maßeinheiten: Wassergehalt in Prozent (w) · Kleinanlagen: unter 20–30 %

Hackschnitzel hackschnitzel
Hackschnitzel sind maschinell zerkleinerte Holzstücke, die als Brennstoff für automatische Heizungen dienen. Hackschnitzel entstehen durch das Hacken von Wald-, Ast- und Restholz. Sie sind rieselfähig, lassen sich automatisch fördern und werden in Hackschnitzelheizungen und Heizwerken verbrannt.

Eigenschaften: Zerkleinerte Holzstücke, Rieselfähig, Für automatische Feuerungen, Aus Wald- und Restholz.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Heizwerke und Nahwärme, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Korngröße: G30 / G50 · 1 Srm ≈ 250–350 kg (feuchteabhängig)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz · 1 t ≈ 3–4 Srm

Hackschnitzelbunker hackschnitzel
Ein Hackschnitzelbunker ist der Lagerraum, aus dem Hackschnitzel automatisch zur Heizung gefördert werden. Der Bunker bevorratet Hackgut und beschickt über eine Austragung und Förderschnecke die Feuerung. Er muss trocken und belüftet sein und eine störungsfreie Entnahme ermöglichen.

Eigenschaften: Lagerraum für Hackgut, Automatische Austragung, Trocken und belüftet, Größe nach Heizbedarf.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Nahwärmeanlagen, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Volumen in m³ oder Srm · Nach Jahresbedarf dimensioniert

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm · 1 t ≈ 3–4 Srm (zur Bunkerplanung)

Hackschnitzelheizung hackschnitzel
Eine Hackschnitzelheizung ist eine automatische Holzheizung, die Hackschnitzel als Brennstoff nutzt. Die Hackschnitzelheizung fördert das Hackgut automatisch aus dem Bunker in den Kessel und verbrennt es effizient. Ein Pufferspeicher verbessert Wirkungsgrad und Komfort.

Eigenschaften: Automatische Holzheizung, Nutzt Hackschnitzel, Mit Bunker und Pufferspeicher, Für größere Objekte.

Verwendung: Größere Gebäude, Landwirtschaft, Nahwärmenetze.

Maßeinheiten: Kesselleistung in kW · Brennstoff: Hackgut G30/G50

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel (trocken) ≈ 70–80 l Heizöl

Hackschnitzellager hackschnitzel
Das Hackschnitzellager ist der Ort, an dem Hackgut trocken und belüftet bevorratet wird. Ein gutes Hackschnitzellager hält das Material trocken und lässt Luft zirkulieren, damit es nicht schimmelt oder sich erwärmt. Frisch gehacktes, feuchtes Hackgut sollte vor der Einlagerung abtrocknen.

Eigenschaften: Trockenes, belüftetes Lager, Verhindert Schimmel, Vor der Nutzung abtrocknen, Größe nach Bedarf.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Landwirtschaft, Heizwerke.

Maßeinheiten: Volumen in Srm oder m³ · Nach Jahresbedarf

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz

Hackschnitzelqualität hackschnitzel
Die Hackschnitzelqualität beschreibt Korngröße, Wassergehalt, Feinanteil und Aschegehalt von Hackgut. Hochwertige Hackschnitzel haben eine gleichmäßige Korngröße, niedrigen Wassergehalt, wenig Feinanteil und geringen Aschegehalt. Solches Hackgut verbrennt effizient und läuft störungsfrei durch die Förderung.

Eigenschaften: Korngröße, Feuchte, Feinanteil, Asche, Gleichmäßig und trocken, Nach Normen klassifiziert, Aus sauberem Holz.

Verwendung: Hackschnitzelheizungen, Qualitätssicherung, Handel.

Maßeinheiten: Wassergehalt in % · Korngröße G30/G50, Aschegehalt in %

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz

Häcksler-Unterweisung ausbildung
Die Häcksler-Unterweisung schult den sicheren Umgang mit Holzhäckslern und Schredder. Häcksler ziehen Äste und Zweige selbsttätig ein und bergen dadurch ein hohes Einzugsrisiko für Hände und Kleidung. Die Unterweisung nach Betriebssicherheitsverordnung und Herstellerangaben vermittelt sicheres Beschicken, Not-Aus und Einzugsstopp, richtige Körperhaltung, PSA und Verhalten bei Verstopfung.

Eigenschaften: Sicherer Umgang mit Häckslern, Hohes Einzugsrisiko, Not-Aus/Einzugsstopp, Nach BetrSichV/Hersteller.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Landschaftspflege, Grüngutzerkleinerung.

Maßeinheiten: Grundlage: Betriebssicherheitsverordnung · Form: Unterweisung durch den Betrieb

Hainbuche brennholz
Die Hainbuche (Weißbuche) ist ein heimischer Laubbaum mit sehr hartem, dichtem Holz und ausgezeichnetem Heizwert. Trotz des Namens ist die Hainbuche nicht mit der Rotbuche verwandt. Ihr Holz zählt zu den härtesten und dichtesten heimischen Hölzern und liefert einen sehr hohen Heizwert mit langer Glut.

Eigenschaften: Sehr hartes, dichtes Holz, Nicht mit Rotbuche verwandt, Sehr hoher Heizwert, Schwer zu spalten.

Verwendung: Brennholz, Werkzeug und Maschinenteile, Drechselarbeiten.

Maßeinheiten: Heizwert: sehr hoch (über Rotbuche) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Hainbuche (trocken) ≈ 210 l Heizöl (Richtwert)

Hallimasch wald
Der Hallimasch ist ein Pilz, der als Parasit Bäume schädigt und als Fäuleerreger Holz zersetzt. Hallimasch-Arten leben teils parasitisch an lebenden Bäumen, teils als Zersetzer an totem Holz. Über schwarze, schnurartige Rhizomorphen („Schuhbänder") breiten sie sich aus, dringen in Wurzeln und Stammfuß ein und verursachen eine Weißfäule, die zu Wurzel- und Stammfäule und Windwurf führt.

Eigenschaften: Pilz an lebenden und toten Bäumen, Rhizomorphen (Schuhbänder), Verursacht Weißfäule, Auch Speisepilz (gekocht).

Verwendung: Waldschutz, Fäule- und Bruchbeurteilung, Totholzzersetzung.

Maßeinheiten: Befall an Wurzel/Stammfuß · Fäuletyp: Weißfäule

Hartholz brennholz
Hartholz ist Holz von Laubbäumen mit hoher Dichte, das langsam und mit langer Glut verbrennt. Zu den Harthölzern zählen Buche, Eiche, Esche, Ahorn und Obsthölzer. Ihre hohe Dichte sorgt für einen hohen Heizwert je Raummeter und ein ausdauerndes Glutbett. Hartholz ist die erste Wahl für die Grundlast und den Dauerbetrieb. Es benötigt in der Regel eine längere Trocknungszeit als Weichholz.

Eigenschaften: Laubholz mit hoher Dichte, Hoher Heizwert je Raummeter, Lange, ruhige Glut, Längere Trocknung nötig.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Zentralheizung, Grundlast über Nacht.

Maßeinheiten: Heizwert Buche: ca. 2100 kWh/Rm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Hartholz (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Fm = ca. 1,4 Rm geschichtet

Harvester allgemein
Ein Harvester ist eine Forstmaschine, die Bäume fällt, entastet und in Abschnitte ablängt – vollmechanisiert. Der Harvester (Vollernter) greift den Baum mit dem Aggregat, fällt ihn, entastet den Stamm und längt ihn in einem Arbeitsgang auf die gewünschten Längen ab. Ein Bordcomputer erfasst dabei Länge und Durchmesser.

Eigenschaften: Fällt, entastet, längt ab, Vollmechanisierte Ernte, Mit Mess- und Steuertechnik, Für größere Bestände.

Verwendung: Mechanisierte Holzernte, Durchforstung, Kalamitätsaufarbeitung.

Maßeinheiten: Erfasst Länge und Durchmesser · Holz in Festmeter (Fm)

Harvester-Ausbildung ausbildung
Die Harvester-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Vollernters für die mechanisierte Holzernte. In der Harvester-Ausbildung lernen Forstmaschinenführer, den Vollernter sicher und bestandesschonend zu bedienen: fällen, entasten, vermessen und ablängen in einem Arbeitsgang, Bordcomputer und Aushaltung, Wartung sowie Bodenschutz auf Rückegassen.

Eigenschaften: Bedienung des Vollernters, Fällen, Entasten, Ablängen, Aushaltung am Bordcomputer, Bestandes- und Bodenschutz.

Verwendung: Hochmechanisierte Holzernte, Durchforstung und Ernte, Forstunternehmen.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis · Abschluss: Bediener-Nachweis Harvester

Harvesteraggregat stammholz
Das Harvesteraggregat ist der Fäll- und Aufarbeitungskopf am Kranarm eines Harvesters. Das Harvesteraggregat (Aggregat, Fällkopf) sitzt am Ende des Kranauslegers und übernimmt in einem Arbeitsgang das Fällen, Entasten, Vermessen und Ablängen des Baumes. Es umfasst ein Sägeschwert (oft Kettensäge), Vorschubwalzen zum Durchziehen des Stammes, Entastungsmesser und eine elektronische Längen- und Durchmessermessung.

Eigenschaften: Fäll-/Aufarbeitungskopf am Kran, Fällt, entastet, misst, längt ab, Mit Säge, Walzen, Messern, Größe je Einsatzbereich.

Verwendung: Hochmechanisierte Holzernte, Durchforstung bis Starkholz, Aushaltung.

Maßeinheiten: Max. Fälldurchmesser in cm · Vorschub in Meter/Sekunde

Harz allgemein
Harz ist die klebrige, brennbare Ausscheidung von Nadelbäumen, die das Brennverhalten beeinflusst. Nadelbäume wie Kiefer und Fichte bilden Harz zum Schutz vor Verletzungen und Schädlingen. Harzreiches Holz entzündet sich leicht und brennt lebhaft, kann aber Funken schlagen und mehr Ruß bilden.

Eigenschaften: Ausscheidung von Nadelbäumen, Klebrig und brennbar, Leicht entzündlich, Kann funken und rußen.

Verwendung: Anheizen (harzreiches Holz), Geschlossene Öfen, Harzgewinnung.

Maßeinheiten: Kein Mengenmaß – Holzbestandteil · Harzgehalt je Art verschieden

Harzgehalt allgemein
Der Harzgehalt gibt an, wie viel Harz ein Holz enthält, und beeinflusst Entzündbarkeit, Funkenflug und Rußbildung. Nadelhölzer haben je nach Art einen unterschiedlichen Harzgehalt: Kiefer und Lärche sind harzreicher als Fichte. Ein hoher Harzgehalt erleichtert das Anzünden, erhöht aber Funkenflug und Rußbildung.

Eigenschaften: Harzanteil im Holz, Bei Nadelholz höher, Erleichtert das Anzünden, Erhöht Funken und Ruß.

Verwendung: Brennholzauswahl, Anheizen, Ofenbetrieb.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß im Alltag · Art- und standortabhängig

Harzkanal stammholz
Harzkanäle sind mit Harz gefüllte Gänge im Holz und in der Rinde vieler Nadelbäume. Harzkanäle (Harzgänge) sind röhrenförmige Interzellularräume, die von harzabsondernden Zellen umgeben sind. Sie durchziehen das Holz von Kiefer, Fichte, Lärche und Douglasie längs und quer und speichern bzw. leiten Harz, das bei Verletzung austritt und die Wunde schützt.

Eigenschaften: Harzgefüllte Gänge im Holz, Bei vielen Nadelbäumen, Speichern/leiten Harz, Holzanatomisches Merkmal.

Verwendung: Holzbestimmung, Holzanatomie, Baumschutz-Verständnis.

Maßeinheiten: Kanaldichte/-verteilung · Mikroskopisches Merkmal

HDF schnittholz
HDF (hochdichte Faserplatte) ist ein besonders dichter, fester Holzwerkstoff aus feinen Holzfasern. HDF-Platten werden wie MDF aus Holzfasern gepresst, jedoch mit höherer Dichte. Sie sind sehr fest, hart und dünn herstellbar und dienen als Trägermaterial für Laminatböden, als Rückwände und für hoch belastbare Formteile.

Eigenschaften: Hochdichte Faserplatte, Sehr fest und hart, Dünn herstellbar, Aus feinen Holzfasern.

Verwendung: Laminatböden (Träger), Rückwände, Belastbare Formteile.

Maßeinheiten: Plattendicke in mm · Hohe Rohdichte

Heckenpflege wald
Heckenpflege umfasst den Schnitt und die Erhaltung von Heckenanlagen. Zur Heckenpflege gehören Form- und Erhaltungsschnitte, das Auslichten und – bei alten Hecken – die abschnittsweise Verjüngung durch das Auf-den-Stock-Setzen. Ziel sind dichte, gesunde und funktionsfähige Hecken.

Eigenschaften: Schnitt und Erhalt von Hecken, Form- und Verjüngungsschnitt, Fördert dichte, gesunde Hecken, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Garten- und Landschaftspflege, Sichtschutzhecken, Feldhecken.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Schnitthöhe/-breite je Hecke

Heckenschnitt garten
Heckenschnitt ist der Rückschnitt und die Pflege von Hecken zur Erhaltung von Form, Dichte und Gesundheit. Beim Heckenschnitt werden Hecken in Form gebracht und ausgelichtet. Formhecken schneidet man meist zweimal jährlich, freiwachsende Hecken seltener. Ein leicht konischer Schnitt (unten breiter) hält die Hecke bis zum Boden dicht.

Eigenschaften: Rückschnitt und Pflege von Hecken, Form und Dichte erhalten, Konisch schneiden, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Formhecken und Sichtschutz, Ziergarten, Grundstücksgrenzen.

Maßeinheiten: Schnitthöhe/-breite in cm · Fläche in laufenden Metern

Heizkessel allgemein
Ein Heizkessel ist das zentrale Gerät einer Heizung, das den Brennstoff verbrennt und die Wärme an das Heizsystem abgibt. Ein Holz-Heizkessel verbrennt Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets und überträgt die Wärme an das Heizwasser. Moderne Kessel arbeiten mit hohem Wirkungsgrad und geringen Emissionen, oft in Kombination mit einem Pufferspeicher.

Eigenschaften: Zentrales Heizgerät, Verbrennt Holz-Brennstoff, Überträgt Wärme ans Heizwasser, Mit Pufferspeicher effizient.

Verwendung: Zentralheizung mit Holz, Scheitholz-, Hackschnitzel-, Pelletkessel, Ganzhausheizung.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt (kW) · Passend zum Wärmebedarf

Heizleistung allgemein
Die Heizleistung ist die Wärmemenge, die ein Ofen oder Kessel pro Zeiteinheit abgibt, angegeben in Kilowatt. Die Heizleistung (Nennwärmeleistung) beschreibt, wie viel Wärme ein Gerät im Normbetrieb liefert. Sie muss zum Wärmebedarf des Raumes oder Gebäudes passen.

Eigenschaften: Wärmeabgabe je Zeit, In Kilowatt (kW), Nennwärmeleistung im Normbetrieb, Passend zum Bedarf.

Verwendung: Ofen- und Kesselauswahl, Heizungsplanung, Raumbeheizung.

Maßeinheiten: Einheit: Kilowatt (kW) · Kaminöfen meist 4–8 kW

Heizöläquivalent pellets
Das Heizöläquivalent vergleicht den Energiegehalt eines Brennstoffs mit der entsprechenden Menge Heizöl. Das Heizöläquivalent erleichtert den Vergleich von Holzbrennstoffen mit Heizöl. Als Faustwerte gilt: rund 2 Kilogramm Holzpellets oder etwa 1,5–2 Raummeter Buchen-Brennholz ersetzen ungefähr die Energie von 1 Liter Heizöl.

Eigenschaften: Vergleich mit Heizöl, 2 kg Pellets ≈ 1 l Heizöl, Erleichtert Umrechnung, Von Heizwert abhängig.

Verwendung: Kosten- und Bedarfsvergleich, Heizungsplanung, Brennstoffkalkulation.

Maßeinheiten: 2 kg Pellets ≈ 1 l Heizöl · 1 l Heizöl ≈ 10 kWh

Umrechnung: 2 kg Pellets ≈ 1 l Heizöl ≈ 10 kWh; ca. 200 kg Pellets ≈ 100 l Heizöl

Heizwert allgemein
Der Heizwert gibt an, wie viel nutzbare Wärme bei der Verbrennung eines Brennstoffs frei wird – ohne die Kondensationswärme der Abgase. Der Heizwert ist die zentrale Kennzahl für Brennholz. Er hängt von Holzart (Dichte) und vor allem von der Restfeuchte ab: trockenes Holz hat einen deutlich höheren nutzbaren Heizwert als feuchtes. Je Kilogramm ist der Heizwert bei fast allen Holzarten ähnlich, je Raummeter aber liefert dichtes Hartholz mehr Wärme als leichtes Nadelholz.

Eigenschaften: Nutzbare Wärme ohne Abgas-Kondensation, Abhängig von Art und Feuchte, Angabe in kWh je Rm oder kg, Kernkennzahl für Brennholz.

Verwendung: Brennstoffvergleich, Heizkostenrechnung, Heizungsauslegung.

Maßeinheiten: Buche trocken: ca. 2100 kWh/Rm · Fichte trocken: ca. 1500 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Herzwurzler wald
Ein Herzwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln herzförmig sowohl in die Tiefe als auch in die Breite wachsen. Herzwurzler wie Buche, Hainbuche, Linde, Birke (teilweise) und Douglasie bilden ein Wurzelsystem, das mehrere kräftige Wurzeln schräg in die Tiefe und Breite treibt. Diese ausgewogene Verankerung macht sie meist standfester als Flachwurzler und relativ trockenheitstolerant.

Eigenschaften: Herzförmiges Wurzelsystem (Tiefe + Breite), z. B. Buche, Hainbuche, Linde, Standfest und relativ trockentolerant, Zwischen Flach- und Tiefwurzler.

Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Stabilitätsbeurteilung, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Wurzeltiefe mittel · Wurzeltyp: Herzwurzler

Hiebsfolge wald
Die Hiebsfolge ist die räumliche und zeitliche Reihenfolge, in der Bestände genutzt (eingeschlagen) werden. Die Hiebsfolge legt fest, in welcher Reihenfolge benachbarte Bestände geerntet werden. Sie ist vor allem aus Gründen der Sturmstabilität wichtig: Wird ein Bestand geöffnet, werden die dahinter liegenden, bisher geschützten Ränder plötzlich dem Wind ausgesetzt. Eine falsche Hiebsfolge kann ganze Bestandesränder destabilisieren und Windwurf begünstigen.

Eigenschaften: Reihenfolge der Bestandnutzung, Räumlich und zeitlich, Wichtig für Sturmstabilität, Gegen die Hauptwindrichtung.

Verwendung: Hiebs- und Erntplanung, Sturmvorsorge, Bestandesstabilität.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Planungsgröße · Bezug: Hiebsplan

Hiebsplan wald
Ein Hiebsplan legt fest, wo, wann und wie viel Holz in einem Forstbetrieb eingeschlagen wird. Der Hiebsplan (Nutzungsplan) ist Teil der Forsteinrichtung und operativen Betriebsplanung. Er weist die für einen Zeitraum vorgesehenen Hiebe nach Ort (Bestand/Abteilung), Menge, Sortiment und Art (Durchforstung, Endnutzung, Schadholz) aus und richtet sich am nachhaltigen Hiebssatz aus – also der Menge, die dem Zuwachs entspricht und dauerhaft entnommen werden kann.

Eigenschaften: Plan für Ort/Zeit/Menge des Einschlags, Teil der Forsteinrichtung, Am nachhaltigen Hiebssatz orientiert, Bei Kalamitäten anzupassen.

Verwendung: Betriebsplanung, Nutzungsplanung, Holzvermarktung.

Maßeinheiten: Hiebsmenge in Efm/Jahr · Bezug: nachhaltiger Hiebssatz

Hiebsreife wald
Die Hiebsreife ist der Zeitpunkt, zu dem ein Baum oder Bestand wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann. Ein Baum gilt als hiebsreif, wenn er seine Zielstärke erreicht hat und der weitere Zuwachs den Werterhalt nicht mehr rechtfertigt oder Risiken durch Alter und Schäden steigen. Die Hiebsreife hängt von Baumart, Standort und Betriebsziel ab.

Eigenschaften: Zeitpunkt der Nutzungsreife, Zielstärke erreicht, Art- und standortabhängig, Grundlage der Nutzungsplanung.

Verwendung: Nutzungsplanung, Zielstärkennutzung, Holzernte.

Maßeinheiten: Zielstärke (Durchmesser) je Art · Alter in Jahren

Hiebsunreife wald
Hiebsunreife bezeichnet einen Bestand, der sein Nutzungsalter (die Hiebsreife) noch nicht erreicht hat. Ein hiebsunreifer Bestand hat die geplante Umtriebszeit bzw. Zieldimension noch nicht erreicht und wird daher regulär noch nicht endgenutzt. Sein stärkster Wertzuwachs steht oft noch bevor, sodass ein vorzeitiger Einschlag Wert vernichtet.

Eigenschaften: Bestand vor der Hiebsreife, Zielalter/-dimension nicht erreicht, Wertzuwachs steht bevor, Regulär noch nicht zu ernten.

Verwendung: Nutzungsplanung, Wertentwicklung, Nachhaltige Bewirtschaftung.

Maßeinheiten: Bezug: geplante Umtriebszeit · Zieldimension (BHD) in cm

Hobeldiele schnittholz
Eine Hobeldiele ist ein gehobeltes, meist profiliertes Massivholzbrett für Fußböden. Hobeldielen sind allseitig gehobelte, oft mit Nut und Feder versehene Massivholzbretter, die als Bodenbelag verlegt werden. Verbreitet sind Dielen aus Nadelholz (Fichte, Kiefer, Lärche) sowie aus Eiche und anderen Laubhölzern.

Eigenschaften: Gehobeltes Massivholz-Bodenbrett, Meist mit Nut und Feder, Aus Nadel- oder Laubholz, Mehrfach abschleifbar.

Verwendung: Fußbodendielen, Innenausbau, Renovierung.

Maßeinheiten: Dicke/Breite in Millimeter · Feuchte auf Raumniveau

Hobelware schnittholz
Hobelware ist gehobeltes Schnittholz mit glatter Oberfläche und maßgenauem Profil. Nach dem Sägen wird Hobelware allseitig gehobelt und erhält so glatte Flächen und definierte Maße. Dazu zählen Glattkantbretter, Profilhölzer, Leisten sowie Nut-und-Feder-Bretter und Rauspund.

Eigenschaften: Gehobeltes Schnittholz, Glatte Oberfläche, Maßgenaues Profil, Oberflächenfertig.

Verwendung: Verkleidungen und Böden, Profilhölzer und Leisten, Möbel und Sichtbereiche.

Maßeinheiten: Fertigmaße nach dem Hobeln · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (Fertigmaß, in Metern)

Hochbeet garten
Ein Hochbeet ist ein erhöht angelegtes Beet für Gemüse, Kräuter oder Zierpflanzen. Ein Hochbeet wird aus Holz, Metall, Stein oder Gabionen erhöht aufgebaut und schichtweise mit Zweigen, Grobkompost, Kompost und Erde befüllt. Die Verrottung im Inneren erzeugt Wärme und Nährstoffe, was hohe Erträge ermöglicht.

Eigenschaften: Erhöht angelegtes Beet, Schichtweise befüllt, Erzeugt Wärme und Nährstoffe, Rückenschonend.

Verwendung: Gemüse- und Kräuteranbau, Ziergarten, Barrierearmes Gärtnern.

Maßeinheiten: Höhe: ca. 80–100 cm · Füllvolumen in Liter/m³

Umrechnung: 1 m³ Kompost/Erde ≈ 500–1400 kg je nach Material (siehe Umrechnungstabellen)

Hochwald wald
Der Hochwald ist die aus Samen begründete Betriebsart mit hohen, starken Bäumen und langer Umtriebszeit. Im Hochwald wachsen die Bäume aus Samen (generativ) heran und werden bis zur Hiebsreife nach langer Umtriebszeit (oft 80–200 Jahre) genutzt. Er liefert wertvolles Stark- und Stammholz und ist die vorherrschende Betriebsart in Mitteleuropa.

Eigenschaften: Aus Samen begründet (generativ), Hohe, starke Bäume, Lange Umtriebszeit, Vorherrschende Betriebsart.

Verwendung: Stamm- und Starkholzproduktion, Wertholz, Verbreitete Waldbewirtschaftung.

Maßeinheiten: Umtriebszeit oft 80–200 Jahre · Ertrag in Efm/ha

Holz allgemein
Holz ist der nachwachsende Rohstoff aus dem Stamm, den Ästen und Wurzeln von Bäumen. Holz besteht überwiegend aus den Fasern des Xylems und dient als Bau-, Werk- und Brennstoff. Seine Eigenschaften – Dichte, Härte, Heizwert – hängen von der Baumart ab.

Eigenschaften: Nachwachsender Rohstoff, Aus Stamm, Ast, Wurzel, Eigenschaften je Baumart, Vielseitig verwendbar.

Verwendung: Bau- und Möbelholz, Papier und Werkstoffe, Brennstoff.

Maßeinheiten: Handel: Fm, Rm, Srm je Sortiment · Dichte in kg/m³

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Holzanatomie stammholz
Die Holzanatomie ist die Lehre vom mikroskopischen und makroskopischen Aufbau des Holzes. Die Holzanatomie untersucht den Aufbau des Holzes aus Zellen und Geweben: Tracheiden und Gefäße (Poren) für die Wasserleitung, Holzstrahlen für den Quertransport, Fasern für die Festigkeit sowie die Anordnung in Jahrringen mit Früh- und Spätholz. Sie erklärt die Unterschiede zwischen Nadel- und Laubholz sowie zwischen den Baumarten.

Eigenschaften: Lehre vom Aufbau des Holzes, Zellen, Gefäße, Fasern, Strahlen, Nadel- vs. Laubholz, Grundlage der Holzbestimmung.

Verwendung: Holzbestimmung, Materialkunde, Verarbeitung.

Maßeinheiten: Merkmale: Poren, Strahlen, Jahrringe · Mikro- und makroskopisch

Holzart allgemein
Die Holzart bezeichnet das Holz einer bestimmten Baumart mit ihren typischen Eigenschaften. Jede Holzart hat charakteristische Eigenschaften wie Dichte, Härte, Farbe, Maserung und Heizwert. Man unterscheidet grob Laubhölzer (meist hart) und Nadelhölzer (meist weich).

Eigenschaften: Holz einer Baumart, Typische Eigenschaften, Laub- oder Nadelholz, Bestimmt die Eignung.

Verwendung: Brennholzauswahl, Bau- und Möbelholz, Materialwahl.

Maßeinheiten: Rohdichte in kg/m³ · Heizwert je Rm verschieden

Umrechnung: 1 Rm Buche ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte ≈ 135 l Heizöl

Holzasche allgemein
Holzasche ist der mineralische Rückstand, der nach der Verbrennung von Holz übrig bleibt. Holzasche besteht aus den nicht brennbaren Mineralstoffen des Holzes, vor allem Kalzium, Kalium und Magnesium. Naturbelassenes Holz hinterlässt nur wenig Asche.

Eigenschaften: Mineralischer Verbrennungsrückstand, Kalzium, Kalium, Magnesium, Wenig bei naturbelassenem Holz, Teils als Dünger nutzbar.

Verwendung: Gartendünger (in Maßen), Entsorgung, Bewertung der Brennstoffqualität.

Maßeinheiten: Aschegehalt Brennholz: ca. 0,5–1,5 % · Angabe in Massenprozent

Holzbearbeitungsmechaniker ausbildung
Der Holzbearbeitungsmechaniker ist ein Ausbildungsberuf der ersten Verarbeitungsstufe – vor allem im Sägewerk. Holzbearbeitungsmechanikerinnen und -mechaniker verarbeiten Rundholz zu Schnittholz und Halbfertigprodukten: Sie steuern Sägegatter, Bandsägen und Hobelanlagen, sortieren, trocknen und veredeln Holz. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Eigenschaften: Ausbildungsberuf Sägeindustrie, Rundholz zu Schnittholz, Dauer 3 Jahre (dual), Erste Verarbeitungsstufe.

Verwendung: Sägewerke, Holztrocknung und Hobelei, Erste Verarbeitungsstufe.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Holzbearbeitungsmechaniker/-in

Holzbrikett brennholz
Holzbriketts sind aus trockenen Sägespänen gepresste Brennstoffblöcke mit hohem Heizwert und geringer Restfeuchte. Holzbriketts werden aus naturbelassenen Säge- und Hobelspänen ohne Bindemittel unter hohem Druck gepresst. Sie haben eine sehr niedrige Restfeuchte, einen hohen Heizwert und brennen gleichmäßig mit langer Glut.

Eigenschaften: Gepresste Sägespäne, Ohne Bindemittel, Sehr niedrige Restfeuchte, Hoher Heizwert.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Dauerbrand.

Maßeinheiten: 1 Paket meist 10 kg · 1 Palette ≈ 960–1000 kg

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) entspricht energetisch ca. 400 kg Holzbriketts

Holzernte stammholz
Die Holzernte ist die Gewinnung von Holz aus dem Wald durch Fällen, Aufarbeiten und Rücken. Die Holzernte umfasst alle Schritte von der Fällung über das Entasten und Ablängen bis zum Rücken des Holzes an den Weg. Sie erfolgt motormanuell oder vollmechanisiert mit Harvester und Forwarder.

Eigenschaften: Fällen, Aufarbeiten, Rücken, Motormanuell oder mechanisiert, Am Zuwachs orientiert, Bodenschonend geplant.

Verwendung: Forstwirtschaft, Brennholzbereitstellung, Rundholzproduktion.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Efm = Erntefestmeter

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Holzerntekette stammholz
Die Holzerntekette ist die Abfolge aller Arbeitsschritte von der Fällung bis zur Bereitstellung des Holzes am Weg. Die Holzerntekette (Verfahrenskette) umfasst die aufeinander abgestimmten Schritte Fällen, Entasten, Einschneiden/Ablängen (Aufarbeitung), Rücken und Poltern. Je nach Mechanisierungsgrad reicht sie von der motormanuellen Ernte (Motorsäge + Schlepper) bis zur vollmechanisierten Ernte (Harvester + Forwarder).

Eigenschaften: Abfolge der Ernteschritte, Fällen–Aufarbeiten–Rücken–Poltern, Motormanuell bis vollmechanisiert, Optimiert Leistung und Schonung.

Verwendung: Holzernteplanung, Verfahrenswahl, Prozessoptimierung.

Maßeinheiten: Leistung in Festmeter/Zeit · Kosten je Festmeter

Holzfaser allgemein
Die Holzfaser ist die langgestreckte Grundeinheit des Holzes und bestimmt Festigkeit und Spaltbarkeit. Holzfasern verlaufen überwiegend längs zum Stamm und geben dem Holz seine Zugfestigkeit. Entlang der Faser spaltet Holz leicht, quer dazu ist es sehr fest.

Eigenschaften: Grundeinheit des Holzes, Meist längs zum Stamm, Bestimmt Festigkeit, Rohstoff für Papier und Platten.

Verwendung: Brennholz spalten, Papier und Faserplatten, Holzfaserdämmstoffe.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Struktureinheit · Faser meist längs

Holzfehler stammholz
Holzfehler sind natürliche oder schadensbedingte Merkmale, die den Wert und die Verwendbarkeit des Holzes mindern. Zu den Holzfehlern zählen Äste und Astlöcher, Risse, Drehwuchs, Reaktionsholz, Markröhre, Krümmung, Abholzigkeit, Fäule, Insekten- und Pilzbefall sowie Verfärbungen. Sie beeinflussen Festigkeit, Aussehen, Verarbeitbarkeit und damit die Sortierung und den Preis.

Eigenschaften: Wertmindernde Holzmerkmale, Äste, Risse, Drehwuchs, Fäule u. a., Beeinflussen Festigkeit/Optik, Basis der Sortierung.

Verwendung: Holzsortierung und -bewertung, Qualitätsprüfung, Preisbildung.

Maßeinheiten: Bewertung nach Sortiernormen · Güteklassen A–D

Holzfeuchte allgemein
Die Holzfeuchte gibt den Wasseranteil im Holz bezogen auf die Trockenmasse an und entscheidet über die Brennqualität. Frisch geschlagenes Holz hat eine hohe Holzfeuchte und eignet sich nicht zum Heizen. Erst durch Trocknung sinkt sie unter 20 Prozent, den empfohlenen Grenzwert für Brennholz. Zu feuchtes Holz verbrennt unvollständig, entwickelt Rauch und Ruß und liefert weniger Wärme, weil Energie zum Verdampfen des Wassers verbraucht wird. Gemessen wird die Holzfeuchte mit einem Feuchtemessgerät oder exakt per Darrprobe.

Eigenschaften: Wasseranteil bezogen auf Trockenmasse, Zielwert unter 20 %, Bestimmt Rauch, Ruß und Heizwert, Messbar mit Gerät oder Darrprobe.

Verwendung: Brennholzbeurteilung, Ankauf und Lagerung, Ofenbetrieb.

Maßeinheiten: Empfohlen: unter 20 % Holzfeuchte · Frisch: 60 % und mehr

Umrechnung: Achtung: Holzfeuchte (bezogen auf Trockenmasse) und Wassergehalt (bezogen auf Gesamtmasse) sind unterschiedliche Angaben.

Holzfeuchtemessung brennholz
Die Holzfeuchtemessung bestimmt den Wassergehalt von Holz, etwa um Brennholz auf Ofenreife zu prüfen. Die Holzfeuchte lässt sich auf verschiedene Weisen messen: Elektrische Feuchtemessgeräte (Widerstands- oder kapazitive Messung) geben schnell einen Näherungswert; die genaueste Methode ist die Darrprobe (Wiegen vor und nach dem Trocknen bei ~103 °C). Für Brennholz gilt: erst unter etwa 20 Prozent Wassergehalt ist es ofenreif.

Eigenschaften: Bestimmung des Wassergehalts, Messgerät oder Darrprobe, Brennholz ofenreif unter ~20 %, Im Kern messen.

Verwendung: Brennholzkontrolle, Bau- und Möbelholz, Trocknungskontrolle.

Maßeinheiten: Wassergehalt in Prozent (%) · Ofenreif: unter ~20 %

Umrechnung: Wassergehalt (%) = (Nass − Darrgewicht) / Nass × 100.

Holzfeuerung brennholz
Eine Holzfeuerung ist eine Feuerungsanlage, die Holz als Brennstoff verbrennt – vom Kaminofen bis zum Heizkessel. Zu den Holzfeuerungen zählen Kamin- und Kachelöfen, Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletkessel sowie Kombianlagen. Sie erzeugen Wärme durch die kontrollierte Verbrennung von Holz und unterliegen Emissionsvorschriften.

Eigenschaften: Feuerungsanlage für Holz, Öfen und Kessel, Kontrollierte Verbrennung, Emissionsvorschriften.

Verwendung: Wohnraum- und Zentralheizung, Scheit-, Hackgut-, Pelletanlagen, Warmwasser.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt (kW) · Optimale Holzfeuchte unter 20 %

Holzgreifer stammholz
Ein Holzgreifer ist ein hydraulisches Greifwerkzeug am Kran zum Fassen von Stämmen, Scheitholz oder Hackgut. Der Holzgreifer ist der Oberbegriff für Krananbaugeräte, die Holz greifen – von der Rückezange für Langholz bis zum Mehrschalengreifer für Scheite und loses Material. Er wird hydraulisch geöffnet und geschlossen und oft mit Rotator ausgestattet.

Eigenschaften: Hydraulisches Greifwerkzeug, Für Stämme, Scheite, Hackgut, Meist mit Rotator, An Kran oder Bagger.

Verwendung: Verladen und Stapeln, Sortieren von Holz, Umschlag am Lagerplatz.

Maßeinheiten: Greifvolumen in Liter (l) oder m² · Öffnungsweite in Zentimeter (cm)

Holzhandel allgemein
Der Holzhandel ist der Kauf und Verkauf von Holz und Holzprodukten – vom Rundholz bis zum Brennholz. Im Holzhandel werden Rund-, Schnitt-, Industrie- und Brennholz zwischen Forstbetrieben, Sägewerken, Industrie und Endkunden gehandelt. Die Mengen werden je nach Sortiment in Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter angegeben.

Eigenschaften: Kauf und Verkauf von Holz, Rund-, Schnitt-, Brennholz, Maße je Sortiment, Regional bis überregional.

Verwendung: Brennholzkauf, Rundholzvermarktung, Sägewerk und Industrie.

Maßeinheiten: Handel: Fm, Rm, Srm · Preis je Sortiment

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Holzheizwerk allgemein
Ein Holzheizwerk ist ein Biomasseheizwerk, das ausschließlich Holzbrennstoffe zur Wärmeerzeugung nutzt. Das Holzheizwerk verbrennt Hackschnitzel, Pellets oder Restholz in einem Großkessel und versorgt über ein Nahwärmenetz Wohngebiete, öffentliche Gebäude oder Betriebe mit Heizwärme und Warmwasser.

Eigenschaften: Heizwerk für Holzbrennstoffe, Hackschnitzel, Pellets, Restholz, Speist Nahwärmenetz, CO₂-arm und regional.

Verwendung: Nahwärme für Wohngebiete, Öffentliche Gebäude, Gewerbebetriebe.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt/Megawatt (kW/MW) · Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ ca. 700–800 kWh Wärme (je nach Feuchte).

Holzkaufmann ausbildung
Der Holzkaufmann ist auf den Handel mit Holz und Holzwerkstoffen spezialisiert. Der Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Fachrichtung Holz – umgangssprachlich Holzkaufmann – organisiert Ein- und Verkauf von Rund-, Schnitt- und Brennholz sowie Holzwerkstoffen, kalkuliert Preise, berät Kunden und steuert Logistik und Lagerhaltung.

Eigenschaften: Handel mit Holz, Kaufmännischer Beruf, Ein- und Verkauf, Logistik, Dauer 3 Jahre.

Verwendung: Holzhandel und Baustoffhandel, Sägewerke und Industrie, Brennholzhandel.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Kaufmann/-frau Groß-/Außenhandel (Holz)

Holzkohle brennholz
Holzkohle ist ein poröser, kohlenstoffreicher Brennstoff, der durch Verkohlung von Holz unter Luftabschluss entsteht. Bei der Verkohlung (Pyrolyse) wird Holz unter Luftabschluss erhitzt, bis die flüchtigen Bestandteile entweichen und fast reiner Kohlenstoff zurückbleibt. Traditionell geschah dies in Meilern (Köhlerei), heute in Retorten und Öfen. Holzkohle hat einen sehr hohen Heizwert, brennt nahezu rauch- und flammenlos mit großer Hitze und wird zum Grillen, Schmieden und in der Industrie (Metallurgie, Aktivkohle, Filter) genutzt.

Eigenschaften: Kohlenstoffreicher Brennstoff, Durch Verkohlung (Pyrolyse), Sehr hoher Heizwert, Für Grill, Schmiede, Industrie.

Verwendung: Grillen und Schmieden, Metallurgie und Aktivkohle, Traditionelle Köhlerei.

Maßeinheiten: Heizwert ca. 8–9 kWh/kg · Ausbeute ca. 20–30 % der Holzmasse

Umrechnung: Aus ca. 4–5 kg Holz entsteht rund 1 kg Holzkohle.

Holzlager brennholz
Ein Holzlager ist der Platz, an dem Brennholz oder anderes Holz trocken und geordnet aufbewahrt wird. Ein gutes Holzlager ist trocken, luftig und vom Boden abgehoben, mit einer Abdeckung gegen Regen bei offenen Seiten. So trocknet Brennholz zuverlässig und behält seine Qualität.

Eigenschaften: Aufbewahrungsplatz für Holz, Trocken und luftig, Vom Boden abgehoben, Abgedeckt, Seiten offen.

Verwendung: Brennholzlagerung, Trocknung, Vorratshaltung.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · 1 Rm ≈ 1 m² Fläche bei 1 m Höhe

Umrechnung: 1 Rm ≈ 1,4 Srm lose

Holzlagerplatz stammholz
Ein Holzlagerplatz ist eine Fläche zur Zwischenlagerung von Rund-, Schnitt- oder Brennholz. Der Holzlagerplatz dient der geordneten Lagerung von Holz zwischen Ernte/Anlieferung und Weiterverarbeitung, Verkauf oder Abfuhr. Je nach Holzart und Zweck reicht das vom Polterplatz an der Waldstraße über den Rundholzplatz am Sägewerk bis zum Brennholzlager am Hof. Wichtig sind Tragfähigkeit, Zufahrt, Trockenheit bzw. Beregnung und Verkehrssicherung.

Eigenschaften: Fläche zur Holz-Zwischenlagerung, Rund-, Schnitt- oder Brennholz, Trocken oder beregnet, Sichert Materialfluss/Werterhalt.

Verwendung: Holzlagerung und -handel, Brennholzlagerung, Bereitstellung.

Maßeinheiten: Lagermenge in Rm/Fm · Fläche in Quadratmeter

Holzlagerung brennholz
Holzlagerung bezeichnet die sachgerechte Aufbewahrung von Brennholz, damit es trocknet und seine Qualität behält. Richtig gelagertes Holz steht luftig, sonnig und vom Boden abgehoben, mit einer Abdeckung gegen Regen bei offenen Seiten. So kann Feuchtigkeit entweichen und das Holz erreicht seine Ziel-Restfeuchte. Falsche Lagerung – dicht an der Wand, ohne Bodenabstand oder rundum in Folie – führt zu Staunässe, Schimmel und schlechter Brennqualität.

Eigenschaften: Luftig und sonnig, Bodenabstand und Abdeckung, Seiten offen halten, Locker geschichtet.

Verwendung: Garten und Hof, Holzunterstand, Carport, Wetterseite der Hauswand.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Ziel-Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm braucht ca. 1 m² Stapelfläche bei 1 m Höhe · 1 Rm ≈ 1,4 Srm lose

Holzlogistik stammholz
Die Holzlogistik umfasst die Organisation von Transport, Lagerung und Fluss des Holzes vom Wald bis zur Verarbeitung. Die Holzlogistik steuert den Weg des Holzes vom Polterplatz über den Transport (Lkw, Bahn, teils Schiff) bis zum Sägewerk, Heizwerk oder Handel. Dazu gehören Vermessung, Bereitstellung, Abfuhrdisposition, Zwischenlagerung, Rückverfolgbarkeit und die Abstimmung von Angebot und Nachfrage entlang der Kette.

Eigenschaften: Organisation von Transport/Lagerung, Vom Polterplatz zur Verarbeitung, Vermessung, Abfuhr, Rückverfolgung, Optimiert Kosten und Qualität.

Verwendung: Holztransport und -handel, Abfuhrdisposition, Lieferkettensteuerung.

Maßeinheiten: Menge in Festmeter · Transport in Lkw-Ladungen

Holzmechaniker ausbildung
Der Holzmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf der holzverarbeitenden Industrie. Holzmechanikerinnen und Holzmechaniker stellen industriell Bauelemente, Möbelteile, Platten oder Verpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen her. Sie bedienen und überwachen Maschinen und Anlagen, richten sie ein und kontrollieren die Qualität. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre mit Fachrichtungen (z. B. Möbelbau, Holzpackmittel).

Eigenschaften: Ausbildungsberuf Holzindustrie, Dauer 3 Jahre (dual), Maschinelle Fertigung, Fachrichtungen wählbar.

Verwendung: Holz- und Möbelindustrie, Plattenwerke, Verpackungsherstellung.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Holzmechaniker/-in

Holzmengen umrechnen (Faustzahlen) allgemein
Holz wird in unterschiedlichen Formen verkauft – geschichtet, geschüttet oder als Stamm. Mit den offiziellen Faustzahlen lassen sich Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter zuverlässig ineinander umrechnen. Weil Brennholz mal geschichtet (Raummeter), mal lose geschüttet (Schüttraummeter) und mal als massiver Stamm (Festmeter) gehandelt wird, müssen Mengen für einen fairen Preisvergleich umgerechnet werden. Die folgenden Werte sind praxisübliche Faustzahlen. Sie schwanken leicht mit Holzart, Scheitlänge und Schichtung, reichen für Kalkulation und Angebot aber aus. Für Hackschnitzel und Pellets gelten eigene Umrechnungen, weil sie deutlich lockerer bzw. nach Gewicht gehandelt werden.

Eigenschaften: Fm = massives Holz ohne Luft, Rm/Ster = geschichtetes Scheitholz, Srm = lose geschüttetes Holz, Werte sind Näherungswerte (Faustzahlen).

Verwendung: Preisvergleich Brennholz, Angebotskalkulation, Lagerraum planen, Heizöl-/Gas-Vergleich.

Maßeinheiten: Festmeter: fm (massiv, ohne Luft) · Raummeter/Ster: rm (geschichtet) · Schüttraummeter: srm (lose geschüttet)

Umrechnung: 1 Fm Stammholz = ca. 1,4 Rm geschichtetes Scheitholz · 1 Fm Stammholz = ca. 2,0 Srm loses Scheitholz · 1 Rm geschichtet = ca. 0,7 Fm reines Holz · 1 Rm geschichtet = ca. 1,4 Srm lose · 1 Srm lose = ca. 0,7 Rm geschichtet · 1 Srm lose = ca. 0,5 Fm reines Holz · 1 Srm Hackschnitzel = ca. 0,4 Fm festes Holz · 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel · 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagervolumen (Schüttgewicht 650–730 kg/m³) · 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl ≈ 500 m³ Erdgas · 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 Rm Fichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl · 1 Srm Hackschnitzel (trocken) ≈ 70–80 l Heizöl

Holzpellets pellets
Holzpellets sind kleine, gepresste Zylinder aus trockenen Sägespänen und ein genormter Brennstoff für Pelletheizungen. Holzpellets werden aus naturbelassenen Säge- und Hobelspänen ohne Bindemittel gepresst. Sie haben einen sehr niedrigen Wassergehalt, einen hohen Heizwert und eine gleichbleibende Qualität nach Normen wie ENplus.

Eigenschaften: Gepresste Sägespäne, Ohne Bindemittel, Sehr niedriger Wassergehalt, Genormte Qualität (ENplus).

Verwendung: Pelletheizungen, Pelletöfen, Automatische Feuerungen.

Maßeinheiten: 1 Sack = 15 kg · 1 Palette ≈ 975 kg · 1 t ≈ 1,5 m³ Lagerraum

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl · 1 Rm Buche ≈ 400 kg Pellets (energetisch)

Holzpolter stammholz
Ein Holzpolter ist ein geordneter Stapel gefällter Stämme an der Waldstraße zur Abfuhr. Nach der Rückung wird das Holz an der Waldstraße oder am Lagerplatz zu Poltern aufgeschichtet – geordneten Stapeln aus gleich sortiertem Stammholz. Der Polter erleichtert Vermessung (Masseermittlung), Sortierung, Verkauf und Verladung auf den Lkw.

Eigenschaften: Geordneter Stammholzstapel, An der Waldstraße, Nach Sortiment getrennt, Basis für Vermessung/Verkauf.

Verwendung: Holzbereitstellung, Vermessung und Verkauf, Verladung.

Maßeinheiten: Poltermaß in Raummeter (Rm) · Länge × Höhe × mittlere Stammlänge

Umrechnung: Poltervolumen (Rm) × Umrechnungszahl ≈ Festmeter (Fm).

Holzporen stammholz
Holzporen sind die im Querschnitt sichtbaren Gefäße (Poren) des Laubholzes, die Wasser leiten und das Holzbild prägen. Laubhölzer besitzen zur Wasserleitung spezielle Gefäße, die im Querschnitt als Poren erscheinen. Nach ihrer Anordnung unterscheidet man ringporige Hölzer (große Poren im Frühholz, z. B. Eiche, Esche), zerstreutporige Hölzer (gleichmäßig verteilte Poren, z. B. Buche, Ahorn) und halbringporige Hölzer.

Eigenschaften: Wasserleitende Gefäße im Laubholz, Ringporig / zerstreutporig, Wichtiges Bestimmungsmerkmal, Nadelholz porenfrei.

Verwendung: Holzbestimmung, Oberflächenbehandlung, Holzkunde.

Maßeinheiten: Porentyp: ringporig/zerstreutporig · Sichtbar im Querschnitt

Holzpreisindex stammholz
Der Holzpreisindex bildet die Entwicklung der Holzpreise über die Zeit als Kennzahl ab. Ein Holzpreisindex fasst die Preise für bestimmte Holzsortimente (z. B. Fichten-Stammholz, Industrieholz) zu einer Indexzahl zusammen und zeigt deren Veränderung gegenüber einem Basisjahr. Statistische Ämter und Branchenverbände veröffentlichen solche Indizes, oft getrennt nach Baumart und Sortiment.

Eigenschaften: Kennzahl der Holzpreisentwicklung, Je Sortiment/Baumart, Bezug auf ein Basisjahr, Macht Trends vergleichbar.

Verwendung: Marktbeobachtung, Vermarktungsentscheidungen, Wertsicherungsklauseln.

Maßeinheiten: Indexpunkte (Basisjahr = 100) · Je Sortiment/Baumart

Holzquellung stammholz
Holzquellung ist die Maß- und Volumenzunahme des Holzes bei Aufnahme von Feuchtigkeit. Nimmt trockenes Holz unterhalb des Fasersättigungspunkts wieder Feuchtigkeit auf, lagern die Zellwände gebundenes Wasser ein und dehnen sich aus – das Holz quillt. Wie die Schwindung ist auch die Quellung richtungsabhängig: tangential am stärksten, radial geringer, längs fast null.

Eigenschaften: Maßzunahme bei Feuchtaufnahme, Umkehrung der Schwindung, Richtungsabhängig, Holz „arbeitet".

Verwendung: Konstruktion und Verlegung, Fugen- und Dehnungsplanung, Möbel- und Bodenbau.

Maßeinheiten: Quellmaß in Prozent · tangential > radial > längs

Umrechnung: Quellmaß entspricht der Schwindung: tangential ~8 %, radial ~4 %.

Holzrechner allgemein
Ein Holzrechner ist ein Hilfsmittel oder Programm zur Umrechnung von Holzmengen und -maßen. Mit einem Holzrechner lassen sich Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter ineinander umrechnen, Poltervolumen bestimmen oder der Heizwert und Heizölvergleich abschätzen. Es gibt ihn als Online-Tool, App oder Tabelle.

Eigenschaften: Hilfsmittel zur Holzumrechnung, Fm/Rm/Srm und Heizwert, Als Tool, App oder Tabelle, Nutzt die Faustzahlen.

Verwendung: Holzhandel, Brennholzkauf, Heizkostenvergleich.

Maßeinheiten: Ein-/Ausgabe in Fm, Rm, Srm, kg · Ergebnis als Näherung

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm (Basis der Rechner)

Holzrückung stammholz
Die Holzrückung ist der Transport des gefällten Holzes vom Hiebsort zum Waldweg und ist gleichbedeutend mit der Rückung. Holzrückung (Rückung) bezeichnet den Arbeitsschritt, bei dem das gefällte und aufgearbeitete Holz aus dem Bestand zur Waldstraße oder zum Polterplatz gebracht wird. Sie erfolgt bodengebunden (Forstschlepper mit Seilwinde, Rückewagen, Forwarder) oder – in schwierigem Gelände – seilgebunden mit dem Seilkran.

Eigenschaften: Holztransport zum Weg (= Rückung), Bodengebunden oder mit Seilkran, Über feste Rückegassen, Zentraler Ernteschritt.

Verwendung: Holzernte, Transport aus dem Bestand, Bereitstellung am Weg.

Maßeinheiten: Rückeentfernung in Meter · Menge in Festmeter

Holzscheit brennholz
Ein Holzscheit ist ein einzelnes, gesägtes und gespaltenes Stück Brennholz in ofengerechter Länge. Holzscheite entstehen, indem Rundholz auf Länge gesägt und anschließend gespalten wird. Durch das Spalten vergrößert sich die Oberfläche, das Holz trocknet schneller und brennt besser. Gängige Scheitlängen richten sich nach der Ofengröße, meist 25, 33 oder 50 Zentimeter. Der Scheit sollte gut in die Brennkammer passen und ausreichend Platz für Luft lassen.

Eigenschaften: Einzelnes Stück Brennholz, Gesägt und gespalten, Ofengerechte Länge, Größere Oberfläche durch Spalten.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Offener Kamin.

Maßeinheiten: Scheitlänge gängig: 25 / 33 / 50 cm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: Scheitholz wird in Raummeter (geschichtet) oder Schüttraummeter (lose) gehandelt: 1 Rm ≈ 1,4 Srm.

Holzschutz schnittholz
Holzschutz umfasst alle Maßnahmen, die Holz vor Feuchtigkeit, Pilzen und Insekten schützen. Man unterscheidet konstruktiven Holzschutz (bauliche Maßnahmen wie Abstand und Abdeckung) und chemischen Holzschutz (Schutzmittel). Ziel ist eine lange Lebensdauer, besonders im Außenbereich.

Eigenschaften: Schutz vor Feuchte, Pilz, Insekt, Konstruktiv oder chemisch, Für lange Lebensdauer, Behandeltes Holz kein Brennstoff.

Verwendung: Außenholz und Konstruktionen, Fassaden und Zäune, Holzbau.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Schutzmaßnahme · Naturbelassen = verbrennbar

Holzschutzklasse schnittholz
Die Holzschutzklasse (Gebrauchsklasse) ordnet Holzbauteile nach dem Risiko für Pilz- und Insektenbefall ein und gibt den nötigen Holzschutz vor. Je nach Einbausituation ist Holz unterschiedlich stark durch Feuchte, Pilze und Insekten gefährdet. Die Gebrauchsklassen (GK 1–5, früher „Gefährdungsklassen") nach der einschlägigen Normung beschreiben dieses Risiko: GK 1 = trockener Innenbereich, GK 2 = gelegentliche Feuchte, GK 3 = frei bewittert ohne Erdkontakt, GK 4 = Erd-/Süßwasserkontakt, GK 5 = im Meerwasser.

Eigenschaften: Einstufung nach Befallsrisiko, Gebrauchsklassen GK 1–5, Je nach Einbausituation, Steuert den Holzschutz.

Verwendung: Holzschutzplanung, Materialwahl im Außenbau, Konstruktiver Holzschutz.

Maßeinheiten: Gebrauchsklassen GK 1–5 · Dauerhaftigkeitsklassen der Holzart

Holzschwindung stammholz
Holzschwindung ist die Volumen- und Maßabnahme des Holzes beim Trocknen unter den Fasersättigungspunkt. Gibt Holz unterhalb des Fasersättigungspunkts gebundenes Wasser ab, ziehen sich die Zellwände zusammen – das Holz schwindet. Das Schwindmaß ist richtungsabhängig (anisotrop): tangential (parallel zu den Jahrringen) am stärksten, radial etwa halb so viel, längs (in Faserrichtung) fast null.

Eigenschaften: Maßabnahme beim Trocknen, Unterhalb Fasersättigungspunkt, Richtungsabhängig (anisotrop), Ursache von Rissen.

Verwendung: Holztrocknung, Maßhaltigkeit, Konstruktionsplanung.

Maßeinheiten: Schwindmaß in Prozent · tangential > radial > längs

Umrechnung: Schwindmaß tangential ~8 %, radial ~4 %, längs ~0,3 % (bis darrtrocken).

Holzsortierung schnittholz
Die Holzsortierung teilt Rund- und Schnittholz nach Qualität, Stärke und Verwendung in Güteklassen ein. Bei der Holzsortierung wird Holz nach festgelegten Regeln bewertet: Stärke (Durchmesser/Querschnitt), Länge, Fehler (Äste, Risse, Fäule, Krümmung) und Verwendungseignung. Rundholz wird in Güte- und Stärkeklassen sortiert, Schnittholz in Sortierklassen (visuell oder maschinell nach Festigkeit).

Eigenschaften: Einteilung nach Qualität/Stärke, Güte- und Sortierklassen, Rund- und Schnittholz, Basis der Vermarktung.

Verwendung: Holzhandel und Vermarktung, Bauholz-Festigkeitssortierung, Preisbildung.

Maßeinheiten: Güteklassen A–D (Rundholz) · Festigkeitsklassen z. B. C24 (Nadelholz)

Holzspalter allgemein
Ein Holzspalter ist ein Gerät, das Holzscheite hydraulisch der Länge nach spaltet. Holzspalter drücken das Holz gegen ein Spaltmesser und teilen es kraftsparend entlang der Faser. Es gibt stehende und liegende Geräte mit Elektro-, Zapfwellen- oder Benzinantrieb und unterschiedlicher Spaltkraft.

Eigenschaften: Hydraulisches Spalten, Stehend oder liegend, Verschiedene Antriebe, Kraft- und zeitsparend.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Große Holzmengen, Hartes Holz.

Maßeinheiten: Spaltkraft: ca. 4–20 t · Antrieb: Elektro/Zapfwelle/Benzin

Holzspalter-Unterweisung ausbildung
Die Holzspalter-Unterweisung schult den sicheren Umgang mit hydraulischen Holzspaltern. Holzspalter erzeugen enorme Spaltkräfte und bergen ein hohes Quetsch- und Schnittverletzungsrisiko. Die Unterweisung nach Betriebssicherheitsverordnung und Herstellerangaben vermittelt sichere Bedienung, Zweihandschaltung, Schutzeinrichtungen, richtiges Auflegen des Holzes und Verhalten bei Störungen.

Eigenschaften: Sicherer Umgang mit Holzspaltern, Zweihandschaltung und Schutz, Nach BetrSichV/Hersteller, Quetschgefahr beachten.

Verwendung: Brennholzspalten, Gewerbliche Holzaufarbeitung, Private Nutzung.

Maßeinheiten: Grundlage: Betriebssicherheitsverordnung · Form: Unterweisung durch den Betrieb

Holzstrahl stammholz
Holzstrahlen (Markstrahlen) sind radiale Zellbänder, die im Stamm Nährstoffe quer transportieren und speichern. Holzstrahlen verlaufen strahlenförmig vom Mark zur Rinde und dienen dem Quertransport und der Speicherung von Nährstoffen. Bei manchen Arten sind sie mit bloßem Auge sichtbar und prägen das Holzbild – besonders eindrucksvoll bei der Eiche, wo sie im Spiegelschnitt die typischen „Spiegel" erzeugen.

Eigenschaften: Radiale Zellbänder (Mark→Rinde), Quertransport und Speicherung, Bei Eiche als Spiegel sichtbar, Prägen das Holzbild.

Verwendung: Holzoptik und Furniere, Spiegelschnitt (Eiche), Holzbestimmung.

Maßeinheiten: Struktur, kein Messmaß · Sichtbarkeit je Baumart

Holzvergaser allgemein
Ein Holzvergaser ist eine effiziente Scheitholzheizung, die das Holz in zwei Stufen vergast und verbrennt. Im Holzvergaser wird das Holz zunächst unter Luftmangel vergast; das entstehende Holzgas verbrennt dann in einer zweiten Kammer mit hoher Temperatur nahezu vollständig. Das ergibt einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen.

Eigenschaften: Zweistufige Verbrennung, Vergasung plus Nachverbrennung, Hoher Wirkungsgrad, Geringe Emissionen.

Verwendung: Zentralheizung mit Scheitholz, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ganzhausheizung.

Maßeinheiten: Kesselleistung in kW · Brennstoff: trockenes Scheitholz

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Holzvergaserkessel allgemein
Ein Holzvergaserkessel ist der Heizkessel einer Scheitholz-Zentralheizung mit zweistufiger Vergasungstechnik. Der Holzvergaserkessel verbrennt Scheitholz nach dem Vergaserprinzip besonders effizient und sauber. Er ist das Herzstück einer Scheitholz-Zentralheizung und wird mit einem Pufferspeicher kombiniert.

Eigenschaften: Kessel mit Vergasertechnik, Für Scheitholz-Zentralheizung, Mit Pufferspeicher, Hoher Wirkungsgrad.

Verwendung: Zentralheizung mit Scheitholz, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ganzhausheizung.

Maßeinheiten: Kesselleistung in kW · Pufferspeicher in Litern

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Holzwerkstoff schnittholz
Ein Holzwerkstoff ist ein aus Holzteilen hergestelltes Plattenmaterial wie Spanplatte, OSB oder Faserplatte. Holzwerkstoffe entstehen, indem Späne, Fasern oder Furniere mit Bindemitteln zu Platten verpresst werden. Dazu zählen Spanplatten, OSB-Platten, MDF und Sperrholz. Sie sind maßhaltig, günstig und vielseitig im Möbel- und Innenausbau.

Eigenschaften: Plattenmaterial aus Holzteilen, Späne, Fasern oder Furniere, Mit Bindemitteln verpresst, Maßhaltig und günstig.

Verwendung: Möbelbau, Innenausbau, Verpackung.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Plattenware · Formate in mm/cm

Hubarbeitsbühnen-Ausbildung ausbildung
Die Hubarbeitsbühnen-Ausbildung befähigt zum sicheren Bedienen von Hubarbeitsbühnen (Steigern). Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-008 vermittelt das sichere Führen von Hubarbeitsbühnen: Standsicherheit, Tragfähigkeit, Bedienung, Absturzsicherung und Verhalten bei Störungen. Sie ist Voraussetzung, um eine Hubarbeitsbühne beruflich zu bedienen – etwa in der Baumpflege für Kronenarbeiten ohne Klettern.

Eigenschaften: Bedienung von Hubarbeitsbühnen, Nach DGUV 308-008, Standsicherheit und Absturzschutz, Beauftragung nötig.

