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Waldlexikon

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Fachbegriffe rund um Wald & Forstwirtschaft – von A bis Z. Auf einen Begriff klicken für die ausführliche Erklärung.

A

Absterbeerscheinungen
Absterbeerscheinungen sind sichtbare Anzeichen eines geschwächten oder sterbenden Baumes.
Abstocken
Abstocken bezeichnet das Fällen von Bäumen bzw. das Absägen dicht über dem Wurzelstock.
Altbaum
Ein Altbaum ist ein besonders alter, oft mächtiger Baum mit hohem ökologischem Wert.
Altbestand
Ein Altbestand ist ein Waldbestand mit älteren, ausgewachsenen Bäumen kurz vor oder in der Nutzungsphase.
Altersklasse
Eine Altersklasse fasst Waldbestände eines bestimmten Altersbereichs zu einer Gruppe zusammen.
Altholzinsel
Eine Altholzinsel ist eine kleine, aus der Nutzung genommene Gruppe alter Bäume, die dauerhaft im Wald belassen wird.
Anwachserfolg
Der Anwachserfolg gibt an, welcher Anteil der gepflanzten Bäume anwächst und dauerhaft überlebt.
Artenschutzprüfung
Die Artenschutzprüfung klärt vor Fäll- und Eingriffsmaßnahmen, ob geschützte Arten betroffen sind.
Astung
Die Astung ist das gezielte Entfernen von Ästen am stehenden Baum zur Verbesserung der Holzqualität.
Aufforstung
Die Aufforstung ist die Neuanlage von Wald durch Pflanzung oder Aussaat auf bisher unbewaldeten oder geräumten Flächen.
Aushaltung
Die Aushaltung ist das Einteilen und Ablängen des Stammes in Sortimente nach Qualität und Verwendung.
Auslesebaum
Ein Auslesebaum (Z-Baum) ist ein ausgewählter Zukunftsbaum, der bei der Pflege gezielt gefördert wird.
Auslesedurchforstung
Die Auslesedurchforstung fördert gezielt ausgewählte Zukunftsbäume durch Entnahme ihrer Bedränger.

B

Bachelor Forstwirtschaft
Der Bachelor Forstwirtschaft ist der grundständige Hochschulabschluss für forstliche Berufe.
Bannwald
Ein Bannwald ist ein rechtlich besonders geschützter Wald mit vorrangiger Schutz- oder Erholungsfunktion.
Baumhöhenmessung
Die Baumhöhenmessung bestimmt die Höhe eines Baumes, meist mit einem Höhenmesser nach dem trigonometrischen Prinzip.
Baumhöhlen
Baumhöhlen sind Hohlräume in Stämmen und Ästen, die wertvollen Lebensraum für viele Tierarten bieten.
Baumkataster
Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis zur Dokumentation von Bäumen, ihrem Zustand und den durchgeführten Kontrollen.
Baumkontrolle
Die Baumkontrolle ist die regelmäßige Überprüfung von Bäumen auf Schäden und Verkehrssicherheit.
Baumpflege
Baumpflege umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung gesunder, sicherer und vitaler Bäume.
Baumstatik
Die Baumstatik befasst sich mit der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen unter Last.
Bestand
Ein Bestand ist eine zusammenhängende Waldfläche mit ähnlichen Merkmalen wie Baumart, Alter und Struktur.
Bestandesbegründung
Die Bestandesbegründung ist die Anlage eines neuen Waldbestandes durch Saat, Pflanzung oder Naturverjüngung.
Bestandespflege
Bestandespflege umfasst alle Maßnahmen, die einen Waldbestand von der Jugend bis zur Reife stabil, gesund und wertvoll erhalten.
Blöße
Eine Blöße ist eine unbestockte, aber zur Bestockung vorgesehene Fläche innerhalb des Waldes.
Bockkäfer
Bockkäfer sind eine Käferfamilie, deren holzbohrende Larven Holz und geschwächte Bäume schädigen können.
Bodenverdichtung
Bodenverdichtung ist das Zusammenpressen des Waldbodens, das seine Poren und damit Wasser- und Lufthaushalt schädigt.
Borkenkäfer
Borkenkäfer sind rindenbrütende Käfer, die vor allem Fichten befallen und großen Schaden anrichten können.
Brennholz-Selbstwerberkurs
Der Brennholz-Selbstwerberkurs schult Privatpersonen für die sichere Brennholzaufarbeitung im Wald.
Brusthöhendurchmesser (BHD)
Der Brusthöhendurchmesser (BHD) ist der Stammdurchmesser in 1,30 m Höhe – das zentrale Maß der Baum- und Bestandserfassung.
Buchdrucker
Der Buchdrucker ist der wirtschaftlich bedeutendste Borkenkäfer an der Fichte.
Bundeswaldgesetz
Das Bundeswaldgesetz ist das grundlegende deutsche Gesetz zur Erhaltung und Bewirtschaftung des Waldes.

C

Chronische Baumschäden
Chronische Baumschäden sind langfristige Schädigungen durch Krankheiten, Schädlinge oder Umwelteinflüsse.
CO₂-Bindung
Die CO₂-Bindung ist die Speicherung von Kohlendioxid durch Bäume und Waldboden.
CO₂-Speicherung
CO₂-Speicherung bezeichnet die Bindung von Kohlendioxid im Holz von Bäumen, Wäldern und Holzprodukten.

