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Schälschaden

Ein Schälschaden ist eine Rindenverletzung, die durch das Abziehen der Rinde durch Wild (Schälen) entsteht.

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Ausführliche Erklärung

Schälschäden entstehen, wenn Schalenwild – vor allem Rotwild – im Winter oder Frühjahr mit den Zähnen die Rinde von Stämmen abzieht, um an den nährstoffreichen Bast zu gelangen. Die freigelegten, oft großflächigen Wunden sind Eintrittspforten für Fäulepilze; die Folge sind Stamm- und Kernfäule, Wertverlust und verminderte Stabilität.

Schälschäden sind besonders an Fichte gefürchtet, weil die Rotfäule dann tief in den wertvollen unteren Stamm zieht. Gegenmaßnahmen sind angepasste Wilddichten (Bejagung), Schutzmaßnahmen an Einzelstämmen sowie die Vermeidung von Wildkonzentrationen. Schälschäden können ersatzpflichtig sein.

Eigenschaften

  • Rindenverletzung durch Schälen (Wild)
  • Vor allem Rotwild an Fichte
  • Eintrittspforte für Fäule
  • Wert- und Stabilitätsverlust

Verwendung

  • Waldschutz und Wildmanagement
  • Fichtenbestände
  • Schadensbewertung

Vorteile

  • Über Bejagung steuerbar
  • Rechtlich relevant (Ersatz)

Nachteile

  • Führt zu Stamm-/Kernfäule
  • Entwertet Wertholz

Maßeinheiten

Schälfläche je Stamm in cm²
Schälprozent im Bestand

Umrechnungen

Für „Schälschaden" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.

Tipp aus der Praxis

Schälschäden vor allem über angepasste Rotwilddichten begrenzen – einmal geschälte Fichten faulen von der Wunde her und verlieren den wertvollen unteren Stamm.

Häufige Fragen

Was ist ein Schälschaden?

Eine Rindenverletzung, die durch das Abziehen der Rinde durch Wild (Schälen) entsteht – vor allem durch Rotwild.

Warum ist er problematisch?

Die Wunden sind Eintrittspforten für Fäule; besonders an Fichte zieht die Rotfäule in den wertvollen unteren Stamm.

Verwandte Begriffe

Wildschaden Verbiss Kernfäule Stammfäule

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