Verwendung: Baumpflege ohne Klettern, Kronenarbeiten aus dem Korb, Höhenarbeiten allgemein.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-008 · Abschluss: Bühnenführerschein + Beauftragung

Hubarbeitsbühnenschein ausbildung
Der Hubarbeitsbühnenschein ist der Befähigungsnachweis zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen (Steigern). Der Hubarbeitsbühnenschein wird nach DGUV-Grundsatz 308-008 erworben und umfasst Theorie, Praxis und Prüfung. Er befähigt zum sicheren Führen von Scheren-, Teleskop- und Gelenkteleskopbühnen. Zusätzlich ist eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer nötig.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Hubarbeitsbühne, Nach DGUV 308-008, Theorie, Praxis, Prüfung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Baumpflege aus dem Korb, Höhen- und Wartungsarbeiten, Bau und Montage.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-008 · Abschluss: Bühnenschein + Beauftragung

Humus garten
Humus ist der nährstoffreiche, dunkle Bestandteil des Bodens aus zersetztem organischem Material. Humus entsteht durch den Abbau von Pflanzenresten, Laub und organischem Material durch Bodenlebewesen. Er speichert Wasser und Nährstoffe, verbessert die Bodenstruktur und ist Lebensgrundlage für Bodenorganismen.

Eigenschaften: Nährstoffreicher Bodenbestandteil, Aus zersetztem organischem Material, Speichert Wasser und Nährstoffe, Verbessert die Bodenstruktur.

Verwendung: Bodenfruchtbarkeit, Bodenverbesserung, Gartenbau.

Maßeinheiten: Humusgehalt in Prozent · Farbe: dunkel

I

Imprägnierung schnittholz
Die Imprägnierung ist eine Schutzbehandlung von Holz gegen Feuchtigkeit, Pilze und Insekten – vor allem im Außenbereich. Bei der Imprägnierung werden Schutzmittel in das Holz eingebracht, um es widerstandsfähiger gegen Witterung und Holzschädlinge zu machen. Verfahren reichen vom Streichen bis zur Kesseldruckimprägnierung. Wichtig: Imprägniertes oder behandeltes Holz darf niemals als Brennholz verfeuert werden, da bei der Verbrennung giftige Stoffe frei werden. Als Brennholz eignet sich ausschließlich naturbelassenes Holz.

Eigenschaften: Schutz gegen Feuchte und Schädlinge, Für den Außenbereich, Verschiedene Verfahren, Nicht als Brennholz geeignet.

Verwendung: Zäune und Terrassen, Konstruktionsholz außen, Gartenholz.

Maßeinheiten: Kein Brennholzmaß · Einordnung: behandeltes Holz

Industrie-Rundholz stammholz
Industrie-Rundholz ist Rundholz geringerer Qualität, das zu Zellstoff, Papier oder Holzwerkstoffen verarbeitet wird. Industrie-Rundholz erfüllt nicht die Anforderungen an Sägeholz, ist aber als Rohstoff für die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie geeignet. Dazu zählen schwächere, krumme oder astige Stämme.

Eigenschaften: Rundholz geringerer Qualität, Für Zellstoff/Papier/Platten, Schwach, krumm oder astig, In großen Mengen.

Verwendung: Zellstoff- und Papierindustrie, Span- und Faserplatten, Holzwerkstoffe.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter oder Tonnen · Kein Sägeholzmaß

Umrechnung: 1 Fm Industrie-Rundholz = ca. 1,4 Rm bei energetischer Nutzung

Industriehackgut hackschnitzel
Industriehackgut sind gröbere Hackschnitzel aus Industrie- und Restholz für große Feuerungs- und Industrieanlagen. Industriehackgut wird aus schwächerem Stammholz, Sägenebenprodukten und Restholz hergestellt. Es hat oft eine gröbere Korngröße und einen höheren Rinden- und Feinanteil als Qualitätshackgut für Kleinanlagen.

Eigenschaften: Gröberes Hackgut, Aus Industrie- und Restholz, Höherer Rinden-/Feinanteil, Für Großanlagen.

Verwendung: Große Heizwerke, Heizkraftwerke, Plattenindustrie.

Maßeinheiten: Korngröße: gröber (bis G100) · Handel: Srm oder Tonnen

Umrechnung: 1 Srm Hackgut = ca. 0,4 Fm festes Holz

Industriehackschnitzel hackschnitzel
Industriehackschnitzel sind gleichmäßige, hochwertige Hackschnitzel aus entrindetem Stammholz oder Sägenebenprodukten. Industriehackschnitzel werden aus sauberem, oft entrindetem Holz oder aus Sägewerksresten hergestellt. Sie sind gleichmäßig in Korngröße, rindenarm und trocken – Voraussetzung für die Platten- und Zellstoffindustrie sowie für hochwertige Feuerungen.

Eigenschaften: Aus sauberem Stammholz/Sägeresten, Gleichmäßig und rindenarm, Hochwertig und trocken, Für Industrie geeignet.

Verwendung: Span- und Faserplatten, Zellstoff- und Papierindustrie, Hochwertige Feuerungen.

Maßeinheiten: Menge in Schüttraummeter (Srm) · Korngröße nach Norm (z. B. P16S–P45S)

Umrechnung: 1 Srm Industriehackschnitzel ≈ 0,4 Fm Holz

Industrieholz stammholz
Industrieholz ist Holz, das nicht als hochwertiges Stammholz, sondern als Rohstoff für die Weiterverarbeitung genutzt wird. Zum Industrieholz zählen schwächere Stämme, krummes oder astiges Material und Reste, die sich nicht als Bau- oder Möbelholz eignen. Es wird zu Zellstoff, Papier, Span- und Faserplatten oder Pellets verarbeitet. Damit ist Industrieholz ein wichtiges Sortiment der Forstwirtschaft, das eine vollständige und wirtschaftliche Verwertung des Baumes ermöglicht.

Eigenschaften: Geringere Qualität als Stammholz, Rohstoff für die Industrie, Schwaches oder astiges Holz, Vielfältig verwertbar.

Verwendung: Zellstoff und Papier, Span- und Faserplatten, Pelletproduktion.

Maßeinheiten: Handel: meist in Festmeter (Fm) oder Tonnen · Kein direktes Brennholzmaß

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel (bei energetischer Nutzung)

Insektenbefall wald
Insektenbefall ist die Schädigung von Bäumen durch Insekten wie Borkenkäfer oder Fraßinsekten. Insekten wie der Borkenkäfer befallen vor allem geschwächte oder frisch geschlagene Bäume und können sich bei Trockenheit und Wärme massenhaft vermehren. Fraßgänge und Brutbilder schädigen Rinde und Holz und lassen Bäume absterben.

Eigenschaften: Schädigung durch Insekten, Vor allem Borkenkäfer, Bei Trockenheit verstärkt, Kann Bäume töten.

Verwendung: Forstschutz, Monitoring, Kalamitätsaufarbeitung.

Maßeinheiten: Befallsflächen in Hektar · Kein Handelsmaß

Insektenholz brennholz
Insektenholz ist von Insekten wie dem Borkenkäfer befallenes Holz, das an Bau- und Verkaufswert verliert, aber gutes Brennholz sein kann. Insektenbefall, etwa durch Borkenkäfer, entwertet Holz für den Säge- und Möbeleinsatz, weil Fraßgänge und Verfärbungen entstehen. Der Heizwert bleibt jedoch weitgehend erhalten.

Eigenschaften: Von Insekten befallenes Holz, Fraßgänge und Verfärbung, Geringer Bau-, guter Heizwert, Rasch aufzuarbeiten.

Verwendung: Brennholz, Energieholz, Kalamitätsverwertung.

Maßeinheiten: Handel: Raummeter oder Festmeter · Preis unter Frischholz

Umrechnung: 1 Fm Insektenholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Insektenhotel garten
Ein Insektenhotel ist eine Nisthilfe für nützliche Insekten wie Wildbienen und Florfliegen. Ein Insektenhotel bietet mit Bohrlöchern in Hartholz, hohlen Stängeln und anderen Materialien Nist- und Überwinterungsplätze für Wildbienen, Schlupfwespen und andere Nützlinge. Diese bestäuben Pflanzen und helfen bei der natürlichen Schädlingsregulierung.

Eigenschaften: Nisthilfe für Nützlinge, Bohrlöcher und hohle Stängel, Für Wildbienen u. a., Sonniger Standort.

Verwendung: Naturnaher Garten, Bestäubung und Nützlingsförderung, Umweltbildung.

Maßeinheiten: Bohrlochdurchmesser: ca. 2–9 mm · Kein Handelsmaß

Intensivpflege garten
Intensivpflege ist die umfangreiche, häufige Pflege stark beanspruchter oder repräsentativer Grünanlagen. Bei der Intensivpflege werden Rasen, Beete und Gehölze in kurzen Abständen und mit hohem Aufwand gepflegt – etwa in Parks, Ziergärten oder repräsentativen Anlagen. Dazu gehören häufiges Mähen, Wechselbepflanzung, regelmäßiges Düngen, Bewässern und Schneiden.

Eigenschaften: Umfangreiche, häufige Pflege, Für repräsentative Anlagen, Mähen, Bepflanzung, Düngen, Schneiden, Hoher Aufwand.

Verwendung: Parks und Ziergärten, Repräsentative Anlagen, Wechselbepflanzung.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Pflegehäufigkeit je Saison

Inventur wald
Eine Inventur ist die Erfassung von Bäumen, Flächen oder Holzvorräten als Grundlage der Waldplanung. Bei der Waldinventur werden Baumarten, Stärke, Höhe, Vorrat und Zuwachs eines Bestandes erfasst, oft stichprobenartig über Probeflächen. Sie liefert die Datengrundlage für Nutzungs- und Pflegeplanung.

Eigenschaften: Erfassung von Bäumen und Vorräten, Baumart, Stärke, Höhe, Vorrat, Oft über Stichproben, Grundlage der Planung.

Verwendung: Forsteinrichtung, Nutzungsplanung, Bundeswaldinventur.

Maßeinheiten: Vorrat in Vfm je Hektar · Zuwachs in Vfm/ha und Jahr

Umrechnung: 1 Vfm ≈ Volumen inkl. Rinde des stehenden Baumes (siehe Vorratsfestmeter).

ISO 14001 ausbildung
ISO 14001 ist die international führende Norm für Umweltmanagementsysteme. ISO 14001 legt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem (UMS) fest. Zertifizierte Betriebe weisen nach, dass sie ihre Umweltauswirkungen systematisch erfassen, gesetzliche Vorgaben einhalten, Ressourcen schonen und sich kontinuierlich verbessern. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Stellen mit regelmäßigen Audits.

Eigenschaften: Norm für Umweltmanagement, International führend, Ressourcenschonung und Recht, Regelmäßige Audits.

Verwendung: Betriebliches Umweltmanagement, Nachhaltigkeitsnachweis, Ausschreibungen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Managementnorm · Zertifizierung über akkreditierte Stellen

ISO 17225 pellets
ISO 17225 ist die internationale Normenreihe, die feste Biobrennstoffe wie Pellets, Hackschnitzel und Scheitholz klassifiziert. Die Normenreihe ISO 17225 legt Qualitätsanforderungen und Klassen für feste Biobrennstoffe fest. Einzelne Teile behandeln Holzpellets (u. a. als Grundlage von ENplus), Hackschnitzel (mit den Korngrößenklassen wie P16S, P31S, P45S), Scheitholz, Briketts und weitere Brennstoffe.

Eigenschaften: Norm für feste Biobrennstoffe, Pellets, Hackgut, Scheitholz u. a., Definiert Klassen und Kennwerte, Grundlage von ENplus/Gütesiegeln.

Verwendung: Brennstoff-Klassifizierung, Qualitätssicherung, Handel und Ausschreibung.

Maßeinheiten: Klassen z. B. P16S/P31S/P45S (Hackgut) · Kennwerte: Wasser-/Aschegehalt, Heizwert

ISO 9001 ausbildung
ISO 9001 ist die international führende Norm für Qualitätsmanagementsysteme. ISO 9001 legt Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) fest. Zertifizierte Betriebe weisen nach, dass sie Prozesse systematisch steuern, Kundenanforderungen erfüllen und sich kontinuierlich verbessern. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Stellen und wird regelmäßig auditiert.

Eigenschaften: Norm für Qualitätsmanagement, International führend, Prozesssteuerung und Verbesserung, Regelmäßige Audits.

Verwendung: Betriebliches Qualitätsmanagement, Ausschreibungen, Kundennachweis.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Managementnorm · Zertifizierung über akkreditierte Stellen

J

Jahresbedarf brennholz
Der Jahresbedarf ist die Menge Brennholz, die ein Haushalt für eine komplette Heizsaison benötigt. Wie viel Holz pro Jahr nötig ist, hängt von der beheizten Fläche, der Dämmung, dem Ofentyp und dem Heizverhalten ab. Ein Kaminofen als Zusatzheizung braucht deutlich weniger als eine Holzzentralheizung. Als grober Anhaltspunkt gelten für einen Kaminofen je nach Nutzung einige Raummeter pro Jahr. Wer den Bedarf kennt, kann rechtzeitig einkaufen und ausreichend Trocknungszeit einplanen.

Eigenschaften: Abhängig von Fläche und Dämmung, Vom Ofentyp bestimmt, Vom Heizverhalten geprägt, In Raummeter geplant.

Verwendung: Einkaufsplanung, Lagerdimensionierung, Kostenkalkulation.

Maßeinheiten: Kaminofen (Zusatz): ca. 3–6 Rm/Jahr (Richtwert) · Angabe meist in Raummeter (Rm)

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl – so lässt sich der Bedarf mit Öl vergleichen

Jahrespflege garten
Jahrespflege ist die ganzjährige, regelmäßige Betreuung einer Gartenanlage über alle Jahreszeiten. Bei der Jahrespflege übernimmt ein Dienstleister oder Gärtner die gesamte Gartenpflege über das Jahr – von der Frühjahrspflege über die Sommerpflege (Mähen, Gießen, Schneiden) bis zum Herbstlaub und Winterschutz. Oft wird sie als Pflegevertrag vereinbart.

Eigenschaften: Ganzjährige Gartenbetreuung, Alle Jahreszeiten, Oft als Pflegevertrag, Individuell vereinbart.

Verwendung: Privat- und Firmengärten, Grünanlagen, Pflegeverträge.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Einsätze je Jahr

Jahresring allgemein
Ein Jahresring ist die jährliche Zuwachszone im Stammquerschnitt, aus der sich Alter und Wuchs eines Baumes ablesen lassen. Bäume bilden pro Jahr eine Zuwachszone aus hellem Frühholz und dunklerem Spätholz. Am Querschnitt erscheinen diese als Ringe. Ihre Zahl gibt das Alter, ihre Breite Auskunft über die Wuchsbedingungen.

Eigenschaften: Jährliche Zuwachszone, Aus Früh- und Spätholz, Zeigt Alter und Wuchs, Am Querschnitt sichtbar.

Verwendung: Altersbestimmung, Holzqualitätsbeurteilung, Dendrochronologie.

Maßeinheiten: Ringbreite in mm · Ringzahl = Alter in Jahren

Jahrringbreite stammholz
Die Jahrringbreite ist die Breite eines Jahrrings und ein Maß für die Wuchsgeschwindigkeit und Holzqualität. Jeder Jahrring besteht aus hellem Frühholz und dunklerem Spätholz und markiert ein Wachstumsjahr. Die Jahrringbreite hängt von Standort, Witterung, Alter und Konkurrenz ab. Enge, gleichmäßige Ringe bedeuten langsames Wachstum.

Eigenschaften: Breite eines Jahrrings, Frühholz + Spätholz, Maß für Wuchsgeschwindigkeit, Qualitäts- und Sortiermerkmal.

Verwendung: Holzqualitätsbeurteilung, Sortierung, Dendrochronologie.

Maßeinheiten: Jahrringbreite in Millimeter (mm) · Spätholzanteil in Prozent

Jungbestand stammholz
Ein Jungbestand ist eine Waldfläche mit jungen Bäumen und damit die zukünftige Holz- und Brennstoffquelle. Jungbestände entstehen durch Pflanzung oder Naturverjüngung. In dieser Phase werden die Weichen für Stabilität, Mischung und Qualität des späteren Waldes gestellt. Durch Pflegeeingriffe wie Läuterung und Durchforstung wird der Jungbestand gefördert. Das dabei anfallende schwache Holz wird oft energetisch als Brennholz oder Hackschnitzel genutzt.

Eigenschaften: Waldfläche mit jungen Bäumen, Aus Pflanzung oder Naturverjüngung, Grundlage künftiger Holzernte, Pflegeintensiv.

Verwendung: Forstwirtschaft, Zukünftige Holzproduktion, Anfall von Schwachholz.

Maßeinheiten: Kein direktes Handelsmaß · Schwachholz: Srm oder Fm

Umrechnung: 1 Fm Schwachholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel bei energetischer Nutzung

Jungdurchforstung wald
Die Jungdurchforstung ist ein früher Durchforstungseingriff in noch jungen, aber bereits durchforstungsfähigen Beständen. Die Jungdurchforstung erfolgt in der Jugendphase nach der Dickung, wenn sich die Kronen geschlossen haben und die Konkurrenz einsetzt. Sie stabilisiert den Bestand, fördert die vitalsten Bäume und leitet die Wertentwicklung ein. Sie schließt zeitlich an die Läuterung/Erstdurchforstung an und geht später in die Auslesedurchforstung über.

Eigenschaften: Früher Durchforstungseingriff, In jungen Beständen nach der Dickung, Stabilisiert und fördert die Besten, Vor der Auslesedurchforstung.

Verwendung: Jungbestandspflege, Stabilisierung, Wertholzvorbereitung.

Maßeinheiten: Entnahme in Efm/ha · Bestandesalter je Baumart

Jungpflanze garten
Eine Jungpflanze ist eine noch nicht vollständig entwickelte, junge Pflanze zur Weiterkultur oder zum Auspflanzen. Jungpflanzen werden aus Aussaat, Stecklingen oder Teilung gewonnen und im geschützten Rahmen herangezogen, bevor sie ins Beet oder in Gefäße kommen. Sie sind empfindlicher als etablierte Pflanzen und brauchen anfangs besondere Pflege.

Eigenschaften: Junge, unfertige Pflanze, Aus Saat, Steckling, Teilung, Empfindlich, pflegebedürftig, Zum Auspflanzen.

Verwendung: Pflanzenanzucht, Gemüse- und Blumengarten, Weiterkultur.

Maßeinheiten: Größe in cm · Topfgröße je Anzucht

Jungwuchs stammholz
Jungwuchs ist die junge Baumgeneration im Wald bis zum Dickungsalter, aus der der künftige Bestand hervorgeht. Als Jungwuchs bezeichnet man die jüngste Entwicklungsstufe des Waldes – aus Naturverjüngung oder Pflanzung entstandene, noch kleine Bäume. In dieser Phase entscheiden sich Mischung, Stabilität und Qualität des späteren Bestandes.

Eigenschaften: Junge Baumgeneration, Aus Verjüngung oder Pflanzung, Bis zum Dickungsalter, Pflegebedürftig.

Verwendung: Waldbau, Bestandsbegründung, Naturschutz.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflanzenzahl je Hektar

Jungwuchspflege wald
Jungwuchspflege umfasst Pflegemaßnahmen in jungen Waldbeständen bis zum Dickungsalter. In der Jungwuchspflege werden bedrängende Konkurrenz, Weichhölzer und schlecht geformte Bäume zurückgenommen, damit sich die erwünschten, gut veranlagten jungen Bäume entwickeln können. Auch der Schutz vor Wildverbiss gehört dazu.

Eigenschaften: Pflege junger Bestände, Zurücknahme von Konkurrenz, Fördert erwünschte Bäume, Schutz vor Wildverbiss.

Verwendung: Waldbau, Bestandsbegründung, Kulturpflege.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflege je Fläche

K

Käferholz wald
Käferholz ist Holz von Bäumen, die durch Borkenkäfer geschädigt oder abgetötet wurden. Käferholz entsteht, wenn Borkenkäfer – vor allem Buchdrucker und Kupferstecher – Fichten befallen. Die Bäume sterben ab und müssen rasch geerntet werden, um die Ausbreitung zu stoppen. Das Holz ist oft von Bläue durchzogen und in der Qualität gemindert, aber als Bau- und Industrieholz noch verwertbar.

Eigenschaften: Holz käfergeschädigter Bäume, Vor allem Fichte, Oft mit Bläue, Rasch aufzuarbeiten.

Verwendung: Sanitärhieb, Schadholzverwertung, Bau- und Industrieholz.

Maßeinheiten: Menge in Festmeter (Fm) · Qualität nach Sortierung

Umrechnung: 1 Fm Käferholz = 1 m³ feste Holzmasse (Qualität gemindert).

Käfernest stammholz
Ein Käfernest ist ein lokaler Befallsherd des Borkenkäfers, von dem aus sich der Schädling ausbreitet. Käfernester entstehen, wenn Borkenkäfer geschwächte oder frisch geworfene Bäume besiedeln und sich dort massenhaft vermehren. Von diesem Herd aus befallen die Käfer weitere, auch gesunde Bäume in der Umgebung.

Eigenschaften: Lokaler Borkenkäfer-Herd, Massenvermehrung, Breitet sich aus, Schnell aufzuarbeiten.

Verwendung: Forstschutz, Käferholzaufarbeitung, Monitoring.

Maßeinheiten: Befallsfläche in Bäumen/Hektar · Kein Handelsmaß

Kahlschlag stammholz
Ein Kahlschlag ist die vollständige Räumung eines Waldbestandes durch Fällen aller Bäume auf einer Fläche. Beim Kahlschlag wird eine Fläche komplett abgeholzt und anschließend neu aufgeforstet oder der Naturverjüngung überlassen. Er liefert viel Holz auf einmal, greift aber stark in das Waldökosystem ein.

Eigenschaften: Vollständige Flächenräumung, Alle Bäume gefällt, Anschließend Wiederbewaldung, Starker Eingriff.

Verwendung: Holzernte, Umbau von Beständen, Kalamitätsflächen.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Holz in Festmeter (Fm)

Kahlschlagsverbot wald
Ein Kahlschlagsverbot untersagt oder begrenzt großflächige Kahlhiebe rechtlich. Manche Landeswaldgesetze und Zertifizierungssysteme verbieten oder beschränken Kahlschläge über einer bestimmten Größe, um Bodenschutz, Wasserhaushalt, Landschaftsbild und naturnahe Bewirtschaftung zu sichern. Erlaubt bleiben meist kleinflächige Hiebe oder Ausnahmen (z. B. bei Kalamitäten, Baumartenwechsel).

Eigenschaften: Rechtliche Begrenzung von Kahlhieben, In Landeswaldgesetzen/Zertifizierung, Schützt Boden und Wasserhaushalt, Fördert naturnahe Verfahren.

Verwendung: Forstrecht, Naturnahe Waldbewirtschaftung, Zertifizierung.

Maßeinheiten: Grenzfläche je Landesrecht (z. B. in Hektar) · Regelung je Bundesland

Kalamität wald
Eine Kalamität ist ein großflächiger Waldschaden durch Sturm, Insekten, Trockenheit oder andere Störungen. Als Kalamität bezeichnet die Forstwirtschaft ein massenhaftes Schadereignis, etwa Sturmwurf, Borkenkäferbefall, Dürre, Schnee- oder Eisbruch. Es fällt viel geschädigtes Holz (Kalamitätsholz) auf einmal an, das rasch aufgearbeitet werden muss.

Eigenschaften: Großflächiges Schadereignis, Durch Sturm, Käfer, Dürre, Viel Schadholz auf einmal, Stört die Planung.

Verwendung: Schadensmanagement, Sturm- und Käferholzaufarbeitung, Krisenforstwirtschaft.

Maßeinheiten: Schadholzmenge in Festmeter (Fm) · Fläche in Hektar (ha)

Kambium stammholz
Das Kambium ist die dünne Wachstumsschicht zwischen Holz und Rinde, die den Dickenzuwachs des Baumes bildet. Das Kambium ist eine nur wenige Zelllagen dünne, teilungsfähige Schicht zwischen dem Holz (Xylem) und dem Bast (Phloem). Es bildet nach innen neues Holz und nach außen neuen Bast und sorgt so für das Dickenwachstum des Stammes. Jede Wachstumsperiode entsteht dabei ein neuer Jahrring.

Eigenschaften: Wachstumsschicht Holz/Rinde, Bildet Holz innen, Bast außen, Sorgt für Dickenwachstum, Bildet die Jahrringe.

Verwendung: Baumphysiologie, Verständnis des Dickenwachstums, Schadensverständnis.

Maßeinheiten: Lage: zwischen Holz und Bast · Bildet je Saison einen Jahrring

Kamin allgemein
Ein Kamin ist eine Feuerstätte für Holz sowie der Schornstein, der die Abgase abführt. Umgangssprachlich meint Kamin sowohl den offenen oder geschlossenen Feuerraum als auch den Schornstein. Ein offener Kamin gibt viel Strahlungswärme, hat aber einen niedrigen Wirkungsgrad; geschlossene Kaminöfen heizen deutlich effizienter.

Eigenschaften: Feuerstätte und Schornstein, Offen oder geschlossen, Strahlungswärme, Braucht guten Zug.

Verwendung: Wohnräume, Gemütliches Feuer, Zusatzwärme.

Maßeinheiten: Richtwert Holzfeuchte: unter 20 % · Wirkungsgrad je Bauart verschieden

Kaminfeuer allgemein
Als Kaminfeuer bezeichnet man die Verbrennung von Holz in einem Kamin oder Kaminofen – Quelle von Wärme und gemütlicher Atmosphäre. Ein gutes Kaminfeuer entsteht mit trockenem Holz, richtiger Luftzufuhr und sauberem Anzünden, am besten von oben. So verbrennt das Holz vollständig, mit heller Flamme und wenig Rauch. Neben der Wärme steht beim Kaminfeuer das Erlebnis im Vordergrund: das Flammenbild hinter der Sichtscheibe und die behagliche Strahlungswärme.

Eigenschaften: Holzverbrennung im Kamin, Braucht trockenes Holz und Luft, Am besten von oben anzünden, Wärme und Atmosphäre.

Verwendung: Wohnräume, Gemütliche Abende, Zusatzwärme.

Maßeinheiten: Richtwert Holzfeuchte: unter 20 % · Anzündmethode: von oben

Kaminholz brennholz
Kaminholz ist ofenfertig gesägtes und gespaltenes Brennholz, das speziell für Kamine und Kaminöfen aufbereitet ist. Kaminholz unterscheidet sich von einfachem Brennholz vor allem durch die einheitliche Aufbereitung: passende Scheitlänge, sauberes Spalten und niedrige Restfeuchte. Für ein schönes Feuer hinter der Sichtscheibe eignen sich trockene Harthölzer wie Buche und Birke, die ruhig brennen und wenig funken.

Eigenschaften: Ofenfertig aufbereitet, Einheitliche Scheitlänge, Trocken (unter 20 %), Meist Hartholz.

Verwendung: Kaminofen, Offener Kamin, Kachelofen.

Maßeinheiten: Scheitlänge gängig: 25 / 33 cm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm geschichtet = ca. 0,7 Fm · 1 Rm ≈ 1,4 Srm lose

Kaminofen allgemein
Ein Kaminofen ist ein freistehender Ofen, der mit Scheitholz beheizt wird und Wohnräume mit Strahlungswärme versorgt. Der Kaminofen wird an den Schornstein angeschlossen und verbrennt Scheitholz in einer geschlossenen Brennkammer mit Sichtscheibe. Über die Luftzufuhr lässt sich der Abbrand regeln. Moderne Kaminöfen erreichen hohe Wirkungsgrade und geringe Emissionen, sofern trockenes Holz verwendet wird. Für sauberen Betrieb ist Holz mit unter 20 Prozent Restfeuchte entscheidend.

Eigenschaften: Freistehender Ofen, Geschlossene Brennkammer mit Sichtscheibe, Regelbare Luftzufuhr, Strahlungswärme.

Verwendung: Wohnraumheizung, Zusatzheizung, Gemütliches Feuer.

Maßeinheiten: Nennwärmeleistung: meist ca. 4–8 kW · Optimale Holzfeuchte: unter 20 %

Kaminzug brennholz
Der Kaminzug ist der Unterdruck im Schornstein, der die Verbrennungsluft ansaugt und die Abgase abführt. Der Zug entsteht, weil die heißen Abgase leichter sind als die kühle Außenluft und im Schornstein aufsteigen (Kamineffekt). Dieser Unterdruck saugt frische Verbrennungsluft in den Ofen und zieht die Rauchgase ab. Der Kaminzug hängt von Schornsteinhöhe, Querschnitt, Temperatur, Dichtheit und Witterung ab.

Eigenschaften: Unterdruck im Schornstein, Durch Kamineffekt, Saugt Luft an, führt Abgase ab, Zu wenig/zu viel beides schlecht.

Verwendung: Ofen- und Schornsteinbetrieb, Feuerungsplanung, Störungsbehebung.

Maßeinheiten: Zug in Pascal (Pa) · Abhängig von Höhe/Temperatur

Kammertrocken brennholz
Kammertrocken bezeichnet Holz, das in einer Trockenkammer technisch auf niedrige Restfeuchte getrocknet wurde. Bei der Kammertrocknung wird Brennholz mit warmer Luft in wenigen Tagen auf unter 20 Prozent Restfeuchte gebracht – viel schneller als bei der Lufttrocknung. Kammertrockenes Holz ist sofort ofenfertig.

Eigenschaften: Technisch getrocknet, Restfeuchte unter 20 %, In wenigen Tagen, Sofort ofenfertig.

Verwendung: Kaminofen und Kachelofen, Sofortiger Bedarf, Handelsware.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Dauer: wenige Tage

Umrechnung: 1 Rm Buche (kammertrocken) ≈ 200 l Heizöl

Kantholz schnittholz
Kantholz ist besäumtes Schnittholz mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt für konstruktive Zwecke. Kantholz entsteht durch das allseitige Besäumen eines Stammes zu einem kantigen Querschnitt. Es wird für tragende und aussteifende Bauteile im Holzbau verwendet, etwa für Ständer, Riegel und Unterkonstruktionen.

Eigenschaften: Besäumtes Schnittholz, Rechteckiger/quadratischer Querschnitt, Für konstruktive Zwecke, Maßhaltig.

Verwendung: Holzbau, Unterkonstruktionen, Ständer und Riegel.

Maßeinheiten: Querschnitt in cm × cm · Volumen = L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Höhe (in Metern)

Kappsäge allgemein
Eine Kappsäge ist eine Säge zum präzisen Ablängen von Holz auf gleichbleibende Längen. Die Kappsäge führt ein Sägeblatt an einem Schwenkarm senkrecht ins Holz und trennt es exakt auf Länge. Für Brennholz gibt es spezielle Brennholz- oder Wippkreissägen, die Meterholz schnell auf Ofenlänge kappen.

Eigenschaften: Säge zum Ablängen, Präzise, wiederholgenau, Für Zuschnitt auf Länge, Mit Schutzeinrichtungen.

Verwendung: Brennholz kappen, Zuschnitt im Holzbau, Werkstatt.

Maßeinheiten: Schnittlänge einstellbar · Kein Holzmaß

Kappung wald
Die Kappung ist das fachlich abzulehnende Einkürzen der Baumkrone durch grobe Schnitte ohne Bezug zum natürlichen Astsystem. Bei der Kappung werden Krone oder starke Äste willkürlich auf Stummel eingekürzt, ohne an Astgabeln oder Astringe anzuschließen. Das widerspricht der fachgerechten Baumpflege: Der Baum reagiert mit dichten, schwach angebundenen Wassertrieben, offene Schnittstellen faulen, und die Bruch- und Krankheitsanfälligkeit steigt.

Eigenschaften: Grobes Einkürzen der Krone, Ohne Astanschluss (Stummel), Fachlich abzulehnen, Fördert Fäule und Wassertriebe.

Verwendung: Fehlerhafte Baumpflege (Negativbeispiel), Abgrenzung zur Kroneneinkürzung, Baumschutz.

Maßeinheiten: Kein Fachmaß – Negativbeispiel · Alternative: fachgerechte Einkürzung

Kastanie brennholz
Als Kastanie wird meist die Edelkastanie bezeichnet, deren dauerhaftes Holz gutes Brennholz und beständiges Bauholz liefert – nicht zu verwechseln mit der Rosskastanie. Die Edelkastanie (Esskastanie) hat ein hartes, gerbstoffreiches und witterungsbeständiges Holz. Als Brennholz liefert es einen guten Heizwert, kann aber wegen eingeschlossener Feuchte in der Glut knistern und funken.

Eigenschaften: Meist Edelkastanie gemeint, Hartes, gerbstoffreiches Holz, Witterungsbeständig, Kann funken.

Verwendung: Brennholz, Zaun- und Außenholz, Fassholz.

Maßeinheiten: Heizwert Edelkastanie: gut (nahe Buche) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Edelkastanie (trocken) ≈ 190 l Heizöl (Richtwert)

Kernfäule wald
Kernfäule ist eine Pilzfäule, die vom Kernholz im Inneren des Stammes ausgeht. Bei der Kernfäule zersetzen holzabbauende Pilze das innere Kernholz, während Splintholz und Kambium außen noch gesund sind und der Baum weiterwächst. Der Befall erfolgt oft über Wurzeln, Stammfuß, Astabbrüche oder Verletzungen. Von außen ist die Kernfäule kaum sichtbar; erst beim Fällen zeigt sich der faule oder hohle Kern.

Eigenschaften: Pilzfäule des inneren Kernholzes, Splint außen noch gesund, Von außen kaum sichtbar, Entwertet den Stammfuß.

Verwendung: Holzsortierung und -bewertung, Baumkontrolle, Standsicherheit.

Maßeinheiten: Fäuleausmaß im Kern (cm/%) · Restwandstärke

Kernholz stammholz
Kernholz ist der innere, oft dunklere und dauerhaftere Teil des Stammes, der keine Wasserleitung mehr übernimmt. Im Laufe des Baumlebens verstopfen und verkernen die inneren Jahrringe: Aus dem Splintholz wird Kernholz. Es transportiert kein Wasser mehr, ist häufig dunkler gefärbt (durch eingelagerte Gerb- und Farbstoffe) und meist dauerhafter und widerstandsfähiger gegen Pilze und Insekten.

Eigenschaften: Innerer, verkernter Stammteil, Keine Wasserleitung mehr, Oft dunkler und dauerhafter, Widerstandsfähiger gegen Pilze.

Verwendung: Möbel- und Außenbau, Dauerhafte Konstruktionen, Wertholz.

Maßeinheiten: Anteil am Querschnitt in Prozent · Dauerhaftigkeit nach Norm

Kerto schnittholz
Kerto ist ein bekannter Markenname für Furnierschichtholz (LVL) eines finnischen Herstellers. Kerto ist eine verbreitete Handelsmarke für Furnierschichtholz (LVL). Wie andere LVL-Produkte besteht Kerto aus verleimten Nadelholz-Schälfurnieren und wird als Träger, Stütze oder Platte im Holzbau eingesetzt. Es gibt Varianten mit ausschließlich längs liegenden Furnieren (für Biegeträger) und solche mit einzelnen Querlagen (für flächige Bauteile).

Eigenschaften: Markenname für LVL, Verleimte Schälfurniere, Als Träger/Stütze/Platte, Längs- und Querlagen-Varianten.

Verwendung: Ingenieurholzbau, Träger und Flächenbauteile, Holzbau allgemein.

Maßeinheiten: Festigkeit wie LVL · Abmessungen nach Programm

Kessel allgemein
Ein Kessel ist das zentrale Bauteil einer Heizung, in dem der Brennstoff verbrannt und die Wärme an das Heizwasser übertragen wird. Bei Holzheizungen unterscheidet man Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletkessel. Moderne Kessel arbeiten mit hohem Wirkungsgrad und werden meist mit einem Pufferspeicher kombiniert.

Eigenschaften: Zentrales Heizbauteil, Verbrennt den Brennstoff, Überträgt Wärme ans Heizwasser, Verschiedene Bauarten.

Verwendung: Zentralheizung mit Holz, Scheitholz-, Hackschnitzel-, Pelletkessel, Ganzhausheizung.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt (kW) · Pufferspeicher in Litern

Kesseldruckimprägnierung schnittholz
Kesseldruckimprägnierung ist ein Verfahren, das Holzschutzmittel unter Druck tief in das Holz einbringt. Bei der Kesseldruckimprägnierung (KDI) wird Holz in einem Druckkessel zunächst evakuiert und dann unter hohem Druck mit wasserlöslichen Holzschutzsalzen durchtränkt. So dringt das Schutzmittel tief in den aufnahmefähigen Splint ein und schützt das Holz dauerhaft gegen Pilze und Insekten.

Eigenschaften: Holzschutz unter Druck im Kessel, Tiefe Salzimprägnierung, Für erdberührte/bewitterte Teile, KDI-Holz oft grünlich.

Verwendung: Zäune und Terrassen, Spielgeräte und Lärmschutz, Erdberührter Außenbau.

Maßeinheiten: Eindringtiefe/Aufnahme nach Norm · Gebrauchsklasse (GK) beachten

Kiefer stammholz
Die Kiefer ist ein anspruchsloser Nadelbaum, dessen harzreiches Holz als Bau- und Brennholz verbreitet ist. Kiefern wachsen auch auf armen, trockenen Böden und sind weit verbreitet. Ihr Holz ist harzreich, mittelschwer für ein Nadelholz und gut zu bearbeiten. Als Brennholz zündet es leicht, kann aber funken.

Eigenschaften: Anspruchsloser Nadelbaum, Harzreiches Holz, Mittelschwer für Nadelholz, Kann funken.

Verwendung: Bauholz und Möbel, Brennholz (geschlossene Öfen), Fensterholz.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1700 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Kiefer (trocken) ≈ 140–150 l Heizöl

Kiefernholz brennholz
Kiefernholz ist ein harzreiches Nadelholz, das schnell Wärme entwickelt und sich gut zum Anheizen eignet. Als Nadelholz brennt Kiefer zügig an und liefert rasch Wärme, hat aber einen niedrigeren Heizwert je Raummeter als Hartholz. Der hohe Harzanteil sorgt für lebhafte Flammen, kann aber Funken schlagen und Ruß begünstigen. Kiefernholz eignet sich daher vor allem für geschlossene Öfen und zum Anheizen. Als Bauholz ist die Kiefer wegen ihres tragfähigen, harzreichen Holzes weit verbreitet.

Eigenschaften: Harzreiches Nadelholz, Schnelle Wärmeentwicklung, Kann funken und rußen, Niedrigerer Heizwert je Rm.

Verwendung: Kaminofen (geschlossen), Anheizen, Bauholz.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1700 kWh je Raummeter (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Kiefer (trocken) ≈ 140–150 l Heizöl (Richtwert) · 1 Fm = ca. 1,4 Rm

Kletterpflanze garten
Eine Kletterpflanze ist eine Pflanze mit rankendem oder kletterndem Wuchs, die Flächen und Gerüste begrünt. Kletterpflanzen wie Efeu, Wilder Wein, Clematis, Kletterrosen oder Blauregen erobern Wände, Zäune, Pergolen und Rankgerüste. Man unterscheidet Selbstklimmer (mit Haftwurzeln) und Gerüstkletterer, die eine Kletterhilfe benötigen.

Eigenschaften: Rankender/kletternder Wuchs, Selbstklimmer oder Gerüstkletterer, Begrünt Wände und Zäune, Braucht ggf. Kletterhilfe.

Verwendung: Fassaden- und Zaunbegrünung, Pergola und Rankgerüst, Sichtschutz.

Maßeinheiten: Wuchshöhe in Metern · Kletterhilfe je Art

Klimawandelwald wald
Klimawandelwald bezeichnet einen an das veränderte Klima angepassten, klimastabilen Wald der Zukunft. Als Klimawandelwald (Klimawald, Wald der Zukunft) versteht man Wälder, die gezielt so aufgebaut werden, dass sie mit häufigeren Trockenperioden, Hitze, Stürmen und neuen Schaderregern zurechtkommen. Kennzeichen sind eine breite Mischung standortangepasster, trockenheitstoleranter Baumarten, strukturreiche und ungleichaltrige Bestände sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit.

Eigenschaften: An das Klima angepasster Zukunftswald, Breite, trockenheitstolerante Mischung, Strukturreich und stabil, Ziel des Waldumbaus.

Verwendung: Klimaangepasster Waldbau, Waldumbau, Zukunftsstrategie.

Maßeinheiten: Baumartenzahl je Bestand · Umbaufläche in Hektar

Klotz brennholz
Ein Klotz ist ein kurzes, dickes Stück Rundholz, das noch gespalten werden muss. Klötze entstehen beim Ablängen dickerer Stämme in kurze Abschnitte. Wegen ihres großen Durchmessers müssen sie meist gespalten werden, damit sie trocknen und in den Ofen passen.

Eigenschaften: Kurzes, dickes Rundholzstück, Großer Durchmesser, Muss gespalten werden, Auch als Hackstock nutzbar.

Verwendung: Brennholz (nach dem Spalten), Hackstock, Zwischenlagerung.

Maßeinheiten: Durchmesser oft über 30 cm · Länge = Scheitlänge

Umrechnung: 1 Rm Klötze gespalten = ca. 0,7 Fm reines Holz

Kompost garten
Kompost ist verrottetes organisches Material, das als natürlicher Dünger und zur Bodenverbesserung dient. Kompost entsteht durch die Verrottung von Garten- und Küchenabfällen. Der reife, humose Kompost liefert Nährstoffe, verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Er ist einer der wertvollsten und günstigsten Bodenhilfsstoffe im Garten.

Eigenschaften: Verrottetes organisches Material, Natürlicher Dünger, Verbessert die Bodenstruktur, Fördert das Bodenleben.

Verwendung: Bodenverbesserung, Düngung, Mulchen.

Maßeinheiten: Gabe: ca. 2–4 Liter je m² · 1 m³ ≈ 500–800 kg

Umrechnung: 1 m³ Kompost ≈ 500–800 kg (siehe Umrechnungstabellen)

Kompostierung garten
Compostierung (Kompostierung) ist die natürliche Umwandlung organischer Abfälle zu Humus durch Kleinlebewesen und Mikroorganismen. Bei der Kompostierung werden Garten- und Küchenabfälle von Bakterien, Pilzen und Bodentieren zersetzt. Es entsteht nährstoffreicher, humoser Kompost, der als Dünger und zur Bodenverbesserung dient.

Eigenschaften: Umwandlung organischer Abfälle, Durch Mikroorganismen, Ergibt humosen Kompost, Braucht Luft und Feuchte.

Verwendung: Gartendünger, Bodenverbesserung, Abfallverwertung.

Maßeinheiten: Reifezeit: einige Monate · 1 m³ Kompost ≈ 500–800 kg

Umrechnung: 1 m³ Kompost ≈ 500–800 kg (siehe Umrechnungstabellen)

Korngröße hackschnitzel
Die Korngröße beschreibt die Größe der einzelnen Hackschnitzel und bestimmt ihre Eignung für die jeweilige Feuerung. Hackschnitzel werden nach Korngröße klassifiziert (z. B. P16S, P31S, P45S nach ISO 17225). Die Zahl gibt die überwiegende Partikellänge in Millimetern an. Kleine, gleichmäßige Körnungen eignen sich für automatische Kleinanlagen, gröbere für große Kessel.

Eigenschaften: Größe der Hackschnitzel, Klassen z. B. P16S–P45S, Fein für Kleinanlagen, Grob für Großkessel.

Verwendung: Feuerungsauswahl, Hackgut-Klassifizierung, Anlagenschutz.

Maßeinheiten: Klassen nach ISO 17225 (z. B. P16S, P31S, P45S) · Länge in Millimetern (mm)

Kran allgemein
Ein Kran ist eine Hebevorrichtung, mit der Stämme und Holz verladen und bewegt werden. In der Holzlogistik werden Ladekrane an Rückewagen, Forwardern und Lkw genutzt, um schwere Stämme aufzunehmen, zu stapeln und zu verladen. Sie erleichtern die Arbeit und erhöhen die Sicherheit gegenüber dem Handhandling.

Eigenschaften: Hebevorrichtung für Holz, An Wagen, Forwarder, Lkw, Verlädt und stapelt Stämme, Erhöht die Sicherheit.

Verwendung: Holzverladung, Rückewagen und Lkw, Polterhandling.

Maßeinheiten: Hubkraft und Reichweite je Kran · Kein Holzmaß

Kranschein ausbildung
Der Kranschein ist der Befähigungsnachweis zum Führen von Kranen wie Ladekranen und Turmdrehkranen. Für das Führen von Kranen ist eine Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 309-003 mit Theorie, Praxis und Prüfung sowie eine schriftliche Beauftragung erforderlich. Inhalte sind Lastdiagramme, Standsicherheit, Anschlagen von Lasten, Handzeichen und sicheres Heben.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Kran, Nach DGUV 309-003, Lastdiagramme und Anschlagen, Beauftragung nötig.

Verwendung: Ladekrane auf Rückewagen/Lkw, Materialumschlag, Hebearbeiten.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 309-003 · Abschluss: Kranschein + Beauftragung

Kreissäge stammholz
Eine Kreissäge zerteilt Holz mit einem rotierenden, kreisrunden Sägeblatt. Kreissägen gibt es in vielen Bauformen: Tisch-, Format-, Wipp- und Brennholzkreissägen sowie Handkreissägen. In der Holz- und Brennholzaufarbeitung dienen sie vor allem zum Ablängen von Scheiten und Brettern. Das rotierende Kreissägeblatt liefert saubere, gerade Schnitte.

Eigenschaften: Säge mit rotierendem Kreisblatt, Für Ablängen und Auftrennen, Saubere, gerade Schnitte, Hohes Verletzungsrisiko.

Verwendung: Brennholzaufarbeitung, Zuschnitt von Brettern, Werkstatt und Hof.

Maßeinheiten: Blattdurchmesser in Zentimeter · Schnitttiefe je Bauart

Kronenausbruch wald
Ein Kronenausbruch ist das Ausbrechen eines Astes oder Kronenteils aus der Baumkrone. Beim Kronenausbruch bricht ein starker Ast oder ein ganzer Kronenteil aus – etwa an Zwieseln mit Rindeneinschluss, bei überlangen, schlecht angebundenen Ästen, durch Fäule, Vorschäden oder unter Wind-, Schnee- und Eislast. Kronenausbrüche geschehen oft plötzlich und stellen an Straßen-, Park- und Spielplatzbäumen eine erhebliche Gefahr dar.

Eigenschaften: Ausbrechen eines Astes/Kronenteils, Oft an Zwieseln/langen Ästen, Durch Fäule oder Wind-/Schneelast, Plötzliche Gefahr.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.

Maßeinheiten: Bewertung in der Baumkontrolle · Astdurchmesser/-länge

Kronenholz hackschnitzel
Kronenholz ist das Astmaterial aus der Baumkrone, das bei der Ernte anfällt und als Brennholz oder Hackschnitzel genutzt wird. Nach dem Fällen und Entasten bleibt das Kronenholz übrig – Äste unterschiedlicher Stärke aus dem oberen Baumteil. Kräftige Stücke ergeben günstiges Brennholz, dünneres Material eignet sich für Hackschnitzel.

Eigenschaften: Astmaterial aus der Krone, Äste verschiedener Stärke, Brennholz oder Hackschnitzel, Reisig als Totholz.

Verwendung: Brennholz, Hackschnitzel, Totholz im Wald.

Maßeinheiten: Astdurchmesser meist unter 20 cm · Handel: Srm oder Rm

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Kronenholz

Kronenpflege wald
Kronenpflege ist das Entfernen schadhafter, toter oder störender Äste zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone. Bei der Kronenpflege werden Totholz, kranke und sich reibende Äste sowie störende Triebe fachgerecht entfernt. Ziel sind Gesundheit, Statik und Verkehrssicherheit der Krone, ohne den Baum durch zu starke Eingriffe zu schwächen.

Eigenschaften: Entfernen schadhafter Äste, Totholz und kranke Triebe, Erhält gesunde, sichere Krone, Schonende Eingriffe.

Verwendung: Baumpflege, Verkehrssicherung, Straßen- und Gartenbäume.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegemaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Kronenpflegearbeiten wald
Kronenpflegearbeiten sind fachgerechte Schnitt- und Sicherungsmaßnahmen zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone. Zu den Kronenpflegearbeiten zählen das Entfernen von Totholz (Totholzentnahme), das Auslichten und Einkürzen der Krone, das Entfernen von sich reibenden, kranken oder bruchgefährdeten Ästen sowie das Einbauen von Kronensicherungen. Ziel ist der Erhalt von Vitalität, Statik und Verkehrssicherheit des Baumes.

Eigenschaften: Schnitt-/Sicherungsmaßnahmen an der Krone, Totholz, Auslichten, Einkürzen, Nach den Regeln der Baumpflege, Erhält Vitalität und Sicherheit.

Verwendung: Baumpflege, Verkehrssicherung, Erhalt von Bäumen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Pflegemaßnahme · Bezug: ZTV-Baumpflege

Kronenschnitt garten
Kronenschnitt ist die Pflege von Baumkronen im Garten durch gezieltes Entfernen von Ästen. Beim Kronenschnitt im Garten werden Baumkronen ausgelichtet, eingekürzt oder von Totholz befreit, um Gesundheit, Form, Belichtung und Sicherheit zu verbessern. Bei Obstbäumen fördert er zudem Ertrag und Fruchtqualität.

Eigenschaften: Pflege der Baumkrone, Auslichten, Einkürzen, Totholz, Verbessert Form und Belichtung, Fachgerecht am Astring.

Verwendung: Obst- und Ziergartenbäume, Kronenpflege, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schnittmaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Kronensicherung wald
Eine Kronensicherung ist ein technisches System, das bruchgefährdete Baumkronen zusammenhält und Bruch vorbeugt. Bei der Kronensicherung werden Seilsysteme in die Krone eingebaut, die einzelne Kronenteile miteinander verbinden und im Belastungsfall auffangen. So lässt sich das Bruchrisiko an Zwieseln oder schwachen Astanbindungen mindern.

Eigenschaften: Seilsystem in der Krone, Verbindet gefährdete Kronenteile, Fängt im Belastungsfall auf, Meist dynamisch/dehnfähig.

Verwendung: Verkehrssicherung, Erhalt wertvoller Bäume, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – technische Sicherung · Bruchlast je System

Kronensicherungssystem wald
Ein Kronensicherungssystem ist ein in die Baumkrone eingebautes Halte- und Sicherungssystem gegen das Ausbrechen von Ästen. Kronensicherungen verbinden Kronenteile mit reißfesten Gurten oder Seilen, um bruchgefährdete Äste und Zwiesel zu stützen und im Versagensfall das Herabstürzen zu verhindern. Verbreitet sind dynamische, hohlgeflochtene Kunststoffgurte, die dem Baum Bewegung lassen (dynamische Kronensicherung), sowie statische Systeme zur festen Kopplung.

Eigenschaften: Halte-/Sicherungssystem in der Krone, Gurte oder Seile, Dynamisch oder statisch, Stützt bruchgefährdete Äste.

Verwendung: Erhalt bruchgefährdeter Bäume, Verkehrssicherung, Baumpflege.

Maßeinheiten: Bruchlast der Gurte in Kilonewton · Kontrollintervall in Jahren

Kübelpflanze garten
Eine Kübelpflanze ist eine Pflanze, die dauerhaft in einem Pflanzgefäß kultiviert wird. Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrus, Olive oder Hortensien werden in Töpfen und Kübeln auf Terrasse, Balkon oder im Garten gehalten. Sie sind flexibel platzierbar, brauchen aber regelmäßiges Gießen und Düngen, da das Substrat schnell austrocknet und verarmt.

Eigenschaften: Pflanze im Gefäß, Flexibel platzierbar, Regelmäßig gießen und düngen, Oft frostfrei zu überwintern.

Verwendung: Terrasse und Balkon, Ziergarten, Mediterrane Pflanzen.

Maßeinheiten: Topfvolumen in Liter · Gießmenge je Größe

Kubikmeter allgemein
Der Kubikmeter ist die Grundeinheit für Volumen und Basis der Holzmaße Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter. Ein Kubikmeter entspricht einem Würfel von einem Meter Kantenlänge. Beim Holz kommt es darauf an, wie viel davon massives Holz und wie viel Luft ist. Der Festmeter meint einen Kubikmeter reines Holz, der Raummeter einen Kubikmeter geschichtetes und der Schüttraummeter einen Kubikmeter lose geschüttetes Holz. Deshalb sind diese Maße nicht gleichwertig.

Eigenschaften: Grundeinheit für Volumen, 1 m Kantenlänge, Basis der Holzmaße, Unterschiedlicher Holzanteil.

Verwendung: Mengenangabe, Preisvergleich, Lagerplanung.

Maßeinheiten: Kubikmeter: m³ · Holzmaße: fm, rm, srm

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm · 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagervolumen

Kulturfläche wald
Eine Kulturfläche ist eine mit jungen Bäumen (Forstkultur) neu begründete Waldfläche. Als Kulturfläche (Forstkultur) bezeichnet man eine Fläche, auf der ein neuer Bestand durch Pflanzung, Saat oder Naturverjüngung begründet wurde und die jungen Bäume heranwachsen. Sie ist besonders pflegeintensiv: Kulturpflege umfasst das Freihalten von Konkurrenzvegetation, Nachbessern von Ausfällen und den Schutz vor Verbiss.

Eigenschaften: Neu begründete Waldfläche, Junge Bäume (Forstkultur), Pflegeintensiv (Kulturpflege), Bis zum gesicherten Jungbestand.

Verwendung: Aufforstung und Waldumbau, Kulturpflege, Bestandesaufbau.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Pflanzenzahl je Hektar

Kulturpflege wald
Kulturpflege umfasst die Pflege neu angelegter Forstkulturen bis zum gesicherten Bestand. Nach Pflanzung oder Saat müssen junge Forstkulturen gepflegt werden: konkurrierendes Gras und Gestrüpp werden freigeschnitten, Ausfälle nachgebessert und die Pflanzen vor Wildverbiss geschützt. So können die jungen Bäume ungestört anwachsen.

Eigenschaften: Pflege junger Forstkulturen, Freischneiden von Konkurrenz, Nachbessern und schützen, Bis zum gesicherten Bestand.

Verwendung: Aufforstung, Waldbau, Kulturbegründung.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflanzenzahl je Hektar

Kupferstecher wald
Der Kupferstecher ist ein kleiner Borkenkäfer, der vor allem die dünnrindigen Teile und jüngere Fichten befällt. Der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) ist deutlich kleiner als der Buchdrucker und besiedelt bevorzugt die dünnrindigen Kronen- und Wipfelbereiche älterer Fichten sowie Jungbestände und Schlagabraum. Sein sternförmiges Brutbild unterscheidet ihn vom Buchdrucker.

Eigenschaften: Kleiner Fichten-Borkenkäfer, Pityogenes chalcographus, Sternförmiges Brutbild, Befällt dünnrindige Bereiche.

Verwendung: Waldschutz und Monitoring, Aufarbeitung von Befallsholz, Kalamitätsmanagement.

Maßeinheiten: Befall in den Kronenbereichen · Mehrere Generationen bei Wärme

Kurzholz stammholz
Kurzholz ist Rundholz, das bereits im Wald auf kurze, transport- und verarbeitungsgerechte Längen abgelängt wurde. Beim Kurzholzverfahren wird der Stamm schon am Hiebort in kurze Abschnitte (meist unter 6 m) getrennt, etwa durch den Harvester. Das erleichtert Rücken, Transport und Verarbeitung gegenüber dem Langholz.

Eigenschaften: Kurz abgelängtes Rundholz, Meist unter 6 m, Aus mechanisierter Ernte, Leicht zu transportieren.

Verwendung: Sägewerk, Industrieholz, Brennholz.

Maßeinheiten: Länge meist unter 6 m · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

KVH (Konstruktionsvollholz) schnittholz
KVH (Konstruktionsvollholz) ist technisch getrocknetes, maßhaltiges Vollholz für tragende Konstruktionen im Holzbau. Konstruktionsvollholz wird aus Nadelholz gefertigt, technisch auf niedrige Feuchte getrocknet, keilgezinkt und gehobelt. Dadurch ist es maßhaltig, riss- und formstabiler als klassisches Bauholz und erfüllt definierte Qualitätsanforderungen.

Eigenschaften: Technisch getrocknetes Vollholz, Maßhaltig und formstabil, Keilgezinkt und gehobelt, Für tragende Zwecke.

Verwendung: Holzrahmenbau, Dachstuhl und Decken, Konstruktiver Holzbau.

Maßeinheiten: Querschnitt in cm × cm · Feuchte technisch niedrig

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Höhe (in Metern)

L

Lagerfäule stammholz
Lagerfäule ist die Zersetzung von Holz durch Pilze während zu langer oder falscher Lagerung. Frisch geschlagenes, feucht gelagertes Holz wird bei ungünstiger Lagerung von Bläue- und Fäulepilzen befallen. Diese Lagerfäule mindert Festigkeit, Aussehen und Wert des Holzes – besonders bei warmer, feuchter Witterung und dichter, unbelüfteter Stapelung. Auch Rundholz, das zu lange am Polterplatz liegt, ist gefährdet.

Eigenschaften: Fäule durch falsche/lange Lagerung, Durch Bläue- und Fäulepilze, Mindert Festigkeit und Wert, Bei feucht-warmer Lagerung.

Verwendung: Holzlagerung und -bereitstellung, Qualitätssicherung, Wertholzschutz.

Maßeinheiten: Befall/Verfärbung · Bezug: Lagerdauer und -bedingungen

Lagerfeuchte brennholz
Die Lagerfeuchte ist der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes während der Lagerung und verändert sich mit Standort und Wetter. Frisch eingelagertes Holz gibt über Wochen und Monate Feuchtigkeit an die Luft ab. Wie schnell die Lagerfeuchte sinkt, hängt von Standort, Belüftung und Abdeckung ab. Gut gelagertes Holz nähert sich der sogenannten Ausgleichsfeuchte an, die bei luftiger Freilagerung meist unter 20 Prozent liegt. Schlechte Lagerung dagegen hält die Lagerfeuchte hoch.

Eigenschaften: Feuchte während der Lagerung, Abhängig von Standort und Wetter, Sinkt bei guter Belüftung, Nähert sich der Ausgleichsfeuchte.

Verwendung: Brennholzlagerung, Trocknungskontrolle, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Ziel-Restfeuchte: unter 20 % · Messung: Feuchtemessgerät

Lagerplatz brennholz
Der Lagerplatz ist der Ort, an dem Brennholz aufbewahrt und getrocknet wird – entscheidend für Qualität und Trocknungsdauer. Ein guter Lagerplatz ist sonnig, luftig und vor Regen geschützt. Wichtig sind Bodenabstand, damit keine Feuchtigkeit aufsteigt, und offene Seiten für die Luftzirkulation. Ungeeignete Lagerplätze wie feuchte Keller oder dicht an der Nordwand verlangsamen die Trocknung und begünstigen Schimmel. Die Wetterseite im Garten ist meist ideal.

Eigenschaften: Sonnig und luftig, Bodenabstand, Regengeschützt, Seiten offen, Nahe am Haus praktisch.

Verwendung: Garten, Hof, Carport, Holzunterstand.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Ausrichtung: sonnig, windoffen

Umrechnung: 1 Rm braucht ca. 1 m² Fläche bei 1 m Stapelhöhe

Lagerung brennholz
Lagerung ist das Aufbewahren von Holz, damit es trocknet und seine Qualität behält. Richtige Lagerung heißt: trocken, luftig, vom Boden abgehoben und oben abgedeckt bei offenen Seiten. So sinkt die Holzfeuchte und das Holz bleibt heizfertig.

Eigenschaften: Aufbewahren von Holz, Trocken und luftig, Bodenabstand und Abdeckung, Seiten offen.

Verwendung: Brennholztrocknung, Vorratshaltung, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Ziel-Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm ≈ 1 m² Stapelfläche bei 1 m Höhe

Landeswaldgesetz ausbildung
Ein Landeswaldgesetz konkretisiert das Bundeswaldgesetz mit landesspezifischen Regelungen zum Wald. Jedes Bundesland hat ein eigenes Landeswaldgesetz, das den Rahmen des Bundeswaldgesetzes ausfüllt und an regionale Verhältnisse anpasst. Geregelt werden unter anderem Waldbewirtschaftung, Erstaufforstung und Umwandlung, Schutzwald- und Bannwaldkategorien, das Betretensrecht sowie forstbehördliche Zuständigkeiten.

Eigenschaften: Waldgesetz des Bundeslandes, Konkretisiert das BWaldG, Regionale Regelungen, Von Land zu Land verschieden.

Verwendung: Forstrecht der Länder, Walderhaltung und -umwandlung, Schutzgebietskategorien.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Landesgesetz · Details je Bundesland verschieden

Landschaftsgärtnermeister ausbildung
Der Landschaftsgärtnermeister ist die Meister-Weiterbildung für Führungs- und Ausbildungsaufgaben im GaLaBau. Der geprüfte Meister im Garten- und Landschaftsbau (Landschaftsgärtnermeister) leitet Baustellen und Teams, kalkuliert und plant Projekte, führt Betriebe und bildet Nachwuchs aus. Die Weiterbildung setzt eine GaLaBau-Ausbildung mit Praxis voraus und endet mit der Meisterprüfung.

Eigenschaften: Meister-Weiterbildung GaLaBau, Nach Ausbildung + Praxis, Führung, Kalkulation, Ausbildung, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Bau- und Betriebsleitung, Ausbildung von GaLaBau-Gärtnern, Selbstständigkeit.

Maßeinheiten: Voraussetzung: GaLaBau-Ausbildung + Praxis · Abschluss: Geprüfter Meister GaLaBau

Landschaftspflege wald
Landschaftspflege ist der Erhalt und die Entwicklung von Natur- und Kulturräumen durch gezielte Pflegemaßnahmen. Zur Landschaftspflege gehören das Mähen von Wiesen, die Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen, das Freihalten offener Flächen sowie die Gewässer- und Wegrandpflege. Ziel sind der Erhalt von Lebensräumen und der Charakter der Kulturlandschaft.