D

Dauerwald
Ein Dauerwald ist eine Waldform mit kontinuierlicher Naturverjüngung und dauerhaftem Kronendach, ohne Kahlschläge.
Dendrochronologie
Die Dendrochronologie ist die Datierung und Auswertung von Holz anhand seiner Jahrringe.
Derbholz
Derbholz ist Holz ab 7 Zentimeter Durchmesser mit Rinde – die forstliche Mindeststärke für nutzbares Holz.
Derbholzgrenze
Die Derbholzgrenze ist der Durchmesser von 7 Zentimetern mit Rinde, ab dem Holz als Derbholz zählt.
DGUV Motorsägenlehrgang
Der DGUV-Motorsägenlehrgang ist die nach DGUV-Grundsatz geregelte, anerkannte Motorsägenausbildung.
Dickung
Eine Dickung ist ein junger Wald mit dicht stehenden, sich berührenden Bäumen.
Diplodia-Triebsterben
Das Diplodia-Triebsterben ist eine Pilzkrankheit der Kiefer, die Triebe und ganze Bäume absterben lässt.
Durchforstung
Die Durchforstung ist die Entnahme einzelner Bäume aus einem Bestand, um die verbleibenden zu fördern.
Dürrast
Ein Dürrast ist ein abgestorbener, dürrer Ast im Kronenbereich eines Baumes.
Dürreschäden
Dürreschäden sind Trockenschäden an Waldbäumen durch anhaltenden Wassermangel und Hitze.

E

Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen Eichen schädigen und für Menschen gesundheitsgefährdend sind.
Eichensterben
Eichensterben (Eichenkomplexerkrankung) ist ein schleichendes Absterben von Eichen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren.
Einschlag
Der Einschlag ist das Fällen und Aufarbeiten von Bäumen zur Holzgewinnung.
Einzelbaumbewertung
Die Einzelbaumbewertung ist die fachliche Beurteilung eines einzelnen Baumes nach Zustand, Wert oder Sicherheit.
Endnutzung
Die Endnutzung ist die Ernte des reifen Bestandes am Ende der Umtriebszeit.
Entastung
Entastung ist das Entfernen der Äste vom gefällten Baum bei der Aufarbeitung.
Erntefestmeter
Der Erntefestmeter (Efm) ist das Volumen des verwertbaren Holzes nach dem Einschlag, meist ohne Rinde und ohne Ernteverluste.
Erosionsschutz
Erosionsschutz umfasst Maßnahmen gegen den Abtrag von Boden durch Wasser oder Wind.
Erschließung
Die Erschließung ist das Netz aus Waldstraßen, Rückewegen und Rückegassen, das den Wald für Bewirtschaftung und Transport zugänglich macht.
Erstdurchforstung
Die Erstdurchforstung ist der erste pflegende Eingriff in einen herangewachsenen Jungbestand.
Ertragsklasse
Die Ertragsklasse (Bonität) beschreibt die Leistungsfähigkeit eines Standortes für eine Baumart.
Eschentriebsterben
Das Eschentriebsterben ist eine durch einen Pilz verursachte Krankheit, die Eschen absterben lässt.
Europäische Lärche
Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist ein heimischer, sommergrüner Nadelbaum mit dauerhaftem, harzreichem Holz.

F

Fällung
Die Fällung ist das kontrollierte Zu-Fall-Bringen eines Baumes mit Fällkerbe und Fällschnitt.
Femel
Eine Femel ist eine kleine, truppweise Öffnung im Bestand, in der Naturverjüngung heranwächst.
Femelschlag
Der Femelschlag ist ein Verjüngungsverfahren, das den Bestand truppweise in kleinen Löchern öffnet.
Femelwirtschaft
Die Femelwirtschaft ist eine Betriebsart, die den Wald dauerhaft über Femelschläge verjüngt.
Flächenlos
Ein Flächenlos ist ein zur Selbstwerbung freigegebenes, abgegrenztes Waldstück, dessen gesamtes anfallendes Holz aufgearbeitet wird.
Flachwurzler
Ein Flachwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln überwiegend flach und weit ausladend nahe der Bodenoberfläche wachsen.
Forstassessor
Der Forstassessor hat die Laufbahnprüfung des höheren Forstdienstes bestanden und ist für leitende forstliche Aufgaben qualifiziert.
Forstbetriebsgemeinschaft
Eine Forstbetriebsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Waldbesitzern zur gemeinsamen Bewirtschaftung und Vermarktung.
Forsteinrichtung
Die Forsteinrichtung ist die mittelfristige Planung und Inventur eines Forstbetriebs für eine nachhaltige Bewirtschaftung.
Forstingenieur
Der Forstingenieur ist ein akademisch ausgebildeter Fachmann für Forstwirtschaft mit Hochschulabschluss.
Forstkran
Ein Forstkran ist ein hydraulischer Ladekran zum Greifen, Heben und Verladen von Holz.
Forstmaschinenführer
Der Forstmaschinenführer bedient hochmechanisierte Forstmaschinen wie Harvester und Forwarder.
Forstmulchgerät
Ein Forstmulchgerät zerkleinert Gehölze, Aufwuchs und Wurzelstöcke mit einer rotierenden Werkzeugwalze.
Forstpartie
Eine Forstpartie ist eine Arbeitsgruppe (Rotte) von Waldarbeitern, die gemeinsam Wald- und Holzerntearbeiten ausführt.
Forstrevier
Ein Forstrevier ist ein abgegrenztes Waldgebiet, das von einem Revierförster bewirtschaftet und betreut wird.
Forstschutz
Forstschutz umfasst alle Maßnahmen, die den Wald vor Schäden durch Insekten, Pilze, Wild, Feuer und Witterung bewahren.
Forsttechniker
Der Forsttechniker ist eine staatlich geprüfte Fachschul-Weiterbildung zwischen Facharbeiter und Hochschulabschluss.
Forstwirt
Der Forstwirt ist der grundlegende Ausbildungsberuf für die praktische Arbeit im Wald.
Forstwirtschaft
Forstwirtschaft ist die Bewirtschaftung von Wäldern zur nachhaltigen Nutzung von Holz und zur Pflege des Waldes.
Forstwirtschaftsmeister
Der Forstwirtschaftsmeister ist die Meister-Weiterbildung für erfahrene Forstwirte mit Führungs- und Ausbildungsaufgaben.
Forwarder-Ausbildung
Die Forwarder-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Rückezugs für den schonenden Holztransport.
Freischneider
Ein Freischneider ist ein motorbetriebenes Gerät zur Pflege von Gras-, Gestrüpp- und Gehölzflächen.
FSC
FSC ist ein internationales Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle, nachhaltige Waldwirtschaft.
Führerschein Klasse L
Die Führerscheinklasse L berechtigt zum Führen langsamer land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen.
Führerschein Klasse T
Die Führerscheinklasse T berechtigt zum Führen schneller land- und forstwirtschaftlicher Zugmaschinen bis 60 km/h.
Führungsschiene
Die Führungsschiene (Schwert) ist der längliche Teil der Motorsäge, auf dem die Sägekette umläuft.

