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Nachschlagewerk

Forstmarktplatz Lexikon

Aus- & Weiterbildung

75 Fachbegriffe von A bis Z
Seite 1

Vorwort

Ein Wald verbindet.

Robert Ebner — Forstwirtschaftsmeister und Sicherheitscoach — und Dirk Greineisen — Betriebswirt (IHK) — teilen eine tief verwurzelte Leidenschaft: für den Wald, für das ehrliche Handwerk zwischen Motorsäge und Rückegasse und für die Menschen, die tagtäglich in und mit der Natur arbeiten. Der eine denkt in Beständen, Sicherheit und Verantwortung, der andere in Zahlen, Strukturen und dem, was einen Betrieb trägt. Wo diese beiden Welten zusammenkommen, entsteht etwas Rundes.

Aus dieser gemeinsamen Begeisterung ist dieses Nachschlagewerk gewachsen: ein verlässlicher Begleiter, der Fachwissen aus Forstwirtschaft, Baumpflege, Garten, Holzbrennstoffen und Ausbildung verständlich an einem Ort bündelt — vom Festmeter über die Güteklasse bis zum Aufbaupfad der Lehrgänge. Für Profis, die schnell nachschlagen wollen, und für alle, die den Wald ein Stück besser verstehen möchten.

Möge dieses Werk Sie in der Praxis begleiten — auf dem Polterplatz, im Büro und überall dort, wo Holz zur Sprache kommt.

Robert Ebner & Dirk Greineisen

Hinweis: Dieses Nachschlagewerk wurde mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz zusammengestellt und redaktionell begleitet.

Seite 2

Inhaltsverzeichnis

A
B
D
E
F
G
H
I
K
L
M
O
P
R
S
T
U
W
Z
Anhang
A · Umrechnung Holzprodukte
B · Stammholz: Maße & Güteklassen
C · Schüttgüter & Verkaufs-Kennwerte
D · Ausbildungsplan
Seite 3
A

Arbeitsschutzgesetz ausbildung
Das Arbeitsschutzgesetz ist die zentrale gesetzliche Grundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten. Kernpflichten sind die Gefährdungsbeurteilung, geeignete Schutzmaßnahmen, Unterweisung der Beschäftigten und die arbeitsmedizinische Vorsorge.

Eigenschaften: Zentrales Arbeitsschutzgesetz, Pflichten des Arbeitgebers, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Rahmen für Verordnungen.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Alle Branchen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Bundesgesetz · Ausgefüllt durch Verordnungen/DGUV

Arborist ausbildung
Ein Arborist ist ein Fachmann für die Pflege, Untersuchung und Erhaltung von Bäumen (Baumpfleger). Arborist ist die internationale Bezeichnung für Baumpflege-Fachleute. Sie kümmern sich um Pflanzung, Schnitt, Sanierung, Untersuchung und Sicherung von Bäumen – häufig in Seilklettertechnik. Ziel ist der langfristige Erhalt gesunder, verkehrssicherer Bäume.

Eigenschaften: Fachmann für Baumpflege, Schnitt, Sanierung, Sicherung, Oft in Seilklettertechnik, International gebräuchlich.

Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Baumerhalt und -sicherung.

Maßeinheiten: Qualifikationen: ETW / Fachagrarwirt / ETT · Synonym: Baumpfleger

AS Baum I ausbildung
AS Baum I ist das Spezialmodul für die Arbeitssicherheit bei Baumarbeiten vom Boden und aus der Hubarbeitsbühne. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil I" (AS Baum I) qualifiziert für den Motorsägeneinsatz bei Baumpflege- und Fällarbeiten, die vom Boden oder aus der Hubarbeitsbühne ausgeführt werden. Inhalte sind Schnitttechniken in der Krone, Zugtechnik, Beurteilung von Gefahren und Rückschnitt.

Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil I, Vom Boden / aus der Bühne, Schnitt- und Zugtechnik, Basis für AS Baum II.

Verwendung: Baumpflege vom Boden, Arbeiten aus der Hubarbeitsbühne, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Grund- + Fällmodul · Abschluss: AS Baum I-Nachweis

AS Baum II ausbildung
AS Baum II ist das Spezialmodul für Motorsägenarbeiten in der Baumkrone mit Seilklettertechnik. Das Modul „Arbeitssicherheit an der Motorsäge – Baumarbeiten Teil II" (AS Baum II) qualifiziert für den Einsatz der Motorsäge im kletternden Einsatz in der Baumkrone. Inhalte sind das sichere Sägen im Seil, Ablauf- und Abtragetechniken, Positionierung und die Kombination von Klettertechnik und Motorsägeneinsatz.

Eigenschaften: Spezialmodul Baumarbeiten Teil II, Motorsäge in der Krone (kletternd), Sägen im Seil, Höchste Motorsägen-Baumstufe.

Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kroneneinkürzung und -sicherung, Anspruchsvolle Baumarbeiten.

Maßeinheiten: Voraussetzung: AS Baum I + SKT · Abschluss: AS Baum II-Nachweis

B

Bachelor Forstwirtschaft ausbildung
Der Bachelor Forstwirtschaft ist der grundständige Hochschulabschluss für forstliche Berufe. Das Bachelorstudium Forstwirtschaft vermittelt in meist sechs bis sieben Semestern die Grundlagen von Waldbau, Forstökologie, Holzernte, Betriebswirtschaft, Forsteinrichtung und Naturschutz. Es qualifiziert für Fach- und Führungsaufgaben in Forstbetrieben, Verwaltung, Verbänden und Industrie.

Eigenschaften: Grundständiges Forststudium, Meist 6–7 Semester, Waldbau, Ökologie, Betrieb, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Forstbetriebe und Verwaltung, Verbände und Industrie, Basis für Master.

Maßeinheiten: Dauer: 6–7 Semester · Abschluss: Bachelor of Science Forstwirtschaft

Baumgutachter ausbildung
Ein Baumgutachter erstellt fachliche Gutachten zum Zustand, zur Sicherheit und zum Wert von Bäumen. Der Baumgutachter beurteilt Bäume vertieft: Er untersucht Vitalität, Standsicherheit und Bruchsicherheit, oft mit eingehenden Verfahren (z. B. Zugversuch, Bohrwiderstandsmessung, Schalltomografie), und erstellt schriftliche Gutachten. Diese dienen als Entscheidungsgrundlage für Erhalt, Pflege oder Fällung sowie bei Streitfragen.

Eigenschaften: Erstellt Baumgutachten, Vitalität, Stand- und Bruchsicherheit, Eingehende Untersuchungsverfahren, Entscheidungsgrundlage.

Verwendung: Baumbeurteilung und -bewertung, Streit- und Schadensfälle, Erhalt oder Fällung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: baumfachliche Qualifikation · Ergebnis: schriftliches Gutachten

Baumkontrolleur ausbildung
Ein Baumkontrolleur prüft Bäume regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit. Der Baumkontrolleur führt die visuelle Regelkontrolle von Bäumen durch: Er erkennt Schäden, Pilzbefall, Faulstellen und Bruchgefahren und dokumentiert den Zustand sowie nötige Maßnahmen. Grundlage ist die FLL-Baumkontrollrichtlinie.

Eigenschaften: Prüft Baum-Verkehrssicherheit, Visuelle Regelkontrolle, Nach FLL-Richtlinie, Dokumentiert Maßnahmen.

Verwendung: Kommunale Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Baumkataster.

Maßeinheiten: Voraussetzung: anerkannte Qualifikation (FLL o. ä.) · Grundlage: FLL-Baumkontrollrichtlinie

Baumsachverständiger ausbildung
Ein Baumsachverständiger ist ein besonders qualifizierter, oft öffentlich bestellter Experte für Baumfragen. Der Baumsachverständige erstellt neutrale, fachlich fundierte Gutachten und Stellungnahmen zu Bäumen – etwa zu Verkehrssicherheit, Baumschäden, Wertermittlung oder bei Gericht. Er verfügt über eine umfassende baumfachliche Qualifikation und Berufserfahrung; viele sind von einer Kammer öffentlich bestellt und vereidigt (ö. b. u. v.).

Eigenschaften: Hoch qualifizierter Baumexperte, Oft öffentlich bestellt (ö.b.u.v.), Neutrale Gutachten, Auch vor Gericht.

Verwendung: Gerichts- und Streitfälle, Wertermittlung und Schäden, Anspruchsvolle Baumfragen.

Maßeinheiten: Voraussetzung: hohe Qualifikation + Erfahrung · Status: oft öffentlich bestellt und vereidigt

Betriebssicherheitsverordnung ausbildung
Die Betriebssicherheitsverordnung regelt die sichere Bereitstellung und Nutzung von Arbeitsmitteln. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) konkretisiert das Arbeitsschutzgesetz für Arbeitsmittel – also Maschinen, Geräte und Anlagen. Sie verlangt eine Gefährdungsbeurteilung für deren Verwendung, sichere Bereitstellung, Prüfungen durch befähigte Personen sowie Unterweisung der Nutzer.