Eigenschaften: Erhalt von Natur- und Kulturräumen, Wiesen, Hecken, Feldgehölze, Freihalten offener Flächen, Naturschutz und Nutzung.

Verwendung: Naturschutz, Kulturlandschaftspflege, Grün- und Wegepflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in Hektar

Landschaftspflegeholz hackschnitzel
Landschaftspflegeholz ist Holz, das bei der Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Straßenrändern und Gewässern anfällt. Landschaftspflegeholz stammt nicht aus der Waldbewirtschaftung, sondern aus dem Rückschnitt von Hecken, Straßenbegleitgrün, Ufergehölzen und Streuobstwiesen. Es ist meist stark verzweigt, rindenreich und uneinheitlich.

Eigenschaften: Aus Hecken- und Gehölzpflege, Stark verzweigt und rindenreich, Uneinheitlich, Höherer Aschegehalt.

Verwendung: Robuste Hackgutfeuerungen, Mulch und Kompost, Verwertung von Pflegeschnitt.

Maßeinheiten: Menge in Schüttraummeter (Srm) · Aschegehalt in Prozent

Umrechnung: 1 Srm Landschaftspflegeholz ≈ 0,35–0,4 Fm Holz

Langholz stammholz
Langholz ist unaufgearbeitetes Stammholz in großer Länge, das erst im Sägewerk oder beim Kunden eingeschnitten wird. Als Langholz werden ganze oder lange Stammabschnitte über mehrere Meter bezeichnet, die noch nicht auf Sortimentslängen abgelängt sind. Es wird in Festmeter gehandelt und zu Blochholz, Schnittholz oder Brennholz weiterverarbeitet.

Eigenschaften: Langes Stammholz, Noch nicht abgelängt, Handel in Festmeter, Erst später eingeschnitten.

Verwendung: Sägewerk, Selbstwerbung, Bau- und Brennholz.

Maßeinheiten: Länge oft über 4 m · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Langholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Lärche stammholz
Die Lärche ist das einzige heimische Nadelholz, das im Winter die Nadeln abwirft, und liefert dauerhaftes, witterungsbeständiges Holz. Lärchen wachsen vor allem im Gebirge und sind sommergrün. Ihr Holz ist harzreich, hart für ein Nadelholz und besonders witterungsbeständig, weshalb es gern für Terrassen, Fassaden und Außenbau verwendet wird.

Eigenschaften: Sommergrünes Nadelholz, Harzreich und hart, Sehr witterungsbeständig, Kann funken.

Verwendung: Terrassen und Fassaden, Außenbau, Brennholz (geschlossene Öfen).

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1700 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Lärche (trocken) ≈ 150 l Heizöl (Richtwert)

Lärchenholz schnittholz
Lärchenholz ist ein hartes, harzreiches und witterungsbeständiges Nadelholz, das vor allem im Außenbau geschätzt wird. Lärchenholz ist für ein Nadelholz besonders dicht und dauerhaft. Durch den hohen Harzgehalt ist es widerstandsfähig gegen Witterung und wird für Terrassen, Fassaden, Zäune und Gartenbauten verwendet.

Eigenschaften: Hartes, harzreiches Nadelholz, Sehr witterungsbeständig, Für den Außenbau, Kann funken.

Verwendung: Terrassen und Fassaden, Zäune und Gartenbauten, Brennholz (Reste).

Maßeinheiten: Rohdichte: ca. 550–590 kg/m³ · Heizwert: ca. 1700 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Rm Lärchenholz (trocken) ≈ 150 l Heizöl (Richtwert)

Latte schnittholz
Eine Latte ist ein schmales, dünnes Schnittholz für Unterkonstruktionen und leichte Bauzwecke. Latten sind schmale, meist rechteckige Hölzer, die als Dachlatten, Traglatten oder für Verschalungen und Zäune verwendet werden. Sie sind leichter und kleiner als Kanthölzer.

Eigenschaften: Schmales, dünnes Schnittholz, Für Unterkonstruktionen, Leichte Bauzwecke, Kleiner als Kantholz.

Verwendung: Dachlattung, Verschalung und Zäune, Anfeuerholz (Reste).

Maßeinheiten: Querschnitt in mm × mm · Länge in Metern

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Laubbaum stammholz
Ein Laubbaum ist ein Baum mit Blättern, der meist dichtes Hartholz mit hohem Heizwert liefert. Zu den Laubbäumen zählen Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Birke und viele mehr. Die meisten werfen im Herbst ihre Blätter ab. Ihr Holz ist überwiegend dichter und härter als das von Nadelbäumen.

Eigenschaften: Baum mit Blättern, Meist laubabwerfend, Überwiegend Hartholz, Hoher Heizwert.

Verwendung: Brennholz, Möbel und Innenausbau, Wertholz.

Maßeinheiten: Heizwert Hartholz: hoch je Rm · Rohdichte je Art verschieden

Umrechnung: 1 Rm Laubholz (trocken) ≈ 180–200 l Heizöl

Laubentfernung garten
Laubentfernung ist die Beseitigung von Herbstlaub von Rasen, Wegen und Dächern. Im Herbst wird abgefallenes Laub von Rasenflächen, Wegen und Dachrinnen entfernt. Auf dem Rasen würde eine dichte Laubschicht das Gras ersticken und Fäulnis fördern; auf Wegen erhöht nasses Laub die Rutschgefahr.

Eigenschaften: Beseitigung von Herbstlaub, Von Rasen, Wegen, Dachrinnen, Schützt Rasen vor Fäulnis, Laub weiterverwendbar.

Verwendung: Herbst- und Gartenpflege, Rasen- und Wegereinigung, Wintervorbereitung.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Laubholz brennholz
Laubholz ist Holz von Laubbäumen wie Buche, Eiche oder Birke und stellt einen Großteil des hochwertigen Brennholzes. Laubhölzer sind meist dichter als Nadelhölzer und liefern daher je Raummeter mehr Wärme und eine längere Glut. Zu den wichtigsten Brenn-Laubhölzern zählen Buche, Eiche, Esche und Birke. Neben der energetischen Nutzung ist Laubholz ein wichtiger Rohstoff für Möbel, Parkett und den Innenausbau.

Eigenschaften: Holz von Laubbäumen, Meist hohe Dichte, Hoher Heizwert je Raummeter, Lange Glut.

Verwendung: Brennholz, Möbel und Innenausbau, Parkett.

Maßeinheiten: Heizwert Buche: ca. 2100 kWh/Rm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Laubholz (trocken) ≈ 180–200 l Heizöl (je nach Art)

Läuterung wald
Die Läuterung ist ein Pflegeeingriff in jungen Waldbeständen zur Steuerung von Mischung und Qualität. In der Läuterung werden bedrängende Weichhölzer, Protzen (vorwüchsige, grobe Bäume) und schlecht geformte Individuen zurückgenommen, um die erwünschten, gut veranlagten Bäume zu fördern. Sie erfolgt in der Dickungsphase, vor der ersten ertragreichen Durchforstung.

Eigenschaften: Pflegeeingriff im Jungbestand, Zurücknahme von Konkurrenz, Steuert Mischung und Qualität, In der Dickungsphase.

Verwendung: Waldbau, Jungbestandspflege, Bestandssteuerung.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Eingriff je Fläche

Lavendelbeet garten
Ein Lavendelbeet ist ein mit Lavendel gestalteter, sonniger und trockenheitsverträglicher Gartenbereich. Lavendel liebt volle Sonne und durchlässige, eher magere Böden. Ein Lavendelbeet ist pflegeleicht, duftet aromatisch und lockt Bienen und Schmetterlinge an. Nach der Blüte fördert ein Rückschnitt kompakten Wuchs.

Eigenschaften: Beet mit Lavendel, Sonnig und durchlässig, Pflegeleicht und trockenheitsverträglich, Bienen- und schmetterlingsfreundlich.

Verwendung: Ziergarten, Bienenweide, Trockenbeete.

Maßeinheiten: Pflanzabstand: ca. 30–40 cm · Fläche in m²

Leimholz schnittholz
Leimholz ist aus mehreren Holzstücken verleimtes Massivholz, etwa als Leimholzplatte für Möbel und Ausbau. Leimholz entsteht durch das Verleimen von Lamellen oder kurzen Stücken zu größeren, maßhaltigen Platten oder Bauteilen. Leimholzplatten sind formstabiler und weniger rissanfällig als durchgehendes Massivholz.

Eigenschaften: Verleimtes Massivholz, Lamellen oder Stücke verleimt, Maßhaltig und formstabil, Als Platte oder Bauteil.

Verwendung: Möbel und Arbeitsplatten, Regale und Treppen, Innenausbau.

Maßeinheiten: Plattenmaße in mm/cm · Enthält Klebstoff

Lichtbaumart wald
Eine Lichtbaumart ist eine Baumart, die zum Wachsen viel Licht benötigt und Schatten schlecht verträgt. Lichtbaumarten wie Kiefer, Lärche, Birke, Eiche, Aspe oder Robinie brauchen für Verjüngung und Wachstum viel Licht. Im Schatten kümmern ihre Jungpflanzen und werden von schattentoleranten Arten verdrängt. Sie verjüngen sich daher bevorzugt auf offenen Flächen, Lichtungen oder nach größeren Störungen.

Eigenschaften: Braucht viel Licht, Schatten schlecht verträglich, Verjüngt auf offenen Flächen, z. B. Kiefer, Lärche, Eiche.

Verwendung: Waldbauplanung, Verjüngungsverfahren, Mischungssteuerung.

Maßeinheiten: Lichtbedarf (hoch) · Gegensatz: Schattenbaumart

Lichtraumprofil wald
Das Lichtraumprofil ist der über Straßen, Wegen und Gleisen freizuhaltende Raum, in den keine Äste ragen dürfen. Über Verkehrsflächen muss ein festgelegter Freiraum eingehalten werden, damit Fahrzeuge, Fußgänger und Bahnen ungehindert und sicher passieren können. Typische Werte liegen bei rund 4,5 m über Fahrbahnen und etwa 2,5 m über Gehwegen.

Eigenschaften: Freizuhaltender Verkehrsraum, Über Straßen und Wegen, Keine Äste im Profil, Teil der Verkehrssicherung.

Verwendung: Straßen- und Wegepflege, Verkehrssicherung, Bahntrassen.

Maßeinheiten: Über Fahrbahn: ca. 4,5 m · Über Gehweg: ca. 2,5 m

Liefergebiet brennholz
Das Liefergebiet ist der räumliche Bereich, in dem ein Händler Brennholz oder andere Produkte ausliefert. Brennholzhändler beliefern meist eine bestimmte Region, weil Transportkosten und -aufwand mit der Entfernung steigen. Innerhalb des Liefergebiets sind Anlieferung und Preis kalkulierbar.

Eigenschaften: Räumlicher Lieferbereich, Meist regional, Transportabhängig, Bestimmt die Lieferkosten.

Verwendung: Brennholzlieferung, Regionale Vermarktung, Logistikplanung.

Maßeinheiten: Radius in Kilometern · Lieferkosten je Entfernung

Liefermenge brennholz
Die Liefermenge ist die Holzmenge, die bei einer Bestellung geliefert wird – angegeben in Raummeter, Schüttraummeter oder Tonnen. Beim Brennholzkauf ist die Liefermenge zusammen mit der Maßeinheit entscheidend. Ein Angebot in Schüttraummeter enthält weniger Holz als dieselbe Zahl in Raummeter.

Eigenschaften: Gelieferte Holzmenge, In Rm, Srm oder t, Mit Maßeinheit angeben, Grundlage der Abrechnung.

Verwendung: Brennholzbestellung, Angebotsvergleich, Lieferkontrolle.

Maßeinheiten: Einheit: Rm, Srm oder t · Preis je Einheit

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm · 1 Rm = ca. 0,7 Fm (für den Vergleich)

Lieferzeit brennholz
Die Lieferzeit ist die Zeitspanne zwischen Bestellung und Anlieferung von Brennholz oder anderen Produkten. Die Lieferzeit hängt von Verfügbarkeit, Saison und Auslastung des Händlers ab. Besonders vor und während der Heizsaison kann sie länger sein, weil die Nachfrage steigt.

Eigenschaften: Zeit von Bestellung bis Lieferung, Saison- und auslastungsabhängig, Vor der Heizsaison länger, Frühbestellung sinnvoll.

Verwendung: Brennholzbestellung, Vorratsplanung, Logistik.

Maßeinheiten: Angabe in Tagen/Wochen · Kein Holzmaß

Linde allgemein
Die Linde (Tilia) ist ein heimischer Laubbaum mit sehr weichem, gleichmäßigem Holz, das als klassisches Schnitzholz gilt. Sommer- und Winterlinde sind verbreitete heimische Laubbäume, oft als Dorf- und Alleebäume. Ihr helles, weiches und feinfaseriges Holz lässt sich in alle Richtungen gleich gut schnitzen und ist deshalb das traditionelle Holz für Bildhauer, Schnitzer und Modellbauer.

Eigenschaften: Heimischer Laubbaum, Sehr weiches, gleichmäßiges Holz, Klassisches Schnitzholz, Wichtige Bienenweide.

Verwendung: Schnitzerei und Bildhauerei, Modell- und Drechselarbeiten, Blüten als Heiltee.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 490 kg/m³ · Heizwert niedrig

Umrechnung: 1 Rm Linde ≈ 0,7 Fm; als Brennholz geringer Heizwert.

Lohnschnitt schnittholz
Lohnschnitt ist das Einschneiden von Rundholz zu Schnittholz durch ein Sägewerk gegen Bezahlung, wobei das Holz beim Auftraggeber bleibt. Beim Lohnschnitt bringt der Kunde – etwa ein Waldbesitzer, Landwirt oder Zimmerer – sein eigenes Rundholz in ein Sägewerk, das es gegen eine Gebühr (Schnittlohn) nach Wunsch zu Brettern, Bohlen oder Kanthölzern auftrennt. Das Holz und der Zuschnitt bleiben Eigentum des Auftraggebers.

Eigenschaften: Sägewerksschnitt gegen Gebühr, Holz bleibt beim Auftraggeber, Individueller Zuschnitt, Auch mit mobilem Sägewerk.

Verwendung: Verarbeitung von Eigenholz, Bauholz für den Eigenbedarf, Mobile Sägewerke.

Maßeinheiten: Schnittlohn je m³ oder Stunde · Menge in Kubikmeter/lfm

Luftfeuchte allgemein
Die Luftfeuchte ist der Wasserdampfgehalt der Luft und beeinflusst die Trocknung von Brennholz. Bei niedriger Luftfeuchte gibt Holz leichter Feuchtigkeit ab und trocknet schneller. Hohe Luftfeuchte, etwa an nebligen oder regnerischen Tagen, verlangsamt die Trocknung oder lässt Holz sogar wieder Feuchtigkeit aufnehmen.

Eigenschaften: Wasserdampfgehalt der Luft, Beeinflusst die Trocknung, Niedrig = schnelleres Trocknen, Führt zur Ausgleichsfeuchte.

Verwendung: Brennholztrocknung, Lagerplanung, Raumklima.

Maßeinheiten: Angabe in Prozent (relative Luftfeuchte) · Beeinflusst die Ausgleichsfeuchte

Lufttrocken brennholz
Lufttrocken bezeichnet Brennholz, das durch natürliche Trocknung an der Luft eine Restfeuchte unter etwa 20 Prozent erreicht hat. Lufttrockenes Holz wurde ein bis drei Jahre luftig und regengeschützt gelagert, bis sich die Holzfeuchte der Umgebungsluft angeglichen hat. Es liegt damit im heizfertigen Bereich.

Eigenschaften: Natürlich getrocknet, Restfeuchte unter ~20 %, 1–3 Jahre Lagerung, Heizfertig.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Ofenfertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Dauer: 1–3 Jahre

Umrechnung: 1 Rm Buche (lufttrocken) ≈ 200 l Heizöl

Lufttrocknung brennholz
Die Lufttrocknung ist die natürliche Trocknung von Brennholz durch Luftzirkulation an einem sonnigen, regengeschützten Ort. Bei der Lufttrocknung entweicht die Feuchtigkeit ohne technische Hilfsmittel allein durch Wind und Sonne. Voraussetzung sind ein luftiger Standort, Bodenabstand und eine Abdeckung gegen Regen bei offenen Seiten. Je nach Holzart dauert die Lufttrocknung ein bis drei Jahre, bis die Restfeuchte unter 20 Prozent liegt. Sie ist die günstigste und gängigste Methode der Brennholztrocknung.

Eigenschaften: Natürliche Trocknung, Durch Wind und Sonne, Braucht luftigen Standort, Dauer 1–3 Jahre.

Verwendung: Brennholztrocknung, Freilagerung, Private Holzversorgung.

Maßeinheiten: Ziel-Restfeuchte: unter 20 % · Dauer: 1–3 Jahre je nach Art

Lutro stammholz
Lutro (lufttrocken) bezeichnet den natürlichen, an der Luft getrockneten Zustand von Holz als Bezugsgröße. Lutro steht für „lufttrocken": den Zustand von Holz, das sich durch Lagerung an der Luft der Umgebungsfeuchte angeglichen hat – je nach Klima meist etwa 12–20 % Wassergehalt. Der Begriff wird als praxisnahe Bezugsgröße im Holz- und besonders im Hackguthandel verwendet.

Eigenschaften: Lufttrocken (Umgebungsfeuchte), Meist ~12–20 % Wasser, Praxisnahe Bezugsgröße, Schwankt mit dem Klima.

Verwendung: Holz- und Hackguthandel, Mengen- und Preisberechnung, Brennholzbewertung.

Maßeinheiten: Wassergehalt lutro ~12–20 % · Gegenbegriff: Atro (0 %)

Umrechnung: Lutro-Masse enthält Restfeuchte; Atro-Masse = Trockenmasse ohne Wasser.

LVL schnittholz
LVL ist die englische Abkürzung für Laminated Veneer Lumber – Furnierschichtholz. LVL (Laminated Veneer Lumber) ist die international gebräuchliche Bezeichnung für Furnierschichtholz: einen aus faserparallel verleimten Schälfurnieren aufgebauten Holzwerkstoff. Der Begriff wird in Normung, Fachhandel und Bauplanung häufig synonym zu „Furnierschichtholz" verwendet.

Eigenschaften: Abkürzung: Laminated Veneer Lumber, = Furnierschichtholz, Verleimte Schälfurniere, Hochfest und maßhaltig.

Verwendung: Ingenieurholzbau, Träger und Stützen, Bauplanung/Normung.

Maßeinheiten: Festigkeitsklassen nach Norm · Abmessungen nach Programm

M

M20 hackschnitzel
M20 ist eine Wassergehaltsklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225 mit maximal 20 % Wassergehalt. Die Klasse M20 kennzeichnet trockene Hackschnitzel mit einem Wassergehalt von höchstens 20 Prozent. Solch trockenes Hackgut hat einen hohen Heizwert, ist lagerstabil (kaum Schimmel- und Selbsterhitzungsgefahr) und eignet sich für kleine, empfindliche Automatikfeuerungen.

Eigenschaften: Wassergehaltsklasse ≤ 20 %, Trockenes Hackgut (ISO 17225), Hoher Heizwert, lagerstabil, Für kleine Automatikanlagen.

Verwendung: Kleine Hackgutkessel, Wohnhaus-Feuerungen, Lagerstabiles Brennmaterial.

Maßeinheiten: Wassergehalt ≤ 20 % (M20) · M-Klasse nach ISO 17225

Umrechnung: M20 = max. 20 % Wassergehalt (Nassbasis).

M30 hackschnitzel
M30 ist eine Wassergehaltsklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225 mit maximal 30 % Wassergehalt. Die Klasse M30 kennzeichnet Hackschnitzel mit einem Wassergehalt von höchstens 30 Prozent – ein mäßig trockenes Hackgut, das in vielen mittleren und größeren Feuerungen problemlos verwendet werden kann. Es stellt einen praktikablen Kompromiss aus Trocknungsaufwand und Brennstoffqualität dar.

Eigenschaften: Wassergehaltsklasse ≤ 30 %, Mäßig trockenes Hackgut, Guter Kompromiss, Für mittlere/größere Anlagen.

Verwendung: Mittlere/große Hackgutkessel, Heizwerke und Nahwärme, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Wassergehalt ≤ 30 % (M30) · M-Klasse nach ISO 17225

Umrechnung: M30 = max. 30 % Wassergehalt (Nassbasis).

M40 hackschnitzel
M40 ist eine Wassergehaltsklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225 mit maximal 40 % Wassergehalt. Die Klasse M40 kennzeichnet feuchtes Hackgut mit einem Wassergehalt von höchstens 40 Prozent. Solches Material hat einen geringeren Heizwert und neigt bei Lagerung eher zu Schimmel und Selbsterhitzung. Es eignet sich vor allem für große, robuste Feuerungen und Heizwerke, die für feuchten Brennstoff ausgelegt sind.

Eigenschaften: Wassergehaltsklasse ≤ 40 %, Feuchtes Hackgut, Geringerer Heizwert, Für große, robuste Anlagen.

Verwendung: Große Hackgutkessel, Heizwerke und Nahwärme, Robuste Feuerungen.

Maßeinheiten: Wassergehalt ≤ 40 % (M40) · M-Klasse nach ISO 17225

Umrechnung: M40 = max. 40 % Wassergehalt (Nassbasis).

Mäharbeiten garten
Mäharbeiten sind das regelmäßige Schneiden von Rasen- und Wiesenflächen. Beim Mähen wird der Rasen auf eine gleichmäßige Höhe geschnitten. Regelmäßiges Mähen fördert einen dichten, strapazierfähigen Rasen und unterdrückt Unkraut. Die Schnitthöhe richtet sich nach Rasentyp und Jahreszeit.

Eigenschaften: Regelmäßiges Rasenschneiden, Gleichmäßige Höhe, Fördert dichten Rasen, Schnitthöhe je Typ.

Verwendung: Rasen- und Wiesenflächen, Grünflächenpflege, Gartenpflege.

Maßeinheiten: Schnitthöhe: ca. 3–5 cm · Fläche in m²

Mähkante garten
Eine Mähkante ist ein sauberer, befestigter Übergang zwischen Rasen und Beet, der das Mähen erleichtert. Die Mähkante besteht aus Steinen, Pflaster oder speziellen Kantenelementen, die bündig mit dem Rasen abschließen. Der Rasenmäher kann bis an die Kante fahren, sodass kein Nacharbeiten mit dem Rasentrimmer nötig ist.

Eigenschaften: Übergang Rasen zu Beet, Befestigt und bündig, Mäher fährt bis an die Kante, Kein Nachtrimmen nötig.

Verwendung: Rasen- und Beetkanten, Gartengestaltung, Pflegeleichter Garten.

Maßeinheiten: Länge in laufenden Metern · Breite in cm

Mantelrinde stammholz
Die Mantelrinde ist die äußere Rindenschicht, die den Stamm wie ein schützender Mantel umgibt. Als Mantelrinde bezeichnet man die äußere, überwiegend abgestorbene Rindenschicht (Borke), die den Stamm nach außen abschließt. Sie schützt den empfindlichen Bast, das Kambium und das Holz vor Austrocknung, Temperaturextremen, mechanischer Verletzung, Feuer, Pilzen und Insekten.

Eigenschaften: Äußere, schützende Rindenschicht, Meist abgestorbene Borke, Schützt Bast, Kambium und Holz, Artspezifisch dick/strukturiert.

Verwendung: Baumkunde und -bestimmung, Schutzfunktion, Rindenmerkmale.

Maßeinheiten: Rindendicke artabhängig · Funktion: Schutzschicht

Markröhre stammholz
Die Markröhre ist der weiche Markstrang im Zentrum des Stammes, um den sich die Jahrringe bilden. Im Mark des Baumes – der Markröhre – liegt der ursprüngliche, im ersten Jahr gebildete Kern des Sprosses. Um ihn herum lagern sich Jahr für Jahr die Jahrringe an. Die Markröhre ist weich, locker und oft rissanfällig.

Eigenschaften: Weicher Markstrang im Zentrum, Ursprung der Jahrringbildung, Locker und rissanfällig, Im Schnittholz ein Fehler.

Verwendung: Holzsortierung, Einschnittplanung, Qualitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Lage: Stammzentrum · Bewertung als Holzfehler

Maschinenring allgemein
Ein Maschinenring ist ein Zusammenschluss von Land- und Forstwirten zur gemeinsamen Nutzung von Maschinen und Dienstleistungen. Über den Maschinenring können Mitglieder Maschinen wie Holzspalter, Hacker oder Rückewagen leihen oder Dienstleistungen wie Holzernte und Hackdienste vermitteln lassen. Das senkt Kosten, weil sich teure Technik mehrere teilen.

Eigenschaften: Zusammenschluss von Betrieben, Gemeinsame Maschinennutzung, Vermittelt Dienstleistungen, Senkt Kosten.

Verwendung: Holzernte und -aufbereitung, Gerätevermietung, Hackdienste.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Organisation · Leih- und Dienstleistungssätze

Maschinenspalter allgemein
Ein Maschinenspalter ist ein Gerät, das Holzscheite maschinell spaltet und die Brennholzaufbereitung erheblich erleichtert. Holzspalter arbeiten hydraulisch und drücken das Holz gegen ein Spaltmesser. Es gibt sie als stehende oder liegende Geräte, mit Elektro-, Zapfwellen- oder Benzinantrieb. Der Maschinenspalter spart gegenüber Axt und Keil viel Kraft und Zeit, besonders bei harten oder knorrigen Hölzern. Für sicheres Arbeiten sind Schutzvorrichtungen und richtige Bedienung wichtig.

Eigenschaften: Hydraulisches Spalten, Stehend oder liegend, Verschiedene Antriebe, Kraft- und zeitsparend.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Große Holzmengen, Hartes oder knorriges Holz.

Maßeinheiten: Spaltkraft: je nach Gerät ca. 4–20 t · Antrieb: Elektro, Zapfwelle, Benzin

Maßband allgemein
Ein Maßband ist ein flexibles Messwerkzeug zum Ermitteln von Längen, Durchmessern und Poltermaßen beim Holz. Mit dem Maßband werden Stammlängen, Scheitlängen und die Maße von Holzpoltern bestimmt. Spezielle Forst-Kluppen und Umfangmaßbänder erlauben zudem die Ermittlung des Durchmessers.

Eigenschaften: Flexibles Messwerkzeug, Für Längen und Poltermaße, Teils mit Durchmesserskala, Grundlage des Aufmaßes.

Verwendung: Aufmaß und Abrechnung, Zuschnitt, Poltervermessung.

Maßeinheiten: Länge in Metern/Zentimetern · Umfangband für Durchmesser

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Höhe (aus den Maßband-Werten)

Masseermittlung allgemein
Die Masseermittlung ist die Bestimmung der Holzmenge eines Stapels, Polters oder einer Lieferung nach Volumen oder Gewicht. Zur Masseermittlung wird das Holzvolumen über die Maße (Aufmaß von Poltern und Stapeln) oder das Gewicht über die Verwiegung bestimmt. Bei Rundholz erfolgt sie oft werkseitig mit elektronischer Vermessung, bei Hackgut und Pellets meist über die Waage.

Eigenschaften: Bestimmung der Holzmenge, Über Volumen oder Gewicht, Aufmaß oder Verwiegung, Grundlage der Abrechnung.

Verwendung: Holzhandel, Werksvermessung, Logistik.

Maßeinheiten: Volumen in Fm/Rm/Srm · Gewicht in Tonnen

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm · 1 Srm Hackgut ≈ 250–350 kg (je nach Feuchte)

Maßeinheit allgemein
Eine Maßeinheit ist die festgelegte Größe, in der Holzmengen angegeben werden – etwa Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter. Weil Holz je nach Aufbereitung unterschiedlich viel Luft enthält, gibt es mehrere Maßeinheiten: Festmeter (massiv), Raummeter (geschichtet) und Schüttraummeter (lose). Für Gewicht und Pellets kommen Tonne und Kilogramm hinzu.

Eigenschaften: Festgelegte Mengengröße, Fm, Rm, Srm, t, kg, Je nach Sortiment, Grundlage des Vergleichs.

Verwendung: Holzhandel, Preisvergleich, Abrechnung.

Maßeinheiten: Fm, Rm, Srm für Volumen · t, kg für Gewicht

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Massivholz schnittholz
Massivholz ist Holz, das durchgehend aus einem Stück gewachsenem Holz besteht – ohne Verklebung mehrerer Schichten. Als Massivholz (Vollholz) bezeichnet man Bauteile und Möbel, die vollständig aus einem Stück Naturholz gefertigt sind, im Gegensatz zu Holzwerkstoffen wie Sperrholz, Leimholz oder Spanplatten. Es kann gesägt, gehobelt und verarbeitet, aber nicht aus Furnieren oder Spänen zusammengesetzt sein.

Eigenschaften: Durchgehend gewachsenes Holz, Nicht verklebt/zusammengesetzt, Robust und langlebig, Arbeitet stärker als Werkstoffe.

Verwendung: Hochwertige Möbel, Böden, Treppen, Konstruktion, Reparierbare Bauteile.

Maßeinheiten: Rohdichte je Holzart · Feuchte in Prozent

Master Forstwirtschaft ausbildung
Der Master Forstwirtschaft ist der vertiefende Hochschulabschluss für gehobene und leitende forstliche Aufgaben. Das Masterstudium Forstwirtschaft baut auf dem Bachelor auf und vertieft in meist drei bis vier Semestern Spezialgebiete wie Waldökologie, Forstökonomie, Naturschutz oder internationale Forstwirtschaft. Es qualifiziert für Leitungs-, Forschungs- und Planungsaufgaben.

Eigenschaften: Vertiefendes Forststudium, Meist 3–4 Semester, Baut auf dem Bachelor auf, DQR-Niveau 7.

Verwendung: Leitungs- und Planungsaufgaben, Forschung und Lehre, Zugang zum höheren Forstdienst.

Maßeinheiten: Dauer: 3–4 Semester · Abschluss: Master of Science Forstwirtschaft

MDF schnittholz
MDF (mitteldichte Faserplatte) ist ein homogener Holzwerkstoff aus feinen Holzfasern für Möbel und Innenausbau. MDF-Platten bestehen aus fein zerfaserten Hölzern, die mit Bindemitteln zu einer dichten, homogenen Platte verpresst werden. Sie haben glatte Oberflächen und lassen sich sehr gut fräsen, lackieren und foliieren.

Eigenschaften: Mitteldichte Faserplatte, Feine Holzfasern verpresst, Homogen und glatt, Gut bearbeitbar.

Verwendung: Möbel und Fronten, Formteile, Innenausbau.

Maßeinheiten: Plattendicke in mm · Rohdichte mittel

Mengenrabatt brennholz
Ein Mengenrabatt ist ein Preisnachlass, den Händler bei der Abnahme größerer Brennholzmengen gewähren. Je größer die bestellte Menge, desto günstiger wird oft der Preis je Raummeter, weil sich Anlieferung und Aufwand auf mehr Holz verteilen. Mengenrabatte lohnen sich vor allem für Haushalte mit hohem Verbrauch oder für Sammelbestellungen mehrerer Abnehmer. Wichtig ist der Vergleich auf Basis einer einheitlichen Maßeinheit.

Eigenschaften: Preisnachlass bei großer Menge, Günstiger je Raummeter, Für Vielverbraucher interessant, Auf Maßeinheit achten.

Verwendung: Großeinkauf, Sammelbestellungen, Jahresvorrat.

Maßeinheiten: Bezug: Preis je Raummeter (Rm) · Vergleich immer je Rm

Umrechnung: Für den Vergleich Srm- und Rm-Preise in dieselbe Einheit umrechnen: 1 Srm = ca. 0,7 Rm.

Messerfurnier schnittholz
Messerfurnier ist ein dünnes Furnierblatt, das mit einem Messer vom Stamm bzw. Block geschält (gemessert) wird. Beim Messern wird ein gedämpfter Holzblock (Furnierbloch) an einer Furniermessermaschine schichtweise in dünne Blätter (meist 0,5–0,9 mm) geschnitten. Messerfurnier zeigt je nach Schnittführung (flach, radial, faux quartier) unterschiedliche, dekorative Maserungen und wird für hochwertige Möbel-, Innenausbau- und Türoberflächen verwendet.

Eigenschaften: Gemessertes, dünnes Furnierblatt, Meist 0,5–0,9 mm, Dekorative, gerichtete Maserung, Für hochwertige Oberflächen.

Verwendung: Möbel- und Innenausbau, Türen und Oberflächen, Edelfurniere.

Maßeinheiten: Furnierdicke in Millimeter (mm) · Fläche in Quadratmeter

Meterholz brennholz
Meterholz ist Brennholz in etwa einem Meter Länge, das noch nicht auf Ofenlänge gesägt ist. Meterholz wird häufig günstiger angeboten, weil der Aufwand für Sägen und Spalten beim Käufer liegt. Es wird meist gespalten in Raummeter geschichtet gehandelt. Wer Meterholz kauft, muss es selbst auf Ofenlänge zuschneiden und ausreichend trocknen. Das lohnt sich für alle, die Zeit, Werkzeug und Lagerplatz haben.

Eigenschaften: Länge etwa 1 Meter, Noch nicht ofenfertig, Meist gespalten, Günstiger im Einkauf.

Verwendung: Selbstaufarbeitung, Zwischenlagerung, Große Mengen.

Maßeinheiten: Länge: ca. 1 m · Handel: Raummeter (Rm)

Umrechnung: 1 Rm Meterholz ergibt beim Sägen ca. 1 Rm Ofenholz (leichter Schwund möglich)

Minibagger-Ausbildung ausbildung
Die Minibagger-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen kleiner Bagger im Garten-, Landschafts- und Forstbau. Minibagger werden im GaLaBau, Wegebau und in der Forstwirtschaft für Aushub, Grabenbau, Wurzelrodung und Pflanzarbeiten genutzt. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 301-005 vermittelt Standsicherheit, sicheres Arbeiten, Tragfähigkeit, Verhalten an Böschungen und in der Nähe von Leitungen sowie Wartung.

Eigenschaften: Bedienung kleiner Bagger, Nach DGUV 301-005, Aushub, Graben, Rodung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Wegebau und Forst, Pflanz- und Rodearbeiten.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein (Bagger)

Mischholz brennholz
Mischholz ist Brennholz aus verschiedenen Holzarten, das Eigenschaften von Hart- und Weichholz kombiniert. Mischholz enthält meist einen Anteil Nadelholz zum leichten Anzünden und Hartholz für die lange Glut. Es ist oft günstiger als sortenreines Hartholz. Für den Alltag ist Mischholz praktisch: das Nadelholz sorgt für schnelles Anfeuern, das Hartholz für ausdauernde Wärme. Der genaue Heizwert hängt vom Mischungsverhältnis ab.

Eigenschaften: Verschiedene Holzarten gemischt, Nadel- und Hartholzanteil, Kombinierte Eigenschaften, Preisgünstig.

Verwendung: Kaminofen, Alltagsheizen, Anfeuern und Grundlast.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Heizwert je nach Anteil

Umrechnung: 1 Rm Mischholz (trocken) ≈ 150–190 l Heizöl (je nach Mischung)

Mischwald wald
Ein Mischwald ist ein Wald aus mehreren Baumarten und gilt als besonders stabil und klimaresilient. Im Mischwald wachsen Laub- und Nadelbäume verschiedener Arten zusammen. Diese Vielfalt macht den Wald widerstandsfähiger gegen Sturm, Trockenheit, Schädlinge und Krankheiten, weil nicht alle Arten gleich betroffen sind.

Eigenschaften: Wald aus mehreren Baumarten, Laub- und Nadelbäume, Stabil und klimaresilient, Ökologisch wertvoll.

Verwendung: Klimastabiler Waldbau, Naturschutz, Risikostreuung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Artenanteile in Prozent

Mistel wald
Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der auf Ästen von Bäumen wächst. Misteln wurzeln mit Senkern in die Leitungsbahnen ihres Wirtsbaums und entziehen ihm Wasser und Nährsalze; Photosynthese betreiben sie mit ihren grünen Blättern selbst (Halbschmarotzer). Man unterscheidet vor allem Laubholz-, Kiefern- und Tannenmisteln, je nach Wirt.

Eigenschaften: Immergrüner Halbschmarotzer, Wächst auf Ästen, Entzieht Wasser und Nährsalze, Schwächt bei Massenbefall.

Verwendung: Waldschutz, Baumvitalitätsbeurteilung, Ökologie.

Maßeinheiten: Befall in Anzahl je Baum/Krone · Wirtsbindung je Mistelart

Mittelwald wald
Der Mittelwald ist eine historische Betriebsart, die Ausschlagwald und einzelne Hochbäume kombiniert. Der Mittelwald vereint zwei Schichten: ein niederwaldartiges Unterholz aus Stockausschlag, das in kurzen Abständen für Brenn- und Nutzholz geerntet wird, und einzelne über den Bestand ragende Hochbäume (Überhälter) für Bau- und Wertholz.

Eigenschaften: Ausschlagwald + Überhälter, Zwei Schichten, Brennholz und Wertholz, Artenreich, heute selten.

Verwendung: Historische Waldnutzung, Naturschutz und Biodiversität, Brenn- und Bauholz.

Maßeinheiten: Umtrieb Unterholz: kurz (Jahrzehnte) · Überhälter: mehrere Umtriebe

Mittendurchmesser allgemein
Der Mittendurchmesser ist der Durchmesser eines Stammabschnitts in seiner Mitte und Grundlage der Festmeterberechnung. Zur Volumenberechnung von Rundholz wird der Durchmesser in der Mitte des Stammstücks gemessen. Mit ihm und der Länge wird über die Kreisformel das Volumen in Festmeter ermittelt.

Eigenschaften: Durchmesser in Stammmitte, Grundlage der Fm-Berechnung, Genauer als Zopfmessung, Bestimmt die Stärkeklasse.

Verwendung: Rundholzvermessung, Festmeterberechnung, Stärkesortierung.

Maßeinheiten: Angabe in Zentimetern (cm) · Basis der Kreisformel

Umrechnung: Volumen (Fm) = Länge × Kreisfläche aus dem Mittendurchmesser

Mondholz stammholz
Mondholz ist Holz, das nach altem Brauchtum zu bestimmten Mondphasen eingeschlagen wird. Als Mondholz (Mondphasenholz) bezeichnet man Holz, das nach überlieferten Regeln zu bestimmten Zeiten – meist im Winter bei abnehmendem Mond – gefällt wird. Anhängern zufolge soll solches Holz dauerhafter, rissärmer, weniger schwindend und schwerer entflammbar sein.

Eigenschaften: Nach Mondphasen eingeschlagen, Meist Winter, abnehmender Mond, Angeblich dauerhafter/rissärmer, Wissenschaftlich umstritten.

Verwendung: Traditioneller Holzbau, Instrumentenbau, Nischenvermarktung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Einschlagszeitpunkt · Fällung meist Winter/abnehmender Mond

Mondphasenholz stammholz
Mondphasenholz ist die ausführliche Bezeichnung für nach Mondphasen eingeschlagenes Holz (Mondholz). Der Begriff Mondphasenholz betont den Bezug zur Mondphase beim Einschlag und ist gleichbedeutend mit Mondholz. Die Fälltermine richten sich nach überlieferten Kalenderregeln, die bestimmten Mondphasen und Tierkreiszeichen besondere Wirkungen auf Dauerhaftigkeit, Schwindung und Brennverhalten zuschreiben.

Eigenschaften: Synonym für Mondholz, Einschlag nach Mondphasen, Nach überlieferten Kalenderregeln, Wissenschaftlich umstritten.

Verwendung: Traditioneller Holzbau, Ökologischer Hausbau, Instrumentenbau.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Einschlagszeitpunkt · Nach Mondphasenkalender

Monitoring wald
Monitoring ist die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation von Wald, Bäumen oder Schädlingen. Beim Monitoring werden Zustand und Entwicklung systematisch erfasst – etwa der Gesundheitszustand von Bäumen, die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer oder die Wirkung von Pflegemaßnahmen. Grundlage sind wiederholte Erhebungen nach gleichem Muster.

Eigenschaften: Regelmäßige Beobachtung, Zustand und Entwicklung, Wiederholte Erhebungen, Basis der Früherkennung.

Verwendung: Forstschutz, Baumkontrolle, Waldplanung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Beobachtungsverfahren · Erhebungsintervalle

Motorsäge allgemein
Eine Motorsäge (Kettensäge) ist das wichtigste Werkzeug zum Fällen, Entasten und Ablängen von Holz. Die Motorsäge treibt eine umlaufende Sägekette an und trennt Holz schnell und kraftvoll. Es gibt Benzin- und Akkumodelle in verschiedenen Größen für Fäll-, Pflege- und Brennholzarbeiten.

Eigenschaften: Kettensäge zum Holztrennen, Benzin oder Akku, Für Fällen und Aufarbeiten, Sicherheitsrelevant.

Verwendung: Baumfällung, Entasten und Ablängen, Brennholzaufbereitung.

Maßeinheiten: Schwertlänge in cm · Leistung in kW/ccm

Motorsägen-Grundkurs ausbildung
Der Motorsägen-Grundkurs (Modul A) vermittelt die sichere Handhabung der Motorsäge am liegenden Holz. Der Grundkurs ist der Einstieg in die Motorsägenarbeit. Er umfasst Aufbau, Funktion, Wartung und Schärfen der Säge, persönliche Schutzausrüstung, Schnitttechniken und das sichere Ablängen von liegendem Holz. Baumfällung ist noch nicht Inhalt.

Eigenschaften: Einstieg Motorsägenarbeit (Modul A), Liegendes Holz ablängen, Wartung und Schärfen, PSA, Keine Fällung.

Verwendung: Brennholzaufarbeitung, Ablängen und Entasten, Grundlage für Aufbaumodule.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV 2101-002 Modul A · Abschluss: Teilnahmenachweis Grundkurs

Motorsägenkurs ausbildung
Der Motorsägenkurs ist die sicherheitstechnische Schulung zum Umgang mit der Motorsäge. Der Begriff Motorsägenkurs steht allgemein für die modulare Ausbildung an der Motorsäge nach DGUV-Grundsatz 2101-002. Sie gliedert sich in Module – vom Grundkurs am liegenden Holz (Modul A) über die Baumfällung (Modul B) bis zu Spezialmodulen (Sturmholz, Baumpflege).

Eigenschaften: Modulare Motorsägen-Ausbildung, Nach DGUV 2101-002, Theorie und Praxis, Mit Teilnahmenachweis.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Brennholzaufarbeitung, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV 2101-002 (Module A/B/…) · Abschluss: Teilnahmenachweis

Motorsägenlehrgang ausbildung
Der Motorsägenlehrgang ist die vollständige Ausbildung mit Baumfällung (Modul A und B). Als Motorsägenlehrgang wird meist die Kombination aus Grundkurs (Modul A, liegendes Holz) und dem Aufbaumodul Baumfällung (Modul B) bezeichnet. Der Lehrgang befähigt zur selbstständigen Fällung normal gewachsener Bäume: Fällschnitt-Techniken, Fällkerb, Bruchleiste, Rückweiche und Beurteilung der Fällrichtung.

Eigenschaften: Vollständige Grundausbildung, Modul A + B (Fällung), Fälltechnik und Beurteilung, Basis für Spezialmodule.

Verwendung: Selbstständige Baumfällung, Waldarbeit und Durchforstung, Voraussetzung für Spezialmodule.

Maßeinheiten: Umfang: Modul A + B (DGUV 2101-002) · Abschluss: Teilnahmenachweis Fällung

Motorsägenschein ausbildung
Der Motorsägenschein ist der umgangssprachliche Nachweis über eine absolvierte Motorsägenausbildung. Als Motorsägenschein wird der Teilnahmenachweis eines Motorsägenlehrgangs nach DGUV-Grundsatz 2101-002 bezeichnet. Er dokumentiert die absolvierten Module (z. B. Grundkurs am liegenden Holz, Baumfällung) und ist Voraussetzung für die berufliche Motorsägenarbeit sowie oft für die Brennholz-Selbstwerbung.

Eigenschaften: Nachweis Motorsägenausbildung, Nach DGUV 2101-002, Dokumentiert Module, Für Beruf und Selbstwerbung.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Brennholz-Selbstwerbung, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 2101-002 · Abschluss: Teilnahmenachweis (Module)

Mulchen wald
Mulchen ist das Zerkleinern von Vegetation auf Flächen, wobei das Material als Mulch liegen bleibt. Beim Mulchen werden Gras, Gestrüpp und dünnes Gehölz mit einem Mulchgerät zerkleinert und auf der Fläche belassen. Der Mulch schützt den Boden, hält Feuchtigkeit und unterdrückt unerwünschten Aufwuchs.

Eigenschaften: Zerkleinern von Vegetation, Material bleibt als Mulch, Schützt den Boden, Für die Flächenpflege.

Verwendung: Landschaftspflege, Wege- und Böschungspflege, Flächenräumung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeverfahren · Arbeitsbreite je Gerät

Mulcher allgemein
Ein Mulcher ist eine Maschine, die Bewuchs, Äste und Gehölz zerkleinert und meist auf der Fläche belässt. Mulcher werden an Traktoren oder Baggern angebaut und zerkleinern mit rotierenden Werkzeugen Gras, Sträucher und dünne Bäume. Das feine Material bleibt als Mulch liegen und schützt den Boden.

Eigenschaften: Zerkleinert Bewuchs und Gehölz, Anbau an Traktor/Bagger, Material bleibt als Mulch, Für Flächenpflege.

Verwendung: Landschaftspflege, Wege- und Trassenpflege, Grünflächen.

Maßeinheiten: Arbeitsbreite je Gerät · Kein Holzmaß

N

Nachhaltige Forstwirtschaft wald
Nachhaltige Forstwirtschaft nutzt den Wald so, dass nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst, und seine Funktionen dauerhaft erhalten bleiben. Das Prinzip der Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft: Bereits 1713 formulierte Hans Carl von Carlowitz, dass nur so viel Holz geerntet werden darf, wie nachwächst. Heute umfasst nachhaltige Forstwirtschaft ökonomische, ökologische und soziale Ziele gleichermaßen.

Eigenschaften: Nutzung im Rahmen des Zuwachses, Ursprung 1713 (Carlowitz), Ökonomisch, ökologisch, sozial, Dauerhafte Walderhaltung.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Forstplanung, Zertifizierung.

Maßeinheiten: Nutzung ≤ Zuwachs · Zuwachs in Erntefestmeter/Hektar/Jahr

Umrechnung: Nachhaltig heißt: Einschlag ≤ jährlicher Zuwachs (Efm/ha/Jahr).

Nachsaat garten
Nachsaat ist die ergänzende Aussaat von Rasensamen auf lückigen oder geschädigten Rasenflächen. Mit der Zeit entstehen im Rasen durch Trockenheit, Krankheiten oder Beanspruchung kahle Stellen. Bei der Nachsaat werden diese Lücken mit passendem Rasensamen ergänzt, damit die Fläche wieder dicht und strapazierfähig wird.

Eigenschaften: Ergänzende Rasenaussaat, Auf lückigen Stellen, Für dichten Rasen, Frühjahr oder Spätsommer.

Verwendung: Rasenpflege, Rasenreparatur, Nach dem Vertikutieren.

Maßeinheiten: Saatmenge: ca. 15–25 g je m² · Fläche in m²

Nadelbaum stammholz
Ein Nadelbaum ist ein Baum mit Nadeln, dessen leichtes Holz vor allem als Bauholz und zum Anheizen dient. Zu den Nadelbäumen zählen Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche und Douglasie. Die meisten sind immergrün; ihr Holz ist überwiegend leichter und harzhaltiger als das von Laubbäumen.

Eigenschaften: Baum mit Nadeln, Meist immergrün, Leichtes, harzhaltiges Holz, Wichtigstes Bauholz.

Verwendung: Bauholz, Anheizen, Papier und Werkstoffe.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500–1700 kWh/Rm · Rohdichte niedriger als Hartholz

Umrechnung: 1 Rm Nadelholz (trocken) ≈ 135–150 l Heizöl

Nadelholz brennholz
Nadelholz ist Holz von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder Tanne – leicht, harzreich und gut zum Anheizen geeignet. Nadelhölzer haben eine geringere Dichte als Laubhölzer und damit einen niedrigeren Heizwert je Raummeter. Dafür zünden sie leicht und geben schnell Wärme ab. Der Harzgehalt sorgt für lebhafte Flammen, kann aber Funken schlagen. Nadelholz eignet sich daher besonders für geschlossene Öfen und zum Anheizen, während Hartholz die Grundlast trägt.

Eigenschaften: Holz von Nadelbäumen, Geringe Dichte, leicht, Harzreich, zündet leicht, Kann funken.

Verwendung: Anheizen, Kaminofen (geschlossen), Bauholz.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500–1700 kWh/Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Nadelholz (trocken) ≈ 135–150 l Heizöl · 1 Fm = ca. 1,4 Rm

Nadelholzmischwald wald
Ein Nadelholzmischwald ist ein Mischbestand aus mehreren Nadelbaumarten oder mit überwiegendem Nadelholzanteil. Im Nadelholzmischwald wachsen verschiedene Nadelbaumarten – etwa Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie – gemeinsam oder mit einzelnen Laubbäumen gemischt. Gegenüber dem reinen Fichtenbestand ist ein solcher Mischwald stabiler gegen Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer, weil Risiken auf mehrere Arten verteilt werden.

Eigenschaften: Mischbestand aus Nadelbäumen, z. B. Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Stabiler als Reinbestand, Ziel des Waldumbaus.

Verwendung: Klimaangepasster Waldbau, Risikostreuung, Waldumbau.

Maßeinheiten: Baumartenanteile in Prozent · Fläche in Hektar

Nährstoffversorgung garten
Nährstoffversorgung ist die Bereitstellung wichtiger Mineralstoffe für Pflanzen über Boden und Düngung. Pflanzen brauchen Hauptnährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium), Magnesium und Kalzium sowie Spurenelemente. Diese stammen aus dem Boden und werden über organische oder mineralische Düngung ergänzt. Ein ausgewogenes Angebot fördert Wachstum, Blüte und Gesundheit.

Eigenschaften: Bereitstellung von Nährstoffen, Haupt- und Spurenelemente, Aus Boden und Düngung, Ausgewogen für Gesundheit.

Verwendung: Düngung und Bodenpflege, Gemüse- und Ziergarten, Rasen und Kübel.

Maßeinheiten: Nährstoffe: N, P, K, Mg, Ca · Angabe in mg/100 g Boden

Nahwärme allgemein
Nahwärme ist die leitungsgebundene Wärmeversorgung eines räumlich begrenzten Gebiets aus einer gemeinsamen Heizzentrale. Bei der Nahwärme erzeugt eine zentrale Anlage – oft ein Holzheizwerk – Wärme, die über gedämmte Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden in der Nachbarschaft transportiert wird. Die einzelnen Häuser brauchen keine eigene Heizung, sondern nur eine Übergabestation.

Eigenschaften: Leitungsgebundene Wärme, Aus zentraler Heizzentrale, Kleinräumig (Quartier/Dorf), Häuser mit Übergabestation.

Verwendung: Wohn- und Neubaugebiete, Dörfer und Quartiere, Anschluss an Holzheizwerk.

Maßeinheiten: Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh) · Leistung in Kilowatt (kW)

Nasslager stammholz
Ein Nasslager ist ein Lagerplatz, auf dem Rundholz durch ständige Beregnung frisch und schädlingsfrei gehalten wird. Nach Sturm- oder Käferkalamitäten fällt oft viel Holz auf einmal an. Im Nasslager wird das Rundholz mit Wasser beregnet, sodass es feucht bleibt, nicht reißt, nicht verpilzt und für Insekten uninteressant wird.

Eigenschaften: Beregnetes Rundholzlager, Hält Holz frisch und feucht, Schutz vor Rissen und Insekten, Für Kalamitätsholz.

Verwendung: Sturm- und Käferholzlagerung, Werterhalt von Rundholz, Marktentlastung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Beregnung dauerhaft

Nasslagerung stammholz
Nasslagerung ist die Konservierung von Rundholz durch dauerhafte Befeuchtung (Beregnung oder Wasserlagerung). Bei der Nasslagerung wird Rundholz – besonders Wertholz und Schadholz nach Kalamitäten – durch ständige Beregnung oder Lagerung im Wasser feucht gehalten. Der hohe Wassergehalt entzieht holzzerstörenden Pilzen und Insekten die Lebensgrundlage, sodass das Holz über Monate bis Jahre ohne Qualitätsverlust (Bläue, Fäule, Käfer, Risse) gelagert werden kann.

Eigenschaften: Konservierung durch Befeuchtung, Beregnung oder Wasserlagerung, Schützt vor Pilzen/Insekten/Rissen, Für Wert- und Schadholz.

Verwendung: Schadholzkonservierung, Wertholzlagerung, Marktentlastung.

Maßeinheiten: Lagermenge in Festmeter · Wasserbedarf für Beregnung

Naturverjüngung stammholz
Naturverjüngung ist die natürliche Erneuerung des Waldes aus Samen der vorhandenen Bäume. Bei der Naturverjüngung keimen die Samen des Altbestandes am Boden und bilden von selbst den Jungwuchs. Sie spart Pflanzkosten, erhält die standortangepasste Genetik und fördert stufige, stabile Bestände.

Eigenschaften: Natürliche Walderneuerung, Aus Samen des Altbestandes, Spart Pflanzkosten, Standortangepasst.

Verwendung: Naturnaher Waldbau, Bestandserneuerung, Klimastabile Wälder.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Verjüngung je Fläche

Naturwald wald
Ein Naturwald ist ein aus der forstlichen Nutzung genommener Wald, der sich weitgehend natürlich entwickeln darf. Im Naturwald (Naturwaldreservat, Prozessschutzfläche) wird kein Holz mehr geerntet. Bäume dürfen altern, absterben und zerfallen, wodurch viel Totholz und Lebensraum für seltene Arten entsteht.

Eigenschaften: Aus der Nutzung genommen, Natürliche Entwicklung, Viel Totholz, Gegensatz zum Wirtschaftswald.

Verwendung: Naturschutz und Forschung, Prozessschutz, Referenzflächen.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Totholzvorrat in m³/ha

Nennfeuchte allgemein
Die Nennfeuchte ist der angestrebte oder angegebene Feuchtewert, den Brennholz oder Pellets erreichen sollen. Bei Brennholz liegt die Nennfeuchte üblicherweise bei unter 20 Prozent Restfeuchte, dem Wert für heizfertiges Holz. Bei Pellets ist der Wassergehalt durch Normen wie ENplus klar begrenzt. Die Nennfeuchte dient als Orientierung für Handel und Verbraucher. Der tatsächliche Wert kann je nach Lagerung leicht abweichen und sollte bei Bedarf gemessen werden.

Eigenschaften: Angestrebter Feuchtewert, Brennholz: unter 20 %, Pellets: normgerecht begrenzt, Orientierung für den Handel.

Verwendung: Handelsangabe, Qualitätsvergleich, Ofenbetrieb.

Maßeinheiten: Brennholz: unter 20 % Restfeuchte · Pellets: sehr niedriger Wassergehalt

Neophyten wald
Neophyten sind eingeschleppte, nicht heimische Pflanzenarten, die sich in der heimischen Natur ausbreiten. Neophyten wurden nach 1492 aus anderen Regionen eingeführt und haben sich etabliert. Manche sind harmlos, andere breiten sich invasiv aus und verdrängen heimische Arten, etwa das Drüsige Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich.

Eigenschaften: Nicht heimische Pflanzen, Nach 1492 eingeführt, Teils invasiv, Können heimische Arten verdrängen.

Verwendung: Naturschutz, Landschaftspflege, Artenschutz.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Artengruppe · Befallsflächen in Hektar

Niederwald wald
Der Niederwald ist eine Betriebsart, die den Wald über Stockausschlag in kurzen Umtriebszeiten nutzt. Im Niederwald werden Laubbäume dicht über dem Boden abgesägt; aus den Stöcken treiben neue Stämme aus (vegetative Verjüngung). In kurzen Abständen (oft 15–40 Jahre) wird das dünne Holz als Brenn-, Gerb- oder Stangenholz geerntet.

Eigenschaften: Nutzung über Stockausschlag, Kurze Umtriebszeit, Brenn- und Stangenholz, Kein Starkholz.

Verwendung: Energie- und Brennholz, Historische Waldnutzung, Kurzumtriebsplantagen.

Maßeinheiten: Umtriebszeit oft 15–40 Jahre · Ertrag in Rm/ha

Nut-und-Feder schnittholz
Nut-und-Feder ist eine Verbindungsart, bei der eine Feder des einen Brettes in die Nut des Nachbarbrettes greift. Bei Nut-und-Feder-Brettern hat jede Längskante entweder eine Nut (Vertiefung) oder eine Feder (Vorsprung). Ineinandergesteckt ergeben sie flächige, fugendichte und stabile Verkleidungen und Böden.

Eigenschaften: Nut an einer, Feder an anderer Kante, Bretter greifen ineinander, Fugendichte Fläche, Verdeckte Befestigung möglich.

Verwendung: Wand- und Deckenverkleidung, Dielenböden, Dachschalung.

Maßeinheiten: Profilmaße je Produkt · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Nutzholz stammholz
Nutzholz ist Holz, das stofflich verarbeitet wird – zu Bau-, Möbel- oder Werkholz – im Unterschied zum Brennholz. Als Nutzholz bezeichnet man Holz, das nicht verbrannt, sondern zu Produkten verarbeitet wird: Bauholz, Möbelholz, Furnier und Werkholz. Es stellt höhere Anforderungen an Qualität, Maß und Astfreiheit als Brennholz.

Eigenschaften: Stofflich verarbeitetes Holz, Bau-, Möbel-, Werkholz, Höhere Qualitätsanforderung, Gegensatz zum Brennholz.

Verwendung: Bau- und Möbelholz, Furnier und Werkholz, Hochwertige Produkte.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Qualitätssortierung

Umrechnung: 1 Fm Nutzholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Nutzholzsortierung schnittholz
Die Nutzholzsortierung teilt Holz nach seiner Eignung als Nutzholz (Bau-, Werk- und Industrieholz) in Güte- und Verwendungsklassen ein. Nutzholz ist Holz, das stofflich verwertet wird (im Gegensatz zu Energie-/Brennholz). Bei der Nutzholzsortierung wird Rund- und Schnittholz nach Stärke, Länge, Geradheit, Ästigkeit, Fäule und weiteren Merkmalen bewertet und den Verwendungen (Furnier, Bauholz, Industrieholz, Verpackung) zugeordnet.

Eigenschaften: Sortierung von Nutzholz, Nach Güte und Verwendung, Furnier, Bau-, Industrieholz, Grundlage von Preis und Absatz.

Verwendung: Holzhandel und -verwertung, Sägewerk, Preisbildung.

Maßeinheiten: Güteklassen A–D · Stärkeklassen nach Zopf

Nutzungsklasse schnittholz
Die Nutzungsklasse (Gebrauchsklasse) beschreibt die Feuchtebeanspruchung, der ein Holzbauteil im Einsatz ausgesetzt ist. Im Holzbau ordnet man Bauteile nach der zu erwartenden Holzfeuchte bzw. Feuchtebeanspruchung Nutzungsklassen zu (NKL 1–3 nach Eurocode 5): NKL 1 = beheizter Innenraum (trocken), NKL 2 = überdachte, offene Bereiche, NKL 3 = frei bewitterte Bauteile. Sie beeinflussen Festigkeitswerte und Verformung.

Eigenschaften: Feuchtebeanspruchung eines Bauteils, NKL 1–3 (Eurocode 5), Holzschutz: Gebrauchsklassen GK 1–5, Steuert Material und Schutz.

Verwendung: Holzbau-Bemessung, Holzschutzplanung, Materialwahl.

Maßeinheiten: NKL 1–3 (Nutzungsklasse) · GK 1–5 (Gebrauchsklasse Holzschutz)

O

Oberhöhe wald
Die Oberhöhe ist die mittlere Höhe der stärksten (höchsten) Bäume eines Bestandes und dient der Bonitierung. Die Oberhöhe wird als Mittelwert der Höhen der stärksten Bäume je Fläche bestimmt (z. B. der 100 stärksten Bäume je Hektar). Sie ist wenig von der Durchforstung beeinflusst und deshalb ein guter Maßstab für die Standortgüte: Aus Oberhöhe und Alter wird über Ertragstafeln die Ertragsklasse (Bonität) abgeleitet.

Eigenschaften: Mittlere Höhe der stärksten Bäume, z. B. 100 Stärkste je Hektar, Wenig durchforstungsabhängig, Basis der Bonitierung.

Verwendung: Bonitierung, Forsteinrichtung, Ertragsprognose.

Maßeinheiten: Oberhöhe in Meter (m) · Bezug: stärkste Bäume/ha

Obstbaumschnitt wald
Der Obstbaumschnitt ist der Pflegeschnitt an Obstbäumen zur Förderung von Gesundheit, Ertrag und Standfestigkeit. Beim Obstbaumschnitt werden Krone ausgelichtet, steile Konkurrenztriebe und Wasserschosse entfernt und der Baum in eine tragfähige Form gebracht. Man unterscheidet Erziehungs-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt.

Eigenschaften: Pflegeschnitt an Obstbäumen, Auslichten und Formen, Erziehung, Erhaltung, Verjüngung, Fördert Gesundheit und Ertrag.

Verwendung: Obst- und Gartenbau, Streuobstpflege, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeschnitt · Astdurchmesser beim Schnitt

Obstbaumschnitt-Lehrgang ausbildung
Der Obstbaumschnitt-Lehrgang vermittelt den fachgerechten Schnitt von Obstbäumen für Ertrag und Gesundheit. Im Obstbaumschnitt-Lehrgang lernen Teilnehmer den Aufbau-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt von Obstgehölzen: Kronenaufbau, Fruchtholzpflege, Auslichtung, Werkzeug und den richtigen Zeitpunkt. Die Kurse richten sich an GaLaBau-Fachkräfte, Streuobstpfleger und Gartenbesitzer.