G

Gefahrenbaum
Ein Gefahrenbaum ist ein Baum mit erhöhter Bruch- oder Umsturzgefahr, der Personen oder Sachen gefährden kann.
Gehölzpflege
Gehölzpflege ist die fachgerechte Pflege von Bäumen, Sträuchern und Hecken.
Geradschaftigkeit
Die Geradschaftigkeit beschreibt, wie gerade und geradlinig ein Stamm gewachsen ist.
Gipfelbruch
Gipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels bzw. oberen Stammteils eines Baumes.
Gipfeldürre
Gipfeldürre ist das Absterben der oberen Kronen- und Wipfelbereiche eines Baumes bei noch lebendem Unterteil.
Greifersäge
Eine Greifersäge ist ein Kranwerkzeug, das Holz greift und zugleich mit einer integrierten Kettensäge ablängt.
Grünast
Ein Grünast ist ein lebender, belaubter Ast des Baumes.
Grünpflege
Grünpflege ist die Pflege öffentlicher und privater Grünanlagen wie Rasen, Beete, Sträucher und Bäume.
Gutachten
Ein Gutachten ist die sachverständige Bewertung eines Fachgebietes, etwa zu Zustand, Wert oder Sicherheit von Bäumen.

H

Habitatbaum
Ein Habitatbaum ist ein Baum mit besonderer Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Habitatstruktur
Habitatstrukturen sind Lebensraum-Elemente im Wald, die zahlreichen Arten Nahrung, Unterschlupf und Fortpflanzungsstätten bieten.
Hallimasch
Der Hallimasch ist ein Pilz, der als Parasit Bäume schädigt und als Fäuleerreger Holz zersetzt.
Harvester-Ausbildung
Die Harvester-Ausbildung qualifiziert zum Bedienen eines Vollernters für die mechanisierte Holzernte.
Harvesteraggregat
Das Harvesteraggregat ist der Fäll- und Aufarbeitungskopf am Kranarm eines Harvesters.
Heckenpflege
Heckenpflege umfasst den Schnitt und die Erhaltung von Heckenanlagen.
Herzwurzler
Ein Herzwurzler ist ein Baum, dessen Wurzeln herzförmig sowohl in die Tiefe als auch in die Breite wachsen.
Hiebsfolge
Die Hiebsfolge ist die räumliche und zeitliche Reihenfolge, in der Bestände genutzt (eingeschlagen) werden.
Hiebsplan
Ein Hiebsplan legt fest, wo, wann und wie viel Holz in einem Forstbetrieb eingeschlagen wird.
Hiebsreife
Die Hiebsreife ist der Zeitpunkt, zu dem ein Baum oder Bestand wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann.
Hiebsunreife
Hiebsunreife bezeichnet einen Bestand, der sein Nutzungsalter (die Hiebsreife) noch nicht erreicht hat.
Hochwald
Der Hochwald ist die aus Samen begründete Betriebsart mit hohen, starken Bäumen und langer Umtriebszeit.
Holzerntekette
Die Holzerntekette ist die Abfolge aller Arbeitsschritte von der Fällung bis zur Bereitstellung des Holzes am Weg.
Holzgreifer
Ein Holzgreifer ist ein hydraulisches Greifwerkzeug am Kran zum Fassen von Stämmen, Scheitholz oder Hackgut.
Holzlogistik
Die Holzlogistik umfasst die Organisation von Transport, Lagerung und Fluss des Holzes vom Wald bis zur Verarbeitung.
Holzpolter
Ein Holzpolter ist ein geordneter Stapel gefällter Stämme an der Waldstraße zur Abfuhr.
Holzrückung
Die Holzrückung ist der Transport des gefällten Holzes vom Hiebsort zum Waldweg und ist gleichbedeutend mit der Rückung.