Eigenschaften: Verordnung für Arbeitsmittel, Konkretisiert das ArbSchG, Prüfung und sichere Nutzung, Für Maschinen und Geräte.

Verwendung: Maschinen und Geräte im Betrieb, Forst-, Holz- und GaLaBau-Technik, Prüf- und Unterweisungspflicht.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Verordnung · Prüffristen je Arbeitsmittel

Brandschutzhelfer ausbildung
Ein Brandschutzhelfer ist eine ausgebildete Person für vorbeugenden Brandschutz und die Brandbekämpfung im Entstehungsbrand. Betriebe müssen Brandschutzhelfer benennen und ausbilden. In einem kurzen Lehrgang mit Theorie und praktischer Löschübung lernen sie Brandklassen, Umgang mit Feuerlöschern, Verhalten im Brandfall, Evakuierung und vorbeugenden Brandschutz.

Eigenschaften: Ausgebildeter Brandschutz-Helfer, Kurz-Lehrgang mit Löschübung, Feuerlöscher und Evakuierung, Pflicht im Betrieb.

Verwendung: Betrieblicher Brandschutz, Holzlager und Werkstätten, Trockenperioden im Forst.

Maßeinheiten: Umfang: kurzer Lehrgang + Löschübung · Auffrischung: alle 3–5 Jahre empfohlen

Brennholz-Selbstwerberkurs ausbildung
Der Brennholz-Selbstwerberkurs schult Privatpersonen für die sichere Brennholzaufarbeitung im Wald. Viele Waldbesitzer und Forstämter verlangen von Selbstwerbern (Personen, die ihr Brennholz selbst aufarbeiten) den Nachweis eines Motorsägenkurses. Der Brennholz-Selbstwerberkurs vermittelt kompakt die sichere Handhabung der Motorsäge, PSA, Schnitttechnik am liegenden Holz und – je nach Kurs – Grundlagen der Fällung schwacher Bäume.

Eigenschaften: Kurs für Brennholz-Selbstwerber, Sichere Motorsägenarbeit, PSA und Schnitttechnik, Oft Pflicht für Holzscheine.

Verwendung: Brennholz-Selbstwerbung, Private Holzaufarbeitung, Zugang zu Selbstwerber-Losen.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundkurs (Modul A) · Abschluss: Teilnahmenachweis Selbstwerber

Bundeswaldgesetz ausbildung
Das Bundeswaldgesetz ist das grundlegende deutsche Gesetz zur Erhaltung und Bewirtschaftung des Waldes. Das Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz, BWaldG) bildet den bundesweiten Rahmen: Es schützt den Wald in seiner Fläche, sichert seine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen, regelt Walderhaltung, Erstaufforstung, Umwandlung und das Betretensrecht.

Eigenschaften: Grundlegendes Waldgesetz (Bund), Erhaltung und Nutzung, Schutz-, Nutz-, Erholungsfunktion, Rahmen für Landesgesetze.

Verwendung: Forstrecht, Walderhaltung und -umwandlung, Betretensrecht.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Bundesgesetz · Konkretisierung durch Landeswaldgesetze

D

DGUV Motorsägenlehrgang ausbildung
Der DGUV-Motorsägenlehrgang ist die nach DGUV-Grundsatz geregelte, anerkannte Motorsägenausbildung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt mit dem Grundsatz 2101-002 die Inhalte und den modularen Aufbau der Motorsägenausbildung vor. Ein DGUV-Motorsägenlehrgang folgt diesen anerkannten Standards und wird von Berufsgenossenschaften, Waldbesitzerverbänden und zertifizierten Anbietern durchgeführt.

Eigenschaften: Nach DGUV-Grundsatz 2101-002, Bundesweit anerkannt, Modularer Aufbau, Für berufliche Nutzung Pflicht.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Kommunen und Betriebe, Anerkannter Nachweis.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 2101-002 · Abschluss: anerkannter Teilnahmenachweis

DGUV-Vorschriften ausbildung
DGUV-Vorschriften sind die verbindlichen Unfallverhütungsvorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) erlässt über die Berufsgenossenschaften verbindliche Vorschriften, Regeln und Grundsätze zum Arbeitsschutz. Die DGUV Vorschrift 1 („Grundsätze der Prävention") bildet den Rahmen; branchen- und tätigkeitsbezogene Vorschriften, Regeln (DGUV Regel) und Grundsätze (z. B. Motorsägenausbildung) konkretisieren ihn.

Eigenschaften: Unfallverhütungsvorschriften der DGUV, Über Berufsgenossenschaften, Vorschriften, Regeln, Grundsätze, Für Betriebe verbindlich.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Holzbranche, Grundlage von Lehrgängen.

Maßeinheiten: Rahmen: DGUV Vorschrift 1 · Ergänzt durch DGUV Regeln/Grundsätze

E

Erdbaumaschinenschein ausbildung
Der Erdbaumaschinenschein ist der Befähigungsnachweis zum Bedienen von Baggern, Radladern und ähnlichen Erdbaumaschinen. Der Erdbaumaschinenschein wird nach DGUV-Grundsatz 301-005 erworben und befähigt zum sicheren Führen von Baggern, Radladern, Baggerladern und ähnlichen Maschinen. Er umfasst Theorie, Praxis und Prüfung; hinzu kommt die schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Erdbaumaschinen, Nach DGUV 301-005, Bagger, Radlader u. a., Beauftragung nötig.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Wegebau und Rodung, Materialumschlag.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein + Beauftragung

Ersthelfer ausbildung
Ein Ersthelfer ist eine im Betrieb ausgebildete Person zur schnellen Ersten Hilfe bei Unfällen. Betriebe müssen eine bestimmte Zahl ausgebildeter betrieblicher Ersthelfer stellen. In einem Kurs (meist 9 Unterrichtseinheiten, Auffrischung alle zwei Jahre) lernen sie lebensrettende Sofortmaßnahmen: Notruf, Wundversorgung, stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung und Umgang mit dem Defibrillator.

Eigenschaften: Betrieblich ausgebildeter Helfer, Kurs ~9 UE, Auffrischung 2 J., Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Pflicht im Betrieb.

Verwendung: Betriebliche Erste Hilfe, Forst- und Baumarbeit, Baustellen und Werkstätten.

Maßeinheiten: Umfang: ca. 9 Unterrichtseinheiten · Auffrischung: alle 2 Jahre

European Tree Technician (ETT) ausbildung
Der European Tree Technician (ETT) ist die europaweit anerkannte Aufbauqualifikation für leitende und planende Baumpflege. Der European Tree Technician (deutsch: Europäischer Baumtechniker, ETT) ist die höhere EAC-Qualifikation über dem European Tree Worker. ETT planen und überwachen Baumpflegemaßnahmen, beurteilen die Verkehrssicherheit, erstellen Baumkontrollen und leiten Teams.

Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Aufbau über dem ETW, Planung und Leitung, Baumkontrolle und Beurteilung.

Verwendung: Leitung von Baumpflege, Baumkontrolle und Gutachten, Teamführung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: ETW o. ä. + Praxis · Abschluss: ETT-Zertifikat (EAC)

European Tree Worker (ETW) ausbildung
Der European Tree Worker (ETW) ist eine europaweit anerkannte Zertifizierung für praktische Baumpflege. Der European Tree Worker (deutsch: Europäischer Baumpfleger, ETW) ist eine standardisierte Qualifikation der European Arboricultural Council (EAC) für Fachkräfte, die Bäume klettern, pflegen, schneiden und sichern. Prüfung und Titel sind europaweit einheitlich und anerkannt.

Eigenschaften: Europaweit anerkannt (EAC), Praktische Baumpflege, Klettern, Schneiden, Sichern, Standardisierte Prüfung.

Verwendung: Baumpflegebetriebe, Kletternde Baumpflege, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Praxis · Abschluss: ETW-Zertifikat (EAC)

F

Fachagrarwirt Baumpflege ausbildung
Der Fachagrarwirt Baumpflege ist eine anerkannte deutsche Fortbildung für qualifizierte Baumpflege und -kontrolle. Der geprüfte Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung ist eine öffentlich-rechtliche Fortbildung (Prüfung vor der Landwirtschaftskammer) für erfahrene Fachkräfte. Sie umfasst Baumbiologie, Schnitt, Sanierung, Baumstatik, Verkehrssicherheit und Baumkontrolle.

Eigenschaften: Anerkannte deutsche Fortbildung, Prüfung vor der LWK, Baumpflege und -sanierung, Basis für Kontrolle/Gutachten.