Eigenschaften: Fachgerechter Obstbaumschnitt, Aufbau-, Erhaltungs-, Verjüngungsschnitt, Fruchtholz und Auslichtung, Für Ertrag und Gesundheit.

Verwendung: Streuobst- und Gartenpflege, Garten- und Landschaftsbau, Hobbygärtner.

Maßeinheiten: Umfang: Tages-/Wochenendkurse · Abschluss: Teilnahmenachweis

Ofen allgemein
Ein Ofen ist eine Feuerstätte, die durch Verbrennung von Holz oder anderem Brennstoff Wärme für Räume liefert. Holzöfen gibt es in vielen Bauarten: Kaminöfen, Kachelöfen, Dauerbrand- und Pelletöfen. Sie verbrennen den Brennstoff in einer Brennkammer und geben die Wärme als Strahlung und Konvektion ab.

Eigenschaften: Feuerstätte für Wärme, Verschiedene Bauarten, Strahlung und Konvektion, Braucht trockenes Holz.

Verwendung: Wohnraumheizung, Zusatzheizung, Gemütliches Feuer.

Maßeinheiten: Nennwärmeleistung in kW · Optimale Holzfeuchte: unter 20 %

Ofenfertig brennholz
Ofenfertig bezeichnet Brennholz, das gesägt, gespalten und getrocknet ist und sofort verheizt werden kann. Ofenfertiges Holz hat die passende Scheitlänge für den Ofen und eine Restfeuchte unter 20 Prozent. Es muss vom Käufer nicht mehr bearbeitet oder lange gelagert werden. Diese Bequemlichkeit hat ihren Preis: ofenfertiges Holz ist teurer als Meterholz oder frisches Holz, dafür aber sofort einsetzbar.

Eigenschaften: Gesägt und gespalten, Getrocknet unter 20 %, Passende Scheitlänge, Sofort verwendbar.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Sofortiger Bedarf.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 cm gängig · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm ofenfertig geschichtet = ca. 0,7 Fm reines Holz

Ofenholz brennholz
Ofenholz ist Brennholz, das speziell für Kamin- und Holzöfen zugeschnitten ist. Der Begriff Ofenholz wird meist gleichbedeutend mit Kaminholz verwendet und meint trockenes, gespaltenes Holz in ofengerechter Länge. Für den sauberen Betrieb gilt auch hier: Restfeuchte unter 20 Prozent und naturbelassenes Holz. Hartholz sorgt für lange Glut, Nadelholz für schnelle Wärme.

Eigenschaften: Für Öfen zugeschnitten, Trocken und gespalten, Ofengerechte Länge, Naturbelassen.

Verwendung: Kaminofen, Holzofen, Kachelofen.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 cm gängig · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm geschichtet ≈ 1,4 Srm lose

Ofenlänge brennholz
Die Ofenlänge ist die für einen bestimmten Ofen passende Scheitlänge des Brennholzes. Mit Ofenlänge ist das Brennholz gemeint, das genau auf die Brennkammer eines Ofens zugeschnitten ist – üblicherweise 25 oder 33 Zentimeter. Kleinere Kaminöfen brauchen kürzere, große Kachel- und Dauerbrandöfen längere Scheite.

Eigenschaften: Passende Scheitlänge je Ofen, Meist 25 oder 33 cm, Kleine Öfen: kürzer, Große Öfen: länger.

Verwendung: Brennholzkauf, Kaminofen und Kachelofen, Ofenfertige Ware.

Maßeinheiten: Gängig: 25 / 33 cm · Ca. 5 cm unter Brennkammer

Ofenscheit brennholz
Ein Ofenscheit ist ein auf Ofenmaß gesägtes und gespaltenes Holzstück, das genau in die Brennkammer passt. Ofenscheite sind kürzer als Meterholz und auf die jeweilige Ofengröße abgestimmt, meist 25 oder 33 Zentimeter. Durch das Spalten trocknen und brennen sie besser. Die richtige Scheitgröße ist wichtig für einen sauberen Abbrand: zu große Scheite passen schlecht, zu kleine brennen zu schnell ab.

Eigenschaften: Auf Ofenmaß gesägt, Gespalten, Meist 25 oder 33 cm, Passt in die Brennkammer.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Kleine Brennkammern.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 cm · Kantenmaß gespalten: ca. 6–10 cm

Umrechnung: 1 Rm Ofenscheite geschichtet = ca. 0,7 Fm reines Holz

Ofentrocken brennholz
Ofentrocken bezeichnet Brennholz, das mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent sofort ofenfertig ist. Ofentrockenes Holz hat die für sauberes Heizen nötige niedrige Restfeuchte erreicht. Es entzündet sich leicht, brennt mit vollem Heizwert und hellem Flammenbild und schont Ofen und Schornstein.

Eigenschaften: Restfeuchte unter 20 %, Sofort ofenfertig, Voller Heizwert, Leicht entzündlich.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Sofortiger Bedarf.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Messung mit Feuchtemessgerät

Umrechnung: 1 Rm ofentrockene Buche ≈ 200 l Heizöl

Ökofläche wald
Eine Ökofläche ist eine Fläche, die für Naturschutz und ökologischen Ausgleich bereitgestellt oder aufgewertet wird. Ökoflächen (Ausgleichs-, Ersatz- oder Kompensationsflächen) dienen dem Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft (naturschutzrechtliche Eingriffsregelung) oder werden für ein Ökokonto gezielt ökologisch aufgewertet. Im Wald und in der Landschaft können das Altholz- und Totholzflächen, Waldränder, Feuchtbiotope, extensiv gepflegte Flächen oder aus der Nutzung genommene Bereiche sein.

Eigenschaften: Fläche für Naturschutz/Ausgleich, Ausgleichs-/Ersatz-/Ökokontofläche, Ökologisch aufgewertet, Aus der Nutzung genommen o. extensiv.

Verwendung: Naturschutz und Eingriffsausgleich, Ökokonto, Biotopvernetzung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar/Ar · Ökopunkte je Aufwertung

Ökokonto wald
Ein Ökokonto ist ein System zur Erfassung und Bevorratung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft. Auf dem Ökokonto werden freiwillig durchgeführte Aufwertungsmaßnahmen – etwa Aufforstung, Renaturierung oder Biotopanlage – als Guthaben gutgeschrieben. Bei späteren Eingriffen kann dieses Guthaben als naturschutzrechtlicher Ausgleich verwendet werden.

Eigenschaften: System für Ausgleichsmaßnahmen, Aufwertung als Guthaben, Für spätere Eingriffe nutzbar, Zeitlich vorgezogen.

Verwendung: Naturschutzrecht, Eingriffsregelung, Kompensation.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Kompensationssystem · Guthaben in Ökopunkten/Fläche

Organischer Dünger garten
Organischer Dünger ist ein natürlicher Dünger aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen. Zu den organischen Düngern zählen Kompost, Mist, Hornspäne, Hornmehl, Gründüngung und Pflanzenjauchen. Sie geben ihre Nährstoffe langsam ab, fördern das Bodenleben und verbessern langfristig die Bodenstruktur.

Eigenschaften: Natürlicher Dünger, Pflanzlich oder tierisch, Langsame Nährstoffabgabe, Fördert das Bodenleben.

Verwendung: Gemüse- und Ziergarten, Bodenverbesserung, Nachhaltige Düngung.

Maßeinheiten: Nährstoffgehalt je Dünger verschieden · Gabe in g/Liter je m²

OSB-Platte schnittholz
Eine OSB-Platte ist ein Holzwerkstoff aus großen, ausgerichteten Holzspänen (Oriented Strand Board) für Bau und Ausbau. OSB-Platten bestehen aus großen, in Schichten ausgerichteten Holzspänen, die mit Bindemitteln verpresst werden. Sie sind tragfähig, formstabil und günstig und werden für Beplankungen, Unterböden, Wände und Dächer verwendet.

Eigenschaften: Ausgerichtete Holzspäne, Verpresst mit Bindemitteln, Tragfähig und formstabil, Günstig.

Verwendung: Beplankung und Unterböden, Wände und Dächer, Verpackung.

Maßeinheiten: Plattendicke in mm · Formate genormt

P

P16 hackschnitzel
P16 ist eine Korngrößenklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225 mit überwiegend feiner Körnung. Die Klasse P16S (kurz P16) bezeichnet feine Hackschnitzel, bei denen der überwiegende Anteil der Partikel eine Größe bis rund 16 Millimeter hat. Solches feines, gleichmäßiges Hackgut eignet sich für kleine, automatische Feuerungen mit empfindlicher Förderung und Austragung.

Eigenschaften: Feine Hackschnitzel-Klasse (ISO 17225), Partikel überwiegend bis ~16 mm, Für kleine Automatikanlagen, Gleichmäßig und förderfreundlich.

Verwendung: Kleine Hackgutkessel, Anlagen mit feiner Förderung, Wohnhaus-Feuerungen.

Maßeinheiten: Korngrößenklasse P16S (ISO 17225) · Hauptfraktion bis ~16 mm

P31 hackschnitzel
P31 ist eine mittlere Korngrößenklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225. Die Klasse P31S (kurz P31) bezeichnet Hackschnitzel mittlerer Körnung, bei denen der Hauptanteil der Partikel bis rund 31 Millimeter groß ist. Diese Körnung ist ein verbreiteter Standard für mittlere und größere automatische Hackgutfeuerungen.

Eigenschaften: Mittlere Hackschnitzel-Klasse (ISO 17225), Partikel überwiegend bis ~31 mm, Verbreiteter Standard, Für mittlere/größere Anlagen.

Verwendung: Mittlere Hackgutkessel, Landwirtschaft und Gewerbe, Nahwärmeheizwerke.

Maßeinheiten: Korngrößenklasse P31S (ISO 17225) · Hauptfraktion bis ~31 mm

P45 hackschnitzel
P45 ist eine grobe Korngrößenklasse für Hackschnitzel nach ISO 17225. Die Klasse P45S (kurz P45) bezeichnet grobe Hackschnitzel, bei denen der Hauptanteil der Partikel bis rund 45 Millimeter groß ist. Solch grobes Hackgut eignet sich für große, robuste Feuerungen und Heizwerke mit leistungsfähiger Förder- und Austragungstechnik.

Eigenschaften: Grobe Hackschnitzel-Klasse (ISO 17225), Partikel überwiegend bis ~45 mm, Für große, robuste Anlagen, Günstiger herzustellen.

Verwendung: Große Hackgutkessel, Heizwerke und Nahwärme, Robuste Feuerungen.

Maßeinheiten: Korngrößenklasse P45S (ISO 17225) · Hauptfraktion bis ~45 mm

Palette brennholz
Eine Palette ist eine Transport- und Verpackungseinheit, auf der Brennholz gestapelt geliefert und gelagert werden kann. Brennholz wird oft auf Paletten gestapelt und in Folie oder Netz verpackt geliefert. Das erleichtert Transport, Stapeln und Trocknung, weil das Holz Bodenabstand hat. Beim Kauf ist die tatsächliche Holzmenge je Palette entscheidend, da Stapelhöhe und Schichtung variieren. Für den Preisvergleich sollte man in Raummeter umrechnen.

Eigenschaften: Transport- und Lagereinheit, Holz gestapelt aufgesetzt, Bodenabstand fördert Trocknung, Menge je Palette variiert.

Verwendung: Lieferung, Lagerung, Trocknung mit Bodenabstand.

Maßeinheiten: Füllmenge: je nach Stapelhöhe · Umrechnung: in Raummeter (Rm)

Umrechnung: 1 gestapelte Palette entspricht je nach Höhe ca. 0,5–1 Rm (nachfragen)

Pappel brennholz
Die Pappel ist ein schnellwüchsiger Laubbaum mit leichtem Holz, das als Brennholz nur einen geringen Heizwert hat. Pappeln wachsen sehr schnell und liefern ein leichtes, weiches Holz. Als Brennholz brennt es rasch ab und hat wegen der geringen Dichte einen niedrigen Heizwert je Raummeter – eher zum Anheizen als für die Grundlast geeignet.

Eigenschaften: Schnellwüchsiger Laubbaum, Leichtes, weiches Holz, Geringer Heizwert, Rasch abbrennend.

Verwendung: Anheizen, Verpackung und Sperrholz, Energieholzplantagen.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1200 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Pappel (trocken) ≈ 110–120 l Heizöl (Richtwert)

PEFC wald
PEFC ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Holzkette. PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) bescheinigt, dass Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Zertifiziert werden Waldbetriebe nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien; eine Produktkettenzertifizierung (Chain of Custody) verfolgt das Holz bis zum Endprodukt.

Eigenschaften: Waldzertifizierung, Nachhaltigkeitsnachweis, Chain of Custody, In Deutschland weit verbreitet.

Verwendung: Zertifizierung von Waldbetrieben, Holzhandel und Produkte, Nachhaltigkeitsnachweis.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Zertifizierungsstandard · Gültigkeit über Auditzyklen

Pelletbunker pellets
Ein Pelletbunker ist ein Lagerraum oder Behälter zur Bevorratung von Holzpellets für die Heizung. Der Pelletbunker bevorratet den Jahres- oder Halbjahresvorrat an Pellets in unmittelbarer Nähe zur Heizung. Ausführungen reichen vom gemauerten Bunkerraum mit Schrägboden über Gewebetanks (Sacksilos) bis zu Fertigbehältern. Über Einblasstutzen wird er per Tankwagen befüllt.

Eigenschaften: Lagerraum/Behälter für Pellets, Nahe der Heizung, Befüllung per Tankwagen, Trocken und ausreichend groß.

Verwendung: Pelletheizung, Jahresbevorratung, Automatische Beschickung.

Maßeinheiten: Volumen in Kubikmeter (~0,9 m³ je kW) · 1 t Pellets ≈ 1,5 m³

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Bunkervolumen.

Pelletfeinanteil pellets
Der Pelletfeinanteil ist der Anteil an Staub und Bruch in einer Pelletlieferung. Beim Transport und der Förderung von Pellets entsteht durch Abrieb feiner Staub und Bruch. Ein hoher Feinanteil kann die Austragung stören, die Verbrennung verschlechtern und die Anlage verstauben. Qualitätsnormen wie ENplus begrenzen den Feinanteil (bei ENplus A1 auf maximal 1 Prozent bei Auslieferung).

Eigenschaften: Staub- und Bruchanteil, Entsteht durch Abrieb, Stört Austragung und Verbrennung, Durch Normen begrenzt.

Verwendung: Qualitätsbewertung, Anlagenschutz, Wareneingangskontrolle.

Maßeinheiten: Feinanteil in Massenprozent (%) · ENplus A1: max. 1 % bei Auslieferung

Pelletförderung pellets
Die Pelletförderung ist der automatische Transport von Holzpellets aus dem Lager zum Kessel. Damit ein Pelletkessel automatisch arbeitet, müssen die Pellets aus dem Lagerraum zur Feuerung befördert werden. Üblich sind Saugsysteme (pneumatisch über Schläuche) und Schneckensysteme (mechanisch über Förderschnecken).

Eigenschaften: Automatischer Transport zum Kessel, Saug- oder Schneckensystem, Abhängig von Lager und Distanz, Muss pelletschonend sein.

Verwendung: Pelletheizungen, Lager-zu-Kessel-Transport, Automatikbetrieb.

Maßeinheiten: Fördermenge in Kilogramm/Stunde (kg/h) · Distanz in Meter (m)

Pelletheizung pellets
Eine Pelletheizung ist eine automatische Holzheizung, die Holzpellets als Brennstoff nutzt. Die Pelletheizung fördert die Pellets automatisch aus dem Lager in den Kessel und verbrennt sie effizient und emissionsarm. Sie erreicht einen hohen Bedienkomfort, vergleichbar mit Öl- oder Gasheizungen, oft mit Pufferspeicher.

Eigenschaften: Automatische Holzheizung, Nutzt Pellets, Hoher Komfort, Emissionsarm.

Verwendung: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ganzhausheizung, Warmwasser.

Maßeinheiten: Kesselleistung in kW · Brennstoff: Pellets ENplus A1

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl

Pelletkessel pellets
Ein Pelletkessel ist der Heizkessel einer Pelletheizung, der Holzpellets automatisch verbrennt. Der Pelletkessel wird über eine Förderschnecke oder Saugleitung aus dem Pelletlager beschickt und zündet die Pellets selbsttätig. Moderne Kessel modulieren die Leistung, reinigen sich teilweise selbst und erreichen hohe Wirkungsgrade.

Eigenschaften: Kessel der Pelletheizung, Automatische Beschickung, Selbstzündung, Hoher Wirkungsgrad.

Verwendung: Zentralheizung mit Pellets, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ganzhausheizung.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt (kW) · Brennstoff: Pellets ENplus A1

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl

Pelletlager pellets
Ein Pelletlager ist der trockene Raum oder Behälter, aus dem Pellets automatisch zur Heizung gefördert werden. Das Pelletlager muss absolut trocken sein, weil Pellets bei Feuchtigkeit zerfallen. Verbreitet sind Lagerräume, Gewebetanks (Silos) und Erdtanks mit automatischer Austragung per Schnecke oder Saugsystem.

Eigenschaften: Trockener Lagerraum/Tank, Automatische Austragung, Schnecke oder Saugsystem, Nach Jahresbedarf.

Verwendung: Pelletheizungen, Bevorratung, Einblaslieferung.

Maßeinheiten: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagerraum · Schüttgewicht 650–730 kg/m³

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ · 1 Palette ≈ 975 kg

Pelletlagerraum pellets
Ein Pelletlagerraum ist der bauliche Raum oder Behälter zur Bevorratung von Holzpellets. Der Pelletlagerraum bevorratet den Jahres- oder Halbjahresbedarf an Pellets. Möglich sind gemauerte Lagerräume mit Schrägboden, Gewebetanks (Sacksilos) oder unterirdische Erdtanks. Wichtig sind Trockenheit, Einblasstutzen für die Befüllung per Tankwagen und ausreichende Größe.

Eigenschaften: Bevorratung von Pellets, Lagerraum, Sacksilo oder Erdtank, Trocken und befüllbar, Ca. 0,9 m³ je kW Heizlast.

Verwendung: Pelletheizung, Jahresvorrat, Tankwagen-Befüllung.

Maßeinheiten: Lagervolumen in Kubikmeter (m³) · Faustwert: ~0,9 m³ je kW

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagervolumen

Pelletlieferung pellets
Die Pelletlieferung ist die Zustellung von Holzpellets als lose Einblasware, in Säcken oder auf Paletten. Lose Pellets werden mit einem Silo-Lkw geliefert und über einen Schlauch in das Pelletlager eingeblasen. Sackware und Paletten eignen sich für kleinere Mengen oder Pelletöfen.

Eigenschaften: Zustellung von Pellets, Lose per Silo-Lkw eingeblasen, Auch Sack- und Palettenware, Mengenabhängiger Preis.

Verwendung: Pelletheizungen, Pelletöfen, Bevorratung.

Maßeinheiten: 1 Sack = 15 kg · 1 Palette ≈ 975 kg · Lose: Tonnenpreis

Umrechnung: 1 t ≈ 66,7 Säcke à 15 kg · 1 t ≈ 1,5 m³ Lagerraum

Pelletproduktion pellets
Die Pelletproduktion ist die Herstellung von Holzpellets aus getrockneten, zerkleinerten Sägespänen unter hohem Druck. Bei der Produktion werden Säge- und Hobelspäne getrocknet, fein gemahlen und in einer Presse durch Matrizen zu 6-mm-Zylindern gepresst. Das holzeigene Lignin bindet die Pellets ohne Zusatz von Klebstoff.

Eigenschaften: Herstellung aus Sägespänen, Trocknen, Mahlen, Pressen, Bindung durch Lignin, Ohne Klebstoff.

Verwendung: Pelletindustrie, Sägewerks-Nebenprodukte, Energieholzverwertung.

Maßeinheiten: Durchmesser meist 6 mm · Schüttgewicht 650–730 kg/m³

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagerraum

Pelletqualität pellets
Die Pelletqualität beschreibt Heizwert, Wassergehalt, Aschegehalt und Abrieb von Holzpellets. Hochwertige Pellets haben einen hohen Heizwert, sehr niedrigen Wassergehalt, geringen Aschegehalt und wenig Abrieb (Feinanteil). Solche Pellets verbrennen sauber und laufen störungsfrei durch die Förderung.

Eigenschaften: Heizwert, Feuchte, Asche, Abrieb, Nach Normen geprüft, ENplus A1 / DINplus, Für sauberen Betrieb.

Verwendung: Pelletkauf, Heizungsbetrieb, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Aschegehalt A1: unter 0,7 % · Durchmesser meist 6 mm

Pelletrohstoff pellets
Pelletrohstoff ist das Holzmaterial, aus dem Holzpellets gepresst werden – vor allem Säge- und Hobelspäne. Für die Pelletproduktion werden meist trockene Rest- und Nebenprodukte der Holzindustrie wie Sägemehl, Hobel- und Sägespäne verwendet. Das Material wird getrocknet, zerkleinert und unter hohem Druck zu Pellets gepresst. In der Regel kommen keine Bindemittel zum Einsatz; das holzeigene Lignin hält die Pellets zusammen. Hochwertige Rohstoffe sind Voraussetzung für zertifizierte Pellets mit niedrigem Aschegehalt.

Eigenschaften: Säge- und Hobelspäne, Rest- und Nebenprodukte, Ohne Bindemittel gepresst, Basis zertifizierter Pellets.

Verwendung: Pelletproduktion, Holzindustrie-Verwertung, Energieholz.

Maßeinheiten: Verarbeitung: gepresst zu 6 mm Pellets · Rohstofffeuchte niedrig gehalten

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 1,5 m³ Lagervolumen (Schüttgewicht 650–730 kg/m³)

Pellets pellets
Pellets sind kleine, gepresste Zylinder aus trockenen Sägespänen und ein genormter, automatisch förderbarer Holzbrennstoff. Holzpellets werden aus naturbelassenen Säge- und Hobelspänen ohne Bindemittel gepresst. Sie haben einen sehr niedrigen Wassergehalt, einen hohen, gleichbleibenden Heizwert und werden nach Normen wie ENplus zertifiziert.

Eigenschaften: Gepresste Sägespäne, Ohne Bindemittel, Sehr niedriger Wassergehalt, Genormt (ENplus).

Verwendung: Pelletheizungen, Pelletöfen, Automatische Feuerungen.

Maßeinheiten: 1 Sack = 15 kg · 1 Palette ≈ 975 kg · 1 t ≈ 1,5 m³ Lagerraum

Umrechnung: 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl · 1 Rm Buche ≈ 400 kg Pellets (energetisch)

Pelletsack pellets
Ein Pelletsack ist die abgepackte Verkaufseinheit für Holzpellets, meist mit 15 Kilogramm Inhalt. Pelletsäcke enthalten üblicherweise 15 kg genormte Pellets und eignen sich für Pelletöfen oder kleine Mengen. Mehrere Säcke werden auf einer Palette verkauft, meist rund 65 Säcke entsprechend etwa 975 kg.

Eigenschaften: Abgepackte Pellets, Meist 15 kg je Sack, Für Öfen und kleine Mengen, Palettenweise erhältlich.

Verwendung: Pelletöfen, Kleinere Mengen, Bevorratung im Sack.

Maßeinheiten: 1 Sack = 15 kg · 1 Palette ≈ 65 Säcke ≈ 975 kg

Umrechnung: 1 t ≈ 66,7 Säcke à 15 kg

Pergola garten
Eine Pergola ist ein offenes Rankgerüst oder ein Säulengang für Kletterpflanzen und als Sitzplatzüberdachung. Die Pergola aus Holz, Metall oder Stein dient als Rankhilfe für Kletterpflanzen wie Wein, Rosen oder Blauregen und schafft einen begrünten, schattigen Sitz- oder Durchgangsbereich. Sie strukturiert den Garten und verbindet Bereiche.

Eigenschaften: Offenes Rankgerüst, Aus Holz, Metall oder Stein, Rankhilfe und Schattenspender, Strukturiert den Garten.

Verwendung: Sitzplatz und Terrasse, Begrünung mit Kletterpflanzen, Gartengestaltung.

Maßeinheiten: Höhe/Breite in Metern · Kein Handelsmaß

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ausbildung
Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) umfasst alle am Körper getragenen Schutzmittel gegen Arbeitsgefahren. PSA schützt Beschäftigte dort, wo Gefährdungen nicht anders vermieden werden können. In Forst und Baumpflege gehören dazu Schnittschutzhose, Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzstiefel und -handschuhe, Signalkleidung sowie beim Klettern PSA gegen Absturz (Klettergurt, Seile).

Eigenschaften: Körpernahe Schutzausrüstung, Schnittschutz, Helm, Stiefel, Absturzschutz beim Klettern, Bereitstellungs- und Tragepflicht.

Verwendung: Forst- und Baumarbeit, Motorsägeneinsatz, Höhen- und Kletterarbeit.

Maßeinheiten: Grundlage: PSA-Benutzungsverordnung · Prüfung: PSA gegen Absturz regelmäßig

Pfahlwurzel wald
Eine Pfahlwurzel ist ein tief in den Boden reichendes, senkrechtes Wurzelsystem vieler Baumarten. Bäume mit Pfahlwurzel wie Eiche, Tanne oder Kiefer bilden eine kräftige, tief reichende Hauptwurzel. Sie verankert den Baum besonders stabil und erschließt Wasser aus tieferen Bodenschichten, was in Trockenphasen vorteilhaft ist.

Eigenschaften: Tiefe, senkrechte Hauptwurzel, Bei Eiche, Tanne, Kiefer u. a., Sehr stabile Verankerung, Erschließt tiefes Wasser.

Verwendung: Standsicherheit, Trockenheitstoleranz, Waldbau und Artenwahl.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Wurzeltyp · Wurzeltiefe je Art/Standort

Pflanzabstand wald
Der Pflanzabstand ist der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen bei der Neubegründung eines Bestandes. Der Pflanzabstand (zusammen mit dem Reihenabstand) bestimmt die Pflanzenzahl je Hektar und damit die Ausgangsdichte des Bestandes. Enge Abstände fördern rasches Höhenwachstum, natürliche Astreinigung und Auswahlmöglichkeiten, kosten aber mehr Pflanzen und Pflege. Weite Abstände sparen Kosten, führen aber zu gröberen Ästen und weniger Auslese.

Eigenschaften: Abstand zwischen den Pflanzen, Bestimmt die Pflanzenzahl/ha, Eng: Astreinigung/Auslese, Weit: günstiger, gröbere Äste.

Verwendung: Bestandesbegründung, Pflanzplanung, Wertholzstrategie.

Maßeinheiten: Pflanzabstand in Meter · Pflanzenzahl je Hektar

Umrechnung: Pflanzenzahl/ha ≈ 10.000 / (Reihenabstand × Pflanzabstand in m).

Pflanzenschutz garten
Pflanzenschutz umfasst Maßnahmen gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter an Pflanzen. Zum Pflanzenschutz gehören vorbeugende Maßnahmen (gesunde Sorten, guter Standort, Nützlingsförderung), mechanische und biologische Verfahren sowie – als letztes Mittel – der gezielte Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel.

Eigenschaften: Schutz vor Krankheiten und Schädlingen, Vorbeugend, mechanisch, biologisch, Chemie als letztes Mittel, Nützlinge fördern.

Verwendung: Gemüse- und Ziergarten, Obstbau, Gesunderhaltung von Pflanzen.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schutzmaßnahmen · Dosierung je Mittel

Pflanzenschutz-Sachkunde ausbildung
Die Pflanzenschutz-Sachkunde ist der gesetzlich vorgeschriebene Nachweis für den beruflichen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Wer Pflanzenschutzmittel beruflich anwendet, berät oder abgibt, benötigt nach dem Pflanzenschutzgesetz einen Sachkundenachweis. Er wird über eine einschlägige Ausbildung oder eine gesonderte Prüfung erworben und umfasst Mittel- und Anwendungskunde, Umwelt- und Anwenderschutz sowie rechtliche Grundlagen.

Eigenschaften: Nachweis Pflanzenschutzmittel, Pflicht nach PflSchG, Prüfung + Fortbildung (alle 3 J.), Umwelt- und Anwenderschutz.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Baumpflege und Landwirtschaft, Beratung und Abgabe.

Maßeinheiten: Grundlage: Pflanzenschutzgesetz · Fortbildung: alle 3 Jahre

Pflanzgut wald
Pflanzgut sind die zur Anpflanzung bestimmten jungen Bäume (Forstpflanzen) samt Wurzelwerk. Als Pflanzgut bezeichnet man die in Baumschulen herangezogenen Jungpflanzen, die zur Bestandesbegründung oder zum Waldumbau ausgepflanzt werden. Man unterscheidet wurzelnackte Pflanzen und Containerpflanzen (mit Ballen) sowie verschiedene Sortimente nach Alter und Größe (z. B. 2-jährige Sämlinge, verschulte Pflanzen).

Eigenschaften: Junge Forstpflanzen zum Auspflanzen, Wurzelnackt oder Containerware, Herkunftsgesichert, Grundlage stabiler Bestände.

Verwendung: Bestandesbegründung, Waldumbau und Aufforstung, Garten- und Landschaftsbau.

Maßeinheiten: Sortiment nach Alter/Größe · Herkunft nach FoVG

Pflanzholz wald
Ein Pflanzholz ist ein spitzes Handwerkzeug zum Setzen von Forstpflanzen. Das Pflanzholz (Pflanzstab, Setzholz) ist ein einfacher, spitz zulaufender Holz- oder Metallstab, mit dem beim Pflanzen ein Loch in den Boden gestoßen und die Wurzel der Jungpflanze eingesetzt wird. Es eignet sich vor allem für kleinere, wurzelnackte Pflanzen und lockere Böden.

Eigenschaften: Spitzes Pflanzwerkzeug (Setzstab), Für wurzelnackte Jungpflanzen, Für lockere Böden, Wurzeln nicht verkrümmen.

Verwendung: Forstpflanzung, Aufforstung, Garten- und Landschaftsbau.

Maßeinheiten: Länge in Zentimeter · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Pflanzloch wald
Ein Pflanzloch ist die im Boden ausgehobene oder gestoßene Öffnung, in die eine Pflanze gesetzt wird. Das Pflanzloch nimmt die Wurzeln der Jungpflanze auf. Es muss groß und tief genug sein, damit die Wurzeln vollständig, senkrecht und ohne Verkrümmung Platz finden. Je nach Pflanze und Boden wird es mit Pflanzholz, Hohlspaten, Pflanzhaue, Spaten oder Erdbohrer angelegt.

Eigenschaften: Öffnung im Boden für die Pflanze, Groß/tief genug für die Wurzeln, Wurzeln senkrecht, unverkrümmt, Fest andrücken.

Verwendung: Forst- und Gartenpflanzung, Aufforstung, Bestandesbegründung.

Maßeinheiten: Tiefe/Weite in Zentimeter · Wurzelhals in Bodenhöhe

Pflanzung stammholz
Die Pflanzung ist das Einsetzen junger Bäume zur Begründung oder Ergänzung eines Waldbestandes. Bei der Pflanzung werden Forstpflanzen in geeignetem Verband in den Boden gesetzt, um einen neuen Bestand zu begründen oder Lücken zu schließen. Sie ermöglicht die gezielte Wahl standortgerechter, klimastabiler Baumarten.

Eigenschaften: Einsetzen junger Bäume, Zur Bestandsbegründung, Gezielte Baumartenwahl, Planbar, aber aufwendig.

Verwendung: Aufforstung, Waldumbau, Lückenschluss.

Maßeinheiten: Pflanzenzahl je Hektar · Kein Brennholzmaß

Pflanzverband wald
Der Pflanzverband ist der Abstand der Pflanzen zueinander bei einer Aufforstung oder Kultur. Der Pflanzverband legt fest, wie eng oder weit die jungen Bäume gesetzt werden, angegeben etwa als Reihen- und Pflanzabstand oder als Pflanzenzahl je Hektar. Er beeinflusst Konkurrenz, Astreinigung, Stabilität und Pflegeaufwand.

Eigenschaften: Pflanzabstand bei der Kultur, Reihen- und Pflanzabstand, Pflanzenzahl je Hektar, Beeinflusst Qualität und Kosten.

Verwendung: Aufforstung, Kulturbegründung, Waldbau.

Maßeinheiten: Pflanzenzahl je Hektar · Abstände in Metern

Pflanzverbandssystem wald
Ein Pflanzverbandssystem ist die geometrische Anordnung der Pflanzen auf der Fläche (der Pflanzverband). Das Pflanzverbandssystem legt fest, in welchem Muster die Bäume gepflanzt werden – etwa im Quadrat-, Rechteck-, Reihen-, Dreiecks- oder Gruppen-/Trupppflanzverband. Zusammen mit dem Pflanzabstand bestimmt es Pflanzenzahl, Bearbeitbarkeit (Pflege, Maschinengassen) und die spätere Bestandesstruktur.

Eigenschaften: Anordnungsmuster der Pflanzen, Quadrat, Reihe, Trupp, Gruppe, Bestimmt Zahl und Pflegbarkeit, Prägt die Bestandesstruktur.

Verwendung: Bestandesbegründung, Pflanzplanung, Pflegeorganisation.

Maßeinheiten: Verbandstyp + Pflanzabstand · Pflanzenzahl je Hektar

Pflegerückschnitt wald
Ein Pflegerückschnitt ist eine Schnittmaßnahme zur gesunden Entwicklung und Formung eines Baumes oder Strauchs. Der Pflegerückschnitt entfernt totes, krankes, sich reibendes oder störendes Astwerk und lenkt das Wachstum in eine stabile, gesunde Form. Bei jungen Bäumen dient er dem Aufbau einer tragfähigen Krone.

Eigenschaften: Schnitt zur Entwicklung/Form, Entfernt Totes und Störendes, Lenkt das Wachstum, Maßvoll und fachgerecht.

Verwendung: Baum- und Gehölzpflege, Jungbaumerziehung, Gartenpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeschnitt · Astdurchmesser beim Schnitt

Pflegeschnitt garten
Ein Pflegeschnitt ist der regelmäßige Rückschnitt von Pflanzen zur Erhaltung von Gesundheit, Form und Blühfreude. Beim Pflegeschnitt werden abgestorbene, kranke und störende Triebe entfernt sowie die Pflanze ausgelichtet und in Form gehalten. Bei Stauden, Rosen, Sträuchern und Obstgehölzen fördert er Gesundheit, Blüte und Ertrag.

Eigenschaften: Regelmäßiger Rückschnitt, Entfernt Krankes und Störendes, Erhält Form und Blühfreude, Maßvoll und fachgerecht.

Verwendung: Stauden, Rosen, Sträucher, Obstgehölze, Ziergarten.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schnittmaßnahme · Zeitpunkt je Pflanze

Pilzbefall wald
Pilzbefall ist die Besiedlung eines Baumes durch holzzersetzende oder krankheitserregende Pilze. Pilze dringen über Wunden, Astabbrüche oder den Wurzelbereich in den Baum ein und zersetzen das Holz. Fäulen im Stamm oder Wurzelbereich mindern die Stand- und Bruchsicherheit, oft ohne dass äußere Fruchtkörper sofort sichtbar sind.

Eigenschaften: Besiedlung durch Pilze, Über Wunden und Wurzeln, Zersetzt das Holz, Mindert die Standsicherheit.

Verwendung: Baumkontrolle, Forstschutz, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Beurteilung durch Fachleute

Plenterwald wald
Ein Plenterwald ist ein dauerhaft ungleichaltriger, mehrschichtiger Wald, in dem stetig einzelne hiebsreife Bäume entnommen werden. Im Plenterwald stehen Bäume aller Altersstufen und Größen kleinräumig gemischt. Statt Flächen kahlzuschlagen, werden laufend einzelne starke, hiebsreife Bäume einzelstammweise geerntet; in den Lücken wächst kontinuierlich Naturverjüngung nach.

Eigenschaften: Ungleichaltrig und mehrschichtig, Einzelstammweise Nutzung, Dauerhaft bestockt, Sehr stabil und naturnah.

Verwendung: Naturnahe Waldwirtschaft, Dauerwald-Bewirtschaftung, Schutz- und Erholungswald.

Maßeinheiten: Vorrat in Vfm/ha · Kontinuierliche Entnahme

Plenterwirtschaft wald
Die Plenterwirtschaft ist die Betriebsart, die den Wald dauerhaft als Plenterwald bewirtschaftet. Bei der Plenterwirtschaft (Plenterbetrieb) wird kein flächiger Hieb geführt, sondern laufend werden einzelne hiebsreife Bäume entnommen, während in den Lücken Verjüngung nachwächst. So bleibt der Wald dauerhaft ungleichaltrig, mehrschichtig und geschlossen.

Eigenschaften: Betriebsart des Plenterwaldes, Einzelstammweise Nutzung, Dauerhaft ungleichaltrig, Naturnah und stabil.

Verwendung: Naturnahe Waldbewirtschaftung, Dauerwaldbetrieb, Klimaangepasster Waldbau.

Maßeinheiten: Vorrat und Zuwachs in Vfm/ha · Laufende Entnahme

Polter stammholz
Ein Polter ist ein ordentlich aufgeschichteter Stapel von Rundholz am Waldweg, bereit zur Abfuhr. Nach dem Rücken wird das Holz am Forstweg zu Poltern aufgeschichtet. Das Poltervolumen wird über Länge, Höhe und Breite ermittelt und in Festmeter angegeben. Polter erleichtern Aufmaß, Kontrolle und Abfuhr.

Eigenschaften: Aufgeschichteter Rundholzstapel, Am Waldweg, Volumen über Poltermaß, Bereit zur Abfuhr.

Verwendung: Holzernte und -abfuhr, Rundholzverkauf, Selbstwerbung.

Maßeinheiten: Poltermaß: Länge × Höhe × Breite · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Polterholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Polterholz stammholz
Polterholz ist am Waldweg zu einem Polter aufgeschichtetes Rundholz, das zur Abholung oder Selbstwerbung bereitliegt. Ein Polter ist ein ordentlicher Stapel von Stämmen oder Meterstücken entlang des Rückewegs. Das Volumen wird über Länge, Höhe und Breite des Polters in Festmeter oder Raummeter ermittelt. Polterholz wird häufig günstig als unaufbereitetes Rundholz verkauft. Der Käufer sägt und spaltet es selbst und muss es anschließend trocknen.

Eigenschaften: Aufgeschichtetes Rundholz am Weg, Unaufbereitet, Menge über Poltermaß, Für Selbstwerber interessant.

Verwendung: Selbstwerbung, Rundholzhandel, Große Mengen.

Maßeinheiten: Poltermaß: Länge × Höhe × Breite · Handel: Festmeter (Fm) oder Raummeter

Umrechnung: 1 Fm Rundholz = ca. 1,4 Rm nach dem Sägen und Spalten

Polterplatz stammholz
Ein Polterplatz ist eine befestigte Fläche an der Waldstraße zum Lagern und Verladen von Holzpoltern. Der Polterplatz (Lagerplatz) ist eine gut zugängliche, tragfähige Fläche an der Forststraße, auf der das gerückte Holz zu Poltern aufgeschichtet, vermessen, sortiert und für die Abfuhr bereitgestellt wird. Er muss für schwere Lkw befahrbar und ausreichend groß sein.

Eigenschaften: Befestigte Lager-/Verladefläche, An der Waldstraße, Für Poltern, Vermessung, Abfuhr, Lkw-befahrbar.

Verwendung: Holzbereitstellung und -verkauf, Verladung auf Lkw, Zwischenlagerung.

Maßeinheiten: Fläche in Quadratmeter · Poltermenge in Raummeter/Festmeter

Preis je Festmeter stammholz
Der Preis je Festmeter ist der Verkaufspreis für einen Kubikmeter massives Holz und die übliche Vergleichsgröße beim Rund- und Stammholz. Der Festmeterpreis bezieht sich auf reines Holz ohne Luftzwischenräume und ist im Rundholzhandel Standard. Er hängt von Holzart, Qualität, Stärke und Marktlage ab.

Eigenschaften: Preis je m³ massives Holz, Standard beim Rundholz, Abhängig von Art und Qualität, Umrechnung zu Rm/Srm nötig.

Verwendung: Rundholzhandel, Stammholzverkauf, Preisvergleich.

Maßeinheiten: Bezug: Preis je Festmeter (Fm) · 1 Fm = 1 m³ massiv

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm (zum Vergleich mit Brennholz)

Preis je Raummeter brennholz
Der Preis je Raummeter ist der Verkaufspreis für einen Kubikmeter geschichtetes Brennholz und die wichtigste Vergleichsgröße beim Kauf. Weil Brennholz in unterschiedlichen Maßen gehandelt wird, ist der Preis je Raummeter (Rm) ein guter gemeinsamer Nenner. Er hängt von Holzart, Trocknungsgrad, Aufbereitung und Liefermenge ab. Für einen fairen Vergleich müssen Angebote in Schüttraummeter oder Festmeter zuerst in Raummeter umgerechnet werden. Trockenes, ofenfertiges Hartholz ist teurer, liefert aber mehr Wärme.

Eigenschaften: Preis je geschichtetem m³, Wichtigste Vergleichsgröße, Abhängig von Art und Aufbereitung, Umrechnung nötig bei Srm/Fm.

Verwendung: Preisvergleich, Angebotsprüfung, Einkaufsentscheidung.

Maßeinheiten: Bezug: Preis je Raummeter (Rm) · Vergleich immer je Rm

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm · 1 Fm = ca. 1,4 Rm (zum Umrechnen vor dem Vergleich)

Preis je SRM brennholz
Der Preis je Schüttraummeter ist der Verkaufspreis für einen Kubikmeter lose geschüttetes Brennholz. Der Preis je SRM bezieht sich auf lose geschüttetes Holz, das mehr Luft und damit weniger Holz als ein Raummeter enthält. Deshalb wirkt ein SRM-Preis oft günstig, obwohl real weniger Holz geliefert wird.

Eigenschaften: Preis je lose geschüttetem m³, Weniger Holz als ein Rm, Wirkt oft günstig, Umrechnung nötig.

Verwendung: Brennholzhandel (lose Ware), Preisvergleich, Angebotsprüfung.

Maßeinheiten: Bezug: Preis je Schüttraummeter (Srm) · 1 Srm lose

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm = ca. 0,45–0,50 Fm (zum Vergleich)

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Qualitätsbaum wald
Ein Qualitätsbaum ist ein besonders wertvoller Baum, der zur hochwertigen Holzproduktion gefördert wird. Qualitätsbäume sind gerade, gesunde, astarme und gut veranlagte Bäume, die als Zukunfts- oder Z-Bäume ausgewählt und gezielt gefördert werden. Durch Freistellung und ggf. Astung entwickeln sie wertvolles Stamm- oder Wertholz.

Eigenschaften: Besonders wertvoller Baum, Gerade, gesund, astarm, Als Z-Baum gefördert, Für hochwertiges Holz.

Verwendung: Waldbau, Wertholzproduktion, Durchforstung.

Maßeinheiten: Zielstärke je Baumart · Kein Handelsmaß

Qualitätsholz brennholz
Qualitätsholz ist besonders hochwertiges Brennholz mit niedriger Restfeuchte, sauberer Aufbereitung und geeigneter Holzart. Qualitätsholz zeichnet sich durch gute Trocknung (unter 20 Prozent), gleichmäßige Scheite, geringen Rindenanteil und eine hochwertige Holzart wie Buche oder Eiche aus. Es brennt sauber, effizient und mit langer Glut. Solches Holz kostet mehr, spart aber Reinigungsaufwand und liefert die volle Wärmeleistung. Seriöse Anbieter machen klare Angaben zu Art, Feuchte und Maß.

Eigenschaften: Niedrige Restfeuchte, Gleichmäßige, saubere Scheite, Hochwertige Holzart, Geringer Rindenanteil.

Verwendung: Kaminofen mit Sichtscheibe, Anspruchsvolle Nutzer, Effizientes Heizen.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Heizwert Hartholz: ca. 2100 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Rm Qualitäts-Hartholz (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Qualitätsklasse allgemein
Eine Qualitätsklasse teilt Holz oder Holzbrennstoffe nach festgelegten Merkmalen in Güteklassen ein. Qualitätsklassen ordnen Ware nach messbaren Kriterien: bei Pellets etwa nach Heizwert, Feuchte und Asche (ENplus A1/A2/B), bei Rundholz nach Stärke und Fehlern, bei Schnittholz nach Sortierklassen.

Eigenschaften: Einteilung nach Güte, Messbare Kriterien, Je Produkt eigene Klassen, Schafft Vergleichbarkeit.

Verwendung: Pellet- und Holzhandel, Rund- und Schnittholzsortierung, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Pellets: ENplus A1/A2/B · Rundholz: Stärke-/Güteklassen

Qualitätsrasen garten
Qualitätsrasen ist eine besonders gepflegte, dichte und strapazierfähige Rasenfläche aus hochwertigem Saatgut. Qualitätsrasen entsteht aus geprüftem Saatgut (RSM-Regel-Saatgut-Mischungen) und regelmäßiger Pflege: Mähen, Düngen, Vertikutieren, Nachsaat und Bewässern. Er ist dicht, gleichmäßig grün und widerstandsfähig gegen Trockenheit und Belastung.

Eigenschaften: Dichte, gepflegte Rasenfläche, Aus hochwertigem Saatgut, Strapazierfähig, Regelmäßige Pflege.

Verwendung: Zier- und Sportrasen, Repräsentative Flächen, Gebrauchsrasen.

Maßeinheiten: Saatmenge: ca. 25–30 g je m² · Fläche in m²

Quellbereich wald
Ein Quellbereich ist das Ursprungsgebiet eines Gewässers und ein besonders schützenswerter Lebensraum im Wald. Im Quellbereich tritt Grundwasser an die Oberfläche und speist Bäche und Flüsse. Diese feuchten, kühlen Bereiche sind sensible Biotope mit spezialisierten Arten und für den Wasserhaushalt der Landschaft bedeutsam.

Eigenschaften: Ursprungsgebiet eines Gewässers, Grundwasser tritt aus, Sensibles, feuchtes Biotop, Wichtig für den Wasserhaushalt.

Verwendung: Gewässerschutz, Naturschutz, Waldbewirtschaftung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Lebensraum · Schutzabstände je Vorgabe

Quellen stammholz
Quellen ist der Vorgang, bei dem Holz durch Feuchtaufnahme an Maß und Volumen zunimmt. Quellen ist der allgemeine Begriff für das Ausdehnen des Holzes, wenn es unterhalb des Fasersättigungspunkts Feuchtigkeit aufnimmt. Es ist die Umkehrung des Schwindens und tritt auf, wenn trockenes Holz feuchter Luft, Regen oder Nässe ausgesetzt ist.

Eigenschaften: Maßzunahme durch Feuchte, Unter dem Fasersättigungspunkt, Umkehrung des Schwindens, Lässt Bauteile klemmen.

Verwendung: Konstruktion und Möbelbau, Fugen- und Dehnungsplanung, Holzschutz.

Maßeinheiten: Maßänderung in Prozent · tangential > radial

Umrechnung: Quellen ist die Umkehrung des Schwindens (unter ~30 % Holzfeuchte).

Quellstein garten
Ein Quellstein ist ein dekoratives Wasserelement, aus dem Wasser sprudelt und im Kreislauf zurückgeführt wird. Beim Quellstein wird Wasser durch eine Bohrung im Stein nach oben gepumpt, läuft über die Oberfläche und versickert in ein darunterliegendes Reservoir, aus dem es erneut gepumpt wird. So entsteht ein geschlossener Wasserkreislauf ohne offene Teichfläche.

Eigenschaften: Dekoratives Wasserelement, Geschlossener Wasserkreislauf, Ohne offene Teichfläche, Pflegeleicht und sicher.

Verwendung: Gartengestaltung, Terrasse und Vorgarten, Naturnaher Garten.

Maßeinheiten: Reservoirvolumen in Liter · Pumpenleistung in Watt

Querschnitt allgemein
Der Querschnitt ist die Schnittfläche eines Holzstückes quer zur Faser und zeigt Jahresringe, Feuchte und Struktur. Am Querschnitt eines Scheits lassen sich viele Eigenschaften ablesen: Trockenrisse deuten auf gut getrocknetes Holz hin, die Jahresringe geben Auskunft über Wuchs und Alter. Auch die Holzart und teilweise Schädigungen wie Pilzbefall sind am Querschnitt erkennbar. Beim Feuchtemessen misst man an einer frischen Querschnittsfläche im Kern.

Eigenschaften: Schnittfläche quer zur Faser, Zeigt Jahresringe, Trockenrisse als Feuchtehinweis, Hilfreich zur Beurteilung.

Verwendung: Holzbeurteilung, Feuchtemessung, Altersbestimmung.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Beurteilungsfläche · Messung: an frischer Bruchfläche

R

Radlader-Ausbildung ausbildung
Die Radlader-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen von Radladern beim Materialumschlag. Radlader werden zum Laden, Transportieren und Umschlagen von Erde, Schotter, Hackschnitzeln oder Rundholz eingesetzt. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 301-005 vermittelt Standsicherheit, Tragfähigkeit, sicheres Laden und Fahren, Verhalten an Hängen sowie Wartung.

Eigenschaften: Bedienung von Radladern, Nach DGUV 301-005, Laden und Umschlagen, Beauftragung nötig.

Verwendung: Material- und Holzumschlag, Garten- und Landschaftsbau, Lagerplatz und Hof.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein (Radlader)

RAL-Gütezeichen ausbildung
Das RAL-Gütezeichen kennzeichnet Produkte und Leistungen, die geprüfte Gütebedingungen einhalten. RAL-Gütezeichen werden von Gütegemeinschaften unter dem Dach von RAL vergeben. Sie belegen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung definierte Qualitätsanforderungen erfüllt, die regelmäßig neutral überwacht werden. Im Holzbereich gibt es Gütezeichen etwa für Brennholz, Holzpellets, Kompost oder Rindenmulch.

Eigenschaften: Geprüftes Gütezeichen, Von Gütegemeinschaften vergeben, Neutral überwacht, Für Holz, Pellets, Kompost u. a..

Verwendung: Qualitätsnachweis, Brennholz und Pellets, Kompost und Substrate.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Gütezeichen · Vergabe über Gütegemeinschaften

Rasenkante garten
Eine Rasenkante ist die saubere Abgrenzung zwischen Rasen und Beet, Weg oder anderen Flächen. Rasenkanten trennen den Rasen optisch und funktional von angrenzenden Flächen. Sie können als eingestochene Erdkante, mit Kantensteinen, Metall- oder Kunststoffbändern ausgeführt werden und verhindern das Einwachsen von Rasen ins Beet.

Eigenschaften: Abgrenzung Rasen zu Beet/Weg, Erdkante oder Kantenelemente, Verhindert Einwachsen, Gibt Struktur.

Verwendung: Rasen- und Beetkanten, Gartengestaltung, Pflegeleichter Garten.

Maßeinheiten: Länge in laufenden Metern · Tiefe der Kante in cm

Rasenpflege garten
Rasenpflege umfasst alle Arbeiten zur Erhaltung eines gesunden, dichten und strapazierfähigen Rasens. Zur Rasenpflege gehören Mähen, Düngen, Bewässern, Vertikutieren, Nachsaat, Aerifizieren und die Beseitigung von Moos und Unkraut. Regelmäßige, aufeinander abgestimmte Pflege hält den Rasen dicht und gesund.

Eigenschaften: Erhaltung des Rasens, Mähen, Düngen, Bewässern, Vertikutieren und Nachsaat, Regelmäßig und abgestimmt.

Verwendung: Zier- und Gebrauchsrasen, Sportflächen, Gartenpflege.

Maßeinheiten: Schnitthöhe: ca. 3–5 cm · Düngung in g je m²

Rasenschnitt garten
Rasenschnitt ist das regelmäßige Mähen von Grünflächen sowie das dabei anfallende Schnittgut. Der Begriff bezeichnet sowohl das Mähen selbst als auch das anfallende Gras. Regelmäßiger Rasenschnitt fördert einen dichten Rasen; das Schnittgut lässt sich mulchen, kompostieren oder als stickstoffreiche Zugabe im Garten nutzen.

Eigenschaften: Mähen und anfallendes Gras, Fördert dichten Rasen, Schnittgut nutzbar, Mulchen oder kompostieren.

Verwendung: Rasenpflege, Mulchmähen, Kompostierung.

Maßeinheiten: Schnitthöhe: ca. 3–5 cm · Schnittgut in Liter je Mahd

Rauchentwicklung brennholz
Die Rauchentwicklung beschreibt die Menge an Rauch, die beim Verbrennen von Holz entsteht. Starke Rauchentwicklung ist fast immer ein Zeichen unvollständiger Verbrennung – meist durch zu feuchtes Holz, zu wenig Luft oder falsches Anzünden. Trockenes Holz, richtige Luftzufuhr und das Anzünden von oben minimieren den Rauch.

Eigenschaften: Rauchmenge beim Verbrennen, Zeichen der Verbrennungsqualität, Durch Feuchte/Luftmangel erhöht, Von oben anzünden hilft.

Verwendung: Ofen- und Kaminbetrieb, Emissionsminderung, Fehlersuche.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Sichtbefund · Optimale Feuchte unter 20 %

Raumdichte allgemein
Die Raumdichte ist das Verhältnis von Masse zu Volumen eines Stoffes – bei Holz ein Maß für Dichte und Heizwert. Die Raumdichte (Rohdichte) gibt an, wie viel Masse in einem bestimmten Volumen steckt, angegeben in kg pro Kubikmeter. Bei Holz hängt sie stark von Holzart und Feuchte ab.

Eigenschaften: Masse je Volumen, In kg/m³, Bei Holz art- und feuchteabhängig, Höher = mehr Energie je Volumen.

Verwendung: Holzartvergleich, Heizwertabschätzung, Materialkunde.

Maßeinheiten: Buche: ca. 680–720 kg/m³ · Fichte: ca. 430–470 kg/m³

Umrechnung: Höhere Raumdichte = mehr Energie je Raummeter (bei gleicher Feuchte).

Raummeter (rm) allgemein
Ein Raummeter ist ein Kubikmeter geschichtetes Scheitholz einschließlich der Luftzwischenräume – das häufigste Handelsmaß für Brennholz. Der Raummeter (rm), auch Ster genannt, bezeichnet einen Würfel von einem Meter Kantenlänge, ordentlich mit Scheiten gefüllt. Durch die Zwischenräume enthält er weniger reine Holzmasse als ein Festmeter. Weil Raummeter das gängigste Maß für Scheitholz ist, sollten Angebote in Schüttraummeter oder Festmeter für den Vergleich darauf umgerechnet werden.

Eigenschaften: Ein m³ geschichtetes Scheitholz, Mit Luftzwischenräumen, Auch Ster genannt, Häufigstes Brennholzmaß.

Verwendung: Brennholzhandel, Preisvergleich, Mengenangabe.

Maßeinheiten: Raummeter: 1 m³ geschichtet · Kürzel: rm (auch Ster)

Umrechnung: 1 Rm = ca. 0,7 Fm reines Holz · 1 Rm = ca. 1,4 Srm lose · 1 Fm = ca. 1,4 Rm

Rauspund schnittholz
Rauspund ist ein einseitig sägeraues Nut-und-Feder-Brett, das vor allem für Dachschalungen und Unterböden verwendet wird. Rauspundbretter haben eine Nut-und-Feder-Verbindung und sind auf einer Seite gehobelt, auf der anderen sägerau. Sie ergeben eine tragfähige, geschlossene Fläche und werden für Dachschalungen, Zwischendecken und Unterböden eingesetzt.

Eigenschaften: Sägeraues Nut-und-Feder-Brett, Eine Seite gehobelt, Geschlossene, tragfähige Fläche, Für Schalung und Unterböden.

Verwendung: Dachschalung, Zwischendecken, Unterböden.

Maßeinheiten: Dicke meist 19–28 mm · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Reaktionsholz stammholz
Reaktionsholz ist Holz, das ein Baum bei Schräglage oder einseitiger Belastung zur Stabilisierung bildet. Bei Neigung, einseitigem Wind oder Hanglage bildet der Baum spezielles Reaktionsholz, um sich aufzurichten und Lasten aufzunehmen. Nadelbäume bilden auf der Druckseite Druckholz (Rotholz), Laubbäume auf der Zugseite Zugholz.

Eigenschaften: Stabilisierungsholz bei Schräglage, Nadelholz: Druckholz, Laubholz: Zugholz, Abweichende Eigenschaften, Im Schnittholz ein Fehler.

Verwendung: Holzsortierung, Qualitätsbeurteilung, Statikbewertung.

Maßeinheiten: Anteil im Querschnitt · Bewertung als Holzfehler

Reisig stammholz
Reisig ist dünnes Ast- und Zweigmaterial unterhalb der Derbholzgrenze. Als Reisig bezeichnet man die dünnen Äste, Zweige und Wipfelteile unter 7 Zentimetern Durchmesser (Nichtderbholz), die bei der Holzernte anfallen. Traditionell wurde Reisig als Anfeuerholz (Reisigbündel, Faschinen), für Besen, Zäune oder im Wasserbau genutzt.

Eigenschaften: Dünnes Ast-/Zweigmaterial, Unter der Derbholzgrenze (7 cm), Anfeuerholz und Schlagabraum, Teils zu Hackschnitzeln.

Verwendung: Anfeuerholz, Bodenschutz (Reisigmatte), Energieholz.

Maßeinheiten: Durchmesser unter 7 cm · Menge in Schüttraummeter

Restasche brennholz
Restasche ist der mineralische Rückstand, der nach dem vollständigen Abbrand von Holz im Ofen zurückbleibt. Die Restasche besteht aus den nicht brennbaren Bestandteilen des Holzes. Naturbelassenes Brennholz hinterlässt nur wenig Asche (etwa 0,5–1,5 Prozent der Masse); ein hoher Rinden- oder Verschmutzungsanteil erhöht die Menge.

Eigenschaften: Mineralischer Verbrennungsrest, Wenig bei naturbelassenem Holz, Steigt mit Rinde/Schmutz, Regelmäßig zu entfernen.

Verwendung: Ofenreinigung, Aschebewertung, Gartendünger (in Maßen).

Maßeinheiten: Aschegehalt: ca. 0,5–1,5 % · Angabe in Massenprozent

Restfeuchte allgemein
Die Restfeuchte ist der verbleibende Wasseranteil im Brennholz und entscheidet, ob es heizfertig ist. Nach der Trocknung verbleibt im Holz eine Restfeuchte. Erst wenn sie unter 20 Prozent liegt, verbrennt Holz sauber und mit vollem Heizwert. Zu hohe Restfeuchte führt zu Rauch, Ruß, Schornsteinversottung und geringerer Wärme. Gemessen wird sie mit einem Feuchtemessgerät oder exakt per Darrprobe.

Eigenschaften: Verbleibender Wasseranteil, Zielwert unter 20 %, Bestimmt die Heizfertigkeit, Messbar mit Gerät.

Verwendung: Brennholzbeurteilung, Ofenbetrieb, Qualitätskontrolle.

Maßeinheiten: Heizfertig: unter 20 % Restfeuchte · Messung: frische Bruchfläche

Restholz hackschnitzel
Restholz ist das bei Ernte und Verarbeitung anfallende, nicht als Nutzholz verwertbare Holz. Zum Restholz zählen Kronen- und Astmaterial aus dem Wald sowie Verschnitt, Späne und Schwarten aus dem Sägewerk. Es wird energetisch als Brennholz, Hackschnitzel oder Pelletrohstoff genutzt.

Eigenschaften: Nicht als Nutzholz verwertbar, Aus Wald und Sägewerk, Energetisch genutzt, Günstiger Rohstoff.

Verwendung: Brennholz und Hackschnitzel, Pelletproduktion, Heizwerke.

Maßeinheiten: Handel: Srm oder Tonnen · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Restholz

Revierförster ausbildung
Der Revierförster leitet eigenverantwortlich ein Forstrevier und betreut dessen Wälder. Der Revierförster (gehobener Forstdienst) ist für die Bewirtschaftung eines abgegrenzten Waldgebiets zuständig: Waldbau, Holzernte und -verkauf, Jagd, Naturschutz, Verkehrssicherung und die Beratung von Waldbesitzern. Voraussetzung ist meist ein forstliches Studium (Bachelor) und der Vorbereitungsdienst des gehobenen Forstdienstes.

Eigenschaften: Leitung eines Forstreviers, Gehobener Forstdienst, Waldbau, Holzverkauf, Jagd, Ansprechpartner vor Ort.

Verwendung: Staats-, Kommunal- und Privatwald, Revierbewirtschaftung, Beratung von Waldbesitzern.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forststudium + Vorbereitungsdienst · Ebene: gehobener Forstdienst

Rinde allgemein
Rinde ist die äußere Schutzschicht des Baumes aus lebendem Bast und abgestorbener Borke. Die Rinde schützt den Stamm vor Witterung, Austrocknung und Schädlingen. Sie besteht aus dem inneren Bast, der Nährstoffe leitet, und der äußeren Borke.

Eigenschaften: Äußere Schutzschicht, Aus Bast und Borke, Schützt den Stamm, Erhöht den Aschegehalt.

Verwendung: Natürlicher Baumschutz, Rindenmulch, Gerbstoffgewinnung.

Maßeinheiten: Rindenanteil: ca. 5–15 % · Rindenmulch: ca. 250–400 kg/m³

Umrechnung: 1 m³ Rindenmulch ≈ 250–400 kg (je nach Feuchte)

Rindenabzug allgemein
Der Rindenabzug ist die rechnerische Verringerung des Holzvolumens oder -gewichts um den Anteil der Rinde. Da Rinde beim Rundholz mitgemessen wird, aber meist nicht mitbezahlt oder mitverarbeitet wird, zieht man einen Rindenabzug ab. Er wird als prozentualer Abschlag je nach Baumart und Stärke angewandt.