I

Insektenbefall
Insektenbefall ist die Schädigung von Bäumen durch Insekten wie Borkenkäfer oder Fraßinsekten.
Inventur
Eine Inventur ist die Erfassung von Bäumen, Flächen oder Holzvorräten als Grundlage der Waldplanung.

J

Jungbestand
Ein Jungbestand ist eine Waldfläche mit jungen Bäumen und damit die zukünftige Holz- und Brennstoffquelle.
Jungdurchforstung
Die Jungdurchforstung ist ein früher Durchforstungseingriff in noch jungen, aber bereits durchforstungsfähigen Beständen.
Jungwuchspflege
Jungwuchspflege umfasst Pflegemaßnahmen in jungen Waldbeständen bis zum Dickungsalter.

K

Käferholz
Käferholz ist Holz von Bäumen, die durch Borkenkäfer geschädigt oder abgetötet wurden.
Käfernest
Ein Käfernest ist ein lokaler Befallsherd des Borkenkäfers, von dem aus sich der Schädling ausbreitet.
Kahlschlag
Ein Kahlschlag ist die vollständige Räumung eines Waldbestandes durch Fällen aller Bäume auf einer Fläche.
Kahlschlagsverbot
Ein Kahlschlagsverbot untersagt oder begrenzt großflächige Kahlhiebe rechtlich.
Kalamität
Eine Kalamität ist ein großflächiger Waldschaden durch Sturm, Insekten, Trockenheit oder andere Störungen.
Kernfäule
Kernfäule ist eine Pilzfäule, die vom Kernholz im Inneren des Stammes ausgeht.
Klimawandelwald
Klimawandelwald bezeichnet einen an das veränderte Klima angepassten, klimastabilen Wald der Zukunft.
Kronenausbruch
Ein Kronenausbruch ist das Ausbrechen eines Astes oder Kronenteils aus der Baumkrone.
Kronenpflege
Kronenpflege ist das Entfernen schadhafter, toter oder störender Äste zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone.
Kronenpflegearbeiten
Kronenpflegearbeiten sind fachgerechte Schnitt- und Sicherungsmaßnahmen zur Erhaltung einer gesunden, sicheren Baumkrone.
Kronensicherung
Eine Kronensicherung ist ein technisches System, das bruchgefährdete Baumkronen zusammenhält und Bruch vorbeugt.
Kulturfläche
Eine Kulturfläche ist eine mit jungen Bäumen (Forstkultur) neu begründete Waldfläche.
Kulturpflege
Kulturpflege umfasst die Pflege neu angelegter Forstkulturen bis zum gesicherten Bestand.
Kupferstecher
Der Kupferstecher ist ein kleiner Borkenkäfer, der vor allem die dünnrindigen Teile und jüngere Fichten befällt.

L

Landeswaldgesetz
Ein Landeswaldgesetz konkretisiert das Bundeswaldgesetz mit landesspezifischen Regelungen zum Wald.
Landschaftspflege
Landschaftspflege ist der Erhalt und die Entwicklung von Natur- und Kulturräumen durch gezielte Pflegemaßnahmen.
Landschaftspflegeholz
Landschaftspflegeholz ist Holz, das bei der Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Straßenrändern und Gewässern anfällt.
Laubholz
Laubholz ist Holz von Laubbäumen wie Buche, Eiche oder Birke und stellt einen Großteil des hochwertigen Brennholzes.
Läuterung
Die Läuterung ist ein Pflegeeingriff in jungen Waldbeständen zur Steuerung von Mischung und Qualität.
Lichtbaumart
Eine Lichtbaumart ist eine Baumart, die zum Wachsen viel Licht benötigt und Schatten schlecht verträgt.
Lichtraumprofil
Das Lichtraumprofil ist der über Straßen, Wegen und Gleisen freizuhaltende Raum, in den keine Äste ragen dürfen.

M

Master Forstwirtschaft
Der Master Forstwirtschaft ist der vertiefende Hochschulabschluss für gehobene und leitende forstliche Aufgaben.
Mischwald
Ein Mischwald ist ein Wald aus mehreren Baumarten und gilt als besonders stabil und klimaresilient.
Mistel
Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der auf Ästen von Bäumen wächst.
Mittelwald
Der Mittelwald ist eine historische Betriebsart, die Ausschlagwald und einzelne Hochbäume kombiniert.
Monitoring
Monitoring ist die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation von Wald, Bäumen oder Schädlingen.
Motorsäge
Eine Motorsäge (Kettensäge) ist das wichtigste Werkzeug zum Fällen, Entasten und Ablängen von Holz.
Motorsägen-Grundkurs
Der Motorsägen-Grundkurs (Modul A) vermittelt die sichere Handhabung der Motorsäge am liegenden Holz.
Motorsägenkurs
Der Motorsägenkurs ist die sicherheitstechnische Schulung zum Umgang mit der Motorsäge.
Motorsägenlehrgang
Der Motorsägenlehrgang ist die vollständige Ausbildung mit Baumfällung (Modul A und B).
Motorsägenschein
Der Motorsägenschein ist der umgangssprachliche Nachweis über eine absolvierte Motorsägenausbildung.
Mulchen
Mulchen ist das Zerkleinern von Vegetation auf Flächen, wobei das Material als Mulch liegen bleibt.