Verwendung: Qualifizierte Baumpflege, Baumkontrolle, Verkehrssicherung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Ausbildung + Praxis · Abschluss: Geprüfter Fachagrarwirt Baumpflege

FLL-Baumkontrollrichtlinie ausbildung
Die FLL-Baumkontrollrichtlinie ist das anerkannte Regelwerk für die Kontrolle der Verkehrssicherheit von Bäumen. Die von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) herausgegebene Baumkontrollrichtlinie beschreibt, wie Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig visuell zu kontrollieren sind: Umfang, Intervalle, Dokumentation und Beurteilung von Schäden.

Eigenschaften: Regelwerk zur Baumkontrolle, Von der FLL herausgegeben, Umfang, Intervalle, Doku, Anerkannter Standard.

Verwendung: Verkehrssicherungspflicht, Kommunale Baumkontrolle, Baumkataster.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk/Richtlinie · Kontrollintervalle je Zustand

FLL-zertifizierter Baumkontrolleur ausbildung
Der FLL-zertifizierte Baumkontrolleur weist eine geprüfte Qualifikation zur Regel-Baumkontrolle nach. Die Zertifizierung „FLL-zertifizierter Baumkontrolleur" beruht auf der Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). Sie belegt, dass eine Fachkraft die visuelle Regelkontrolle von Bäumen nach anerkannten Regeln durchführen kann – zur Beurteilung der Verkehrssicherheit.

Eigenschaften: Geprüfte Baumkontroll-Qualifikation, Nach FLL-Baumkontrollrichtlinie, Visuelle Regelkontrolle, Rezertifizierung nötig.

Verwendung: Regel-Baumkontrolle, Verkehrssicherungspflicht, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: FLL-Zertifikat Baumkontrolleur

Forstassessor ausbildung
Der Forstassessor hat die Laufbahnprüfung des höheren Forstdienstes bestanden und ist für leitende forstliche Aufgaben qualifiziert. Nach dem Masterstudium absolvieren angehende Forstbeamte des höheren Dienstes ein Referendariat (Vorbereitungsdienst), das mit der großen forstlichen Staatsprüfung zum Forstassessor endet. Damit sind sie für Leitungsaufgaben in Forstverwaltung, Forstämtern, Ministerien und großen Betrieben qualifiziert.

Eigenschaften: Prüfung des höheren Forstdienstes, Nach Master + Referendariat, Leitende Forstaufgaben, Eingangsstufe höherer Dienst.

Verwendung: Forstverwaltung und Ministerien, Leitung von Forstämtern, Große Forstbetriebe.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Master + Referendariat · Abschluss: Forstassessor/-in (Staatsprüfung)

Forstingenieur ausbildung
Der Forstingenieur ist ein akademisch ausgebildeter Fachmann für Forstwirtschaft mit Hochschulabschluss. Forstingenieure haben Forstwirtschaft an einer Hochschule studiert (Bachelor/Master) und übernehmen planende, leitende und beratende Aufgaben: Betriebsleitung, Forsteinrichtung, Naturschutz, Holzvermarktung und Verwaltung.

Eigenschaften: Akademischer Forstberuf, Hochschulstudium (Bachelor/Master), Planung, Leitung, Beratung, Basis für höheren Forstdienst.

Verwendung: Betriebs- und Revierleitung, Forsteinrichtung und Planung, Naturschutz und Verwaltung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forststudium · Abschluss: Bachelor/Master Forstwirtschaft

Forstmaschinenführer ausbildung
Der Forstmaschinenführer bedient hochmechanisierte Forstmaschinen wie Harvester und Forwarder. Forstmaschinenführer steuern Vollernter (Harvester) und Rückezüge (Forwarder) und übernehmen damit die hochmechanisierte Holzernte. Sie fällen, entasten, längen ein und rücken Holz maschinell und sind für Wartung und Einsatzplanung ihrer Maschine mitverantwortlich.

Eigenschaften: Bediener von Forstmaschinen, Harvester und Forwarder, Hochmechanisierte Holzernte, Mit Wartungsverantwortung.

Verwendung: Vollmechanisierte Holzernte, Forstunternehmen, Durchforstung und Ernte.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis + Zusatzqualifikation · Abschluss: Zertifikat/Lehrgang

Forsttechniker ausbildung
Der Forsttechniker ist eine staatlich geprüfte Fachschul-Weiterbildung zwischen Facharbeiter und Hochschulabschluss. Der staatlich geprüfte Forsttechniker (Fachschule/Technikerschule) qualifiziert für gehobene Aufgaben in Revierleitung, Holzvermarktung, Betriebsorganisation und Verwaltung. Die Vollzeit-Weiterbildung dauert meist zwei Jahre und setzt eine forstliche Ausbildung mit Praxis voraus.

Eigenschaften: Staatlich geprüfter Techniker, Fachschul-Weiterbildung, Meist 2 Jahre Vollzeit, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Revierleitung, Holzvermarktung und Organisation, Forstverwaltung.

Maßeinheiten: Dauer: ca. 2 Jahre · Abschluss: Staatlich geprüfter Forsttechniker

Forstwirt ausbildung
Der Forstwirt ist der grundlegende Ausbildungsberuf für die praktische Arbeit im Wald. Forstwirtinnen und Forstwirte begründen, pflegen und ernten Waldbestände, fällen und rücken Holz, bauen Wege und schützen den Wald. Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der zuständigen Stelle ab.

Eigenschaften: Forstlicher Ausbildungsberuf, Dauer 3 Jahre (dual), Holzernte, Waldpflege, Wegebau, Basis für Weiterbildungen.

Verwendung: Forstbetriebe und Forstämter, Waldpflege und Holzernte, Dienstleistungsunternehmen.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Forstwirt/-in (Gesellenprüfung)

Forstwirtschaftsmeister ausbildung
Der Forstwirtschaftsmeister ist die Meister-Weiterbildung für erfahrene Forstwirte mit Führungs- und Ausbildungsaufgaben. Der Forstwirtschaftsmeister leitet Waldarbeitertrupps, plant und überwacht Arbeiten, bildet Forstwirte aus und übernimmt betriebliche Verantwortung. Die Weiterbildung setzt eine abgeschlossene Forstwirt-Ausbildung und Berufspraxis voraus und endet mit der Meisterprüfung.

Eigenschaften: Meister-Weiterbildung, Nach Forstwirt + Praxis, Führung und Ausbildung, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Trupp- und Betriebsleitung, Ausbildung von Forstwirten, Arbeitsplanung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forstwirt + Praxis · Abschluss: Forstwirtschaftsmeister/-in

Forwarder-Ausbildung ausbildung
Die Forwarder-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Rückezugs für den schonenden Holztransport. Der Forwarder (Rückezug) transportiert das vom Harvester aufgearbeitete Holz aus dem Bestand zum Weg. Die Ausbildung vermittelt sicheres Fahren im Gelände, Beladen mit dem Kran, Sortentrennung, Bodenschutz auf Rückegassen und Maschinenwartung.

Eigenschaften: Bedienung des Rückezugs, Holztransport aus dem Bestand, Kranbeladung und Sortierung, Bodenschutz auf Rückegassen.

Verwendung: Rücken nach der Ernte, Forstunternehmen, Sortentrennung.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis · Abschluss: Bediener-Nachweis Forwarder

Führerschein Klasse B ausbildung
Die Führerscheinklasse B berechtigt zum Führen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Die Klasse B gilt für Kraftfahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse mit bis zu acht Sitzplätzen (außer Fahrersitz). Ein Anhänger bis 750 kg ist erlaubt, schwerere Anhänger nur, wenn die Kombination 3.500 kg nicht übersteigt (sonst B96 oder BE).

Eigenschaften: Pkw bis 3,5 t, Bis 8 Sitzplätze, Anhänger bis 750 kg, Basis-Fahrerlaubnis.

Verwendung: Transporter und Pick-ups, Leichte Anhänger, Betrieblicher Alltag.

Maßeinheiten: zGM: bis 3.500 kg · Anhänger: bis 750 kg (sonst B96/BE)

Führerschein Klasse BE ausbildung
Die Führerscheinklasse BE berechtigt zum Führen von Pkw-Anhänger-Kombinationen mit schwererem Anhänger. Die Klasse BE erweitert die Klasse B: Sie erlaubt das Ziehen eines Anhängers über 750 kg bis 3.500 kg hinter einem Fahrzeug der Klasse B. Damit lassen sich schwere Anhänger, Maschinentransporter und Rückewagen bewegen, für die B oder B96 nicht ausreichen.

Eigenschaften: Pkw mit schwerem Anhänger, Anhänger über 750 bis 3.500 kg, Erweiterung der Klasse B, Für Maschinentransport.

Verwendung: Maschinen- und Holztransport, Rückewagen und Kipper, Garten- und Forstbetriebe.

