Holzschwindung
Holzschwindung ist die Volumen- und Maßabnahme des Holzes beim Trocknen unter den Fasersättigungspunkt.
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Ausführliche Erklärung
Gibt Holz unterhalb des Fasersättigungspunkts gebundenes Wasser ab, ziehen sich die Zellwände zusammen – das Holz schwindet. Das Schwindmaß ist richtungsabhängig (anisotrop): tangential (parallel zu den Jahrringen) am stärksten, radial etwa halb so viel, längs (in Faserrichtung) fast null.
Die unterschiedliche Schwindung in den Richtungen verursacht Risse und Verwerfungen. Für maßhaltige Bauteile muss Holz auf die spätere Gebrauchsfeuchte getrocknet werden. Das Gegenstück – die Maßzunahme bei Feuchtaufnahme – ist die Quellung.
Eigenschaften
- Maßabnahme beim Trocknen
- Unterhalb Fasersättigungspunkt
- Richtungsabhängig (anisotrop)
- Ursache von Rissen
Verwendung
- Holztrocknung
- Maßhaltigkeit
- Konstruktionsplanung
Vorteile
- Berechenbar und einplanbar
- Wichtig für Maßhaltigkeit
Nachteile
- Verursacht Risse/Verwerfung
- Richtungsabhängig
Maßeinheiten
- Schwindmaß in Prozent
- tangential > radial > längs
Umrechnungen
- Schwindmaß tangential ~8 %, radial ~4 %, längs ~0,3 % (bis darrtrocken).
Tipp aus der Praxis
Die tangential deutlich stärkere Schwindung einplanen – deshalb reißen Bretter mit Mark und Rundhölzer sternförmig; stehende Jahrringe (Riftschnitt) sind formstabiler.
Häufige Fragen
Was ist Holzschwindung?
Die Maß- und Volumenabnahme des Holzes beim Trocknen unter den Fasersättigungspunkt.
Warum reißt Holz beim Trocknen?
Weil es tangential stärker schwindet als radial und längs – diese ungleiche Schwindung erzeugt Spannungen und Risse.