Eigenschaften: Abschlag für die Rinde, Prozentual je Art/Stärke, Trennt Maße m. R. und o. R., Beim Rundholzhandel.

Verwendung: Rundholzabrechnung, Volumenermittlung, Holzverkauf.

Maßeinheiten: Angabe in Prozent · Rindenanteil je Art ca. 5–15 %

Umrechnung: Beispiel: Efm o. R. = Vfm − Rinde − Ernteverluste

Rindenanteil allgemein
Der Rindenanteil gibt an, wie viel Rinde am Brennholz haftet, und beeinflusst Aschegehalt und Brennverhalten. Rinde nimmt Feuchtigkeit auf, trocknet langsamer und enthält mehr mineralische Bestandteile als das Holz darunter. Ein hoher Rindenanteil erhöht daher den Aschegehalt und kann das Rußen fördern. Der Rindenanteil hängt von Holzart und Aufbereitung ab. Für hochwertiges Brennholz ist ein geringer Rindenanteil vorteilhaft.

Eigenschaften: Anteil der Rinde am Holz, Erhöht den Aschegehalt, Trocknet langsamer, Artabhängig.

Verwendung: Qualitätsbeurteilung, Aschebewertung, Brennholzauswahl.

Maßeinheiten: Rindenanteil je Art: ca. 5–15 % · Einheit: Massenanteil in %

Rindenmulch allgemein
Rindenmulch ist zerkleinerte Baumrinde, die als Bodenabdeckung in Garten und Landschaftsbau verwendet wird. Rindenmulch wird auf Beete und Flächen aufgebracht, um den Boden feucht zu halten, Unkraut zu unterdrücken und vor Erosion zu schützen. Er wird meist aus Nadelholzrinde hergestellt und nach Volumen (Kubikmeter) gehandelt.

Eigenschaften: Zerkleinerte Baumrinde, Bodenabdeckung, Hält Feuchte, unterdrückt Unkraut, Handel nach m³.

Verwendung: Beetabdeckung, Wege und Flächen, Landschaftsbau.

Maßeinheiten: 1 m³ ≈ 250–400 kg (feuchteabhängig) · Schichtdicke: ca. 5–7 cm

Umrechnung: 1 m³ Rindenmulch ≈ 250–400 kg

Rindennekrose wald
Eine Rindennekrose ist das örtliche Absterben von Rindengewebe, meist durch Pilze, Frost oder Verletzungen. Bei einer Rindennekrose stirbt ein Bereich der Rinde ab; es entstehen eingesunkene, verfärbte oder aufreißende Stellen. Ursachen sind Pilzinfektionen, Frostrisse, Sonnenbrand oder mechanische Verletzungen.

Eigenschaften: Absterben von Rindengewebe, Durch Pilze, Frost, Verletzung, Eingesunkene, verfärbte Stellen, Eintrittspforte für Fäule.

Verwendung: Baumkontrolle, Forstschutz, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sichtbefund · Ausdehnung je Schaden

Robinie brennholz
Die Robinie (Scheinakazie) hat eines der härtesten und dauerhaftesten heimischen Hölzer und liefert Top-Brennholz. Die aus Nordamerika stammende Robinie ist heute in Mitteleuropa verbreitet. Ihr Holz ist außerordentlich hart, sehr witterungsbeständig und liefert einen sehr hohen Heizwert mit langer Glut.

Eigenschaften: Sehr hartes, dauerhaftes Holz, Sehr witterungsbeständig, Sehr hoher Heizwert, Schwer zu spalten.

Verwendung: Brennholz, Zäune und Spielgeräte, Außenbau ohne Chemie.

Maßeinheiten: Heizwert: sehr hoch (über Buche) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Robinie (trocken) ≈ 210 l Heizöl (Richtwert)

Rodung wald
Rodung ist das vollständige Entfernen von Bäumen einschließlich der Wurzeln, oft zur dauerhaften Umwandlung der Fläche. Anders als beim Einschlag, bei dem der Wald erhalten und verjüngt wird, werden bei der Rodung Bäume und Wurzelstöcke entfernt und die Fläche einer anderen Nutzung zugeführt. Waldrodungen sind in vielen Ländern genehmigungspflichtig und an Ausgleich gebunden.

Eigenschaften: Entfernen von Bäumen samt Wurzeln, Oft dauerhafte Flächenumwandlung, Meist genehmigungspflichtig, Wurzelentfernung.

Verwendung: Flächenumwandlung, Baustellenvorbereitung, Gehölzentfernung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar/m² · Kein Holzhandelsmaß

Rohdichte allgemein
Die Rohdichte ist das Verhältnis von Masse zu Volumen des Holzes und ein Maß für seine Dichte und seinen Heizwert je Raummeter. Die Rohdichte wird in Kilogramm pro Kubikmeter angegeben, meist im darrtrockenen Zustand. Schwere Harthölzer wie Eiche und Buche haben eine hohe Rohdichte, leichte Nadelhölzer wie Fichte eine niedrige.

Eigenschaften: Masse je Volumen, In kg/m³ (darrtrocken), Hoch bei Hartholz, Bestimmt den Heizwert je Rm.

Verwendung: Holzartvergleich, Heizwertabschätzung, Materialauswahl.

Maßeinheiten: Buche: ca. 680–720 kg/m³ · Fichte: ca. 430–470 kg/m³

Umrechnung: Höhere Rohdichte = mehr Energie je Raummeter

Rohmasse allgemein
Die Rohmasse ist das Gesamtgewicht von Holz einschließlich des enthaltenen Wassers. Die Rohmasse umfasst die reine Holzsubstanz plus das eingelagerte Wasser. Sie ist daher stark von der Holzfeuchte abhängig: Frisches Holz hat eine deutlich höhere Rohmasse als getrocknetes.

Eigenschaften: Gesamtgewicht mit Wasser, Holzsubstanz plus Wasser, Stark feuchteabhängig, Nicht = Trockenmasse.

Verwendung: Handel nach Gewicht, Transportplanung, Brennstoffbewertung.

Maßeinheiten: Angabe in kg · Frisch deutlich schwerer als trocken

Umrechnung: Lufttrockenes Holz ist ca. 30–40 % leichter als frisch (siehe Umrechnungstabellen).

Rollcontainer brennholz
Ein Rollcontainer ist ein fahrbarer Behälter, mit dem Brennholz oder Hackgut bewegt und bereitgestellt wird. Rollcontainer und Anhänger mit Rollen erleichtern das Bewegen von Holz auf dem Hof oder im Betrieb. Sie werden zum Transport, zur Zwischenlagerung oder zur portionsweisen Bereitstellung von Brennholz genutzt.

Eigenschaften: Fahrbarer Behälter, Für Holz und Hackgut, Transport und Bereitstellung, Betriebslogistik.

Verwendung: Betriebe und Handel, Hofinterner Transport, Zwischenlagerung.

Maßeinheiten: Füllmenge je Behälter · Handel des Inhalts: Srm/Rm

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,7 Rm (bei losem Inhalt)

Rollrasen garten
Rollrasen ist vorgezogener, in Bahnen gelieferter Fertigrasen zum sofortigen Verlegen. Rollrasen wird in Spezialbetrieben angezogen, mit einer dünnen Erdschicht abgeschält und in Rollen geliefert. Auf einem gut vorbereiteten Boden verlegt, ergibt er sofort eine dichte, grüne Fläche – ohne wochenlange Keimzeit wie bei der Aussaat.

Eigenschaften: Vorgezogener Fertigrasen, In Bahnen geliefert, Sofort grüne Fläche, Intensives Anfangswässern.

Verwendung: Rasenneuanlage, Schnelle Begrünung, Repräsentative Flächen.

Maßeinheiten: Lieferung in m² (Rollen) · Rollenmaß: ca. 0,4 × 2,5 m

Umrechnung: Rollrasen wird nach Fläche (m²) berechnet; Bodenvorbereitung nicht vergessen.

Rotbuche allgemein
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die wichtigste heimische Laubbaumart und liefert schweres, hartes Holz mit hohem Brennwert. Die Rotbuche – meist einfach Buche genannt – ist die häufigste Laubbaumart Mitteleuropas und die natürliche Hauptbaumart weiter Gebiete. Ihr helles, schweres und hartes Holz ist vielseitig einsetzbar: Möbel, Treppen, Parkett, Spielzeug, Sperrholz und Zellstoff.

Eigenschaften: Wichtigste heimische Laubbaumart, Schweres, hartes Holz, Referenz-Brennholz, Rasch verstockend.

Verwendung: Möbel, Parkett, Treppen, Sperrholz und Zellstoff, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 720 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Buche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm ≈ 200 l Heizöl.

Roteiche allgemein
Die Roteiche (Quercus rubra) ist eine aus Nordamerika stammende Eichenart mit rascherem Wuchs und intensiver Herbstfärbung. Die Roteiche wurde aus Nordamerika eingeführt und ist in Mitteleuropa als Wald- und Parkbaum verbreitet. Sie wächst rascher als die heimischen Eichen, ist anspruchslos, trockenheitstolerant und fällt im Herbst durch leuchtend rote Färbung auf.

Eigenschaften: Eingeführte Eichenart (Nordamerika), Rascher Wuchs, trockenheitstolerant, Leuchtende Herbstfärbung, Holz weniger dauerhaft.

Verwendung: Möbel und Innenausbau, Parkett, Park- und Waldbaum.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 660 kg/m³ · Heizwert ähnlich Eiche

Umrechnung: 1 Rm Roteiche ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe heimischer Eiche.

Rotkern stammholz
Rotkern ist eine rötlich-braune Farbkernbildung im Inneren von Buchen- und anderen Laubholzstämmen. Der Rotkern (Falschkern) entsteht bei Rotbuche (und ähnlich bei Esche, Ahorn) durch das Eindringen von Luft und Reaktion des Holzes, meist über Astwunden oder mit zunehmendem Alter. Anders als bei echten Kernholzbäumen ist der Rotkern unregelmäßig geformt und keine planmäßige Verkernung. Er verändert die Farbe, ist aber technisch meist voll belastbar.

Eigenschaften: Rötlich-brauner Farbkern (Falschkern), Bei Buche, Esche, Ahorn, Über Astwunden/Alter, Technisch meist belastbar.

Verwendung: Holzsortierung, Möbel (Kernbuche), Qualitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Anteil am Querschnitt in % · Bezug: Buche/Laubholz

Rückeanhänger stammholz
Ein Rückeanhänger (Rückewagen) ist ein geländegängiger Anhänger mit Kran zum Transport von Holz aus dem Bestand. Der Rückeanhänger wird meist hinter einen Traktor gehängt und mit einem Forstkran zum Selbstladen ausgerüstet. Er nimmt Kurz- und Langholz auf und transportiert es aus dem Bestand zum Weg oder Lagerplatz.

Eigenschaften: Geländegängiger Anhänger, Mit Kran zum Selbstladen, Hinter Traktor, Für Kurz- und Langholz.

Verwendung: Rücken im Kleinprivatwald, Holztransport zum Weg, Selbstwerber.

Maßeinheiten: Ladevolumen in Raummeter (Rm) · Nutzlast in Tonnen (t)

Umrechnung: 1 Rückeanhänger-Ladung ≈ mehrere Rm Holz (modellabhängig)

Rückegasse allgemein
Eine Rückegasse ist eine feste Fahrspur im Wald, auf der Forstmaschinen fahren, um Holz zu rücken. Rückegassen werden in regelmäßigen Abständen angelegt und dauerhaft genutzt, damit die Befahrung des Waldes auf feste Linien beschränkt bleibt. So wird die übrige Bestandsfläche vor Bodenverdichtung geschützt.

Eigenschaften: Feste Fahrspur im Bestand, Dauerhaft genutzt, Bündelt die Befahrung, Schützt den Waldboden.

Verwendung: Holzernte, Rücken zum Weg, Bodenschutz.

Maßeinheiten: Gassenabstand: oft ca. 20–40 m · Kein Holzmaß

Rückekette allgemein
Eine Rückekette ist eine robuste Kette, mit der Stämme zum Ziehen an Schlepper oder Seilwinde angeschlagen werden. Beim Rücken werden Stämme mit der Rückekette umschlungen und am Schlepper oder Seilwindenseil befestigt, um sie zum Weg zu ziehen. Spezielle Chokerketten mit Haken erleichtern das schnelle An- und Abschlagen.

Eigenschaften: Robuste Kette zum Anschlagen, Für Schlepper und Seilwinde, Chokerketten mit Haken, Sicherheitsrelevant.

Verwendung: Holzrücken, Stämme ziehen, Seilwindeneinsatz.

Maßeinheiten: Tragfähigkeit je Kette · Kein Holzmaß

Rückepferd allgemein
Ein Rückepferd ist ein speziell ausgebildetes Pferd, das Holz besonders bodenschonend aus dem Wald zieht. Beim Pferderücken ziehen kräftige Kaltblüter einzelne Stämme aus dem Bestand zum Weg. Diese Methode ist besonders schonend für Boden und verbleibende Bäume und wird in sensiblen Gebieten, Steillagen und im Naturschutz eingesetzt.

Eigenschaften: Ausgebildetes Zugpferd, Bodenschonendes Rücken, Für sensible Gebiete, Emissionsfrei.

Verwendung: Naturschutz und Steillagen, Schonende Holzernte, Einzelstammrückung.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Rückeverfahren · Einzelstammrückung

Rückeschaden wald
Ein Rückeschaden ist eine Verletzung an verbleibenden Bäumen oder am Waldboden durch das Rücken von Holz. Beim Rücken können Stämme und Maschinen die im Bestand verbleibenden Bäume anfahren und Rinde sowie Kambium verletzen. Solche Rindenverletzungen (Rückeschäden) sind Eintrittspforten für Fäulepilze und mindern den Holzwert der geschädigten Bäume. Auch der Waldboden kann durch Befahren verdichtet oder aufgerissen werden.

Eigenschaften: Verletzung an Baum/Boden beim Rücken, Rinden- und Kambiumschäden, Eintrittspforte für Fäule, Durch feste Gassen vermeidbar.

Verwendung: Holzernte und Waldschutz, Qualitätssicherung, Bodenschutz.

Maßeinheiten: Schadfläche je Baum in cm² · Boden: Verdichtung/Spurtiefe

Rückeschild stammholz
Ein Rückeschild ist eine am Heck eines Forstschleppers montierte Schildplatte zum Abstützen und Anpressen beim Holzrücken. Das Rückeschild sitzt hinten am Forstschlepper oder an der Rückewinde. Beim Seilrücken stützt es sich am Boden ab und nimmt die Zugkräfte auf, sodass der Schlepper stabil steht. Zugleich hält es das aufgezogene Holz an der richtigen Position.

Eigenschaften: Schildplatte am Schlepperheck, Nimmt Zugkräfte auf, Stützt beim Seilrücken, Hält das Holz in Position.

Verwendung: Forstschlepper mit Seilwinde, Seilrücken, Standsicherung.

Maßeinheiten: Schildbreite in Zentimeter (cm) · Als Anbauteil ohne Volumenmaß

Rückeschlepper allgemein
Ein Rückeschlepper ist eine Forstmaschine, die gefällte Stämme über den Boden zum Forstweg zieht. Der Rückeschlepper (Skidder) zieht Stämme mit Seilwinde und Rückekette oder mit einem Klemmbankaggregat teilweise über den Boden zum Weg. Er wird vor allem für langes, schweres Holz eingesetzt.

Eigenschaften: Zieht Stämme über den Boden, Mit Seilwinde oder Klemmbank, Für langes, schweres Holz, Auf Rückegassen.

Verwendung: Holzrücken, Langholzernte, Forstbetrieb.

Maßeinheiten: Zugkraft je Maschine · Holz in Festmeter (Fm)

Rückeschneise wald
Eine Rückeschneise ist eine angelegte Fahrgasse im Bestand, auf der Holz gerückt wird. Die Rückeschneise (weitgehend gleichbedeutend mit Rückegasse) ist ein schmaler, dauerhaft festgelegter Fahrstreifen, auf dem Rückefahrzeuge das Holz aus dem Bestand transportieren. Durch die Bündelung des Verkehrs auf feste Schneisen bleibt der übrige Waldboden unbefahren und geschützt.

Eigenschaften: Feste Fahrgasse im Bestand, Weitgehend = Rückegasse, Bündelt den Rückeverkehr, Schützt den übrigen Boden.

Verwendung: Bodenschonende Holzernte, Feinerschließung, Rücken mit Forwarder/Schlepper.

Maßeinheiten: Gassenabstand in Meter (z. B. 20–40 m) · Breite in Meter

Rückewagen allgemein
Ein Rückewagen ist ein Anhänger mit Ladekran, der geladenes Holz getragen zum Weg transportiert. Der Rückewagen wird an einen Traktor angehängt und lädt mit seinem Kran Stämme und Meterholz auf die Ladefläche. So wird das Holz getragen statt geschleift, was den Boden schont.

Eigenschaften: Anhänger mit Ladekran, Trägt das Holz, Am Traktor betrieben, Bodenschonend.

Verwendung: Brennholzbergung, Selbstwerbung, Kleine und mittlere Betriebe.

Maßeinheiten: Ladevolumen je Wagen · Holz in Fm oder Rm

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm (für die Ladungsabrechnung)

Rückewagenlehrgang ausbildung
Der Rückewagenlehrgang schult das sichere Rücken und Verladen von Holz mit Rückewagen und Kran. Der Rückewagen (Rückeanhänger) mit Forstkran transportiert Holz aus dem Bestand zum Weg – die häufige Rückelösung im Klein- und Bauernwald. Der Lehrgang vermittelt sicheres Fahren im Gelände, Kranbedienung, Beladen und Ladungssicherung, Standsicherheit sowie Bodenschutz und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Rücken mit Rückewagen, Kranbedienung und Beladen, Ladungssicherung, Für Waldbesitzer/Selbstwerber.

Verwendung: Holztransport im Kleinwald, Kranarbeit, Selbstwerbung.

Maßeinheiten: Grundlage: Hersteller-/DGUV-Empfehlungen · Abschluss: Teilnahmenachweis

Rückeweg wald
Ein Rückeweg ist ein befestigter Fahrweg zur Erschließung des Waldes für den Holztransport. Rückewege gehören zur Feinerschließung des Waldes und verbinden die Rückegassen im Bestand mit den befestigten Waldstraßen. Über sie bewegen Rückefahrzeuge das Holz zum Polterplatz. Im Gegensatz zur unbefestigten Rückegasse ist der Rückeweg oft tragfähiger ausgebaut.

Eigenschaften: Fahrweg zur Walderschließung, Verbindet Gassen und Waldstraße, Oft tragfähiger als Rückegasse, Teil der Feinerschließung.

Verwendung: Walderschließung, Holztransport, Bodenschonende Ernte.

Maßeinheiten: Wegabstand/-dichte in m bzw. lfm/ha · Bezug: Erschließung

Rückezange stammholz
Eine Rückezange ist ein zangenförmiges Greifwerkzeug am Kran, das Stämme und Poltern zum Transport greift. Die Rückezange sitzt am Ende eines Forst- oder Ladekrans und greift Stämme oder Stammabschnitte, um sie zu heben und auf den Rückewagen zu laden oder zum Weg zu ziehen. Sie wird hydraulisch geöffnet und geschlossen und ist oft drehbar (Rotator).

Eigenschaften: Zangenförmiger Krangreifer, Hydraulisch betätigt, Meist drehbar (Rotator), Verschiedene Größen.

Verwendung: Rücken mit Forstkran, Beladen von Rückewagen, Poltern.

Maßeinheiten: Greiffläche in Quadratzentimeter (cm²) · Öffnungsweite in Zentimeter (cm)

Rückezug stammholz
Ein Rückezug (Forwarder) ist eine geländegängige Forstmaschine, die aufgearbeitetes Holz aufgeladen aus dem Bestand transportiert. Der Rückezug – meist Forwarder genannt – ist ein selbstfahrendes, knickgelenktes Forstfahrzeug mit Ladefläche (Rungenkorb) und Kran. Er lädt das vom Harvester aufgearbeitete Kurzholz auf, transportiert es tragend (nicht schleifend) über die Rückegasse zum Polterplatz und sortiert es dort.

Eigenschaften: Selbstfahrende Rückemaschine (Forwarder), Trägt Holz auf der Ladefläche, Mit Kran, knickgelenkt, Team mit dem Harvester.

Verwendung: Hochmechanisierte Kurzholzernte, Rücken zum Polterplatz, Sortierung.

Maßeinheiten: Ladevolumen/Nutzlast in Tonnen · Menge in Festmeter

Rückung wald
Die Rückung ist der Transport des gefällten Holzes vom Hiebsort zum Waldweg oder Lagerplatz. Nach dem Fällen und Aufarbeiten muss das Holz aus dem Bestand zur Waldstraße gebracht werden – das ist die Rückung. Sie erfolgt mit Forstschlepper und Seilwinde, Rückewagen, Forwarder oder in schwierigem Gelände per Seilkran.

Eigenschaften: Holztransport zum Weg, Schlepper, Forwarder, Seilkran, Über feste Rückegassen, Bestandes- und bodenschonend.

Verwendung: Holzernte, Transport aus dem Bestand, Bereitstellung am Weg.

Maßeinheiten: Rückeentfernung in Meter · Menge in Festmeter

Rundholz stammholz
Rundholz ist unverarbeitetes, entastetes Stammholz, wie es nach der Fällung anfällt. Rundholz ist der Stamm nach dem Entasten, noch nicht gesägt oder gespalten. Es wird in Festmeter gehandelt und je nach Qualität zu Bau-, Möbel- oder Brennholz weiterverarbeitet. Als Brennholz-Rundholz wird es meist günstig verkauft; der Käufer sägt und spaltet es selbst. Rundholz sollte vor der Lagerung möglichst entrindet oder zügig aufgearbeitet werden.

Eigenschaften: Unverarbeitetes Stammholz, Entastet, nicht gespalten, Handel in Festmeter, Vielseitig verwertbar.

Verwendung: Sägewerk, Selbstwerbung, Bau- und Brennholz.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Durchmesser: je nach Sortiment

Umrechnung: 1 Fm Rundholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Rundholzplatz stammholz
Ein Rundholzplatz ist eine befestigte Fläche zur Annahme, Lagerung und Sortierung von Rundholz, meist am Sägewerk. Der Rundholzplatz (Holzplatz, Nassplatz bei Beregnung) ist die Eingangslagerfläche eines Sägewerks oder Holzhandels, auf der angeliefertes Rundholz vermessen, nach Stärke und Güte sortiert, gelagert und dem Einschnitt zugeführt wird. Oft gehören Kran- oder Radladeranlagen, Vermessungstechnik und – zur Qualitätssicherung – eine Beregnung (Nasslagerung) dazu.

Eigenschaften: Lager-/Sortierfläche für Rundholz, Meist am Sägewerk, Vermessung und Sortierung, Oft mit Beregnung (Nasslager).

Verwendung: Sägewerk und Holzhandel, Rundholzannahme, Nasslagerung von Wertholz.

Maßeinheiten: Lagermenge in Festmeter · Fläche in Quadratmeter

Rußbrand brennholz
Ein Rußbrand (Schornsteinbrand) ist das Entzünden von Ruß- und Teerablagerungen im Schornstein. Bei einem Rußbrand entzünden sich abgelagerter Glanzruß und Teer im Schornstein und verbrennen mit sehr hohen Temperaturen (über 1000 °C). Dabei können Funken aus dem Schornstein schlagen, der Schornstein reißen und ein Gebäudebrand entstehen.

Eigenschaften: Brand der Schornstein-Ablagerungen, Sehr hohe Temperaturen, Funkenflug und Rissgefahr, Vermeidbar durch gutes Heizen.

Verwendung: Brandschutz, Schornsteinbetrieb, Notfallverhalten.

Maßeinheiten: Temperaturen über 1000 °C · Vermeidung: Kehren + trockenes Holz

Rußrindenkrankheit wald
Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzkrankheit des Ahorns, die vor allem nach Trockenheit auftritt und gesundheitsrelevant ist. Die Rußrindenkrankheit wird durch den Pilz Cryptostroma corticale verursacht und befällt vor allem Berg- und Spitzahorn. Nach Hitze- und Trockenstress bildet der Pilz unter der Rinde schwarze, rußartige Sporenlager; die Rinde platzt ab und legt die dunkle Fläche frei. Befallene Bäume sterben oft ab.

Eigenschaften: Pilzkrankheit des Ahorns, Nach Hitze/Trockenheit, Schwarze, rußartige Sporenlager, Atemwegsgefahr durch Sporen.

Verwendung: Waldschutz und Gesundheitsschutz, Ahorn an Wegen und in Städten, Arbeitssicherheit.

Maßeinheiten: Befall je Baum/Bestand · Auftreten nach Trockenjahren

S

Sachverständiger wald
Ein Sachverständiger ist ein unabhängiger Fachmann, der Bäume, Wälder oder Schäden fachlich begutachtet und bewertet. Sachverständige für Bäume und Forst beurteilen Verkehrssicherheit, Standsicherheit, Baumwert oder Schadensursachen und erstellen fundierte, nachvollziehbare Gutachten. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige genießen dabei besonderes Vertrauen.

Eigenschaften: Unabhängiger Fachmann, Begutachtung von Bäumen/Wald, Erstellt fundierte Gutachten, Oft öffentlich bestellt.

Verwendung: Verkehrssicherung, Wert- und Schadensfragen, Behörden und Gerichte.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachperson · Bewertung je Fragestellung

Saftstrom stammholz
Der Saftstrom ist der Transport von Wasser und Nährstoffen im Baum. Der Saftstrom umfasst zwei Richtungen: Im Holz (Xylem) steigt Wasser mit gelösten Mineralsalzen von den Wurzeln in die Krone (Transpirationsstrom), im Bast (Phloem) werden die in den Blättern gebildeten Zucker abwärts zu Wurzeln und Wachstumszonen transportiert. Angetrieben wird der Wasserstrom vor allem durch die Verdunstung an den Blättern.

Eigenschaften: Wasser- und Nährstofftransport, Xylem aufwärts, Phloem abwärts, Von Verdunstung angetrieben, Im Frühjahr besonders kräftig.

Verwendung: Baumphysiologie, Vitalitätsverständnis, Schäl-/Erntezeitpunkt.

Maßeinheiten: Richtungen: Xylem/Phloem · Antrieb: Transpiration

Säge allgemein
Eine Säge ist ein Werkzeug mit gezähntem Blatt zum Trennen von Holz. Sägen gibt es in vielen Bauformen: Handsäge, Bügelsäge, Kappsäge, Kreissäge und Motorsäge. Sie unterscheiden sich in Antrieb, Schnittleistung und Einsatzbereich – vom feinen Zuschnitt bis zur Baumfällung.

Eigenschaften: Werkzeug mit gezähntem Blatt, Viele Bauformen, Hand- oder motorbetrieben, Für verschiedene Schnitte.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Baumfällung, Zuschnitt.

Maßeinheiten: Blattlänge/Schwertlänge in cm · Kein Holzmaß

Sägeblatt allgemein
Ein Sägeblatt ist der gezähnte, schneidende Teil einer Säge. Das Sägeblatt bestimmt Schnittqualität und Leistung. Zahnform, Zahnzahl und Material richten sich nach dem Werkstoff und der gewünschten Schnittart. Für Brennholz kommen grobzahnige Blätter oder Sägeketten zum Einsatz.

Eigenschaften: Gezähnter, schneidender Teil, Zahnform je Einsatz, Verschiedene Materialien, Muss scharf sein.

Verwendung: Kreis- und Kappsägen, Motorsägenkette, Zuschnitt.

Maßeinheiten: Durchmesser/Länge in cm · Zahnzahl je Blatt

Sägerundholz stammholz
Sägerundholz ist Rundholz, das im Sägewerk zu Schnittholz eingeschnitten wird. Sägerundholz erfüllt die Qualitäts- und Stärkeanforderungen für den Einschnitt zu Brettern, Bohlen und Kanthölzern. Es liegt qualitativ zwischen dem wertvollen Furnierstamm und dem geringerwertigen Industrieholz.

Eigenschaften: Rundholz für den Einschnitt, Zu Schnittholz verarbeitet, Nach Stärke/Güte sortiert, Wichtigstes Nutzholz.

Verwendung: Sägewerk, Bau- und Möbelholz, Schnittholzproduktion.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Stärke-/Güteklassen

Umrechnung: 1 Fm Sägerundholz = 1 m³ reines Holz (Ausbeute an Schnittholz geringer)

Sägeschnitt allgemein
Ein Sägeschnitt ist der Trennschnitt, den eine Säge im Holz erzeugt. Der Sägeschnitt trennt das Holz und hinterlässt eine Schnittfläche. Seine Qualität hängt von Säge, Blatt und Führung ab. Man unterscheidet Längsschnitt (mit der Faser) und Querschnitt (gegen die Faser).

Eigenschaften: Trennschnitt der Säge, Längs- oder Querschnitt, Qualität je nach Führung, Hinterlässt Schnittfläche.

Verwendung: Brennholzzuschnitt, Holzbearbeitung, Fällarbeiten.

Maßeinheiten: Schnittbreite je Blatt · Kein Holzmaß

Sägespäne allgemein
Sägespäne sind die feinen Holzpartikel, die beim Sägen anfallen, und ein wichtiger Rohstoff für Pellets und Platten. Beim Einschnitt im Sägewerk entstehen große Mengen Sägespäne. Trocken und sauber sind sie der Hauptrohstoff für die Pelletproduktion und für Span- und Faserplatten.

Eigenschaften: Feine Holzpartikel vom Sägen, Nebenprodukt des Sägewerks, Rohstoff für Pellets/Platten, Auch als Einstreu.

Verwendung: Pelletproduktion, Span- und Faserplatten, Einstreu und Bindung.

Maßeinheiten: Handel: Tonnen oder m³ · Schüttgewicht niedrig

Sägewerk schnittholz
Ein Sägewerk ist ein Betrieb, der Rundholz zu Schnittholz wie Brettern, Bohlen und Kanthölzern einschneidet. Im Sägewerk werden Stämme entrindet, vermessen und mit Gatter-, Band- oder Kreissägen in Bretter und Balken zerlegt. Dabei fallen als Nebenprodukte Sägespäne, Schwarten und Restholz an, die energetisch genutzt werden.

Eigenschaften: Betrieb für den Holzeinschnitt, Rundholz zu Schnittholz, Gatter-, Band-, Kreissäge, Restholz als Nebenprodukt.

Verwendung: Schnittholzproduktion, Holzverarbeitung, Restholzabgabe.

Maßeinheiten: Handel Rundholz: Festmeter · Schnittholz: m³

Umrechnung: 1 Fm Rundholz = 1 m³ – Ausbeute an Schnittholz je nach Qualität geringer

Sägewerker ausbildung
Der Sägewerker ist die praxisnahe Bezeichnung für Fachkräfte, die im Sägewerk Rundholz zu Schnittholz verarbeiten. Sägewerker bedienen die Anlagen eines Sägewerks – vom Entrinden über das Auftrennen des Stamms bis zum Sortieren, Trocknen und Stapeln des Schnittholzes. Der anerkannte Ausbildungsberuf dazu ist der Holzbearbeitungsmechaniker.

Eigenschaften: Fachkraft im Sägewerk, Rundholz zu Schnittholz, Anerkannter Beruf: Holzbearbeitungsmechaniker, Sortieren und Trocknen.

Verwendung: Sägewerke, Schnittholzproduktion, Holztrocknung.

Maßeinheiten: Anerkannter Beruf: Holzbearbeitungsmechaniker (3 Jahre) · Erste Verarbeitungsstufe

Sapie stammholz
Ein Sapie (Sappie) ist ein Handwerkzeug mit fester Spitze zum Ziehen, Wenden und Tragen von Stämmen. Der Sapie besteht aus einem Stiel mit einer fest angeschmiedeten, leicht gebogenen Spitze, die man in den Stamm schlägt. Damit lassen sich Stämme ziehen, wenden, heben und in Poltern richten. Kurze Sapies dienen dem Handling einzelner Stämme, lange dem Sortieren und Poltern.

Eigenschaften: Handwerkzeug mit fester Spitze, Zieht, wendet und trägt Stämme, Spitze wird eingeschlagen, Regional „Sappel".

Verwendung: Stämme ziehen und wenden, Poltern und Sortieren, Handhabung von Holz.

Maßeinheiten: Stiellänge kurz/lang (cm) · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Sappel stammholz
Sappel ist eine regionale Bezeichnung für den Sapie (Sappie), das Zug- und Wendewerkzeug für Stämme. Der Begriff Sappel wird in vielen Regionen gleichbedeutend mit Sapie/Sappie verwendet: ein Stiel mit fest angeschmiedeter, gebogener Spitze, die in den Stamm geschlagen wird, um ihn zu ziehen, zu wenden oder zu heben.

Eigenschaften: Regionale Bezeichnung für Sapie, Feste, eingeschlagene Spitze, Zieht und wendet Stämme, Synonym: Sapie/Sappie/Zapin.

Verwendung: Stämme ziehen und wenden, Poltern und Sortieren, Waldarbeit.

Maßeinheiten: Stiellänge in Zentimeter · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Saugaustragung pellets
Die Saugaustragung fördert Pellets pneumatisch mit einem Saugsystem aus dem Lager zum Kessel. Bei der Saugaustragung werden die Pellets über Saugschläuche und ein Gebläse angesaugt und zum Kessel transportiert. Sie erlaubt große Entfernungen und Höhenunterschiede zwischen Lager und Heizung sowie flexible Lageranordnungen.

Eigenschaften: Pneumatische Förderung, Über Saugschläuche und Gebläse, Große Distanzen möglich, Flexible Lageranordnung.

Verwendung: Pelletheizungen mit entferntem Lager, Höhenunterschiede, Nachrüstung.

Maßeinheiten: Fördermenge in Kilogramm/Stunde (kg/h) · Reichweite in Meter (m)

Schadholz wald
Schadholz ist Holz von Bäumen, die durch Sturm, Schnee, Insekten, Pilze, Dürre oder Feuer geschädigt wurden. Schadholz (Kalamitätsholz) fällt außerplanmäßig an, wenn Bäume durch Störungen absterben oder umgeworfen werden – etwa Sturm- und Schneebruchholz, Käfer- und Dürreholz oder Brandholz. Es muss oft rasch aufgearbeitet werden, um Folgeschäden (z. B. Käfervermehrung) zu begrenzen und die noch nutzbare Qualität zu sichern.

Eigenschaften: Holz geschädigter Bäume, Sturm, Käfer, Dürre, Feuer, Fällt außerplanmäßig an, Rasch aufzuarbeiten.

Verwendung: Schadensmanagement, Sturm-/Käferholzaufarbeitung, Restholzverwertung.

Maßeinheiten: Menge in Festmeter (Fm) · Qualität nach Sortierung

Umrechnung: 1 Fm Schadholz = 1 m³ Holz (Qualität gemindert).

Schalbrett schnittholz
Ein Schalbrett ist ein einfaches, sägeraues Brett, das vor allem für Betonschalungen und Verschalungen verwendet wird. Schalbretter sind preiswerte, meist unbesäumte oder grob besäumte Nadelholzbretter. Sie dienen als verlorene oder wiederverwendbare Schalung im Betonbau, für Verkleidungen, Zäune und provisorische Konstruktionen.

Eigenschaften: Einfaches, sägeraues Brett, Für Schalungen, Meist Nadelholz, Preiswert.

Verwendung: Betonschalung, Verkleidung und Zäune, Provisorien.

Maßeinheiten: Dicke meist ca. 24 mm · Volumen: L × B × H

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Dicke (in Metern)

Schäleisen stammholz
Ein Schäleisen ist ein Handwerkzeug zum Entrinden (Schälen) von Stämmen. Das Schäleisen (Rindenschäler, Schäleisen/Schäläxt) hat eine breite, leicht gebogene Schneide, mit der die Rinde in Bahnen vom Stamm gelöst und abgehoben wird. Entrindet wird, um das Holz rascher trocknen zu lassen, Insektenbefall (z. B. Borkenkäfer) im Bast vorzubeugen und für bestimmte Verwendungen sauberes, rindenfreies Holz zu erhalten.

Eigenschaften: Handwerkzeug zum Entrinden, Breite, gebogene Schneide, Löst Rinde in Bahnen, Am besten bei frischem Holz.

Verwendung: Entrinden von Stämmen, Borkenkäfer-Vorbeugung, Rundholz und Bauholz.

Maßeinheiten: Schneidenbreite in Zentimeter · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Schalholz schnittholz
Schalholz ist einfaches Bauholz für Schalungen und untergeordnete, meist nur vorübergehende Bauzwecke. Schalholz ist sägeraues, unbesäumtes oder besäumtes Nadelschnittholz geringer Sortierklasse, das vor allem für Betonschalungen, Verschalungen, Abstützungen und Hilfskonstruktionen auf der Baustelle verwendet wird. Es muss nicht optisch hochwertig sein, sondern preisgünstig und ausreichend tragfähig.

Eigenschaften: Einfaches Bau-/Schalungsholz, Sägerau, geringe Sortierklasse, Für Beton- und Hilfskonstruktionen, Mehrfach wiederverwendbar.

Verwendung: Betonschalung, Abstützungen und Verschalungen, Baustellen-Hilfskonstruktionen.

Maßeinheiten: Maße in cm (Brett/Kantholz) · Menge in Kubikmeter/lfm

Umrechnung: 1 m³ Schalholz = 1 Fm eingeschnittenes Nadelholz.

Schälschaden wald
Ein Schälschaden ist eine Rindenverletzung, die durch das Abziehen der Rinde durch Wild (Schälen) entsteht. Schälschäden entstehen, wenn Schalenwild – vor allem Rotwild – im Winter oder Frühjahr mit den Zähnen die Rinde von Stämmen abzieht, um an den nährstoffreichen Bast zu gelangen. Die freigelegten, oft großflächigen Wunden sind Eintrittspforten für Fäulepilze; die Folge sind Stamm- und Kernfäule, Wertverlust und verminderte Stabilität.

Eigenschaften: Rindenverletzung durch Schälen (Wild), Vor allem Rotwild an Fichte, Eintrittspforte für Fäule, Wert- und Stabilitätsverlust.

Verwendung: Waldschutz und Wildmanagement, Fichtenbestände, Schadensbewertung.

Maßeinheiten: Schälfläche je Stamm in cm² · Schälprozent im Bestand

Schalung schnittholz
Eine Schalung ist eine Form oder Verkleidung aus Brettern oder Platten, etwa für Beton oder als Fassade. Im Betonbau gibt die Schalung dem noch flüssigen Beton seine Form, bis er ausgehärtet ist. Im Ausbau bezeichnet Schalung auch eine sichtbare Bretterverkleidung von Wänden, Decken oder Fassaden.

Eigenschaften: Form oder Verkleidung aus Holz, Für Beton oder als Fassade, Aus Brettern oder Platten, Bestimmt die Oberfläche.

Verwendung: Betonbau, Fassaden und Decken, Innenausbau.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Brettmaße individuell

Schattenbaumart wald
Eine Schattenbaumart ist eine Baumart, deren Jungpflanzen auch im Schatten des Altbestandes gedeihen. Schattenbaumarten wie Buche, Tanne, Fichte, Hainbuche oder Eibe können sich unter dem Schirm des Altbestandes verjüngen und dort lange ausharren, bis mehr Licht verfügbar wird. Ihre Jungpflanzen ertragen Beschattung deutlich besser als die von Lichtbaumarten.

Eigenschaften: Verjüngt auch im Schatten, Jungpflanzen schattentolerant, Basis von Femel-/Plenterwald, z. B. Buche, Tanne, Fichte.

Verwendung: Naturnahe Verjüngung, Femelschlag und Plenterung, Dauerwald.

Maßeinheiten: Schattentoleranz (hoch) · Gegensatz: Lichtbaumart

Scheibenhacker hackschnitzel
Ein Scheibenhacker zerkleinert Holz mit Messern, die auf einer rotierenden Schwungscheibe sitzen. Beim Scheibenhacker sind die Hackmesser radial auf einer schweren Schwungscheibe angeordnet. Er liefert sehr gleichmäßige, saubere Hackschnitzel und eignet sich besonders für dünneres, gerades Material.

Eigenschaften: Messer auf Schwungscheibe, Sehr gleichmäßiges Hackgut, Für dünneres Holz, Kompakt.

Verwendung: Hackschnitzel für Kleinanlagen, Dünnes, gerades Material, Land- und Forstwirtschaft.

Maßeinheiten: Leistung in Schüttraummeter/Stunde (Srm/h) · Antrieb in Kilowatt (kW)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ 0,4 Fm Holz

Scheit brennholz
Ein Scheit ist ein einzelnes, gespaltenes Stück Brennholz in ofengerechter Länge. Ein Scheit entsteht durch das Ablängen und Spalten von Rund- oder Meterholz. Durch das Spalten vergrößert sich die Oberfläche, das Holz trocknet schneller und brennt besser.

Eigenschaften: Einzelnes Brennholzstück, Gespalten, Ofengerechte Länge, Größere Oberfläche.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Offener Kamin.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 / 50 cm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm geschichtete Scheite = ca. 0,7 Fm reines Holz

Scheitholz brennholz
Scheitholz ist gesägtes und gespaltenes Brennholz in Scheitform – die klassische Brennstoffform für Kamin und Ofen. Scheitholz entsteht, indem Rundholz auf Länge gesägt und gespalten wird. Es ist die verbreitetste Brennholzform und wird in Raummeter oder Schüttraummeter gehandelt. Für sauberes Heizen muss Scheitholz gut getrocknet sein (unter 20 Prozent Restfeuchte). Hartholz liefert lange Glut, Nadelholz schnelle Wärme.

Eigenschaften: Gesägt und gespalten, Klassische Brennholzform, Handel in Rm oder Srm, Trocken zum Heizen.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Zentralheizung mit Scheitholz.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 / 50 cm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm geschichtet = ca. 0,7 Fm · 1 Rm ≈ 1,4 Srm lose

Scheitlänge brennholz
Die Scheitlänge ist die Länge eines Brennholzscheits und muss zur Brennkammer des Ofens passen. Brennholz wird auf gängige Scheitlängen von 25, 33 oder 50 Zentimetern zugeschnitten. Die Scheitlänge richtet sich nach der Ofengröße: Der Scheit sollte etwa 5 cm kürzer sein als die Brennkammer, damit er sich bequem einlegen lässt.

Eigenschaften: Länge des Brennholzscheits, Gängig 25 / 33 / 50 cm, Muss zum Ofen passen, Ca. 5 cm kürzer als Brennkammer.

Verwendung: Brennholzzuschnitt, Ofenkauf und -betrieb, Bestellung.

Maßeinheiten: Gängig: 25 / 33 / 50 cm · Ca. 5 cm unter Brennkammermaß

Schichtholz brennholz
Schichtholz ist geschichtet aufgesetztes Brennholz, dessen Menge in Raummeter angegeben wird. Schichtholz wird ordentlich Scheit für Scheit gestapelt, sodass sich das Volumen als Raummeter bestimmen lässt. Im Gegensatz zu lose geschüttetem Holz (Schüttraummeter) enthält geschichtetes Holz weniger Luft und damit mehr Holz je Kubikmeter.

Eigenschaften: Geschichtet aufgesetztes Holz, Menge in Raummeter, Weniger Luft als lose Ware, Gut vermessbar.

Verwendung: Brennholzlagerung, Verkauf nach Raummeter, Trocknung.

Maßeinheiten: Menge in Raummeter (Rm) · 1 Rm = 1 m³ geschichtet

Umrechnung: 1 Rm Schichtholz = ca. 0,7 Fm = ca. 1,4 Srm lose

Schichtraummeter allgemein
Der Schichtraummeter ist ein anderer Ausdruck für den Raummeter – ein Kubikmeter geschichtetes Scheitholz. Der Begriff Schichtraummeter betont, dass das Holz geschichtet gestapelt ist. Er entspricht dem Raummeter und enthält einschließlich der Luftzwischenräume rund 0,7 Festmeter reines Holz.

Eigenschaften: Anderer Name für Raummeter, Geschichtetes Scheitholz, 1 m³ inkl. Zwischenräume, Nicht gleich Schüttraummeter.

Verwendung: Brennholzhandel, Mengenangabe, Preisvergleich.

Maßeinheiten: 1 Schichtraummeter = 1 Raummeter = 1 m³ geschichtet

Umrechnung: 1 Schichtraummeter = ca. 0,7 Fm = ca. 1,4 Srm lose

Schlagabraum wald
Schlagabraum ist das nach der Holzernte auf der Fläche verbleibende Rest- und Astmaterial. Als Schlagabraum (Schlagreisig, Reisig) bezeichnet man Äste, Kronen, Wipfel, Rinde und Bruchholz, die nach dem Fällen und Aufarbeiten im Bestand oder auf dem Schlag zurückbleiben. Ein Teil wird als Reisigmatte auf die Rückegassen gelegt, um den Boden zu schützen, ein Teil verbleibt zur Nährstoffrückführung und als Lebensraum.

Eigenschaften: Rest-/Astmaterial nach der Ernte, Äste, Kronen, Wipfel, Rinde, Bodenschutz und Nährstoffe, Teils Käfer-Brutraum.

Verwendung: Bodenschutz (Reisigmatte), Nährstoffrückführung, Energieholzgewinnung.

Maßeinheiten: Menge in Schüttraummeter · Nährstoffrückführung

Schlagfläche wald
Eine Schlagfläche ist die Fläche, auf der ein Holzeinschlag (Hieb) durchgeführt wurde oder wird. Als Schlagfläche (Hiebsfläche, Schlag) bezeichnet man den Bereich eines Bestandes, in dem geerntet wird. Bei einem Kahlschlag entsteht eine offene Schlagfläche; bei schonenderen Verfahren (Schirm-, Femelschlag) bleibt der Bestand teilweise erhalten. Auf der Schlagfläche fallen Holz, Schlagabraum und – nach der Ernte – die Aufgabe der Wiederbewaldung an.

Eigenschaften: Fläche eines Holzeinschlags, Offen (Kahlschlag) oder teilbestockt, Mit Schlagabraum und Wiederbewaldung, Größe beeinflusst Ökologie.

Verwendung: Holzernte, Verjüngungsplanung, Waldschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar/Ar · Bezug: Hiebsart

Schlepper stammholz
Ein Schlepper ist eine Zugmaschine, die in der Forstwirtschaft zum Rücken und für Anbaugeräte eingesetzt wird. Der Schlepper (Traktor) ist die universelle Zugmaschine in Forst- und Landwirtschaft. In der Holzernte zieht der Forstschlepper mit Seilwinde oder Rückewagen das Holz aus dem Bestand (Rücken) und treibt über die Zapfwelle Anbaugeräte wie Seilwinde, Häcksler, Kreissäge oder Holzspalter an. Speziell ausgerüstete Forstschlepper haben Schutzaufbauten (Kabinenschutz, Unterfahrschutz), Rückeschild und Seilwinde.

Eigenschaften: Zugmaschine (Traktor) für den Forst, Rücken mit Winde/Rückewagen, Treibt Anbaugeräte (Zapfwelle), Mit Schutzaufbauten.

Verwendung: Holzrückung, Betrieb von Anbaugeräten, Bäuerlicher Forstbetrieb.

Maßeinheiten: Leistung in Kilowatt (kW) · Zugkraft in Kilonewton

Schneckenaustragung pellets
Die Schneckenaustragung fördert Pellets mechanisch über eine Förderschnecke aus dem Lager zum Kessel. Bei der Schneckenaustragung transportiert eine rotierende Förderschnecke die Pellets vom Lagerboden direkt zur Feuerung. Das System ist leise, energiesparend und zuverlässig, eignet sich aber nur für nahe, direkt an den Kessel angrenzende Lagerräume.

Eigenschaften: Mechanische Förderung, Über rotierende Schnecke, Leise und sparsam, Nur für nahes Lager.

Verwendung: Pelletheizungen mit angrenzendem Lager, Kurze Förderwege, Kombianlagen.

Maßeinheiten: Fördermenge in Kilogramm/Stunde (kg/h) · Distanz: wenige Meter

Schnittarbeiten garten
Schnittarbeiten sind der Rückschnitt von Pflanzen und Gehölzen zur Pflege, Formung und Gesunderhaltung. Zu den Schnittarbeiten gehören Hecken-, Strauch-, Obstbaum- und Staudenschnitt sowie das Entfernen von Totholz. Sie fördern Gesundheit, Form, Blüte und Ertrag und halten Anlagen gepflegt und sicher.

Eigenschaften: Rückschnitt von Pflanzen und Gehölzen, Hecke, Strauch, Baum, Staude, Fördert Form und Gesundheit, Schonzeiten beachten.

Verwendung: Garten- und Grünpflege, Obst- und Ziergarten, Heckenpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schnittmaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Schnittholz schnittholz
Schnittholz ist durch Sägen aus Rundholz gewonnenes Holz wie Bretter, Bohlen, Latten und Kanthölzer. Im Sägewerk wird Rundholz zu Schnittholz eingeschnitten. Je nach Querschnitt entstehen Bretter, Bohlen, Latten oder Kanthölzer für Bau, Möbel und Ausbau. Das Volumen wird über Länge × Breite × Höhe in Kubikmeter berechnet.

Eigenschaften: Gesägtes Holz aus Rundholz, Bretter, Bohlen, Latten, Kanthölzer, Volumen über L × B × H, Für Bau und Ausbau.

Verwendung: Holzbau, Möbel und Ausbau, Verpackung.

Maßeinheiten: Volumen in m³ · Maße in Metern

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Höhe (in Metern)

Schornstein allgemein
Ein Schornstein ist der senkrechte Abzug, der die Abgase einer Feuerstätte nach außen führt und den Zug erzeugt. Der Schornstein leitet die heißen Abgase des Ofens nach oben ab. Durch den Auftrieb der warmen Luft entsteht der Zug, der frische Verbrennungsluft nachzieht. Höhe, Querschnitt und Dichtheit bestimmen, wie gut er zieht.

Eigenschaften: Senkrechter Abgasabzug, Erzeugt den Zug, Höhe und Querschnitt entscheidend, Regelmäßig zu reinigen.

Verwendung: Öfen und Kamine, Abgasführung, Zugversorgung.

Maßeinheiten: Höhe und Querschnitt je Anlage · Fachwert Zug: Pascal

Schornsteinfeger brennholz
Der Schornsteinfeger reinigt, prüft und überwacht Schornsteine und Feuerungsanlagen. Der Schornsteinfeger (Bezirksschornsteinfeger) kehrt Schornsteine, misst Abgaswerte, prüft die Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerstätten und nimmt neue Anlagen ab. Die regelmäßigen Kehr- und Überprüfungsarbeiten sind gesetzlich vorgeschrieben (Feuerungsverordnung, Kehr- und Überprüfungsordnung).

Eigenschaften: Kehrt und prüft Schornsteine, Misst Abgaswerte, Nimmt Feuerstätten ab, Gesetzlich vorgeschrieben.

Verwendung: Schornstein- und Ofenbetrieb, Brandschutz, Anlagenabnahme.

Maßeinheiten: Kehrintervalle nach KÜO · Abgasmessung nach 1. BImSchV

Schornsteinzug allgemein
Der Schornsteinzug ist der Unterdruck im Schornstein, der die Abgase nach oben abführt und frische Luft in den Ofen zieht. Der Zug entsteht durch den Auftrieb der warmen Abgase und ist Voraussetzung für eine saubere Verbrennung. Ist der Zug zu schwach, brennt das Feuer schlecht und raucht; ist er zu stark, brennt das Holz zu schnell ab. Einfluss auf den Zug haben Schornsteinhöhe und -querschnitt, Temperatur, Witterung und die Luftzufuhr am Ofen. Trockenes Holz und ein sauberer Schornstein unterstützen einen guten Zug.

Eigenschaften: Unterdruck im Schornstein, Führt Abgase ab, Zieht Verbrennungsluft nach, Wetter- und temperaturabhängig.

Verwendung: Ofen- und Kaminbetrieb, Verbrennungssteuerung, Schornsteinplanung.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß im Alltag (Fachwert: Pascal) · Einfluss: Höhe, Querschnitt, Temperatur

Schüttdichte hackschnitzel
Die Schüttdichte gibt an, wie viel Masse eines Schüttguts wie Hackschnitzel oder Pellets in einem Kubikmeter steckt. Die Schüttdichte (in kg/m³) beschreibt das Gewicht je Volumen bei lose geschüttetem Material. Sie hängt von Holzart, Korngröße, Feuchte und Schüttung ab und ist wichtig für die Umrechnung von Volumen in Gewicht.

Eigenschaften: Masse je Volumen (Schüttgut), In kg/m³, Feuchte- und artabhängig, Basis der Gewichtsumrechnung.

Verwendung: Hackschnitzel- und Pellethandel, Lagerplanung, Abrechnung.

Maßeinheiten: Pellets: ca. 650–730 kg/m³ · Hackgut: 1 Srm ≈ 250–350 kg

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ 250–350 kg · 1 t Pellets ≈ 1,5 m³

Schüttkubikmeter allgemein
Ein Schüttkubikmeter ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Material wie Hackschnitzel und entspricht dem Schüttraummeter. Der Schüttkubikmeter bezeichnet einen Kubikmeter lose geschüttetes Holz oder Hackgut, gemessen als tatsächlich eingenommener Rauminhalt. Er ist gleichbedeutend mit dem Schüttraummeter (Srm).

Eigenschaften: Ein m³ lose geschüttet, Hoher Luftanteil, Gleich dem Schüttraummeter, Für Hackgut/loses Holz.

Verwendung: Hackschnitzelhandel, Loses Brennholz, Lagerplanung.

Maßeinheiten: 1 Schüttkubikmeter = 1 Schüttraummeter (Srm) · = 1 m³ lose

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm = ca. 0,5 Fm · 1 Srm Hackgut = ca. 0,4 Fm

Schüttraummeter (srm) allgemein
Ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Scheitholz und enthält durch die vielen Zwischenräume weniger Holz als ein Raummeter. Der Schüttraummeter (srm) bezeichnet einen Kubikmeter Holz, das nicht geschichtet, sondern lose in einen Behälter geschüttet wurde. Durch die unregelmäßige Lagerung ist der Luftanteil höher als beim geschichteten Raummeter. Weil ein Schüttraummeter deutlich weniger Holz enthält, ist die Umrechnung wichtig: Was nach viel klingt, entspricht nur einem Teil des Raum- oder Festmeters.

Eigenschaften: Ein m³ lose geschüttet, Hoher Luftanteil, Weniger Holz als ein Rm, Kürzel srm.

Verwendung: Loses Brennholz, Kaminholz in Säcken/Boxen, Hackschnitzel.

Maßeinheiten: Schüttraummeter: 1 m³ lose · Kürzel: srm

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm geschichtet · 1 Srm = ca. 0,5 Fm reines Holz · 1 Rm = ca. 1,4 Srm

Schüttvolumen allgemein
Das Schüttvolumen ist der Rauminhalt, den lose geschüttetes Material tatsächlich einnimmt. Beim Schütten von Hackschnitzeln, Pellets oder losem Scheitholz nimmt das Material durch die Zwischenräume mehr Raum ein als seine feste Masse. Dieses eingenommene Volumen ist das Schüttvolumen, angegeben in Schüttraummeter oder Kubikmeter.

Eigenschaften: Rauminhalt loser Schüttung, Größer als die feste Masse, In Srm oder m³, Basis der Lagerplanung.

Verwendung: Hackschnitzel und Pellets, Loses Brennholz, Transport und Lager.

Maßeinheiten: Angabe in Srm oder m³ · Umrechnung über Schüttdichte

Umrechnung: 1 m³ feste Hackmasse ≈ 1,2–1,4 Srm · 1 Srm ≈ 0,7–0,8 m³ Schüttvolumen

Schutzbekleidung allgemein
Schutzbekleidung ist die persönliche Schutzausrüstung für sichere Arbeiten mit Motorsäge und Holz. Zur Schutzbekleidung bei der Motorsägenarbeit gehören Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz, Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz sowie Handschuhe. Sie schützt vor den häufigsten und schwersten Verletzungen.

Eigenschaften: Persönliche Schutzausrüstung, Schnittschutz und Helm, Für Motorsägenarbeit, Geprüft und vollständig.

Verwendung: Baumfällung, Brennholzaufbereitung, Waldarbeit.

Maßeinheiten: Schnittschutzklassen · Kein Holzmaß

Schutzstreifen wald
Ein Schutzstreifen ist ein Geländestreifen, der zum Schutz vor Bränden, Wind oder anderen Gefahren freigehalten oder besonders gestaltet wird. Schutzstreifen erfüllen je nach Zweck verschiedene Funktionen: Waldbrandschutzstreifen (brandhemmende, laubholzreiche oder vegetationsarme Streifen) sollen die Ausbreitung von Feuer bremsen; Windschutzstreifen mindern Winderosion und -schäden; Schutzstreifen entlang von Straßen, Bahnlinien oder Leitungen dienen der Verkehrssicherung und dem Freihalten von Trassen.

Eigenschaften: Freigehaltener/gestalteter Geländestreifen, Gegen Brand, Wind, Gefahren, Waldbrand-/Wind-/Trassenschutz, Gezielt angelegt und gepflegt.

Verwendung: Waldbrandschutz, Windschutz, Trassen- und Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Breite/Länge in Meter · Bezug: Schutzfunktion

Schutzwald wald
Ein Schutzwald schützt durch seine Lage und Bestockung Menschen, Siedlungen oder Böden vor Naturgefahren. Schutzwälder erfüllen vorrangig Schutzfunktionen: Bergwälder halten Lawinen, Steinschlag und Muren zurück, andere Wälder schützen vor Bodenerosion, Hochwasser oder Wind. Diese Funktion hat Vorrang vor der Holznutzung.

Eigenschaften: Schutz vor Naturgefahren, Lawinen, Steinschlag, Erosion, Schutzfunktion vor Nutzung, Besondere Pflege.

Verwendung: Bergwald und Hanglagen, Uferschutz, Erosionsschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Schutzwirkung nicht in Volumen messbar

Schwachholz stammholz
Schwachholz ist dünnes Rundholz mit geringem Durchmesser, das vor allem als Industrie- oder Energieholz genutzt wird. Schwachholz fällt bei Durchforstungen und Pflegeeingriffen an und hat einen geringen Mittendurchmesser. Für hochwertiges Sägeholz ist es zu dünn und wird deshalb zu Industrieholz, Hackschnitzeln oder Brennholz verarbeitet.

Eigenschaften: Dünnes Rundholz, Geringer Durchmesser, Aus Durchforstung, Industrie-/Energieholz.

Verwendung: Industrieholz, Hackschnitzel, Brennholz.

Maßeinheiten: Mittendurchmesser gering · Handel: Fm, Srm

Umrechnung: 1 Fm Schwachholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel

Schwarzkiefer allgemein
Die Schwarzkiefer (Pinus nigra) ist eine trockenheitsresistente Kiefernart mit dunkler Borke und harzreichem Holz. Die Schwarzkiefer stammt aus Süd- und Südosteuropa und ist außerordentlich trockenheits- und hitzeverträglich. Sie wächst auch auf armen, steinigen Böden und wird deshalb im Klimawandel als Baumart für trockene Standorte geprüft.

Eigenschaften: Trockenheitsresistente Kiefer, Dunkle, gefurchte Borke, Harzreiches Holz, Für arme, trockene Böden.

Verwendung: Bau- und Industrieholz, Trockenstandorte, Brennholz (mit Funkenflug).

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,4 kWh/kg · Rohdichte ca. 520 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Kiefer ≈ 0,7 Fm; höherer Heizwert als Fichte.

Schwinden stammholz
Schwinden ist der Vorgang, bei dem Holz beim Trocknen an Maß und Volumen verliert. Schwinden ist der allgemeine Begriff für das Zusammenziehen des Holzes, wenn es unter dem Fasersättigungspunkt Feuchtigkeit abgibt. Es ist die Ursache dafür, dass frisch verbautes, zu feuchtes Holz später reißt, Fugen entstehen und Verbindungen sich lockern.

Eigenschaften: Maßverlust beim Trocknen, Unter dem Fasersättigungspunkt, Ursache von Rissen/Fugen, Gegenteil: Quellen.

Verwendung: Holztrocknung, Verarbeitung, Fugenplanung.

Maßeinheiten: Maßänderung in Prozent · Bezug: Ausgleichsfeuchte

Umrechnung: Schwinden beginnt unter ~30 % Holzfeuchte (Fasersättigungspunkt).

Seilklettertechnik wald
Die Seilklettertechnik ist ein Baumpflegeverfahren, bei dem Fachleute mit Seil und Klettergurt in die Krone aufsteigen – ohne Hubarbeitsbühne. Mit der Seilklettertechnik (SKT) erreichen Baumpfleger auch schwer zugängliche Kronen, an die keine Hubarbeitsbühne herankommt. Über Seilsysteme, Klettergurt und Sicherungstechnik bewegen sie sich kontrolliert im Baum und führen Pflege-, Sicherungs- oder Fällarbeiten aus.

Eigenschaften: Klettern mit Seil und Gurt, Ohne Hubarbeitsbühne, Für schwer zugängliche Kronen, Erfordert Ausbildung.

Verwendung: Baumpflege, Kronensicherung, Zerlegung schwieriger Bäume.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Arbeitsverfahren · Ausbildung erforderlich

Seilklettertechnik A (SKT-A) ausbildung
Die Seilklettertechnik A (SKT-A) ist die Grundausbildung für sicheres Arbeiten mit dem Seil im Baum. Die SKT-A vermittelt die Grundlagen der baumpflegerischen Seilklettertechnik: sicheres Aufsteigen, Positionieren und Arbeiten im Baum mit doppelt gesichertem Seilsystem, Knotenkunde, Materialkunde und Notfallmaßnahmen. Sie ist die Voraussetzung, um in der kletternden Baumpflege eingesetzt zu werden.