Maßeinheiten: Anhänger: über 750 bis 3.500 kg · Basis: Klasse B

Führerschein Klasse C ausbildung
Die Führerscheinklasse C berechtigt zum Führen schwerer Lkw über 7,5 Tonnen. Die Klasse C gilt für Kraftfahrzeuge über 3.500 kg (praktisch über 7,5 t) mit Anhänger bis 750 kg; schwerere Anhänger erfordern die Klasse CE. Damit lassen sich schwere Lkw für Holztransport, Maschinen und Schüttgüter bewegen.

Eigenschaften: Schwere Lkw über 7,5 t, Anhänger bis 750 kg (sonst CE), Vorbesitz Klasse B, Gesundheitsprüfungen nötig.

Verwendung: Schwerer Holztransport, Schüttgüter und Maschinen, Gewerblicher Verkehr.

Maßeinheiten: zGM: über 3.500 kg (i. d. R. > 7,5 t) · Anhänger: bis 750 kg (sonst CE)

Führerschein Klasse C1 ausbildung
Die Führerscheinklasse C1 berechtigt zum Führen mittelschwerer Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen. Die Klasse C1 gilt für Kraftfahrzeuge über 3.500 kg bis 7.500 kg zulässiger Gesamtmasse (mit Anhänger bis 750 kg; darüber C1E). Damit lassen sich mittelschwere Lkw und Pritschenfahrzeuge bewegen, wie sie in Forst-, Garten- und Landschaftsbetrieben für Material- und Holztransport üblich sind.

Eigenschaften: Lkw 3,5 bis 7,5 t, Anhänger bis 750 kg (sonst C1E), Zwischen B und C, Ärztliches Gutachten nötig.

Verwendung: Mittelschwere Lkw, Material- und Holztransport, Betriebsfahrzeuge.

Maßeinheiten: zGM: über 3.500 bis 7.500 kg · Anhänger: bis 750 kg (sonst C1E)

Führerschein Klasse CE ausbildung
Die Führerscheinklasse CE berechtigt zum Führen schwerer Lkw mit schwerem Anhänger oder Sattelzug. Die Klasse CE erweitert die Klasse C um schwere Anhänger über 750 kg – also Lastzüge und Sattelzüge. Sie ist die umfassendste Lkw-Klasse und für den schweren Holztransport mit Anhänger (etwa Langholz-Lkw mit Nachläufer) sowie Maschinentransport unverzichtbar.

Eigenschaften: Schwerer Lkw mit schwerem Anhänger, Lastzüge und Sattelzüge, Vorbesitz Klasse C, Umfassendste Lkw-Klasse.

Verwendung: Langholztransport, Maschinen- und Schwertransport, Gewerblicher Güterverkehr.

Maßeinheiten: Basis: Klasse C · Anhänger: über 750 kg (Lastzug/Sattelzug)

Führerschein Klasse L ausbildung
Die Führerscheinklasse L berechtigt zum Führen langsamer land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen. Die Klasse L gilt für Zugmaschinen (Traktoren), die bauartbedingt nicht schneller als 40 km/h fahren (mit Anhänger 25 km/h), wenn sie für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, sowie für selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Gabelstapler bis 25 km/h. Die Klasse L ist in der Klasse B enthalten.

Eigenschaften: Langsame Zugmaschinen, Bis 40 km/h (Anhänger 25 km/h), Land-/forstwirtschaftlicher Zweck, In Klasse B enthalten.

Verwendung: Langsame Traktoren, Selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Forst- und Gartenbetrieb.

Maßeinheiten: Traktor: bis 40 km/h (mit Anhänger 25 km/h) · In Klasse B enthalten

Führerschein Klasse T ausbildung
Die Führerscheinklasse T berechtigt zum Führen schneller land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen bis 60 km/h. Die Klasse T gilt für Zugmaschinen (Traktoren) mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, auch mit Anhängern, sowie für selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler bis 40 km/h – jeweils bei Einsatz für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke.

Eigenschaften: Schnelle Zugmaschinen bis 60 km/h, Auch mit Anhängern, Land-/forstwirtschaftlicher Zweck, Umfassender als Klasse L.

Verwendung: Moderne, schnelle Traktoren, Forst-, Garten- und Landwirtschaft, Anhängerbetrieb.

Maßeinheiten: Traktor: bis 60 km/h (Arbeitsmaschinen bis 40 km/h) · Mindestalter: i. d. R. 16 Jahre

G

Gärtner GaLaBau ausbildung
Der Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) ist der Ausbildungsberuf für den Bau und die Pflege von Außenanlagen. Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner (Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) legen Gärten, Parks, Wege, Terrassen, Teiche und Grünflächen an und pflegen sie. Sie pflanzen, pflastern, mauern, bauen Zäune und bedienen Maschinen. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Eigenschaften: Ausbildungsberuf GaLaBau, Bau und Pflege von Außenanlagen, Dauer 3 Jahre (dual), Pflanzen, Pflastern, Bauen.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Grünflächenpflege, Wege-, Teich- und Zaunbau.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Gärtner/-in (GaLaBau)

Gefährdungsbeurteilung ausbildung
Die Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen am Arbeitsplatz. Jeder Arbeitgeber ist nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, für alle Tätigkeiten eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen: Gefährdungen ermitteln, Risiken bewerten, Schutzmaßnahmen festlegen, umsetzen und ihre Wirksamkeit überprüfen. Sie ist zu dokumentieren und bei Änderungen zu aktualisieren.

Eigenschaften: Systematische Gefahrenbewertung, Pflicht nach ArbSchG, Maßnahmen festlegen und prüfen, Zu dokumentieren.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Maschinen- und Höhenarbeit.

Maßeinheiten: Grundlage: Arbeitsschutzgesetz (§ 5) · Form: dokumentierte Beurteilung

H

Häcksler-Unterweisung ausbildung
Die Häcksler-Unterweisung schult den sicheren Umgang mit Holzhäckslern und Schredder. Häcksler ziehen Äste und Zweige selbsttätig ein und bergen dadurch ein hohes Einzugsrisiko für Hände und Kleidung. Die Unterweisung nach Betriebssicherheitsverordnung und Herstellerangaben vermittelt sicheres Beschicken, Not-Aus und Einzugsstopp, richtige Körperhaltung, PSA und Verhalten bei Verstopfung.

Eigenschaften: Sicherer Umgang mit Häckslern, Hohes Einzugsrisiko, Not-Aus/Einzugsstopp, Nach BetrSichV/Hersteller.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Landschaftspflege, Grüngutzerkleinerung.

Maßeinheiten: Grundlage: Betriebssicherheitsverordnung · Form: Unterweisung durch den Betrieb

Harvester-Ausbildung ausbildung
Die Harvester-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Vollernters für die mechanisierte Holzernte. In der Harvester-Ausbildung lernen Forstmaschinenführer, den Vollernter sicher und bestandesschonend zu bedienen: fällen, entasten, vermessen und ablängen in einem Arbeitsgang, Bordcomputer und Aushaltung, Wartung sowie Bodenschutz auf Rückegassen.

Eigenschaften: Bedienung des Vollernters, Fällen, Entasten, Ablängen, Aushaltung am Bordcomputer, Bestandes- und Bodenschutz.

Verwendung: Hochmechanisierte Holzernte, Durchforstung und Ernte, Forstunternehmen.

Maßeinheiten: Voraussetzung: forstl./techn. Basis · Abschluss: Bediener-Nachweis Harvester

Holzbearbeitungsmechaniker ausbildung
Der Holzbearbeitungsmechaniker ist ein Ausbildungsberuf der ersten Verarbeitungsstufe – vor allem im Sägewerk. Holzbearbeitungsmechanikerinnen und -mechaniker verarbeiten Rundholz zu Schnittholz und Halbfertigprodukten: Sie steuern Sägegatter, Bandsägen und Hobelanlagen, sortieren, trocknen und veredeln Holz. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Eigenschaften: Ausbildungsberuf Sägeindustrie, Rundholz zu Schnittholz, Dauer 3 Jahre (dual), Erste Verarbeitungsstufe.

Verwendung: Sägewerke, Holztrocknung und Hobelei, Erste Verarbeitungsstufe.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Holzbearbeitungsmechaniker/-in

Holzkaufmann ausbildung
Der Holzkaufmann ist auf den Handel mit Holz und Holzwerkstoffen spezialisiert. Der Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Fachrichtung Holz – umgangssprachlich Holzkaufmann – organisiert Ein- und Verkauf von Rund-, Schnitt- und Brennholz sowie Holzwerkstoffen, kalkuliert Preise, berät Kunden und steuert Logistik und Lagerhaltung.

Eigenschaften: Handel mit Holz, Kaufmännischer Beruf, Ein- und Verkauf, Logistik, Dauer 3 Jahre.

