Mistel
Die Mistel ist ein immergrüner Halbschmarotzer, der auf Ästen von Bäumen wächst.
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Ausführliche Erklärung
Misteln wurzeln mit Senkern in die Leitungsbahnen ihres Wirtsbaums und entziehen ihm Wasser und Nährsalze; Photosynthese betreiben sie mit ihren grünen Blättern selbst (Halbschmarotzer). Man unterscheidet vor allem Laubholz-, Kiefern- und Tannenmisteln, je nach Wirt.
Starker Mistelbefall schwächt Bäume, besonders in Trockenperioden, und kann zum Absterben von Ästen führen. In der Forstwirtschaft gilt sie – etwa als Kiefern- oder Tannenmistel – bei Massenbefall als Schadfaktor, ökologisch ist sie zugleich wertvoll.
Eigenschaften
- Immergrüner Halbschmarotzer
- Wächst auf Ästen
- Entzieht Wasser und Nährsalze
- Schwächt bei Massenbefall
Verwendung
- Waldschutz
- Baumvitalitätsbeurteilung
- Ökologie
Vorteile
- Ökologisch wertvoll
- Leicht erkennbar
- Meist tolerierbar
Nachteile
- Schwächt bei starkem Befall
- Fördert Trockenstress
Maßeinheiten
- Befall in Anzahl je Baum/Krone
- Wirtsbindung je Mistelart
Umrechnungen
Für „Mistel" sind derzeit keine Umrechnungen hinterlegt.
Tipp aus der Praxis
Einzelne Misteln sind unbedenklich; erst starker Befall an trockengestressten Bäumen (z. B. Kiefer, Tanne) schwächt spürbar – dann betroffene Äste entfernen.
Häufige Fragen
Ist die Mistel ein Schmarotzer?
Ein Halbschmarotzer – sie entzieht Wasser und Nährsalze, betreibt aber selbst Photosynthese.
Schadet sie dem Baum?
Bei starkem Befall ja, vor allem in Trockenperioden; einzelne Misteln sind meist unbedenklich.