Eigenschaften: Grundstufe Seilklettertechnik, Sicheres Arbeiten im Baum, Doppelte Absturzsicherung, Prüfung + Auffrischung.

Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kronenarbeiten, Zugang für Schnittarbeiten.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: SKT-A-Nachweis

Seilklettertechnik B (SKT-B) ausbildung
Die Seilklettertechnik B (SKT-B) ist die Aufbaustufe mit Schwerpunkt Rettung und anspruchsvolle Klettertechniken. Die SKT-B baut auf der SKT-A auf und vertieft schwierige Klettersituationen, den Einsatz von Hebezeug und vor allem die Rettung verunfallter Personen aus dem Baum. In jedem Kletter-Team muss mindestens eine Person die Kletterretter-Qualifikation besitzen.

Eigenschaften: Aufbaustufe über SKT-A, Schwerpunkt Rettung, Anspruchsvolle Techniken, Pflicht im Kletter-Team.

Verwendung: Kletterrettung, Anspruchsvolle Kronenarbeiten, Team-Sicherheit.

Maßeinheiten: Voraussetzung: SKT-A · Abschluss: SKT-B-Nachweis (Kletterretter)

Seilkran stammholz
Ein Seilkran ist eine seilgebundene Rückeanlage, die Holz in steilem oder unbefahrbarem Gelände über ein Tragseil transportiert. Der Seilkran (Seilbahn, Seilkrananlage) spannt ein Tragseil zwischen Stützen bzw. Verankerungen, an dem ein Laufwagen das Holz hängend zum Weg befördert. Er wird vor allem im Gebirge und an steilen Hängen eingesetzt, wo boden­gebundene Maschinen nicht fahren können oder der Boden geschont werden muss.

Eigenschaften: Seilgebundene Rückeanlage, Tragseil mit Laufwagen, Für Steilgelände/Bodenschutz, Bodenschonende Ernte.

Verwendung: Gebirgs- und Steillagenernte, Bodenschonende Rückung, Unbefahrbares Gelände.

Maßeinheiten: Spannweite/Tragkraft in Meter/Tonnen · Menge in Festmeter

Seilwinde allgemein
Eine Seilwinde ist ein Zuggerät, mit dem Stämme über ein Stahlseil aus dem Bestand zum Weg gezogen werden. Forstseilwinden werden meist an der Dreipunktaufnahme des Traktors betrieben. Über ein Stahlseil und Chokerketten wird das Holz angeschlagen und kontrolliert zum Rückeweg gezogen – auch aus dem Bestand heraus, ohne dort zu fahren.

Eigenschaften: Zuggerät mit Stahlseil, Meist am Traktor, Zieht Holz zum Weg, Bodenschonend aus dem Bestand.

Verwendung: Holzrücken, Bergung hängender Bäume, Selbstwerbung.

Maßeinheiten: Zugkraft in Tonnen · Seillänge in Metern

Seilwinden-Sachkunde ausbildung
Die Seilwinden-Sachkunde ist der Nachweis über den sicheren, sachkundigen Umgang mit Forstseilwinden. Die Seilwinden-Sachkunde belegt, dass eine Person Forstseilwinden sicher bedienen und beurteilen kann. Vermittelt werden Anschlag- und Zugtechnik, Prüfung von Seil und Zubehör, Gefahren von Seilriss und Rückschlag sowie die vorgeschriebene regelmäßige Prüfung der Winde.

Eigenschaften: Sachkundenachweis Seilwinde, Sicherer Betrieb und Prüfung, Anschlag- und Zugtechnik, Für Haftung und Sicherheit.

Verwendung: Holzrücken mit Seilwinde, Prüfung von Seil und Zubehör, Klein- und Bauernwald.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Empfehlungen Seilwinde · Abschluss: Sachkundenachweis

Seilwindenlehrgang ausbildung
Der Seilwindenlehrgang schult das sichere Rücken von Holz mit der Forstseilwinde. Beim Seilrücken zieht eine am Traktor oder Rückefahrzeug montierte Seilwinde gefällte Stämme aus dem Bestand zum Weg. Der Lehrgang vermittelt sichere Anschlag- und Zugtechnik, den Umgang mit Seil, Umlenkrollen und Chokerketten, die Gefahren von Seilriss und Rückschlag sowie Standsicherheit und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Seilrücken, Anschlag- und Zugtechnik, Gefahr Seilriss/Rückschlag, Sachkundenachweis.

Verwendung: Holzrücken mit Seilwinde, Traktor und Rückefahrzeug, Klein- und Bauernwald.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Empfehlungen Seilwinde · Abschluss: Sachkunde-/Teilnahmenachweis

Selbstwerber brennholz
Ein Selbstwerber ist jemand, der Brennholz im Wald selbst fällt und aufarbeitet. Selbstwerber erwerben von Waldbesitzern oder Forstbetrieben das Recht, ausgewiesene Bäume oder Polter selbst aufzuarbeiten. Das spart Kosten, erfordert aber Ausrüstung, Erfahrung und oft einen Motorsägenschein.

Eigenschaften: Arbeitet Brennholz selbst auf, Erwirbt Aufarbeitungsrecht, Braucht Ausrüstung und Schein, Günstige Beschaffung.

Verwendung: Brennholzbeschaffung, Selbstversorgung, Waldarbeit.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter oder Raummeter · Preis deutlich unter ofenfertig

Umrechnung: 1 Fm Selbstwerberholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Selbstwerberholz brennholz
Selbstwerberholz ist Holz, das Kunden im Wald selbst fällen oder aufarbeiten dürfen – meist besonders günstig. Bei der Selbstwerbung geben Waldbesitzer oder Forstbetriebe ausgewiesene Bäume oder Polter zur Aufarbeitung frei. Der Selbstwerber sägt, spaltet und transportiert das Holz eigenständig. Das spart Kosten, erfordert aber Ausrüstung, Erfahrung und oft einen Motorsägenschein. Sicherheit und die Vorgaben des Waldbesitzers stehen dabei an erster Stelle.

Eigenschaften: Selbst aufgearbeitetes Holz, Meist günstig, Aus ausgewiesenen Beständen, Erfordert Ausrüstung.

Verwendung: Günstige Brennholzbeschaffung, Waldarbeit, Selbstversorgung.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) oder Raummeter · Preis deutlich unter ofenfertig

Umrechnung: 1 Fm Selbstwerberholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Sicherheitsbeauftragter ausbildung
Ein Sicherheitsbeauftragter unterstützt den Unternehmer ehrenamtlich bei der Unfallverhütung im Betrieb. Ab einer bestimmten Beschäftigtenzahl müssen Betriebe Sicherheitsbeauftragte bestellen. Sie beraten und unterstützen bei der Verhütung von Arbeitsunfällen, achten auf Schutzeinrichtungen und die Nutzung der PSA und melden Gefahren. Der Sicherheitsbeauftragte hat keine Weisungsbefugnis, sondern wirkt beratend und motivierend.

Eigenschaften: Ehrenamtliche Unfallverhütung, Berät und unterstützt, Keine Weisungsbefugnis, Ab bestimmter Betriebsgröße Pflicht.

Verwendung: Betriebliche Sicherheit, Forst- und Baupflegebetriebe, Gefahrenmeldung.

Maßeinheiten: Grundlage: SGB VII / DGUV Vorschrift 1 · Schulung: durch die Berufsgenossenschaft

Sichtschutzhecke garten
Eine Sichtschutzhecke ist eine Hecke, die als natürlicher Sicht- und Windschutz dient. Sichtschutzhecken aus immergrünen oder laubabwerfenden Gehölzen wie Thuja, Eibe, Kirschlorbeer, Hainbuche oder Liguster grenzen Grundstücke ab und schützen vor Blicken und Wind. Immergrüne Arten bieten ganzjährigen Sichtschutz.

Eigenschaften: Hecke als Sicht- und Windschutz, Immergrün oder laubabwerfend, Grenzt Grundstücke ab, Regelmäßig zu schneiden.

Verwendung: Grundstücksgrenzen, Terrasse und Sitzplatz, Windschutz.

Maßeinheiten: Höhe in Metern · Pflanzabstand je Art

Sortierung stammholz
Sortierung ist das Einteilen von Holz nach einheitlichen Merkmalen in vergleichbare Klassen (Sortimente). Bei der Sortierung wird Holz nach Kriterien wie Baumart, Stärke (Durchmesser), Länge, Güte (Fehler wie Äste, Krümmung, Fäule) und Verwendung geordnet. So entstehen handelbare, vergleichbare Sortimente (z. B. Stammholz nach Stärke- und Güteklassen). Für tragendes Bauholz kommt die Festigkeitssortierung (z. B. nach DIN 4074) hinzu.

Eigenschaften: Einteilen nach Merkmalen, Baumart/Stärke/Länge/Güte, Bildet handelbare Sortimente, Visuell oder maschinell.

Verwendung: Holzhandel und -verwertung, Preisbildung, Verwendungszuordnung.

Maßeinheiten: Güte-/Stärkeklassen · Festigkeitsklassen (z. B. C24)

Sortiment stammholz
Ein Sortiment ist eine nach Verwendung, Qualität und Maßen eingeteilte Holzgruppe wie Stamm-, Industrie- oder Brennholz. Bei der Holzernte wird der Baum in verschiedene Sortimente zerlegt: hochwertiges Stammholz für Säge und Furnier, schwächeres Industrieholz für Platten und Zellstoff, sowie Brenn- und Energieholz. Jedes Sortiment hat eigene Anforderungen und Preise.

Eigenschaften: Nach Verwendung eingeteilte Holzgruppe, Stamm-, Industrie-, Brennholz, Eigene Anforderungen je Sortiment, Grundlage der Vermarktung.

Verwendung: Holzernte und -verkauf, Sortierung, Wertschöpfung.

Maßeinheiten: Handel je Sortiment: Fm, Rm, Srm · Qualitäts- und Stärkeklassen

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm (bei Brennholzsortimenten)

Sortimentsliste stammholz
Eine Sortimentsliste ist eine Aufstellung der geernteten oder angebotenen Holzsortimente mit Mengen und Maßen. Die Sortimentsliste (Holzliste, Aushaltungsliste) listet die bei der Ernte gebildeten Sortimente auf – nach Baumart, Sorte, Stärke- und Güteklasse, Länge und Menge (Stückzahl/Festmeter). Sie entsteht bei der Aushaltung und Vermessung und dient als Grundlage für Verkauf, Abfuhr, Abrechnung und Rückverfolgbarkeit.

Eigenschaften: Aufstellung der Holzsortimente, Baumart, Sorte, Stärke, Menge, Entsteht bei der Aushaltung, Grundlage für Verkauf/Abrechnung.

Verwendung: Holzvermarktung, Abfuhr und Abrechnung, Rückverfolgbarkeit.

Maßeinheiten: Mengen in Festmeter/Stück · Je Sorte und Klasse

Spaltbarkeit brennholz
Die Spaltbarkeit gibt an, wie leicht sich Holz entlang der Fasern spalten lässt. Die Spaltbarkeit hängt vom Faserverlauf, der Holzart, dem Astanteil und der Feuchte ab. Gerade gewachsenes, astfreies Holz spaltet leicht (z. B. Fichte, Eiche, Esche im geraden Zustand), während drehwüchsiges, astiges oder zähes Holz (z. B. Hainbuche, Ulme, Apfel) schwer spaltbar ist. Frisches Holz spaltet meist leichter als abgelagertes.

Eigenschaften: Wie leicht sich Holz spalten lässt, Abhängig von Faser/Art/Ästen, Frisch meist leichter, Wichtig fürs Brennholz.

Verwendung: Brennholzaufarbeitung, Werkzeugauswahl, Holzbewertung.

Maßeinheiten: Kein festes Maß – Materialeigenschaft · Frisch vs. abgelagert

Spalten brennholz
Spalten ist das Teilen von Holzscheiten entlang der Faser, damit sie schneller trocknen und besser brennen. Beim Spalten wird das Holz mit Axt, Spalthammer, Keil oder Maschinenspalter der Länge nach getrennt. Durch die vergrößerte Oberfläche entweicht Feuchtigkeit schneller und die Scheite entzünden sich leichter.

Eigenschaften: Teilen entlang der Faser, Mit Axt, Keil oder Spalter, Vergrößert die Oberfläche, Verbessert Trocknung und Brennen.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Anfeuerholz herstellen, Vor der Lagerung.

Maßeinheiten: Kantenmaß gespalten: ca. 6–10 cm · Entlang der Faser

Spalthammer brennholz
Ein Spalthammer ist ein schweres Werkzeug aus Axtkeil und Hammerkopf zum Spalten von Brennholz. Der Spalthammer (Spaltmaul) vereint eine breite, keilförmige Spaltschneide mit einem hammerartigen, stumpfen Kopf auf der Rückseite. Mit seinem hohen Gewicht (meist 2,5–4 kg) treibt er sich durch die Wucht selbst in dickes, zähes Holz und spaltet es auf. Der stumpfe Kopf kann zusätzlich Spaltkeile eintreiben.

Eigenschaften: Schweres Brennholz-Spaltwerkzeug, Spaltschneide + Hammerkopf, Meist 2,5–4 kg, Treibt auch Spaltkeile.

Verwendung: Spalten von grobem Scheitholz, Zähes und astiges Holz, Eintreiben von Spaltkeilen.

Maßeinheiten: Kopfgewicht in Kilogramm (2,5–4 kg) · Stiellänge in Zentimeter

Spaltholz brennholz
Spaltholz ist Brennholz, das nach dem Sägen der Länge nach gespalten wurde, damit es schneller trocknet und besser brennt. Beim Spalten wird das Holz entlang der Faser geteilt. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche, die Feuchtigkeit entweicht schneller und die Scheite entzünden sich leichter. Spaltholz ist die übliche Form für Kamin- und Ofenholz. Der Spaltgrad richtet sich nach der Ofengröße: kleinere Scheite trocknen und zünden schneller.

Eigenschaften: Der Länge nach gespalten, Größere Oberfläche, Trocknet schneller, Leicht entzündlich.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Anfeuern.

Maßeinheiten: Kantenmaß gespalten: ca. 6–10 cm · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Spaltholz geschichtet = ca. 0,7 Fm reines Holz

Spaltkeil allgemein
Ein Spaltkeil ist ein keilförmiges Werkzeug, das mit dem Hammer in Holz getrieben wird, um es zu spalten. Der Spaltkeil aus Stahl wird in einen Riss oder Anschlag am Scheit gesetzt und mit einem Vorschlaghammer oder Spalthammer eingetrieben. Er teilt besonders dickes, knorriges oder zähes Holz, das sich mit der Axt allein schwer spalten lässt.

Eigenschaften: Keilförmiges Spaltwerkzeug, Aus Stahl, Mit Hammer eingetrieben, Für dickes, zähes Holz.

Verwendung: Brennholz spalten, Dicke Klötze teilen, Knorriges Holz.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Werkzeug · Mehrere Keile bei dickem Holz

Spanplatte schnittholz
Eine Spanplatte ist ein Holzwerkstoff aus verleimten Holzspänen, der im Möbel- und Innenausbau verwendet wird. Spanplatten entstehen, indem Holzspäne mit Bindemitteln unter Druck und Wärme zu Platten verpresst werden. Sie sind maßhaltig, günstig und werden vor allem für Möbel, Böden und Verkleidungen genutzt.

Eigenschaften: Holzwerkstoff aus Spänen, Mit Bindemitteln verpresst, Maßhaltig und günstig, Kein Brennholz.

Verwendung: Möbelbau, Böden und Verkleidungen, Innenausbau.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Plattenware · Formate in mm/cm

Spätholz stammholz
Spätholz ist der im Sommer gebildete, dunklere, dichtere und festere Teil eines Jahrrings. Gegen Ende der Wachstumsperiode bildet der Baum Spätholz mit engen, dickwandigen Zellen, die vor allem der Festigkeit dienen. Es ist dunkler, härter und dichter als das Frühholz und bestimmt maßgeblich die Festigkeit des Holzes.

Eigenschaften: Dunkler, dichter Jahrring-Teil, Im Sommer gebildet, Enge, dickwandige Zellen, Höhere Festigkeit.

Verwendung: Holzstrukturbestimmung, Festigkeitsbeurteilung, Sortierung.

Maßeinheiten: Anteil am Jahrring in Prozent · Dichte höher als Frühholz

Speierling allgemein
Der Speierling (Sorbus domestica) ist ein sehr seltener heimischer Laubbaum mit hartem, schwerem und wertvollem Holz. Der Speierling ist ein wärmeliebender, extrem seltener Verwandter der Elsbeere und war Baum des Jahres 1993. Sein hartes, schweres und dekoratives Holz gehört zu den teuersten heimischen Hölzern und wird für Furniere, Möbel und Musikinstrumente verwendet.

Eigenschaften: Sehr seltener Laubbaum, Hartes, schweres Holz, Wertvoll und dekorativ, Wärmeliebend.

Verwendung: Furniere und Edelmöbel, Musikinstrumentenbau, Früchte für Apfelwein.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 750 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Speierling = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.

Splintholz stammholz
Splintholz ist der äußere, hellere Teil des Stammes, der Wasser und Nährsalze leitet. Das Splintholz liegt zwischen Kambium und Kernholz. Es ist der physiologisch aktive Bereich, der Wasser vom Wurzel- zum Kronenraum leitet und Reservestoffe speichert. Splintholz ist meist heller, feuchter und weniger dauerhaft als Kernholz.

Eigenschaften: Äußerer, aktiver Stammteil, Leitet Wasser und Nährsalze, Heller und feuchter, Weniger dauerhaft.

Verwendung: Konstruktion (imprägniert), Verarbeitung, Holzschutz.

Maßeinheiten: Anteil am Querschnitt in Prozent · Feuchte höher als Kernholz

Stamm stammholz
Der Stamm ist der verholzte Hauptteil eines Baumes zwischen Wurzel und Krone und liefert den größten Teil des Holzes. Im Stamm bildet der Baum den Hauptteil seiner Holzmasse. Nach dem Fällen und Entasten entsteht daraus Rundholz, das je nach Qualität als Säge-, Furnier- oder Brennholz genutzt wird.

Eigenschaften: Verholzter Hauptteil des Baumes, Zwischen Wurzel und Krone, Größter Holzanteil, In Festmeter vermessen.

Verwendung: Stamm- und Rundholz, Säge- und Möbelholz, Brennholz.

Maßeinheiten: Durchmesser in cm · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Stamm = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Stammabschnitt stammholz
Ein Stammabschnitt ist ein auf eine bestimmte Länge abgelängtes Stück des Baumstamms. Beim Ablängen wird der Stamm in Abschnitte definierter Länge zerteilt, etwa auf Sägewerks- oder Sortimentsmaß. Jeder Stammabschnitt wird nach Länge und Durchmesser vermessen und einem Sortiment zugeordnet.

Eigenschaften: Abgelängtes Stammstück, Definierte Länge, Nach Länge/Durchmesser vermessen, Einem Sortiment zugeordnet.

Verwendung: Rundholzsortierung, Sägewerk, Brennholz (schwache Abschnitte).

Maßeinheiten: Länge und Durchmesser je Abschnitt · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Stammabschnitt = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Stammfäule wald
Die Stammfäule ist eine durch Pilze verursachte Zersetzung des Holzes im Stamminneren. Bei der Stammfäule dringen holzzersetzende Pilze – oft über Wunden, Astabbrüche oder vom Wurzelbereich – in den Stamm ein und bauen das Holz von innen ab. Außen ist der Baum oft noch grün, innen jedoch hohl oder faul.

Eigenschaften: Pilzfäule im Stamminneren, Eintritt über Wunden/Wurzel, Baum außen grün, innen faul, Entwertet Holz, mindert Stabilität.

Verwendung: Baumkontrolle und Standsicherheit, Holzentwertung, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Restwandstärke in Zentimeter · Fäuleausmaß im Querschnitt

Stammfuß stammholz
Der Stammfuß ist der unterste, dickste Teil des Baumstamms direkt über der Wurzel. Der Stammfuß hat den größten Durchmesser und oft das dichteste, wertvollste Holz des Baumes. Der Übergang zur Wurzel bildet die Wurzelanläufe, die den Baum verankern.

Eigenschaften: Unterster, dickster Stammteil, Größter Durchmesser, Oft dichtestes Holz, Mit Wurzelanläufen.

Verwendung: Wertvolles Sägeholz, Breite Bretter, Brennholz (schwer spaltbar).

Maßeinheiten: Größter Durchmesser am Baum · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm (auch für Stammfußabschnitte)

Stammholz stammholz
Stammholz ist das hochwertige Holz aus dem Baumstamm, das zu Säge-, Furnier- und Bauholz verarbeitet wird. Stammholz ist das wertvollste Sortiment der Holzernte. Gerade, astarme und ausreichend starke Stämme werden im Sägewerk zu Schnittholz eingeschnitten oder zu Furnier verarbeitet.

Eigenschaften: Hochwertiges Holz aus dem Stamm, Für Säge-, Furnier-, Bauholz, Nach Stärke und Güte sortiert, Handel in Festmeter.

Verwendung: Sägewerk, Bau- und Möbelholz, Furnier.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Stärke-/Güteklassen

Umrechnung: 1 Fm Stammholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Stammholzsortierung stammholz
Die Stammholzsortierung ist das Einteilen von Stammholz nach Stärke, Länge und Qualität in Handelsklassen. Bei der Sortierung wird Stammholz nach Mittendurchmesser (Stärkeklassen) und nach Güte (Astigkeit, Krümmung, Fehler) klassifiziert. So entstehen vergleichbare Handelsklassen, die Preis und Verwendung bestimmen.

Eigenschaften: Einteilung nach Stärke/Güte, Stärke- und Güteklassen, Bestimmt Preis und Nutzung, Grundlage der Vermarktung.

Verwendung: Rundholzhandel, Sägewerk, Wertschöpfung.

Maßeinheiten: Stärkeklassen nach Durchmesser · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Stammholz = 1 m³ reines Holz

Stammumfang stammholz
Der Stammumfang ist der Umfang des Stammes, meist in Brusthöhe gemessen. Der Stammumfang wird mit einem Maßband rund um den Stamm gemessen, üblicherweise in 1,00 m oder 1,30 m Höhe. Er ist besonders in der Baumschule, im Garten- und Landschaftsbau (Baumqualität, Verkaufsmaß) und in Baumschutzsatzungen gebräuchlich, wo der Schutzstatus oft an einen Mindestumfang gekoppelt ist.

Eigenschaften: Umfang des Stammes, Meist in Brusthöhe, Maß in Baumschule/GaLaBau, Basis für Baumschutzsatzung.

Verwendung: Baumschule und GaLaBau, Baumschutzsatzung, Baumbewertung.

Maßeinheiten: Stammumfang in Zentimeter (cm) · Messhöhe 1,00 / 1,30 m

Umrechnung: Durchmesser = Stammumfang / π (Umfang in cm).

Stammwender stammholz
Ein Stammwender ist ein Hebelwerkzeug zum Anheben und Drehen liegender Stämme. Der Stammwender kombiniert einen Hebel mit einem Haken oder einer Kralle, um schwere Stämme anzuheben, zu drehen und vom Boden abzuheben – etwa um darunter durchzusägen, ohne die Kette in den Boden zu ziehen. Manche Ausführungen haben einen Fuß oder eine Rolle als Auflager für zusätzliche Hebelwirkung.

Eigenschaften: Hebelwerkzeug für Stämme, Anheben und Drehen, Hebt Stamm vom Boden ab, Erleichtert das Ablängen.

Verwendung: Stämme wenden und anheben, Ablängen ohne Bodenkontakt, Holzhandhabung.

Maßeinheiten: Hebellänge in Zentimeter · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Stammzahl wald
Die Stammzahl ist die Anzahl der Bäume je Flächeneinheit, meist je Hektar. Die Stammzahl (Bäume pro Hektar) beschreibt die Dichte eines Bestandes. Junge Bestände haben sehr hohe Stammzahlen (mehrere Tausend je Hektar), die durch Konkurrenz und Durchforstung im Laufe der Zeit stark abnehmen, bis im Endbestand nur noch wenige Hundert kräftige Bäume je Hektar stehen.

Eigenschaften: Bäume je Hektar, Hoch im Jungbestand, Sinkt durch Durchforstung, Steuert Konkurrenz und Stabilität.

Verwendung: Bestandespflege, Durchforstungsplanung, Stabilitätssteuerung.

Maßeinheiten: Stammzahl je Hektar (N/ha) · Sinkt mit dem Alter

Standfestigkeit wald
Die Standfestigkeit ist der Widerstand eines Baumes gegen das Umstürzen. Die Standfestigkeit (Standsicherheit) hängt von Wurzelsystem, Stammfuß, Bodenverhältnissen und der Windangriffsfläche der Krone ab. Ein gut verankerter Baum mit gesundem Wurzelwerk widersteht Sturm deutlich besser.

Eigenschaften: Widerstand gegen Umsturz, Abhängig von Wurzel und Boden, Windangriffsfläche der Krone, Zentrales Kontrollkriterium.

Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Sturmvorsorge.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitskriterium · Beurteilung von Wurzel/Stammfuß

Standortkartierung wald
Die Standortkartierung erfasst und kartiert die Boden-, Wasser- und Klimaverhältnisse eines Waldstandortes. Bei der forstlichen Standortkartierung werden Boden, Nährstoff- und Wasserhaushalt, Relief und lokales Klima systematisch untersucht und in Karten dargestellt. Daraus ergeben sich Standortseinheiten, die zeigen, welche Baumarten wo standortgerecht und wüchsig sind.

Eigenschaften: Kartierung von Boden/Wasser/Klima, Bildet Standortseinheiten, Grundlage der Baumartenwahl, Wichtig für den Waldumbau.

Verwendung: Standortgerechte Baumartenwahl, Waldumbauplanung, Bewertung.

Maßeinheiten: Standortseinheiten · Bodenkennwerte (pH, Wasserhaushalt)

Staplerschein ausbildung
Der Staplerschein ist der Befähigungsnachweis zum Führen von Flurförderzeugen (Gabelstaplern). Wer im Betrieb einen Gabelstapler bedient, braucht eine Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-001 („Staplerschein") mit Theorie, Praxis und Prüfung sowie eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer. Inhalte sind Standsicherheit, Traglastdiagramm, Lastaufnahme, Fahren und Stapeln sowie Wartung.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Gabelstapler, Nach DGUV 308-001, Theorie, Praxis, Prüfung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Materialumschlag im Lager, Holz- und Palettentransport, Betriebshof.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-001 · Abschluss: Staplerschein + Beauftragung

Starkholz stammholz
Starkholz ist Rundholz mit großem Durchmesser, das hochwertiges Säge- und Furnierholz liefert. Starkholz hat einen großen Mittendurchmesser und stammt meist aus alten, gut gewachsenen Beständen. Es liefert breite Bretter, Bohlen und Furniere und erzielt hohe Preise.

Eigenschaften: Rundholz mit großem Durchmesser, Aus alten Beständen, Hochwertiges Säge-/Furnierholz, Erzielt hohe Preise.

Verwendung: Sägewerk, Furnier- und Möbelholz, Wertholz.

Maßeinheiten: Großer Mittendurchmesser · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm Starkholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Staudenbeet garten
Ein Staudenbeet ist ein Beet mit mehrjährigen, krautigen Blütenpflanzen. Stauden treiben jedes Jahr neu aus und blühen über viele Jahre. Ein gut geplantes Staudenbeet kombiniert Arten unterschiedlicher Blütezeit, Höhe und Standortansprüche, sodass es von Frühjahr bis Herbst attraktiv ist und wenig Pflege braucht.

Eigenschaften: Beet mit mehrjährigen Stauden, Treiben jährlich neu aus, Lange Blütezeit möglich, Standortgerecht planen.

Verwendung: Ziergarten, Blüten- und Insektenbeete, Dauerhafte Bepflanzung.

Maßeinheiten: Pflanzabstand je Art in cm · Fläche in m²

Ster allgemein
Der Ster ist eine vor allem in Österreich und Süddeutschland gebräuchliche Bezeichnung für den Raummeter geschichtetes Holz. Ein Ster entspricht einem Raummeter, also einem Kubikmeter geschichtetem Scheitholz einschließlich der Luftzwischenräume. Der Begriff stammt aus dem älteren Holzhandel und wird regional bis heute verwendet. Wie beim Raummeter ist auch beim Ster die Umrechnung in Festmeter oder Schüttraummeter wichtig, um Angebote vergleichbar zu machen.

Eigenschaften: Regionale Bezeichnung, Entspricht dem Raummeter, Geschichtetes Scheitholz, Vor allem in AT und Süddeutschland.

Verwendung: Brennholzhandel, Mengenangabe, Preisvergleich.

Maßeinheiten: 1 Ster = 1 Raummeter = 1 m³ geschichtet

Umrechnung: 1 Ster = ca. 0,7 Fm reines Holz · 1 Ster ≈ 1,4 Srm lose

Stieleiche allgemein
Die Stieleiche (Quercus robur) ist eine heimische Eichenart mit gestielten Früchten und sehr dauerhaftem, wertvollem Holz. Die Stieleiche ist neben der Traubeneiche die wichtigste heimische Eiche. Kennzeichnend sind die lang gestielten Eicheln und die kurz gestielten Blätter. Sie wächst auch auf feuchten, schweren Böden und wird sehr alt.

Eigenschaften: Heimische Eichenart, Gestielte Eicheln, Sehr dauerhaftes Holz, Auch auf schweren, feuchten Böden.

Verwendung: Möbel und Furniere, Fass- und Wasserbau, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 690 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Eiche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.

Stockausschlag wald
Stockausschlag ist der Wiederaustrieb neuer Triebe aus dem Wurzelstock eines gefällten Laubbaums. Viele Laubbäume – etwa Eiche, Hainbuche, Esche, Weide, Robinie oder Hasel – treiben nach dem Fällen aus schlafenden Knospen am verbliebenen Stock (Wurzelstock) wieder aus. Diese vegetative Verjüngung liefert rasch neue Triebe und ist die Grundlage von Nieder- und Mittelwald.

Eigenschaften: Wiederaustrieb aus dem Stock, Vegetative Verjüngung, Basis von Nieder-/Mittelwald, Vor allem bei Laubholz.

Verwendung: Niederwald und Mittelwald, Energieholz/Kurzumtrieb, Schnelle Regeneration.

Maßeinheiten: Austrieb je Stock · Umtriebszeit im Niederwald kurz

Stockfäule wald
Die Stockfäule ist eine Fäule im Stammfuß- und Wurzelbereich (Stock) des Baumes. Die Stockfäule betrifft den unteren Stammabschnitt und den Wurzelstock. Sie wird von Pilzen wie Hallimasch oder Wurzelschwamm verursacht, die über Wurzeln und Stubben eindringen. Von unten steigt die Fäule oft in den Stamm auf.

Eigenschaften: Fäule im Stammfuß/Wurzelbereich, Durch Wurzel-/Stubbenpilze, Mindert Verankerung, Entwertet den Stammfuß.

Verwendung: Baumkontrolle, Standsicherheitsbeurteilung, Holzsortierung.

Maßeinheiten: Fäuleausmaß am Stammfuß · Restverankerung

Stockfräse stammholz
Stockfräse ist eine andere Bezeichnung für die Stubbenfräse zum Zerspanen von Baumstümpfen. Der Begriff Stockfräse ist gleichbedeutend mit Stubbenfräse: Beide bezeichnen ein Gerät, das den nach der Fällung verbleibenden Wurzelstock (Stock) mit einer rotierenden Hartmetall-Frässcheibe abträgt.

Eigenschaften: Synonym für Stubbenfräse, Zerspant den Wurzelstock, Rotierende Frässcheibe, Hand-, Anbau- oder Selbstfahrer.

Verwendung: Stubbenbeseitigung, Garten- und Landschaftsbau, Flächenräumung.

Maßeinheiten: Frästiefe in Zentimeter (cm) · Leistung in Kilowatt (kW)

Stockholz stammholz
Stockholz ist der im Boden verbleibende Wurzelstock samt Stammansatz nach der Fällung. Nach dem Fällen bleibt der Baumstumpf – das Stockholz – im Boden zurück. Es zählt zu den Ernteverlusten und wird beim Erntefestmeter nicht mitgerechnet.

Eigenschaften: Verbleibender Wurzelstock, Stammansatz im Boden, Teil der Ernteverluste, Schwer verwertbar.

Verwendung: Totholz im Wald, Rodung (energetisch), Stubbenfräsen.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Zählt nicht zum Efm

Stockrodung wald
Stockrodung ist das vollständige Entfernen des Wurzelstocks (Stock) samt Wurzeln aus dem Boden. Bei der Stockrodung (Rodung) wird der nach der Fällung verbliebene Wurzelstock mitsamt den Hauptwurzeln aus dem Boden gehoben oder gerissen – mit Bagger, Rodegerät, Seilzug oder durch Fräsen (Stubbenfräse). Sie ist aufwendiger als das bloße Fällen und wird nötig, wenn die Fläche vollständig geräumt werden muss, etwa für Bau, Wegebau, Umbruch oder zur Bekämpfung von Wurzelfäulepilzen.

Eigenschaften: Vollständiges Entfernen des Wurzelstocks, Mit Bagger, Zug, Fräse, Für Bau/Umbruch/Pilzbekämpfung, Im Wald meist vermieden.

Verwendung: Flächenräumung und Bau, Wegebau, Pilzbekämpfung.

Maßeinheiten: Aufwand je Stock · Bezug: Flächenräumung

Strauchschnitt garten
Strauchschnitt ist der Pflegeschnitt an Sträuchern zur Erhaltung von Gesundheit, Form und Blüte. Beim Strauchschnitt werden alte, kranke und sich reibende Triebe entfernt und der Strauch ausgelichtet oder verjüngt. Blühsträucher werden je nach Blütezeitpunkt geschnitten, damit die Blüte erhalten bleibt.

Eigenschaften: Pflegeschnitt an Sträuchern, Auslichten und Verjüngen, Blüteorientiert schneiden, Erhält Gesundheit und Form.

Verwendung: Zier- und Nutzgarten, Blühsträucher, Heckenpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Schnittmaßnahme · Astdurchmesser beim Schnitt

Stubbenfräse stammholz
Eine Stubbenfräse (Stockfräse) zerspant Baumstümpfe mit einem schnell rotierenden, mit Hartmetallzähnen bestückten Frässcheibe. Nach dem Fällen bleibt der Wurzelstock (Stubben, Stock) im Boden. Die Stubbenfräse trägt ihn mit einer rotierenden Frässcheibe schrittweise ab, meist bis einige Zentimeter unter die Erdoberfläche. Zurück bleibt ein Gemisch aus Frässpänen und Erde.

Eigenschaften: Zerspant Baumstümpfe, Rotierende Frässcheibe mit Hartmetall, Bis unter die Erdoberfläche, Hand-, Anbau- oder Selbstfahrer.

Verwendung: Stubbenbeseitigung nach Fällung, Garten- und Landschaftsbau, Wegebau und Flächenräumung.

Maßeinheiten: Frästiefe in Zentimeter (cm) · Leistung in Kilowatt (kW)

Sturmholz stammholz
Sturmholz ist durch Sturm umgeworfenes oder gebrochenes Holz, das rasch aufgearbeitet werden muss. Nach schweren Stürmen fällt oft viel Windwurf- und Windbruchholz auf einmal an. Sturmholz muss zügig und sicher aufgearbeitet werden, da unter Spannung stehende Stämme und hängende Bäume sehr gefährlich sind.

Eigenschaften: Durch Sturm geworfenes Holz, Windwurf und Windbruch, Rasch aufzuarbeiten, Gefährlich durch Spannungen.

Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Brennholz (günstig), Rundholzmarkt.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Preis oft unter Frischholz

Umrechnung: 1 Fm Sturmholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Sturmschaden wald
Ein Sturmschaden ist ein Schaden im Wald durch Windwurf oder Windbruch nach schweren Stürmen. Bei Sturmschäden werden Bäume entwurzelt (Windwurf) oder brechen im Stamm und in der Krone (Windbruch). Betroffen sind besonders Flachwurzler und Reinbestände. Große Sturmschäden führen zu Kalamitäten mit viel Schadholz.

Eigenschaften: Schaden durch Sturm, Windwurf und Windbruch, Viel Schadholz möglich, Flachwurzler stärker betroffen.

Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Forstschutz, Brennholz (günstig).

Maßeinheiten: Schadfläche in Hektar · Schadholz in Festmeter

Umrechnung: 1 Fm Sturmholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

T

Tanne stammholz
Die Tanne ist ein heimischer Nadelbaum, dessen harzarmes Holz als Bau- und Brennholz genutzt wird. Die Weißtanne ähnelt der Fichte, hat aber ein harzärmeres, hell bleibendes Holz. Als Brennholz zündet sie leicht und gibt schnell Wärme ab, hat aber wegen der geringen Dichte einen niedrigeren Heizwert je Raummeter als Hartholz.

Eigenschaften: Heimisches Nadelholz, Harzarm, hell, Leichtes Holz, Funkt wenig.

Verwendung: Bauholz und Verschalung, Anheizen, Wasserbau.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Tanne (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Tannenholz schnittholz
Tannenholz ist ein helles, harzarmes Nadelholz, das im Bau und als Brennholz verwendet wird. Tannenholz ist hell, weich und harzarm und lässt sich gut bearbeiten. Wegen des geringen Harzgehalts ist es formstabil und wird für Konstruktionsholz, Verschalungen, Fenster und im Wasserbau genutzt.

Eigenschaften: Helles, harzarmes Nadelholz, Weich, gut bearbeitbar, Formstabil, Funkt wenig.

Verwendung: Bauholz und Verschalung, Fenster und Wasserbau, Brennholz (Reste).

Maßeinheiten: Rohdichte: ca. 410–450 kg/m³ · Heizwert: ca. 1500 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Rm Tannenholz (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Taschenkeil stammholz
Ein Taschenkeil ist ein Fällkeil, der beim Fällen die Schnittfuge offen hält und den Baum in Fällrichtung drückt. Beim Fällen wird ein Keil in den Fällschnitt getrieben, um die Schnittfuge offen zu halten (verhindert das Einklemmen der Schiene) und den Baum kontrolliert in die gewünschte Fällrichtung zu kippen. Taschenkeile bestehen meist aus schlagzähem Kunststoff oder Aluminium und haben eine geriffelte Oberfläche gegen Herausspringen.

Eigenschaften: Fällkeil für die Schnittfuge, Hält die Fuge offen, Drückt in Fällrichtung, Meist Kunststoff/Alu.

Verwendung: Baumfällung, Fällrichtung sichern, Schutz der Schiene.

Maßeinheiten: Keillänge in Zentimeter · Material: Kunststoff/Alu

Teichpflege garten
Teichpflege ist die Reinigung und Betreuung von Gartenteichen zur Erhaltung eines gesunden Gewässers. Zur Teichpflege gehören das Entfernen von Laub und Algen, das Auslichten von Wasserpflanzen, die Kontrolle der Wasserqualität und Technik (Pumpe, Filter) sowie die Vorbereitung auf den Winter. Sie hält den Teich klar und im biologischen Gleichgewicht.

Eigenschaften: Reinigung und Betreuung von Teichen, Laub, Algen, Pflanzen, Technik, Erhält das Gleichgewicht, Wintervorbereitung.

Verwendung: Gartenteiche, Wasserspiele, Naturnaher Garten.

Maßeinheiten: Wasservolumen in m³/Liter · Kein Handelsmaß

Teleskoplader-Ausbildung ausbildung
Die Teleskoplader-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen von Teleskopladern beim Heben und Umschlagen. Teleskoplader vereinen Radlader und Kran: Mit ausfahrbarem Teleskoparm heben und stapeln sie Lasten in die Höhe – etwa Holz, Ballen oder Paletten. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-009 vermittelt Traglastdiagramme, Standsicherheit, Anschlagen von Lasten und sicheres Arbeiten mit Anbaugeräten.

Eigenschaften: Bedienung von Teleskopladern, Nach DGUV 308-009, Heben und Stapeln in die Höhe, Traglastdiagramme beachten.

Verwendung: Material- und Holzumschlag, Landwirtschaft und GaLaBau, Höhenumschlag.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-009 · Abschluss: Teleskopladerschein

Terrainpflege wald
Terrainpflege ist die Pflege von Grün- und Freiflächen wie Böschungen, Wegrändern und Geländeflächen. Zur Terrainpflege gehören das Mähen und Mulchen von Böschungen und Wegrändern, das Freihalten von Sichtachsen und Flächen sowie die Pflege schwer zugänglicher Geländeabschnitte. Sie erhält die Nutzbarkeit, Sicherheit und das Erscheinungsbild von Flächen.

Eigenschaften: Pflege von Grün- und Freiflächen, Böschungen und Wegränder, Mähen und Mulchen, Auch schwieriges Gelände.

Verwendung: Wege- und Böschungspflege, Landschaftspflege, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflegeleistung · Fläche in m² oder Hektar

Terrassenpflege garten
Terrassenpflege ist die Reinigung und Pflege von Terrassenflächen aus Holz, Stein oder Platten. Zur Terrassenpflege gehören das Reinigen von Schmutz, Algen und Moos, die Fugenpflege, das Nachölen von Holzdielen sowie das Ausbessern von Belägen. Sie erhält Aussehen, Rutschsicherheit und Haltbarkeit der Terrasse.

Eigenschaften: Reinigung und Pflege der Terrasse, Holz, Stein oder Platten, Entfernt Algen und Moos, Erhält Rutschsicherheit.

Verwendung: Terrassen und Sitzplätze, Holzdielen und Steinbeläge, Außenanlagenpflege.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Thermoholz schnittholz
Thermoholz ist Holz, das durch Hitzebehandlung unter Sauerstoffabschluss dauerhafter und formstabiler gemacht wird. Bei der Thermobehandlung (Thermomodifikation) wird Holz unter Luft- bzw. Sauerstoffabschluss auf etwa 160–220 °C erhitzt. Dabei verändert sich die Zellstruktur: Das Holz nimmt weniger Feuchtigkeit auf, quillt und schwindet weniger, wird dunkler und dauerhafter gegen Pilze – ganz ohne chemische Holzschutzmittel.

Eigenschaften: Hitzebehandeltes Holz, 160–220 °C unter O2-Abschluss, Dauerhafter und formstabiler, Ohne Chemie, dunkler.

Verwendung: Terrassen und Fassaden, Sauna und Möbel, Chemiefreier Außenbau.

Maßeinheiten: Behandlungstemperatur 160–220 °C · Geringere Gleichgewichtsfeuchte

Tiefwurzler wald
Ein Tiefwurzler ist ein Baum, der eine kräftige, tief reichende Pfahlwurzel ausbildet. Tiefwurzler (Pfahlwurzler) wie Eiche, Tanne, Kiefer und Ulme treiben eine oder mehrere Hauptwurzeln senkrecht tief in den Boden. Diese tiefe Verankerung macht sie besonders sturmstabil und trockenheitstolerant, da sie Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen können.

Eigenschaften: Tiefe Pfahlwurzel, z. B. Eiche, Tanne, Kiefer, Sturmstabil und trockentolerant, Braucht tiefgründigen Boden.

Verwendung: Standortwahl und Waldbau, Klimaanpassung, Stabilitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Wurzeltiefe hoch · Wurzeltyp: Tiefwurzler/Pfahlwurzler

Totholz wald
Totholz ist abgestorbenes Holz an oder unter Bäumen und hat eine hohe ökologische Bedeutung. Totholz umfasst stehende abgestorbene Bäume, tote Äste und am Boden liegendes Holz. Es ist Lebensraum und Nahrungsgrundlage für zahlreiche Insekten, Pilze, Vögel und Kleinlebewesen und treibt den Nährstoffkreislauf an.

Eigenschaften: Abgestorbenes Holz, Stehend oder liegend, Wichtiger Lebensraum, Fördert die Artenvielfalt.

Verwendung: Waldnaturschutz, Biotopgestaltung, Nährstoffkreislauf.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Naturschutzwert · Totholzanteil je Hektar

Totholzanteil wald
Der Totholzanteil ist die Menge an abgestorbenem Holz je Fläche und ein wichtiger Indikator für die Naturnähe eines Waldes. Der Totholzanteil erfasst stehendes und liegendes Totholz (abgestorbene Bäume, Stämme, starke Äste) im Bestand, meist in Kubikmetern je Hektar. Totholz ist Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Arten – Käfer, Pilze, Spechte, Fledermäuse – und ein Schlüsselelement der Waldbiodiversität sowie des Nährstoffkreislaufs.

Eigenschaften: Menge Totholz je Fläche, Stehend und liegend, Indikator für Naturnähe, Lebensraum vieler Arten.

Verwendung: Naturschutz und Biodiversität, Naturnaher Waldbau, Zustandsbewertung.

Maßeinheiten: Totholzvorrat in m³/ha · Stehend/liegend getrennt

Tragsicherheit wald
Die Tragsicherheit ist die Fähigkeit eines Baumes oder Astes, Lasten dauerhaft ohne Bruch zu tragen. Die Tragsicherheit (Bruchsicherheit) beschreibt, ob Stamm und Äste den Belastungen durch Eigengewicht, Wind, Schnee und Laub standhalten. Sie hängt von Holzqualität, Fäule, Rissen, Astanbindungen und der Kronenstatik ab.

Eigenschaften: Belastbarkeit ohne Bruch, Von Stamm und Ästen, Abhängig von Holzqualität und Statik, Teil der Verkehrssicherheit.

Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitskriterium · Beurteilung der Bruchsicherheit

Traktor allgemein
Ein Traktor ist die zentrale Zugmaschine in Land- und Forstwirtschaft, die Anbaugeräte für die Holzarbeit antreibt. Über die Dreipunktaufnahme und die Zapfwelle treibt der Traktor Forstgeräte wie Holzspalter, Seilwinden, Hacker und Rückewagen an. Damit wird er zur vielseitigen Maschine für die Brennholzaufbereitung und das Rücken.

Eigenschaften: Zentrale Zugmaschine, Mit Dreipunkt und Zapfwelle, Treibt Forstgeräte an, Vielseitig.

Verwendung: Holzspalter- und Seilwindenbetrieb, Rücken mit Rückewagen, Transport.

Maßeinheiten: Zugkraft und Leistung in kW/PS · Kein Holzmaß

Traktor-Ausbildung ausbildung
Die Traktor-Ausbildung vermittelt das sichere Führen von Traktoren mit forst- und landwirtschaftlichen Anbaugeräten. Traktoren (Schlepper) sind in Forst, Landwirtschaft und GaLaBau universelle Zugmaschinen für Anbaugeräte wie Seilwinde, Rückewagen, Häcksler oder Mulcher. Die Ausbildung umfasst das sichere Fahren im Gelände, den An- und Abbau sowie Betrieb von Geräten, Zapfwellensicherheit, Ladungssicherung und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Führen von Traktoren, Betrieb von Anbaugeräten, Zapfwellensicherheit, Straße: Klasse L/T.

Verwendung: Forst- und Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Betrieb von Anbaugeräten.

Maßeinheiten: Straße: Führerschein L oder T · Betrieb: Unterweisung + Praxis

Transport brennholz
Transport ist die Beförderung von Holz vom Wald oder Händler zum Lager oder Kunden. Holz wird je nach Sortiment und Menge per Lkw, Traktor mit Anhänger, Rückewagen oder Pkw-Anhänger transportiert. Rundholz geht meist per Langholz-Lkw, Brennholz lose, in Boxen oder auf Paletten.

Eigenschaften: Beförderung von Holz, Per Lkw, Traktor, Anhänger, Je nach Sortiment und Menge, Kostenabhängig von Entfernung.

Verwendung: Holzlieferung, Selbstabholung, Rundholzlogistik.

Maßeinheiten: Menge je Fuhre · Handel: Rm, Srm, Fm

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm – zur Kalkulation der Fuhre

Transportpalette brennholz
Eine Transportpalette ist eine stabile Unterlage, auf der Brennholz gestapelt transportiert und gelagert wird. Transportpaletten ermöglichen es, Brennholz mit Stapler oder Hubwagen als ganze Einheit zu bewegen. Das Holz wird gestapelt und oft in Netz oder Folie gesichert. Die Palette sorgt außerdem für Bodenabstand, was die Trocknung und Lagerung unterstützt. Für den Preisvergleich ist die tatsächliche Holzmenge je Palette entscheidend.

Eigenschaften: Stabile Transportunterlage, Für Stapler geeignet, Sorgt für Bodenabstand, Holz gesichert gestapelt.

Verwendung: Transport, Lagerung, Lieferung großer Mengen.

Maßeinheiten: Füllmenge: je nach Stapelhöhe · Umrechnung in Raummeter (Rm)

Umrechnung: 1 gestapelte Palette entspricht je nach Höhe ca. 0,5–1 Rm (nachfragen)

Traubeneiche allgemein
Die Traubeneiche (Quercus petraea) ist eine heimische Eichenart mit traubig sitzenden Eicheln und sehr wertvollem, dauerhaftem Holz. Die Traubeneiche ist neben der Stieleiche die wichtigste heimische Eiche. Ihre Eicheln sitzen fast stiellos in Trauben, die Blätter sind lang gestielt. Sie bevorzugt gegenüber der Stieleiche eher trockenere, gut durchlüftete Böden und gilt als klimarobust.

Eigenschaften: Heimische Eichenart, Traubig sitzende Eicheln, Bevorzugt trockenere Böden, Klimarobust.

Verwendung: Möbel und Furniere, Fass- und Außenbau, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 690 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Eiche (lufttrocken) ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.

Trennschnitt stammholz
Der Trennschnitt ist ein Sägeschnitt, der ein Holzstück vollständig durchtrennt. Als Trennschnitt bezeichnet man das vollständige Durchsägen eines Stammes oder Astes, etwa beim Ablängen von liegendem Holz oder beim Aufarbeiten. Im Gegensatz dazu stehen der Fällschnitt (mit stehen bleibender Bruchleiste) und Entlastungsschnitte, die das Holz nicht ganz durchtrennen.

Eigenschaften: Vollständig durchtrennender Schnitt, Beim Ablängen/Aufarbeiten, Gegensatz: Fällschnitt mit Bruchleiste, Auf Spannungen achten.

Verwendung: Ablängen und Aufarbeiten, Brennholzaufarbeitung, Fälltechnik.

Maßeinheiten: Schnitttiefe = ganzer Querschnitt · Bezug: Fälltechnik

Trockengewicht allgemein
Das Trockengewicht ist das Gewicht von Holz im getrockneten Zustand, ohne den Wasseranteil frischen Holzes. Frisches Holz enthält viel Wasser und ist deutlich schwerer als getrocknetes. Das Trockengewicht bezieht sich auf Holz mit niedriger Restfeuchte; das Darrgewicht auf vollständig getrocknetes Holz (0 Prozent).

Eigenschaften: Gewicht im trockenen Zustand, Ohne Frischwasseranteil, Darrgewicht = 0 % Feuchte, Aussagekräftig für den Heizwert.

Verwendung: Brennstoffbewertung, Handel nach Gewicht, Qualitätskontrolle.

Maßeinheiten: Angabe in kg · Frischholz 30–40 % schwerer

Umrechnung: Lufttrockenes Holz ist ca. 30–40 % leichter als frisch geschlagenes

Trockenholz brennholz
Trockenholz ist Brennholz mit geringer Restfeuchte, das sofort sauber und effizient verheizt werden kann. Als Trockenholz gilt Brennholz mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent. Es entzündet sich leicht, brennt mit hellem Flammenbild und liefert den vollen Heizwert. Trockenholz ist entweder ausreichend lange luftgetrocknet oder technisch kammergetrocknet. Es ist teurer als frisches Holz, dafür aber sofort einsetzbar und schont den Schornstein.

Eigenschaften: Restfeuchte unter 20 %, Leicht entzündlich, Hoher Heizwert, Sauberes Flammenbild.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Sofortiger Bedarf.

Maßeinheiten: Restfeuchte: unter 20 % · Heizwert je nach Art

Umrechnung: 1 Rm Trockenholz (Buche) ≈ 200 l Heizöl

Trockenkammer brennholz
Eine Trockenkammer ist eine technische Anlage, in der Holz mit Wärme schnell und kontrolliert getrocknet wird. In der Trockenkammer wird Brennholz oder Schnittholz mit warmer Luft in wenigen Tagen auf die gewünschte Restfeuchte gebracht – viel schneller als bei der Lufttrocknung, die Monate bis Jahre dauert.

Eigenschaften: Technische Holztrocknung, Mit warmer Luft, Schnell (Tage statt Jahre), Kontrollierte Restfeuchte.

Verwendung: Brennholztrocknung, Schnittholztrocknung, Sofort-ofenfertige Ware.

Maßeinheiten: Ziel-Restfeuchte: unter 20 % · Dauer: wenige Tage

Trockenlager brennholz
Ein Trockenlager ist ein überdachter, luftiger Platz, an dem Brennholz trocken gelagert wird und trocken bleibt. Im Trockenlager wird bereits abgelagertes Holz vor Regen und Schnee geschützt, während offene Seiten die Luftzirkulation sichern. So bleibt das Holz heizfertig und nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf.

Eigenschaften: Überdachter, luftiger Lagerplatz, Schützt vor Niederschlag, Erhält niedrige Restfeuchte, Mit Luftzirkulation.

Verwendung: Brennholzlagerung, Wintervorrat, Trockenhaltung.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Ziel-Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm ≈ 1 m² Stellfläche bei 1 m Höhe

Trockenlagerung brennholz
Die Trockenlagerung ist die geschützte Aufbewahrung von Brennholz, bei der es vor Niederschlag geschützt weiter trocken bleibt. Bei der Trockenlagerung wird bereits abgelagertes Holz so aufbewahrt, dass es keine Feuchtigkeit mehr aufnimmt. Wichtig sind ein Dach gegen Regen und Schnee, Bodenabstand und Luftzirkulation. Gut trockengelagertes Holz behält seine niedrige Restfeuchte bis zum Verheizen. Falsche Lagerung – etwa rundum in Folie – lässt es wieder feucht werden.

Eigenschaften: Geschützte Lagerung, Schutz vor Niederschlag, Erhält niedrige Restfeuchte, Mit Luftzirkulation.

Verwendung: Nach der Trocknung, Holzunterstand, Wintervorrat.

Maßeinheiten: Ziel: unter 20 % Restfeuchte halten · Abdeckung oben, Seiten offen

Umrechnung: 1 Rm braucht ca. 1 m² Fläche bei 1 m Höhe

Trockenmasse allgemein
Die Trockenmasse ist die Masse des reinen Holzes ohne Wasser und Bezugsgröße der Holzfeuchte. Die Trockenmasse (Darrmasse) ist das Gewicht des Holzes nach vollständigem Trocknen bei etwa 103 °C. Die Holzfeuchte wird als Wasseranteil bezogen auf diese Trockenmasse angegeben.

Eigenschaften: Masse des reinen Holzes, Ohne Wasser (Darrmasse), Bezug der Holzfeuchte, Aus der Darrprobe.

Verwendung: Feuchtebestimmung, Heizwertberechnung, Darrprobe.

Maßeinheiten: Bezug für Holzfeuchte · Darrmasse bei ca. 103 °C

Trockenmauer garten
Eine Trockenmauer ist ein Mauerwerk ohne Mörtel, das zur Gartengestaltung und Hangbefestigung dient. Bei der Trockenmauer werden Natursteine ohne Mörtel so aufgeschichtet, dass sie sich gegenseitig verkeilen und halten. Sie befestigt Hänge, gliedert den Garten und bietet in ihren Fugen Lebensraum für Eidechsen, Insekten und Mauerpflanzen.

Eigenschaften: Mauerwerk ohne Mörtel, Natursteine verkeilt, Hangbefestigung und Gestaltung, Wasserdurchlässig.

Verwendung: Hang- und Beetgestaltung, Naturnaher Garten, Lebensraum.

Maßeinheiten: Höhe/Länge in Metern · Steinbedarf je m²

Umrechnung: 1 m³ Naturstein ist deutlich schwerer als Holz – siehe Schüttgüter in den Umrechnungstabellen.

Trockensubstanz stammholz
Die Trockensubstanz ist die Masse des Holzes ohne Wasseranteil (absolut trockene Masse). Die Trockensubstanz (Trockenmasse, atro-Masse) ist die Masse des Holzes, die nach vollständiger Trocknung übrig bleibt – also ohne Wasser. Sie wird durch Darren (Trocknen bis zur Gewichtskonstanz) bestimmt und dient als eindeutige Bezugsgröße, etwa beim Handel mit Hackschnitzeln oder zur Bestimmung von Wassergehalt, Rohdichte und Energiegehalt.

Eigenschaften: Holzmasse ohne Wasser (atro), Durch Darren bestimmt, Bezugsgröße für Handel/Energie, Energiegehalt ~5,2 kWh/kg atro.

Verwendung: Hackgut- und Energieholzhandel, Wassergehaltsbestimmung, Rohdichte/Energiegehalt.

Maßeinheiten: Trockenmasse in kg (atro) · Energiegehalt ~5,2 kWh/kg atro

Umrechnung: Energiegehalt Holz ≈ 5,2 kWh je kg Trockensubstanz (atro).

Trocknung brennholz
Die Trocknung ist der Prozess, bei dem Brennholz Feuchtigkeit verliert, bis es mit unter 20 Prozent Restfeuchte heizfertig ist. Frisches Holz enthält viel Wasser und muss vor dem Verheizen trocknen. Bei der natürlichen Lufttrocknung entweicht die Feuchtigkeit durch Sonne und Wind, bei der technischen Trocknung in Kammern schneller mit Wärme. Die Dauer hängt von Holzart, Spaltgrad und Lagerung ab und beträgt bei Lufttrocknung ein bis drei Jahre. Gespaltenes, luftig gelagertes Holz trocknet am schnellsten.

Eigenschaften: Feuchtigkeitsabgabe des Holzes, Luft- oder Kammertrocknung, Ziel unter 20 % Restfeuchte, Dauer je nach Art 1–3 Jahre.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Qualitätssicherung, Vor dem Heizen.

Maßeinheiten: Ziel: unter 20 % Restfeuchte · Dauer Lufttrocknung: 1–3 Jahre

Trommelhacker hackschnitzel
Ein Trommelhacker ist eine Hackmaschine, die Holz mit einer rotierenden, messerbestückten Trommel zerkleinert. Beim Trommelhacker sitzen die Hackmesser auf einer schnell drehenden Trommel. Er verarbeitet auch stärkeres und verzweigtes Material robust und erzeugt gleichmäßige Hackschnitzel.

Eigenschaften: Rotierende Messertrommel, Robust gegen Fremdkörper, Für stärkeres Holz, Gleichmäßiges Hackgut.

Verwendung: Waldhackschnitzel-Produktion, Landschaftspflegeholz, Sammelplatz und Waldrand.

Maßeinheiten: Leistung in Schüttraummeter/Stunde (Srm/h) · Antrieb in Kilowatt (kW)

Umrechnung: 1 Srm Hackschnitzel ≈ 0,4 Fm Holz

U

Überdachung brennholz
Eine Überdachung schützt gelagertes Brennholz vor Regen und Schnee, während die Seiten offen bleiben. Ein Dach über dem Holzstapel hält Niederschlag ab, sodass das Holz von oben trocken bleibt. Wichtig ist, dass die Seiten offen bleiben, damit Luft zirkulieren kann und Feuchtigkeit entweicht.

Eigenschaften: Regenschutz über dem Holz, Seiten bleiben offen, Als Unterstand oder Platte, Nur oben abdecken.

Verwendung: Brennholzlagerung, Trocknung, Wintervorrat.

Maßeinheiten: Dach mit Gefälle · Bodenabstand: ca. 5–10 cm

Überhälter wald
Ein Überhälter ist ein einzelner alter Baum, der über den jungen Folgebestand hinaus stehen gelassen wird. Überhälter sind Bäume des Altbestandes, die bei der Verjüngung bewusst nicht mitgeerntet, sondern über die junge Nachfolgegeneration hinweg stehen gelassen werden. Sie können weiter an Wert (Starkholz) zulegen, dienen der Beschattung und Samenlieferung oder werden als Habitat- und Biotopbäume dauerhaft erhalten.

Eigenschaften: Alter Baum über dem Jungbestand, Bewusst stehen gelassen, Wertzuwachs, Samen, Habitat, Prägt den Mittelwald.

Verwendung: Wertholz-Einzelbäume, Struktur- und Habitatanreicherung, Mittelwald.

Maßeinheiten: Anzahl Überhälter je Hektar · BHD in Zentimeter

Übermaß schnittholz
Übermaß ist die Zugabe über das Endmaß hinaus, die den Schwund von Holz beim Trocknen ausgleicht. Holz schwindet beim Trocknen, weil es Wasser verliert und dabei schrumpft. Deshalb wird Schnittholz mit einem Übermaß gesägt, damit es nach dem Trocknen noch das gewünschte Fertigmaß erreicht.

Eigenschaften: Zugabe über das Endmaß, Gleicht Trocknungsschwund aus, Bei Schnitt- und Brennholz, Art- und feuchteabhängig.

Verwendung: Schnittholzzuschnitt, Brennholzablängen, Maßhaltige Fertigung.

Maßeinheiten: Schwund quer zur Faser größer als längs · Angabe in mm/cm

Überwallung stammholz
Überwallung ist das Überwachsen einer Wunde durch neues Holz- und Rindengewebe des Baumes. Bäume können Wunden nicht heilen, sondern nur abschotten und überwallen: Vom Wundrand her bildet das Kambium Wulst um Wulst neues Gewebe (Wundholz, Kallus), das die Wunde allmählich einwächst und verschließt. Eine rasche, vollständige Überwallung begrenzt das Eindringen von Fäulepilzen.

Eigenschaften: Überwachsen von Wunden mit neuem Gewebe, Vom Wundrand her (Wundholz/Kallus), Begrenzt Fäulebefall, Durch fachgerechten Schnitt gefördert.

Verwendung: Baumpflege, Wundversorgung, Schnittführung.