Verwendung: Holzhandel und Baustoffhandel, Sägewerke und Industrie, Brennholzhandel.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Kaufmann/-frau Groß-/Außenhandel (Holz)

Holzmechaniker ausbildung
Der Holzmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf der holzverarbeitenden Industrie. Holzmechanikerinnen und Holzmechaniker stellen industriell Bauelemente, Möbelteile, Platten oder Verpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen her. Sie bedienen und überwachen Maschinen und Anlagen, richten sie ein und kontrollieren die Qualität. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre mit Fachrichtungen (z. B. Möbelbau, Holzpackmittel).

Eigenschaften: Ausbildungsberuf Holzindustrie, Dauer 3 Jahre (dual), Maschinelle Fertigung, Fachrichtungen wählbar.

Verwendung: Holz- und Möbelindustrie, Plattenwerke, Verpackungsherstellung.

Maßeinheiten: Dauer: 3 Jahre · Abschluss: Holzmechaniker/-in

Holzspalter-Unterweisung ausbildung
Die Holzspalter-Unterweisung schult den sicheren Umgang mit hydraulischen Holzspaltern. Holzspalter erzeugen enorme Spaltkräfte und bergen ein hohes Quetsch- und Schnittverletzungsrisiko. Die Unterweisung nach Betriebssicherheitsverordnung und Herstellerangaben vermittelt sichere Bedienung, Zweihandschaltung, Schutzeinrichtungen, richtiges Auflegen des Holzes und Verhalten bei Störungen.

Eigenschaften: Sicherer Umgang mit Holzspaltern, Zweihandschaltung und Schutz, Nach BetrSichV/Hersteller, Quetschgefahr beachten.

Verwendung: Brennholzspalten, Gewerbliche Holzaufarbeitung, Private Nutzung.

Maßeinheiten: Grundlage: Betriebssicherheitsverordnung · Form: Unterweisung durch den Betrieb

Hubarbeitsbühnen-Ausbildung ausbildung
Die Hubarbeitsbühnen-Ausbildung befähigt zum sicheren Bedienen von Hubarbeitsbühnen (Steigern). Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-008 vermittelt das sichere Führen von Hubarbeitsbühnen: Standsicherheit, Tragfähigkeit, Bedienung, Absturzsicherung und Verhalten bei Störungen. Sie ist Voraussetzung, um eine Hubarbeitsbühne beruflich zu bedienen – etwa in der Baumpflege für Kronenarbeiten ohne Klettern.

Eigenschaften: Bedienung von Hubarbeitsbühnen, Nach DGUV 308-008, Standsicherheit und Absturzschutz, Beauftragung nötig.

Verwendung: Baumpflege ohne Klettern, Kronenarbeiten aus dem Korb, Höhenarbeiten allgemein.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-008 · Abschluss: Bühnenführerschein + Beauftragung

Hubarbeitsbühnenschein ausbildung
Der Hubarbeitsbühnenschein ist der Befähigungsnachweis zum Bedienen von Hubarbeitsbühnen (Steigern). Der Hubarbeitsbühnenschein wird nach DGUV-Grundsatz 308-008 erworben und umfasst Theorie, Praxis und Prüfung. Er befähigt zum sicheren Führen von Scheren-, Teleskop- und Gelenkteleskopbühnen. Zusätzlich ist eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer nötig.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Hubarbeitsbühne, Nach DGUV 308-008, Theorie, Praxis, Prüfung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Baumpflege aus dem Korb, Höhen- und Wartungsarbeiten, Bau und Montage.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-008 · Abschluss: Bühnenschein + Beauftragung

I

ISO 14001 ausbildung
ISO 14001 ist die international führende Norm für Umweltmanagementsysteme. ISO 14001 legt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem (UMS) fest. Zertifizierte Betriebe weisen nach, dass sie ihre Umweltauswirkungen systematisch erfassen, gesetzliche Vorgaben einhalten, Ressourcen schonen und sich kontinuierlich verbessern. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Stellen mit regelmäßigen Audits.

Eigenschaften: Norm für Umweltmanagement, International führend, Ressourcenschonung und Recht, Regelmäßige Audits.

Verwendung: Betriebliches Umweltmanagement, Nachhaltigkeitsnachweis, Ausschreibungen.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Managementnorm · Zertifizierung über akkreditierte Stellen

ISO 9001 ausbildung
ISO 9001 ist die international führende Norm für Qualitätsmanagementsysteme. ISO 9001 legt Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) fest. Zertifizierte Betriebe weisen nach, dass sie Prozesse systematisch steuern, Kundenanforderungen erfüllen und sich kontinuierlich verbessern. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Stellen und wird regelmäßig auditiert.

Eigenschaften: Norm für Qualitätsmanagement, International führend, Prozesssteuerung und Verbesserung, Regelmäßige Audits.

Verwendung: Betriebliches Qualitätsmanagement, Ausschreibungen, Kundennachweis.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Managementnorm · Zertifizierung über akkreditierte Stellen

K

Kranschein ausbildung
Der Kranschein ist der Befähigungsnachweis zum Führen von Kranen wie Ladekranen und Turmdrehkranen. Für das Führen von Kranen ist eine Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 309-003 mit Theorie, Praxis und Prüfung sowie eine schriftliche Beauftragung erforderlich. Inhalte sind Lastdiagramme, Standsicherheit, Anschlagen von Lasten, Handzeichen und sicheres Heben.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Kran, Nach DGUV 309-003, Lastdiagramme und Anschlagen, Beauftragung nötig.

Verwendung: Ladekrane auf Rückewagen/Lkw, Materialumschlag, Hebearbeiten.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 309-003 · Abschluss: Kranschein + Beauftragung

L

Landeswaldgesetz ausbildung
Ein Landeswaldgesetz konkretisiert das Bundeswaldgesetz mit landesspezifischen Regelungen zum Wald. Jedes Bundesland hat ein eigenes Landeswaldgesetz, das den Rahmen des Bundeswaldgesetzes ausfüllt und an regionale Verhältnisse anpasst. Geregelt werden unter anderem Waldbewirtschaftung, Erstaufforstung und Umwandlung, Schutzwald- und Bannwaldkategorien, das Betretensrecht sowie forstbehördliche Zuständigkeiten.

Eigenschaften: Waldgesetz des Bundeslandes, Konkretisiert das BWaldG, Regionale Regelungen, Von Land zu Land verschieden.

Verwendung: Forstrecht der Länder, Walderhaltung und -umwandlung, Schutzgebietskategorien.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Landesgesetz · Details je Bundesland verschieden

Landschaftsgärtnermeister ausbildung
Der Landschaftsgärtnermeister ist die Meister-Weiterbildung für Führungs- und Ausbildungsaufgaben im GaLaBau. Der geprüfte Meister im Garten- und Landschaftsbau (Landschaftsgärtnermeister) leitet Baustellen und Teams, kalkuliert und plant Projekte, führt Betriebe und bildet Nachwuchs aus. Die Weiterbildung setzt eine GaLaBau-Ausbildung mit Praxis voraus und endet mit der Meisterprüfung.

Eigenschaften: Meister-Weiterbildung GaLaBau, Nach Ausbildung + Praxis, Führung, Kalkulation, Ausbildung, DQR-Niveau 6.

Verwendung: Bau- und Betriebsleitung, Ausbildung von GaLaBau-Gärtnern, Selbstständigkeit.

Maßeinheiten: Voraussetzung: GaLaBau-Ausbildung + Praxis · Abschluss: Geprüfter Meister GaLaBau

M

Master Forstwirtschaft ausbildung
Der Master Forstwirtschaft ist der vertiefende Hochschulabschluss für gehobene und leitende forstliche Aufgaben. Das Masterstudium Forstwirtschaft baut auf dem Bachelor auf und vertieft in meist drei bis vier Semestern Spezialgebiete wie Waldökologie, Forstökonomie, Naturschutz oder internationale Forstwirtschaft. Es qualifiziert für Leitungs-, Forschungs- und Planungsaufgaben.

Eigenschaften: Vertiefendes Forststudium, Meist 3–4 Semester, Baut auf dem Bachelor auf, DQR-Niveau 7.

Verwendung: Leitungs- und Planungsaufgaben, Forschung und Lehre, Zugang zum höheren Forstdienst.

Maßeinheiten: Dauer: 3–4 Semester · Abschluss: Master of Science Forstwirtschaft

Minibagger-Ausbildung ausbildung
Die Minibagger-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen kleiner Bagger im Garten-, Landschafts- und Forstbau. Minibagger werden im GaLaBau, Wegebau und in der Forstwirtschaft für Aushub, Grabenbau, Wurzelrodung und Pflanzarbeiten genutzt. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 301-005 vermittelt Standsicherheit, sicheres Arbeiten, Tragfähigkeit, Verhalten an Böschungen und in der Nähe von Leitungen sowie Wartung.