N

Nachhaltige Forstwirtschaft
Nachhaltige Forstwirtschaft nutzt den Wald so, dass nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst, und seine Funktionen dauerhaft erhalten bleiben.
Nadelholz
Nadelholz ist Holz von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder Tanne – leicht, harzreich und gut zum Anheizen geeignet.
Nadelholzmischwald
Ein Nadelholzmischwald ist ein Mischbestand aus mehreren Nadelbaumarten oder mit überwiegendem Nadelholzanteil.
Naturverjüngung
Naturverjüngung ist die natürliche Erneuerung des Waldes aus Samen der vorhandenen Bäume.
Naturwald
Ein Naturwald ist ein aus der forstlichen Nutzung genommener Wald, der sich weitgehend natürlich entwickeln darf.
Neophyten
Neophyten sind eingeschleppte, nicht heimische Pflanzenarten, die sich in der heimischen Natur ausbreiten.
Niederwald
Der Niederwald ist eine Betriebsart, die den Wald über Stockausschlag in kurzen Umtriebszeiten nutzt.

O

Oberhöhe
Die Oberhöhe ist die mittlere Höhe der stärksten (höchsten) Bäume eines Bestandes und dient der Bonitierung.
Obstbaumschnitt
Der Obstbaumschnitt ist der Pflegeschnitt an Obstbäumen zur Förderung von Gesundheit, Ertrag und Standfestigkeit.
Ökofläche
Eine Ökofläche ist eine Fläche, die für Naturschutz und ökologischen Ausgleich bereitgestellt oder aufgewertet wird.
Ökokonto
Ein Ökokonto ist ein System zur Erfassung und Bevorratung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft.

P

PEFC
PEFC ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Holzkette.
Pfahlwurzel
Eine Pfahlwurzel ist ein tief in den Boden reichendes, senkrechtes Wurzelsystem vieler Baumarten.
Pflanzabstand
Der Pflanzabstand ist der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen bei der Neubegründung eines Bestandes.
Pflanzgut
Pflanzgut sind die zur Anpflanzung bestimmten jungen Bäume (Forstpflanzen) samt Wurzelwerk.
Pflanzholz
Ein Pflanzholz ist ein spitzes Handwerkzeug zum Setzen von Forstpflanzen.
Pflanzloch
Ein Pflanzloch ist die im Boden ausgehobene oder gestoßene Öffnung, in die eine Pflanze gesetzt wird.
Pflanzung
Die Pflanzung ist das Einsetzen junger Bäume zur Begründung oder Ergänzung eines Waldbestandes.
Pflanzverband
Der Pflanzverband ist der Abstand der Pflanzen zueinander bei einer Aufforstung oder Kultur.
Pflanzverbandssystem
Ein Pflanzverbandssystem ist die geometrische Anordnung der Pflanzen auf der Fläche (der Pflanzverband).
Pflegerückschnitt
Ein Pflegerückschnitt ist eine Schnittmaßnahme zur gesunden Entwicklung und Formung eines Baumes oder Strauchs.
Pilzbefall
Pilzbefall ist die Besiedlung eines Baumes durch holzzersetzende oder krankheitserregende Pilze.
Plenterwald
Ein Plenterwald ist ein dauerhaft ungleichaltriger, mehrschichtiger Wald, in dem stetig einzelne hiebsreife Bäume entnommen werden.
Plenterwirtschaft
Die Plenterwirtschaft ist die Betriebsart, die den Wald dauerhaft als Plenterwald bewirtschaftet.
Polterplatz
Ein Polterplatz ist eine befestigte Fläche an der Waldstraße zum Lagern und Verladen von Holzpoltern.

Q

Qualitätsbaum
Ein Qualitätsbaum ist ein besonders wertvoller Baum, der zur hochwertigen Holzproduktion gefördert wird.
Quellbereich
Ein Quellbereich ist das Ursprungsgebiet eines Gewässers und ein besonders schützenswerter Lebensraum im Wald.