Maßeinheiten: Überwallungsrate je Jahr · Wundgröße in Zentimeter

Ulme allgemein
Die Ulme (Ulmus) ist ein heimischer Laubbaum mit dekorativem, zähem Holz, dessen Bestände durch das Ulmensterben stark zurückgingen. Ulmen (Feld-, Berg- und Flatterulme) waren früher verbreitete Laubbäume. Das durch einen Pilz verursachte Ulmensterben hat die Bestände stark dezimiert. Das Ulmenholz ist zäh, wechseldrehwüchsig und schwer spaltbar, mit dekorativer Maserung.

Eigenschaften: Heimischer Laubbaum, Zähes, dekoratives Holz, Durch Ulmensterben selten, Schwer spaltbar.

Verwendung: Möbel und Furniere, Drechsel- und Wagnerarbeiten, Brennholz (gut, schwer spaltbar).

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,1 kWh/kg · Rohdichte ca. 640 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Ulme ≈ 0,7 Fm; Heizwert nahe Buche.

Umlagerung brennholz
Die Umlagerung ist das Umschichten von Brennholz an einen besseren Standort, um die Trocknung zu verbessern. Manchmal steht Holz zunächst ungünstig, etwa schattig oder ohne Bodenabstand. Durch Umlagerung an einen sonnigen, luftigen Platz lässt sich die Trocknung deutlich beschleunigen. Auch das Umschichten innerhalb eines Stapels kann helfen, feuchtere Scheite nach außen zu bringen. Umlagerung bedeutet zwar Arbeit, verbessert aber Qualität und Trocknungszeit.

Eigenschaften: Umschichten von Brennholz, Besserer Standort, Beschleunigt die Trocknung, Bringt feuchte Scheite nach außen.

Verwendung: Trocknungsoptimierung, Lagerpflege, Vor der Heizsaison.

Maßeinheiten: Kein Zahlenmaß – Lagermaßnahme · Ziel: unter 20 % Restfeuchte

Umpflanzung garten
Umpflanzung ist das Versetzen von Pflanzen an einen neuen Standort. Bei der Umpflanzung wird eine Pflanze samt Wurzelballen ausgegraben und an anderer Stelle wieder eingesetzt – etwa bei Umgestaltung, ungünstigem Standort oder zu enger Pflanzung. Der beste Zeitpunkt ist die Ruhephase im Herbst oder frühen Frühjahr.

Eigenschaften: Versetzen an neuen Standort, Mit Wurzelballen, Am besten in der Ruhephase, Gründlich angießen.

Verwendung: Gartenumgestaltung, Standortwechsel, Beet- und Gehölzpflege.

Maßeinheiten: Ballengröße je Pflanze · Pflanzlochgröße in cm

Umrechnungsfaktor allgemein
Ein Umrechnungsfaktor ist die Zahl, mit der eine Holz-Maßeinheit in eine andere umgerechnet wird. Umrechnungsfaktoren sind die praxisüblichen Faustzahlen zwischen den Holzmaßen – etwa 1 Fm ≈ 1,4 Rm oder 1 Srm ≈ 0,7 Rm. Sie ermöglichen den Vergleich von Angeboten in unterschiedlichen Einheiten.

Eigenschaften: Zahl zur Maßumrechnung, Faustzahlen zwischen Holzmaßen, Für den Angebotsvergleich, Näherungswerte.

Verwendung: Holzhandel, Preisvergleich, Kalkulation.

Maßeinheiten: Beispiele: 1 Fm ≈ 1,4 Rm · 1 Srm ≈ 0,7 Rm

Umrechnung: 1 Fm ≈ 1,4 Rm ≈ 2,0 Srm · 1 Rm ≈ 0,7 Fm · 1 Srm ≈ 0,5 Fm

Umsturzgefahr wald
Umsturzgefahr ist die Gefahr, dass ein Baum durch mangelnde Standsicherheit umkippt. Umsturzgefahr entsteht, wenn die Verankerung im Boden nicht mehr ausreicht – etwa durch Wurzelschäden, Wurzelfäule, aufgeweichten Boden oder starke einseitige Neigung. Der Baum kippt dann samt Wurzelteller um.

Eigenschaften: Gefahr des Umkippens, Durch mangelnde Standsicherheit, Wurzelschäden und Neigung, Zentrales Kontrollkriterium.

Verwendung: Verkehrssicherung, Baumkontrolle, Sturmvorsorge.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitsbeurteilung · Beurteilung von Wurzel/Neigung

Umtriebszeit wald
Die Umtriebszeit ist die geplante Zeitspanne von der Bestandesbegründung bis zur Endnutzung. Die Umtriebszeit (Produktionszeitraum) gibt an, wie viele Jahre ein Bestand von der Begründung bis zur Ernte heranwächst. Sie richtet sich nach Baumart, Standortgüte (Ertragsklasse), Zieldimension und betrieblichen Zielen und reicht von wenigen Jahrzehnten (Nieder-/Kurzumtrieb) bis über 200 Jahre (Eiche im Hochwald).

Eigenschaften: Zeit von Begründung bis Ernte, Baumart- und standortabhängig, Von Jahrzehnten bis 200+ Jahre, Steuert Holzstärke und Wert.

Verwendung: Nutzungsplanung, Forsteinrichtung, Wertholzstrategie.

Maßeinheiten: Umtriebszeit in Jahren · Je Baumart verschieden

Umweltgutachten wald
Ein Umweltgutachten ist die fachliche Bewertung von Umwelteinflüssen, etwa bei Bau- und Eingriffsvorhaben. Umweltgutachten untersuchen die Auswirkungen von Vorhaben auf Boden, Wasser, Luft, Klima, Arten und Lebensräume. Im Wald- und Landschaftsbereich betreffen sie etwa Rodungen, Bauprojekte oder Eingriffe in geschützte Biotope.

Eigenschaften: Bewertung von Umwelteinflüssen, Boden, Wasser, Arten, Klima, Bei Eingriffen und Bauvorhaben, Von Sachverständigen.

Verwendung: Genehmigungsverfahren, Eingriffsregelung, Naturschutz.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Fachdokument · Bewertung je Vorhaben

Unkrautbekämpfung garten
Unkrautbekämpfung ist die Entfernung und Zurückdrängung unerwünschter Pflanzen in Beeten, Rasen und auf Wegen. Zur Unkrautbekämpfung gehören mechanische (Jäten, Hacken), thermische (Abflammen, Heißwasser) und vorbeugende Verfahren (Mulchen, dichte Bepflanzung). Auf befestigten Flächen ist der Einsatz chemischer Unkrautvernichter meist verboten.

Eigenschaften: Entfernen unerwünschter Pflanzen, Mechanisch, thermisch, vorbeugend, Chemie auf Wegen meist verboten, Früh und regelmäßig.

Verwendung: Beet-, Rasen- und Wegepflege, Gemüsegarten, Gartenpflege.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Unterhaltspflege garten
Unterhaltspflege ist die regelmäßige Grundpflege einer Gartenanlage zur dauerhaften Erhaltung. Die Unterhaltspflege umfasst die wiederkehrenden Basisarbeiten: Rasenmähen, Beetpflege, Hecken- und Gehölzschnitt, Unkrautentfernung, Laubbeseitigung und Reinigung. Sie hält die Anlage dauerhaft funktionsfähig und ansehnlich.

Eigenschaften: Regelmäßige Grundpflege, Mähen, Schneiden, Reinigen, Auf das Notwendige beschränkt, Wirtschaftlich.

Verwendung: Grün- und Gartenanlagen, Öffentliches Grün, Pflegeverträge.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Einsätze je Jahr

Unterstand brennholz
Ein Unterstand ist eine überdachte, seitlich offene Fläche zur Lagerung und Trocknung von Brennholz. Der Holzunterstand schützt das Holz vor Regen und Schnee, lässt aber durch offene Seiten die Luft zirkulieren. So bleibt trockenes Holz trocken und feuchtes trocknet weiter. Wichtig sind Bodenabstand und eine leichte Dachneigung, damit Wasser abläuft. Ein Unterstand an der Wetterseite mit Ausrichtung in Windrichtung trocknet am besten.

Eigenschaften: Überdacht, Seiten offen, Schützt vor Niederschlag, Ermöglicht Luftzirkulation, Mit Bodenabstand.

Verwendung: Brennholzlagerung, Trocknung, Wintervorrat.

Maßeinheiten: Bodenabstand: ca. 5–10 cm · Dach mit Gefälle

Umrechnung: 1 Rm braucht ca. 1 m² Stellfläche bei 1 m Höhe

Unterweisung Arbeitsschutz ausbildung
Die Arbeitsschutz-Unterweisung ist die regelmäßige Belehrung der Beschäftigten über Gefahren und Schutzmaßnahmen. Der Arbeitgeber muss seine Beschäftigten vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens jährlich über die für ihre Arbeit relevanten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen unterweisen. Inhalte sind sicheres Arbeiten, Umgang mit Maschinen und PSA, Verhalten im Notfall und die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung.

Eigenschaften: Regelmäßige Belehrung der Beschäftigten, Vor Tätigkeit und jährlich, Gefahren und Schutzmaßnahmen, Zu dokumentieren.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Maschineneinweisung.

Maßeinheiten: Häufigkeit: vor Tätigkeit + mind. jährlich · Grundlage: ArbSchG / DGUV Vorschrift 1

Unterwuchs stammholz
Unterwuchs ist die Vegetation unterhalb des Kronendachs eines Waldes – junge Bäume, Sträucher und Kräuter. Der Unterwuchs wächst im Schatten der großen Bäume und umfasst Naturverjüngung, Sträucher und krautige Pflanzen. Er ist wichtig für Struktur, Artenvielfalt und die künftige Bestandsentwicklung.

Eigenschaften: Vegetation unter dem Kronendach, Junge Bäume, Sträucher, Kräuter, Wichtig für Struktur und Vielfalt, Teils gefördert, teils gepflegt.

Verwendung: Naturverjüngung, Waldpflege, Artenschutz.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Bewuchsdichte je Fläche

Urwald stammholz
Ein Urwald ist ein vom Menschen weitgehend unberührter Naturwald mit natürlicher Dynamik. Im Urwald läuft die Waldentwicklung ohne forstliche Eingriffe ab: Bäume wachsen, altern, sterben und verjüngen sich natürlich. Viel Totholz und alte Bäume schaffen einen besonders artenreichen Lebensraum.

Eigenschaften: Unberührter Naturwald, Natürliche Dynamik, Viel Totholz und Altbäume, Sehr artenreich.

Verwendung: Naturschutz, Forschung, Erholung.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Fläche in Hektar

V

Vegetationspflege garten
Vegetationspflege ist die Pflege aller Pflanzenbestände einer Anlage, von Rasen über Stauden bis zu Gehölzen. Die Vegetationspflege umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der Bepflanzung: Schnitt, Düngung, Bewässerung, Unkrautregulierung und Verjüngung. Sie betrachtet den gesamten Pflanzenbestand einer Fläche als Einheit.

Eigenschaften: Pflege aller Pflanzenbestände, Rasen, Stauden, Gehölze, Schnitt, Düngung, Bewässerung, Standortgerecht.

Verwendung: Grün- und Gartenanlagen, Landschaftspflege, Öffentliches Grün.

Maßeinheiten: Fläche in m²/Hektar · Kein Handelsmaß

Verbiss wald
Verbiss ist der Schaden, den Wild durch das Abfressen von Knospen und Trieben junger Bäume verursacht. Rehe, Rotwild und Hasen fressen an Knospen, Trieben und Rinde junger Bäume. Besonders der Verbiss des Leittriebs verzögert oder verhindert das Aufwachsen der Verjüngung und kann bevorzugt verbissene Baumarten (z. B. Tanne, Eiche, Edellaubholz) ganz aus dem Bestand verdrängen.

Eigenschaften: Wildschaden an Jungbäumen, Abfressen von Knospen/Trieben, Verdrängt empfindliche Arten, Hemmt den Waldumbau.

Verwendung: Waldschutz und Verjüngung, Wildmanagement, Waldumbau.

Maßeinheiten: Verbissprozent je Baumart · Erhebung im Verbissgutachten

Verbissschutz wald
Verbissschutz umfasst Maßnahmen, die junge Bäume vor dem Verbiss durch Wild schützen. Zum Verbissschutz zählen mechanische Einzelschutzmaßnahmen (Wuchshüllen, Drahthosen, Fege- und Verbissschutzmanschetten), flächige Zäunung sowie chemische Verbissschutzmittel, die auf die Leittriebe aufgetragen werden und den Geschmack verändern.

Eigenschaften: Schutz junger Bäume vor Verbiss, Einzelschutz, Zaun, Streichmittel, Sichert die Verjüngung, Ergänzt die Bejagung.

Verwendung: Waldumbau und Aufforstung, Schutz von Mischbaumarten, Garten- und Obstgehölze.

Maßeinheiten: Kosten je geschützter Pflanze · Wirkdauer je Verfahren

Verbrennung allgemein
Die Verbrennung ist der chemische Prozess, bei dem Holz unter Sauerstoffzufuhr Wärme, Licht und Abgase freisetzt. Bei der Holzverbrennung reagiert der Kohlenstoff des Holzes mit Sauerstoff. Sie verläuft in Phasen: Trocknung, Entgasung der brennbaren Bestandteile und schließlich das Ausglühen der Holzkohle. Eine saubere Verbrennung braucht trockenes Holz, ausreichend Luft und die richtige Temperatur. Feuchtes Holz oder Luftmangel führen zu unvollständiger Verbrennung mit Rauch, Ruß und Schadstoffen.

Eigenschaften: Reaktion von Holz mit Sauerstoff, Setzt Wärme und Abgase frei, Verläuft in Phasen, Braucht Luft und Trockenheit.

Verwendung: Ofen und Kamin, Heizanlagen, Feuerstellen.

Maßeinheiten: Braucht ausreichend Sauerstoff · Optimale Holzfeuchte: unter 20 %

Verbrennungswert allgemein
Der Verbrennungswert beschreibt die bei der Verbrennung freigesetzte Energie eines Brennstoffs und wird meist als Heizwert angegeben. Umgangssprachlich meint der Verbrennungswert den Heizwert – die nutzbare Wärme je Menge Brennstoff. Bei Holz hängt er vor allem von Holzart (Dichte) und Restfeuchte ab: trockenes Hartholz liefert je Raummeter am meisten.

Eigenschaften: Freigesetzte Verbrennungsenergie, Meist als Heizwert gemeint, Art- und feuchteabhängig, In kWh je Rm oder kg.

Verwendung: Brennstoffvergleich, Heizkostenrechnung, Kundenberatung.

Maßeinheiten: Buche trocken: ca. 2100 kWh/Rm · Fichte trocken: ca. 1500 kWh/Rm

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl

Verjüngung wald
Verjüngung ist die Erneuerung eines Waldbestandes durch junge Bäume – natürlich oder durch Pflanzung. Bei der Verjüngung wächst unter oder nach dem Altbestand eine neue Baumgeneration heran. Sie erfolgt als Naturverjüngung aus Samen der vorhandenen Bäume oder als künstliche Verjüngung durch Pflanzung und Saat.

Eigenschaften: Erneuerung des Bestandes, Natürlich oder gepflanzt, Neue Baumgeneration, Sichert Waldkontinuität.

Verwendung: Waldbau, Bestandserneuerung, Klimastabile Wälder.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Verjüngung je Fläche

Verkaufsmaß allgemein
Das Verkaufsmaß ist die Maßeinheit, in der Brennholz gehandelt wird – meist Raummeter, Schüttraummeter oder Festmeter. Weil Brennholz je nach Aufbereitung unterschiedlich viel Luft enthält, gibt es mehrere Verkaufsmaße. Der Raummeter meint geschichtetes, der Schüttraummeter lose geschüttetes und der Festmeter massives Holz. Für einen fairen Preisvergleich muss das Verkaufsmaß klar benannt und gegebenenfalls umgerechnet werden. Unklare Maße führen sonst leicht zu Fehleinschätzungen.

Eigenschaften: Maßeinheit beim Holzverkauf, Rm, Srm oder Fm, Unterschiedlicher Holzanteil, Grundlage des Preisvergleichs.

Verwendung: Handel, Angebotsvergleich, Rechnungsstellung.

Maßeinheiten: Gängig: Rm, Srm, Fm · Immer Maß angeben

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm · 1 Rm = ca. 1,4 Srm

Verkehrssicherheit wald
Verkehrssicherheit bezeichnet den sicheren Zustand eines Baumes oder Geländes, von dem keine Gefahr für Personen oder Sachen ausgeht. Aus der Verkehrssicherungspflicht ergibt sich, dass Baumbesitzer für die Sicherheit ihrer Bäume sorgen müssen. Ein verkehrssicherer Baum weist keine akuten Stand- oder Bruchgefahren auf, die Menschen an Wegen, Straßen oder Plätzen gefährden könnten.

Eigenschaften: Sicherer Zustand ohne Gefahr, Ergibt sich aus der Sicherungspflicht, Beurteilt bei der Baumkontrolle, Grundlage für Maßnahmen.

Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Kommunale Bäume.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Sicherheitszustand · Kontrollintervalle je Baum

Vermarktung allgemein
Vermarktung ist der Verkauf von Holz und Holzprodukten über verschiedene Wege vom Erzeuger zum Kunden. Holz kann über den Zwischenhandel, Sägewerke, Holzhöfe oder direkt vom Forstbetrieb vermarktet werden. Die Wahl des Vermarktungswegs beeinflusst Preis, Reichweite und Aufwand.

Eigenschaften: Verkauf von Holz, Über verschiedene Wege, Handel oder direkt, Beeinflusst Preis und Aufwand.

Verwendung: Brennholzverkauf, Rundholzvermarktung, Online- und Direktvertrieb.

Maßeinheiten: Handel je Sortiment: Fm, Rm, Srm · Preis je Einheit

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm (bei der Brennholzvermarktung)

Verschnitt brennholz
Verschnitt ist das Restholz, das beim Zuschnitt von Schnittholz oder Brennholz übrig bleibt. Beim Sägen und Zuschneiden fallen Abschnitte, Schwarten und kurze Reststücke an, die für das eigentliche Produkt nicht verwendet werden. Naturbelassener Verschnitt eignet sich hervorragend als Brennholz oder Anfeuerholz.

Eigenschaften: Restholz vom Zuschnitt, Abschnitte und Schwarten, Naturbelassen als Brennholz, Materialverlust in der Kalkulation.

Verwendung: Brennholz und Anfeuerholz, Restholzverwertung, Kalkulation.

Maßeinheiten: Anteil in Prozent (Kalkulation) · Naturbelassen = verbrennbar

Vertikutieren garten
Vertikutieren ist das Entfernen von Rasenfilz und Moos durch senkrechtes Anritzen der Rasennarbe. Beim Vertikutieren schneiden rotierende Messer flach in die Rasennarbe und ziehen abgestorbene Grashalme, Filz und Moos heraus. Das belüftet den Boden, fördert die Wasseraufnahme und regt den Rasen zu dichterem Wuchs an.

Eigenschaften: Entfernt Rasenfilz und Moos, Senkrechtes Anritzen der Narbe, Belüftet den Boden, Frühjahr oder früher Herbst.

Verwendung: Rasenpflege, Moosbekämpfung, Vor der Nachsaat.

Maßeinheiten: Arbeitstiefe: wenige mm in die Narbe · Fläche in m²

Verziehen schnittholz
Verziehen (Werfen) ist das Verformen von Holz beim Trocknen durch ungleiche Schwindung. Weil Holz in verschiedenen Richtungen unterschiedlich stark schwindet und der Faserverlauf nicht ideal ist, verformen sich Bretter und Kanthölzer beim Trocknen. Typische Formen sind Schüsseln (Wölbung quer), Krümmen (Längskrümmung), Verdrehen (Propellerform) und Kanten (Kantenkrümmung).

Eigenschaften: Verformung beim Trocknen, Durch ungleiche Schwindung, Schüsseln, Krümmen, Verdrehen, Durch Trocknung mindern.

Verwendung: Holztrocknung und -lagerung, Qualitätssicherung, Verarbeitung.

Maßeinheiten: Verformung in mm über die Länge · Formen: Schüsseln/Krümmen/Verdrehen

Vitalität wald
Vitalität ist der Gesundheitszustand und die Wachstumskraft eines Baumes. Ein vitaler Baum hat eine dichte, gut belaubte Krone, gesunden Zuwachs und eine intakte Rinde. Die Vitalität hängt von Standort, Wasserversorgung, Alter sowie von Krankheiten und Schädlingen ab.

Eigenschaften: Gesundheit und Wachstumskraft, Dichte, belaubte Krone, Abhängig von Standort und Alter, Zentrales Beurteilungsmerkmal.

Verwendung: Baumkontrolle, Baumpflege, Waldbau.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Zustandsbeurteilung · Kronenzustand, Zuwachs

Vollbaum stammholz
Vollbaum bezeichnet den ganzen oberirdischen Baum einschließlich Stamm, Ästen und Reisig als Erntegut. Bei der Vollbaumnutzung (Vollbaumverfahren) wird der gesamte oberirdische Baum – Stamm, Äste, Zweige und teils Nadeln/Blätter – geerntet und verwertet, meist zu Energieholz (Hackschnitzel). Im Gegensatz dazu belässt die Stammholz- oder Baumverfahren-Ernte einen Teil des Astmaterials (Schlagabraum) auf der Fläche.

Eigenschaften: Ganzer oberirdischer Baum als Erntegut, Stamm + Äste + Reisig, Meist für Energieholz, Entzieht viele Nährstoffe.

Verwendung: Energieholzgewinnung, Hackschnitzelproduktion, Erntplanung.

Maßeinheiten: Menge in Festmeter/Schüttraummeter · Nährstoffentzug beachten

Vollernter allgemein
Ein Vollernter (Harvester) ist eine Forstmaschine, die Bäume fällt, entastet und in Abschnitte ablängt. Der Vollernter greift den Baum mit dem Aggregat, fällt ihn, zieht ihn durch die Entastungsmesser und längt ihn nach Maß ab – alles in einem Arbeitsgang. Ein Bordcomputer erfasst Länge und Durchmesser und optimiert die Ausbeute.

Eigenschaften: Fällt, entastet, längt ab, Vollmechanisierte Ernte, Mit Mess- und Steuertechnik, Für größere Bestände.

Verwendung: Mechanisierte Holzernte, Durchforstung, Kalamitätsaufarbeitung.

Maßeinheiten: Erfasst Länge und Durchmesser · Holz in Festmeter (Fm)

Volumen allgemein
Das Volumen ist der Rauminhalt von Holz und Grundlage der Maßeinheiten Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter. Das Volumen wird bei kantigem Holz über Länge × Breite × Höhe in Kubikmeter berechnet. Bei Holzmengen kommt es darauf an, wie viel davon massives Holz und wie viel Luft ist – daher die Unterscheidung in Fest-, Raum- und Schüttraummeter.

Eigenschaften: Rauminhalt von Holz, Basis der Holzmaße, Kantig: L × B × H, Massiv oder mit Luft.

Verwendung: Mengenberechnung, Schnittholzkalkulation, Preisvergleich.

Maßeinheiten: Volumen in m³ · Maße in Metern

Umrechnung: Volumen (m³) = L × B × H · 1 Fm = ca. 1,4 Rm = ca. 2,0 Srm

Volumenberechnung allgemein
Die Volumenberechnung ermittelt das Holzvolumen rechnerisch aus Maßen wie Länge, Breite, Höhe oder Durchmesser. Bei kantigem Schnittholz ergibt sich das Volumen aus Länge × Breite × Höhe (in Metern). Bei Rundholz wird es über Länge und Mittendurchmesser berechnet, bei Poltern über Länge × Höhe × Breite mit einem Umrechnungsfaktor.

Eigenschaften: Volumen aus Maßen, Schnittholz: L × B × H, Rundholz: Länge und Mittendurchmesser, Maße in Metern.

Verwendung: Holzhandel und Kalkulation, Schnitt- und Rundholz, Poltervermessung.

Maßeinheiten: Schnittholz: L × B × H (m) · Rundholz: über Mittendurchmesser

Umrechnung: Volumen (m³) = Länge × Breite × Höhe (alle in Metern)

Voranbau wald
Voranbau ist die Pflanzung neuer Bäume unter einem bestehenden Altbestand zur Vorbereitung der Verjüngung. Beim Voranbau werden schattentolerante Baumarten wie Buche oder Tanne unter das lichte Kronendach eines Altbestandes gepflanzt. Die jungen Bäume wachsen im geschützten Bestandesklima heran, bevor der Altbestand allmählich entnommen wird.

Eigenschaften: Pflanzung unter Altbestand, Schattentolerante Arten, Geschütztes Bestandesklima, Bereitet die Verjüngung vor.

Verwendung: Waldumbau, Klimastabile Mischbestände, Naturnaher Waldbau.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Pflanzenzahl je Hektar

Vorgartenpflege garten
Vorgartenpflege ist die Pflege des Eingangs- und Frontbereichs eines Grundstücks. Der Vorgarten ist die Visitenkarte des Hauses. Zur Vorgartenpflege gehören Bepflanzung, Rasen- und Beetpflege, Heckenschnitt, Wegereinigung und saisonale Gestaltung. Eine pflegeleichte, standortgerechte Bepflanzung hält den Aufwand gering.

Eigenschaften: Pflege des Frontbereichs, Bepflanzung und Beetpflege, Wegereinigung, Heckenschnitt, Visitenkarte des Hauses.

Verwendung: Vorgärten, Eingangsbereiche, Repräsentative Flächen.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Vorhieb wald
Ein Vorhieb ist ein vorbereitender Einschlag, der einer Hauptnutzung oder Verjüngung vorausgeht. Der Vorhieb (vorbereitender Hieb) lockert den Bestand gezielt auf, bevor die eigentliche Verjüngung oder Endnutzung erfolgt. Er kann die verbleibenden Bäume stabilisieren, Licht für die anstehende Verjüngung schaffen (Vorbereitungs-/Samenschlag) oder minderwertige und bedrängende Bäume vorab entnehmen.

Eigenschaften: Vorbereitender Einschlag, Vor Verjüngung/Endnutzung, Schafft Licht/Stabilität, Teil des Schirmschlags.

Verwendung: Verjüngungsvorbereitung, Schirmschlag, Bestandesstabilisierung.

Maßeinheiten: Entnahme in Efm/ha · Bezug: Verjüngungsverfahren

Vorlieferant stammholz
Ein Vorlieferant ist in der Holzkette der Betrieb, der Holz an die nächste Verarbeitungsstufe liefert. In der Holz-Lieferkette bezeichnet der Vorlieferant die vorgelagerte Quelle des Holzes – etwa der Waldbesitzer oder Forstbetrieb, der Rundholz an ein Sägewerk liefert, oder das Sägewerk, das Schnittholz an die weiterverarbeitende Industrie liefert. Der Begriff verortet einen Betrieb in der Wertschöpfungskette „Wald – Säge – Industrie – Handel".

Eigenschaften: Vorgelagerter Holzlieferant, In der Holz-Lieferkette, Wald → Säge → Industrie, Wichtig für Rückverfolgbarkeit.

Verwendung: Holzhandel und -logistik, Rückverfolgbarkeit, Zertifizierung (CoC).

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Kettenbegriff · Bezug: Wertschöpfungskette

Vorlieferung brennholz
Eine Vorlieferung ist die frühzeitige Anlieferung von Brennholz vor der eigentlichen Heizsaison. Bei einer Vorlieferung wird das Holz schon im Frühjahr oder Sommer geliefert, damit es beim Kunden weiter trocknen kann und rechtzeitig zur Heizsaison ofenfertig ist. Das entlastet zugleich die Liefertermine im Herbst.

Eigenschaften: Frühzeitige Anlieferung, Vor der Heizsaison, Holz trocknet beim Kunden nach, Meist günstiger.

Verwendung: Brennholzbeschaffung, Vorratsaufbau, Lieferlogistik.

Maßeinheiten: Menge in Rm oder Srm · Lieferung im Frühjahr/Sommer

Umrechnung: 1 Srm = ca. 0,7 Rm (bei der Mengenabsprache)

Vorrat brennholz
Ein Vorrat ist die eingelagerte Brennholzmenge, die für den künftigen Bedarf bereitgehalten wird. Ein ausreichender Brennholzvorrat sichert die Wärmeversorgung über die Heizsaison und darüber hinaus. Weil Holz Zeit zum Trocknen braucht, legt man den Vorrat idealerweise ein bis zwei Jahre im Voraus an.

Eigenschaften: Eingelagerte Holzmenge, Für den künftigen Bedarf, Ein bis zwei Jahre im Voraus, Trocken und griffbereit.

Verwendung: Wintervorrat, Mehrjahresplanung, Versorgungssicherheit.

Maßeinheiten: Planung in Raummeter je Jahr · Waldbestand: Vorratsfestmeter (Vfm)

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl – zur Vorratsplanung

Vorratsfestmeter (Vfm) allgemein
Der Vorratsfestmeter (Vfm) ist das Volumen des stehenden Baumes einschließlich Rinde und dient der Waldinventur. Der Vfm erfasst das gesamte Holzvolumen eines stehenden Baumes mit Rinde. Er ist die Bezugsgröße für die Bewertung von Waldbeständen und für die Bundeswaldinventur.

Eigenschaften: Stehendes Holz inkl. Rinde, Bezug der Waldinventur, Bestandsbewertung, Nicht = Erntefestmeter.

Verwendung: Waldinventur, Bestandsbewertung, Forstplanung.

Maßeinheiten: Einheit: Vfm · 1 Vfm ≈ 1,25 Efm o. R.

Umrechnung: 1 Vfm ≈ 1,25 Efm o. R. · 1 Efm o. R. ≈ 0,8 Vfm

Vorratsholz brennholz
Vorratsholz ist Brennholz, das für die spätere Nutzung eingelagert wird, damit es rechtzeitig durchtrocknet. Wer Brennholz als Vorrat anlegt, kauft oder arbeitet es ein bis mehrere Jahre im Voraus auf. So hat das Holz genügend Zeit, unter 20 Prozent Restfeuchte zu trocknen. Ein gut geplanter Holzvorrat sichert die Versorgung über mehrere Heizsaisons und macht unabhängig von kurzfristigen Preis- und Lieferschwankungen.

Eigenschaften: Für spätere Nutzung eingelagert, Mehrjährige Bevorratung, Zeit zum Durchtrocknen, Versorgungssicherheit.

Verwendung: Mehrjahresplanung, Wintervorrat, Selbstversorgung.

Maßeinheiten: Planung in Raummeter je Jahr · Ziel: unter 20 % Restfeuchte

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl – hilft bei der Vorratsplanung

Vorratskubikmeter (Vkm) allgemein
Der Vorratskubikmeter (Vkm) ist eine Volumenangabe für den stehenden Holzvorrat, weitgehend gleichbedeutend mit dem Vorratsfestmeter. Der Begriff Vorratskubikmeter wird für das Volumen des stehenden Holzvorrats verwendet und entspricht in der Praxis dem Vorratsfestmeter (1 m³ stehendes Holz inklusive Rinde).

Eigenschaften: Volumen des stehenden Vorrats, Weitgehend = Vorratsfestmeter, Inklusive Rinde, Für die Inventur.

Verwendung: Waldinventur, Bestandsbewertung, Forstplanung.

Maßeinheiten: Einheit: Vkm (m³ stehend) · 1 Vkm ≈ 1 Vfm

Umrechnung: 1 Vkm ≈ 1 Vfm ≈ 1,25 Efm o. R.

Vorwald wald
Ein Vorwald ist ein rasch wachsender Pionierbestand, der die Etablierung des eigentlichen Zielbestandes vorbereitet. Auf Freiflächen, Kahlschlägen oder Kalamitätsflächen begründet man mit lichtbedürftigen Pionierbaumarten (z. B. Birke, Erle, Pappel, Aspe) einen Vorwald. Er schafft rasch ein günstiges Waldinnenklima, schützt den Boden und die empfindlichen Zielbaumarten, die unter seinem Schirm nachwachsen.

Eigenschaften: Rasch wachsender Pionierbestand, Aus Pionierbaumarten, Schützt den Zielbestand, Instrument des Waldumbaus.

Verwendung: Wiederbewaldung von Freiflächen, Waldumbau, Kalamitätsflächen.

Maßeinheiten: Begründung auf Freifläche · Standzeit einige Jahrzehnte

W

Wald stammholz
Ein Wald ist eine mit Bäumen bestockte Fläche, die Holz liefert und wichtige Funktionen für Klima, Wasser und Erholung erfüllt. Der Wald ist Lebensraum, Rohstoffquelle und Erholungsraum zugleich. Neben der Holzproduktion schützt er Boden und Wasser, bindet CO₂ und beherbergt eine große Artenvielfalt.

Eigenschaften: Mit Bäumen bestockte Fläche, Rohstoff, Lebensraum, Erholung, Bindet CO₂, Schützt Boden und Wasser.

Verwendung: Holzproduktion, Klima- und Naturschutz, Erholung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Holzvorrat in Vfm

Waldarbeiter ausbildung
Der Waldarbeiter ist die praxisnahe Bezeichnung für Fachkräfte, die körperliche Arbeiten im Wald ausführen. Waldarbeiter führen Holzernte, Pflanzung, Kulturpflege, Wegebau und Waldschutzarbeiten aus. Die moderne, anerkannte Berufsbezeichnung ist Forstwirt; „Waldarbeiter" wird umgangssprachlich und historisch verwendet.

Eigenschaften: Praktische Waldarbeitskraft, Heute: Forstwirt, Holzernte und Waldpflege, Mit Motorsägenschein.

Verwendung: Forstbetriebe und Forstämter, Holzernte und Pflanzung, Forstliche Dienstleister.

Maßeinheiten: Anerkannter Beruf: Forstwirt (3 Jahre) · Voraussetzung: Motorsägenlehrgang

Waldbau wald
Waldbau ist die Planung, Begründung, Pflege und Entwicklung von Waldbeständen. Der Waldbau steuert den Wald von der Verjüngung über Pflege und Durchforstung bis zur Ernte. Ziel sind stabile, produktive und standortgerechte Bestände, die Holz liefern und zugleich Schutz- und Erholungsfunktionen erfüllen.

Eigenschaften: Planung und Entwicklung von Beständen, Verjüngung bis Ernte, Standortgerechte Bestände, Naturnah und klimastabil.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Waldumbau, Bestandspflege.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs

Waldbesitzer allgemein
Ein Waldbesitzer ist Eigentümer einer Waldfläche und entscheidet über deren Bewirtschaftung und Holznutzung. Waldbesitzer reichen vom kleinen Privatwaldeigentümer bis zu Kommunen, Ländern und dem Staat. Sie bewirtschaften ihren Wald selbst oder lassen dies durch Dienstleister und Forstbetriebe erledigen.

Eigenschaften: Eigentümer einer Waldfläche, Privat, kommunal oder staatlich, Entscheidet über die Nutzung, Direkte Brennholzquelle.

Verwendung: Waldbewirtschaftung, Brennholzverkauf, Selbstwerbung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Holz in Fm/Rm

Waldbewirtschaftung stammholz
Waldbewirtschaftung ist die planmäßige Pflege und Nutzung des Waldes zur Holzproduktion und Sicherung seiner Funktionen. Die Waldbewirtschaftung umfasst Begründung, Pflege, Durchforstung und Ernte von Beständen. Ziel ist ein stabiler, produktiver Wald, der Holz liefert und zugleich Schutz-, Erholungs- und Naturschutzfunktionen erfüllt.

Eigenschaften: Planmäßige Pflege und Nutzung, Begründung bis Ernte, Sichert alle Waldfunktionen, Nachhaltig ausgerichtet.

Verwendung: Holzproduktion, Waldpflege, Naturschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs

Waldboden allgemein
Der Waldboden ist die belebte oberste Erdschicht des Waldes, die Bäume verankert und mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Der Waldboden speichert Wasser, filtert Niederschlag und ist Lebensraum für unzählige Organismen. Aus Laub, Totholz und Wurzeln bildet sich Humus, der den Nährstoffkreislauf antreibt.

Eigenschaften: Belebte oberste Erdschicht, Verankert und versorgt Bäume, Speichert und filtert Wasser, Empfindlich gegen Verdichtung.

Verwendung: Standort der Bäume, Wasserspeicher, Nährstoffkreislauf.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Bodenschicht · Verdichtung vermeiden

Waldbrand wald
Ein Waldbrand ist ein unkontrolliertes Feuer im Wald, das Vegetation, Boden und Bestände schädigt. Waldbrände entstehen bei trockener, heißer Witterung, wenn eine Zündquelle auf brennbare Vegetation trifft. Die meisten Waldbrände in Mitteleuropa sind menschlich verursacht (Fahrlässigkeit, Funkenflug, Brandstiftung). Man unterscheidet Boden-, Lauf- und Kronenfeuer; besonders kiefern- und nadelholzreiche Bestände auf trockenen Standorten sind gefährdet.

Eigenschaften: Unkontrolliertes Feuer im Wald, Bei Trockenheit/Hitze, Meist menschlich verursacht, Boden-, Lauf- und Kronenfeuer.

Verwendung: Waldschutz und Katastrophenschutz, Prävention und Bekämpfung, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Brandfläche in Hektar · Waldbrandstufen 1–5

Waldbrandfrüherkennung wald
Waldbrandfrüherkennung umfasst Systeme und Methoden, um Waldbrände möglichst frühzeitig zu entdecken. Zur Waldbrandfrüherkennung zählen automatische Kamera- und Sensorsysteme (Rauch- und Wärmeerkennung auf Türmen und Masten), Satelliten- und Luftüberwachung, Feuerwachtürme mit Beobachtern sowie zunehmend KI-gestützte Bildauswertung. Ergänzt werden sie durch Meldungen von Waldbesuchern und die Beobachtung der Waldbrandstufen.

Eigenschaften: Frühzeitige Entdeckung von Bränden, Kamera-/Sensorsysteme, Satelliten, Türme und KI-Bildauswertung, Schlüssel der Brandbekämpfung.

Verwendung: Waldbrandschutz, Katastrophenschutz, Überwachung.

Maßeinheiten: Bezug: Waldbrandstufen · Reaktionszeit in Minuten

Waldbrandgefahr wald
Die Waldbrandgefahr beschreibt das Risiko, dass in einem Waldgebiet ein Brand entsteht und sich ausbreitet. Die Waldbrandgefahr hängt von Witterung (Trockenheit, Hitze, Wind), Brennstoff (trockene Vegetation, Streu, Reisig), Baumart (kiefern- und nadelholzreiche Bestände sind anfälliger) und menschlicher Aktivität ab. Die meisten Waldbrände in Mitteleuropa werden vom Menschen verursacht – durch Fahrlässigkeit, Funkenflug oder Brandstiftung.

Eigenschaften: Risiko von Waldbrand-Entstehung/-Ausbreitung, Von Witterung/Brennstoff/Mensch abhängig, Nadelwälder anfälliger, Meist menschlich verursacht.

Verwendung: Waldschutz und Prävention, Verhaltensregeln, Gefahrenwarnung.

Maßeinheiten: Waldbrandgefahrenindex (Stufen 1–5) · Witterungsabhängig

Waldbrandprävention wald
Waldbrandprävention umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, um Waldbrände zu verhindern und ihre Ausbreitung zu begrenzen. Zur Waldbrandprävention gehören bauliche und waldbauliche Maßnahmen (Waldbrandschutzstreifen, Löschwasserentnahmestellen, laubholzreiche Mischbestände, Wegenetz), Überwachung (Feuerwachtürme, Sensor- und Kamerasysteme, Warnstufen) sowie Aufklärung und Verhaltensregeln für Waldbesucher.

Eigenschaften: Vorbeugende Maßnahmen gegen Waldbrand, Schutzstreifen, Löschwasser, Überwachung, Mischbestände und Aufklärung, Früh entdecken, schnell bekämpfen.

Verwendung: Waldschutz, Katastrophenschutz, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Bezug: Waldbrandstufen 1–5 · Maßnahmen je Gefahrenlage

Waldbrandstufe wald
Die Waldbrandstufe ist eine Warnstufe, die die aktuelle Waldbrandgefahr in einer Region angibt. Der Deutsche Wetterdienst berechnet aus Wetterdaten den Waldbrandgefahrenindex (WBI) und gibt ihn in fünf Waldbrandstufen aus: Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Die Stufen werden regional veröffentlicht und dienen Behörden, Forstverwaltungen und Waldbesuchern als Orientierung.

Eigenschaften: Warnstufe der Waldbrandgefahr, Fünf Stufen (1 gering – 5 sehr hoch), Vom DWD aus Wetterdaten, Regional veröffentlicht.

Verwendung: Gefahrenwarnung, Behördliche Maßnahmen, Verhalten im Wald.

Maßeinheiten: Waldbrandstufen 1–5 (WBI) · Aktualisierung täglich

Waldfichte stammholz
Die Waldfichte (Gemeine Fichte) ist die häufigste und wirtschaftlich wichtigste Nadelbaumart in Deutschland. Die Waldfichte wächst schnell und gerade und liefert das wichtigste Bau- und Industrieholz. Ihr helles, leichtes Holz ist gut zu bearbeiten. Als Brennholz zündet es leicht, hat aber einen geringeren Heizwert je Raummeter als Hartholz und kann funken.

Eigenschaften: Häufigste Nadelbaumart, Schnell- und geradwüchsig, Wichtigstes Bauholz, Anfällig in Reinbeständen.

Verwendung: Bauholz und Papier, Anheizen und Brennholz, Konstruktion.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500 kWh je Rm (trocken) · Rohdichte: ca. 430–470 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Waldfichte (trocken) ≈ 135 l Heizöl

Waldfrisches Holz brennholz
Waldfrisches Holz ist frisch eingeschlagenes Holz mit hoher Feuchte, das noch nicht zum Heizen geeignet ist. Direkt nach der Fällung enthält Holz je nach Baumart 40 bis über 60 Prozent Wasser. In diesem Zustand verbrennt es schlecht, raucht stark und liefert wenig Wärme. Waldfrisches Holz muss erst ein bis drei Jahre trocknen, bis die Restfeuchte unter 20 Prozent liegt. Es wird oft günstig verkauft, weil der Käufer die Trocknung übernimmt.

Eigenschaften: Frisch eingeschlagen, Hohe Feuchte (40–60 %), Noch nicht heizfertig, Günstiger Einkauf.

Verwendung: Selbstversorgung, Bevorratung, Weiterverarbeitung.

Maßeinheiten: Wassergehalt frisch: 40–60 % · Ziel nach Trocknung: unter 20 %

Umrechnung: 1 Fm waldfrisch = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Waldhackgut hackschnitzel
Waldhackgut sind Hackschnitzel, die aus Waldrestholz wie Kronen- und Astmaterial hergestellt werden. Waldhackgut entsteht durch das Hacken von Kronen-, Ast- und Schwachholz direkt im oder am Wald. Es hat oft einen höheren Rinden- und Feinanteil als Hackgut aus sauberem Industrieholz, ist dafür aber günstig und regional.

Eigenschaften: Hackgut aus Waldrestholz, Kronen-, Ast-, Schwachholz, Höherer Rinden-/Feinanteil, Günstig und regional.

Verwendung: Heizwerke und Nahwärme, Größere Hackschnitzelheizungen, Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Korngröße oft gröber (G50) · Handel: Srm oder Tonnen

Umrechnung: 1 Srm Waldhackgut = ca. 0,4 Fm festes Holz

Waldhackschnitzel hackschnitzel
Waldhackschnitzel sind Hackschnitzel aus Waldrestholz, Schwachholz und Kronenmaterial. Waldhackschnitzel entstehen aus Material, das bei der Holzernte anfällt – Kronen, Äste, Schwachholz und Durchforstungsholz. Sie sind meist etwas grobkörniger und rindenreicher als Industriehackschnitzel und können höhere Feuchte aufweisen.

Eigenschaften: Aus Waldrestholz und Kronen, Etwas grober und rindenreicher, Regionaler Brennstoff, Höhere Feuchte möglich.

Verwendung: Hackgutkessel, Heizwerke und Nahwärme, Landwirtschaftliche Heizungen.

Maßeinheiten: Menge in Schüttraummeter (Srm) · Wassergehalt in Prozent

Umrechnung: 1 Srm Waldhackschnitzel ≈ 0,4 Fm Holz

Waldholz stammholz
Waldholz ist Holz, das direkt aus dem Wald gewonnen wird – vom Stamm über Astholz bis zum Brennholz. Waldholz umfasst alle Sortimente, die bei der Holzernte anfallen: wertvolles Stammholz, Industrieholz und Energieholz. Aus dem Wald gelangt es je nach Qualität in Sägewerk, Industrie oder Ofen. Als Brennholz stammt Waldholz direkt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist bei kurzen Transportwegen ein besonders klimafreundlicher Brennstoff.

Eigenschaften: Direkt aus dem Wald, Verschiedene Sortimente, Vom Stamm bis zum Brennholz, Aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Verwendung: Sägewerk, Industrie, Brennholz und Energieholz.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) oder Raummeter · Je nach Sortiment

Umrechnung: 1 Fm Waldholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Waldkalkung wald
Die Waldkalkung ist das Ausbringen von Kalk im Wald, um versauerte Böden zu stabilisieren. Durch jahrzehntelange Säureeinträge (u. a. aus der Luft) sind viele Waldböden versauert. Bei der Waldkalkung wird kohlensaurer Magnesiumkalk (meist per Hubschrauber oder Streufahrzeug) ausgebracht, um den pH-Wert anzuheben, die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern und das Bodenleben sowie die Wurzelgesundheit zu fördern.

Eigenschaften: Kalkausbringung im Wald, Gegen Bodenversauerung, Hebt pH und Nährstoffverfügbarkeit, Bodenschutzmaßnahme.

Verwendung: Bodenschutz, Regeneration versauerter Böden, Standortpflege.

Maßeinheiten: Kalkmenge in Tonnen/Hektar · pH-Wert des Bodens

Waldkante schnittholz
Die Waldkante (Baumkante) ist die natürliche, unbesäumte Kante eines Brettes, an der die ursprüngliche Stammrundung sichtbar bleibt. Entsteht beim Einschnitt eines Brettes aus dem äußeren Stammbereich, bleibt an der Kante die runde Außenform des Stammes – teils mit Rinde – erhalten. Diese natürliche Kante heißt Waldkante oder Baumkante.

Eigenschaften: Natürliche, unbesäumte Brettkante, Zeigt die Stammrundung, Teils mit Rinde, Rustikaler Charakter.

Verwendung: Massivholzmöbel und Tische, Innenausbau, Dekorative Elemente.

Maßeinheiten: Kein festes Maß – natürliche Kante · Brettmaße individuell

Umrechnung: Volumen wie Schnittholz: L × B × H (Maße in Metern)

Waldpflege stammholz
Waldpflege umfasst alle Maßnahmen, die einen Wald gesund, stabil und produktiv halten. Zur Waldpflege gehören Jungwuchs- und Kulturpflege, Läuterung und Durchforstung. Durch gezielte Eingriffe werden Zukunftsbäume gefördert, die Mischung gesteuert und die Stabilität gegen Sturm und Trockenheit erhöht.

Eigenschaften: Maßnahmen für gesunden Wald, Läuterung und Durchforstung, Fördert Zukunftsbäume, Liefert Pflegeholz.

Verwendung: Waldbau, Brennholzgewinnung, Klimastabile Bestände.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Pflegeholz: Fm/Rm

Umrechnung: 1 Fm Pflegeholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Waldrestholz hackschnitzel
Waldrestholz ist das bei der Ernte im Wald verbleibende Holz wie Kronen-, Ast- und Schwachholz. Nach der Ernte des Stammholzes bleibt Waldrestholz zurück: Kronen, Äste und schwaches Material. Ein Teil wird energetisch als Brennholz oder zu Hackschnitzeln genutzt, ein Teil verbleibt als Totholz im Wald.

Eigenschaften: Verbleibendes Erntematerial, Kronen-, Ast-, Schwachholz, Teils genutzt, teils Totholz, Günstiges Energieholz.

Verwendung: Brennholz und Hackschnitzel, Waldhackgut, Totholz im Wald.

Maßeinheiten: Handel: Srm oder Tonnen · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel aus Restholz

Waldschaden wald
Ein Waldschaden ist eine Schädigung des Waldes durch biotische oder abiotische Einflüsse. Zu den Waldschäden zählen abiotische Schäden (Sturm, Schnee, Eis, Dürre, Hitze, Feuer, Immissionen) und biotische Schäden (Insekten wie Borkenkäfer, Pilze, Wild). Sie reichen von Einzelbaumschäden bis zu großflächigen Kalamitäten und beeinträchtigen Vitalität, Stabilität, Ertrag und Schutzfunktionen des Waldes.

Eigenschaften: Schädigung des Waldes, Abiotisch (Sturm/Dürre/Feuer) + biotisch (Käfer/Pilze/Wild), Einzelbaum bis Kalamität, Klimabedingt zunehmend.

Verwendung: Waldschutz und Monitoring, Schadensmanagement, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Schadfläche in Hektar · Schadholz in Festmeter

Waldschutz wald
Waldschutz umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung und Abwehr von Schäden am Wald. Der Waldschutz bewahrt den Wald vor biotischen Schäden (Insekten, Pilze, Wild) und abiotischen Schäden (Sturm, Schnee, Dürre, Feuer). Dazu gehören Überwachung (Monitoring), Vorbeugung (stabile Mischbestände, Waldhygiene), rasche Aufarbeitung von Schadholz sowie – wo nötig – gezielte Bekämpfung von Schadorganismen.

Eigenschaften: Vorbeugung und Abwehr von Waldschäden, Biotisch (Käfer/Pilze/Wild) + abiotisch (Sturm/Feuer), Monitoring, Vorbeugung, Bekämpfung, Daueraufgabe im Klimawandel.

Verwendung: Forstbetrieb und -verwaltung, Schadensmanagement, Klimaanpassung.

Maßeinheiten: Schadholz in Festmeter · Befalls-/Schadflächen in Hektar

Waldschutzgebiet wald
Ein Waldschutzgebiet ist ein Waldbereich mit besonderem rechtlichem Schutzstatus für Natur, Ressourcen oder Erholung. Unter Waldschutzgebiet fasst man Wälder mit besonderem Schutzstatus zusammen – etwa Naturwaldreservate, Bannwälder, Naturschutz- und FFH-Gebiete im Wald, Nationalparke oder Schonwälder. Je nach Kategorie ist die Nutzung eingeschränkt oder ganz untersagt, um Lebensräume, Arten, Böden, Wasser oder Erholung zu sichern.

Eigenschaften: Wald mit rechtlichem Schutzstatus, Naturwald, Bannwald, NSG, FFH u. a., Nutzung eingeschränkt/untersagt, Schützt Natur/Ressourcen/Erholung.

Verwendung: Naturschutz, Prozessschutz, Biotopvernetzung.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Schutzstatus nach Recht

Waldumbau wald
Waldumbau ist der planmäßige Umbau instabiler Reinbestände in klimastabile, standortgerechte Mischwälder. Viele Wälder bestehen aus gleichaltrigen Nadelholz-Reinbeständen, die anfällig für Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer sind. Beim Waldumbau werden sie schrittweise in strukturreiche Mischwälder aus mehreren, dem Standort und dem Klimawandel angepassten Baumarten überführt.

Eigenschaften: Umbau zu Mischwald, Weg vom Nadelholz-Reinbestand, Klimastabil und standortgerecht, Über Verjüngung und Pflanzung.

Verwendung: Klimaanpassung, Risikostreuung, Naturnahe Waldwirtschaft.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar (ha) · Zeitraum in Jahrzehnten

Waldweg allgemein
Ein Waldweg ist ein Weg im Wald, der die Bewirtschaftung, Holzabfuhr und Erholung ermöglicht. Waldwege erschließen den Wald für Forstfahrzeuge und Erholungssuchende. Entlang der Wege werden Polter aufgeschichtet und das Holz zur Abfuhr bereitgestellt. Zudem dienen sie dem Brandschutz und der Rettung.

Eigenschaften: Weg im Wald, Für Ernte, Abfuhr, Erholung, Standort für Polter, Fahrverbot für Private.

Verwendung: Holzabfuhr, Walderschließung, Erholung und Brandschutz.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Infrastruktur · Polter am Wegrand

Waldwirtschaft stammholz
Waldwirtschaft ist die wirtschaftliche Nutzung und Pflege des Waldes zur nachhaltigen Erzeugung von Holz. Die Waldwirtschaft (Forstwirtschaft) verbindet Holzproduktion mit dem Erhalt der Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Sie plant Begründung, Pflege und Ernte langfristig über viele Jahrzehnte.

Eigenschaften: Nutzung und Pflege des Waldes, Nachhaltige Holzerzeugung, Langfristige Planung, Erhält Waldfunktionen.

Verwendung: Holzproduktion, Regionale Versorgung, Naturschutz.

Maßeinheiten: Fläche in Hektar · Nutzung am Zuwachs

Walnuss allgemein
Die Walnuss (Juglans regia) ist ein Laubbaum mit dunklem, hochwertigem Edellaubholz und essbaren Früchten. Der Walnussbaum liefert eines der wertvollsten heimischen Möbelhölzer: Sein dunkelbraunes, oft lebhaft gemasertes Nussbaumholz ist bei Furnier-, Möbel- und Gewehrschaftherstellern hoch begehrt. Zugleich ist die Walnuss ein beliebter Garten- und Streuobstbaum mit essbaren Nüssen.

Eigenschaften: Edellaubbaum mit Nüssen, Dunkles, gemasertes Holz, Sehr wertvolles Möbelholz, Garten- und Streuobstbaum.

Verwendung: Möbel und Furniere, Gewehrschäfte und Drechselei, Nussernte.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 640 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Nussbaum = 1 Fm; Wertstämme erzielen Spitzenpreise nach m³.

Wärmeleistung allgemein
Die Wärmeleistung gibt an, wie viel Wärme ein Ofen oder Brennstoff pro Zeiteinheit abgibt – meist in Kilowatt. Bei Öfen bezeichnet die Nennwärmeleistung die im Normbetrieb abgegebene Wärme in Kilowatt. Sie sollte zur Raumgröße passen: ein zu großer Ofen wird gedrosselt und verrußt, ein zu kleiner heizt nicht ausreichend. Beim Brennstoff hängt die abgegebene Wärme von Menge, Holzart und Feuchte ab. Trockenes Hartholz liefert je Raummeter die höchste Wärmeausbeute.

Eigenschaften: Wärmeabgabe je Zeit, Angabe in Kilowatt (kW), Bei Öfen als Nennwärmeleistung, Sollte zur Raumgröße passen.

Verwendung: Ofenauswahl, Heizungsplanung, Raumbeheizung.

Maßeinheiten: Einheit: Kilowatt (kW) · Kaminöfen meist ca. 4–8 kW

Wassergehalt allgemein
Der Wassergehalt gibt den Anteil des Wassers an der Gesamtmasse des Holzes an und ist nicht mit der Holzfeuchte identisch. Der Wassergehalt bezieht die Wassermenge auf die Gesamtmasse (Holz plus Wasser), während die Holzfeuchte sie auf die Trockenmasse bezieht. Beide Werte beschreiben denselben Zustand, ergeben aber unterschiedliche Prozentzahlen. Frisches Holz hat einen Wassergehalt von etwa 40 bis 60 Prozent. Für heizfertiges Brennholz sollte der entsprechende Holzfeuchtewert unter 20 Prozent liegen.

Eigenschaften: Wasseranteil an der Gesamtmasse, Nicht gleich Holzfeuchte, Frisch: 40–60 %, In Prozent angegeben.

Verwendung: Brennstoffbewertung, Handel, Qualitätskontrolle.

Maßeinheiten: Frisch: 40–60 % Wassergehalt · Heizfertig: entspr. unter 20 % Holzfeuchte

Umrechnung: Achtung: Wassergehalt (auf Gesamtmasse) und Holzfeuchte (auf Trockenmasse) ergeben unterschiedliche Prozentwerte.

Wässern garten
Wässern ist das Versorgen von Pflanzen und Rasen mit Wasser bei Trockenheit. Beim Wässern wird der Wasserbedarf der Pflanzen gedeckt, den der natürliche Niederschlag nicht ausreicht. Wichtig sind der richtige Zeitpunkt (morgens oder abends), die richtige Menge und das Gießen im Wurzelbereich statt auf die Blätter.

Eigenschaften: Wasserversorgung bei Trockenheit, Morgens oder abends, Durchdringend statt oberflächlich, Im Wurzelbereich.

Verwendung: Rasen- und Beetpflege, Kübel- und Topfpflanzen, Gemüsegarten.

Maßeinheiten: Wassermenge in Liter je m² · 1 mm Regen = 1 l je m²

Umrechnung: 1 mm Niederschlag = 1 Liter Wasser je m²

Weichholz brennholz
Weichholz ist Holz mit geringer Dichte, meist von Nadelbäumen, das leicht und schnell brennt. Zu den Weichhölzern zählen vor allem Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Tanne sowie einige leichte Laubhölzer wie Pappel und Weide. Durch die geringe Dichte zünden sie leicht und geben rasch Wärme ab. Weichholz hat je Raummeter einen niedrigeren Heizwert als Hartholz und brennt schneller ab. Es eignet sich gut zum Anheizen und für schnelle Wärme, weniger für die lange Grundlast.

Eigenschaften: Geringe Dichte, Meist Nadelholz, Leicht und schnell brennend, Niedriger Heizwert je Rm.

Verwendung: Anheizen, Kaminofen (geschlossen), Schnelle Wärme.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1500–1700 kWh/Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Weichholz (trocken) ≈ 135–150 l Heizöl

Weichlaubholz allgemein
Weichlaubholz ist Laubholz mit geringer Dichte und weichem, leichtem Holz. Zum Weichlaubholz zählen rasch wachsende Laubbäume mit leichtem, weichem Holz wie Pappel, Weide, Birke, Erle, Linde und Aspe. Im Gegensatz zum schweren, dichten Hartlaubholz (Eiche, Buche, Esche) ist Weichlaubholz weniger dicht, weicher und meist weniger dauerhaft, dafür leicht zu bearbeiten.

Eigenschaften: Leichtes, weiches Laubholz, z. B. Pappel, Weide, Birke, Erle, Geringe Dichte, Leicht zu bearbeiten.

Verwendung: Verpackung und Zellstoff, Sperrholz und Leichtbau, Schnitzerei (Linde).

Maßeinheiten: Rohdichte niedrig (< ~550 kg/m³) · Gegensatz: Hartlaubholz

Umrechnung: 1 Rm Weichlaubholz ≈ 0,7 Fm; geringerer Heizwert als Hartholz.

Weide brennholz
Die Weide ist ein schnellwüchsiger Laubbaum feuchter Standorte mit leichtem Holz und geringem Heizwert. Weiden wachsen bevorzugt an Gewässern und in Auen und treiben nach dem Schnitt kräftig wieder aus. Ihr Holz ist leicht und weich; als Brennholz hat es einen geringen Heizwert und brennt schnell ab.

Eigenschaften: Schnellwüchsiger Laubbaum, Feuchte Standorte, Leichtes, weiches Holz, Geringer Heizwert.

Verwendung: Anheizen und Energieholz, Flechtwerk und Körbe, Kurzumtriebsplantagen.

Maßeinheiten: Heizwert: ca. 1200–1300 kWh je Rm (trocken) · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Weide (trocken) ≈ 110–120 l Heizöl (Richtwert)

Weiserfläche wald
Eine Weiserfläche ist eine markierte Vergleichsfläche, die den Zustand oder die Entwicklung des Waldes anzeigt. Weiserflächen sind dauerhaft eingerichtete Beobachtungs- und Vergleichsflächen, die als „Zeiger" (Weiser) dienen. Verbreitet sind Verbiss-Weiserflächen (gezäunt vs. ungezäunt), an denen sich der Einfluss des Wildverbisses auf die Verjüngung ablesen lässt, sowie Weiserflächen für Zuwachs, Pflegewirkung oder Waldzustand.

Eigenschaften: Markierte Vergleichs-/Zeigerfläche, z. B. gezäunt vs. ungezäunt, Zeigt Verbiss/Zuwachs/Zustand, Grundlage für Entscheidungen.

Verwendung: Wildmanagement (Verbiss), Monitoring, Pflegekontrolle.

Maßeinheiten: Fläche in Ar/Hektar · Vergleich behandelt/unbehandelt

Weißbuchenholz allgemein
Weißbuchenholz (Hainbuche) ist ein sehr hartes, zähes und schweres heimisches Laubholz. Die Weißbuche oder Hainbuche (Carpinus betulus) ist trotz des Namens nicht mit der Rotbuche verwandt. Ihr helles, sehr hartes, zähes und schweres Holz gehört zu den härtesten heimischen Hölzern. Es ist schwer zu bearbeiten und zu spalten, aber extrem abrieb- und verschleißfest.

Eigenschaften: Sehr hartes heimisches Laubholz, Hainbuche (nicht Rotbuche), Zäh und abriebfest, Schwer spaltbar.

Verwendung: Werkzeuggriffe und Zahnräder, Hackblöcke und Parkett, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,2 kWh/kg · Rohdichte ca. 750 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Hainbuche ≈ 0,7 Fm; sehr hoher Heizwert je Rm.

Weißtanne allgemein
Die Weißtanne (Abies alba) ist eine heimische Nadelbaumart mit tiefem Wurzelsystem und wertvollem, harzfreiem Holz. Die Weißtanne ist die einzige heimische Tannenart und ein wichtiger Baum des Waldumbaus: Ihr tiefes Herzwurzelsystem macht sie sturmfester und trockenheitstoleranter als die Fichte. Ihr helles, harzfreies Holz ähnelt dem der Fichte und wird als Bau- und Konstruktionsholz genutzt.

Eigenschaften: Heimische Tannenart, Tiefes Herzwurzelsystem, Helles, harzfreies Holz, Sturm- und trockenheitstolerant.