Eigenschaften: Bedienung kleiner Bagger, Nach DGUV 301-005, Aushub, Graben, Rodung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Wegebau und Forst, Pflanz- und Rodearbeiten.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein (Bagger)

Motorsägen-Grundkurs ausbildung
Der Motorsägen-Grundkurs (Modul A) vermittelt die sichere Handhabung der Motorsäge am liegenden Holz. Der Grundkurs ist der Einstieg in die Motorsägenarbeit. Er umfasst Aufbau, Funktion, Wartung und Schärfen der Säge, persönliche Schutzausrüstung, Schnitttechniken und das sichere Ablängen von liegendem Holz. Baumfällung ist noch nicht Inhalt.

Eigenschaften: Einstieg Motorsägenarbeit (Modul A), Liegendes Holz ablängen, Wartung und Schärfen, PSA, Keine Fällung.

Verwendung: Brennholzaufarbeitung, Ablängen und Entasten, Grundlage für Aufbaumodule.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV 2101-002 Modul A · Abschluss: Teilnahmenachweis Grundkurs

Motorsägenkurs ausbildung
Der Motorsägenkurs ist die sicherheitstechnische Schulung zum Umgang mit der Motorsäge. Der Begriff Motorsägenkurs steht allgemein für die modulare Ausbildung an der Motorsäge nach DGUV-Grundsatz 2101-002. Sie gliedert sich in Module – vom Grundkurs am liegenden Holz (Modul A) über die Baumfällung (Modul B) bis zu Spezialmodulen (Sturmholz, Baumpflege).

Eigenschaften: Modulare Motorsägen-Ausbildung, Nach DGUV 2101-002, Theorie und Praxis, Mit Teilnahmenachweis.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Brennholzaufarbeitung, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV 2101-002 (Module A/B/…) · Abschluss: Teilnahmenachweis

Motorsägenlehrgang ausbildung
Der Motorsägenlehrgang ist die vollständige Ausbildung mit Baumfällung (Modul A und B). Als Motorsägenlehrgang wird meist die Kombination aus Grundkurs (Modul A, liegendes Holz) und dem Aufbaumodul Baumfällung (Modul B) bezeichnet. Der Lehrgang befähigt zur selbstständigen Fällung normal gewachsener Bäume: Fällschnitt-Techniken, Fällkerb, Bruchleiste, Rückweiche und Beurteilung der Fällrichtung.

Eigenschaften: Vollständige Grundausbildung, Modul A + B (Fällung), Fälltechnik und Beurteilung, Basis für Spezialmodule.

Verwendung: Selbstständige Baumfällung, Waldarbeit und Durchforstung, Voraussetzung für Spezialmodule.

Maßeinheiten: Umfang: Modul A + B (DGUV 2101-002) · Abschluss: Teilnahmenachweis Fällung

Motorsägenschein ausbildung
Der Motorsägenschein ist der umgangssprachliche Nachweis über eine absolvierte Motorsägenausbildung. Als Motorsägenschein wird der Teilnahmenachweis eines Motorsägenlehrgangs nach DGUV-Grundsatz 2101-002 bezeichnet. Er dokumentiert die absolvierten Module (z. B. Grundkurs am liegenden Holz, Baumfällung) und ist Voraussetzung für die berufliche Motorsägenarbeit sowie oft für die Brennholz-Selbstwerbung.

Eigenschaften: Nachweis Motorsägenausbildung, Nach DGUV 2101-002, Dokumentiert Module, Für Beruf und Selbstwerbung.

Verwendung: Berufliche Waldarbeit, Brennholz-Selbstwerbung, Kommunen und Betriebe.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 2101-002 · Abschluss: Teilnahmenachweis (Module)

O

Obstbaumschnitt-Lehrgang ausbildung
Der Obstbaumschnitt-Lehrgang vermittelt den fachgerechten Schnitt von Obstbäumen für Ertrag und Gesundheit. Im Obstbaumschnitt-Lehrgang lernen Teilnehmer den Aufbau-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt von Obstgehölzen: Kronenaufbau, Fruchtholzpflege, Auslichtung, Werkzeug und den richtigen Zeitpunkt. Die Kurse richten sich an GaLaBau-Fachkräfte, Streuobstpfleger und Gartenbesitzer.

Eigenschaften: Fachgerechter Obstbaumschnitt, Aufbau-, Erhaltungs-, Verjüngungsschnitt, Fruchtholz und Auslichtung, Für Ertrag und Gesundheit.

Verwendung: Streuobst- und Gartenpflege, Garten- und Landschaftsbau, Hobbygärtner.

Maßeinheiten: Umfang: Tages-/Wochenendkurse · Abschluss: Teilnahmenachweis

P

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ausbildung
Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) umfasst alle am Körper getragenen Schutzmittel gegen Arbeitsgefahren. PSA schützt Beschäftigte dort, wo Gefährdungen nicht anders vermieden werden können. In Forst und Baumpflege gehören dazu Schnittschutzhose, Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzstiefel und -handschuhe, Signalkleidung sowie beim Klettern PSA gegen Absturz (Klettergurt, Seile).

Eigenschaften: Körpernahe Schutzausrüstung, Schnittschutz, Helm, Stiefel, Absturzschutz beim Klettern, Bereitstellungs- und Tragepflicht.

Verwendung: Forst- und Baumarbeit, Motorsägeneinsatz, Höhen- und Kletterarbeit.

Maßeinheiten: Grundlage: PSA-Benutzungsverordnung · Prüfung: PSA gegen Absturz regelmäßig

Pflanzenschutz-Sachkunde ausbildung
Die Pflanzenschutz-Sachkunde ist der gesetzlich vorgeschriebene Nachweis für den beruflichen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Wer Pflanzenschutzmittel beruflich anwendet, berät oder abgibt, benötigt nach dem Pflanzenschutzgesetz einen Sachkundenachweis. Er wird über eine einschlägige Ausbildung oder eine gesonderte Prüfung erworben und umfasst Mittel- und Anwendungskunde, Umwelt- und Anwenderschutz sowie rechtliche Grundlagen.

Eigenschaften: Nachweis Pflanzenschutzmittel, Pflicht nach PflSchG, Prüfung + Fortbildung (alle 3 J.), Umwelt- und Anwenderschutz.

Verwendung: Garten- und Landschaftsbau, Baumpflege und Landwirtschaft, Beratung und Abgabe.

Maßeinheiten: Grundlage: Pflanzenschutzgesetz · Fortbildung: alle 3 Jahre

R

Radlader-Ausbildung ausbildung
Die Radlader-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen von Radladern beim Materialumschlag. Radlader werden zum Laden, Transportieren und Umschlagen von Erde, Schotter, Hackschnitzeln oder Rundholz eingesetzt. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 301-005 vermittelt Standsicherheit, Tragfähigkeit, sicheres Laden und Fahren, Verhalten an Hängen sowie Wartung.

Eigenschaften: Bedienung von Radladern, Nach DGUV 301-005, Laden und Umschlagen, Beauftragung nötig.

Verwendung: Material- und Holzumschlag, Garten- und Landschaftsbau, Lagerplatz und Hof.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 301-005 · Abschluss: Erdbaumaschinenschein (Radlader)

RAL-Gütezeichen ausbildung
Das RAL-Gütezeichen kennzeichnet Produkte und Leistungen, die geprüfte Gütebedingungen einhalten. RAL-Gütezeichen werden von Gütegemeinschaften unter dem Dach von RAL vergeben. Sie belegen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung definierte Qualitätsanforderungen erfüllt, die regelmäßig neutral überwacht werden. Im Holzbereich gibt es Gütezeichen etwa für Brennholz, Holzpellets, Kompost oder Rindenmulch.

Eigenschaften: Geprüftes Gütezeichen, Von Gütegemeinschaften vergeben, Neutral überwacht, Für Holz, Pellets, Kompost u. a..

Verwendung: Qualitätsnachweis, Brennholz und Pellets, Kompost und Substrate.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Gütezeichen · Vergabe über Gütegemeinschaften

Revierförster ausbildung
Der Revierförster leitet eigenverantwortlich ein Forstrevier und betreut dessen Wälder. Der Revierförster (gehobener Forstdienst) ist für die Bewirtschaftung eines abgegrenzten Waldgebiets zuständig: Waldbau, Holzernte und -verkauf, Jagd, Naturschutz, Verkehrssicherung und die Beratung von Waldbesitzern. Voraussetzung ist meist ein forstliches Studium (Bachelor) und der Vorbereitungsdienst des gehobenen Forstdienstes.

Eigenschaften: Leitung eines Forstreviers, Gehobener Forstdienst, Waldbau, Holzverkauf, Jagd, Ansprechpartner vor Ort.

Verwendung: Staats-, Kommunal- und Privatwald, Revierbewirtschaftung, Beratung von Waldbesitzern.