R

Reisig
Reisig ist dünnes Ast- und Zweigmaterial unterhalb der Derbholzgrenze.
Restholz
Restholz ist das bei Ernte und Verarbeitung anfallende, nicht als Nutzholz verwertbare Holz.
Revierförster
Der Revierförster leitet eigenverantwortlich ein Forstrevier und betreut dessen Wälder.
Rindennekrose
Eine Rindennekrose ist das örtliche Absterben von Rindengewebe, meist durch Pilze, Frost oder Verletzungen.
Rodung
Rodung ist das vollständige Entfernen von Bäumen einschließlich der Wurzeln, oft zur dauerhaften Umwandlung der Fläche.
Rotbuche
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die wichtigste heimische Laubbaumart und liefert schweres, hartes Holz mit hohem Brennwert.
Roteiche
Die Roteiche (Quercus rubra) ist eine aus Nordamerika stammende Eichenart mit rascherem Wuchs und intensiver Herbstfärbung.
Rückeanhänger
Ein Rückeanhänger (Rückewagen) ist ein geländegängiger Anhänger mit Kran zum Transport von Holz aus dem Bestand.
Rückegasse
Eine Rückegasse ist eine feste Fahrspur im Wald, auf der Forstmaschinen fahren, um Holz zu rücken.
Rückeschaden
Ein Rückeschaden ist eine Verletzung an verbleibenden Bäumen oder am Waldboden durch das Rücken von Holz.
Rückeschild
Ein Rückeschild ist eine am Heck eines Forstschleppers montierte Schildplatte zum Abstützen und Anpressen beim Holzrücken.
Rückeschneise
Eine Rückeschneise ist eine angelegte Fahrgasse im Bestand, auf der Holz gerückt wird.
Rückewagenlehrgang
Der Rückewagenlehrgang schult das sichere Rücken und Verladen von Holz mit Rückewagen und Kran.
Rückeweg
Ein Rückeweg ist ein befestigter Fahrweg zur Erschließung des Waldes für den Holztransport.
Rückezange
Eine Rückezange ist ein zangenförmiges Greifwerkzeug am Kran, das Stämme und Poltern zum Transport greift.
Rückezug
Ein Rückezug (Forwarder) ist eine geländegängige Forstmaschine, die aufgearbeitetes Holz aufgeladen aus dem Bestand transportiert.
Rückung
Die Rückung ist der Transport des gefällten Holzes vom Hiebsort zum Waldweg oder Lagerplatz.
Rußrindenkrankheit
Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzkrankheit des Ahorns, die vor allem nach Trockenheit auftritt und gesundheitsrelevant ist.

S

Sachverständiger
Ein Sachverständiger ist ein unabhängiger Fachmann, der Bäume, Wälder oder Schäden fachlich begutachtet und bewertet.
Sapie
Ein Sapie (Sappie) ist ein Handwerkzeug mit fester Spitze zum Ziehen, Wenden und Tragen von Stämmen.
Sappel
Sappel ist eine regionale Bezeichnung für den Sapie (Sappie), das Zug- und Wendewerkzeug für Stämme.
Schadholz
Schadholz ist Holz von Bäumen, die durch Sturm, Schnee, Insekten, Pilze, Dürre oder Feuer geschädigt wurden.
Schäleisen
Ein Schäleisen ist ein Handwerkzeug zum Entrinden (Schälen) von Stämmen.
Schälschaden
Ein Schälschaden ist eine Rindenverletzung, die durch das Abziehen der Rinde durch Wild (Schälen) entsteht.
Schattenbaumart
Eine Schattenbaumart ist eine Baumart, deren Jungpflanzen auch im Schatten des Altbestandes gedeihen.
Schlagabraum
Schlagabraum ist das nach der Holzernte auf der Fläche verbleibende Rest- und Astmaterial.
Schlagfläche
Eine Schlagfläche ist die Fläche, auf der ein Holzeinschlag (Hieb) durchgeführt wurde oder wird.
Schlepper
Ein Schlepper ist eine Zugmaschine, die in der Forstwirtschaft zum Rücken und für Anbaugeräte eingesetzt wird.
Schutzstreifen
Ein Schutzstreifen ist ein Geländestreifen, der zum Schutz vor Bränden, Wind oder anderen Gefahren freigehalten oder besonders gestaltet wird.
Schutzwald
Ein Schutzwald schützt durch seine Lage und Bestockung Menschen, Siedlungen oder Böden vor Naturgefahren.
Schwarzkiefer
Die Schwarzkiefer (Pinus nigra) ist eine trockenheitsresistente Kiefernart mit dunkler Borke und harzreichem Holz.
Seilklettertechnik
Die Seilklettertechnik ist ein Baumpflegeverfahren, bei dem Fachleute mit Seil und Klettergurt in die Krone aufsteigen – ohne Hubarbeitsbühne.
Seilkran
Ein Seilkran ist eine seilgebundene Rückeanlage, die Holz in steilem oder unbefahrbarem Gelände über ein Tragseil transportiert.
Seilwinden-Sachkunde
Die Seilwinden-Sachkunde ist der Nachweis über den sicheren, sachkundigen Umgang mit Forstseilwinden.
Seilwindenlehrgang
Der Seilwindenlehrgang schult das sichere Rücken von Holz mit der Forstseilwinde.
Stammfäule
Die Stammfäule ist eine durch Pilze verursachte Zersetzung des Holzes im Stamminneren.
Stammumfang
Der Stammumfang ist der Umfang des Stammes, meist in Brusthöhe gemessen.
Stammwender
Ein Stammwender ist ein Hebelwerkzeug zum Anheben und Drehen liegender Stämme.
Stammzahl
Die Stammzahl ist die Anzahl der Bäume je Flächeneinheit, meist je Hektar.
Standfestigkeit
Die Standfestigkeit ist der Widerstand eines Baumes gegen das Umstürzen.
Standortkartierung
Die Standortkartierung erfasst und kartiert die Boden-, Wasser- und Klimaverhältnisse eines Waldstandortes.
Stieleiche
Die Stieleiche (Quercus robur) ist eine heimische Eichenart mit gestielten Früchten und sehr dauerhaftem, wertvollem Holz.
Stockausschlag
Stockausschlag ist der Wiederaustrieb neuer Triebe aus dem Wurzelstock eines gefällten Laubbaums.
Stockfäule
Die Stockfäule ist eine Fäule im Stammfuß- und Wurzelbereich (Stock) des Baumes.
Stockfräse
Stockfräse ist eine andere Bezeichnung für die Stubbenfräse zum Zerspanen von Baumstümpfen.
Stockrodung
Stockrodung ist das vollständige Entfernen des Wurzelstocks (Stock) samt Wurzeln aus dem Boden.
Stubbenfräse
Eine Stubbenfräse (Stockfräse) zerspant Baumstümpfe mit einem schnell rotierenden, mit Hartmetallzähnen bestückten Frässcheibe.
Sturmschaden
Ein Sturmschaden ist ein Schaden im Wald durch Windwurf oder Windbruch nach schweren Stürmen.

