Vollbaum
Vollbaum bezeichnet den ganzen oberirdischen Baum einschließlich Stamm, Ästen und Reisig als Erntegut.
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Ausführliche Erklärung
Bei der Vollbaumnutzung (Vollbaumverfahren) wird der gesamte oberirdische Baum – Stamm, Äste, Zweige und teils Nadeln/Blätter – geerntet und verwertet, meist zu Energieholz (Hackschnitzel). Im Gegensatz dazu belässt die Stammholz- oder Baumverfahren-Ernte einen Teil des Astmaterials (Schlagabraum) auf der Fläche.
Die Vollbaumnutzung erhöht die Holzausbeute je Baum, entzieht dem Standort aber viele Nährstoffe, die vor allem in Rinde, Ästen und Nadeln stecken. Auf nährstoffarmen Böden ist sie kritisch zu sehen; oft wird empfohlen, Nadeln und Feinreisig auf der Fläche zu belassen.
Eigenschaften
- Ganzer oberirdischer Baum als Erntegut
- Stamm + Äste + Reisig
- Meist für Energieholz
- Entzieht viele Nährstoffe
Verwendung
- Energieholzgewinnung
- Hackschnitzelproduktion
- Erntplanung
Vorteile
- Hohe Ausbeute je Baum
- Nutzt das ganze Material
Nachteile
- Hoher Nährstoffentzug
- Auf armen Böden kritisch
Maßeinheiten
- Menge in Festmeter/Schüttraummeter
- Nährstoffentzug beachten
Umrechnungen
Für „Vollbaum" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.
Tipp aus der Praxis
Vollbaumnutzung auf nährstoffarmen Standorten meiden oder Nadeln und Feinreisig auf der Fläche belassen – sonst wird dem Boden zu viel Nährstoff entzogen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Vollbaum(-nutzung)?
Die Ernte und Verwertung des ganzen oberirdischen Baumes einschließlich Stamm, Ästen und Reisig, meist zu Energieholz.
Was ist der Nachteil?
Der hohe Nährstoffentzug, da viele Nährstoffe in Rinde, Ästen und Nadeln stecken – auf armen Böden kritisch.