Maßeinheiten: Voraussetzung: Forststudium + Vorbereitungsdienst · Ebene: gehobener Forstdienst

Rückewagenlehrgang ausbildung
Der Rückewagenlehrgang schult das sichere Rücken und Verladen von Holz mit Rückewagen und Kran. Der Rückewagen (Rückeanhänger) mit Forstkran transportiert Holz aus dem Bestand zum Weg – die häufige Rückelösung im Klein- und Bauernwald. Der Lehrgang vermittelt sicheres Fahren im Gelände, Kranbedienung, Beladen und Ladungssicherung, Standsicherheit sowie Bodenschutz und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Rücken mit Rückewagen, Kranbedienung und Beladen, Ladungssicherung, Für Waldbesitzer/Selbstwerber.

Verwendung: Holztransport im Kleinwald, Kranarbeit, Selbstwerbung.

Maßeinheiten: Grundlage: Hersteller-/DGUV-Empfehlungen · Abschluss: Teilnahmenachweis

S

Sägewerker ausbildung
Der Sägewerker ist die praxisnahe Bezeichnung für Fachkräfte, die im Sägewerk Rundholz zu Schnittholz verarbeiten. Sägewerker bedienen die Anlagen eines Sägewerks – vom Entrinden über das Auftrennen des Stamms bis zum Sortieren, Trocknen und Stapeln des Schnittholzes. Der anerkannte Ausbildungsberuf dazu ist der Holzbearbeitungsmechaniker.

Eigenschaften: Fachkraft im Sägewerk, Rundholz zu Schnittholz, Anerkannter Beruf: Holzbearbeitungsmechaniker, Sortieren und Trocknen.

Verwendung: Sägewerke, Schnittholzproduktion, Holztrocknung.

Maßeinheiten: Anerkannter Beruf: Holzbearbeitungsmechaniker (3 Jahre) · Erste Verarbeitungsstufe

Seilklettertechnik A (SKT-A) ausbildung
Die Seilklettertechnik A (SKT-A) ist die Grundausbildung für sicheres Arbeiten mit dem Seil im Baum. Die SKT-A vermittelt die Grundlagen der baumpflegerischen Seilklettertechnik: sicheres Aufsteigen, Positionieren und Arbeiten im Baum mit doppelt gesichertem Seilsystem, Knotenkunde, Materialkunde und Notfallmaßnahmen. Sie ist die Voraussetzung, um in der kletternden Baumpflege eingesetzt zu werden.

Eigenschaften: Grundstufe Seilklettertechnik, Sicheres Arbeiten im Baum, Doppelte Absturzsicherung, Prüfung + Auffrischung.

Verwendung: Kletternde Baumpflege, Kronenarbeiten, Zugang für Schnittarbeiten.

Maßeinheiten: Vorbereitung: Lehrgang + Prüfung · Abschluss: SKT-A-Nachweis

Seilklettertechnik B (SKT-B) ausbildung
Die Seilklettertechnik B (SKT-B) ist die Aufbaustufe mit Schwerpunkt Rettung und anspruchsvolle Klettertechniken. Die SKT-B baut auf der SKT-A auf und vertieft schwierige Klettersituationen, den Einsatz von Hebezeug und vor allem die Rettung verunfallter Personen aus dem Baum. In jedem Kletter-Team muss mindestens eine Person die Kletterretter-Qualifikation besitzen.

Eigenschaften: Aufbaustufe über SKT-A, Schwerpunkt Rettung, Anspruchsvolle Techniken, Pflicht im Kletter-Team.

Verwendung: Kletterrettung, Anspruchsvolle Kronenarbeiten, Team-Sicherheit.

Maßeinheiten: Voraussetzung: SKT-A · Abschluss: SKT-B-Nachweis (Kletterretter)

Seilwinden-Sachkunde ausbildung
Die Seilwinden-Sachkunde ist der Nachweis über den sicheren, sachkundigen Umgang mit Forstseilwinden. Die Seilwinden-Sachkunde belegt, dass eine Person Forstseilwinden sicher bedienen und beurteilen kann. Vermittelt werden Anschlag- und Zugtechnik, Prüfung von Seil und Zubehör, Gefahren von Seilriss und Rückschlag sowie die vorgeschriebene regelmäßige Prüfung der Winde.

Eigenschaften: Sachkundenachweis Seilwinde, Sicherer Betrieb und Prüfung, Anschlag- und Zugtechnik, Für Haftung und Sicherheit.

Verwendung: Holzrücken mit Seilwinde, Prüfung von Seil und Zubehör, Klein- und Bauernwald.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Empfehlungen Seilwinde · Abschluss: Sachkundenachweis

Seilwindenlehrgang ausbildung
Der Seilwindenlehrgang schult das sichere Rücken von Holz mit der Forstseilwinde. Beim Seilrücken zieht eine am Traktor oder Rückefahrzeug montierte Seilwinde gefällte Stämme aus dem Bestand zum Weg. Der Lehrgang vermittelt sichere Anschlag- und Zugtechnik, den Umgang mit Seil, Umlenkrollen und Chokerketten, die Gefahren von Seilriss und Rückschlag sowie Standsicherheit und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Seilrücken, Anschlag- und Zugtechnik, Gefahr Seilriss/Rückschlag, Sachkundenachweis.

Verwendung: Holzrücken mit Seilwinde, Traktor und Rückefahrzeug, Klein- und Bauernwald.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Empfehlungen Seilwinde · Abschluss: Sachkunde-/Teilnahmenachweis

Sicherheitsbeauftragter ausbildung
Ein Sicherheitsbeauftragter unterstützt den Unternehmer ehrenamtlich bei der Unfallverhütung im Betrieb. Ab einer bestimmten Beschäftigtenzahl müssen Betriebe Sicherheitsbeauftragte bestellen. Sie beraten und unterstützen bei der Verhütung von Arbeitsunfällen, achten auf Schutzeinrichtungen und die Nutzung der PSA und melden Gefahren. Der Sicherheitsbeauftragte hat keine Weisungsbefugnis, sondern wirkt beratend und motivierend.

Eigenschaften: Ehrenamtliche Unfallverhütung, Berät und unterstützt, Keine Weisungsbefugnis, Ab bestimmter Betriebsgröße Pflicht.

Verwendung: Betriebliche Sicherheit, Forst- und Baupflegebetriebe, Gefahrenmeldung.

Maßeinheiten: Grundlage: SGB VII / DGUV Vorschrift 1 · Schulung: durch die Berufsgenossenschaft

Staplerschein ausbildung
Der Staplerschein ist der Befähigungsnachweis zum Führen von Flurförderzeugen (Gabelstaplern). Wer im Betrieb einen Gabelstapler bedient, braucht eine Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-001 („Staplerschein") mit Theorie, Praxis und Prüfung sowie eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer. Inhalte sind Standsicherheit, Traglastdiagramm, Lastaufnahme, Fahren und Stapeln sowie Wartung.

Eigenschaften: Befähigungsnachweis Gabelstapler, Nach DGUV 308-001, Theorie, Praxis, Prüfung, Beauftragung nötig.

Verwendung: Materialumschlag im Lager, Holz- und Palettentransport, Betriebshof.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-001 · Abschluss: Staplerschein + Beauftragung

T

Teleskoplader-Ausbildung ausbildung
Die Teleskoplader-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen von Teleskopladern beim Heben und Umschlagen. Teleskoplader vereinen Radlader und Kran: Mit ausfahrbarem Teleskoparm heben und stapeln sie Lasten in die Höhe – etwa Holz, Ballen oder Paletten. Die Ausbildung nach DGUV-Grundsatz 308-009 vermittelt Traglastdiagramme, Standsicherheit, Anschlagen von Lasten und sicheres Arbeiten mit Anbaugeräten.

Eigenschaften: Bedienung von Teleskopladern, Nach DGUV 308-009, Heben und Stapeln in die Höhe, Traglastdiagramme beachten.

Verwendung: Material- und Holzumschlag, Landwirtschaft und GaLaBau, Höhenumschlag.

Maßeinheiten: Grundlage: DGUV-Grundsatz 308-009 · Abschluss: Teleskopladerschein

Traktor-Ausbildung ausbildung
Die Traktor-Ausbildung vermittelt das sichere Führen von Traktoren mit forst- und landwirtschaftlichen Anbaugeräten. Traktoren (Schlepper) sind in Forst, Landwirtschaft und GaLaBau universelle Zugmaschinen für Anbaugeräte wie Seilwinde, Rückewagen, Häcksler oder Mulcher. Die Ausbildung umfasst das sichere Fahren im Gelände, den An- und Abbau sowie Betrieb von Geräten, Zapfwellensicherheit, Ladungssicherung und Wartung.

Eigenschaften: Sicheres Führen von Traktoren, Betrieb von Anbaugeräten, Zapfwellensicherheit, Straße: Klasse L/T.