T

Taschenkeil
Ein Taschenkeil ist ein Fällkeil, der beim Fällen die Schnittfuge offen hält und den Baum in Fällrichtung drückt.
Teleskoplader-Ausbildung
Die Teleskoplader-Ausbildung qualifiziert zum sicheren Bedienen von Teleskopladern beim Heben und Umschlagen.
Terrainpflege
Terrainpflege ist die Pflege von Grün- und Freiflächen wie Böschungen, Wegrändern und Geländeflächen.
Tiefwurzler
Ein Tiefwurzler ist ein Baum, der eine kräftige, tief reichende Pfahlwurzel ausbildet.
Totholz
Totholz ist abgestorbenes Holz an oder unter Bäumen und hat eine hohe ökologische Bedeutung.
Totholzanteil
Der Totholzanteil ist die Menge an abgestorbenem Holz je Fläche und ein wichtiger Indikator für die Naturnähe eines Waldes.
Tragsicherheit
Die Tragsicherheit ist die Fähigkeit eines Baumes oder Astes, Lasten dauerhaft ohne Bruch zu tragen.
Traktor-Ausbildung
Die Traktor-Ausbildung vermittelt das sichere Führen von Traktoren mit forst- und landwirtschaftlichen Anbaugeräten.
Traubeneiche
Die Traubeneiche (Quercus petraea) ist eine heimische Eichenart mit traubig sitzenden Eicheln und sehr wertvollem, dauerhaftem Holz.
Trennschnitt
Der Trennschnitt ist ein Sägeschnitt, der ein Holzstück vollständig durchtrennt.

U

Überhälter
Ein Überhälter ist ein einzelner alter Baum, der über den jungen Folgebestand hinaus stehen gelassen wird.
Umsturzgefahr
Umsturzgefahr ist die Gefahr, dass ein Baum durch mangelnde Standsicherheit umkippt.
Umtriebszeit
Die Umtriebszeit ist die geplante Zeitspanne von der Bestandesbegründung bis zur Endnutzung.
Umweltgutachten
Ein Umweltgutachten ist die fachliche Bewertung von Umwelteinflüssen, etwa bei Bau- und Eingriffsvorhaben.
Unterwuchs
Unterwuchs ist die Vegetation unterhalb des Kronendachs eines Waldes – junge Bäume, Sträucher und Kräuter.

V

Verbiss
Verbiss ist der Schaden, den Wild durch das Abfressen von Knospen und Trieben junger Bäume verursacht.
Verbissschutz
Verbissschutz umfasst Maßnahmen, die junge Bäume vor dem Verbiss durch Wild schützen.
Verjüngung
Verjüngung ist die Erneuerung eines Waldbestandes durch junge Bäume – natürlich oder durch Pflanzung.
Verkehrssicherheit
Verkehrssicherheit bezeichnet den sicheren Zustand eines Baumes oder Geländes, von dem keine Gefahr für Personen oder Sachen ausgeht.
Vitalität
Vitalität ist der Gesundheitszustand und die Wachstumskraft eines Baumes.
Vollbaum
Vollbaum bezeichnet den ganzen oberirdischen Baum einschließlich Stamm, Ästen und Reisig als Erntegut.
Voranbau
Voranbau ist die Pflanzung neuer Bäume unter einem bestehenden Altbestand zur Vorbereitung der Verjüngung.
Vorhieb
Ein Vorhieb ist ein vorbereitender Einschlag, der einer Hauptnutzung oder Verjüngung vorausgeht.
Vorlieferant
Ein Vorlieferant ist in der Holzkette der Betrieb, der Holz an die nächste Verarbeitungsstufe liefert.
Vorwald
Ein Vorwald ist ein rasch wachsender Pionierbestand, der die Etablierung des eigentlichen Zielbestandes vorbereitet.