Verwendung: Bau- und Konstruktionsholz, Waldumbau, Brennholz (mittel).

Maßeinheiten: Heizwert ca. 4,0 kWh/kg · Rohdichte ca. 410 kg/m³

Umrechnung: 1 Rm Tanne ≈ 0,7 Fm; Heizwert unter Buche.

Wendehaken stammholz
Ein Wendehaken ist ein Handwerkzeug mit beweglichem Haken zum Drehen und Wenden von Stämmen. Der Wendehaken besteht aus einem Stiel und einem beweglich gelagerten, spitzen Haken, der sich beim Ziehen in den Stamm krallt. Damit lassen sich liegende Stämme rollen, wenden und ausrichten – etwa um die Unterseite abzulängen oder das Holz zu sortieren.

Eigenschaften: Handwerkzeug mit beweglichem Haken, Dreht und wendet Stämme, Nutzt Hebelwirkung, Schont den Rücken.

Verwendung: Stämme wenden und rollen, Ablängen der Unterseite, Holz sortieren.

Maßeinheiten: Stiellänge in Zentimeter · Als Handwerkzeug ohne Volumenmaß

Werksvermessung stammholz
Die Werksvermessung ist die Vermessung und Übernahme des Holzes am Werk (Sägewerk/Verarbeiter) als Abrechnungsgrundlage. Bei der Werksvermessung wird das angelieferte Rundholz am Empfangswerk – heute meist mit elektronischen 3D-Vermessungsanlagen – nach Menge (Volumen), Stärke und Güte erfasst. Diese Werksmaße dienen als Grundlage für die Abrechnung zwischen Waldbesitzer/Lieferant und Werk, im Unterschied zur Waldvermessung (Aufnahme im Wald am Polter).

Eigenschaften: Holzvermessung am Werk, Meist elektronische 3D-Anlagen, Abrechnungsgrundlage, Gegensatz: Waldvermessung.

Verwendung: Holzabrechnung, Rundholzübernahme, Holzlogistik.

Maßeinheiten: Volumen in Festmeter · Stärke/Güte je Klasse

Wertastung wald
Wertastung ist die gezielte Astung hochwertiger Zukunftsbäume zur Erzeugung von astfreiem Wertholz. Bei der Wertastung werden an ausgewählten Qualitäts- bzw. Z-Bäumen die unteren Äste frühzeitig und fachgerecht entfernt. So bildet der Stamm im weiteren Wachstum astfreies, besonders wertvolles Holz, das sich zu Furnier und hochwertigem Schnittholz verarbeiten lässt.

Eigenschaften: Astung von Zukunftsbäumen, Frühzeitig und fachgerecht, Erzeugt astfreies Wertholz, Nur wenige Bäume je Fläche.

Verwendung: Wertholzproduktion, Waldbau, Z-Baum-Pflege.

Maßeinheiten: Astungshöhe: oft bis ca. 6 m · Kein Handelsmaß

Wertholz stammholz
Wertholz ist besonders hochwertiges Stammholz, das durch Güte, Stärke und Maserung Spitzenpreise erzielt. Wertholz sind makellose, starke und astfreie Stämme, die sich zu Furnier oder hochwertigem Schnittholz verarbeiten lassen. Solche Stämme werden oft in eigenen Wertholzsubmissionen versteigert und erzielen die höchsten Holzpreise.

Eigenschaften: Hochwertigstes Stammholz, Makellos, stark, astfrei, Für Furnier und Möbel, Spitzenpreise.

Verwendung: Furnier und Möbel, Wertholzsubmission, Hochwertiger Ausbau.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Über Submissionen versteigert

Umrechnung: 1 Fm Wertholz = 1 m³ reines Holz (im Rundholzhandel)

Wertholzsubmission stammholz
Eine Wertholzsubmission ist eine Versteigerung besonders wertvoller Stämme nach dem Höchstgebotsverfahren. Bei der Wertholzsubmission werden ausgesuchte, hochwertige Stämme – etwa Furnier- und Starkholz von Eiche, Nussbaum oder Ahorn – auf einem Sammelplatz präsentiert. Interessenten geben verdeckte Gebote ab; der Stamm geht an das Höchstgebot.

Eigenschaften: Versteigerung von Wertholz, Verdeckte Höchstgebote, Für Furnier- und Starkholz, Meist im Winter.

Verwendung: Wertholzvermarktung, Furnier- und Möbelholz, Sammelplätze.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Preis je Höchstgebot

Wertminderung stammholz
Wertminderung ist die Abnahme des Holz- oder Baumwertes durch Fehler, Schäden oder eingeschränkte Verwendbarkeit. Beim Holz mindern Fehler und Schäden wie Äste, Krümmung, Drehwuchs, Risse, Fäule, Bläue, Insektenbefall oder falsche Lagerung den erzielbaren Preis: Das Holz rutscht in eine geringere Güteklasse oder ist nur noch für minderwertige Verwendungen (Industrie-, Brennholz) geeignet. Auch bei Bäumen im Garten- und Landschaftsbereich wird eine Wertminderung ermittelt, etwa nach Beschädigung eines Baumes (Sachwertverfahren).

Eigenschaften: Abnahme des Holz-/Baumwertes, Durch Fehler, Schäden, Fäule, Geringere Güteklasse/Verwendung, Auch bei Baumbewertung.

Verwendung: Holzsortierung und -vermarktung, Schadensregulierung, Baumbewertung.

Maßeinheiten: Wertabschlag in Prozent/Euro · Bezug: Güteklasse/Sachwert

Wildkirsche allgemein
Die Wildkirsche (Vogelkirsche, Prunus avium) ist ein heimischer Laubbaum mit dekorativem, rötlichem Edellaubholz. Die Vogelkirsche ist die wilde Stammform der Süßkirsche und ein wertvoller heimischer Edellaubbaum. Ihr warm rötlich-braunes, fein gemasertes Holz dunkelt mit der Zeit nach und ist als Möbel-, Furnier- und Innenausbauholz sehr begehrt.

Eigenschaften: Heimischer Edellaubbaum, Rötlich-braunes Holz, Dunkelt nach, Rascher Wuchs.

Verwendung: Möbel und Furniere, Innenausbau, Drechselarbeiten.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 600 kg/m³ · Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Kirsche = 1 Fm; Vermarktung als Wertholz nach m³.

Wildkrautentfernung garten
Wildkrautentfernung ist die Beseitigung unerwünschter Wildpflanzen aus Beeten, Wegen und Flächen. Wildkraut (Unkraut) konkurriert mit Kulturpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Bei der Wildkrautentfernung wird es mechanisch (Jäten, Hacken), thermisch (Abflammen, Heißwasser) oder vorbeugend (Mulchen, dichte Bepflanzung) zurückgedrängt.

Eigenschaften: Beseitigung unerwünschter Wildpflanzen, Mechanisch, thermisch, vorbeugend, Vor der Samenbildung, Nicht alles ist schädlich.

Verwendung: Beet-, Wege- und Flächenpflege, Gemüsegarten, Gartenpflege.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Wildschaden wald
Ein Wildschaden ist ein durch Wild verursachter Schaden an Wald, Verjüngung oder landwirtschaftlichen Kulturen. Zu den Wildschäden im Wald zählen vor allem Verbiss (Abfressen von Knospen und Trieben), Fegen und Schlagen (Verletzen der Rinde durch das Geweih) sowie Schälen (Abziehen der Rinde, besonders durch Rotwild). Sie hemmen die Verjüngung, verletzen Bäume, öffnen Eintrittspforten für Fäule und mindern Stabilität und Wert.

Eigenschaften: Schaden durch Wild, Verbiss, Fegen, Schälen, Hemmt Verjüngung, mindert Wert, Ersatzpflicht möglich.

Verwendung: Waldschutz und Verjüngung, Wildmanagement, Waldumbau.

Maßeinheiten: Verbissprozent, Schäl-/Fegeschäden · Erhebung im Gutachten

Wildschutzzaun wald
Ein Wildschutzzaun ist eine Umzäunung, die Wild von Verjüngungs- und Kulturflächen fernhält. Wildschutzzäune (Forstzäune) aus Knotengeflecht oder Drahtgitter umschließen Aufforstungs- und Verjüngungsflächen, damit Rehe, Rotwild oder Hasen die jungen Bäume nicht verbeißen. Die Höhe richtet sich nach der Wildart (z. B. höher für Rotwild).

Eigenschaften: Umzäunung gegen Wildverbiss, Knotengeflecht/Drahtgitter, Höhe je Wildart, Zuverlässig, aber teuer.

Verwendung: Aufforstungs- und Verjüngungsflächen, Waldumbau, Schutz empfindlicher Kulturen.

Maßeinheiten: Zaunhöhe je Wildart in Meter · Länge in laufenden Metern

Wimmerwuchs stammholz
Wimmerwuchs ist eine unregelmäßige, wellige Maserung des Holzes, die als dekoratives Merkmal geschätzt wird. Beim Wimmerwuchs (Riegel-, Flammen- oder Maserwuchs) verlaufen die Holzfasern wellig, verdreht oder knollig statt gerade. Ursachen sind erbliche Veranlagung, Wuchsstörungen oder Reaktionen auf Umwelteinflüsse. Es entstehen lebhafte, schimmernde Maserbilder wie Riegel-, Vogelaugen- oder Maserknollen-Muster.

Eigenschaften: Wellige, unregelmäßige Maserung, Riegel-/Flammen-/Maserwuchs, Technisch ein Fehler, Dekorativ sehr wertvoll.

Verwendung: Furnier- und Möbelholz, Instrumentenbau und Drechslerei, Dekorative Oberflächen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Maserungsmerkmal · Wert je nach Ausprägung

Windbruch stammholz
Windbruch ist durch Sturm abgebrochenes Holz, bei dem Stämme oder Kronen brechen, ohne dass der Baum umstürzt. Beim Windbruch bricht der Baum im Stamm oder in der Krone, während der Wurzelstock im Boden bleibt. Das entstehende Bruchholz steht oft unter Spannung und ist bei der Aufarbeitung besonders gefährlich.

Eigenschaften: Sturmbedingter Bruch, Stamm oder Krone bricht, Wurzel bleibt im Boden, Bruchholz unter Spannung.

Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Brennholz (günstig), Rundholzmarkt.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Preis oft unter Frischholz

Umrechnung: 1 Fm Bruchholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Windwurf stammholz
Windwurf ist durch Sturm entwurzeltes Holz, bei dem Bäume mitsamt dem Wurzelteller umgeworfen werden. Beim Windwurf drückt der Sturm ganze Bäume samt Wurzelteller um. Die geworfenen Stämme stehen oft unter starker Spannung, und aufgestellte Wurzelteller können zurückschlagen – die Aufarbeitung ist hochgefährlich.

Eigenschaften: Sturmbedingter Wurf, Baum samt Wurzelteller um, Stämme unter starker Spannung, Zügig aufzuarbeiten.

Verwendung: Kalamitätsaufarbeitung, Brennholz (günstig), Rundholzmarkt.

Maßeinheiten: Handel: Festmeter (Fm) · Preis oft unter Frischholz

Umrechnung: 1 Fm Windwurfholz = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Winterdienst garten
Winterdienst ist die Beseitigung von Schnee und Eis auf Wegen, Zufahrten und Flächen. Zum Winterdienst gehören das Räumen von Schnee und das Streuen bei Glätte, um Wege sicher und begehbar zu halten. Grundstückseigentümer sind im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht meist zum Winterdienst auf angrenzenden Gehwegen verpflichtet.

Eigenschaften: Schnee- und Eisbeseitigung, Räumen und Streuen, Teil der Verkehrssicherungspflicht, Möglichst salzfrei.

Verwendung: Wege und Zufahrten, Gehwege und Höfe, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Streumittel in g je m²

Wintereinschlag stammholz
Der Wintereinschlag ist die traditionelle Holzernte im Winterhalbjahr, wenn die Bäume in der Saftruhe sind. Im Winter ruht der Saftstrom der Bäume, und das Holz enthält etwas weniger Wasser. Gefrorener Boden trägt die Maschinen besser und wird geschont. Deshalb gilt der Winter traditionell als beste Einschlagszeit.

Eigenschaften: Holzernte im Winterhalbjahr, Bäume in Saftruhe, Etwas trockeneres Holz, Bodenschonend bei Frost.

Verwendung: Holzernte, Brennholzgewinnung, Waldbewirtschaftung.

Maßeinheiten: Zeitraum: ca. Oktober bis Februar · Handel: Festmeter (Fm)

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm nach dem Aufarbeiten

Wintervorrat brennholz
Der Wintervorrat ist die Menge Brennholz, die für die Heizsaison bereitliegt und rechtzeitig getrocknet wurde. Ein ausreichender Wintervorrat sichert die Wärmeversorgung über die kalte Jahreszeit. Er sollte vor Beginn der Heizsaison trocken, ofenfertig und gut erreichbar gelagert sein. Wie groß der Vorrat sein muss, hängt von Haus, Ofen und Heizverhalten ab. Wer den Vorrat frühzeitig anlegt, hat sicher trockenes Holz und muss nicht kurzfristig teuer nachkaufen.

Eigenschaften: Holzmenge für die Heizsaison, Rechtzeitig getrocknet, Ofenfertig und griffbereit, Größe je nach Bedarf.

Verwendung: Heizsaison, Selbstversorgung, Jahresplanung.

Maßeinheiten: Planung in Raummeter je Saison · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl – zur Bedarfsabschätzung

Wipfel wald
Der Wipfel ist die oberste Spitze der Baumkrone. Als Wipfel (Gipfel, Baumspitze) bezeichnet man den obersten Trieb bzw. das obere Ende der Krone. Bei jungen und mittelalten Bäumen bildet der Wipfeltrieb (Leittrieb, Terminaltrieb) die Spitze und bestimmt das Höhenwachstum und die typische Wuchsform (z. B. die Kegelform junger Nadelbäume).

Eigenschaften: Oberste Spitze der Krone, Wipfel-/Leittrieb bestimmt Höhe, Prägt die Wuchsform, Exponiert gegenüber Witterung.

Verwendung: Baumkunde, Höhenmessung, Vitalitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Oberer Bezugspunkt der Baumhöhe · Zustand als Vitalitätsmerkmal

Wipfelbruch wald
Wipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels (der Baumspitze) und bezeichnet weitgehend dasselbe wie Gipfelbruch. Der Wipfelbruch betrifft die oberste Baumspitze (den Wipfel), die unter Schnee-, Eis- oder Windlast abbricht – häufig bei schlanken, instabilen Bäumen oder nach Vorschädigung durch Fäule oder Trockenheit. Der Begriff wird weitgehend gleichbedeutend mit Gipfelbruch verwendet.

Eigenschaften: Abbrechen der Baumspitze (Wipfel), Durch Schnee-/Eis-/Windlast, = weitgehend Gipfelbruch, Entwertet und öffnet für Fäule.

Verwendung: Waldschutz, Verkehrssicherung, Schadensbeurteilung.

Maßeinheiten: Bruchhöhe/-durchmesser · Bewertung in der Baumkontrolle

Wipfelschaft stammholz
Der Wipfelschaft ist der obere, dünne Teil des Stammes im Bereich der Krone. Der Wipfelschaft (Gipfelschaft) ist der oberste Stammabschnitt, der in die Krone übergeht und sich nach oben stark verjüngt. Er ist meist astig, schwach und krumm und liefert daher nur geringwertiges Holz (Industrie- oder Brennholz) im Gegensatz zum wertvollen, astfreien unteren Stammteil (Erdstamm/Bloch).

Eigenschaften: Oberer, dünner Stammteil (Krone), Astig, schwach, krumm, Geringwertiges Holz, Gegensatz: Erdstamm/Bloch.

Verwendung: Holzsortierung und Aushaltung, Brenn-/Industrieholz, Qualitätsbeurteilung.

Maßeinheiten: Länge/Zopf in Meter/cm · Bezug: Aushaltung

Wippsäge stammholz
Eine Wippsäge (Wippkreissäge) ist eine Brennholzsäge, bei der das Holz in einer beweglichen Wippe zum Sägeblatt geführt wird. Bei der Wippsäge liegt das Rundholz in einer kippbaren Wippe (Wiege). Zum Schneiden wird die Wippe mit dem Holz gegen das feststehende, rotierende Kreissägeblatt geschwenkt; nach dem Schnitt federt sie zurück. So lässt sich Rundholz schnell und ergonomisch in Ofenlänge ablängen.

Eigenschaften: Brennholz-Kreissäge mit Wippe, Holz in kippbarer Wiege, Schnelles Ablängen in Ofenlänge, Wippe schützt das Blatt.

Verwendung: Brennholzaufarbeitung, Ablängen von Rundholz, Hof und Landwirtschaft.

Maßeinheiten: Blattdurchmesser in Zentimeter · Schnittlänge = Ofenlänge

Wirkungsgrad allgemein
Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der im Holz gespeicherten Energie tatsächlich als nutzbare Wärme genutzt wird. Der Wirkungsgrad einer Feuerung ist das Verhältnis von abgegebener Nutzwärme zur eingesetzten Brennstoffenergie, angegeben in Prozent. Ein offener Kamin nutzt nur einen kleinen Teil (oft unter 30 Prozent), ein moderner Kaminofen 70–85 Prozent, ein Pellet- oder Scheitholzkessel über 90 Prozent.

Eigenschaften: Anteil genutzter Energie, Nutzwärme / Brennstoffenergie, Offener Kamin niedrig, Kessel hoch, In Prozent angegeben.

Verwendung: Feuerungsauswahl, Effizienzbewertung, Brennstoffeinsparung.

Maßeinheiten: Wirkungsgrad in Prozent (%) · Moderne Kessel über 90 %

Wirtschaftswald wald
Ein Wirtschaftswald ist ein Wald, der planmäßig zur Holzproduktion und -nutzung bewirtschaftet wird. Der Wirtschaftswald steht im Gegensatz zum aus der Nutzung genommenen Naturwald. In ihm werden Bestände begründet, gepflegt, durchforstet und geerntet, um dauerhaft Holz zu liefern – zugleich erfüllt er Schutz- und Erholungsfunktionen.

Eigenschaften: Wald zur Holznutzung, Planmäßig bewirtschaftet, Gegensatz zum Naturwald, Erfüllt auch Schutzfunktionen.

Verwendung: Holzproduktion, Forstwirtschaft, Ländliche Wertschöpfung.

Maßeinheiten: Ertrag in Erntefestmeter/Hektar/Jahr · Fläche in Hektar (ha)

Umrechnung: Zuwachs im Wirtschaftswald: mehrere Efm je Hektar und Jahr.

Wuchsleistung wald
Die Wuchsleistung beschreibt, wie viel ein Baum oder Bestand über die Zeit an Masse und Volumen zulegt. Die Wuchsleistung ist die Fähigkeit eines Baumes, einer Baumart oder eines Bestandes, Holz zu bilden. Sie zeigt sich im Höhen-, Durchmesser- und Volumenwachstum und wird stark von Standort, Baumart, Alter, Licht und Pflege beeinflusst. Wüchsige Standorte und Baumarten liefern hohe Wuchsleistungen.

Eigenschaften: Wachstumsfähigkeit von Baum/Bestand, Höhe, Durchmesser, Volumen, Standort- und artabhängig, Kriterium der Baumartenwahl.

Verwendung: Baumartenwahl, Standortbewertung, Ertragsplanung.

Maßeinheiten: Höhen-/Durchmesser-/Volumenzuwachs · Bezug: Zeit und Standort

Wurzelanlauf wald
Der Wurzelanlauf ist der verbreiterte Übergang zwischen Stamm und Wurzel am Stammfuß. Am Wurzelanlauf geht der Stamm in die Wurzeln über und bildet oft brettartige Verstärkungen. Diese verankern den Baum und verteilen die Kräfte aus Wind und Eigengewicht in den Boden – ein wichtiger Beitrag zur Standsicherheit.

Eigenschaften: Übergang Stamm zu Wurzel, Am Stammfuß, oft brettartig, Verankert und stabilisiert, Wichtig für die Standsicherheit.

Verwendung: Baumkontrolle, Standsicherheitsbeurteilung, Baumpflege.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Beurteilungsmerkmal · Symmetrie und Zustand

Wurzelballen garten
Der Wurzelballen ist der Erd- und Wurzelbereich einer Pflanze, der beim Pflanzen oder Umsetzen erhalten bleibt. Der Wurzelballen umfasst die Wurzeln samt anhaftender Erde. Ein intakter, ausreichend großer Ballen sichert das Anwachsen, weil viele feine Saugwurzeln erhalten bleiben. Man unterscheidet Ballenware, Containerware und wurzelnackte Pflanzen.

Eigenschaften: Erd- und Wurzelbereich einer Pflanze, Bleibt beim Pflanzen erhalten, Sichert das Anwachsen, Ballen-, Container- oder wurzelnackt.

Verwendung: Pflanzung und Umpflanzung, Baumschulware, Gehölzpflanzung.

Maßeinheiten: Ballengröße je Pflanzengröße · Ballendurchmesser in cm

Wurzelbrut wald
Wurzelbrut ist der Austrieb neuer Triebe aus den Wurzeln eines Baumes. Manche Baumarten – etwa Robinie, Aspe (Zitterpappel), Pappel, Ulme oder Schlehe – bilden aus ihren waagerecht streichenden Wurzeln neue oberirdische Triebe: die Wurzelbrut. So kann ein einzelner Baum ganze Gruppen genetisch identischer Nachkommen (Klone) bilden und sich flächig ausbreiten, besonders nach Verletzung oder Fällung.

Eigenschaften: Austrieb aus den Wurzeln, Vegetative Verjüngung, z. B. Robinie, Aspe, Pappel, Bildet Klongruppen.

Verwendung: Vegetative Verjüngung, Wiederbewaldung, Ausbreitungsmanagement.

Maßeinheiten: Austrieb je Wurzelsystem · Ausbreitung flächig

Wurzelfäule wald
Wurzelfäule ist die pilzbedingte Zersetzung des Wurzelsystems, die Stabilität und Vitalität des Baumes mindert. Bei der Wurzelfäule zersetzen holzabbauende Pilze – etwa Hallimasch, Wurzelschwamm oder verschiedene Porlinge – die Wurzeln und den Stammfuß. Die Verankerung im Boden lässt nach, die Wasser- und Nährstoffversorgung wird gestört, und der Baum kann absterben oder umstürzen.

Eigenschaften: Pilzfäule des Wurzelsystems, Durch Hallimasch, Wurzelschwamm u. a., Mindert Verankerung und Vitalität, Häufige Windwurfursache.

Verwendung: Baumkontrolle und Standsicherheit, Waldschutz, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Befall an Wurzel/Stammfuß · Restverankerung beurteilen

Wurzelholz brennholz
Wurzelholz ist das Holz aus dem Wurzelstock eines Baumes, das zäh, dicht und schwer zu bearbeiten ist. Nach der Fällung bleibt der Wurzelstock im Boden; gerodetes Wurzelholz ist stark verwachsen, sehr zäh und enthält oft Erde und Steine. Diese Verunreinigungen machen Sägeketten schnell stumpf.

Eigenschaften: Holz aus dem Wurzelstock, Zäh und dicht, Oft mit Erde und Steinen, Schwer zu bearbeiten.

Verwendung: Brennholz (nach Reinigung), Rodung, Drechsel- und Dekoholz.

Maßeinheiten: Kein klassisches Handelsmaß · Als Brennholz nach Rm

Wurzelschwamm wald
Der Wurzelschwamm ist ein gefährlicher Wurzel- und Stammfäulepilz, vor allem an Nadelbäumen. Der Wurzelschwamm (Heterobasidion) zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Forstpilzen. Er infiziert über frische Stubbenschnittflächen und Wurzelkontakt, breitet sich im Wurzelsystem aus und verursacht Wurzel- und Kernfäule (Rotfäule) – besonders an Fichte, aber auch Kiefer und Tanne.

Eigenschaften: Wurzel- und Stammfäulepilz, Vor allem an Nadelholz, Infektion über Stubben/Wurzeln, Verursacht Rotfäule.

Verwendung: Waldschutz, Fäule- und Stabilitätsbeurteilung, Stubbenbehandlung.

Maßeinheiten: Fäule (Rotfäule) im Kern · Ertragsverlust je Befall

Wurzelstockfräse stammholz
Eine Wurzelstockfräse zerspant den nach der Fällung verbliebenen Wurzelstock im Boden. Die Wurzelstockfräse (Wurzelfräse) trägt den im Boden verbliebenen Wurzelstock (Stubben) mit einer rotierenden, hartmetallbestückten Frässcheibe schrittweise ab – meist bis einige Zentimeter unter die Erdoberfläche. Sie entspricht der Stubben- bzw. Stockfräse; der Begriff betont die Bearbeitung des Wurzelstocks.

Eigenschaften: Zerspant den Wurzelstock, Rotierende Hartmetall-Frässcheibe, Bis unter die Erdoberfläche, Ersetzt das Ausgraben.

Verwendung: Stubbenbeseitigung, Garten- und Landschaftsbau, Wege- und Flächenräumung.

Maßeinheiten: Frästiefe in Zentimeter · Leistung in Kilowatt

X

Xerophyten garten
Xerophyten sind trockenheitsverträgliche Pflanzenarten, die an Standorte mit wenig Wasser angepasst sind. Xerophyten wie Sukkulenten, Lavendel, Fetthenne, Gräser oder mediterrane Kräuter kommen mit wenig Wasser aus. Anpassungen wie dicke Blätter, Wachsschichten, tiefe Wurzeln oder behaarte Oberflächen reduzieren die Verdunstung.

Eigenschaften: Trockenheitsverträgliche Pflanzen, An wenig Wasser angepasst, Dicke Blätter, tiefe Wurzeln, Für sonnige, trockene Standorte.

Verwendung: Kies- und Steingärten, Trockenbeete, Wassersparende Bepflanzung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Pflanzengruppe · Standort: sonnig, trocken

Xylem allgemein
Das Xylem ist das Leitgewebe im Baum, das Wasser und Nährsalze von den Wurzeln in die Krone transportiert – und den Hauptteil des Holzes bildet. Das Xylem, auch Holzteil genannt, besteht aus verholzten Zellen, die dem Baum Festigkeit geben und Wasser leiten. Mit den Jahren bilden sich die sichtbaren Jahresringe. Der überwiegende Teil dessen, was wir als Holz nutzen, ist Xylem. Sein Aufbau bestimmt Dichte, Festigkeit und damit auch die Brenneigenschaften des Holzes.

Eigenschaften: Wasserleitendes Gewebe, Bildet den Hauptteil des Holzes, Verholzte Zellen, Grundlage der Jahresringe.

Verwendung: Botanik und Holzkunde, Verständnis von Holzeigenschaften, Altersbestimmung.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß · Fachbegriff der Holzanatomie

Y

Y-förmige Zwieselbildung wald
Die Y-förmige Zwieselbildung ist eine Gabelung des Stammes in zwei Triebe mit möglichem Bruchrisiko. Bei der Y-förmigen Zwieselbildung teilt sich der Stamm in zwei etwa gleich starke Stämmlinge, die ein „Y" bilden. In der Astgabel sammeln sich häufig Rinde (eingewachsene Rinde) und Wasser, was die Verbindung schwächt.

Eigenschaften: Stammgabelung in zwei Triebe, Y-förmige Zwiesel, Eingewachsene Rinde möglich, Bruchgefährdet.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Wuchsmerkmal · Beurteilung der Anbindung

Yellow-Poplar stammholz
Yellow-Poplar ist eine nordamerikanische Holzart (Tulpenbaum), die in Europa als Brennholz kaum eine Rolle spielt. Yellow-Poplar, der Amerikanische Tulpenbaum, liefert ein leichtes, weiches Holz, das in Nordamerika für Möbel und Innenausbau genutzt wird. Als Brennholz ist es wegen der geringen Dichte und des niedrigen Heizwerts wenig geeignet. In Europa hat Yellow-Poplar als Brennholz keine praktische Bedeutung; heimische Harthölzer wie Buche und Eiche sind deutlich energiereicher.

Eigenschaften: Nordamerikanische Holzart (Tulpenbaum), Leichtes, weiches Holz, Geringer Heizwert, Als Brennholz unbedeutend.

Verwendung: Möbel und Innenausbau (v. a. Nordamerika), Nur selten als Brennholz.

Maßeinheiten: Rohdichte niedrig · Kein europäisches Brennholzmaß

Ytong-Holzvergaser allgemein
Ein Ytong-Holzvergaser ist ein selbst gebauter Holzvergaser-Ofen aus Ytong-Porenbetonsteinen, der vor allem als Bastelprojekt bekannt ist. Beim Ytong-Holzvergaser werden Porenbetonsteine (Marke Ytong) zu einem kleinen Ofen zusammengesetzt, in dem Holz nach dem Vergaserprinzip mit zwei Luftströmen sehr sauber und heiß verbrennt. Solche Selbstbauten kursieren als Heimwerker- und Outdoor-Projekte für Garten und Camping.

Eigenschaften: Selbstbau aus Porenbetonsteinen, Nach dem Vergaserprinzip, Für Garten und Outdoor, Keine geprüfte Feuerstätte.

Verwendung: Outdoor- und Bastelprojekte, Gartenfeuer, Kochen im Freien.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Selbstbau-Ofen · Für Innenräume ungeeignet

Yucca garten
Yucca ist eine beliebte, trockenheitsverträgliche Garten- und Kübelpflanze mit markanten, schwertförmigen Blättern. Yuccas (Palmlilien) bilden eine Rosette aus festen, spitzen Blättern und beeindruckende Blütenrispen. Einige Arten wie die Fädige Palmlilie sind winterhart und eignen sich für sonnige, trockene Gartenbereiche; andere werden als Kübelpflanze gehalten.

Eigenschaften: Palmlilie mit schwertförmigen Blättern, Trockenheitsverträglich, Winterhart oder als Kübelpflanze, Sonnig und durchlässig.

Verwendung: Ziergarten und Kübel, Trocken- und Kiesbeete, Exotische Gestaltung.

Maßeinheiten: Wuchshöhe je Art in cm/m · Standort: sonnig, trocken

Z

Z-Baum wald
Ein Z-Baum (Zukunftsbaum) ist ein ausgewählter, besonders wertvoller Baum, der im Bestand gezielt gefördert wird. Z-Bäume sind gerade, gesunde, gut veranlagte Bäume, die als künftige Wertträger ausgewählt und dauerhaft markiert werden. Bei jeder Durchforstung werden ihre Bedränger entnommen, damit sie mehr Licht und Wuchsraum erhalten.

Eigenschaften: Ausgewählter Zukunftsbaum, Gerade, gesund, wertvoll, Dauerhaft markiert, Gezielt gefördert.

Verwendung: Waldbau, Durchforstung, Wertholzproduktion.

Maßeinheiten: Zahl je Hektar (z. B. 40–100) · Zielstärke je Baumart

Zapfen brennholz
Zapfen sind die Fruchtstände von Nadelbäumen und eignen sich getrocknet gut als natürliche Anzündhilfe. Kiefern-, Fichten- und Tannenzapfen enthalten Harzreste und entzünden sich trocken sehr leicht. Als natürliche, kostenlose Anzündhilfe ersetzen sie chemische Anzünder und bringen das Anfeuerholz schnell zum Brennen.

Eigenschaften: Fruchtstände von Nadelbäumen, Harzhaltig, leicht entzündlich, Natürliche Anzündhilfe, Nur getrocknet nutzbar.

Verwendung: Anzünden von Kamin und Ofen, Grill und Feuerstelle, Deko.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Anzündmaterial · Trocken sammeln und lagern

Zaunbegrünung garten
Zaunbegrünung ist die Bepflanzung von Zäunen mit Kletter- und Rankpflanzen. Bei der Zaunbegrünung werden Zäune mit Kletterpflanzen wie Efeu, Clematis, Wildem Wein, Kletterrosen oder Geißblatt bewachsen. Das schafft grünen Sichtschutz, wertet schlichte Zäune auf und bietet Vögeln und Insekten Lebensraum.

Eigenschaften: Bepflanzung von Zäunen, Mit Kletter- und Rankpflanzen, Grüner Sichtschutz, Rankhilfe je nach Pflanze.

Verwendung: Sichtschutz, Fassaden- und Zaunbegrünung, Naturnaher Garten.

Maßeinheiten: Wuchshöhe in Metern · Pflanzabstand je Art

Zentralheizung mit Holz allgemein
Eine Zentralheizung mit Holz beheizt das ganze Haus mit Scheitholz, Hackschnitzeln oder Pellets über einen zentralen Kessel. Anders als ein einzelner Kaminofen versorgt eine Holz-Zentralheizung über einen Heizkessel und einen Pufferspeicher das gesamte Haus mit Wärme und Warmwasser. Verbreitet sind Scheitholzvergaser, Hackschnitzel- und Pelletheizungen. Der Pufferspeicher nimmt die erzeugte Wärme auf und gibt sie gleichmäßig ab, was Wirkungsgrad und Komfort erhöht. Voraussetzung ist ausreichend trockener Brennstoff und Platz für Kessel und Lager.

Eigenschaften: Zentraler Heizkessel, Beheizt das ganze Haus, Mit Puffer­speicher, Scheit, Hackschnitzel oder Pellets.

Verwendung: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Ganzhausheizung, Warmwasserbereitung.

Maßeinheiten: Kesselleistung: je nach Haus in kW · Pufferspeicher in Litern

Umrechnung: 1 Rm Buche (trocken) ≈ 200 l Heizöl · 1 t Pellets ≈ 500 l Heizöl (zur Bedarfsplanung)

Zerkleinerer hackschnitzel
Ein Zerkleinerer ist eine Maschine, die Holz und Grünschnitt zu kleineren Stücken oder Hackschnitzeln verarbeitet. Unter Zerkleinerer fallen Häcksler, Hacker und Schredder, die Äste, Grünschnitt und Restholz zerkleinern. Je nach Bauart entstehen feines Häckselgut zum Mulchen oder gröbere Hackschnitzel für die Feuerung.

Eigenschaften: Maschine zum Zerkleinern, Häcksler, Hacker, Schredder, Für Holz und Grünschnitt, Feines oder grobes Ergebnis.

Verwendung: Gartenhäckseln, Hackgutproduktion, Grünschnittverwertung.

Maßeinheiten: Durchsatz je Maschine · Korngröße einstellbar

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel (bei geeignetem Hacker)

Zerkleinerung hackschnitzel
Die Zerkleinerung ist das Aufarbeiten von Holz in kleinere Einheiten wie Scheite oder Hackschnitzel. Zur Zerkleinerung gehören Sägen, Spalten und Hacken. Sie vergrößert die Oberfläche, verbessert die Trocknung und bringt das Holz in die gewünschte Brennform. Für Scheitholz kommen Säge und Spalter zum Einsatz, für Hackschnitzel ein Häcksler. Die richtige Größe hängt von der Feuerung ab: zu grob brennt schlecht, zu fein brennt zu schnell ab.

Eigenschaften: Aufarbeiten in kleinere Einheiten, Sägen, Spalten, Hacken, Vergrößert die Oberfläche, Form je nach Feuerung.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Hackschnitzelproduktion, Trocknungsvorbereitung.

Maßeinheiten: Scheit: 25–50 cm · Hackschnitzel: wenige cm · Restfeuchte-Ziel: unter 20 %

Umrechnung: 1 Fm Stammholz → ca. 2,5 Srm Hackschnitzel nach dem Hacken

Zersetzung allgemein
Zersetzung ist der natürliche Abbau von Holz durch Pilze, Bakterien und Insekten. Feuchtes, am Boden liegendes Holz wird von Pilzen und Kleinlebewesen zersetzt und in Humus umgewandelt. Dieser Prozess ist im Wald ökologisch wertvoll, weil er Nährstoffe zurückführt und Lebensraum schafft.

Eigenschaften: Natürlicher Holzabbau, Durch Pilze und Insekten, Erzeugt Humus, Bei Brennholz unerwünscht.

Verwendung: Nährstoffkreislauf im Wald, Totholz-Ökologie, Kompostierung.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Abbauprozess · Braucht Feuchte

Zerspanung allgemein
Zerspanung ist die Bearbeitung von Holz durch spanabhebende Verfahren wie Sägen, Fräsen, Hobeln und Bohren. Bei der Zerspanung wird mit einer Schneide Material in Form von Spänen abgetragen. Dazu gehören Sägen, Fräsen, Hobeln, Drehen und Bohren. Sie ist die Grundlage der maschinellen Holzbearbeitung.

Eigenschaften: Spanabhebende Bearbeitung, Sägen, Fräsen, Hobeln, Bohren, Grundlage der Holzbearbeitung, Erzeugt Späne.

Verwendung: Möbel- und Holzbau, Zuschnitt und Formgebung, Industrie.

Maßeinheiten: Kein Holzmaß – Bearbeitungsverfahren · Späne nach Volumen/Gewicht

Zertifizierung wald
Eine Zertifizierung ist der Nachweis nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch anerkannte Systeme wie PEFC oder FSC. Bei der Waldzertifizierung wird die Bewirtschaftung nach festgelegten ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards geprüft. Erfüllt ein Betrieb die Kriterien, darf das Holz mit dem entsprechenden Siegel (PEFC, FSC) gekennzeichnet werden.

Eigenschaften: Nachweis nachhaltiger Bewirtschaftung, Systeme PEFC und FSC, Geprüfte Standards, Herkunft rückverfolgbar.

Verwendung: Holzhandel, Nachhaltige Beschaffung, Waldbewirtschaftung.

Maßeinheiten: Kein Messwert – Zertifikat · Prüfung nach Standards

Zielstärkennutzung wald
Die Zielstärkennutzung ist die Ernte von Bäumen, sobald sie einen festgelegten Zieldurchmesser erreicht haben. Bei der Zielstärkennutzung wird jeder Baum einzeln geerntet, wenn er seine baumartspezifische Zielstärke (Zieldurchmesser) erreicht hat – unabhängig vom Alter des Gesamtbestandes. Der übrige Bestand wächst weiter und verjüngt sich natürlich.

Eigenschaften: Ernte bei erreichtem Zieldurchmesser, Einzelbaumweise, Unabhängig vom Bestandsalter, Typisch für den Dauerwald.

Verwendung: Naturnaher Waldbau, Dauerwald, Wertholzernte.

Maßeinheiten: Zielstärke (Durchmesser) je Baumart · Messung am Brusthöhendurchmesser

Ziergarten garten
Ein Ziergarten ist ein Garten mit Schwerpunkt auf Gestaltung, Blüte und ästhetischer Wirkung. Im Ziergarten stehen Schönheit und Gestaltung im Vordergrund: Staudenbeete, Ziergehölze, Rasen, Wege, Wasser- und Dekorelemente werden zu einem harmonischen Bild komponiert. Anders als der Nutzgarten dient er weniger dem Ertrag als dem Genuss und der Erholung.

Eigenschaften: Garten mit Gestaltungsschwerpunkt, Blüte und Ästhetik, Stauden, Gehölze, Deko, Genuss statt Ertrag.

Verwendung: Privatgärten, Parkanlagen, Repräsentative Flächen.

Maßeinheiten: Fläche in m² · Kein Handelsmaß

Ziergehölz garten
Ein Ziergehölz ist ein dekorativ gepflanzter Strauch oder Baum, der durch Blüte, Blatt, Frucht oder Wuchs schmückt. Ziergehölze wie Flieder, Hortensie, Zierahorn, Magnolie oder Zierkirsche werden wegen ihres dekorativen Werts gepflanzt. Sie setzen mit Blüten, Herbstfärbung, Rinde oder Wuchsform gestalterische Akzente im Garten.

Eigenschaften: Dekorativer Strauch oder Baum, Blüte, Blatt, Frucht, Wuchs, Gestalterische Akzente, Standortgerecht wählen.

Verwendung: Ziergarten, Vorgarten, Gartengestaltung.

Maßeinheiten: Wuchshöhe/-breite in Metern · Pflanzabstand je Art

Zirbe allgemein
Die Zirbe (Zirbelkiefer, Pinus cembra) ist ein Hochgebirgs-Nadelbaum mit weichem, duftendem und leicht zu bearbeitendem Holz. Die Zirbe wächst in den Hochlagen der Alpen und Karpaten bis nahe an die Baumgrenze. Ihr helles, weiches Holz mit den charakteristischen Ästen und dem intarsischen Duft ist bei Möbel-, Innenausbau und Stubenbau sehr geschätzt.

Eigenschaften: Hochgebirgs-Nadelbaum, Weiches, duftendes Holz, Charakteristische Äste, Sehr langsam gewachsen.

Verwendung: Möbel und Innenausbau, Zirbenstuben und Schlafzimmer, Schnitzerei.

Maßeinheiten: Rohdichte ca. 400 kg/m³ · Als Wertholz nach Kubikmeter (m³)

Umrechnung: 1 m³ Zirbenholz = 1 Fm; Wertholz-Vermarktung nach m³.

Zopf stammholz
Der Zopf ist das dünnere, obere Ende eines Stammabschnitts, an dem der Durchmesser gemessen wird. Beim Rundholz wird der Durchmesser meist am Zopf, dem schwächeren Ende, gemessen. Der Zopfdurchmesser ist die Grundlage der Stärkesortierung und geht in die Festmeterberechnung ein.

Eigenschaften: Dünneres, oberes Stammende, Messstelle für den Durchmesser, Grundlage der Stärkesortierung, Geht in die Fm-Berechnung ein.

Verwendung: Rundholzsortierung, Vermessung, Sägewerk.

Maßeinheiten: Zopfdurchmesser in cm · Am schwächeren Ende gemessen

Umrechnung: Der Zopfdurchmesser geht in die Festmeterberechnung des Stammes ein.

Zopfdurchmesser stammholz
Der Zopfdurchmesser ist der Durchmesser am dünnen, oberen Ende (Zopf) eines Stammes oder Stammabschnitts. Der Zopf ist das schwächere, obere Ende eines Rundholzabschnitts; der Zopfdurchmesser wird dort gemessen (meist ohne Rinde). Er ist ein zentrales Sortier- und Vermessungsmaß: Nach ihm werden Stärkeklassen gebildet, und er geht in die Volumenberechnung (z. B. nach der Mittenstärke oder Formeln) ein.

Eigenschaften: Durchmesser am dünnen Stammende, Meist ohne Rinde gemessen, Sortier- und Vermessungsmaß, Trennt Derbholz (ab 7 cm).

Verwendung: Holzsortierung und -vermessung, Stärkeklassenbildung, Volumenberechnung.

Maßeinheiten: Zopfdurchmesser in Zentimeter (cm) · Derbholzgrenze: 7 cm

Umrechnung: Volumen ≈ π/4 × Mittendurchmesser² × Länge (Zopf geht in die Mittenstärke ein).

ZTV-Baumpflege ausbildung
Die ZTV-Baumpflege sind die anerkannten technischen Vertragsbedingungen für die fachgerechte Ausführung von Baumpflegearbeiten. Die „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege" (ZTV-Baumpflege) beschreiben, wie Baumpflegemaßnahmen fachgerecht auszuführen sind: Schnittarten, Kronenpflege, Sicherungen, Wundbehandlung und Anforderungen an ausführende Fachkräfte.

Eigenschaften: Technische Vertragsbedingungen Baumpflege, Fachgerechte Ausführung, Schnitt, Pflege, Sicherung, Anerkannter Standard.

Verwendung: Baumpflegeaufträge, Ausschreibungen, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk · Als Vertragsbestandteil vereinbar

Zugholz stammholz
Zugholz ist das Reaktionsholz, das Laubbäume auf der Zugseite geneigter Stämme und Äste bilden. Bei Schräglage oder einseitiger Belastung bilden Laubbäume auf der Oberseite (Zugseite) von Stamm oder Ast spezielles Zugholz, um sich aufzurichten. Es enthält gelatinöse Fasern mit hohem Zellulosegehalt und zieht den Baum in die gewünschte Richtung.

Eigenschaften: Reaktionsholz der Laubbäume, Auf der Zugseite (oben), Gelatinöse Fasern, Im Schnittholz ein Fehler.

Verwendung: Holzsortierung, Qualitätsbeurteilung, Statikbewertung.

Maßeinheiten: Anteil im Querschnitt · Gegenstück: Druckholz

Zugverhalten allgemein
Das Zugverhalten beschreibt, wie gut der Schornstein die Abgase abführt und die Verbrennung mit Luft versorgt. Ein gutes Zugverhalten sorgt für eine gleichmäßige, saubere Verbrennung. Es hängt von Schornsteinhöhe und -querschnitt, Temperatur, Witterung und der Luftzufuhr am Ofen ab. Ist der Zug zu schwach, brennt das Feuer träge und raucht; ist er zu stark, brennt das Holz zu schnell ab. Trockenes Holz und ein sauberer Schornstein verbessern das Zugverhalten spürbar.

Eigenschaften: Abführung der Abgase, Beeinflusst die Verbrennung, Wetter- und temperaturabhängig, Über Luftzufuhr steuerbar.

Verwendung: Ofen- und Kaminbetrieb, Verbrennungssteuerung, Fehlersuche bei Rauch.

Maßeinheiten: Kein Alltagszahlenmaß (Fachwert: Pascal) · Einfluss: Höhe, Querschnitt, Temperatur

Zündholz brennholz
Zündholz sind kleine, sehr trockene Holzstücke, die zusammen mit einer Anzündhilfe das Feuer in Gang bringen. Zündholz ist noch feiner als normales Anfeuerholz und dient dem allerersten Entfachen. Zusammen mit einem Anzünder bildet es die schnell brennende Startflamme, an der sich das Anfeuerholz und später die Scheite entzünden. Am besten eignen sich dünne, trockene Nadelholzstücke oder feine Späne. Wichtig ist naturbelassenes Holz ohne Farbe oder Lack.

Eigenschaften: Sehr klein und trocken, Feiner als Anfeuerholz, Für das erste Entfachen, Meist Nadelholz oder Späne.

Verwendung: Kamin, Ofen, Grill, Feuerstelle.

Maßeinheiten: Kantenmaß: wenige Millimeter · Restfeuchte: sehr niedrig

Umrechnung: 1 Srm lose = ca. 0,5 Fm reines Holz (bei loser Abgabe)

Zündtemperatur allgemein
Die Zündtemperatur ist die Temperatur, bei der sich Holz selbst entzündet und zu brennen beginnt. Trockenes Holz entzündet sich bei etwa 280 bis 340 Grad Celsius. Zunächst entweichen brennbare Gase, die sich entzünden; anschließend glüht die zurückbleibende Holzkohle. Feuchtes Holz braucht mehr Energie, weil erst das Wasser verdampfen muss.

Eigenschaften: Selbstentzündungstemperatur, Trockenes Holz: ca. 280–340 °C, Erst Gase, dann Glut, Feuchte erhöht den Bedarf.

Verwendung: Anzünden und Verbrennung, Brandschutz, Ofenbetrieb.

Maßeinheiten: Zündtemperatur: ca. 280–340 °C · Feuchte erhöht den Energiebedarf

Zusatzbewässerung garten
Zusatzbewässerung ist die ergänzende Wasserversorgung von Pflanzen bei Trockenheit über den natürlichen Regen hinaus. Reicht der natürliche Niederschlag nicht aus, wird mit Zusatzbewässerung nachgeholfen – von Hand, mit Tropfschläuchen oder automatischen Systemen. Besonders in Hitze- und Trockenperioden sowie bei frisch gepflanzten Pflanzen ist sie wichtig.

Eigenschaften: Ergänzende Wasserversorgung, Bei Trockenheit, Hand, Tropfschlauch, Automatik, Morgens oder abends.

Verwendung: Beet- und Rasenbewässerung, Frisch gepflanzte Pflanzen, Hitzeperioden.

Maßeinheiten: Wassermenge in Liter je m² · 1 mm Regen = 1 l je m²

Umrechnung: 1 mm Niederschlag = 1 Liter Wasser je m²

Zuschnitt brennholz
Der Zuschnitt ist das Sägen von Brennholz auf die passende Scheitlänge für den jeweiligen Ofen. Beim Zuschnitt wird Meter- oder Rundholz auf ofengerechte Länge gesägt, meist 25, 33 oder 50 Zentimeter. Die richtige Länge sorgt für bequemes Einlegen und guten Abbrand. Der Scheit sollte etwas kürzer sein als die Brennkammer, damit rundum Luft zirkulieren kann. Ein sauberer Zuschnitt erleichtert außerdem das Stapeln und Lagern.

Eigenschaften: Sägen auf Scheitlänge, Ofengerechte Maße, Gängig 25 / 33 / 50 cm, Erleichtert Stapeln.

Verwendung: Brennholzaufbereitung, Anpassung an den Ofen, Vor der Lagerung.

Maßeinheiten: Scheitlänge: 25 / 33 / 50 cm · Rund 5 cm kürzer als die Brennkammer

Umrechnung: 1 Rm Meterholz ergibt nach dem Zuschnitt ca. 1 Rm Ofenholz (leichter Schwund)

Zuwachs wald
Zuwachs ist die jährliche Volumenzunahme eines Baumes oder Bestandes. Der Zuwachs beschreibt, wie viel Holzvolumen ein Baum oder Bestand pro Jahr bildet, angegeben etwa in Vorratsfestmeter je Hektar und Jahr. Er hängt von Baumart, Alter, Standort und Pflege ab.

Eigenschaften: Jährliche Volumenzunahme, Von Baum oder Bestand, In Vfm je Hektar und Jahr, Kern der Nachhaltigkeit.

Verwendung: Nutzungsplanung, Waldbau, Inventur.

Maßeinheiten: Zuwachs in Vfm/ha und Jahr · Bezug auf Vorratsfestmeter

Umrechnung: 1 Vfm ≈ Volumen inkl. Rinde des stehenden Baumes (siehe Vorratsfestmeter).

Zuwachsbohrer stammholz
Ein Zuwachsbohrer ist ein Bohrwerkzeug, mit dem ein dünner Holzkern zur Bestimmung von Alter und Zuwachs entnommen wird. Der Zuwachsbohrer (Bohrer nach Pressler) ist ein hohler, mit einem Gewinde versehener Bohrer, der waagerecht in den Stamm gedreht wird. Mit einem Auszieher wird ein dünner Bohrkern (Bohrspan) entnommen, an dem sich die Jahrringe zählen und vermessen lassen – so bestimmt man Alter, Jahrringbreite und Zuwachs, ohne den Baum zu fällen.

Eigenschaften: Bohrer für Holzkern-Entnahme, Bohrkern zeigt Jahrringe, Bestimmt Alter/Zuwachs zerstörungsfrei, Werkzeug der Ertragskunde.

Verwendung: Alters- und Zuwachsbestimmung, Dendrochronologie, Waldforschung.

Maßeinheiten: Bohrkerndurchmesser in mm · Jahrringe je cm

Zuwachsleistung wald
Die Zuwachsleistung ist der Holzzuwachs eines Bestandes je Fläche und Jahr. Die Zuwachsleistung gibt an, wie viel Holzvolumen ein Bestand pro Hektar und Jahr zulegt – meist in Erntefestmetern je Hektar und Jahr (Efm/ha/a). Sie hängt von Baumart, Standortgüte (Ertragsklasse), Alter, Bestockungsgrad und Pflege ab.

Eigenschaften: Holzzuwachs je ha und Jahr, Meist in Efm/ha/a, Von Standort/Baumart abhängig, Kennzahl der Nachhaltigkeit.

Verwendung: Nutzungsplanung, Ertragsprognose, Nachhaltigkeitskontrolle.

Maßeinheiten: Zuwachs in Erntefestmeter/ha/Jahr · Bezug: Bestandesfläche

Umrechnung: Nachhaltig: Nutzung ≤ Zuwachs (Efm/ha/a).

Zweijährig getrocknet brennholz
Zweijährig getrocknet bezeichnet Brennholz, das etwa zwei Jahre gelagert wurde und dadurch besonders trocken ist. Nach rund zwei Jahren fachgerechter Lagerung erreichen die meisten Harthölzer eine Restfeuchte unter 20 Prozent und sind damit gut heizfertig. Bei Buche und Eiche ist diese Zeit meist die Untergrenze für optimales Brennholz. Die Angabe zweijährig getrocknet ist ein Qualitätshinweis, ersetzt aber keine Messung: Je nach Lagerung kann die tatsächliche Restfeuchte abweichen.

Eigenschaften: Rund zwei Jahre gelagert, Meist unter 20 % Restfeuchte, Gut heizfertig, Qualitätshinweis.

Verwendung: Kaminofen, Kachelofen, Hochwertiges Brennholz.

Maßeinheiten: Trocknungsdauer: ca. 2 Jahre · Restfeuchte: unter 20 %

Umrechnung: 1 Rm Buche (zweijährig getrocknet) ≈ 200 l Heizöl

Zwiebelpflanze garten
Eine Zwiebelpflanze ist eine Pflanze mit unterirdischer Speicherzwiebel, aus der sie jährlich neu austreibt. Zwiebelpflanzen wie Tulpen, Narzissen, Krokusse, Zierlauch oder Lilien speichern in ihrer Zwiebel Nährstoffe und treiben daraus jedes Jahr neu aus. Frühjahrsblüher werden im Herbst gepflanzt, Sommerblüher im Frühjahr.

Eigenschaften: Pflanze mit Speicherzwiebel, Treibt jährlich neu aus, Frühjahrs- oder Sommerblüher, Pflanztiefe je Zwiebelgröße.

Verwendung: Blumenbeete und Rasen, Kübel und Balkon, Frühjahrsblüher.

Maßeinheiten: Pflanztiefe: ca. 2–3× Zwiebelhöhe · Pflanzabstand je Art

Zwiesel stammholz
Ein Zwiesel ist eine Gabelung des Stammes in zwei etwa gleich starke Triebe und gilt als Bruchstelle und Holzfehler. Beim Zwiesel teilt sich der Stamm in zwei konkurrierende Stämmlinge. An der Gabelung sammeln sich oft Rinde und Wasser, was die Verbindung schwächt – Zwiesel brechen bei Sturm oder Schneelast leichter auf.

Eigenschaften: Stammgabelung in zwei Triebe, Bruchgefährdete Stelle, Holzfehler für Wertholz, Schwer spaltbar.

Verwendung: Baumpflege und Verkehrssicherung, Brennholz (Gabelbereich), Bewertung von Wertholz.

Maßeinheiten: Kein Handelsmaß – Wuchsmerkmal · Bruchrisiko an der Gabel

Zwieselbruch wald
Ein Zwieselbruch ist das Aufreißen oder Ausbrechen eines Baumes an einer Zwiesel-Gabelung. Ein Zwiesel ist eine Zwei- oder Mehrfachgabelung des Stammes. Sind die Gabeläste mit eingewachsener Rinde verbunden (Druckzwiesel), fehlt die feste Verbindung – unter Wind-, Schnee- oder Eislast kann die Gabelung aufreißen und ein Stämmling ausbrechen: der Zwieselbruch.

Eigenschaften: Ausbruch an einer Zwiesel-Gabelung, Risiko bei Rindeneinschluss, Durch Wind/Schnee/Eislast, Wichtiges Bruchrisiko.

Verwendung: Baumkontrolle, Verkehrssicherung, Kronensicherung.

Maßeinheiten: Bewertung in der Baumkontrolle · Zwieseltyp (Zug-/Druckzwiesel)

Zwischenlager brennholz
Ein Zwischenlager ist ein vorübergehender Lagerplatz für Holz zwischen Ernte und Weiterverarbeitung oder Verkauf. Im Zwischenlager wird Holz kurzzeitig aufbewahrt, etwa am Waldweg als Polter, auf dem Holzhof oder beim Händler. Es überbrückt die Zeit bis zur Abfuhr, zum Einschnitt oder zur Auslieferung.

Eigenschaften: Vorübergehender Lagerplatz, Zwischen Ernte und Weiterverarbeitung, Polter, Holzhof oder Händler, Oft erste Antrocknung.

Verwendung: Holzlogistik, Brennholzbereitstellung, Handel.

Maßeinheiten: Handel: Fm, Rm, Srm · Kurze Lagerdauer

Umrechnung: 1 Fm = ca. 1,4 Rm (bei der Bestandsführung)

Anhang A · Umrechnung Holzprodukte

Brennholz — Fest-, Raum- & Schüttraummeter

EinheitEntsprichtHinweis
1 Festmeter (Fm)≈ 1,43 RMReines Holzvolumen (1 m³ Massivholz).
1 Raummeter (RM)≈ 0,70 Fm · ≈ 1,40 SRMGestapeltes Holz, 1-m-Scheite.
1 Schüttraummeter (SRM)≈ 0,70 RM · ≈ 0,45–0,50 FmBei Scheitlänge 33 cm.
1 Ster= 1 Raummeter (RM)Süddeutschland, AT, CH.

Praxis-Schnellumrechnung: 1 Fm → ≈ 1,43 RM → ≈ 2,0–2,2 SRM  ·  1 RM → ≈ 0,70 Fm → ≈ 1,40 SRM  ·  1 SRM → ≈ 0,70 RM → ≈ 0,45–0,50 Fm.

Stammholz & Schnittholz

EinheitEntspricht / BerechnungHinweis
1 Festmeter (Fm) Stammholz= 1 m³ reines HolzHandelsüblicher Standard im Rundholzvertrieb.
1 m³ Rundholz≈ 1 FmExkl. Rindenabzug je nach Messmethode.
1 m³ SchnittholzLänge × Breite × StärkeAlle Maße strikt in Metern.
1 Brett / KantholzIndividuelle MaßeVolumen je Bauteil einzeln bestimmen.

Geometrische Schnittholz-Berechnung: Volumen (m³) = Länge (m) × Breite (m) × Stärke (m). Zentimeter- oder Millimetermaße vor der Multiplikation zwingend in Meter umrechnen. Beispiel: 4,00 m × 0,20 m (20 cm) × 0,05 m (5 cm) = 0,04 m³.

Hackschnitzel, Pellets & Briketts

EinheitEntsprichtHinweis
1 SRM Hackschnitzel≈ 250–350 kgJe nach Holzart/Feuchte.
1 t Hackschnitzel≈ 3–4 SRMRichtwert Lager/Heizanlage.
1 Sack Pellets= 15 kgGenormte Sackware.
1 Palette Pellets≈ 65 Säcke (975 kg)Typische Liefergröße.
1 t Pellets≈ 66,7 Säcke · ≈ 1,5 m³ LagerraumVergleichswert / Pelletbunker.
1 Paket Holzbrikettsmeist 10 kgHerstellerabhängig (12er/24er-Einheiten).
1 Palette Holzbriketts≈ 960–1000 kgca. 96–100 Pakete.

Hinweis Hackschnitzel: 1 m³ feste (komprimierte) Hackschnitzelmasse ≈ 1,2–1,4 SRM; umgekehrt 1 SRM ≈ 0,7–0,8 m³ echtes Schüttvolumen.

Anhang B · Stammholz: Maße & Güteklassen

Forstwirtschaftliche Stammholz-Definitionen. Die gebräuchlichen Festmeter-Begriffe unterscheiden sich nach Rinde, Ernteverlusten und Messzeitpunkt.

EinheitBedeutung
Festmeter (Fm)1 m³ massives Holz ohne Luftzwischenräume (rechnerisch über Stammlänge und Mittendurchmesser).
Kubikmeter (m³)Beim unaufgearbeiteten Rundholz im Regelfall exakt = 1 Festmeter.
Erntefestmeter (Efm)Verwertbares Holz nach dem Einschlag – meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste (z. B. Stockholz).
Vorratsfestmeter (Vfm)Stehender Baum inklusive Rinde; dient der Waldinventur und Bestandsbewertung.

Güteklassen (Qualitätsklassen). Die Güteklasse wird für Stammholz nach der Ernte vergeben. Je nach Holzart und Verwendungszweck gelten unterschiedliche Sortierregeln; im deutschsprachigen Forstbereich sind folgende Klassen gebräuchlich.

GüteklasseBeschreibungVerwendung
ASpitzenqualität, astarm, gerader Stamm, keine oder kaum FehlerFurnier, hochwertige Möbel, Innenausbau
BGute Qualität, wenige kleine FehlerBauholz, Möbel, Schreinerholz
CMittlere Qualität, Äste, Krümmung oder andere MängelBauholz, Verpackung, Paletten
DGeringe Qualität, starke Fehler oder FäuleIndustrieholz, Zellstoff, Spanplatten
E (teilw.)AusschussholzBrennholz / energetische Nutzung
Anhang C · Schüttgüter & Verkaufs-Kennwerte

Schüttgüter im Garten- & Landschaftsbau. Deutlich dichter als Holz — separat kalkulieren.

MaterialEinheitGewicht (ca.)Einflussfaktor
Rindenmulch1 m³300–450 kgRindenart, Körnung, Vortrocknung.
Kompost1 m³500–800 kgZersetzungsgrad und Nässe.
Mutterboden (gesiebt)1 m³1.200–1.400 kgTrocken; nass bis 1.600 kg/m³.
Sand (0/2 mm)1 m³1.500–1.700 kgSehr sensibel gegenüber Eigenfeuchte.
Kies / Splitt1 m³1.600–1.900 kgGesteinsart (Basalt schwerer als Granit).

Zusatz-Kennwerte für Verkauf & Kundenberatung

Holzfeuchte vs. Wassergehalt: Brennholz-Gewichte beziehen sich auf waldfrisches Holz (≈ 50 % Wassergehalt) oder ofenfertig getrocknetes Holz (≤ 20 % Restfeuchte). Lufttrockenes, ofenfertiges Holz ist ca. 30–40 % leichter als frisch geschlagenes.

Heizwert-Äquivalent (Faustformel): 1 Raummeter (RM) trockenes Hartholz (z. B. Buche oder Eiche) ersetzt energetisch ca. 200 Liter Heizöl bzw. rund 400 kg hochwertige Holzpellets oder Holzbriketts.

Anhang D · Ausbildungsplan

So bauen die Lehrgänge und Zertifikate der Grünen Branche aufeinander auf.

Ausbildungsplan / Aufbaupfad der Lehrgänge