Verwendung: Forst- und Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Betrieb von Anbaugeräten.

Maßeinheiten: Straße: Führerschein L oder T · Betrieb: Unterweisung + Praxis

U

Unterweisung Arbeitsschutz ausbildung
Die Arbeitsschutz-Unterweisung ist die regelmäßige Belehrung der Beschäftigten über Gefahren und Schutzmaßnahmen. Der Arbeitgeber muss seine Beschäftigten vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens jährlich über die für ihre Arbeit relevanten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen unterweisen. Inhalte sind sicheres Arbeiten, Umgang mit Maschinen und PSA, Verhalten im Notfall und die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung.

Eigenschaften: Regelmäßige Belehrung der Beschäftigten, Vor Tätigkeit und jährlich, Gefahren und Schutzmaßnahmen, Zu dokumentieren.

Verwendung: Betrieblicher Arbeitsschutz, Forst- und Baumarbeit, Maschineneinweisung.

Maßeinheiten: Häufigkeit: vor Tätigkeit + mind. jährlich · Grundlage: ArbSchG / DGUV Vorschrift 1

W

Waldarbeiter ausbildung
Der Waldarbeiter ist die praxisnahe Bezeichnung für Fachkräfte, die körperliche Arbeiten im Wald ausführen. Waldarbeiter führen Holzernte, Pflanzung, Kulturpflege, Wegebau und Waldschutzarbeiten aus. Die moderne, anerkannte Berufsbezeichnung ist Forstwirt; „Waldarbeiter" wird umgangssprachlich und historisch verwendet.

Eigenschaften: Praktische Waldarbeitskraft, Heute: Forstwirt, Holzernte und Waldpflege, Mit Motorsägenschein.

Verwendung: Forstbetriebe und Forstämter, Holzernte und Pflanzung, Forstliche Dienstleister.

Maßeinheiten: Anerkannter Beruf: Forstwirt (3 Jahre) · Voraussetzung: Motorsägenlehrgang

Z

ZTV-Baumpflege ausbildung
Die ZTV-Baumpflege sind die anerkannten technischen Vertragsbedingungen für die fachgerechte Ausführung von Baumpflegearbeiten. Die „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege" (ZTV-Baumpflege) beschreiben, wie Baumpflegemaßnahmen fachgerecht auszuführen sind: Schnittarten, Kronenpflege, Sicherungen, Wundbehandlung und Anforderungen an ausführende Fachkräfte.

Eigenschaften: Technische Vertragsbedingungen Baumpflege, Fachgerechte Ausführung, Schnitt, Pflege, Sicherung, Anerkannter Standard.

Verwendung: Baumpflegeaufträge, Ausschreibungen, Qualitätssicherung.

Maßeinheiten: Kein Messmaß – Regelwerk · Als Vertragsbestandteil vereinbar

Anhang A · Umrechnung Holzprodukte

Brennholz — Fest-, Raum- & Schüttraummeter

EinheitEntsprichtHinweis
1 Festmeter (Fm)≈ 1,43 RMReines Holzvolumen (1 m³ Massivholz).
1 Raummeter (RM)≈ 0,70 Fm · ≈ 1,40 SRMGestapeltes Holz, 1-m-Scheite.
1 Schüttraummeter (SRM)≈ 0,70 RM · ≈ 0,45–0,50 FmBei Scheitlänge 33 cm.
1 Ster= 1 Raummeter (RM)Süddeutschland, AT, CH.

Praxis-Schnellumrechnung: 1 Fm → ≈ 1,43 RM → ≈ 2,0–2,2 SRM  ·  1 RM → ≈ 0,70 Fm → ≈ 1,40 SRM  ·  1 SRM → ≈ 0,70 RM → ≈ 0,45–0,50 Fm.

Stammholz & Schnittholz

EinheitEntspricht / BerechnungHinweis
1 Festmeter (Fm) Stammholz= 1 m³ reines HolzHandelsüblicher Standard im Rundholzvertrieb.
1 m³ Rundholz≈ 1 FmExkl. Rindenabzug je nach Messmethode.
1 m³ SchnittholzLänge × Breite × StärkeAlle Maße strikt in Metern.
1 Brett / KantholzIndividuelle MaßeVolumen je Bauteil einzeln bestimmen.

Geometrische Schnittholz-Berechnung: Volumen (m³) = Länge (m) × Breite (m) × Stärke (m). Zentimeter- oder Millimetermaße vor der Multiplikation zwingend in Meter umrechnen. Beispiel: 4,00 m × 0,20 m (20 cm) × 0,05 m (5 cm) = 0,04 m³.

Hackschnitzel, Pellets & Briketts

EinheitEntsprichtHinweis
1 SRM Hackschnitzel≈ 250–350 kgJe nach Holzart/Feuchte.
1 t Hackschnitzel≈ 3–4 SRMRichtwert Lager/Heizanlage.
1 Sack Pellets= 15 kgGenormte Sackware.
1 Palette Pellets≈ 65 Säcke (975 kg)Typische Liefergröße.
1 t Pellets≈ 66,7 Säcke · ≈ 1,5 m³ LagerraumVergleichswert / Pelletbunker.
1 Paket Holzbrikettsmeist 10 kgHerstellerabhängig (12er/24er-Einheiten).
1 Palette Holzbriketts≈ 960–1000 kgca. 96–100 Pakete.

Hinweis Hackschnitzel: 1 m³ feste (komprimierte) Hackschnitzelmasse ≈ 1,2–1,4 SRM; umgekehrt 1 SRM ≈ 0,7–0,8 m³ echtes Schüttvolumen.

Anhang B · Stammholz: Maße & Güteklassen

Forstwirtschaftliche Stammholz-Definitionen. Die gebräuchlichen Festmeter-Begriffe unterscheiden sich nach Rinde, Ernteverlusten und Messzeitpunkt.

EinheitBedeutung
Festmeter (Fm)1 m³ massives Holz ohne Luftzwischenräume (rechnerisch über Stammlänge und Mittendurchmesser).
Kubikmeter (m³)Beim unaufgearbeiteten Rundholz im Regelfall exakt = 1 Festmeter.
Erntefestmeter (Efm)Verwertbares Holz nach dem Einschlag – meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste (z. B. Stockholz).
Vorratsfestmeter (Vfm)Stehender Baum inklusive Rinde; dient der Waldinventur und Bestandsbewertung.

Güteklassen (Qualitätsklassen). Die Güteklasse wird für Stammholz nach der Ernte vergeben. Je nach Holzart und Verwendungszweck gelten unterschiedliche Sortierregeln; im deutschsprachigen Forstbereich sind folgende Klassen gebräuchlich.

GüteklasseBeschreibungVerwendung
ASpitzenqualität, astarm, gerader Stamm, keine oder kaum FehlerFurnier, hochwertige Möbel, Innenausbau
BGute Qualität, wenige kleine FehlerBauholz, Möbel, Schreinerholz
CMittlere Qualität, Äste, Krümmung oder andere MängelBauholz, Verpackung, Paletten
DGeringe Qualität, starke Fehler oder FäuleIndustrieholz, Zellstoff, Spanplatten
E (teilw.)AusschussholzBrennholz / energetische Nutzung
Anhang C · Schüttgüter & Verkaufs-Kennwerte

Schüttgüter im Garten- & Landschaftsbau. Deutlich dichter als Holz — separat kalkulieren.

MaterialEinheitGewicht (ca.)Einflussfaktor
Rindenmulch1 m³300–450 kgRindenart, Körnung, Vortrocknung.
Kompost1 m³500–800 kgZersetzungsgrad und Nässe.
Mutterboden (gesiebt)1 m³1.200–1.400 kgTrocken; nass bis 1.600 kg/m³.
Sand (0/2 mm)1 m³1.500–1.700 kgSehr sensibel gegenüber Eigenfeuchte.
Kies / Splitt1 m³1.600–1.900 kgGesteinsart (Basalt schwerer als Granit).

Zusatz-Kennwerte für Verkauf & Kundenberatung

Holzfeuchte vs. Wassergehalt: Brennholz-Gewichte beziehen sich auf waldfrisches Holz (≈ 50 % Wassergehalt) oder ofenfertig getrocknetes Holz (≤ 20 % Restfeuchte). Lufttrockenes, ofenfertiges Holz ist ca. 30–40 % leichter als frisch geschlagenes.

Heizwert-Äquivalent (Faustformel): 1 Raummeter (RM) trockenes Hartholz (z. B. Buche oder Eiche) ersetzt energetisch ca. 200 Liter Heizöl bzw. rund 400 kg hochwertige Holzpellets oder Holzbriketts.

Anhang D · Ausbildungsplan

So bauen die Lehrgänge und Zertifikate der Grünen Branche aufeinander auf.

Ausbildungsplan / Aufbaupfad der Lehrgänge