W

Waldarbeiter
Der Waldarbeiter ist die praxisnahe Bezeichnung für Fachkräfte, die körperliche Arbeiten im Wald ausführen.
Waldbau
Waldbau ist die Planung, Begründung, Pflege und Entwicklung von Waldbeständen.
Waldbrand
Ein Waldbrand ist ein unkontrolliertes Feuer im Wald, das Vegetation, Boden und Bestände schädigt.
Waldbrandfrüherkennung
Waldbrandfrüherkennung umfasst Systeme und Methoden, um Waldbrände möglichst frühzeitig zu entdecken.
Waldbrandgefahr
Die Waldbrandgefahr beschreibt das Risiko, dass in einem Waldgebiet ein Brand entsteht und sich ausbreitet.
Waldbrandprävention
Waldbrandprävention umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, um Waldbrände zu verhindern und ihre Ausbreitung zu begrenzen.
Waldbrandstufe
Die Waldbrandstufe ist eine Warnstufe, die die aktuelle Waldbrandgefahr in einer Region angibt.
Waldkalkung
Die Waldkalkung ist das Ausbringen von Kalk im Wald, um versauerte Böden zu stabilisieren.
Waldschaden
Ein Waldschaden ist eine Schädigung des Waldes durch biotische oder abiotische Einflüsse.
Waldschutz
Waldschutz umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung und Abwehr von Schäden am Wald.
Waldschutzgebiet
Ein Waldschutzgebiet ist ein Waldbereich mit besonderem rechtlichem Schutzstatus für Natur, Ressourcen oder Erholung.
Waldumbau
Waldumbau ist der planmäßige Umbau instabiler Reinbestände in klimastabile, standortgerechte Mischwälder.
Weiserfläche
Eine Weiserfläche ist eine markierte Vergleichsfläche, die den Zustand oder die Entwicklung des Waldes anzeigt.
Weißtanne
Die Weißtanne (Abies alba) ist eine heimische Nadelbaumart mit tiefem Wurzelsystem und wertvollem, harzfreiem Holz.
Wendehaken
Ein Wendehaken ist ein Handwerkzeug mit beweglichem Haken zum Drehen und Wenden von Stämmen.
Wertastung
Wertastung ist die gezielte Astung hochwertiger Zukunftsbäume zur Erzeugung von astfreiem Wertholz.
Wildschaden
Ein Wildschaden ist ein durch Wild verursachter Schaden an Wald, Verjüngung oder landwirtschaftlichen Kulturen.
Wildschutzzaun
Ein Wildschutzzaun ist eine Umzäunung, die Wild von Verjüngungs- und Kulturflächen fernhält.
Windwurf
Windwurf ist durch Sturm entwurzeltes Holz, bei dem Bäume mitsamt dem Wurzelteller umgeworfen werden.
Wipfel
Der Wipfel ist die oberste Spitze der Baumkrone.
Wipfelbruch
Wipfelbruch ist das Abbrechen des Wipfels (der Baumspitze) und bezeichnet weitgehend dasselbe wie Gipfelbruch.
Wipfelschaft
Der Wipfelschaft ist der obere, dünne Teil des Stammes im Bereich der Krone.
Wirtschaftswald
Ein Wirtschaftswald ist ein Wald, der planmäßig zur Holzproduktion und -nutzung bewirtschaftet wird.
Wuchsleistung
Die Wuchsleistung beschreibt, wie viel ein Baum oder Bestand über die Zeit an Masse und Volumen zulegt.
Wurzelanlauf
Der Wurzelanlauf ist der verbreiterte Übergang zwischen Stamm und Wurzel am Stammfuß.
Wurzelbrut
Wurzelbrut ist der Austrieb neuer Triebe aus den Wurzeln eines Baumes.
Wurzelfäule
Wurzelfäule ist die pilzbedingte Zersetzung des Wurzelsystems, die Stabilität und Vitalität des Baumes mindert.
Wurzelschwamm
Der Wurzelschwamm ist ein gefährlicher Wurzel- und Stammfäulepilz, vor allem an Nadelbäumen.
Wurzelstockfräse
Eine Wurzelstockfräse zerspant den nach der Fällung verbliebenen Wurzelstock im Boden.

X

Xylem
Das Xylem ist das Leitgewebe im Baum, das Wasser und Nährsalze von den Wurzeln in die Krone transportiert – und den Hauptteil des Holzes bildet.

Y

Y-förmige Zwieselbildung
Die Y-förmige Zwieselbildung ist eine Gabelung des Stammes in zwei Triebe mit möglichem Bruchrisiko.

Z

Z-Baum
Ein Z-Baum (Zukunftsbaum) ist ein ausgewählter, besonders wertvoller Baum, der im Bestand gezielt gefördert wird.
Zertifizierung
Eine Zertifizierung ist der Nachweis nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch anerkannte Systeme wie PEFC oder FSC.
Zielstärkennutzung
Die Zielstärkennutzung ist die Ernte von Bäumen, sobald sie einen festgelegten Zieldurchmesser erreicht haben.
Zopfdurchmesser
Der Zopfdurchmesser ist der Durchmesser am dünnen, oberen Ende (Zopf) eines Stammes oder Stammabschnitts.
Zuwachs
Zuwachs ist die jährliche Volumenzunahme eines Baumes oder Bestandes.
Zuwachsbohrer
Ein Zuwachsbohrer ist ein Bohrwerkzeug, mit dem ein dünner Holzkern zur Bestimmung von Alter und Zuwachs entnommen wird.
Zuwachsleistung
Die Zuwachsleistung ist der Holzzuwachs eines Bestandes je Fläche und Jahr.
Zwiesel
Ein Zwiesel ist eine Gabelung des Stammes in zwei etwa gleich starke Triebe und gilt als Bruchstelle und Holzfehler.
Zwieselbruch
Ein Zwieselbruch ist das Aufreißen oder Ausbrechen eines Baumes an einer Zwiesel-Gabelung.

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